Mütter- und Schwangerenforum

Organspendeausweis

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Strahlebacke
1137 Beiträge
10.04.2012 10:39
Zitat von Tigger90:

Mag mal jemand zusammenfassen, was der Link von Mone sagt? Kann den Link nicht oeffnene, da laut meinem Internetbrowser der Datenschutz auf der Seite verletzt wird und die Seite zu einer Sekte gehoert


Kleine Zusammenfassung:
Es wird erzählt von Pflegern, die täglich mit den Hirntoten umgehen und diese noch als Menschen wahrnehmen, die warm und weich in den OP kommen und nach der Organentnahme tot und kalt zurückkommen. Eine Mutter sagte, ihr totes Kind sehe nach der Transplantation gequält aus. Es wird beschrieben, was alles entnommen werden kann, so dass nur eine leere Körperhülle übrig bleibt. Der Mensch lebe ja noch bei dieser Ausschlachtung (angeschlossen an Monitor, der das Herz zeigt, Muskelreaktionen etc.). Dadurch seelische Belastung (Schuldgefühle) für manches Fachpersonal. Anästhesistin sträubt sich bei Augentransplantation, weil das ein Tabu sei.
Manche Transplantationspatienten hätten das Gefühl, die Persönlichkeit würde überrolt werden durch das andere Organ, eine fremde Macht sei in ihnen. Dieses Gefühl passe zur körperlichen Abstoßungsreaktion, die nur durch lebenslange Medikamente unterdrückt werden kann. (Seele wehrt sich gegen Transplantat)
Vergleich: im Alltag wird Tod durch Hunger, Armut, Krieg akzeptiert, die Transplantationsmedizin schürt Glauben an ein Stück Unsterblichkeit und das Recht auf einen Anspruch darauf.
Hinweis: jeder stirbt, aber haben wir dann nicht das Recht, in Würde zu sterben.
Aber auch Positives: ein Professor sieht es als Dienst am Spender

Ich hoffe, ich habe einen groben Überblick gegeben. Ist schwer, das zusammenhängend zusammenzufassen und alle Aspekte wiederzugeben.
Tigger90
3736 Beiträge
10.04.2012 11:01
Zitat von Strahlebacke:

Zitat von Tigger90:

Mag mal jemand zusammenfassen, was der Link von Mone sagt? Kann den Link nicht oeffnene, da laut meinem Internetbrowser der Datenschutz auf der Seite verletzt wird und die Seite zu einer Sekte gehoert


Sekte? Na das erklärt zumindest die einseitige Sichtweise. Wobei ich - die überhaupt nicht für Sekten ist - mich durchaus in manchen Punkten auch angesprochen gefühlt habe ... hm


Japp, gehoert laut meinem Browser zur sekte "Universelles Leben".

Danke fuer die Zusammenfassung.

Jetzt mal ne "doofe" Frage, weil ja immer wieder gesagt wird, dass der Mensch bei der Organentnahme noch "lebt". Der lebt doch nur noch, weil die Maschinen ihn leben lassen. Das Herz schlaegt nur, weil die Maschinen es schlagen lassen. Wuerde es nicht mehr schlagen bzw. zum schlagen animiert werden, dann waere es doch fuer die Spende nicht mehr zu gebrauchen. Also lebt der Mensch ja nicht mehr.
tweety1100101
126 Beiträge
10.04.2012 11:25
Zitat von mamamone:

Nach dem ich dieses Buch gelesen habe, habe ich mich gegen eine Oragnspende enschieden. Vielleicht denke ich irgendwann anders darüber, aber zur Zeit würde ich meine Organe nicht spenden.
http://www.das-weisse-pferd.com/00_01/organtranspl antation.html


ich habe mir mal den text da durchgelesen und auch einen grund gefunden, der super beschreibt, warum ich gegen eine organspende bin....

zitat:

"Die Autorinnen beschreiben, was mit den Patienten geschieht: "Im Fall einer Multiorganentnahme wird er vom Brust- bis zum Schambein aufgeschnitten. Keine Stelle seines Körpers - Kopf, Rumpf, Knochen - braucht verschont werden. Ob Augäpfel, Luftröhre, Dünndarm, Gehörknöchelchen, Bauchspeicheldrüse, Lungen, Herz, Nieren, Leber, Kniegelenke oder Haut - alles, was verwertbar ist, kann potentiell herausgeschnitten werden. Der soziale und medizinische Umgang mit dem Spender stellt sich als höchst gewalttätig dar, weil der ‘Tote’ mit diversen Messern, Säge, Hammer, Meißel in seiner Integrität verletzt wird"."
Chiquita00
1756 Beiträge
10.04.2012 11:49
Zitat von Elisa:

Ich arbeite im Krankenhaus, arbeite mit verschiedensten Menschen zusammen und bin definitiv dafür.
Viel zu schnell wird auf keinen Fall jemand für Hirntod erklärt. Es laufen im Körper ganz bestimmte Prozesse ab, die unmissverständlich zu deuten sind. Außerdem wird nicht "einfach so" jemand als hirntot erklärt. Habe ich noch nie erlebt ..
Ich weiß aber auch, dass natürlich die Organtransporter bereit stehen, wenn das Thema im Raum steht.

Eine andere Sache dazu: Wer ohne Geräte nicht allein überleben kann, ist so oder so tot.

Mh, das mag Ansichtssache sein, aber es gibt durchaus Menschen, die zB auf Grund einer hohen Querschnittslähmung nicht selber atmen können und für immer an ein Beatmungsgerät angeschlossen sind. Alles andere, v.a. das Gehirn funktioniert bei diesen Menschen aber (weitestgehend), von tot kann man überhaupt nicht reden. Das hat überhaupt nichts mit tot im Sinne von hirntod zu tun. Nur um weitere Verunsicherungen zu vermeiden...

Das klingt sicher gemein für den ein oder anderen und ich möchte hier niemanden damit verletzten!!
Aber die Medizin von heute ist ein künstliches Herauszögern des Todes. Das klingt sehr nüchtern und kühl, doch das beginnt bei Herztabletten über Dialyse bis hin zu Organspenden (als Beispiele). All das ist dazu da, um unser Leben zu vereinfachen/verlängern.

Das ist mir im Laufe der Zeit, in der ich viel Elend gesehen habe, bewusst geworden.
Laura2012
1962 Beiträge
10.04.2012 11:57
Zitat von Tigger90:

Zitat von Strahlebacke:

Zitat von Tigger90:

Mag mal jemand zusammenfassen, was der Link von Mone sagt? Kann den Link nicht oeffnene, da laut meinem Internetbrowser der Datenschutz auf der Seite verletzt wird und die Seite zu einer Sekte gehoert


Sekte? Na das erklärt zumindest die einseitige Sichtweise. Wobei ich - die überhaupt nicht für Sekten ist - mich durchaus in manchen Punkten auch angesprochen gefühlt habe ... hm


Japp, gehoert laut meinem Browser zur sekte "Universelles Leben".

Danke fuer die Zusammenfassung.

Jetzt mal ne "doofe" Frage, weil ja immer wieder gesagt wird, dass der Mensch bei der Organentnahme noch "lebt". Der lebt doch nur noch, weil die Maschinen ihn leben lassen. Das Herz schlaegt nur, weil die Maschinen es schlagen lassen. Wuerde es nicht mehr schlagen bzw. zum schlagen animiert werden, dann waere es doch fuer die Spende nicht mehr zu gebrauchen. Also lebt der Mensch ja nicht mehr.


Gerade eben nicht. Sie werden max beatmet, was manche Hirntote auch noch alleine schaffen. Der Körper funktioniert ganz normal weiter und bekämpft sogar Infektionen usw.
Chiquita00
1756 Beiträge
10.04.2012 11:58
Zitat von tweety1100101:

Zitat von mamamone:

Nach dem ich dieses Buch gelesen habe, habe ich mich gegen eine Oragnspende enschieden. Vielleicht denke ich irgendwann anders darüber, aber zur Zeit würde ich meine Organe nicht spenden.
http://www.das-weisse-pferd.com/00_01/organtranspl antation.html


ich habe mir mal den text da durchgelesen und auch einen grund gefunden, der super beschreibt, warum ich gegen eine organspende bin....

zitat:

"Die Autorinnen beschreiben, was mit den Patienten geschieht: "Im Fall einer Multiorganentnahme wird er vom Brust- bis zum Schambein aufgeschnitten. Keine Stelle seines Körpers - Kopf, Rumpf, Knochen - braucht verschont werden. Ob Augäpfel, Luftröhre, Dünndarm, Gehörknöchelchen, Bauchspeicheldrüse, Lungen, Herz, Nieren, Leber, Kniegelenke oder Haut - alles, was verwertbar ist, kann potentiell herausgeschnitten werden. Der soziale und medizinische Umgang mit dem Spender stellt sich als höchst gewalttätig dar, weil der ‘Tote’ mit diversen Messern, Säge, Hammer, Meißel in seiner Integrität verletzt wird"."


Klar, das klingt brutal, aber wenn man bestimmte Dinge nicht spenden möchte, weil sie zB nicht lebensnotwendig für den Empfänger sind wie Hornhaut, oder weil man es aus emotionalen Gründen nicht möchte kann man dies ja ausschließen, genauso wie Organspende an sich.
Die meisten aufgeführten Dinge werden sehr selten transplantiert, in der Regel geht es um die lebensnotwendigen Organe Lunge, Herz, Leber, Nieren, evtl. Bauchspeicheldrüse.

Abgesehen davon braucht man sich nur mal ein Bein zu brechen, das did auch nicht mit einer Feder wieder grade, da braucht der Chirurg auch "Hammer, Säge, Meißel" und Co. Das ist also bei den meisten Operationen so, und am Lebenden ist das doch wohl viel gruseliger, oder?
Wie bei jeder anderen Operation, wird aber auch ein Hirntoter Mensch nach der Organentnahme wieder zugenäht, und wenn nötig auch gewaschen und so. Ok, vermutlich wird nicht ganz so auf spätere Narben geachtet, das finde ich aber für vertretbar. Es bleibt weiterhin ein Mensch und ich habe es immer so erlebt, dass gerade mit Toten sehr behutsam umgegangen wird von Seiten der Schwestern und Ärzte, sie trotzdem zugedeckt werden, Blumen in die Hände, es ein paar " menschliche" Gesten gibt.

Also, dieses Zitat ist meiner Meinung nach mal wieder völlig überzogen und es wird mit negativen Emotionen gearbeitet bis ins Extreme...
10.04.2012 12:00
Zitat von tweety1100101:

Zitat von mamamone:

Nach dem ich dieses Buch gelesen habe, habe ich mich gegen eine Oragnspende enschieden. Vielleicht denke ich irgendwann anders darüber, aber zur Zeit würde ich meine Organe nicht spenden.
http://www.das-weisse-pferd.com/00_01/organtranspl antation.html


ich habe mir mal den text da durchgelesen und auch einen grund gefunden, der super beschreibt, warum ich gegen eine organspende bin....

zitat:

"Die Autorinnen beschreiben, was mit den Patienten geschieht: "Im Fall einer Multiorganentnahme wird er vom Brust- bis zum Schambein aufgeschnitten. Keine Stelle seines Körpers - Kopf, Rumpf, Knochen - braucht verschont werden. Ob Augäpfel, Luftröhre, Dünndarm, Gehörknöchelchen, Bauchspeicheldrüse, Lungen, Herz, Nieren, Leber, Kniegelenke oder Haut - alles, was verwertbar ist, kann potentiell herausgeschnitten werden. Der soziale und medizinische Umgang mit dem Spender stellt sich als höchst gewalttätig dar, weil der ‘Tote’ mit diversen Messern, Säge, Hammer, Meißel in seiner Integrität verletzt wird"."


Das passiert aber bei einer z.B. Autopsie auch, wenn die nicht genau wissen, an was und warum man gestorben ist.
10.04.2012 12:00
Brauch keinen, bins automatisch und finde es gut so.
10.04.2012 12:02
Ich sag immer: was ist schlimmer - von Würmern zerfressen zu werden / oder noch etwas Gutes mit der Organspende bezwecken und vielleicht jemanden das Leben retten
Chiquita00
1756 Beiträge
10.04.2012 12:05
Zitat von Laura2012:

Zitat von Tigger90:

Zitat von Strahlebacke:

Zitat von Tigger90:

Mag mal jemand zusammenfassen, was der Link von Mone sagt? Kann den Link nicht oeffnene, da laut meinem Internetbrowser der Datenschutz auf der Seite verletzt wird und die Seite zu einer Sekte gehoert


Sekte? Na das erklärt zumindest die einseitige Sichtweise. Wobei ich - die überhaupt nicht für Sekten ist - mich durchaus in manchen Punkten auch angesprochen gefühlt habe ... hm


Japp, gehoert laut meinem Browser zur sekte "Universelles Leben".

Danke fuer die Zusammenfassung.

Jetzt mal ne "doofe" Frage, weil ja immer wieder gesagt wird, dass der Mensch bei der Organentnahme noch "lebt". Der lebt doch nur noch, weil die Maschinen ihn leben lassen. Das Herz schlaegt nur, weil die Maschinen es schlagen lassen. Wuerde es nicht mehr schlagen bzw. zum schlagen animiert werden, dann waere es doch fuer die Spende nicht mehr zu gebrauchen. Also lebt der Mensch ja nicht mehr.


Gerade eben nicht. Sie werden max beatmet, was manche Hirntote auch noch alleine schaffen. Der Körper funktioniert ganz normal weiter und bekämpft sogar Infektionen usw.

Das stimmt überhaupt nicht. Hirntod ist man, wenn das Gehirn keine Funktion mehr hat, dazu gehört auch das Atemzentrum. Das Gehirn ist dann gar nicht mehr durchblutet.
Wenn Teile noch funktionieren oder wie du zB sagst der MEnsch noch atmet, dann nennt man das zB Wachkoma, das ist etwas ganz anderes.
Chiquita00
1756 Beiträge
10.04.2012 12:12
Nur um das Klarzustellen: ich bin für die Organspende und würde meine Organe bzw die meiner Angehörigen spenden in dem sehr unwahrscheinlichen Fall, dass wir in diese Situation kommen.

Aber natürlich muss man es akzeptieren, wenn jemand aus welchen Gründen auch immer dies nicht möchte. Auch wenn es religiöse Gründe sind, die man selber vielleicht nicht nachvollziehen kann. Manchmal ist es ja auch nur so ein Gefühl, dass man eben " unversehrt" beerdigt werden möchte. Ok, klar, dann ist das so.

Was ich aber nicht leiden kann, ist, wie man es hier sieht, wenn alles durcheinander geworfen wird, von Hirntod zu Wachkoma, bis zur Durchführung einer Organspende.

Solltet ihr mal mit diesem Thema euch selbst befassen müssen, dann lasst es euch einfach genau erklären von den Ärzten die eure Lieben versorgen und von den Verantwortlichen für die Organsspende.
Und um ein Gegenargument direkt auszuschließen, der behandelnde Arzt hat gar nichts davon, dass sein Patient Organspender wird nach seinem Tod, außer viel zusätzliche Arbeit!
Strahlebacke
1137 Beiträge
10.04.2012 12:47
Zitat von Chiquita00:

Nur um das Klarzustellen: ich bin für die Organspende und würde meine Organe bzw die meiner Angehörigen spenden in dem sehr unwahrscheinlichen Fall, dass wir in diese Situation kommen.

Aber natürlich muss man es akzeptieren, wenn jemand aus welchen Gründen auch immer dies nicht möchte. Auch wenn es religiöse Gründe sind, die man selber vielleicht nicht nachvollziehen kann. Manchmal ist es ja auch nur so ein Gefühl, dass man eben " unversehrt" beerdigt werden möchte. Ok, klar, dann ist das so.

Was ich aber nicht leiden kann, ist, wie man es hier sieht, wenn alles durcheinander geworfen wird, von Hirntod zu Wachkoma, bis zur Durchführung einer Organspende.

Solltet ihr mal mit diesem Thema euch selbst befassen müssen, dann lasst es euch einfach genau erklären von den Ärzten die eure Lieben versorgen und von den Verantwortlichen für die Organsspende.
Und um ein Gegenargument direkt auszuschließen, der behandelnde Arzt hat gar nichts davon, dass sein Patient Organspender wird nach seinem Tod, außer viel zusätzliche Arbeit!


Ich finde es gut, wie du das oben zusammengefasst hast. Manchmal ist es eben ein etwas schwer zu erklärendes Gefühl, was man hat, aber es ist nunmal da und lässt sich nicht einfach ignorieren.

Die Problematik, dass vieles ducheinandergeschmissen wird, besteht halt, weil jeder nur Teile hört und wer sich nicht auskennt, kann das nicht unterscheiden. Das trägt natürlich zusätzlich zur Unsicherheit einiger bei. Da müsste vielleicht erstmal Klarheit geschaffen werden von Seiten der Spendenaufrufaktionen.
tweety1100101
126 Beiträge
10.04.2012 12:51
Zitat von Evilyn:

Ich sag immer: was ist schlimmer - von Würmern zerfressen zu werden / oder noch etwas Gutes mit der Organspende bezwecken und vielleicht jemanden das Leben retten



ja gut, da ist was dran
Chiquita00
1756 Beiträge
10.04.2012 13:13
Zitat von Strahlebacke:

Zitat von Chiquita00:

Nur um das Klarzustellen: ich bin für die Organspende und würde meine Organe bzw die meiner Angehörigen spenden in dem sehr unwahrscheinlichen Fall, dass wir in diese Situation kommen.

Aber natürlich muss man es akzeptieren, wenn jemand aus welchen Gründen auch immer dies nicht möchte. Auch wenn es religiöse Gründe sind, die man selber vielleicht nicht nachvollziehen kann. Manchmal ist es ja auch nur so ein Gefühl, dass man eben " unversehrt" beerdigt werden möchte. Ok, klar, dann ist das so.

Was ich aber nicht leiden kann, ist, wie man es hier sieht, wenn alles durcheinander geworfen wird, von Hirntod zu Wachkoma, bis zur Durchführung einer Organspende.

Solltet ihr mal mit diesem Thema euch selbst befassen müssen, dann lasst es euch einfach genau erklären von den Ärzten die eure Lieben versorgen und von den Verantwortlichen für die Organsspende.
Und um ein Gegenargument direkt auszuschließen, der behandelnde Arzt hat gar nichts davon, dass sein Patient Organspender wird nach seinem Tod, außer viel zusätzliche Arbeit!


Ich finde es gut, wie du das oben zusammengefasst hast. Manchmal ist es eben ein etwas schwer zu erklärendes Gefühl, was man hat, aber es ist nunmal da und lässt sich nicht einfach ignorieren.

Die Problematik, dass vieles ducheinandergeschmissen wird, besteht halt, weil jeder nur Teile hört und wer sich nicht auskennt, kann das nicht unterscheiden. Das trägt natürlich zusätzlich zur Unsicherheit einiger bei. Da müsste vielleicht erstmal Klarheit geschaffen werden von Seiten der Spendenaufrufaktionen.


Eigentlich gibt es ganz gute Möglichkeiten sich zu informieren, habe zwar beruflich damit zu tun, aber das meiste mir doch selber angelesen, zugegeben, ich verstehe halt auch das "Medizinkauderwelsch". Aber man kann ja auch nicht verlangen und ich glaube die wenigsten würden es tun, sich ein ganzes Buch dazu durchzulesen, um umfassend informiert zu sein und das meiste zu verstehen.
Nicht umsonst dauert das Medizinstudium so lange...
Ist eben nicht einfach mal so erklärt, was zum Beispiel Hirnnerven und deren Reflexe sind...
Deshalb meine ich ja, es hilft nichts außer wenn man in der Situation ist sich ausführlich beraten und alles erklären zu lassen. Vorher kann man nur seine grundsätzliche Meinung bzw sein Gefühl dazu bekannt geben. Man kann aber auch seine Zweifel oder Fragen mit den Angehörigen besprechen, wie zB, ob die Hirntoddiagnostik sicher ist, was man auf keinen Fall spenden möchte, oder ob man eben zB eine richtige Narkose bekommt. Dann wissen die Angehörigen deine Meinung und können mit einem besseren Gefühl entscheiden. Es ist nämlich wirklich schwierig, wenn man die Einstellung gar nicht kennt. Dann kann man nur nach Kriterien gehen wie: War der Verstorbene sehr sozial eingestellt oder hat zB schon immer viel für andere getan? War er religiös und wie hat er dies ausgelegt? Wie ist er mit Krankheiten umgegangen? Dann haben die Verstorbenen nur Anhaltspunkte, anders ist es eben in dieser extrem schwierigen Situation nochmal schwieriger. Und eine Entscheidung muss man treffen, ob dafür oder dagegen und dann muss man immer damit leben können. Also sprecht darüber, aber lasst euch nicht durch Halbwissen verunsichern.
lilly555
11951 Beiträge
10.04.2012 13:17
Ich bin Besitzerin eines Organspende Ausweises seit meinem 14 Lebensjahr. Ich Arbeite mit Wachkoma- Patienten und Beatmeten Patienten. Diese zählen aber nicht als Hirntod. Hirntod ist der, wo keine Hirnströme mehr messbar sind. Habe auch auf einer ITS gearbeitet. Also da wurde nicht "einfach mal" jemand für Hirntod erklärt Im Gegenteil, es wurden die kleinsten Hirnströme als "Leben" bezeichnet. Und selbst als die Angehörigen die Abstellung der maschienen wünschte und eine Organspende für die Frau wollten sagten die Ärzte "Nein".
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Man wird ja auch wieder zugenäht nach entnahme.
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Ich Spende gerne, da ich es selber nicht mehr benötige. Und zwar alles. Durch meine Gehörknöchelchen können andere Hören, durch mein Herz kann ein anderer lieben und leben (und zwar richtig) Durch meine Nieren kann eine jemand weg von der Dialyse, durch mein Knochenmark kann ich Kinder retten die anders keine Chance mehr haben. Durch meine Augen kann ein anderer wieder sehen. Wegen mir soll man mein Gesicht entfernen und einem Menschen geben der Entstellt durch sein Leben laufen muss. Würde sogar meine Gebärmutter geben daimt eine andere Kinder bekommen kann (wenn sowas gehen würde).
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Ebenfalls bin ich als Knochenmarksspenderin hinterlegt und gehe Blutspenden. Plasma kann ich nicht, da ich zuwenig wiege.
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ich wöllte dafür aber auch etwas, wenn es mir schlecht geht oder aber meinen zukünftigen Kindern. Den sehr heufig hat man das Problem das selbst die Eltern nicht Kompatiebel sind.
Ich möchte auch nicht aufgebarrt werden nach meinem Tot. Man soll mich lebend in errinnerung behalten. Und da ich eh eine Feuerbestattung wünsche sieht mich nur der Bestatter so "zerflettert".
Oder ich gehe nach Guben als Leiche. Wenn ich eines natürlichen Todes Sterbe, geht mein Leichnam zur Anatomie und mein Körper bringt den Ärzten von morgen was bei im Studium
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Wisst ihr wie der Besatter euch "hübsch" macht? Viele Leute haben im Alter Kontakturen, da werden die Arme und Beine Gebrochen damit man gerade liegt, in die Augen kommen kleine Plastik schallen damit sie nicht so eingefallen wirken. Es wird einem Klopapaier in den Mund gesteckt damit man "Fülliger" aussieht Also dann lieber was gutes tun als im Tot schön zu sein
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