Organspendeausweis
10.04.2012 13:22
UND ich habe meinen Spendenausweis immer in der Geldbörse, direkt bei meiner Krankenkarte. Dabei liegt noch meine Gesundheitsvorsorge- und Finanzvorsorgevollmacht. Meine mama und mein Freund wissen wie ich das sehe und denke. Und wenn mir was passiert, wie ich über Lebensverlängernde Maßnahmen denke und was ich nicht will....
10.04.2012 13:31
Zitat von Jezzy:
Hab mich damit ehrlich gesagt noch nicht beschäftigt.. Bin mit sowas aber auch noch nicht konfrontiert worden (eher mit Krebs in der Familie).
Putsch, mich würd auch mal interessieren was deine Meinung so beeinflusst hat. Wenn ich eh schon hirntod bin weiß ich garnicht, ob ich ewig künstlich am Leben erhalten werden will, das ist für mich kein Argument.. Du kannst es doch offen schreiben, vllt regt das manche zum Nachdenken an?
Ansonsten find ichs eigtl ne gute Sache. Wie die meisten schon schreiben, wenn man tot ist bekommt man eh nix mehr mit. Natürlich ist der Gedanke nicht grad schön, dass man "ausgeweidet" wird, bzw der Gedanke generell an den eigenen Tod. Aber wenns so weit ist werden wirs eh nicht merken, und man kann vielleicht jemand anderem eine ganz große Hilfe sein!
Wobei es auch da Ausnahmen gäbe wo ich, wenn ich noch entscheiden könnte, nicht helfen wollen würde.. zB Leute die ihre Organversagen selber verschulden durch Alkohol- oder Drogenkonsum zB, oder schlimme Straftäter bzw generell schlechte MenschenFür solche Leute würd ich nicht spenden wollen, aber das kann man ja leider nicht differenzieren. Da kann man nur vorher hoffen, dass es jemand bekommt ders verdient..
Wenn ein Alkohol- und/oder Drogenabhängiger ein organ benötigt muss er nachweißen das er so und so lange weg von dem Zeug ist. Sonst bekommt es ein anderer
10.04.2012 13:50
Zitat von Laura2012:
Ich hab mich gestern Abend noch etwas damit beschäftigt und dann fiel mir erst richtig wieder ein, weshalb ich meinen Ausweis weggeworfen habe.
Ich möchte mal zur Anregung einwerfen, dass der Begriff "Hirntod" und das man bei fehlenden Aktivitäten des Hirns als tot gilt, erst im Rahmen der Organspende eingeführt wurde. Vorher war ein Hirntoter noch eine lebende Person.
Die Organe eines "richtig" Toten können nicht transplantiert werden. Der Organspender stirbt erst "richtig", während die Organe entnommen werden. Um Reflexe während der Entnahme zu unterdrücken, werden Muskelrelaxane gespritzt. Aufs narkotisieren wird bewusst verzichtet, sonst würde man ja zugegen, dass der Spender noch lebt! Es gibt Fälle (nicht in D) wo für Hirntod erklärte Menschen aufgrund von Verzögerungen der Organentnahme plötzlich wieder aufgewacht sind.
Ich bin kein Mediziner, weiß also nicht wie lange ein Hirntoter theoretisch noch weiterleben könnte, aber ich für mein Verständnis bin erst tot, wenn mein Herz aufhört zu schlagen und meine Organe versagen und nicht, wenn gerade mal ein kleiner Teil meines Körpers nicht mehr arbeitet.
Niemand weiß, wann man wirklich tot ist und von dieser Welt geht. Ich für meinen Teil möchte nicht während ich sterbe "gestört" werden.
Sowas als egoistisch zu bezeichnen finde ich etwas weit hergeholt.
Es ist traurig, wenn Menschen Organe benötigen und sterben weil sie keines bekommen, aber es kann ja nicht an mir liegen das zu verhindern.
Und, als letzter Gedanke: Nicht alles was entnommen wird, wird auch verwendet um Leben zu retten. Ein Teil wird auch zur Forschung verwendet.
Ja klar, wenn du Spenden könntest es aber nicht tust, liegt es an die wenn der Empfänger stirbt....
10.04.2012 15:34
Zitat von Evilyn:Die Entscheidung für meine Kinder kann ich nicht treffen, meine Tocher, will spenden. Zur Information meine Kinder sind 19, 18, 17 und 14 Jahre alt. Ja und ich weiß was es bedeutet ein Kind sterben zu sehen. Ich finde deine Art zu schreiben sehr verletztend, nur weil ich mich für mich einen anderen Weg gehen möchte.
Zitat von mamamone:
Zitat von Evilyn:Wie gesagt, ich habe mich mit dem Thema wirklich auseinander gesetzt und ich habe ja auch geschrieben, dass die jeweiligen Autoren schon ihre persönliche Meinung zu dem Thema tranzportieren wollen. Aber ich kann mir doch selber nur ein eigenes Bild verschaffen, wenn ich mich mit pro und contra der Organspende beschfasse. Ich bin nun mal nicht der Mensch der nur ja, ja oder nur nein, nein sagt.
Zitat von mamamone:
Nach dem ich dieses Buch gelesen habe, habe ich mich gegen eine Oragnspende enschieden. Vielleicht denke ich irgendwann anders darüber, aber zur Zeit würde ich meine Organe nicht spenden.
http://www.das-weisse-pferd.com/00_01/organtranspl antation.html
Ich persönlich denke, dieser Artikel/Buch wurde aus den Gründen verfasst: Das Geschäft mit der Angst! Und gerade dieses Thema bietet viel Platz für "Gegen-Organspende". Da haben mich die Argumente von Chichita schon mehr überzeugt, als so ein auf Papier geschriebener Gruselschocker...!
Ich denke das ich in diesem Forum auch dafür bekannt bin das ich eben kein schwarz- weiß denkender Mensch bin.
Ich habe mir meine Meinung, für mich gebildet und das in aller Konsequenz.
Genau so wie ich meine Gebärmutter, die ich ja für meine eigene Kinderplanung nicht mehr brauche, nicht als Leihmutter zuverfügung stellen würde, möchte ich meine Kinder nicht mit einem fremden Herzen lieben oder sie durch fremde Augen ansehen.
Ist echt interessant. Wie ich oben geschrieben habe, hab ich mich mit Gegen-Organspende noch nicht so viel befasst. Und: hab ich dich jetzt richtig verstanden, dass du deine Kinder lieber sterben lassen würdest, als eine Transplantation vorzuziehen? Ich wünsche niemanden, dass er jemals in so eine Situation gelangt, aber du wirst deine Gründe dafür schon haben....![]()
10.04.2012 15:36
Zitat von Tigger90:
Zitat von Strahlebacke:
Zitat von Tigger90:
Mag mal jemand zusammenfassen, was der Link von Mone sagt? Kann den Link nicht oeffnene, da laut meinem Internetbrowser der Datenschutz auf der Seite verletzt wird und die Seite zu einer Sekte gehoert![]()
Sekte? Na das erklärt zumindest die einseitige Sichtweise. Wobei ich - die überhaupt nicht für Sekten ist - mich durchaus in manchen Punkten auch angesprochen gefühlt habe ... hm
Japp, gehoert laut meinem Browser zur sekte "Universelles Leben".
Danke fuer die Zusammenfassung.
Jetzt mal ne "doofe" Frage, weil ja immer wieder gesagt wird, dass der Mensch bei der Organentnahme noch "lebt". Der lebt doch nur noch, weil die Maschinen ihn leben lassen. Das Herz schlaegt nur, weil die Maschinen es schlagen lassen. Wuerde es nicht mehr schlagen bzw. zum schlagen animiert werden, dann waere es doch fuer die Spende nicht mehr zu gebrauchen. Also lebt der Mensch ja nicht mehr .
richtig!
10.04.2012 15:37
weiss nich obs passt aber kennt jemand von euch den film John Q. mit Danzel Washington?
10.04.2012 15:42
Viele sehen das falsch.... denken, dass sie nciht korrekt behandelt werden, wenn sie einen OSA haben. Das ist definitiv falsch. Was hätte ein KH davon, den einen sterben zu lassen um dem anderen zu helfen? Wäre doch leichter, gleich den Ersten zu retten, oder etwa nicht!? Außerdem kostet das dem KH etwas, wenn die Organe entnommen werden... sie machen damit KEIN Geld! Also aus welchem Grund sollten sie dann Organe einfach entnehmen? Oft wird das falsche Bild durch Filme geprägt... das ist leider so.
Kann aus eigener (!) Erfahrung berichten, dass Ärzte ALLES tun um das Leben zu retten, auch mit OSA! Mein Dad hatte kaum Chancen und die Ärzte haben meiner Mutte seine Sachen (inkli. OSA) und sagten "diese Nacht wird er wohl kaum überleben, wir geben aber alles"... sie haben es geschafft und er lebt heute noch.
Warum also nicht spenden?
Mein Dad und ich haben auch Blut von fremden Menschen in uns ... Gott sei Dank gibt es solche Menschen, die spenden!
Würdet ihr schwer erkranken und eine Niere, eine Leber, ein Herz oder was weiß ich brauchen... würdet ihr es annehmen, auch wenn ihr selber nciht spendet? Sicher, oder? Ich finde das super egoistisch (nehmen, aber nciht geben...)!! Was wollen Leute mit ihren Organen, wenn sie tot sind?? Was bitte??
Ich finde es traurig, dass so wenig spenden und deswegen so viele Mütter, Väter und Kinder sterben müssen
Kann aus eigener (!) Erfahrung berichten, dass Ärzte ALLES tun um das Leben zu retten, auch mit OSA! Mein Dad hatte kaum Chancen und die Ärzte haben meiner Mutte seine Sachen (inkli. OSA) und sagten "diese Nacht wird er wohl kaum überleben, wir geben aber alles"... sie haben es geschafft und er lebt heute noch.
Warum also nicht spenden?
Mein Dad und ich haben auch Blut von fremden Menschen in uns ... Gott sei Dank gibt es solche Menschen, die spenden!
Würdet ihr schwer erkranken und eine Niere, eine Leber, ein Herz oder was weiß ich brauchen... würdet ihr es annehmen, auch wenn ihr selber nciht spendet? Sicher, oder? Ich finde das super egoistisch (nehmen, aber nciht geben...)!! Was wollen Leute mit ihren Organen, wenn sie tot sind?? Was bitte??
Ich finde es traurig, dass so wenig spenden und deswegen so viele Mütter, Väter und Kinder sterben müssen
10.04.2012 15:48
Ich bin für ein eingeschränktes Ja und ich habe einen Ausweis.
Da mein Onkel sehr viele Jahre auf eine passende Niere gewartet hat, ein Bekannter auch schon sehr lange auf eine Niere wartete, habe ich hautnah mitbekommen, wie groß so ein Leiden ist und das die Not wirklich extrem sein kann. Und die haben "nur" auf eine Niere gewartet, es gibt Menschen die brauchen ganz andere Organe und sind wesentlich schlechter dran.
Meine inneren Organe darf man gerne verwerten, wenn man das möchte und falls sie zu gebrauchen sind.
Ich würde auch jederzeit für meine Familie eine Lebendspende in Betracht ziehen. Und vermutlich wäre ich sehr dankbar, falls ich mal ein Organ brauche und es einen passenden Spender gibt.
In der DKMS bin ich auch registriert und da bekam ich vor einer Weile sogar mal Post, dass ich zum Arzt muss für Blutabnahmen etc, da ich in die engere Auswahl gekommen bin.
Da wurde es mir kurzzeitig doch schon etwas anders. Es ist eine Sache so einen Ausweiß zu haben oder bei der DKMS registriert zu sein, eine andere Sache aber dann tatsächlich einen Brief zu bekommen und zu wissen, dass es jetzt ernst werden könnte.
Ich hab auch beim HA das Blut abnehmen lassen und die Proben zurück geschickt, aber am Ende hab ich wohl doch nicht gepasst.
Was ich nicht spenden möchte, ist meine Haut. Das steht auch in meinem Ausweis drin. Auch meine Netzhaut etc. will ich behalten.
Das ist zwar eher (Aber)glaube, aber das möchte ich einfach nicht.
Da mein Onkel sehr viele Jahre auf eine passende Niere gewartet hat, ein Bekannter auch schon sehr lange auf eine Niere wartete, habe ich hautnah mitbekommen, wie groß so ein Leiden ist und das die Not wirklich extrem sein kann. Und die haben "nur" auf eine Niere gewartet, es gibt Menschen die brauchen ganz andere Organe und sind wesentlich schlechter dran.
Meine inneren Organe darf man gerne verwerten, wenn man das möchte und falls sie zu gebrauchen sind.
Ich würde auch jederzeit für meine Familie eine Lebendspende in Betracht ziehen. Und vermutlich wäre ich sehr dankbar, falls ich mal ein Organ brauche und es einen passenden Spender gibt.
In der DKMS bin ich auch registriert und da bekam ich vor einer Weile sogar mal Post, dass ich zum Arzt muss für Blutabnahmen etc, da ich in die engere Auswahl gekommen bin.
Da wurde es mir kurzzeitig doch schon etwas anders. Es ist eine Sache so einen Ausweiß zu haben oder bei der DKMS registriert zu sein, eine andere Sache aber dann tatsächlich einen Brief zu bekommen und zu wissen, dass es jetzt ernst werden könnte.
Ich hab auch beim HA das Blut abnehmen lassen und die Proben zurück geschickt, aber am Ende hab ich wohl doch nicht gepasst.
Was ich nicht spenden möchte, ist meine Haut. Das steht auch in meinem Ausweis drin. Auch meine Netzhaut etc. will ich behalten.
Das ist zwar eher (Aber)glaube, aber das möchte ich einfach nicht.
10.04.2012 16:03
Ich habe keinen, und werde auch keinen haben.
Ich spende auch kein Blut, einfach weil ich es nicht sehen kann und mir schon der Würgreiz kommt, wenn mein Mann spenden war und mir seinen Arm zeigt.. .
Spritzen, also impfen jaa ok.. aber mir Blut aus einer Kanüle ziehen in meiner Armbeuge, die so und so sooo empfindlich ist und und und?
Nee danke.
Ich spende auch kein Blut, einfach weil ich es nicht sehen kann und mir schon der Würgreiz kommt, wenn mein Mann spenden war und mir seinen Arm zeigt.. .
Spritzen, also impfen jaa ok.. aber mir Blut aus einer Kanüle ziehen in meiner Armbeuge, die so und so sooo empfindlich ist und und und?
Nee danke.
10.04.2012 16:06
Zitat von AliyaJoline:
Ich habe keinen, und werde auch keinen haben.
Ich spende auch kein Blut, einfach weil ich es nicht sehen kann und mir schon der Würgreiz kommt, wenn mein Mann spenden war und mir seinen Arm zeigt.. .
Spritzen, also impfen jaa ok.. aber mir Blut aus einer Kanüle ziehen in meiner Armbeuge, die so und so sooo empfindlich ist und und und?
Nee danke.
klingt jetzt vllt etwas kalt.... aber wenn du organe dpendes bekommst du das nicht mehr mit!!!
10.04.2012 16:09
Zitat von lilly555:
Ich bin Besitzerin eines Organspende Ausweises seit meinem 14 Lebensjahr. Ich Arbeite mit Wachkoma- Patienten und Beatmeten Patienten. Diese zählen aber nicht als Hirntod. Hirntod ist der, wo keine Hirnströme mehr messbar sind. Habe auch auf einer ITS gearbeitet. Also da wurde nicht "einfach mal" jemand für Hirntod erklärtIm Gegenteil, es wurden die kleinsten Hirnströme als "Leben" bezeichnet. Und selbst als die Angehörigen die Abstellung der maschienen wünschte und eine Organspende für die Frau wollten sagten die Ärzte "Nein".
-
Man wird ja auch wieder zugenäht nach entnahme.
-
Ich Spende gerne, da ich es selber nicht mehr benötige. Und zwar alles. Durch meine Gehörknöchelchen können andere Hören, durch mein Herz kann ein anderer lieben und leben (und zwar richtig) Durch meine Nieren kann eine jemand weg von der Dialyse, durch mein Knochenmark kann ich Kinder retten die anders keine Chance mehr haben. Durch meine Augen kann ein anderer wieder sehen. Wegen mir soll man mein Gesicht entfernen und einem Menschen geben der Entstellt durch sein Leben laufen muss. Würde sogar meine Gebärmutter geben daimt eine andere Kinder bekommen kann (wenn sowas gehen würde).
-
Ebenfalls bin ich als Knochenmarksspenderin hinterlegt und gehe Blutspenden. Plasma kann ich nicht, da ich zuwenig wiege.
-
ich wöllte dafür aber auch etwas, wenn es mir schlecht geht oder aber meinen zukünftigen Kindern. Den sehr heufig hat man das Problem das selbst die Eltern nicht Kompatiebel sind.
Ich möchte auch nicht aufgebarrt werden nach meinem Tot. Man soll mich lebend in errinnerung behalten. Und da ich eh eine Feuerbestattung wünsche sieht mich nur der Bestatter so "zerflettert".
Oder ich gehe nach Guben als Leiche. Wenn ich eines natürlichen Todes Sterbe, geht mein Leichnam zur Anatomie und mein Körper bringt den Ärzten von morgen was bei im Studium
-
Wisst ihr wie der Besatter euch "hübsch" macht? Viele Leute haben im Alter Kontakturen, da werden die Arme und Beine Gebrochen damit man gerade liegt, in die Augen kommen kleine Plastik schallen damit sie nicht so eingefallen wirken. Es wird einem Klopapaier in den Mund gesteckt damit man "Fülliger" aussiehtAlso dann lieber was gutes tun als im Tot schön zu sein
![]()
Das unterschreibe ich so
habe auch schier ewig einen Organspendeausweis im Portemonai, direkt neben dem für Blutspende (geht inner Stillzeit ja leider nicht) und dem vom Knochenmarkspenderegistert
Obwohl ich ihn da nicht bräuchte, denn sowohl mein Mann, als auch meine Mutter und sonstige Verwandte wissen, dass man von mir alles nehmen kann... meinethalber muss nix mehr unter die erde... wozu auch?
10.04.2012 16:18
Achja und was dieses Buch da anging... von wegen dem Kind, dem organe entnommen wurden etc. sah gequält aus...
Naja... als mein Vater einfach umgekippt ist, war nur meine Schwägerin vor ort und hat nicht nur den notarzt, sondern auch meine Mutter angerufen (obwohl die beiden schon jahre geschieden waren). Meine Mutter hat alles stehen und liegen gelassen und war sogar noch vor dem RTW da und hat, da meine schwägerin einfach zu geschockt war, mit der Reanimierung begonnen...
Laut ihr hatte er ein Lächeln auf den Lippen, bevor sie begonnen hat, ihm zu "helfen"... nach den Sanitätern war von dem Frieden, der in ihm steckte, absolut nichts mehr vorhanden... er war nur noch eine kalte, tote hülle (und ich ärgere mich bis heute, dass ich ihn noch einmal angesehen habe
)
das "helfen" hat den Frieden zerstört, den er über sich liegen hatte... deshalb bin ich aber noch lange nicht gegen Reanimation... warum auch? Es kann auch menschen retten...
und bevor jemand meint, der vergleich tauge nichts: vorher wird der körper u.U. noch mit maschinen am leben erhalten... die organe arbeiten noch etwas und geben den eigentlich toten etwas friedvolles und weniger "totes"... wenn die organe nicht mehr arbeiten ist klar, dass der mensch anders aussieht... aber das geschieht auch ohne Organspende... man muss nur, egal wie, in diesen natürlichen Prozess eingreifen, um etwas zu verändern...
(und bevor wer fragt: keiner meiner bisher verstorbenen Verwandten war leider Organspendetauglich... meine Großeltern hatten beide Krebs und mein Vater war Diabetiker mit deutlichem Übergewicht und von immerhin 56 jahren... die organe hätten nichts mehr getaugt
)
Naja... als mein Vater einfach umgekippt ist, war nur meine Schwägerin vor ort und hat nicht nur den notarzt, sondern auch meine Mutter angerufen (obwohl die beiden schon jahre geschieden waren). Meine Mutter hat alles stehen und liegen gelassen und war sogar noch vor dem RTW da und hat, da meine schwägerin einfach zu geschockt war, mit der Reanimierung begonnen...
Laut ihr hatte er ein Lächeln auf den Lippen, bevor sie begonnen hat, ihm zu "helfen"... nach den Sanitätern war von dem Frieden, der in ihm steckte, absolut nichts mehr vorhanden... er war nur noch eine kalte, tote hülle (und ich ärgere mich bis heute, dass ich ihn noch einmal angesehen habe
) das "helfen" hat den Frieden zerstört, den er über sich liegen hatte... deshalb bin ich aber noch lange nicht gegen Reanimation... warum auch? Es kann auch menschen retten...
und bevor jemand meint, der vergleich tauge nichts: vorher wird der körper u.U. noch mit maschinen am leben erhalten... die organe arbeiten noch etwas und geben den eigentlich toten etwas friedvolles und weniger "totes"... wenn die organe nicht mehr arbeiten ist klar, dass der mensch anders aussieht... aber das geschieht auch ohne Organspende... man muss nur, egal wie, in diesen natürlichen Prozess eingreifen, um etwas zu verändern...
(und bevor wer fragt: keiner meiner bisher verstorbenen Verwandten war leider Organspendetauglich... meine Großeltern hatten beide Krebs und mein Vater war Diabetiker mit deutlichem Übergewicht und von immerhin 56 jahren... die organe hätten nichts mehr getaugt
)
10.04.2012 16:22
Nein, ich habe keinen. Aber eigentlich nicht, weil ich nicht spenden will, sondern, und da bin ich ehrlich, weil ich eben Angst davor hätte, das man mir zu früh den Garaus macht. Und ja, da bin ich egoistisch, denn ich möchte für mein Kind da sein und solange auch nur die geringste Chance besteht, möchte ich eben diese Hilfe haben.
Ich hab einfach Angst, dass zu früh aufgegeben wird.
Zum "Ausnehmen" aus religiösen Gründen: ich bin evangelisch. Ich glaube daran, dass mein Leben hier auf der Erde nur eine weitere Zwischenstation ist. Ich bin fest davon überzeugt, dass es vorher etwas gab und auch danach noch etwas gibt, dass meine Seele in diesen Körper eingezogen ist, um diese Station hier zu leben... und dass meine Seele diese Hülle wieder verlassen wird, wenn sie alt oder eben krank ist. Wenn ich dann meine Organe hergebe... meine Haut usw....und sie einer anderen Seele hilft weiter zu leben, dann würde mich das nicht stören... ich möchte eh verbrannt werden, weil das die kostengünstigste Variante für meine Angehörigen ist.. es ist nur die Hülle... ICH bin dann schon weiter gezogen... also das ist mein Glaube..
Trotzdem gebe ich ehrlich zu, dass ich mich schlicht und ergreifend nicht traue, weil ich Angst vor Missbrauch habe.
LG Fischi
Ich hab einfach Angst, dass zu früh aufgegeben wird.
Zum "Ausnehmen" aus religiösen Gründen: ich bin evangelisch. Ich glaube daran, dass mein Leben hier auf der Erde nur eine weitere Zwischenstation ist. Ich bin fest davon überzeugt, dass es vorher etwas gab und auch danach noch etwas gibt, dass meine Seele in diesen Körper eingezogen ist, um diese Station hier zu leben... und dass meine Seele diese Hülle wieder verlassen wird, wenn sie alt oder eben krank ist. Wenn ich dann meine Organe hergebe... meine Haut usw....und sie einer anderen Seele hilft weiter zu leben, dann würde mich das nicht stören... ich möchte eh verbrannt werden, weil das die kostengünstigste Variante für meine Angehörigen ist.. es ist nur die Hülle... ICH bin dann schon weiter gezogen... also das ist mein Glaube..
Trotzdem gebe ich ehrlich zu, dass ich mich schlicht und ergreifend nicht traue, weil ich Angst vor Missbrauch habe.
LG Fischi
10.04.2012 16:27
also ich habe einen organspendeausweis,
allerdings mit dem vermerk, dass mein mann entscheidet, was passiert.
ja, kenne ich und ich würde das selbe für meine kinder tun!
allerdings mit dem vermerk, dass mein mann entscheidet, was passiert.
Zitat von Littleme091012:
weiss nich obs passt aber kennt jemand von euch den film John Q. mit Danzel Washington?
ja, kenne ich und ich würde das selbe für meine kinder tun!
10.04.2012 16:29
Zitat von juma28:ich auch. geht zwar vordergründig um die versicherungssache aber ich fand es so ergreifen... und ich würde nicht anders handeln wenn es keine zeit zum abwarten gäbe
also ich habe einen organspendeausweis,
allerdings mit dem vermerk, dass mein mann entscheidet, was passiert.
Zitat von Littleme091012:
weiss nich obs passt aber kennt jemand von euch den film John Q. mit Danzel Washington?
ja, kenne ich und ich würde das selbe für meine kinder tun!
- Dieses Thema wurde 10 mal gemerkt





