Hund als Therapie?
16.03.2016 16:02
Hallo liebe mädels.
Zur zeit treibt mich eine frage um. Zu den eckdaten...
Mein sohn wird im juli 10 jahre alt. Leider hatte er einen etwas holprigen start ins leben und davon einige defizite zurück behalten. Als da wären...entwicklungsverzögerung, sprachverzögerung, sehschwäche, Epilepsie und adhs.
Nun fängt er vermehrt an uns anzulügen und wissentlich verbotene sachen zu tun. Durch seinen niedrigen iq denkt er nicht an die konsequenzen. Und wenn man gespräche mit ihm darüber führt ist das gesagt innerhalb von höchstens 5 minuten vergessen. Dazu ist er sehr aktiv und teilweise aggressiv.
Nun meinte meine stiefmutter das sie denkt ein Hund könnte ihm helfen sich besser im griff zu haben, Verantwortung zu übernehmen und einfach einen kumpel zu haben mit dem er durch dick und dünn gehen kann.
Wir haben zwar zwei katzen...aber so oft er es auch mit ihnen trainiert....sie bringen das stöckchen einfach nicht zurück
.
Wir haben ein großes haus mit großem garten und anschließendem wald.
Was denkt ihr. Könnte es ihm wirklich helfen ?
Der hund meines vaters und er sind ein herz und eine seele.
Achja. Medizinisch ist er in behandlung und bis auf tabletten gegen das adhs so gut wie alles ausgeschöpft
Zur zeit treibt mich eine frage um. Zu den eckdaten...
Mein sohn wird im juli 10 jahre alt. Leider hatte er einen etwas holprigen start ins leben und davon einige defizite zurück behalten. Als da wären...entwicklungsverzögerung, sprachverzögerung, sehschwäche, Epilepsie und adhs.
Nun fängt er vermehrt an uns anzulügen und wissentlich verbotene sachen zu tun. Durch seinen niedrigen iq denkt er nicht an die konsequenzen. Und wenn man gespräche mit ihm darüber führt ist das gesagt innerhalb von höchstens 5 minuten vergessen. Dazu ist er sehr aktiv und teilweise aggressiv.
Nun meinte meine stiefmutter das sie denkt ein Hund könnte ihm helfen sich besser im griff zu haben, Verantwortung zu übernehmen und einfach einen kumpel zu haben mit dem er durch dick und dünn gehen kann.
Wir haben zwar zwei katzen...aber so oft er es auch mit ihnen trainiert....sie bringen das stöckchen einfach nicht zurück
. Wir haben ein großes haus mit großem garten und anschließendem wald.
Was denkt ihr. Könnte es ihm wirklich helfen ?
Der hund meines vaters und er sind ein herz und eine seele.
Achja. Medizinisch ist er in behandlung und bis auf tabletten gegen das adhs so gut wie alles ausgeschöpft
16.03.2016 16:23
Du hast geschrieben, dass dein Sohn teilweise aggressiv wird, also würde ich ganz klar sagen, dass er keinen Hund um sich haben soll. Du müsstest permanent auf die beiden achten, zum Schutz des Kindes, zum Schutz des Hundes. Hast du einen sehr unterwürfigen Hund, dann kann er sehr verletzt werden, das kann beim Hund zu Störungen führen (Angstbeißen, Autoaggression, Angstpinkeln usw). Hast einen Hund, der sehr ausgeglichen ist, ist es möglich, dass er sich einfach verdrückt, wenn es ihm zu viel wird, aber auch hier ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Hund unter aggressivem Verhalten leiden wird und dadurch Fehlverhalten entwickelt. Hast du einen selbstsicheren Hund, ist es möglich, dass er die Schwächen deines Kindes erkennt und sich als ranghöheres Rudelmitglied sieht. Er wird deinen Sohn zurechtweisen, was auch durch Bisse geschehen kann, und wird sich, logischerweise, aggressives Verhalten von deinem Sohn nicht bieten lassen. Fazit also, mit einem Hund holst du dir nur noch mehr Stress ins Haus und am Ende muss dann ggf ein Hund ins Tierheim, der bei einer anderen Familie vielleicht ein schönes Leben gehabt hätte. ICH würde es definitiv nicht machen.
Wenn dein Sohn zudem sehr schlecht kontrollierbar ist, also seine Motorik nicht im Griff nhat, ein Zappelphilipp ist etc., dann wird das vermutlich jeden Hund sehr verunsichern und ggf auch sehr unruhig und zappelig werden lassen. Hunde spiegeln oft das Verhalten ihrer Besitzer, sie erkennen Stimmungen besser als Menschen und übernehmen diese dann auch teilweise.
Wenn dein Sohn zudem sehr schlecht kontrollierbar ist, also seine Motorik nicht im Griff nhat, ein Zappelphilipp ist etc., dann wird das vermutlich jeden Hund sehr verunsichern und ggf auch sehr unruhig und zappelig werden lassen. Hunde spiegeln oft das Verhalten ihrer Besitzer, sie erkennen Stimmungen besser als Menschen und übernehmen diese dann auch teilweise.
16.03.2016 16:28
Ich würde auch wirklich dringend davon abraten.
Ein Hund macht zu 99% erstmal mehr Probleme/Arbeit, als das er irgendwas löst.
Wäre nicht vielleicht ein Pfadfinder-Verein etwas für ihn?
Zelten gehen, wandern, Teamwork, Natur. (Ich hab das als Kind/Teeni geliebt.)
Oder sonstige Vereine...
Oder ehrenamtlich Gassi-gehen im Tierheim oder bei Pflegestellen?
(Oder sogar in der Nachbarschaft? Ich hatte als Kind auch meinen Gassi-Hund den ich mir täglich für den Waldspaziergang ausgeliehen habe, weil ich keinen eigenen haben durfte)
Ein Hund macht zu 99% erstmal mehr Probleme/Arbeit, als das er irgendwas löst.
Wäre nicht vielleicht ein Pfadfinder-Verein etwas für ihn?
Zelten gehen, wandern, Teamwork, Natur. (Ich hab das als Kind/Teeni geliebt.)
Oder sonstige Vereine...
Oder ehrenamtlich Gassi-gehen im Tierheim oder bei Pflegestellen?
(Oder sogar in der Nachbarschaft? Ich hatte als Kind auch meinen Gassi-Hund den ich mir täglich für den Waldspaziergang ausgeliehen habe, weil ich keinen eigenen haben durfte)
16.03.2016 16:40
Ich finde die Idee gut, es gibt öfter eine Therapie mit Tieren und gerade Kinder, denen manchen schwerer fällt, profitieren davon. Allerdings würde ich mir Hilfe dazuholen. Ich denke da an Therapeuten, die zusammen mit Mensch und Tier arbeiten.
Der Hund kann natürlich solches Verhalten aufweisen, wie schon jemand schrieb, deswegen die professionelle Hilfe. ABER: Hunde sind auch sehr feinfühlige Wesen und erkennen die Gefühle der Menschen, sie trösten, wenn der Mensch traurig ist und freuen sich aber auch mit dem Mensch. Sie erkennen auch, wenn ein Mensch gewisse Defizite aufweist und versuchen, ihn darin zu unterstützen und zu beschützen.
Es ist sicherlich trotzdem ratsam, wenn ein Fachmann mal darüber schaut und euch vielleicht auch bei der Wahl eines Hundes hilft und ihn zusammen mit deinem Sohn trainiert, bzw dann auch zeigt, wie dein Sohn sich verhält und wie der Hund darauf reagieren soll, damit der Hund garnicht erst auf die Idee kommt, zu unterwürfig oder dominant zu werden. Oder was auch passieren kann, dass der Hund deinen Sohn anfängt zu beschützen, das kann sich dann auch soweit steigern, dass nichtmal mehr du in die Nähe deines Sohnes darfst, geschweige denn, ihn anfassen - deswegen ein Profi mit zur Hilfe nehmen
Der Hund kann natürlich solches Verhalten aufweisen, wie schon jemand schrieb, deswegen die professionelle Hilfe. ABER: Hunde sind auch sehr feinfühlige Wesen und erkennen die Gefühle der Menschen, sie trösten, wenn der Mensch traurig ist und freuen sich aber auch mit dem Mensch. Sie erkennen auch, wenn ein Mensch gewisse Defizite aufweist und versuchen, ihn darin zu unterstützen und zu beschützen.
Es ist sicherlich trotzdem ratsam, wenn ein Fachmann mal darüber schaut und euch vielleicht auch bei der Wahl eines Hundes hilft und ihn zusammen mit deinem Sohn trainiert, bzw dann auch zeigt, wie dein Sohn sich verhält und wie der Hund darauf reagieren soll, damit der Hund garnicht erst auf die Idee kommt, zu unterwürfig oder dominant zu werden. Oder was auch passieren kann, dass der Hund deinen Sohn anfängt zu beschützen, das kann sich dann auch soweit steigern, dass nichtmal mehr du in die Nähe deines Sohnes darfst, geschweige denn, ihn anfassen - deswegen ein Profi mit zur Hilfe nehmen
16.03.2016 16:41
Zitat von Fjörgyn:das unterschreib ich voll und ganz.
Du hast geschrieben, dass dein Sohn teilweise aggressiv wird, also würde ich ganz klar sagen, dass er keinen Hund um sich haben soll. Du müsstest permanent auf die beiden achten, zum Schutz des Kindes, zum Schutz des Hundes. Hast du einen sehr unterwürfigen Hund, dann kann er sehr verletzt werden, das kann beim Hund zu Störungen führen (Angstbeißen, Autoaggression, Angstpinkeln usw). Hast einen Hund, der sehr ausgeglichen ist, ist es möglich, dass er sich einfach verdrückt, wenn es ihm zu viel wird, aber auch hier ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Hund unter aggressivem Verhalten leiden wird und dadurch Fehlverhalten entwickelt. Hast du einen selbstsicheren Hund, ist es möglich, dass er die Schwächen deines Kindes erkennt und sich als ranghöheres Rudelmitglied sieht. Er wird deinen Sohn zurechtweisen, was auch durch Bisse geschehen kann, und wird sich, logischerweise, aggressives Verhalten von deinem Sohn nicht bieten lassen. Fazit also, mit einem Hund holst du dir nur noch mehr Stress ins Haus und am Ende muss dann ggf ein Hund ins Tierheim, der bei einer anderen Familie vielleicht ein schönes Leben gehabt hätte. ICH würde es definitiv nicht machen.
Wenn dein Sohn zudem sehr schlecht kontrollierbar ist, also seine Motorik nicht im Griff nhat, ein Zappelphilipp ist etc., dann wird das vermutlich jeden Hund sehr verunsichern und ggf auch sehr unruhig und zappelig werden lassen. Hunde spiegeln oft das Verhalten ihrer Besitzer, sie erkennen Stimmungen besser als Menschen und übernehmen diese dann auch teilweise.
Ich rate auch unbedingt davon ab, genau aus den gleichen Gründen. Besser hätte ich es nicht schreiben können, genau meine Gedanken
16.03.2016 16:56
Ok das mit der aggressivität leuchtet ein. Nur haben wir schon seit über 7 jahren katzen denen gegenüber war er nie aggressiv. Genau wie bei dem hund den mein vater hat. Ich hatte ebend auch in die Richtung gedacht, dass es ja sehr viele therapiehunde für personen mit (geistigen) behinderungen gibt. Aber ich befasse mich ehrlich gesagt auch erst seit zwei tagen mit diesem thema.
16.03.2016 17:15
Also ich würde mir da kein eigenes Tier zulegen sondern würde da eine Therapeutin dazu ziehen also so gesehen eine Therapie machen. Es gibt auch Reittherapie das soll sehr helfen und gut für die Kids sein. Pferde find ich super. Und die sind dafür ausgebildet die Tiere. Aber selbst ein Tier zulegen würde ich nicht.
16.03.2016 17:17
Zitat von mama2107:
Ok das mit der aggressivität leuchtet ein. Nur haben wir schon seit über 7 jahren katzen denen gegenüber war er nie aggressiv. Genau wie bei dem hund den mein vater hat. Ich hatte ebend auch in die Richtung gedacht, dass es ja sehr viele therapiehunde für personen mit (geistigen) behinderungen gibt. Aber ich befasse mich ehrlich gesagt auch erst seit zwei tagen mit diesem thema.
Aber kannst du das hundertprozentig ausschließen?
Davon abgesehen kannst du ja auch nicht beurteilen, wie sich dein Sohn gegenüber dem Hund deines Vaters verhält, wenn ihr nicht in der Nähe seid.
Hund und Katze sind zwei Paar Schuhe.
Katzen sind eher Tiere, die sich in Gefahrensituationen verstecken und das können sie auch, denn sie sind klein und extrem gelenkig. Hunde hingegen können sich nicht auf Schränke flüchten oder unter Betten kriechen. Außerdem muss man bei Hunden ganz extrem auf die Körpersprache achten, um zu erkennen wann sie sich bedrängt fühlen. Kannst du das? Bist du im Alltag mit deinem Sohn schon so eingespielt, dass du beide sicher genug einschätzen kannst. Am Ende ist es eure Entscheidung, aber vielleicht fangt ihr erstmal klein an. Vielleicht ein Fisch oder ein anderes relativ unkompliziertes Terrarium-Tier.
16.03.2016 18:02
Ich würde vielleicht erst mal einen Therapeuten suchen, der mit Tieren arbeitet und dann weiter sehen. Ich könnte mir ja auch eine Hippotherapie gut vorstellen. Da habe ich mal ein Jahr lang geholfen und es ist wirklich erstaunlich, was Tiere für eine Wirkung haben können
16.03.2016 18:30
Ich würde das auch erstmal mit Tiertherapie machen, dann siehst du ja auch wie er da so drauf reagiert
16.03.2016 18:33
Zitat von Fjörgyn:
Zitat von mama2107:
Ok das mit der aggressivität leuchtet ein. Nur haben wir schon seit über 7 jahren katzen denen gegenüber war er nie aggressiv. Genau wie bei dem hund den mein vater hat. Ich hatte ebend auch in die Richtung gedacht, dass es ja sehr viele therapiehunde für personen mit (geistigen) behinderungen gibt. Aber ich befasse mich ehrlich gesagt auch erst seit zwei tagen mit diesem thema.
Aber kannst du das hundertprozentig ausschließen?
Davon abgesehen kannst du ja auch nicht beurteilen, wie sich dein Sohn gegenüber dem Hund deines Vaters verhält, wenn ihr nicht in der Nähe seid.
Hund und Katze sind zwei Paar Schuhe.Katzen sind eher Tiere, die sich in Gefahrensituationen verstecken und das können sie auch, denn sie sind klein und extrem gelenkig. Hunde hingegen können sich nicht auf Schränke flüchten oder unter Betten kriechen. Außerdem muss man bei Hunden ganz extrem auf die Körpersprache achten, um zu erkennen wann sie sich bedrängt fühlen. Kannst du das? Bist du im Alltag mit deinem Sohn schon so eingespielt, dass du beide sicher genug einschätzen kannst. Am Ende ist es eure Entscheidung, aber vielleicht fangt ihr erstmal klein an. Vielleicht ein Fisch oder ein anderes relativ unkompliziertes Terrarium-Tier.
nein ausschließen kann ich es natürlich nicht. Ich würde sie ja eh nicht alleine lassen. Wie gesagt es war die idee meiner stiefmama die die beiden so oft spielen sieht (den hund und meinen sohn)
ich denke nach fast 10 jahren bin ich gut eingespielt was unser leben mit meinem sohn angeht. Hundesprache lesen kann ich denke ich ganz gut. Da ich mich schon seit ich ein kind bin damit beschäftige (allerdings ist das natürlich etwas anderes wenn man noch nie einen eigenen hund hatte)
Über reittherapie habe ich auch schon nachgedacht weil er auch pferde sehr liebt und sobald er auf einem sitz merklich runterfährt. Allerdings bezweifle ich das es hier soetwas gibt (in der nähe)
aber ihr habt wohl recht das es wohl nicht der richtige weg für uns wäre. Genau deswegen frage ich ja
16.03.2016 18:37
hat dein sohn nen therapetuen? wenn ja, dann würd eich mal mit ihm darüber sprechen. erkennt deinen sohn, weiß wie er agiert/reagiert udn könnte euch da sicher beraten. es gibt extra-therapiehunde die eine ausbildung haben (zb gibt es assitenszhunde für epilsepsie), aber diese hunde sind nicht gerade billig da sie eine besondere ausbildung ahben.
auch sollte euch klar sein, dass ihr als eltern die hauptaufgaben mit dme hund ahben werdet!
ihr seit fürs füttern zuständig, ihr müsst täglich mti dem hund gassi gehen, ihr müsst zum tierarzt fahren udn die kostne dafür tragen usw...
einfach so einen hund holen würd eich aus den von den anderen schon genannten gründen nicht holen! denn ein "normaler" hudn sit sicher nix für euch
auch sollte euch klar sein, dass ihr als eltern die hauptaufgaben mit dme hund ahben werdet!
ihr seit fürs füttern zuständig, ihr müsst täglich mti dem hund gassi gehen, ihr müsst zum tierarzt fahren udn die kostne dafür tragen usw...
einfach so einen hund holen würd eich aus den von den anderen schon genannten gründen nicht holen! denn ein "normaler" hudn sit sicher nix für euch
16.03.2016 18:47
Zitat von shelyra:
hat dein sohn nen therapetuen? wenn ja, dann würd eich mal mit ihm darüber sprechen. erkennt deinen sohn, weiß wie er agiert/reagiert udn könnte euch da sicher beraten. es gibt extra-therapiehunde die eine ausbildung haben (zb gibt es assitenszhunde für epilsepsie), aber diese hunde sind nicht gerade billig da sie eine besondere ausbildung ahben.
auch sollte euch klar sein, dass ihr als eltern die hauptaufgaben mit dme hund ahben werdet!
ihr seit fürs füttern zuständig, ihr müsst täglich mti dem hund gassi gehen, ihr müsst zum tierarzt fahren udn die kostne dafür tragen usw...
einfach so einen hund holen würd eich aus den von den anderen schon genannten gründen nicht holen! denn ein "normaler" hudn sit sicher nix für euch
Natürlich ist uns klar das wir allein für den hund verantwortlich sind. Das ist mit unseren Katzen(mit denen ich beiden letzte Woche zum tierarzt musste weil sie krank waren) und den fischen auch nicht anders. Es ist mir auch bewusst das es viel arbeit und geld bedeutet
Aber das war hier bei meiner frage nicht das Thema
Ich bin seit klein auf eine hundenarr. Hatte aber nie einen eigenen. Ich denke ich würde in etwa wissen worauf ich mich einlasse
Es ging eben nur um die kind-hund Beziehung
16.03.2016 18:48
Zitat von mama2107:
Ok das mit der aggressivität leuchtet ein. Nur haben wir schon seit über 7 jahren katzen denen gegenüber war er nie aggressiv. Genau wie bei dem hund den mein vater hat. Ich hatte ebend auch in die Richtung gedacht, dass es ja sehr viele therapiehunde für personen mit (geistigen) behinderungen gibt. Aber ich befasse mich ehrlich gesagt auch erst seit zwei tagen mit diesem thema.
Bitte nicht einen Hund den man sich als "normalo" holt mit einem therapiehund vergleichen.
Diese Hunde werden sehr lange und speziell ausgebildet.
Ein Welpe vom Züchter ist a) kostenintensiv und b) eine Mordsarbeit (unter umständen ein jahr lang nachts raus etc. Muss nicht, kann aber )
Und meistens gehen dann mit einem Jahr die Pubertätsprobleme erst richtig los.
Nicht umsonst findest du in den Kleinanzeigen und im Tierheim viele Hunde in dem Alter die auf einmal nicht mehr "funktioniert" haben.
Einen älteren Hund aus dem Tierschutz würde ich in eurer Konstellation auch kritisch sehen. Die bringen meistens auch ihr päckchen mit.
Hast du evtl. mal wegen Hippotherapie etc. In einer FB gruppe in deinem umkreis gefragt?
16.03.2016 18:56
Wir haben einen Therapiehund zuhause.
Ich habe eine Pflegetochter mit Down-Syndrom (3 Jahre) und einen Pflegesohn mit Fetalem Alkoholsyndrom (5 Jahre). Beide Epileptiker, unser Sohn häufig aggressiv und unkontrolliert. Unser Hund wurde tatsächlich zum Therapiehund ausgebildet in Selbstausbildung mit Anleitung durch Experten. Er wurde sehr sorgfältig ausgewählt und auf seinen "Job" vorbereitet. Das macht ihn unheimlich geduldig, vorsichtig und einfühlsam. Unsere Kinder waren ihm gegenüber noch nie aggressiv, er hat Rückzugszonen und es ist eins der drei großen Verbote den Hund dort zu stören. Das funktioniert sehr gut. Und alleine lassen sollte man Kind(er) und Hunde eh nie.
Einfach so einen Hund holen und hoffen, dass es hilft, kann funktionieren, aber kann auch zum Desaster werden. Meistens für den Hund, weil er entweder unter dem Kind leidet oder irgendwann beißt, dann ins Tierheim kommt und als Beißer quasi keine Chance auf Vermittlung hat.
Man darf auch nicht vergessen, welche Arbeit so ein Hund macht. Und die bleibt an dir hängen! Und Hunde werden heute gut und gerne 14-16 Jahre alt. Wenn dein Sohn aus dem Haus ist, hängst du also auf dem Hund, der alt, inkontinent und taub ist. Muss nicht so kommen, aber kann.
Wir haben einen Hund, weil ICH einen wollte. Und der Rest der Familie auch einverstanden war. Die Ausbildung zum Therapiehund gab es oben drauf, um in unserer Familienkonstellation Hundehaltung überhaupt möglich zu machen. Wir sind sehr glücklich mit unserem Vierbeiner. Die investierte Zeit hat sich gelohnt und er hat tatsächlich tolle Wirkung auf die Kinder. Epileptische Anfälle sind seltener und kürzer. Pflegesohn ist ruhiger, leiser, zappelt weniger und ist konzentrierter, wenn der Hund dabei ist. Bei unserer Pflegetochter sind ebenfalls Konzentration und Muskeltonus verbessert. Und alle 5 Kinder lieben ihren 'Dicken' als Schmusepartner, Tröster und engen Vertrauten.
Edit: hier soll evtl. bald auch ein Zweithund einziehen, der dann zum Epilepsie-Warnhund für unseren Pflegesohn ausgebildet werden soll. Wir stehen immerhin schon auf der Warteliste für einen Welpen.
Ich habe eine Pflegetochter mit Down-Syndrom (3 Jahre) und einen Pflegesohn mit Fetalem Alkoholsyndrom (5 Jahre). Beide Epileptiker, unser Sohn häufig aggressiv und unkontrolliert. Unser Hund wurde tatsächlich zum Therapiehund ausgebildet in Selbstausbildung mit Anleitung durch Experten. Er wurde sehr sorgfältig ausgewählt und auf seinen "Job" vorbereitet. Das macht ihn unheimlich geduldig, vorsichtig und einfühlsam. Unsere Kinder waren ihm gegenüber noch nie aggressiv, er hat Rückzugszonen und es ist eins der drei großen Verbote den Hund dort zu stören. Das funktioniert sehr gut. Und alleine lassen sollte man Kind(er) und Hunde eh nie.
Einfach so einen Hund holen und hoffen, dass es hilft, kann funktionieren, aber kann auch zum Desaster werden. Meistens für den Hund, weil er entweder unter dem Kind leidet oder irgendwann beißt, dann ins Tierheim kommt und als Beißer quasi keine Chance auf Vermittlung hat.
Man darf auch nicht vergessen, welche Arbeit so ein Hund macht. Und die bleibt an dir hängen! Und Hunde werden heute gut und gerne 14-16 Jahre alt. Wenn dein Sohn aus dem Haus ist, hängst du also auf dem Hund, der alt, inkontinent und taub ist. Muss nicht so kommen, aber kann.
Wir haben einen Hund, weil ICH einen wollte. Und der Rest der Familie auch einverstanden war. Die Ausbildung zum Therapiehund gab es oben drauf, um in unserer Familienkonstellation Hundehaltung überhaupt möglich zu machen. Wir sind sehr glücklich mit unserem Vierbeiner. Die investierte Zeit hat sich gelohnt und er hat tatsächlich tolle Wirkung auf die Kinder. Epileptische Anfälle sind seltener und kürzer. Pflegesohn ist ruhiger, leiser, zappelt weniger und ist konzentrierter, wenn der Hund dabei ist. Bei unserer Pflegetochter sind ebenfalls Konzentration und Muskeltonus verbessert. Und alle 5 Kinder lieben ihren 'Dicken' als Schmusepartner, Tröster und engen Vertrauten.
Edit: hier soll evtl. bald auch ein Zweithund einziehen, der dann zum Epilepsie-Warnhund für unseren Pflegesohn ausgebildet werden soll. Wir stehen immerhin schon auf der Warteliste für einen Welpen.
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