Organspendeausweis
09.04.2012 18:46
Zitat von Looni:Habe ich ja auch schon einge Seiten vorher geschrieben, das ich da dann auch so konsquent bin, das ich für mich in jeder Form gegen die Organspende entschieden habe, sowohl als Spender, als auch als Empfänger. Weil ich schon der Meinung bin wenn ich jemaden meine Organe verweigere, habe ich auch nicht das Recht, von anderen die Organe anzunehmen.
Mone, wenn man nun nach dem link geht, bleibe ich bei der Meinung, wer nicht spenden will, darf mit DIESEN gründen auch kein Organ bekommen...
09.04.2012 19:17
Zitat von mamamone:
Zitat von Looni:Habe ich ja auch schon einge Seiten vorher geschrieben, das ich da dann auch so konsquent bin, das ich für mich in jeder Form gegen die Organspende entschieden habe, sowohl als Spender, als auch als Empfänger. Weil ich schon der Meinung bin wenn ich jemaden meine Organe verweigere, habe ich auch nicht das Recht, von anderen die Organe anzunehmen.
Mone, wenn man nun nach dem link geht, bleibe ich bei der Meinung, wer nicht spenden will, darf mit DIESEN gründen auch kein Organ bekommen...
ich weiss
und nach dem bericht finde ich diese meinung eben noch stärker, nur ICH lese eben bei anderen das nicht raus, und damit hab ich halt mühe.... aber ich muss zugeben, es hat mich heute doch etwas zum nachdenken bewegt, der link....vor allem, da ich vor kurzen bei uns hier in der zeitung selber noch einen bericht über "hirntod" gelesen habe....
09.04.2012 19:42
Zitat von mamamone:
Nach dem ich dieses Buch gelesen habe, habe ich mich gegen eine Oragnspende enschieden. Vielleicht denke ich irgendwann anders darüber, aber zur Zeit würde ich meine Organe nicht spenden.
http://www.das-weisse-pferd.com/00_01/organtranspl antation.html
Ich persönlich denke, dieser Artikel/Buch wurde aus den Gründen verfasst: Das Geschäft mit der Angst! Und gerade dieses Thema bietet viel Platz für "Gegen-Organspende". Da haben mich die Argumente von Chichita schon mehr überzeugt, als so ein auf Papier geschriebener Gruselschocker...!
09.04.2012 19:48
Zitat von Strahlebacke:
Zitat von Evilyn:
Zitat von Strahlebacke:
Zitat von imo2009:
aber ich finde es verantwortungslos nach meinem tod meine familie entscheiden zu lassen was mit meinen organen wird,denn für viele ist das eine zusätzliche belastung zur trauer.nur weil ich zu dazu zu feige war ........die entscheidung anderen überlassen? find ich nicht fair.
Ich habe das auch schon gedacht. Ob man es den Verwandten zumuten kann, darüber zu entscheiden. Wenn man vorher drüber gesprochen hat und die genau wissen, was man will, ok. Aber ansonsten fände ich es auch eine zusätzliche Belastung, wenn man sich immer fragen würde, ist es richtig. Das sollte dann jeder für sich entscheiden (wenn nicht wirklich unvorhergesehen ein Unfall passiert und man in die Situation kommt) und nicht anderen überlassen.
Ich bin auch generell etwas unentschlossen, was dieses schwierige Thema angeht. Rein persönlich, wäre jemand von meiner Familie totkrank (oder auch man selbst), kann ich den Gedanken des Spenden total nachvollziehen, die Verzweiflung etc. Und bin auch eigentlich ein hilfsbereiter Mensch. Auf der anderen Seite spielen bei mir auch religiöse Gedanken mit rein. Bis wohin darf ich Gott in die Natur pfuschen bzw. eingreifen? Das darf man auch nicht verurteilen. Ich werde sicherlich auch noch öfter darüber nachdenken was richtig ist...
Hi, dürfte ich erfahren, welcher Religion du angehörst? Bin neugierig. Und: Ist für dich Organspende eingreifen in Gottes Natur und z.B. eine Blinddarm-OP nicht? Ich kenne das von einer Freundin, die ist bei den Zeugen Jehovas, und die dürfen auch nicht spenden und keine Bluttransf. annehmen. Aber alles andere schon?!
Ich versteh´s halt nicht....
Ich bin evangelisch. Also um eines klarzustellen: Ich meinte nicht, dass meine Religion mich grundsätzlich daran hindert. Wüsste nicht, dass es da ein Verbot gibt bei der evangelischen Kirche (bevor jetzt alle wieder auf dem Glauben rumhacken). Es ist eher mein persönliches Drübernachdenken, wie ich damit umgehe, das mich unsicher macht.
Ich hab das auch schonmal bzgl. Zeugen Jehovas gehört oder Fälle, wo Eltern nicht wollten, dass ihr Kind eine Blutransfusion bekommt etc. Das finde ich auch grausam.
Rein menschlich würde ich sofort sagen, wenn ich helfen kann, tue ich es. Ich will damit halt nur sagen, dass ich aber eben auch andere Gedanken habe, die mich veranlassen, zu zweifeln. Für manche ist das die Angst, ob man wirklich erst in Ruhe sterben kann, für manche ist es eben ein anderer Gedanke. Bei mir ist es einfach so, dass ich nicht weiß, was Gott von mir erwarten würde. Den Gedanken kann ich nicht ignorieren. Es ist einfach meine eigene Überlegung, was wohl am ehesten in Gottes Sinne wäre. Einerseits ist er bestimmt dafür, dass ich Menschen helfe, andererseits würde er sie dann vielleicht nicht sterben lassen. Und: Wenn er meine Organe für jemand anderen bestimmt hätte, hätte er sie vielleicht demjenigen gegeben und nicht mir. Darf ich also meine Organe in eine andere Person verpflanzen (bei einer Blinddarm-OP verpflanze ich ja nichts in eine andere Person)? Oder aber er will, dass ich sie noch nutze, um anderen zu helfen. Das ist eben ein bisschen Interpretationssache. Schwer zu erklären. Für mich ist es eben im Moment noch nicht ganz klar, wie ich diese Frage für mich beantworte.
Ich bin einfach unsicher. Ich will ja gar nicht sagen, dass ihr mit euren Argumenten nicht recht habt. Natürlich würde ich jemandem, den ich liebe, auch sofort helfen wollen. Aber man muss eben auch die Ängste von den Leuten verstehen. Darum finde ich es ja gut, wenn man hier drüber sprechen kann.
Schön, dass man mit dir diskutieren kann
Ich glaube, Gott (oder wer auch immer) hat nichts gegen eine "Gute Tat". Wenn ich mich irgendwie an meinen Religionsunterricht erinnere steht sogar in der Bibel, das Jesus sagt, wir sollen nicht an dem "irdschen Leben" hängen oder so. Sprich, der Körper in und mit dem wir jetzt leben ist doch unnütz, einfach nur eine leblose Hülle, weil unsere Seele weiterlebt, nicht der Körper. Aber so oder so, keiner kann sagen was nach dem Sterben kommt, aber alle werden wir es erfahren. Viele Grüße
09.04.2012 19:57
Ich arbeite im Krankenhaus, arbeite mit verschiedensten Menschen zusammen und bin definitiv dafür.
Viel zu schnell wird auf keinen Fall jemand für Hirntod erklärt. Es laufen im Körper ganz bestimmte Prozesse ab, die unmissverständlich zu deuten sind. Außerdem wird nicht "einfach so" jemand als hirntot erklärt. Habe ich noch nie erlebt ..
Ich weiß aber auch, dass natürlich die Organtransporter bereit stehen, wenn das Thema im Raum steht.
Eine andere Sache dazu: Wer ohne Geräte nicht allein überleben kann, ist so oder so tot. Das klingt sicher gemein für den ein oder anderen und ich möchte hier niemanden damit verletzten!!
Aber die Medizin von heute ist ein künstliches Herauszögern des Todes. Das klingt sehr nüchtern und kühl, doch das beginnt bei Herztabletten über Dialyse bis hin zu Organspenden (als Beispiele). All das ist dazu da, um unser Leben zu vereinfachen/verlängern.
Das ist mir im Laufe der Zeit, in der ich viel Elend gesehen habe, bewusst geworden.
Viel zu schnell wird auf keinen Fall jemand für Hirntod erklärt. Es laufen im Körper ganz bestimmte Prozesse ab, die unmissverständlich zu deuten sind. Außerdem wird nicht "einfach so" jemand als hirntot erklärt. Habe ich noch nie erlebt ..
Ich weiß aber auch, dass natürlich die Organtransporter bereit stehen, wenn das Thema im Raum steht.
Eine andere Sache dazu: Wer ohne Geräte nicht allein überleben kann, ist so oder so tot. Das klingt sicher gemein für den ein oder anderen und ich möchte hier niemanden damit verletzten!!
Aber die Medizin von heute ist ein künstliches Herauszögern des Todes. Das klingt sehr nüchtern und kühl, doch das beginnt bei Herztabletten über Dialyse bis hin zu Organspenden (als Beispiele). All das ist dazu da, um unser Leben zu vereinfachen/verlängern.
Das ist mir im Laufe der Zeit, in der ich viel Elend gesehen habe, bewusst geworden.
09.04.2012 20:01
Zitat von Evilyn:Wie gesagt, ich habe mich mit dem Thema wirklich auseinander gesetzt und ich habe ja auch geschrieben, dass die jeweiligen Autoren schon ihre persönliche Meinung zu dem Thema tranzportieren wollen. Aber ich kann mir doch selber nur ein eigenes Bild verschaffen, wenn ich mich mit pro und contra der Organspende beschfasse. Ich bin nun mal nicht der Mensch der nur ja, ja oder nur nein, nein sagt.
Zitat von mamamone:
Nach dem ich dieses Buch gelesen habe, habe ich mich gegen eine Oragnspende enschieden. Vielleicht denke ich irgendwann anders darüber, aber zur Zeit würde ich meine Organe nicht spenden.
http://www.das-weisse-pferd.com/00_01/organtranspl antation.html
Ich persönlich denke, dieser Artikel/Buch wurde aus den Gründen verfasst: Das Geschäft mit der Angst! Und gerade dieses Thema bietet viel Platz für "Gegen-Organspende". Da haben mich die Argumente von Chichita schon mehr überzeugt, als so ein auf Papier geschriebener Gruselschocker...!
Ich denke das ich in diesem Forum auch dafür bekannt bin das ich eben kein schwarz- weiß denkender Mensch bin.
Ich habe mir meine Meinung, für mich gebildet und das in aller Konsequenz.
Genau so wie ich meine Gebärmutter, die ich ja für meine eigene Kinderplanung nicht mehr brauche, nicht als Leihmutter zuverfügung stellen würde, möchte ich meine Kinder nicht mit einem fremden Herzen lieben oder sie durch fremde Augen ansehen.
09.04.2012 20:02
ich habe einen seid ich ich 18 bin.
mir gehts gut mit der entscheidung.
ganz nüchtern betrachtet, würd ich auch die organe meiner kinder hergeben. was ich dann aber emotional entscheide, sollte diese katastrophe passieren, weiß ich allerdings nicht
mir gehts gut mit der entscheidung.
ganz nüchtern betrachtet, würd ich auch die organe meiner kinder hergeben. was ich dann aber emotional entscheide, sollte diese katastrophe passieren, weiß ich allerdings nicht
09.04.2012 20:15
Zitat von Evilyn:
Zitat von mamamone:
Nach dem ich dieses Buch gelesen habe, habe ich mich gegen eine Oragnspende enschieden. Vielleicht denke ich irgendwann anders darüber, aber zur Zeit würde ich meine Organe nicht spenden.
http://www.das-weisse-pferd.com/00_01/organtranspl antation.html
Ich persönlich denke, dieser Artikel/Buch wurde aus den Gründen verfasst: Das Geschäft mit der Angst! Und gerade dieses Thema bietet viel Platz für "Gegen-Organspende". Da haben mich die Argumente von Chichita schon mehr überzeugt, als so ein auf Papier geschriebener Gruselschocker...!
Ich hab bei dem Link nur die ersten paar Zeilen gelesen.
Aber wo genau soll denn das Geschäft mit der Angst sein? Wer hat denn was davon, wenn die Leute ihre Organe nicht spenden wollen?
10.04.2012 07:12
Zitat von Laura2012:
Zitat von Evilyn:
Zitat von mamamone:
Nach dem ich dieses Buch gelesen habe, habe ich mich gegen eine Oragnspende enschieden. Vielleicht denke ich irgendwann anders darüber, aber zur Zeit würde ich meine Organe nicht spenden.
http://www.das-weisse-pferd.com/00_01/organtranspl antation.html
Ich persönlich denke, dieser Artikel/Buch wurde aus den Gründen verfasst: Das Geschäft mit der Angst! Und gerade dieses Thema bietet viel Platz für "Gegen-Organspende". Da haben mich die Argumente von Chichita schon mehr überzeugt, als so ein auf Papier geschriebener Gruselschocker...!
Ich hab bei dem Link nur die ersten paar Zeilen gelesen.
Aber wo genau soll denn das Geschäft mit der Angst sein? Wer hat denn was davon, wenn die Leute ihre Organe nicht spenden wollen?
Die Buchautoren, die mit ihren pikanten Texten PR machen, denke ich. Aber soweit bin ich in das Thema Gegen-Organspende noch nicht involviert.
10.04.2012 07:17
Zitat von mamamone:
Zitat von Evilyn:Wie gesagt, ich habe mich mit dem Thema wirklich auseinander gesetzt und ich habe ja auch geschrieben, dass die jeweiligen Autoren schon ihre persönliche Meinung zu dem Thema tranzportieren wollen. Aber ich kann mir doch selber nur ein eigenes Bild verschaffen, wenn ich mich mit pro und contra der Organspende beschfasse. Ich bin nun mal nicht der Mensch der nur ja, ja oder nur nein, nein sagt.
Zitat von mamamone:
Nach dem ich dieses Buch gelesen habe, habe ich mich gegen eine Oragnspende enschieden. Vielleicht denke ich irgendwann anders darüber, aber zur Zeit würde ich meine Organe nicht spenden.
http://www.das-weisse-pferd.com/00_01/organtranspl antation.html
Ich persönlich denke, dieser Artikel/Buch wurde aus den Gründen verfasst: Das Geschäft mit der Angst! Und gerade dieses Thema bietet viel Platz für "Gegen-Organspende". Da haben mich die Argumente von Chichita schon mehr überzeugt, als so ein auf Papier geschriebener Gruselschocker...!
Ich denke das ich in diesem Forum auch dafür bekannt bin das ich eben kein schwarz- weiß denkender Mensch bin.
Ich habe mir meine Meinung, für mich gebildet und das in aller Konsequenz.
Genau so wie ich meine Gebärmutter, die ich ja für meine eigene Kinderplanung nicht mehr brauche, nicht als Leihmutter zuverfügung stellen würde, möchte ich meine Kinder nicht mit einem fremden Herzen lieben oder sie durch fremde Augen ansehen.
Ist echt interessant. Wie ich oben geschrieben habe, hab ich mich mit Gegen-Organspende noch nicht so viel befasst. Und: hab ich dich jetzt richtig verstanden, dass du deine Kinder lieber sterben lassen würdest, als eine Transplantation vorzuziehen? Ich wünsche niemanden, dass er jemals in so eine Situation gelangt, aber du wirst deine Gründe dafür schon haben....
10.04.2012 08:23
Ich habe mir auch den Text im Link durchgelesen. Sicherlich ist er sehr aus einer contra-Perspektive geschrieben, aber ein paar Aspekte sind mir schon ins Auge gesprungen, die zu meinen Ängsten passen. Warum stoßen Körper die Organe fremder Menschen in der Regel naturgemäß ab? Weil es entgegen der Natur ist. Das ist auch wieder etwas, wo ich denke, man pfuscht der Natur oder eben Gott in sein Werk. Auch die Sache mit den Augen hat mich berührt. Ich kenne mich nicht aus, ob wirklich ganze Augen verpflanzt werden. Selbst wenn es jetzt noch nicht gehen würde, würde das sicher kommen. Das fände ich auch grausam, in einem anderen Menschen die Augen meines geliebten Verwandten/Freundes zu sehen. Was wird in Zukunft noch kommen? Werden Gesicher verpflanzt und ich sehe in das Gesicht meines Freundes bei einem anderen Menschen? Auch das erwähnte Gefühl von ein wenig Unsterblichkeit spricht für sich selbst. Wieso haben wir das Recht, unser von der Natur/von Gott gegebenes Leben künstlich zu verlängern? Das ist wie mit der Genforschung: Im einen Moment hilft es uns, im nächsten schafft es schon komplett neues Leben. Die Grenzen sind fließend.
Ich will damit nur sagen, diese Ängste sind ja nicht ausgedacht, sie werden von vielen Leuten so empfunden.
Was ich auch nicht glaube, dass Ärzte einen extra sterben lassen, damit sie die Organe verwenden können. Wie Elisa schon sagte, Hirntote sind in der Regel schon tot und werden nur künstlich am Leben gehalten. Selbst wenn sie wieder aufwachen würden, wären sie nicht mehr dieselben. Aber ich respektiere auch die diesbezüglichen Ängste, wenn das Herz noch schlägt, ist man halt nicht richtig tot, das kann ich schon nachvollziehen. Wer weiß schon, was kurz vorm Tod Stehende noch wirklich mitbekommen? Das werden wir erst wissen, wenn wir selbst tot sind/sterben. Wobei ich grundsätzlich auch einverstanden wäre, wenn man mich dann von meinem Leiden erlösen würde in so einer Situation, wo ich nur künstlich am Leben gehalten werde durch Apparate. Das ist für mich und die Verwandten auf Dauer sicher auch nicht so schön.
Auch überlege ich, wie ich beerdigt werden möchte. Als Hauthülle oder eben mitsam meiner Organe, so wie ich geschaffen wurde.
Das klingt jetzt teilweise alles wieder so negativ. Ich finde eigentlich eure Argumente für eine Spende auch sehr gut und absolut nachvollziehbar. Ich hänge grundsätzlich auch nicht total an meinem irdischen Körper, dass ich nicht bereit wäre, zu teilen. Aber ist es "richtig" (moralisch, ethisch), den Körper so zu entweihen? Ich weiß es nicht.
Das sind alles sehr persönliche Gründe, die mich zum Überlegen veranlassen. Es ist kein grundsätzliches NEIN zur Spende. Ich hoffe, dass jeder für sich selbst den richtigen Weg findet. Ich will hier niemanden beeinflussen, da ich selbst nicht weiß, was besser ist. Auch wenn ich einerseits JA sagen würde, kann ich andererseits nicht alle anderen Zweifel ausblenden. Diese muss ich erst für mich selbst klären und auch jeder andere hier.
Ich will damit nur sagen, diese Ängste sind ja nicht ausgedacht, sie werden von vielen Leuten so empfunden.
Was ich auch nicht glaube, dass Ärzte einen extra sterben lassen, damit sie die Organe verwenden können. Wie Elisa schon sagte, Hirntote sind in der Regel schon tot und werden nur künstlich am Leben gehalten. Selbst wenn sie wieder aufwachen würden, wären sie nicht mehr dieselben. Aber ich respektiere auch die diesbezüglichen Ängste, wenn das Herz noch schlägt, ist man halt nicht richtig tot, das kann ich schon nachvollziehen. Wer weiß schon, was kurz vorm Tod Stehende noch wirklich mitbekommen? Das werden wir erst wissen, wenn wir selbst tot sind/sterben. Wobei ich grundsätzlich auch einverstanden wäre, wenn man mich dann von meinem Leiden erlösen würde in so einer Situation, wo ich nur künstlich am Leben gehalten werde durch Apparate. Das ist für mich und die Verwandten auf Dauer sicher auch nicht so schön.
Auch überlege ich, wie ich beerdigt werden möchte. Als Hauthülle oder eben mitsam meiner Organe, so wie ich geschaffen wurde.
Das klingt jetzt teilweise alles wieder so negativ. Ich finde eigentlich eure Argumente für eine Spende auch sehr gut und absolut nachvollziehbar. Ich hänge grundsätzlich auch nicht total an meinem irdischen Körper, dass ich nicht bereit wäre, zu teilen. Aber ist es "richtig" (moralisch, ethisch), den Körper so zu entweihen? Ich weiß es nicht.
Das sind alles sehr persönliche Gründe, die mich zum Überlegen veranlassen. Es ist kein grundsätzliches NEIN zur Spende. Ich hoffe, dass jeder für sich selbst den richtigen Weg findet. Ich will hier niemanden beeinflussen, da ich selbst nicht weiß, was besser ist. Auch wenn ich einerseits JA sagen würde, kann ich andererseits nicht alle anderen Zweifel ausblenden. Diese muss ich erst für mich selbst klären und auch jeder andere hier.
10.04.2012 08:28
Zitat von Evilyn:
Ist echt interessant. Wie ich oben geschrieben habe, hab ich mich mit Gegen-Organspende noch nicht so viel befasst. Und: hab ich dich jetzt richtig verstanden, dass du deine Kinder lieber sterben lassen würdest, als eine Transplantation vorzuziehen? Ich wünsche niemanden, dass er jemals in so eine Situation gelangt, aber du wirst deine Gründe dafür schon haben....![]()
Was Evilyn schreibst, ist wirklich genau ins Herz jedes Zweifels zielend. Bei all meiner Skepsis wüsste ich nicht, was ich tun würde, wenn mein Kind oder jemand den ich liebe (oder auch ich selbst) in dieser Situation wäre. Vielleicht wirft man dann alle vorigen Bedenken über Bord...
10.04.2012 09:11
Mag mal jemand zusammenfassen, was der Link von Mone sagt? Kann den Link nicht oeffnene, da laut meinem Internetbrowser der Datenschutz auf der Seite verletzt wird und die Seite zu einer Sekte gehoert
10.04.2012 10:28
Zitat von Tigger90:
Mag mal jemand zusammenfassen, was der Link von Mone sagt? Kann den Link nicht oeffnene, da laut meinem Internetbrowser der Datenschutz auf der Seite verletzt wird und die Seite zu einer Sekte gehoert![]()
Sekte? Na das erklärt zumindest die einseitige Sichtweise. Wobei ich - die überhaupt nicht für Sekten ist - mich durchaus in manchen Punkten auch angesprochen gefühlt habe ... hm
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