Mütter- und Schwangerenforum

Taufen lassen- weil man das so macht??

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Die-zauberhafte-Patin
24198 Beiträge
25.09.2017 01:33
Ich habe hier übrigens das Ganze umgekehrt erlebt. Mein Sohn wurde als Baby getauft, weil mir das sehr wichtig war. Aus Überzeugung. Ich bin da so ein bisschen bei der Uroma. Der Segen für die Seele meines Kindes war mir wichtig. Mein Partner hat es toleriert und zugelassen.

Als vor 2 Jahren die Konfirmation anstand, war er der einzige in seiner Klasse, der KEINE Jugendweihe machte und einer von zwei Konfirmanden.
Und er war der einzige in seinem Religionskurs, der aufstand, als die Frage kam: Wer von euch glaubt denn wirklich an Gott?
Man könnte meinen, das alles macht ihn zum Außenseiter, aber das tat es nicht. Im Gegenteil. Es handelte ihm den Respekt ein, weil er hinter seiner Meinung und seinem Glauben so stand. Notfalls eben auch allein.

In deinem Fall Helsinki würde ich aber auch nicht zustimmen. Ich halte nichts davon, wenn Menschen ihre Kinder taufen lassen, wenn sie nicht glauben. Oder wenn sie kirchlich heiraten, weil es schöner ist. Auch nicht, wenn sie Weihnachten in die Kirche rennen, weil es halt dazugehört und die richtige Stimmung vermittelt. Von daher würde ich es an deiner Stelle wohl lassen. Dazu kommt noch, dass dein Großer eben wirklich ein bisschen geknickt danebenstehen würde.
Ich selbst habe mich übrigens mit 12 aus Überzeugung taufen lassen. Bei mir endete das Taufen, weil man das so macht, nämlich. Mein Bruder ist noch als Baby getauft wurden und hat mit Glauben und Kirche nichts am Hut. Tja und ich bin die, die nach der Oma dann wieder gläubig war und ich war nicht getauft. Machte aber nichts. Ich war sehr stolz und habe die Entscheidung eben bewusst getroffen.

LG Zaubi
25.09.2017 09:38
Zitat von white.rose:

Ich finde das zum Haareraufen, man fühlt sich da als Christ auch so ein bisschen verarscht.


Das verstehe ich jetzt nicht. Wovon fühlst du dich verarscht? Wenn Leute ihre Kinder nicht taufen lassen?
white.rose
1204 Beiträge
25.09.2017 14:01
Zitat von Walama:

Zitat von white.rose:

Ich finde das zum Haareraufen, man fühlt sich da als Christ auch so ein bisschen verarscht.


Das verstehe ich jetzt nicht. Wovon fühlst du dich verarscht? Wenn Leute ihre Kinder nicht taufen lassen?


Nein, wenn Leute ihre Kinder taufen, obwohl sie gar nicht daran glauben. Für einen gläubigen Christen ist die Taufe schon etwas Heiliges.
Lobulus
1203 Beiträge
25.09.2017 14:05
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von Lobulus:

Zitat von born-in-helsinki:

Und irgendwer schrieb das die Oma oder wer das Kind heimlich getauft hat, also da wäre bei mir der Ofen echt aus! Das geht gar nicht!
Geht das denn so einfach?


Klar, wie gesagt, in Russland wurde früher heimlich getauft, dafür braucht’s keine Kirche. Da kommt ein Priester und kann es sogar über einem Waschbecken machen.


Theoretisch geht das hier auch. Man muss nicht unbedingt in die Kirche. Und jeder, der konfirmiert ist, darf auch taufen. Es braucht keinen Priester/ Pfarrer.


Wieder was gelernt
Lobulus
1203 Beiträge
25.09.2017 14:07
Zitat von white.rose:

Zitat von Walama:

Zitat von white.rose:

Ich finde das zum Haareraufen, man fühlt sich da als Christ auch so ein bisschen verarscht.


Das verstehe ich jetzt nicht. Wovon fühlst du dich verarscht? Wenn Leute ihre Kinder nicht taufen lassen?


Nein, wenn Leute ihre Kinder taufen, obwohl sie gar nicht daran glauben. Für einen gläubigen Christen ist die Taufe schon etwas Heiliges.


Glaube ist aber nicht für jeden gleich definiert. Mein Mann würde sich selbst auch nicht als strengen Katholiken bezeichnen, grundsätzlich ist für ihn jede Religion eine Sekte, also alles, was eben „zu radikal“ ausgelebt wird. Trotzdem möchte er, dass sein Sohn getauft wird. Ich finds ok.
Mamola
1737 Beiträge
25.09.2017 20:53
Wir haben unseren Sohn nicht taufen lassen. Das hat mehrere Gründe.
Wir sind nicht gläubig. Mir war es zudem wichtig, dass unser Sohn mal selbst entscheiden kann, ob und vorallem welcher Religion er angehören möchte.
Ich finde er hat das Recht selbst darüber zu entscheiden.
Was ich außerdem überhaupt nicht wollte, dennoch taufen lassen, weil es halt dazugehört.
Das finde ich einfach Blödsinn und verfehlt total den Sinn.

Ich würde es also an deiner Stelle nicht tun.

Ich war auch nicht getauft, war in der Schule trotzdem im Religionsunterricht. Und als Außenseiterin hab ich mich nie gefühlt.
born-in-helsinki
16914 Beiträge
25.09.2017 21:45
Ich danke euch fuer euer Feedback und eure Meinungen!
Das hat mir sehr geholfen und mich auch bestärkt, es nicht zu tun , nur weil das jemand aus der Familie so will.

Man muss dazu sagen das man den Namen des Babys geheim hält bis zur Taufe, nicht so wie in Deutschland, das man den Namen schon im KH wissen und angeben muss.
Denke das ist auch so ein Kriterium fuer die Grosseltern, meinem Freund wiederrum ist es egal wann nach der Geburt wir den Namen verraten (wenn wir denn einen finden wuerden eeeendlich )

Er hat da leider oftmals wenig eigene Meinung bzw läuft mit dem mit was am wenigsten Ärger bereitet oder bereiten könnte

Und das Namensgebungsfest findet er immernoch zuuuu anstrengend alleine zu organisieren
born-in-helsinki
16914 Beiträge
22.11.2017 12:14
Und ich dachte das Drama sei beendet und akzeptiert

Falsch gedacht!

Die Mutter mag mich nun offiziell nicht mehr da ich ihrem WUnsch nicht nachgehe!

Mein Freund hat ihr gesagt das wir dieses Namensgebungsfest feiern wollen, einen kleinen Raum mieten (da meine WOhnung eben zu klein ist fuer alle) und dann den Namen verkuenden.
Da meinte sie doch glatt, ach das ist doch nichts besonderes, dafuer braucht man keinen Raum mieten, da reicht es wenn wir hierher kommen (also zu uns).
Und ich habe meinen Freund dann mal gefragt ob sie nicht ihren Enkel und Urenkel mal sehen wollen. Gesagt haben sie noh nichts aber er denkt sie etwarten ne "Offizielle" Einladung zu Kaffee und Kuchen.
Hab gesagt das wir doch mal nen Nachmittag hinfahren können. Nein das ginge nicht weil WIR ja das Baby haben und sie dann herkommen auf Einladung.

Ehrlich gesagt habe ich schon sowas von NULL BOCK auf das Namensfest Und sie dann noch einladen? Ist ja in ihren Augen nix besonderes.
Ich meine ich mache dieses Fest nur als Kompromiss fuer die Mutter! Ich hab eh meine Familie dann nicht hier. Ich lade 2 oder 3 Freunde ein (mit Familie) und das wars. Ist doch zum kotzen!

Dieses Drama um den Namen hier geht mir auch auf den Sack um ehrlich u sein
Ich hab den nun allen meinen deutschen Freunden gesagt, aber eigentlich geht das ja nicht.

Nun hab ich mich mit meinem Freund mehr oder weniger gestern gestritten weil ich mal was gesagt habe wie ich wirklich drueber denke und er das natuerlich nicht gut fand.
Am liebsten wuerde ich einfach den Namen jedem sagen und somit hätte sich dieses Drama erledigt.
Sorry musste mir mal eben Luft machen.
HollyH
4925 Beiträge
22.11.2017 13:33
Zitat von NiAn:

Zitat von sunshine_26:

Wir sind beide auch nicht sonderlich religiös.

Wir haben unser kind taufen lassen, weil wir nicht wollen, dass er sich später mal wenn zb erstkommunion ist, sich nicht ausgeschlossen fühlt und da mit darf.
Wir wohnen am land und hier ist es trotzdem noch üblich, dass ziemlich alle getauft werden und zur kommunion gehen.

Wenn er später mal kirchlich heiraten möchte, müsste er dann das alles selbst nachholen und so haben eben wir das dann schon für ihn erledigt.

Es war ein schöner familientag mit den verwandten. Nachher wird schön essen gegangen und die geldgeschenke hier waren auch nicht zu verachten. Der kleine hat ca 1500 euro gesamt geschenkt bekommen, die aufs sparbuch gewandert sind.

Wir heiraten im nächsten sogar kirchlich. Auch irgendwie weils für uns dazu gehört und ich mein weißes kleid anziehen will und das "nur" fürs standesamt für mich nicht passt.
Auch weil ich kirchen an sich sehr schön finde und mich irgendwie faszinieren. Also die gebäude an sich.

Ein bisschen ein glaube ist schon auch da.. wenn der auch nicht in regelmäßigen gottesdiensten "ausgeübt" wird.. wir gehen auch nur zu hochzeiten, taufen, beerdigungen in die kirche.. dennoch glaube ich schon irgendwie an eine "höhere macht"..

Und "irgendwas" muss doch an allem dran sein.. umsonst ist die bibel doch nicht schon so alt und die erzählungen da drin.. oder?


für die nicht getauften gibt es Jugendweihe, ist genauso schön ausgeschloßen wird da keiner. BEim kirchlich heiraten muss nur einer in der Kirche sein, da reicht auch die Frau. Außerdem glaube ich muss mann da nur Kirchenmitglied werden, nicht zwingend getauft sein (kann mich aber auch irren)


Die Jugendweihe gibt es ja aber leider nur im Osten

Mein Mann und ich hatten beide Jugendweihe, wohnen aber seit geraumer Zeit in Schleswig-Holstein. Unser Sohn ist nicht getauft, weil keiner von uns oder unseren Familien irgendetwas mit Gott am Hut hat.
Ich frage mich schon, wie das dann wird. Allerdings ist man mit 13/14 ja auch alt genug, sich damit auseinanderzusetzen. Und dann kann er die Taufe ja noch nachholen und zum Konfirmandenunterricht gehen.
Elsilein
3322 Beiträge
22.11.2017 22:17
Zitat von born-in-helsinki:

Und ich dachte das Drama sei beendet und akzeptiert

Falsch gedacht!

Die Mutter mag mich nun offiziell nicht mehr da ich ihrem WUnsch nicht nachgehe!

Mein Freund hat ihr gesagt das wir dieses Namensgebungsfest feiern wollen, einen kleinen Raum mieten (da meine WOhnung eben zu klein ist fuer alle) und dann den Namen verkuenden.
Da meinte sie doch glatt, ach das ist doch nichts besonderes, dafuer braucht man keinen Raum mieten, da reicht es wenn wir hierher kommen (also zu uns).
Und ich habe meinen Freund dann mal gefragt ob sie nicht ihren Enkel und Urenkel mal sehen wollen. Gesagt haben sie noh nichts aber er denkt sie etwarten ne "Offizielle" Einladung zu Kaffee und Kuchen.
Hab gesagt das wir doch mal nen Nachmittag hinfahren können. Nein das ginge nicht weil WIR ja das Baby haben und sie dann herkommen auf Einladung.

Ehrlich gesagt habe ich schon sowas von NULL BOCK auf das Namensfest Und sie dann noch einladen? Ist ja in ihren Augen nix besonderes.
Ich meine ich mache dieses Fest nur als Kompromiss fuer die Mutter! Ich hab eh meine Familie dann nicht hier. Ich lade 2 oder 3 Freunde ein (mit Familie) und das wars. Ist doch zum kotzen!

Dieses Drama um den Namen hier geht mir auch auf den Sack um ehrlich u sein
Ich hab den nun allen meinen deutschen Freunden gesagt, aber eigentlich geht das ja nicht.

Nun hab ich mich mit meinem Freund mehr oder weniger gestern gestritten weil ich mal was gesagt habe wie ich wirklich drueber denke und er das natuerlich nicht gut fand.
Am liebsten wuerde ich einfach den Namen jedem sagen und somit hätte sich dieses Drama erledigt.
Sorry musste mir mal eben Luft machen.

Habt ihr das Fest nun schon geplant und sie will nicht kommen? Oder plant ihr, das Fest zu planen?
Hm, was wollt IHR denn als Eltern eigentlich so richtig? Du bist ja nicht so scharf auf die Fete... und dein Freund? Und wer organisiert das Ganze? Du oder er?
Elsilein
3322 Beiträge
22.11.2017 22:19
Ach, und herzlichen Glückwunsch natürlich!
Schnecke510
4832 Beiträge
22.11.2017 22:21
Meine Kinder sind nicht getauft. Einen TEUFEL werde ich tun!
born-in-helsinki
16914 Beiträge
23.11.2017 11:26
Also wir planen eher das Fest zu planen
RIchtig motiviert sind wir nicht, wir haben noch einiges auf dem Kalender fuer Dezember plus das wir nach D fahren Mitte Dez.
Und Januar ist danna uch wieder spät.
Also ja von meiner Seite aus wars ja eh eher der Kompromis fuer seine Familie aer das scheint ja zumindest bei der Mutter nicht gut anzukommen.

Zwerginator
4872 Beiträge
23.11.2017 12:53
Zitat von born-in-helsinki:

Also wir planen eher das Fest zu planen
RIchtig motiviert sind wir nicht, wir haben noch einiges auf dem Kalender fuer Dezember plus das wir nach D fahren Mitte Dez.
Und Januar ist danna uch wieder spät.
Also ja von meiner Seite aus wars ja eh eher der Kompromis fuer seine Familie aer das scheint ja zumindest bei der Mutter nicht gut anzukommen.

Wenn das Fest euch nichts bedeutet und die Mutter es nicht zu schätzen weiß würde ich das Fest streichen.
Elsilein
3322 Beiträge
23.11.2017 13:50
Zitat von Zwerginator:

Zitat von born-in-helsinki:

Also wir planen eher das Fest zu planen
RIchtig motiviert sind wir nicht, wir haben noch einiges auf dem Kalender fuer Dezember plus das wir nach D fahren Mitte Dez.
Und Januar ist danna uch wieder spät.
Also ja von meiner Seite aus wars ja eh eher der Kompromis fuer seine Familie aer das scheint ja zumindest bei der Mutter nicht gut anzukommen.

Wenn das Fest euch nichts bedeutet und die Mutter es nicht zu schätzen weiß würde ich das Fest streichen.

Ganz ehrlich? Ich würde dir das gleiche raten Ein Fest für jemanden zu feiern, der damit gar nicht wirklich zufrieden ist... Hm, da sind doch alle nur noch mehr frustriert
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