Mütter- und Schwangerenforum

Jedes Kind kann schlafen lernen

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Marf
29950 Beiträge
28.09.2013 20:01
Zitat von Natur:

Warum haben uns unsere Mütter oder unsere Grossmütter ihre Kinder wohl schreien lassen?
Richtig, weil früher viel zu tun war und es sich einfach niemand leisten konnte, 4 Std am Bett seines Babys zu verbringen ! Spülmaschine? Waschmaschine? Tütensuppe? Gabs nicht! Dafür aber einen großen Garten, viel selbst erzeugtes Obst und Gemüse, dazu noch die Kuh im Stall und das Schwein nicht zu vergessen.


Nicht unbedingt aus diesen Gründen.Damals sah man Kinder noch als 'kleine Erwachsene' an.Die durch Strenge,Disziplin und Härte zu ordentlichen Menschen erzogen werden mußten.
Und ich glaube das damals auch das Schreien schnell durch eine Kopfnuss unterbunden wurde...den es störte den Hausfrieden.
28.09.2013 20:16
Zitat von MamaMarfusu:

Zitat von Natur:

Warum haben uns unsere Mütter oder unsere Grossmütter ihre Kinder wohl schreien lassen?
Richtig, weil früher viel zu tun war und es sich einfach niemand leisten konnte, 4 Std am Bett seines Babys zu verbringen ! Spülmaschine? Waschmaschine? Tütensuppe? Gabs nicht! Dafür aber einen großen Garten, viel selbst erzeugtes Obst und Gemüse, dazu noch die Kuh im Stall und das Schwein nicht zu vergessen.


Nicht unbedingt aus diesen Gründen.Damals sah man Kinder noch als 'kleine Erwachsene' an.Die durch Strenge,Disziplin und Härte zu ordentlichen Menschen erzogen werden mußten.
Und ich glaube das damals auch das Schreien schnell durch eine Kopfnuss unterbunden wurde...den es störte den Hausfrieden.

Eben, damals wurde man noch mit dem Gürtel geschlagen, von den Lehrern. Wurde man auch geschlagen, und man musste seine Eltern Siezen... Ich finde da haben wir schon viele Fortschritte gemacht
28.09.2013 20:57
Zitat von Viala:

Zitat von Looni:

Zitat von Pauli:

Zitat von mami1311:

Ich hab das "jedes Kind kann schlafen lernen" auch Zuhause und hab es natürlich auch gelesen und bei mir hat es super funktioniert mein kleiner hat nach 4 "etwas harten Nächten" durch geschlafen und er ist dann auch ohne Flasche etc. eingeschlafen.


Es muss aber kein Kind "funktionieren". Die Methode ist unterirdisch. Und dein Kleiner hat nach den vier Nächten vermutlich einfach resigniert.
aber eine Mutter, die am Boden ist, ist besser? Hast du das Buch gelesen?

wovon ist die mutter denn dann am boden? mein kleiner schläft auch jetzt noch nicht grad bombe... aber wirklich am boden war ich nie

Wir hier schon. Uns hat aber das von Sears geholfen.
28.09.2013 20:59
Zitat von nani26mz:

Der "Erfinder" der Methode hat übrigens mittlerweile selbst Abstand davon genommen. Finde, das sagt schon viel aus.

Ich halte von dem Buch auch überhaupt nichts. Finde die Idee des "stillen" Protest also echt klasse

Nicht nur der. Es gibt ja heute auch genügend aussagekräftige Langzeitstudien zu dem Thema. Umso mehr hat mich entsetzt, dass wir die Methode schon von unserer ehemaligen Kinderärztin und unserem ehemaligen Hausarzt empfohlen bekommen haben.
Marf
29950 Beiträge
28.09.2013 20:59
Zitat von BennyundSandra:

Zitat von MamaMarfusu:

Zitat von Natur:

Warum haben uns unsere Mütter oder unsere Grossmütter ihre Kinder wohl schreien lassen?
Richtig, weil früher viel zu tun war und es sich einfach niemand leisten konnte, 4 Std am Bett seines Babys zu verbringen ! Spülmaschine? Waschmaschine? Tütensuppe? Gabs nicht! Dafür aber einen großen Garten, viel selbst erzeugtes Obst und Gemüse, dazu noch die Kuh im Stall und das Schwein nicht zu vergessen.


Nicht unbedingt aus diesen Gründen.Damals sah man Kinder noch als 'kleine Erwachsene' an.Die durch Strenge,Disziplin und Härte zu ordentlichen Menschen erzogen werden mußten.
Und ich glaube das damals auch das Schreien schnell durch eine Kopfnuss unterbunden wurde...den es störte den Hausfrieden.

Eben, damals wurde man noch mit dem Gürtel geschlagen, von den Lehrern. Wurde man auch geschlagen, und man musste seine Eltern Siezen... Ich finde da haben wir schon viele Fortschritte gemacht

....einige Gepflogenheiten hätte man aber beibehalten sollen.
kat-woman
882 Beiträge
28.09.2013 21:01
Ich habe sooo viel ueber dieses Buch gehoert, dass ich es aus Neugierde mal in der Bibliothek ausgeliehen habe. Also ich koennte das niemals durchziehen. Habe das Buch auch direkt wieder zurueck gebracht.

Da wir momentan am 'Schlafen' arbeiten muessen, habe ich nun das Buch 'Das neue Ein- und Durchschlafbuch', bin aber noch nicht bei den Methoden angelangt...
Kennt das zufaellig jemand hier?
28.09.2013 21:02
Zitat von BettyBoard:

Ich habe das Buch nicht gelesen. Weiß aber "dank MC" wie schlecht es doch ist
Mich würde mal interessieren, wo man mal lesen kann, was das für Auswirkungen hat auf ein Kind. Kennt da jemand ne Studie oder irgendwas?
Denn ich muss mich der Userin anschließen, die das mit den ü50ern geschrieben hat. Es scheint ja früher durchaus üblich gewesen zu sein, die Kinder schreien zu lassen, bis sie schliefen. Meine Mama hat das mit mir auch gemacht. ich nehm's ihr nicht übel, die war 20 als sie mich bekommen hat, damals hat man ihr das so geraten und dann hat sie es halt gemacht. Ich bin aber nicht der Meinung, dass ich in irgend ner Form nen emotionalen Schaden o. ä. davon getragen habe. Genauso wie mein Freund und einige meiner Freundinnen, von denen ich weiß, dass sie das selbe Schicksal ereilte.
Mich würden also wirklich mal Fakten dazu interessieren.


Mein Google-Fu lässt mich gerade im Stich. Aber irgendwo habe ich mal von verschiedenen Studien gelesen, in denen Erwachsene, die als Baby geferbert wurden, deutliche Auffälligkeiten bezüglich Schlaf und Elternbindung gezeigt haben. Ich such mal in den Herbstferien noch mal meine Bücher durch, dann kann ich dir hoffentlich eine Quellenangabe liefern.
funkelmaus2009
12368 Beiträge
28.09.2013 21:03
SEEEHR Passend!

Schlafen LERNEN:
"Ich war noch gar nicht richtig müde, da hast mich auf einmal hochgenommen und meintest zu mir ich müsse jetzt schlafen lernen. Dann hast du mich in mein Bett gelegt, die Spieluhr angemacht und mir noch einmal über die Wange gestreichelt. Dann bist du rausgegangen. Vorher hast du noch ein Schlummerlicht in die Steckdose gesteckt, ich solle ja keine Angst im Dunkeln haben. Hast du vergessen das ich überall Angst bekomme wo du längere Zeit nicht bist, Mama? Ich kenne doch nur dich. Das erste was meine Ohren auf dieser Welt hörten waren dein Herz und deine Stimme. Eine Weile liege ich so und beschäftige mich mit mir selbst. Ich weiß ja das du sonst auch immer kommst wenn ich weine. Bald wird es mir aber zu Dunkel und Still, ich fange an mich zu fürchten. Ich vermisse deine Nähe, also wimmer ich ein wenig – du wirst sicher gleich kommen. Ich horche in das Dunkel hinein, doch ich höre keine Schritte. Vielleicht hast du mich einfach nicht gehört? Also Jammer ich lauter. Ich wundere mich, und bekomme noch viel mehr Angst, eigentlich müsstest du doch längst da sein? Ich höre dich und Papa nebenan. Wieso kann keiner kommen? Ich fange an zu Schreien und die Zeit kommt mir so ewig lang vor. Mein Hals tut weh, meine Augen brennen und ich krieg kaum noch Luft. Und Niemand kommt. Hab ich dich verärgert? Brauchst du mich nicht mehr, hast du mich nicht mehr gern? Hörst Du mich nicht? Ich Schreie immer angestrengter, Niemand kommt. Ich strampel mit meinen Ärmchen und Beinchen und muss bald ruckartig Luft holen damit ich weinen kann. Ihr nennt das Schluchzen. Niemand kommt. Ich starre in die Dunkelheit, ich fange an heute Nacht etwas zu begreifen : Der Pool meiner Geborgenheit und meiner Sicherheit den ich für unanfechtbar hielt, ist angreifbar und wackelig. Ich habe dir gesagt das ich dich brauche, du hast nicht reagiert. Vielleicht hilfst du mir jetzt in Alltagssituationen in denen ich Angst hab auch nicht mehr? Ich glaube es fast. Ich schreie noch einmal, vielleicht hast du mich wirklich nicht gehört, Niemand kommt. Anstatt deine warme Brust und deine beruhigende Nähe zu spüren, sehe ich nur die kalte Bettdecke, und rieche Laken anstatt warme Haut. Ich schlafe schlecht ein und habe Alpträume vom Verlassensein. Wenn ich aufwache bist du noch immer nicht zurück, du hast nur ab und an mal reingeschaut. Das erste Mal als die Tür aufging freute ich mich riesig – endlich hast du mich gehört! ! ! Doch du sagtest nur etwas von “keine Angst mein Schatz” und bist wieder hinaus gegangen. Ich habe hinter dir her geschriehen, und mich dann so unfähig gefühlt dir offensichtlich nicht sagen zu können das ich alleine bin, als du nicht zurück gekommen bist. Ich schlafe erschöpft und mit der Gewissheit ein, ich bin ganz alleine auf der Welt und nichtmal Mama ist da, wenn ich vor Angst zittere und schreie!"
steffifee27
6386 Beiträge
28.09.2013 21:09
Zitat von funkelmaus2009:

SEEEHR Passend!

Schlafen LERNEN:
"Ich war noch gar nicht richtig müde, da hast mich auf einmal hochgenommen und meintest zu mir ich müsse jetzt schlafen lernen. Dann hast du mich in mein Bett gelegt, die Spieluhr angemacht und mir noch einmal über die Wange gestreichelt. Dann bist du rausgegangen. Vorher hast du noch ein Schlummerlicht in die Steckdose gesteckt, ich solle ja keine Angst im Dunkeln haben. Hast du vergessen das ich überall Angst bekomme wo du längere Zeit nicht bist, Mama? Ich kenne doch nur dich. Das erste was meine Ohren auf dieser Welt hörten waren dein Herz und deine Stimme. Eine Weile liege ich so und beschäftige mich mit mir selbst. Ich weiß ja das du sonst auch immer kommst wenn ich weine. Bald wird es mir aber zu Dunkel und Still, ich fange an mich zu fürchten. Ich vermisse deine Nähe, also wimmer ich ein wenig – du wirst sicher gleich kommen. Ich horche in das Dunkel hinein, doch ich höre keine Schritte. Vielleicht hast du mich einfach nicht gehört? Also Jammer ich lauter. Ich wundere mich, und bekomme noch viel mehr Angst, eigentlich müsstest du doch längst da sein? Ich höre dich und Papa nebenan. Wieso kann keiner kommen? Ich fange an zu Schreien und die Zeit kommt mir so ewig lang vor. Mein Hals tut weh, meine Augen brennen und ich krieg kaum noch Luft. Und Niemand kommt. Hab ich dich verärgert? Brauchst du mich nicht mehr, hast du mich nicht mehr gern? Hörst Du mich nicht? Ich Schreie immer angestrengter, Niemand kommt. Ich strampel mit meinen Ärmchen und Beinchen und muss bald ruckartig Luft holen damit ich weinen kann. Ihr nennt das Schluchzen. Niemand kommt. Ich starre in die Dunkelheit, ich fange an heute Nacht etwas zu begreifen : Der Pool meiner Geborgenheit und meiner Sicherheit den ich für unanfechtbar hielt, ist angreifbar und wackelig. Ich habe dir gesagt das ich dich brauche, du hast nicht reagiert. Vielleicht hilfst du mir jetzt in Alltagssituationen in denen ich Angst hab auch nicht mehr? Ich glaube es fast. Ich schreie noch einmal, vielleicht hast du mich wirklich nicht gehört, Niemand kommt. Anstatt deine warme Brust und deine beruhigende Nähe zu spüren, sehe ich nur die kalte Bettdecke, und rieche Laken anstatt warme Haut. Ich schlafe schlecht ein und habe Alpträume vom Verlassensein. Wenn ich aufwache bist du noch immer nicht zurück, du hast nur ab und an mal reingeschaut. Das erste Mal als die Tür aufging freute ich mich riesig – endlich hast du mich gehört! ! ! Doch du sagtest nur etwas von “keine Angst mein Schatz” und bist wieder hinaus gegangen. Ich habe hinter dir her geschriehen, und mich dann so unfähig gefühlt dir offensichtlich nicht sagen zu können das ich alleine bin, als du nicht zurück gekommen bist. Ich schlafe erschöpft und mit der Gewissheit ein, ich bin ganz alleine auf der Welt und nichtmal Mama ist da, wenn ich vor Angst zittere und schreie!"

28.09.2013 21:09
Weil vorhin jemand gefragt hat:
In dem Buch geht es um eine Schlaflernmethode eines gewissen Dr. Richard Ferber. Die Methode ist schon relativ antik und kommt mWn aus der Verhaltensforschung. Den Säuglingen soll antrainiert werden, dass Schreien nichts bringt und dass auch die Welt nicht untergeht, wenn man allein ist. Dafür wird kontrolliert schreien gelassen. Das Kind wird reizarm und bedürfnisbefriedigt ins Bett gebracht und dort allein gelassen. In anfangs kurzen und immer länger werdenden Abständen darf die Mutter ins Zimmer kommen und das Kind kurz beruhigen, ohne es zu betüdeln. So soll das Kind kontrolliert ans Einschlafen allein gewöhnt werden.
Man korrigiere mich, wenn ich etwas falsch wiedergegeben habe.
HollyH
5558 Beiträge
28.09.2013 21:13
Zitat von funkelmaus2009:

SEEEHR Passend!

Schlafen LERNEN:
"Ich war noch gar nicht richtig müde, da hast mich auf einmal hochgenommen und meintest zu mir ich müsse jetzt schlafen lernen. Dann hast du mich in mein Bett gelegt, die Spieluhr angemacht und mir noch einmal über die Wange gestreichelt. Dann bist du rausgegangen. Vorher hast du noch ein Schlummerlicht in die Steckdose gesteckt, ich solle ja keine Angst im Dunkeln haben. Hast du vergessen das ich überall Angst bekomme wo du längere Zeit nicht bist, Mama? Ich kenne doch nur dich. Das erste was meine Ohren auf dieser Welt hörten waren dein Herz und deine Stimme. Eine Weile liege ich so und beschäftige mich mit mir selbst. Ich weiß ja das du sonst auch immer kommst wenn ich weine. Bald wird es mir aber zu Dunkel und Still, ich fange an mich zu fürchten. Ich vermisse deine Nähe, also wimmer ich ein wenig – du wirst sicher gleich kommen. Ich horche in das Dunkel hinein, doch ich höre keine Schritte. Vielleicht hast du mich einfach nicht gehört? Also Jammer ich lauter. Ich wundere mich, und bekomme noch viel mehr Angst, eigentlich müsstest du doch längst da sein? Ich höre dich und Papa nebenan. Wieso kann keiner kommen? Ich fange an zu Schreien und die Zeit kommt mir so ewig lang vor. Mein Hals tut weh, meine Augen brennen und ich krieg kaum noch Luft. Und Niemand kommt. Hab ich dich verärgert? Brauchst du mich nicht mehr, hast du mich nicht mehr gern? Hörst Du mich nicht? Ich Schreie immer angestrengter, Niemand kommt. Ich strampel mit meinen Ärmchen und Beinchen und muss bald ruckartig Luft holen damit ich weinen kann. Ihr nennt das Schluchzen. Niemand kommt. Ich starre in die Dunkelheit, ich fange an heute Nacht etwas zu begreifen : Der Pool meiner Geborgenheit und meiner Sicherheit den ich für unanfechtbar hielt, ist angreifbar und wackelig. Ich habe dir gesagt das ich dich brauche, du hast nicht reagiert. Vielleicht hilfst du mir jetzt in Alltagssituationen in denen ich Angst hab auch nicht mehr? Ich glaube es fast. Ich schreie noch einmal, vielleicht hast du mich wirklich nicht gehört, Niemand kommt. Anstatt deine warme Brust und deine beruhigende Nähe zu spüren, sehe ich nur die kalte Bettdecke, und rieche Laken anstatt warme Haut. Ich schlafe schlecht ein und habe Alpträume vom Verlassensein. Wenn ich aufwache bist du noch immer nicht zurück, du hast nur ab und an mal reingeschaut. Das erste Mal als die Tür aufging freute ich mich riesig – endlich hast du mich gehört! ! ! Doch du sagtest nur etwas von “keine Angst mein Schatz” und bist wieder hinaus gegangen. Ich habe hinter dir her geschriehen, und mich dann so unfähig gefühlt dir offensichtlich nicht sagen zu können das ich alleine bin, als du nicht zurück gekommen bist. Ich schlafe erschöpft und mit der Gewissheit ein, ich bin ganz alleine auf der Welt und nichtmal Mama ist da, wenn ich vor Angst zittere und schreie!"
StromerJever
729 Beiträge
28.09.2013 21:18
Zitat von funkelmaus2009:

SEEEHR Passend!

Schlafen LERNEN:
"Ich war noch gar nicht richtig müde, da hast mich auf einmal hochgenommen und meintest zu mir ich müsse jetzt schlafen lernen. Dann hast du mich in mein Bett gelegt, die Spieluhr angemacht und mir noch einmal über die Wange gestreichelt. Dann bist du rausgegangen. Vorher hast du noch ein Schlummerlicht in die Steckdose gesteckt, ich solle ja keine Angst im Dunkeln haben. Hast du vergessen das ich überall Angst bekomme wo du längere Zeit nicht bist, Mama? Ich kenne doch nur dich. Das erste was meine Ohren auf dieser Welt hörten waren dein Herz und deine Stimme. Eine Weile liege ich so und beschäftige mich mit mir selbst. Ich weiß ja das du sonst auch immer kommst wenn ich weine. Bald wird es mir aber zu Dunkel und Still, ich fange an mich zu fürchten. Ich vermisse deine Nähe, also wimmer ich ein wenig – du wirst sicher gleich kommen. Ich horche in das Dunkel hinein, doch ich höre keine Schritte. Vielleicht hast du mich einfach nicht gehört? Also Jammer ich lauter. Ich wundere mich, und bekomme noch viel mehr Angst, eigentlich müsstest du doch längst da sein? Ich höre dich und Papa nebenan. Wieso kann keiner kommen? Ich fange an zu Schreien und die Zeit kommt mir so ewig lang vor. Mein Hals tut weh, meine Augen brennen und ich krieg kaum noch Luft. Und Niemand kommt. Hab ich dich verärgert? Brauchst du mich nicht mehr, hast du mich nicht mehr gern? Hörst Du mich nicht? Ich Schreie immer angestrengter, Niemand kommt. Ich strampel mit meinen Ärmchen und Beinchen und muss bald ruckartig Luft holen damit ich weinen kann. Ihr nennt das Schluchzen. Niemand kommt. Ich starre in die Dunkelheit, ich fange an heute Nacht etwas zu begreifen : Der Pool meiner Geborgenheit und meiner Sicherheit den ich für unanfechtbar hielt, ist angreifbar und wackelig. Ich habe dir gesagt das ich dich brauche, du hast nicht reagiert. Vielleicht hilfst du mir jetzt in Alltagssituationen in denen ich Angst hab auch nicht mehr? Ich glaube es fast. Ich schreie noch einmal, vielleicht hast du mich wirklich nicht gehört, Niemand kommt. Anstatt deine warme Brust und deine beruhigende Nähe zu spüren, sehe ich nur die kalte Bettdecke, und rieche Laken anstatt warme Haut. Ich schlafe schlecht ein und habe Alpträume vom Verlassensein. Wenn ich aufwache bist du noch immer nicht zurück, du hast nur ab und an mal reingeschaut. Das erste Mal als die Tür aufging freute ich mich riesig – endlich hast du mich gehört! ! ! Doch du sagtest nur etwas von “keine Angst mein Schatz” und bist wieder hinaus gegangen. Ich habe hinter dir her geschriehen, und mich dann so unfähig gefühlt dir offensichtlich nicht sagen zu können das ich alleine bin, als du nicht zurück gekommen bist. Ich schlafe erschöpft und mit der Gewissheit ein, ich bin ganz alleine auf der Welt und nichtmal Mama ist da, wenn ich vor Angst zittere und schreie!"


Oh mein Gott, das ist mehr als Traurig
funkelmaus2009
12368 Beiträge
28.09.2013 21:21
find es auch sehr traurig, denke aber, das es das "unfreiwillige" Schlafen lernen zu 100% trifft
28.09.2013 21:32
Zitat von Mamota:

Zitat von BettyBoard:

Ich habe das Buch nicht gelesen. Weiß aber "dank MC" wie schlecht es doch ist
Mich würde mal interessieren, wo man mal lesen kann, was das für Auswirkungen hat auf ein Kind. Kennt da jemand ne Studie oder irgendwas?
Denn ich muss mich der Userin anschließen, die das mit den ü50ern geschrieben hat. Es scheint ja früher durchaus üblich gewesen zu sein, die Kinder schreien zu lassen, bis sie schliefen. Meine Mama hat das mit mir auch gemacht. ich nehm's ihr nicht übel, die war 20 als sie mich bekommen hat, damals hat man ihr das so geraten und dann hat sie es halt gemacht. Ich bin aber nicht der Meinung, dass ich in irgend ner Form nen emotionalen Schaden o. ä. davon getragen habe. Genauso wie mein Freund und einige meiner Freundinnen, von denen ich weiß, dass sie das selbe Schicksal ereilte.
Mich würden also wirklich mal Fakten dazu interessieren.


Mein Google-Fu lässt mich gerade im Stich. Aber irgendwo habe ich mal von verschiedenen Studien gelesen, in denen Erwachsene, die als Baby geferbert wurden, deutliche Auffälligkeiten bezüglich Schlaf und Elternbindung gezeigt haben. Ich such mal in den Herbstferien noch mal meine Bücher durch, dann kann ich dir hoffentlich eine Quellenangabe liefern.


Oh, das wäre ganz toll! Das interessiert mich wirklich. Vllt erkenn ich mich ja doch irgendwo wieder
28.09.2013 21:53
Zitat von BettyBoard:

Zitat von Mamota:

Zitat von BettyBoard:

Ich habe das Buch nicht gelesen. Weiß aber "dank MC" wie schlecht es doch ist
Mich würde mal interessieren, wo man mal lesen kann, was das für Auswirkungen hat auf ein Kind. Kennt da jemand ne Studie oder irgendwas?
Denn ich muss mich der Userin anschließen, die das mit den ü50ern geschrieben hat. Es scheint ja früher durchaus üblich gewesen zu sein, die Kinder schreien zu lassen, bis sie schliefen. Meine Mama hat das mit mir auch gemacht. ich nehm's ihr nicht übel, die war 20 als sie mich bekommen hat, damals hat man ihr das so geraten und dann hat sie es halt gemacht. Ich bin aber nicht der Meinung, dass ich in irgend ner Form nen emotionalen Schaden o. ä. davon getragen habe. Genauso wie mein Freund und einige meiner Freundinnen, von denen ich weiß, dass sie das selbe Schicksal ereilte.
Mich würden also wirklich mal Fakten dazu interessieren.


Mein Google-Fu lässt mich gerade im Stich. Aber irgendwo habe ich mal von verschiedenen Studien gelesen, in denen Erwachsene, die als Baby geferbert wurden, deutliche Auffälligkeiten bezüglich Schlaf und Elternbindung gezeigt haben. Ich such mal in den Herbstferien noch mal meine Bücher durch, dann kann ich dir hoffentlich eine Quellenangabe liefern.


Oh, das wäre ganz toll! Das interessiert mich wirklich. Vllt erkenn ich mich ja doch irgendwo wieder


Mir hat man auch dazu geraten zu ferbern.
Aber da schalt ich dann halt mein Hirn und/oder meinen Mutterinstinkt ein.
Wenn mein Kind tagsüber schreit schau ich doch auch was is.
Und nachts lass ich es allein?
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