Asyl in Deutschland-Ja oder Nein?
27.07.2015 00:28
Zitat von BlödmannVomDienst:
Zitat von Elli73:
Zitat von BlödmannVomDienst:
Zitat von Elli73:
...
Ähm in deinem letzten Link steht aber tatsächlich, dass Deutschland an der Spitze steht?Denn die Quelle kenne ich bereits!
Wenn du richtig gelesen hättest, wüsstest du, dass die absoluten Zahlen für den Papierkorb sind. Natürlich nimmt ein Land mit 82 Millionen Einwohnern absolut mehr Flüchtlinge auf als Malta mit nur 420.000 Einwohnern. Und du meinst jetzt echt, dass Deutschland das toll macht, weil sie 0,2 Asylbewerber pro 1000 Einwohner aufnehmen? Nicht dein Ernst, oder?! Im Libanon ist das Verhältnis Flüchtlinge zu einheimische Bewölkerung übrigens bei ca. 1 zu 5. Und der Libanon ist ein verdammt armes Land im Vergleich mit Deutschland. Verdammt am.
Was ja aber gar nicht stimmt?! Wo bzw. was liest du denn? Und Deutschland macht es immer noch besser als jede Menge andere Länder. Und ursprünglich ging es hier um ASYL! Was hat der Libanon damit zu tun?
" Dafür hat er die Anerkennungsquoten für das Jahr 2012 im europäischen Vergleich betrachtet. Demnach gewährte Deutschland insgesamt 17.140 Menschen Schutz. Es folgten Schweden mit 9.000, Frankreich mit 8.645 und Italien mit 8.480 positiven Entscheidungen. Rechnet man das allerdings auf die Bevölkerungsgröße um, so verschiebt sich das Bild. Pro Tausend Einwohner nahm Norwegen einen Flüchtling auf, Schweden 0,9 und die Schweiz 0,5. Die großen Mitgliedstaaten Deutschland, Frankreich und Italien lagen mit jeweils 0,2 beziehungsweise 0,1 Flüchtling pro Tausend Einwohner weit zurück."
Steht alles im letzten Link.
27.07.2015 00:35
Zitat von BlödmannVomDienst:
Zitat von Elli73:
Zitat von BlödmannVomDienst:
Zitat von Elli73:
...
Ähm in deinem letzten Link steht aber tatsächlich, dass Deutschland an der Spitze steht?Denn die Quelle kenne ich bereits!
Wenn du richtig gelesen hättest, wüsstest du, dass die absoluten Zahlen für den Papierkorb sind. Natürlich nimmt ein Land mit 82 Millionen Einwohnern absolut mehr Flüchtlinge auf als Malta mit nur 420.000 Einwohnern. Und du meinst jetzt echt, dass Deutschland das toll macht, weil sie 0,2 Asylbewerber pro 1000 Einwohner aufnehmen? Nicht dein Ernst, oder?! Im Libanon ist das Verhältnis Flüchtlinge zu einheimische Bewölkerung übrigens bei ca. 1 zu 5. Und der Libanon ist ein verdammt armes Land im Vergleich mit Deutschland. Verdammt am.
Was ja aber gar nicht stimmt?! Wo bzw. was liest du denn? Und Deutschland macht es immer noch besser als jede Menge andere Länder. Und ursprünglich ging es hier um ASYL! Was hat der Libanon damit zu tun?
Und zu Malta spuckt mir das BÖSE Inet wieder nicht so tolle Dinge aus. Dagegen macht Deutschland es viel besser. Sry....
http://www.zeit.de/2014/02/malta-europa-fluechtlin gspolitik/seite-2
Steht alles im letzten Link. Einfach Mathematik.
" Dafür hat er die Anerkennungsquoten für das Jahr 2012 im europäischen Vergleich betrachtet. Demnach gewährte Deutschland insgesamt 17.140 Menschen Schutz. Es folgten Schweden mit 9.000, Frankreich mit 8.645 und Italien mit 8.480 positiven Entscheidungen. Rechnet man das allerdings auf die Bevölkerungsgröße um, so verschiebt sich das Bild. Pro Tausend Einwohner nahm Norwegen einen Flüchtling auf, Schweden 0,9 und die Schweiz 0,5. Die großen Mitgliedstaaten Deutschland, Frankreich und Italien lagen mit jeweils 0,2 beziehungsweise 0,1 Flüchtling pro Tausend Einwohner weit zurück ."
Und zu Malta: hab ich behauptet, dass ihre Asylpolitik besser ist? Aber durch die bescheuerte Dublin III Regelung, werden sie im Verhältnis zu ihrer Einwohnerzahl überschwemmt mit Flüchtlingen und sind planlos. Darm machen sie teilweise ziemliche scheiße. Ja. Aber sich als Deutsche hinzustellen und mit dem Finger auf Malta zu zeigen, während man sich selbst auf Grund der fehlenden Außengrenzen ins Fäustchen lacht, ist auch keinen Deut besser. Aus meiner Sicht sogar noch schlimmer.
Und der Libanon stellt sich deiner Behauptung entgegen, dass Deutschland das Flüchtlingshaus der Welt wäre
27.07.2015 00:36
Zitat von Elli73:
Zitat von KleineErdbeere:
Ich habe gerade gegooglet wo wir hier in unserer Stadt ein Asylheim haben. Letztens habe ich erst wieder meinen Kleiderschrank ausgemistet, ebenso die zu klein gewordenen Klamotten vom Zwerg & wollte diese entweder zum Secondhand-Shop bringen oder in einen von diesen "DRK-Container" werfen, aber ich werde sie nun dorthin bringen.
Ich werde mir dann ein Bild darüber machen können. Armut & ähnliches kenne ich (wie die meisten Europäer) nur aus dem Fernsehen. Vielleicht kann ich dort sogar noch mitanpacken, Essen verteilen oder sonstiges.
Wir Europäer haben so viel, wir können es uns erlauben zu teilen & das sollten wir dann auch tun.
Will nicht jeder eine bessere Welt? Ohne Hunger, Armut, Krieg & Verfolgung?
Für die Menschen im Asylheim muss Deutschland das Paradies sein, wir haben an jeder Ecke Supermärkte, Ärzte, Apotheken ect. pp - natürlich wollen sie dann hierher kommen. Würdet ihr nicht auch ins "Paradies" wollen wenn ihr auf der Flucht wärt, hungrig, durstig, mit kleinen Kindern, die die Flucht vermutlich nicht alle überlebt haben?
Ich bin sprachlos was ich hier zum teil lesen muss.
Ich arbeite seit jetzt 4 Jahren ehrenamtlich 3x die Woche in einer Flüchtlingsunterbringung. Ich bin durch meinen Job echt verdammt abgebrüht und trotzdem rühren mich die Geschichten einfach zu Tränen.
Vielen ist auch schon geholfen, wenn sie einfach ihre Geschichte erzählen können. Trotz Sprachbarriere, kommen die Emotionen und die Todesängste ungebrochen bei mir an. Und ja: Deutschland ist für sie der Himmel auf Erden. Völlig verständlich.
Wie fängt man denn das an? Also in so einem Flüchtlingsheim zu helfen? Ich kann mir irgendwie gar nicht so richtig vorstellen, wie man es dort anfängt? Hingehen mit ein paar Decken und Kinder-Klamotten ... und dann? Sich irgenjemandem "greifen", freundlich lächeln, ihm die Sachen in die Hand drücken.. und dann?
Bin irgendwie hoffnungslos überfordert, weil ich nicht weiß, was mich dort erwartet?! Magst Du vielleicht erzählen, wie man es am besten anstellt, den "ersten Schritt" zu gehen?
27.07.2015 00:46
Zitat von Elli73:
Zitat von BlödmannVomDienst:
Zitat von Elli73:
Zitat von BlödmannVomDienst:
...
Wenn du richtig gelesen hättest, wüsstest du, dass die absoluten Zahlen für den Papierkorb sind. Natürlich nimmt ein Land mit 82 Millionen Einwohnern absolut mehr Flüchtlinge auf als Malta mit nur 420.000 Einwohnern. Und du meinst jetzt echt, dass Deutschland das toll macht, weil sie 0,2 Asylbewerber pro 1000 Einwohner aufnehmen? Nicht dein Ernst, oder?! Im Libanon ist das Verhältnis Flüchtlinge zu einheimische Bewölkerung übrigens bei ca. 1 zu 5. Und der Libanon ist ein verdammt armes Land im Vergleich mit Deutschland. Verdammt am.
Was ja aber gar nicht stimmt?! Wo bzw. was liest du denn? Und Deutschland macht es immer noch besser als jede Menge andere Länder. Und ursprünglich ging es hier um ASYL! Was hat der Libanon damit zu tun?
Und zu Malta spuckt mir das BÖSE Inet wieder nicht so tolle Dinge aus. Dagegen macht Deutschland es viel besser. Sry....
http://www.zeit.de/2014/02/malta-europa-fluechtlin gspolitik/seite-2
Steht alles im letzten Link. Einfach Mathematik.
" Dafür hat er die Anerkennungsquoten für das Jahr 2012 im europäischen Vergleich betrachtet. Demnach gewährte Deutschland insgesamt 17.140 Menschen Schutz. Es folgten Schweden mit 9.000, Frankreich mit 8.645 und Italien mit 8.480 positiven Entscheidungen. Rechnet man das allerdings auf die Bevölkerungsgröße um, so verschiebt sich das Bild. Pro Tausend Einwohner nahm Norwegen einen Flüchtling auf, Schweden 0,9 und die Schweiz 0,5. Die großen Mitgliedstaaten Deutschland, Frankreich und Italien lagen mit jeweils 0,2 beziehungsweise 0,1 Flüchtling pro Tausend Einwohner weit zurück ."
Und zu Malta: hab ich behauptet, dass ihre Asylpolitik besser ist? Aber durch die bescheuerte Dublin III Regelung, werden sie im Verhältnis zu ihrer Einwohnerzahl überschwemmt mit Flüchtlingen und sind planlos. Darm machen sie teilweise ziemliche scheiße. Ja. Aber sich als Deutsche hinzustellen und mit dem Finger auf Malta zu zeigen, während man sich selbst auf Grund der fehlenden Außengrenzen ins Fäustchen lacht, ist auch keinen Deut besser. Aus meiner Sicht sogar noch schlimmer.
Und der Libanon stellt sich deiner Behauptung entgegen, dass Deutschland das Flüchtlingshaus der Welt wäre![]()
Sry aber 2012 ist 3 Jahre!!!! Seitdem sind die Asylzahlen ENORM gestiegen. Du unterstellst mir hier ja die ganze Zeit, ich wäre schlecht informiert, aber wer im Glashaus sitz, der sollte nicht mit Steinen werfen, gell!
Und ich bin kein Experte und habe nie behauptet, dass alle Asylanten raus sollen. Und habe auch nie behauptet, dass Deutschland das Flüchtlingshaus der Welt ist? Wo steht das? Du darfst mich gern zitieren, aber das habe ich DEFINITIV nicht geschrieben. Es ging um Asyl und wie du mich ja mehrfach belehrt hast, sind das zwei verschieden Paar Schuhe! Sprich Flüchtlinge und Asylanten sind nicht das Gleiche.
Und wenn Deutschland sich aufgrund der fehlenden Außengrenzen ins Fäustchen lachen würde, dann würden se mal GAR KEINE Asylanten aufnehmen bzw. alle wieder zurück schicken wegen der Dublinregelung. Aber gemacht wurde das wohl nur bei 12 % von den von der Dublinregelung betroffenen Asylbewerber.
Deutschland nimmt also per GESETZ deutlich mehr Flüchtlinge auf als es müsste und das soll jetzt was Schlechtes sein, weil es deiner Ansicht nach immer noch zu wenig sind?
Finde ich schon ne komische Logik. Und im Bericht stand was von der EU, die Malta kritisierte, nicht von Deutschland. Ich habe das Gefühl, du pickst du nur Bruchstücke raus, die dir gerade passen.
27.07.2015 00:47
Zitat von Marja:
Zitat von Elli73:
Zitat von KleineErdbeere:
Ich habe gerade gegooglet wo wir hier in unserer Stadt ein Asylheim haben. Letztens habe ich erst wieder meinen Kleiderschrank ausgemistet, ebenso die zu klein gewordenen Klamotten vom Zwerg & wollte diese entweder zum Secondhand-Shop bringen oder in einen von diesen "DRK-Container" werfen, aber ich werde sie nun dorthin bringen.
Ich werde mir dann ein Bild darüber machen können. Armut & ähnliches kenne ich (wie die meisten Europäer) nur aus dem Fernsehen. Vielleicht kann ich dort sogar noch mitanpacken, Essen verteilen oder sonstiges.
Wir Europäer haben so viel, wir können es uns erlauben zu teilen & das sollten wir dann auch tun.
Will nicht jeder eine bessere Welt? Ohne Hunger, Armut, Krieg & Verfolgung?
Für die Menschen im Asylheim muss Deutschland das Paradies sein, wir haben an jeder Ecke Supermärkte, Ärzte, Apotheken ect. pp - natürlich wollen sie dann hierher kommen. Würdet ihr nicht auch ins "Paradies" wollen wenn ihr auf der Flucht wärt, hungrig, durstig, mit kleinen Kindern, die die Flucht vermutlich nicht alle überlebt haben?
Ich bin sprachlos was ich hier zum teil lesen muss.
Ich arbeite seit jetzt 4 Jahren ehrenamtlich 3x die Woche in einer Flüchtlingsunterbringung. Ich bin durch meinen Job echt verdammt abgebrüht und trotzdem rühren mich die Geschichten einfach zu Tränen.
Vielen ist auch schon geholfen, wenn sie einfach ihre Geschichte erzählen können. Trotz Sprachbarriere, kommen die Emotionen und die Todesängste ungebrochen bei mir an. Und ja: Deutschland ist für sie der Himmel auf Erden. Völlig verständlich.
Wie fängt man denn das an? Also in so einem Flüchtlingsheim zu helfen? Ich kann mir irgendwie gar nicht so richtig vorstellen, wie man es dort anfängt? Hingehen mit ein paar Decken und Kinder-Klamotten ... und dann? Sich irgenjemandem "greifen", freundlich lächeln, ihm die Sachen in die Hand drücken.. und dann?
Bin irgendwie hoffnungslos überfordert, weil ich nicht weiß, was mich dort erwartet?! Magst Du vielleicht erzählen, wie man es am besten anstellt, den "ersten Schritt" zu gehen?
Ich schreib dir morgen im Laufe des Tages mal eine PN.
Mich regt das Thema hier im Moment zu sehr auf, da kann ich keinen klaren Gedanken mehr fassen.
Ich les hier besser auch nicht mehr rein.
Mein Frauenarzt hat beim letzten Termin schon über den hohen Blutdruck gemeckert *hust*
Aber eine Nachricht kommt, versprochen
27.07.2015 01:12
Zitat von BlödmannVomDienst:
Zitat von Elli73:
Zitat von BlödmannVomDienst:
Zitat von Elli73:
...
Was ja aber gar nicht stimmt?! Wo bzw. was liest du denn? Und Deutschland macht es immer noch besser als jede Menge andere Länder. Und ursprünglich ging es hier um ASYL! Was hat der Libanon damit zu tun?
Und zu Malta spuckt mir das BÖSE Inet wieder nicht so tolle Dinge aus. Dagegen macht Deutschland es viel besser. Sry....
http://www.zeit.de/2014/02/malta-europa-fluechtlin gspolitik/seite-2
Steht alles im letzten Link. Einfach Mathematik.
" Dafür hat er die Anerkennungsquoten für das Jahr 2012 im europäischen Vergleich betrachtet. Demnach gewährte Deutschland insgesamt 17.140 Menschen Schutz. Es folgten Schweden mit 9.000, Frankreich mit 8.645 und Italien mit 8.480 positiven Entscheidungen. Rechnet man das allerdings auf die Bevölkerungsgröße um, so verschiebt sich das Bild. Pro Tausend Einwohner nahm Norwegen einen Flüchtling auf, Schweden 0,9 und die Schweiz 0,5. Die großen Mitgliedstaaten Deutschland, Frankreich und Italien lagen mit jeweils 0,2 beziehungsweise 0,1 Flüchtling pro Tausend Einwohner weit zurück ."
Und zu Malta: hab ich behauptet, dass ihre Asylpolitik besser ist? Aber durch die bescheuerte Dublin III Regelung, werden sie im Verhältnis zu ihrer Einwohnerzahl überschwemmt mit Flüchtlingen und sind planlos. Darm machen sie teilweise ziemliche scheiße. Ja. Aber sich als Deutsche hinzustellen und mit dem Finger auf Malta zu zeigen, während man sich selbst auf Grund der fehlenden Außengrenzen ins Fäustchen lacht, ist auch keinen Deut besser. Aus meiner Sicht sogar noch schlimmer.
Und der Libanon stellt sich deiner Behauptung entgegen, dass Deutschland das Flüchtlingshaus der Welt wäre![]()
Sry aber 2012 ist 3 Jahre!!!! Seitdem sind die Asylzahlen ENORM gestiegen. Du unterstellst mir hier ja die ganze Zeit, ich wäre schlecht informiert, aber wer im Glashaus sitz, der sollte nicht mit Steinen werfen, gell!
Und ich bin kein Experte und habe nie behauptet, dass alle Asylanten raus sollen. Und habe auch nie behauptet, dass Deutschland das Flüchtlingshaus der Welt ist? Wo steht das? Du darfst mich gern zitieren, aber das habe ich DEFINITIV nicht geschrieben. Es ging um Asyl und wie du mich ja mehrfach belehrt hast, sind das zwei verschieden Paar Schuhe! Sprich Flüchtlinge und Asylanten sind nicht das Gleiche.
Und wenn Deutschland sich aufgrund der fehlenden Außengrenzen ins Fäustchen lachen würde, dann würden se mal GAR KEINE Asylanten aufnehmen bzw. alle wieder zurück schicken wegen der Dublinregelung. Aber gemacht wurde das wohl nur bei 12 % von den von der Dublinregelung betroffenen Asylbewerber.
Deutschland nimmt also per GESETZ deutlich mehr Flüchtlinge auf als es müsste und das soll jetzt was Schlechtes sein, weil es deiner Ansicht nach immer noch zu wenig sind?Finde ich schon ne komische Logik. Und im Bericht stand was von der EU, die Malta kritisierte, nicht von Deutschland.
Ich habe das Gefühl, du pickst du nur Bruchstücke raus, die dir gerade passen.
In den anderen Links sind ganz aktuelle Zahlen von 2014.
Deine 12% Dublin III finde ich da nicht. Stattdessen 35% Dublin III + Drittstaatenregelung.
Ich habe dich nie über den Unterschied zwischen Asylanten und Flüchtlingen belehrt oder diese Trennung auch nur erwähnt.
Deutschland muss auch mit Dublin III und Drittstaatenregelung Flüchtlinge aufnehmen, wenn sie per Flugzeug einreisen (z.B. die Kontingent-Syrer) oder ihr Herkunftsland nicht feststellbar ist. Auch Kinder und Jugendliche unter 16 dürfen nicht ohne Eltern wieder zurückgeschickt werden. Außerdem Flüchtlinge, die nicht abschiebbar sind aus z.B. gesundheitlichen Gründen. Manchmal verweigern die Drittstaaten auch die Aufnahme. Dann muss Deutschland sie erstmal behalten. Das ist Gesetz.
Du hast in deinem ersten Post behauptet, dass alle nach Deutschland geschoben werden, weil "wir Deutschen ja die Bekloppten sind, die jedem Asyl gewähren". Das ist schlichtweg falsch. Tun sie nicht.
Ich habe auch nie behauptet, dass es schlecht ist, dass Deutschland Flüchtlinge/Asylbewerber aufnimmt. Ich habe lediglich die aktuellen Asylgesetze inklusive Drittstaaten und Dublin III Regelung stak kritisiert, weil es sich die deutsche Politik aus meiner Sicht viel zu einfach macht und das Problem n die Länder mit EU-Außengrenzen verlagert. Außerdem habe ich versucht zu verdeutlichen, dass Deutschland gemessen an seiner Bevölkerungsgröße und wirtschaftlichen Stärke viel mehr für Flüchtlinge tun könnte und aus meiner Sicht auch müsste. Und das absolute Zahlen bei solchen Statistiken für mich(und damit stehe ich nicht alleine da) nicht aussagekräftig sind.
Außerdem versuche ich gegen das Bild anzukämpfen, welches von Rechten erzeugt wird: nämlich, dass Deutschland von Flüchtlingen überrannt wird.
Ich merke aber, dass ich bei dir auf Granit beiße. Ich habe im Augenblick keine Lust sinnlos Energien zu verschwenden, gebe es jetzt auf und werde hier nicht mehr lesen. Das regt mich nur auf.
Gute Nacht.
27.07.2015 02:07
Zitat von wolkenschaf:
Zitat von taniasam:
Bin gegen Asylbewerber.wir können nicht alle aufnehmen, sind zu viele. Ich sehe Deutschland in 20 Jahren als muslimische Stadt.
. Klar, weil Deutschland ja auch eine Stadt ist und alle Asylbewerber Muslime sind...
Das habe ich mir auch gedacht.
27.07.2015 06:50
Zitat von Schildkröte12:
Sarkasmus in allen Ehren.
Man gibt viel Geld aus damit die Kinder in einer schönen und positiven Gegend aufwachsen.
Weil man sie vor Menschen die andere Kulturen kennen,und andere Weltbilder haben schützen möchte, und dann wird hier ein Heim gebaut für genau die Menschen die hier nicht hinpassen.
Aber vielleicht gibst du mir mal deine Adresse und wir bauen das Heim in euren Garten?
Da du ja offensichtlich keine Probleme damit hättest![]()
Kindern vor anderen Kulturen und Weltbildern schützen?
Oh wei ... Da bleibt mir die Spucke weg. Sind andere Kulturen und Weltbilder per se schon gefährlich ...
27.07.2015 06:53
Zitat von Schildkröte12:
NICHT ALLE MENSCHEN SIND GLEICH...
NICHT ALLE KANN MAN ÜBER EINEN KAMM SCHEREN....
Aber sind es nicht Immer die Gleichen die negativ auffallen?
Das ist immer das, was man sehen will.gibt auch deutsche,die klauen undgewalttätig sind und die selbstjustiz in Ordnung finden
27.07.2015 06:57
Zitat von Schildkröte12:
Das Thema spaltet halt die Meinungen.
Schön dass da jeder seine Eigene hat.
Schön wäre nur wenn eine Mehrheit auch Entscheidungsgewalt hätte...
Wenn deine Meinung die Mehrheit ist, bekommt man direkt angst, wie sich dieSituation weiterentwickelt. Regiert dann wieder die Angst und muss alles andersartige ausradieren?
27.07.2015 07:29
Ich frage mich auch immer wieder, wie die Welt in ein paar Jahren aussehen wird. Aber nicht wegen "Überfremdung" oder sonst so nem Käse, sondern weil der IS mir wirklich eine mords Angst einjagt. Ich kann die Leute sowas von verstehen, die einfach nur abhauen wollen. Und mit der Türkei sind die jetzt schon verdammt nah.
V.a. muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, WER da flieht: Gehobener Mittelstand, Bildungsbürger, freiheitlich(er) Denkende. Die Leute, die eigentlich für ihr Land die Zukunft bedeutet hätten, schippern auf einem überfüllten, rostigen Kahn übers Mittelmeer, dabei nur einen Rucksack, um dann bei uns in Zelten unter Brücken zu hausen und sich von idiotischen Jugendlichen und Überzeugungstätern anpöbeln zu lassen. Was ne Entwicklung.
(Sorry, Schatz hatte neulich ein Erlebnis in Hannover an der Leine. Das stimmt mich noch etwas emotional.)
Übrigens kommen nur deshalb hauptsächlich Männer, weil man den Frauen und Kindern die gefährliche Überfahrt nicht zumuten möchte. Die versucht man später "legal" rüberzuholen und hofft, sie bis dato halbwegs gefahrlos im Libanon o.ä. zu wissen.
Die armen Leute kommen bei uns übrigens nur ganz selten an. Die nehmen meist den Landweg, um zu Tausenden gegen einen tödlichen Stacheldrahtzaun an der EU-Außengrenze anzurennen wie in einem Zombiefilm. Noch so ein Bild, das sich mir fest vor die Linse gebrannt hat.
Vielleicht sollte man sich diese Bilder mal vor Augen führen, wenn man wieder von "ein gemütliches Leben machen" spricht.
Bevor jetzt wieder das Thema auf die Balkanflüchtlinge kommt: Hat schon mal jemand erlebt, wie die Roma, die hauptsächlich kommen, dort behandelt werden? Ich hatte Schüler, die berichtet haben, wie sie täglich bespuckt wurden, ihnen der Zutritt in die Schule verweigert wurde, sie in Läden nicht einkaufen durften. Kein Grund zur Flucht? Für mich schon. Würde mich übrigens nicht wundern, wenn wir bald einen neuen Strom aus Ungarn bekommen, wenn die Entwicklung dort so weiter geht.
V.a. muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, WER da flieht: Gehobener Mittelstand, Bildungsbürger, freiheitlich(er) Denkende. Die Leute, die eigentlich für ihr Land die Zukunft bedeutet hätten, schippern auf einem überfüllten, rostigen Kahn übers Mittelmeer, dabei nur einen Rucksack, um dann bei uns in Zelten unter Brücken zu hausen und sich von idiotischen Jugendlichen und Überzeugungstätern anpöbeln zu lassen. Was ne Entwicklung.
(Sorry, Schatz hatte neulich ein Erlebnis in Hannover an der Leine. Das stimmt mich noch etwas emotional.) Übrigens kommen nur deshalb hauptsächlich Männer, weil man den Frauen und Kindern die gefährliche Überfahrt nicht zumuten möchte. Die versucht man später "legal" rüberzuholen und hofft, sie bis dato halbwegs gefahrlos im Libanon o.ä. zu wissen.
Die armen Leute kommen bei uns übrigens nur ganz selten an. Die nehmen meist den Landweg, um zu Tausenden gegen einen tödlichen Stacheldrahtzaun an der EU-Außengrenze anzurennen wie in einem Zombiefilm. Noch so ein Bild, das sich mir fest vor die Linse gebrannt hat.
Vielleicht sollte man sich diese Bilder mal vor Augen führen, wenn man wieder von "ein gemütliches Leben machen" spricht.
Bevor jetzt wieder das Thema auf die Balkanflüchtlinge kommt: Hat schon mal jemand erlebt, wie die Roma, die hauptsächlich kommen, dort behandelt werden? Ich hatte Schüler, die berichtet haben, wie sie täglich bespuckt wurden, ihnen der Zutritt in die Schule verweigert wurde, sie in Läden nicht einkaufen durften. Kein Grund zur Flucht? Für mich schon. Würde mich übrigens nicht wundern, wenn wir bald einen neuen Strom aus Ungarn bekommen, wenn die Entwicklung dort so weiter geht.
27.07.2015 08:01
Zitat von Elli73:
Zitat von Marja:
Zitat von Elli73:
Zitat von KleineErdbeere:
Ich habe gerade gegooglet wo wir hier in unserer Stadt ein Asylheim haben. Letztens habe ich erst wieder meinen Kleiderschrank ausgemistet, ebenso die zu klein gewordenen Klamotten vom Zwerg & wollte diese entweder zum Secondhand-Shop bringen oder in einen von diesen "DRK-Container" werfen, aber ich werde sie nun dorthin bringen.
Ich werde mir dann ein Bild darüber machen können. Armut & ähnliches kenne ich (wie die meisten Europäer) nur aus dem Fernsehen. Vielleicht kann ich dort sogar noch mitanpacken, Essen verteilen oder sonstiges.
Wir Europäer haben so viel, wir können es uns erlauben zu teilen & das sollten wir dann auch tun.
Will nicht jeder eine bessere Welt? Ohne Hunger, Armut, Krieg & Verfolgung?
Für die Menschen im Asylheim muss Deutschland das Paradies sein, wir haben an jeder Ecke Supermärkte, Ärzte, Apotheken ect. pp - natürlich wollen sie dann hierher kommen. Würdet ihr nicht auch ins "Paradies" wollen wenn ihr auf der Flucht wärt, hungrig, durstig, mit kleinen Kindern, die die Flucht vermutlich nicht alle überlebt haben?
Ich bin sprachlos was ich hier zum teil lesen muss.
Ich arbeite seit jetzt 4 Jahren ehrenamtlich 3x die Woche in einer Flüchtlingsunterbringung. Ich bin durch meinen Job echt verdammt abgebrüht und trotzdem rühren mich die Geschichten einfach zu Tränen.
Vielen ist auch schon geholfen, wenn sie einfach ihre Geschichte erzählen können. Trotz Sprachbarriere, kommen die Emotionen und die Todesängste ungebrochen bei mir an. Und ja: Deutschland ist für sie der Himmel auf Erden. Völlig verständlich.
Wie fängt man denn das an? Also in so einem Flüchtlingsheim zu helfen? Ich kann mir irgendwie gar nicht so richtig vorstellen, wie man es dort anfängt? Hingehen mit ein paar Decken und Kinder-Klamotten ... und dann? Sich irgenjemandem "greifen", freundlich lächeln, ihm die Sachen in die Hand drücken.. und dann?
Bin irgendwie hoffnungslos überfordert, weil ich nicht weiß, was mich dort erwartet?! Magst Du vielleicht erzählen, wie man es am besten anstellt, den "ersten Schritt" zu gehen?
Ich schreib dir morgen im Laufe des Tages mal eine PN.![]()
Mich regt das Thema hier im Moment zu sehr auf, da kann ich keinen klaren Gedanken mehr fassen.
Ich les hier besser auch nicht mehr rein.
Mein Frauenarzt hat beim letzten Termin schon über den hohen Blutdruck gemeckert *hust*
Aber eine Nachricht kommt, versprochen![]()
Ich hätte gern auch eine PN zu der gleichen Frage!
27.07.2015 08:05
Zitat von silbermarie:
Zitat von Elli73:
Zitat von Marja:
Zitat von Elli73:
...
Wie fängt man denn das an? Also in so einem Flüchtlingsheim zu helfen? Ich kann mir irgendwie gar nicht so richtig vorstellen, wie man es dort anfängt? Hingehen mit ein paar Decken und Kinder-Klamotten ... und dann? Sich irgenjemandem "greifen", freundlich lächeln, ihm die Sachen in die Hand drücken.. und dann?
Bin irgendwie hoffnungslos überfordert, weil ich nicht weiß, was mich dort erwartet?! Magst Du vielleicht erzählen, wie man es am besten anstellt, den "ersten Schritt" zu gehen?
Ich schreib dir morgen im Laufe des Tages mal eine PN.![]()
Mich regt das Thema hier im Moment zu sehr auf, da kann ich keinen klaren Gedanken mehr fassen.
Ich les hier besser auch nicht mehr rein.
Mein Frauenarzt hat beim letzten Termin schon über den hohen Blutdruck gemeckert *hust*
Aber eine Nachricht kommt, versprochen![]()
Ich hätte gern auch eine PN zu der gleichen Frage!![]()
Ich auch
27.07.2015 08:06
Zur Eingangsfrage:
Asyl? Ja. So unreflektiert und unorganisiert wie es momentan läuft? Nein!
Natürlich bin ich dafür, dass wir Menschen, deren Leben bedroht ist, helfen.
Natürlich leide ich mit den ganzen Flüchtlingsfamilien mit.
Natürlich könnte ich heulen, wenn ich an die Frauen und Kinder in Krisengebieten denke.
Ich bin auch dafür, dass wir Flüchtlinge nicht zusammenpferchen, sondern verteilt für Kommunen und Städte verteilen. Eingeteilte Helfer wären natürlich auch hervorragend.
Aber: Mir scheint es so, als wären die meisten hier auf einem Auge blind, nämlich auf dem analytischen. Klar, rein emotional würde ich alle Flüchtlinge herholen, ihnen essen geben, ein Dach über dem Kopf und nach einem Jahr mit ihnen lustig im Kreis sitzend Karten spielen und Kinder hüten.
Aber das funktioniert so nicht.
Genauso, wie der Kommunismus nicht funktionier!
Und der wäre, in Gedanken mal durchgespielt, eigentlich ja ganz toll. Aber so ticken die Menschen nicht! Menschen leben nach Leistungsprinzip, streben nach Annerkennung und Statuts. Ich kenne persönlich niemanden, der sein Gehalt komplett mit jemandem teilen würde, der im Niedriglohnsektor arbeitet. Und da hatte ich wirklich schon richtig abgefahrener Diskussionen mit eigentlich links eingestellten Freunden.
Selbst mein Partner, auch so ne linke Socke vorm Herrn, spendet nichtmal was (!) , obwohl im ja alle so leid tun
Das ist doch heuchlerisch !
Wer von euch würde denn wirklich sein Geld den Flüchtlingen geben? Im Grunde tun wir das ja durch Steuergelder gerade. Wer würde ehrenamtlich helfen? Wer würde mit den Leuten einkaufen gehen, ihnen unsere Kultur nahe bringen, ihnen generell helfen?
Ich kenne persönlich auch wieder niemanden, und das, obwohl ich aus dem vermeintlichen Bildungsbürgertum stamme. Ca 70. % meines Freundeskreise sind Akademiker. Trotzdem kümmert sich hier niemand!
Aber nach Gerechtigkeit schreien tun sie alle.
Gut, ein paar Sachen spenden, aber das ist ja auch mit wenig Aufwand verbunden. Direkt vor Ort helfen, das wäre angebracht. Da hat aber keiner bock drauf.
Aber immer schön schreiben oder erzählen: Ich bin natürlich für unbegrenztes Asyl!
So, muss mich kurz abregen.
Über die Anzahl an aufnehmbaren Flüchtlingen schreibe ich nachher, jetzt ist erstmal Kinderzeit
Asyl? Ja. So unreflektiert und unorganisiert wie es momentan läuft? Nein!
Natürlich bin ich dafür, dass wir Menschen, deren Leben bedroht ist, helfen.
Natürlich leide ich mit den ganzen Flüchtlingsfamilien mit.
Natürlich könnte ich heulen, wenn ich an die Frauen und Kinder in Krisengebieten denke.
Ich bin auch dafür, dass wir Flüchtlinge nicht zusammenpferchen, sondern verteilt für Kommunen und Städte verteilen. Eingeteilte Helfer wären natürlich auch hervorragend.
Aber: Mir scheint es so, als wären die meisten hier auf einem Auge blind, nämlich auf dem analytischen. Klar, rein emotional würde ich alle Flüchtlinge herholen, ihnen essen geben, ein Dach über dem Kopf und nach einem Jahr mit ihnen lustig im Kreis sitzend Karten spielen und Kinder hüten.
Aber das funktioniert so nicht.
Genauso, wie der Kommunismus nicht funktionier!
Und der wäre, in Gedanken mal durchgespielt, eigentlich ja ganz toll. Aber so ticken die Menschen nicht! Menschen leben nach Leistungsprinzip, streben nach Annerkennung und Statuts. Ich kenne persönlich niemanden, der sein Gehalt komplett mit jemandem teilen würde, der im Niedriglohnsektor arbeitet. Und da hatte ich wirklich schon richtig abgefahrener Diskussionen mit eigentlich links eingestellten Freunden.
Selbst mein Partner, auch so ne linke Socke vorm Herrn, spendet nichtmal was (!) , obwohl im ja alle so leid tun
Das ist doch heuchlerisch !
Wer von euch würde denn wirklich sein Geld den Flüchtlingen geben? Im Grunde tun wir das ja durch Steuergelder gerade. Wer würde ehrenamtlich helfen? Wer würde mit den Leuten einkaufen gehen, ihnen unsere Kultur nahe bringen, ihnen generell helfen?
Ich kenne persönlich auch wieder niemanden, und das, obwohl ich aus dem vermeintlichen Bildungsbürgertum stamme. Ca 70. % meines Freundeskreise sind Akademiker. Trotzdem kümmert sich hier niemand!
Aber nach Gerechtigkeit schreien tun sie alle.
Gut, ein paar Sachen spenden, aber das ist ja auch mit wenig Aufwand verbunden. Direkt vor Ort helfen, das wäre angebracht. Da hat aber keiner bock drauf.
Aber immer schön schreiben oder erzählen: Ich bin natürlich für unbegrenztes Asyl!
So, muss mich kurz abregen.
Über die Anzahl an aufnehmbaren Flüchtlingen schreibe ich nachher, jetzt ist erstmal Kinderzeit
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wir können nicht alle aufnehmen, sind zu viele. Ich sehe Deutschland in 20 Jahren als muslimische Stadt.
. Klar, weil Deutschland ja auch eine Stadt ist und alle Asylbewerber Muslime sind... 
