Mütter- und Schwangerenforum

Ist das deren Ernst? Grenzen der Bedürfnissorientierung

Gehe zu Seite:
Aduja
28754 Beiträge
19.11.2016 17:55
Zitat von sabrinas_baby:

Zitat von Aduja:

Zitat von sabrinas_baby:

Zitat von Aduja:

...


Ja. Für mich grenzt das schon an Selbstaufgabe, was die Bloggerin von sich fordert
Wobei ich auch ein kleines bisschen neidisch bin, wenn sie diesem Anspruch gerecht wird...

Was denn genau? Sie sagt ja, sie zieht sich zurück, weil sie ihre Ruhe braucht. Das ist doch keine Selbstaufgabe.


Die Kinder sind aber dabei. Sie ist müde, aber weil sie glaubt kein Recht zu haben die Kinder in ihr Zimmer zu schicken geschweige denn zum Schlafen zu animieren hält sie das aus, weil ihre Kinder sie rund um die Uhr brauchen. Sie versucht sich "abzutrainieren" Stress dabei zu empfinden.
Aber das lese ich daraus. Du wirst es vermutlich anders sehen. Für mich ist das eine Philosophie, die Eltern alles abverlangt, damit sie nicht aus Versehen erziehen und damit Macht ausüben.

Ja, sehe ich anders. Sie macht ihren Kindern klar, dass sie keine langen Gespräche mehr führt abends und auch keine Wünsche mehr erfüllt. Die Grundlage dafür ist aber, dass man sich klarmacht, welches Bedürfnis man selber wirklich hat. Und meiner Erfahrung nach ändert es sich auch mit dem Alter des Kindes, was geht und was nicht. Ich selber habe, als meine Tochter zwischen einem und zwei Jahren alt war, häufig im Bett bei ihr mit einem Laptop und Kopfhörern gesessen und noch einen Film geschaut. Inzwischen bleibe ich nur beim Einschlafen bei ihr. Meistens lese ich da noch ein Buch. Das passt für mich ganz gut. Zaubi schrieb ja auch schon ähnliches.

Für mich funktioniert das gut, weil ich auch gerne mit meiner Tochter kuschel. Das wird sicher nicht allen so gehen und andere müssen da eben andere Lösungen finden.

Und so wie ich das herausgelesen habe, machen auch viele, die die Kinderzu bestimmten Zeiten ins Bett bringen nichts anderes.
Viele schrieben, dass die Kinder dann im Bett noch lesen oder mit den Geschwistern quatschen, oder, oder. Das ist im Grunde doch nichts anderes.
cooky
12596 Beiträge
19.11.2016 17:57
Ich teile jetzt auch nicht zu 100% die Meinung der Autorin, aber dieser Absatz

4. Grenz dich ab
Warte nicht, bis du zu müde wirst, deinen Kleiderschrank von Chewbakka zu unterscheiden. Oder bis du losbrüllst und fies wirst.
Achte auf dich.
Meine Kinder zum Beispiel wissen, dass ich abends ab einer gewissen Zeit in meinem Zimmer verschwinde. Da besuchen sie mich ab und an. Und wenn sie schlafen wollen, kommen sie schlafen.
Aber Brote schmieren, Streit schlichten, Wettrennen veranstalten oder diskutieren, ob Zauberstäbe ihre Magie erst durch eine Fee bekommen müssen oder magisch geboren werden – mach ich nicht mehr. Auch wenn die Frage spannend ist!
Schlaf ist der ureigenste Bereich eines Menschen. Wenn wir nicht erziehen, ist es kaum zu rechtfertigen, einen Menschen zum Schlaf (oder, korrekt: in sein Bett) zu zwingen.
Der Schaden, der an der Beziehung und in der Selbstbeziehung des Kindes entsteht, ist nicht zu rechtfertigen. Finde ich.

Relativiert diesen Selbstaufgabeaspekt doch sehr.
19.11.2016 18:03
Zitat von rommy-34:

Zitat von Stefanka93:

Zitat von rommy-34:

Medienkonsum,süßigkeiten usw sind für mich keine Dinge die zum selbtbestimmten gehören,da den Kindern den richtigen Umgang beizubringen,ist Sache der Eltern,und für mich (und das ist nur MEINR MEINUNG,ich akzeptiere und respektiere andere) wählen die Eltern da einfach den Weg ohne Widerstand. Sachen die eigene Bedürfnisse betreffen (schlafen,essen,Toillette usw) lasse ich meine Kinder selbst entscheiden- aber auch nicht so,dass sie einfach machen dürfen.Wenn es essen gibt essen sie oder eben nicht,ab 20 Uhr sind alle in Ihren Zimmern,wer noch nicht schlafen kann,beschäftigt sich leise usw.Bei sowas gab es bei uns auch noch nie Probleme.Ich respektiere die Bedürfnisse meiner Kinder und sie respektieren meine.


Das mag sein. Aber wenn diese Eltern sehen, dass dieser Weg funktioniert, ist es dann verwerflich den für sie einfachsten zu nehmen? Machen das nicht alle so? Wenn Eltern merken, dass das Kind 24/7 vor dem Fernseher sitzt und nur noch Süßigkeiten isst und aufgeht wie ein Hefeteig, wird sicher keiner daher kommen und sagen: "Es darf alleine entscheiden, wie viel Süßes es essen will". Wenn es mal soweit gekommen ist, greift ganz klar die Verantwortung der Eltern und diese werden ihr auch nachkommen. Wenn es aber selbstbestimmt gut läuft, d.h. das Kind vielleicht alle 2 Tage mal Fernsehen will und einmal am Tag was Süßes isst, ist das doch für alle die perfekte Alternative zur Fremdbestimmung, oder?
Zitat:


Also ich habe 4 Kinder und bei 1 wuerde das so funktionieren es ist eben nicht sodass alle Eltern dann durchgreifen wenns eng wird,wenn man einem Kind nicht von anfang gewisse sachen beibringt,wird es auch mit 6 oder 7 sowas nicht mehr akzeptieren.Meine grosse ist 14 und ich sehe jetzt,wie wichtig die Grundbausteine sind,die ich gelegt habe,sie wird immer selbstständiger und doch orientiert sie sich daran.Aber das ist janur meine erfahrung Auch bin schon viel zu vielen Kindern begenet,die keine Grenzen ennen,die alle Regeln selbst machen,nun auch als Erwachsener muss man sich an Regeln halten,wir sind zwar Selbstbestimmt,aber trotzdem halten wir uns an Gesetze und soziale Regeln,und wer dass nicht lernt -> RTL .
Ihr müsst euch hier echt nicht immer so angehen,steht auch in den Forumsregeln




Wer redet denn von keine sozialen Regeln, keine Grenzen und alle regeln selbst machen? Kein Mensch hier. Keiner in diesem Thread erzieht sein Kind ohne soziale Regeln. Keiner! (wie schon bestimmt 500 mal erwähnt!)Nur weil du solche Leute zu deinem Bekanntenkreis zählst, bedeutet das nicht, dass man das einfach auf dem Thread hier übertragen kann. Richtig lesen, bitte!

Und was hat RTL jetzt damit zu tun?
19.11.2016 18:05
Zitat von cooky:

Ich teile jetzt auch nicht zu 100% die Meinung der Autorin, aber dieser Absatz

4. Grenz dich ab
Warte nicht, bis du zu müde wirst, deinen Kleiderschrank von Chewbakka zu unterscheiden. Oder bis du losbrüllst und fies wirst.
Achte auf dich.
Meine Kinder zum Beispiel wissen, dass ich abends ab einer gewissen Zeit in meinem Zimmer verschwinde. Da besuchen sie mich ab und an. Und wenn sie schlafen wollen, kommen sie schlafen.
Aber Brote schmieren, Streit schlichten, Wettrennen veranstalten oder diskutieren, ob Zauberstäbe ihre Magie erst durch eine Fee bekommen müssen oder magisch geboren werden – mach ich nicht mehr. Auch wenn die Frage spannend ist!
Schlaf ist der ureigenste Bereich eines Menschen. Wenn wir nicht erziehen, ist es kaum zu rechtfertigen, einen Menschen zum Schlaf (oder, korrekt: in sein Bett) zu zwingen.
Der Schaden, der an der Beziehung und in der Selbstbeziehung des Kindes entsteht, ist nicht zu rechtfertigen. Finde ich.

Relativiert diesen Selbstaufgabeaspekt doch sehr.


Das wollte ich gerade auch rauskopieren.. spar ich mir dann jetzt. Sehe es auch so. Von Selbstaufgabe ist die Bloggerin doch lange weg. Das hatte sie wohl beim ersten Kind.

Übrigens, was sie da schreibt.. nimm dein Kind doch mit, auch in das verdammte Theater. Wir haben das gemacht, sind mit unserem Kind auch abends ins Theater. Seit er 3 Jahre alt war. Theater, Partys, Volksfeste etc... und wenn er müde wurde, sind wir entweder gefahren oder (im Theater), er hat sich angekuschelt und ist auf meinem Schoss eingeschlafen und auch nicht aufgewacht, wir trugen ihn ins Auto und von dort ins Bett. Selbst umziehen konnten wir ihn, ohne wach werden.
19.11.2016 18:06
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von Skorpi:

Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von Norimena:

Ja und da frage ich mich wirklich manchmal:
Warum muss man denn die andere Partei immer unbedingt von seinem Standpunkt überzeugen?
Warum kann man sich nicht einfach mal darin einig sein, dass man sich eben nicht einig wird


Weil der Thread selbst als solches nicht angelegt ist.

Zitat von sabrinas_baby:

Hallo ihr Lieben

Folgendes: Durch Zufall bin ich auf einen Blogartikel gestoßen, in dem es darum ging, das Kinder selbstbestimmt schlafen sollen, also wann und wo sie wollen und nicht dann, wenn die Eltern es wollen .

Hier ist schon Punkt 1, an dem die TS ihre eigene Meinung einbringt. Wer sagt denn, wann die Eltern es wollen? Wenn ich es im weiteren Verlauf richtig verstehe, ist das gar nicht der Ansatz der Eltern in dem Blog. Die TS hängt das also an, weil sie es so für richtig hält (was in Ordnung ist), aber es ist nicht Inhalt des Blogs und es ist negativ besetzt. Denn wäre es wirklich so, und die Eltern würde ansich darauf bestehen, dass die Kids 20.00 im Bett liegen, und schaffen es schlicht nicht, sich durchzusetzen, macht das ein völliges anderes (negatives) Bild der Blogbetreiberin, als es eigentlich ist (es scheint nämlich ansich genauso gewollt und in Ordnung zu sein, dass die Kinder noch wach bleiben und um sie herumwuseln, wenn sie sich hinlegt.


Ich sehe diesen Trend zum bewussten "Nicht Erziehen" und allem,was damit zusammenhängt, recht kritisch - besonders, weil ich mir einfach nicht vorstellen kann wie ich mich fühlen würde, wenn ich nichts anderes täte als die Befürfnisse meines Kindes zu erkennen und zu stillen. Ich brauche meinen Freiraum - auch mit Kind.
"NIcht erziehen" und "Bedürfnisse zu beachten" sind 2 verschiedene Schuhe. Wenn ich nicht erziehe, dann ist mir alles schlicht egal, was mein Kind tut und was aus ihm wird. Genau das ist bei bedürfnisorientierter Erziehung aber nicht der Fall. Da wird eben geschaut, was ist Kindbedürfnis, was mein eigenes und allen anderen Beteiligten. Also auch hier, werden 2 vollkommen verschiedene Dinge mit Negativem belegt, obwohl zumindestens bei bedürfnisorientiert das nicht der Fall ist. Denn es keinem Elternteil egal, was aus ihrem Kind wird, sie wollen es nur nicht in einen vorgegebene Rahmen pressen, sondern wollen, dass das Kind dieses Rahmen miterarbeitet und dass er nicht starr ist. Der ist veränderbar. Je nach Bedürfnis eben. und zum letzten Markierten: Die TS benötigt ihren Freiraum, das ist ihr Bedürfnis und ihr Kind scheint das auch mitzumachen. Tut es das ohne Theater, dann ist ja alles okay, wenn es aber jeden Abend weinen würde (weiß ich ja nun nicht, wie es läuft oder wie es mal war und das Kind inzwischen vielleicht einfach aufgegeben hat, keine Ahnung) Die MUtter im Blog hat dieses Bedürfnis offensichtlich nicht und das ist in Ordnung. Ich frage mich also, wo im folgenden die Empörung der TS ihren Ursprung hat?

So, zurück zum Artikel. Die Autorin gab Tipps, wie Familien es schaffen ihre Kinder selbstbestimmt schlafen zu lassen und erläuterte, dass sie sich abends zwar zurückziehen würde, wenn sie selbst müde sei, aber die Kinder (ich glaube, sie hat vier), dann eben um sie herumwuseln so lange sie möchten.
Ich konnte es nicht fassen, muss ich sagen. Hat diese Frau denn nicht das Bedürfniss Zeit für sich zu haben? Einen Film anzusehen, der vielleicht nicht für Kinder geeignet ist?

Hier sind wir nun bei der Empörung/ Fassungslosigkeit der TS. Warum? Sie selbst handhabt es anders. Sie mag es so, sie kommen offenbar alle damit zurecht. Das ist doch gut. Aber warum muss sie sich dann über eine andere Mutter so empöen, die es eben anders handhabt, die eben andere Bedürfnisse hat, die vielleicht kein TV schaut (mache ich auch nicht, lesen geht selbst der Horrorroman mit Kindern dabei). Die Mutter scheint es ja zu schreiben, dass es für sie so richtig ist, wie sie es macht und gibt ihre Tipps für diejenigen, die es ebenso handhaben wollen, weiter. WAS ist daran verkehrt oder ruft zur Empörung auf?

Unter dem Blogeintrag waren eigentlich nur positive Kommentare zu finden.

Weil sie sicher ihre Follower hat, die ebenso handeln und für die es so richtig ist. Wo ist die Stelle, die diese Verwunderung auslöst? Niemand hat die TS gezwungen diesen Blog zu lesen....

Was sagt ihr dazu? Bin ich irgendwie nicht normal?
Ich liebe mein Kind, aber es gibt Phasen, da brauche ich auch Distanz.

Naja, kommt eben auf die Sichtweise an. Was ist normal? Das was die Gesellschaft vorgibt? Ist das normal und heißt das dann, dass die Blogbetreiberin und deren Follower unnormal sind, wenn die TS doch normal ist, was sie sich ja von unseren Antworten erhofft? Auch hier wieder... allein diese Frage ist negativ besetzt und provoziert. Und abschließend erkennt die TS ja, dass SIE eben Distanz benötigt. Das ist schön für sie, aber müssen es deshalb alle tun? Ist man nicht normal, wenn diese Distanz eben nicht braucht, nicht will?


Es will also niemand überzeugen, sondern es wurde dazu aufgerufen, sein Statement dazu abzugeben, das Ganze auch noch negativbehaftet von vornherein provozierend, auch wenn ich sicher bin, dass Sabrina das gar nicht absichtlich getan hat, aber das ist es, was letztlich ankam.

Und dann kommen sie... aus allen FRaktionen.. mich eingeschlossen. Habe mir ja extra ein paar Tage eher, als geplant, mein Passwort geben lassen von meinem Sohn. Es KONNTE also gar nicht anders kommen, als es eben kam, weil der Thread schon so eröffnet wurde. Und klar steht man zu meinem Standpunkt, besonders dann, wenn man, wie in meinem Fall, das Ergebnis auch schon sieht und bestätigt wurde. Ich sehe mein Kind und denke: Ja, alles richtig gemacht, würde ich wieder so machen, allen Unkenrufen zum Trotz und dazu stehe ich. Es wurde gefragt, also gebe ich es wieder.

Ich habe nun nicht alles gelesen, aber ein bisschen überflogen und ich muss dann schon grinsen, wenn ich sehe, wie Mausi bspw. bestätigt, dass, sie es auch nicht verstehen kann und eben auch die Zeit am Abend mit ihrem Partner braucht.... da muss ich grinsen und denke mir: Wozu? Damit er sich in Ruhe im Schlafzimmer einschließen kann (was ich ganz unmöglich finde, das ist keine Frage) und sie schmollend an ihre Nähmaschine geht? Da gehen eben ins Bett, weil das so sein muss. Fertig. Sie machen es ja auch mit, von daher ok. Aber was wäre, wenn nicht? Wenn es einfach nicht ihr Bedürfnis ist?
Kinder, die es nicht anders kennen und von Anfang so groß werden, dass sie eben entscheiden, wann sie schlafen und wann nicht, werden schlafen, wenn sie müde sind und sie merken es auch, wenn sie müde sind.


Und warum ist die eine Userin, die eben auch als Kind von Anfang an selbst entscheiden durfte, wann sie ins Bett geht, nicht ins Bett gegangen, als sie eben müde wurde?

Hier pauschalisierst du gerade sehr. Das stimmt so eben nicht. Es mag auf einige Kinder zutreffen, auf genauso viele aber eben auch nicht. Es gibt einfach Kinder, die diese Routine brauchen, weil es ihnen Halt und Sicherheit gibt. Ich kann ja genauso gut von meiner Kindheit sprechen, ich bin mit Regeln, Grenzen und Routinen aufgewachsen, glücklich. Du hast eine komplett andere Kindheit genossen, aber genauso glücklich. Allein das zeigt doch, dass es gar nicht DIE Erziehung überhaupt gibt und ja, der Meinung bist du sicherlich auch, aber das bringst du mit diesem Satz eben nicht rüber. Du bringst rüber, dass jedes Kind für das selbstbestimmte schlafen gehen gemacht ist, wenn es denn nur von Anfang an so gehandhabt worden wäre.


Behaupte ich auch nicht allgemein. Ich schreibe ja mehr als einmal im Text oben, dass es in Ordnung ist, ich nur die Entrüstung nicht verstehe.


Bringst du mit dem Satz aber so rüber, auch wenn du es nicht so meinst. Du behauptest, dass jedes Kind ins Bett gehen würde, sobald das Kind eben müde wird, wenn es das so nur von Anfang an selbst bestimmt hätte. Das trifft aber eben nicht auf jedes Kind zu. Man kann es nicht für jedes Kind anwenden und so handhaben. Es ist nicht die Lösung für alle. Aber genau das sagst du.

Zitat:
Kinder, die es nicht anders kennen und von Anfang so groß werden, dass sie eben entscheiden, wann sie schlafen und wann nicht, werden schlafen, wenn sie müde sind


19.11.2016 18:08
Zitat von cooky:

Ich teile jetzt auch nicht zu 100% die Meinung der Autorin, aber dieser Absatz

4. Grenz dich ab
Warte nicht, bis du zu müde wirst, deinen Kleiderschrank von Chewbakka zu unterscheiden. Oder bis du losbrüllst und fies wirst.
Achte auf dich.
Meine Kinder zum Beispiel wissen, dass ich abends ab einer gewissen Zeit in meinem Zimmer verschwinde. Da besuchen sie mich ab und an. Und wenn sie schlafen wollen, kommen sie schlafen.
Aber Brote schmieren, Streit schlichten, Wettrennen veranstalten oder diskutieren, ob Zauberstäbe ihre Magie erst durch eine Fee bekommen müssen oder magisch geboren werden – mach ich nicht mehr. Auch wenn die Frage spannend ist!
Schlaf ist der ureigenste Bereich eines Menschen. Wenn wir nicht erziehen, ist es kaum zu rechtfertigen, einen Menschen zum Schlaf (oder, korrekt: in sein Bett) zu zwingen.
Der Schaden, der an der Beziehung und in der Selbstbeziehung des Kindes entsteht, ist nicht zu rechtfertigen. Finde ich.

Relativiert diesen Selbstaufgabeaspekt doch sehr.


Wenn ich schon les, "der nicht zu rechtfertigende Schaden weil das Kind zu ner bestimmten Zeit im Bett zu sein hat" - da kommt mir echt alles hoch. Ich hoffe die bekommt nie wirkliche Probleme mit ihren Kindern.
19.11.2016 18:08
Zitat von Skorpi:

Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von Skorpi:

Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

...


Und warum ist die eine Userin, die eben auch als Kind von Anfang an selbst entscheiden durfte, wann sie ins Bett geht, nicht ins Bett gegangen, als sie eben müde wurde?

Hier pauschalisierst du gerade sehr. Das stimmt so eben nicht. Es mag auf einige Kinder zutreffen, auf genauso viele aber eben auch nicht. Es gibt einfach Kinder, die diese Routine brauchen, weil es ihnen Halt und Sicherheit gibt. Ich kann ja genauso gut von meiner Kindheit sprechen, ich bin mit Regeln, Grenzen und Routinen aufgewachsen, glücklich. Du hast eine komplett andere Kindheit genossen, aber genauso glücklich. Allein das zeigt doch, dass es gar nicht DIE Erziehung überhaupt gibt und ja, der Meinung bist du sicherlich auch, aber das bringst du mit diesem Satz eben nicht rüber. Du bringst rüber, dass jedes Kind für das selbstbestimmte schlafen gehen gemacht ist, wenn es denn nur von Anfang an so gehandhabt worden wäre.


Behaupte ich auch nicht allgemein. Ich schreibe ja mehr als einmal im Text oben, dass es in Ordnung ist, ich nur die Entrüstung nicht verstehe.


Bringst du mit dem Satz aber so rüber, auch wenn du es nicht so meinst. Du behauptest, dass jedes Kind ins Bett gehen würde, sobald das Kind eben müde wird, wenn es das so nur von Anfang an selbst bestimmt hätte. Das trifft aber eben nicht auf jedes Kind zu. Man kann es nicht für jedes Kind anwenden und so handhaben. Es ist nicht die Lösung für alle. Aber genau das sagst du.

Zitat:
Kinder, die es nicht anders kennen und von Anfang so groß werden, dass sie eben entscheiden, wann sie schlafen und wann nicht, werden schlafen, wenn sie müde sind



Ja, weil ich genau das glaube. Und dasselbe glaube ich beim Gebrauch von Süßigkeiten etc. Wer es nicht anders kennt, nimmt instinktiv das, was er will und nicht mehr. Und Kinder gehen schlafen, wenn sie müde sind. Sicher geht das ein paar Mal schief und sie sind dann müde am nächsten Tag, aber das ist ja der Lerneffekt.. passiert ihnen nicht so oft.
Möhre
1145 Beiträge
19.11.2016 18:13
Zitat von cooky:

Ich teile jetzt auch nicht zu 100% die Meinung der Autorin, aber dieser Absatz

4. Grenz dich ab
Warte nicht, bis du zu müde wirst, deinen Kleiderschrank von Chewbakka zu unterscheiden. Oder bis du losbrüllst und fies wirst.
Achte auf dich.
Meine Kinder zum Beispiel wissen, dass ich abends ab einer gewissen Zeit in meinem Zimmer verschwinde. Da besuchen sie mich ab und an. Und wenn sie schlafen wollen, kommen sie schlafen.
Aber Brote schmieren, Streit schlichten, Wettrennen veranstalten oder diskutieren, ob Zauberstäbe ihre Magie erst durch eine Fee bekommen müssen oder magisch geboren werden – mach ich nicht mehr. Auch wenn die Frage spannend ist!
Schlaf ist der ureigenste Bereich eines Menschen. Wenn wir nicht erziehen, ist es kaum zu rechtfertigen, einen Menschen zum Schlaf (oder, korrekt: in sein Bett) zu zwingen.
Der Schaden, der an der Beziehung und in der Selbstbeziehung des Kindes entsteht, ist nicht zu rechtfertigen. Finde ich.

Relativiert diesen Selbstaufgabeaspekt doch sehr.


Schlaf braucht man aber auch für eine gesunde Entwicklung. Wenn ein Kind z. B. müde ist, aber nicht in den Schlaf findet oder nicht schlafen möchte, was es sicherlich auch geben wird, dann muss ich doch als Elternteil eingreifen.

Bei meiner Tochter im Kiga waren Zwillinge gewesen, die bis in die Puppen wach bleiben durften. Am nächsten Morgen kamen sie nicht aus dem Bett. Auch in den Kiga wurden sie häufig nach der Schließzeit erst gebracht.

Die Mutter hat vor 1,5 Jahren noch einen Sohn und jetzt reguliert sie den Schlaf. Er macht sogar Mittagsschlaf erzählte sie mir freudestrahlend.

Bei ihr war es so gewesen, dass nicht einmal wusste, dass es für Kinder nicht unbedingt schlecht ist, wenn sie sich auch mal hinlegen. Es stand also keine bedürfnisorientierte Erziehung dahinter

Es ist nun einmal so, dass man im Schlaf viel verarbeitet, gerade Kinder ihr erlerntes. Dass der Körper zur Ruhe kommt, Wachstumsprozesse statt finden usw.
Ihr Sohn ist übrigens ganz anders als seine Schwestern. Was ich jetzt nicht nur dem Schlaf zuschreibe. Aber er ist ein ziemlich flottes, ausgeglichenes Kind. Ganz im Gegensatz zu seinen Geschwistern. Da wird es jetzt langsam besser. Seit der Schule mussten sie immer gegen 19.30 Uhr schlafen gehen, weil sie morgens schlichtweg nicht aus dem Bett kamen. Und das ist jetzt keine Horrorstory die ich mir ausgedacht habe. Ich will damit auch nicht sagen, dass es bei keinem Kind klappt. Aber der Schlaf ansich ist ein sehr wichtiger Prozess und ich würde es einem kleinen Kind nicht zutrauen, dass es das immer für sich alleine regeln kann.
19.11.2016 18:15
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von Skorpi:

Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von Skorpi:

...


Behaupte ich auch nicht allgemein. Ich schreibe ja mehr als einmal im Text oben, dass es in Ordnung ist, ich nur die Entrüstung nicht verstehe.


Bringst du mit dem Satz aber so rüber, auch wenn du es nicht so meinst. Du behauptest, dass jedes Kind ins Bett gehen würde, sobald das Kind eben müde wird, wenn es das so nur von Anfang an selbst bestimmt hätte. Das trifft aber eben nicht auf jedes Kind zu. Man kann es nicht für jedes Kind anwenden und so handhaben. Es ist nicht die Lösung für alle. Aber genau das sagst du.

Zitat:
Kinder, die es nicht anders kennen und von Anfang so groß werden, dass sie eben entscheiden, wann sie schlafen und wann nicht, werden schlafen, wenn sie müde sind



Ja, weil ich genau das glaube. Und dasselbe glaube ich beim Gebrauch von Süßigkeiten etc. Wer es nicht anders kennt, nimmt instinktiv das, was er will und nicht mehr. Und Kinder gehen schlafen, wenn sie müde sind. Sicher geht das ein paar Mal schief und sie sind dann müde am nächsten Tag, aber das ist ja der Lerneffekt.. passiert ihnen nicht so oft.


Und wie erklärst du es dir dann bei der einen Userin, die eben nicht schlafen ging, als sie eben müde wurde? Die sich geregelte Zeiten gewünscht hätte? Der Lerneffekt kam bei ihr ja erst Jahre später. Und da wird es meiner Meinung nach dann kritisch. Denn genau das schadet nämlich auch, wenn ein Kind ständig übermüdet ist. Und das scheint die Userin ja über Jahre gewesen zu sein. Als Kind. Findest du das wirklich richtig?

Schnecke510
7213 Beiträge
19.11.2016 18:18
Ich habe nicht alles gelesen, sondern beziehe mich nur auf den Ausgangspost.
Nein, meine Kinder erziehe ich nicht bedürnisorientiert, sondern praxisorientiert. Wir haben 7 Kinder, unser Alltag muss entsprechend organisiert und strukturiert sein. Aufgrund der guten Organisation und der festen Strukturen hat jedes unserer Kinder auch mal Zeit für sich und wir als Eltern haben Zeit für jedes einzelne Kind. Wenn jeder nur das macht, was er will, und wir ständig am Nachrennen und Gucken sind, dann gibt das Chaos und letztlich ist jeder desorientiert und niemand kommt mehr zum Zug, weil die ganze Zeit für die Bewältigung des Chaos draufgeht.
Unsere Kinder müssen gehorchen, ja, wir sind teilweise durchaus autoritär, bei uns bestimmen wir die Regeln, nicht die Kinder. Wir haben ein liebevolles Familienleben, das trotz der 7 Kinder relativ entspannt ist und gut funktioniert.
In einer Großfamilie muss jeder auch mal seine Bedürfnisse zurückstecken. Nicht nur, aber immer mal wieder, damit auch die Bedürfnisse der anderen Familienmitglieder nicht zu kurz kommen. Wenn jeder nur bedürfnisorientiert handelt, dann gibt es kein Wir, sondern nur noch ein Ich - und das ist nicht Sinn und Zweck eines Lebens in einer Großfamilie.
19.11.2016 18:20
Zitat von Skorpi:

Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von Skorpi:

Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

...


Bringst du mit dem Satz aber so rüber, auch wenn du es nicht so meinst. Du behauptest, dass jedes Kind ins Bett gehen würde, sobald das Kind eben müde wird, wenn es das so nur von Anfang an selbst bestimmt hätte. Das trifft aber eben nicht auf jedes Kind zu. Man kann es nicht für jedes Kind anwenden und so handhaben. Es ist nicht die Lösung für alle. Aber genau das sagst du.

Zitat:
Kinder, die es nicht anders kennen und von Anfang so groß werden, dass sie eben entscheiden, wann sie schlafen und wann nicht, werden schlafen, wenn sie müde sind



Ja, weil ich genau das glaube. Und dasselbe glaube ich beim Gebrauch von Süßigkeiten etc. Wer es nicht anders kennt, nimmt instinktiv das, was er will und nicht mehr. Und Kinder gehen schlafen, wenn sie müde sind. Sicher geht das ein paar Mal schief und sie sind dann müde am nächsten Tag, aber das ist ja der Lerneffekt.. passiert ihnen nicht so oft.


Und wie erklärst du es dir dann bei der einen Userin, die eben nicht schlafen ging, als sie eben müde wurde? Die sich geregelte Zeiten gewünscht hätte? Der Lerneffekt kam bei ihr ja erst Jahre später. Und da wird es meiner Meinung nach dann kritisch. Denn genau das schadet nämlich auch, wenn ein Kind ständig übermüdet ist. Und das scheint die Userin ja über Jahre gewesen zu sein. Als Kind. Findest du das wirklich richtig?


Ich fahre meinen Rechner für heute runter. Nur noch schnell.
Nur eins noch: Ausnahmen bestätigen die Regeln. Und es kann ja durchaus sein, dass die Userin schlicht nicht erzogen war, statt bedürfnisorientiert, dann ist es wieder anders.
Wenn ich gesehen habe, dass mein Kind extrem müde war, aber nicht ins Bett wollte, dann habe ich ihn gelockt.. mit einem Buch.. ins Bett (Familienbett) und gelesen. Hat keine 2 Minuten gedauert und er schlief dann. Damit habe ich mich aber gekümmert, hab in gewisser Weise erzogen und seine Gesundheit nicht gefährdet. Trotzdem habe ich ihn zu nichts gezwungen. Das Angebot war dann einfach zu verlockend, so dass er eben doch ins Bett kam.
KittyKat
5220 Beiträge
19.11.2016 18:31
Zitat von Lade:

Zitat von KittyKat:

Zitat von Stefanka93:

Edit: In den USA beginnt die Schule auch erst um 9. In meiner ehemaligen Grundschule dort wurden viele Kinder von ihren berufstätigen Eltern morgens in die Schule gefahren und danach sind sie arbeiten gegangen Quasi genau wie hier nur mit einer Stunde Zeitverschiebung. Und die US Arbeitswelt ist jetzt nicht meilenweit von unserer entfernt (zumindest was das Jobangebote angeht).


Kann man auch nicht so pauschal sagen. Sie Schule meiner Tochter beginnt um 8.15 Uhr. Und auch da kann nicht jeder seine Kinder erst zur Schule fahren und dann selbst zur Arbeit. Es gibt auch Kinder, die schon früh zu einer Art Kindergarten und von denen dann zur Schule gefahren werden, weil eben selbst das noch zu spät für manche Eltern ist.

Unterschreibe ich. Die Schule meiner Kinder hat letztes Schuljahr um 8:30 angefangen, dieses Jahr waere es um 8 gewesen. Der Unterschied ist nur: die haben sich mit Fruehbetreuung etc. darauf eingestellt.


Frühbetreuung gibt es hier leider nicht von der Schule aus. Da muss man sein Kind extern irgendwohin bringen, von wo es dann zur entsprechenden Zeit zur Schule gefahren wird. Was sicherlich auch nicht gerade günstig ist. Wobei 8.15 Uhr jetzt auch nicht so früh ist, das müssen sicherlich nur wenige in Anspruch nehmen.
cooky
12596 Beiträge
19.11.2016 18:42
Zitat von Schnecke510:

Ich habe nicht alles gelesen, sondern beziehe mich nur auf den Ausgangspost.
Nein, meine Kinder erziehe ich nicht bedürnisorientiert, sondern praxisorientiert. Wir haben 7 Kinder, unser Alltag muss entsprechend organisiert und strukturiert sein. Aufgrund der guten Organisation und der festen Strukturen hat jedes unserer Kinder auch mal Zeit für sich und wir als Eltern haben Zeit für jedes einzelne Kind. Wenn jeder nur das macht, was er will, und wir ständig am Nachrennen und Gucken sind, dann gibt das Chaos und letztlich ist jeder desorientiert und niemand kommt mehr zum Zug, weil die ganze Zeit für die Bewältigung des Chaos draufgeht.
Unsere Kinder müssen gehorchen, ja, wir sind teilweise durchaus autoritär, bei uns bestimmen wir die Regeln, nicht die Kinder. Wir haben ein liebevolles Familienleben, das trotz der 7 Kinder relativ entspannt ist und gut funktioniert.
In einer Großfamilie muss jeder auch mal seine Bedürfnisse zurückstecken. Nicht nur, aber immer mal wieder, damit auch die Bedürfnisse der anderen Familienmitglieder nicht zu kurz kommen. Wenn jeder nur bedürfnisorientiert handelt, dann gibt es kein Wir, sondern nur noch ein Ich - und das ist nicht Sinn und Zweck eines Lebens in einer Großfamilie.


Und der letzte Absatz zeigt wieder, dass Bedürfnissorientierung wieder mit “Kind macht was es will“ verwechselt wurde. Es geht nämlich genau darum die Bedürfnisse aller zu berücksichtigen und nicht nur von einem einzigen Kind.
Du schreibst ja, dass du nun nicht alles gelesen hast. Ok, weil es wurde halt wirklich wirklich oft nämlich erklärt, wie das mit den Bedürfnissen so gemeint ist
Schnecke510
7213 Beiträge
19.11.2016 18:56
Zitat von cooky:

Zitat von Schnecke510:

Ich habe nicht alles gelesen, sondern beziehe mich nur auf den Ausgangspost.
Nein, meine Kinder erziehe ich nicht bedürnisorientiert, sondern praxisorientiert. Wir haben 7 Kinder, unser Alltag muss entsprechend organisiert und strukturiert sein. Aufgrund der guten Organisation und der festen Strukturen hat jedes unserer Kinder auch mal Zeit für sich und wir als Eltern haben Zeit für jedes einzelne Kind. Wenn jeder nur das macht, was er will, und wir ständig am Nachrennen und Gucken sind, dann gibt das Chaos und letztlich ist jeder desorientiert und niemand kommt mehr zum Zug, weil die ganze Zeit für die Bewältigung des Chaos draufgeht.
Unsere Kinder müssen gehorchen, ja, wir sind teilweise durchaus autoritär, bei uns bestimmen wir die Regeln, nicht die Kinder. Wir haben ein liebevolles Familienleben, das trotz der 7 Kinder relativ entspannt ist und gut funktioniert.
In einer Großfamilie muss jeder auch mal seine Bedürfnisse zurückstecken. Nicht nur, aber immer mal wieder, damit auch die Bedürfnisse der anderen Familienmitglieder nicht zu kurz kommen. Wenn jeder nur bedürfnisorientiert handelt, dann gibt es kein Wir, sondern nur noch ein Ich - und das ist nicht Sinn und Zweck eines Lebens in einer Großfamilie.


Und der letzte Absatz zeigt wieder, dass Bedürfnissorientierung wieder mit “Kind macht was es will“ verwechselt wurde. Es geht nämlich genau darum die Bedürfnisse aller zu berücksichtigen und nicht nur von einem einzigen Kind.
Du schreibst ja, dass du nun nicht alles gelesen hast. Ok, weil es wurde halt wirklich wirklich oft nämlich erklärt, wie das mit den Bedürfnissen so gemeint ist

Ok, mein Fehler, das tut mir Leid. Aber ich bin trotzdem eher von meinem Erziehungsstil überzeugt als von dem.
19.11.2016 19:00
Zitat von Stefanka93:

Zitat von Mamota:

Zitat von Stefanka93:

Ach ja, über den Artikel wäre ich sehr dankbar

Das Netz hat mir gerade einige Artikel ausgespuckt, bei denen das gaaaaaanz knapp umrissen ist. Also dass Erziehung Narzissmus begünstigen kann. Da wird aber lediglich auf ein Vermitteltes Selbstkonzept eingegangen. Also, ob man vermittelt bekommt, man wäre als Mensch besser, schlechter oder gleich gut als andere. Ersteres scheint Narzissmus stark zu begünstigen. Den Haken zur bedürfnisorientierten Erziehung hat aber von den seriösen Treffern keiner geschlagen. Im Gegenteil, einmal wurde das zum Anlass genommen, mal wieder das Loben ansich kritisch zu sehen, wobei der Begriff des Lobs doch recht eng gefasst war.

Wie gesagt, ich blättere heute Abend im Bett nochmal die drei Ausgaben durch, die ich gerade ausgeliehen habe. Mit etwas Glück war es eine von denen. Ansonsten müsste ich die älteren Ausgaben nochmal ausleihen.

Es geht auf jeden Fall um den Stellenwert, der dem Kind durch die Erziehung vermittelt wird und das Risiko, das damit einhergeht, wenn ein Kind zu sehr im Fokus der Eltern steht.


Danke fürs kurz Umreisen

Ich kann mir schon vorstellen, dass übertriebener Fokus auf das Kind Egoismus begünstigen kann. Ich bin gespannt, ob du den Artikel wieder findest, denn mich würden die begünstigenden Begleitumstände interessieren.

Nachdem Schnappi sich gerade in ihre Eisenbahn vertieft hatte, habe ich eben die drei Zeitschriften Juni, Juli und September durchgeblättert. Da war es nicht drin. Nachdem im Juniheft was drin stand, was aber noch ohne die neuen Erkenntnisse war, nehme ich an, ich muss das Augustheft nochmal ausleihen. Ich hoffe, dass ich mich nicht geirrt habe und es da finde. (Manchmal verwechsle ich, wo ich etwas gelesen oder gehört habe. Aber das war so ausführlich, dass es fast da gewesen sein muss. Wäre es im Kulturradio gewesen, hätte ich sicherlich nur Ausschnitte davon mitbekommen. )

An die Begleitumstände kann ich mich nur noch bruchstückhaft erinnern.
Vergleichendes Lob, glaube ich, war ein wichtiger Faktor. (bei indirekter Aussage: Du bist besser als andere.) Je weniger Kinder, je gewünschter und je später geboren war auch noch Thema. Außerdem die Vorbildfunktion. Und halt, dass der Fokus oft fälschlicherweise einseitig auf die scheinbaren Bedürfnisse des Kindes gelegt wird, anstatt die Bedürfnisse aller und die langfristigen Bedürfnisse des Kindes im Blick zu haben.
Probleme würden wohl dann entstehen, wenn die Außenwelt (Kindergartengruppe, Schulklasse, ...) dem Kind nicht die gewohnte Aufmerksamkeit schenke, das Kind aber davon ausginge, sie erwarten zu können.

Ich kann mich darum noch so gut dran erinnern, weil mich das so stark ein eine frühere Schülerin erinnert hat.

Wobei, der Vollständigkeit halber: Der Fokus lag nur in einer kurzen Passage auf der Bedürfnisorientierung. Es ging streckenweise auch um besonders strenge Erziehung und hohen Erwartungsdruck, gebündelt mit elitären Vorstellungen.
Gehe zu Seite:
  • Dieses Thema wurde 22 mal gemerkt