Kitaöffnungszeiten bis 20 Uhr und länger?
19.01.2018 14:14
Zitat von Marf:
Hm....keiner sagt doch das man die Kinder bringt wie man möchte....man hat feste Arbeitszeiten - und die werden abgedeckt.Je nach Bedarf.....so wie jetzt ja auch,nur das nicht der Kiga die Zeiten vorgibt sondern zur Verfügung stellt.
Wenn jemand ab 6 Uhr morgens bis 12 Betreuung braucht findet er sie dort.Danach ist das Kind daheim.
Ebenso für andere Zeiten die eben nicht der normalen Arbeitswelt entsprechen.Wenn eine Mutter ihr Kind wegen eines Minijobs pro Tag ab 18 Uhr bis z.B. 21Uhr dort abgibt reden wir von 3 Stunden.
Schichteltern könnten so normale Abholzeiten verlängern,ohne das ihr Kind sofort 12 Stunden dirt sein müsste....es geht doch um eine flexiblere Gestaltung,nicht das die Kids dort 24 Std.gestapelt werden.
So könnte man leben wie man möchte,weil man weder Jobs aufgeben müsste o.sich endlos strecken muss weil man sonst das Kind nicht abholen kann.
Aber grad in der der Alten-und Krankenpflege gibt es nur theoretische Dienstpläne.
Da steht ein Dienstplan und wird einen Tag später schon wieder geändert.
Und ich kann mir vorstellen ,dass das jeden Dienstplan bertrifft ,wo die Arbeitskraft definitiv ersetzt werden muss.
Bei einem Betrieb, wo man seine Arbeit auch notfalls einen Tag liegen lassen kann,geht es vielleicht(Verwaltung oder oder so).
19.01.2018 14:15
Zitat von Alaska:
Ich hab jetzt lange überlegt, ob ich überhaupt was dazu schreibe, weil ich dazu eine recht harte und eingefahrene Meinung habe.
Für mich wäre ien 24 Stunden-Kita tatsächlich eine Form der Kindesmisshandlung. Ich kann es nicht anders ausdrücken, mir fällt kein besseres Wort ein.
Nicht, weil sie dort 24 Stunden hingehen würden, das Argument ist doch fernab der Realtiät, sondern weil Kinder einen möglichst geregelten, gleichmäßigen Alltag brauchen.
Wie sieht also so eine Woche für ein 24-Stunden-Kigakind aus? Nehmen wir mal eine Krankenschwester und die Arbeitszeiten unserer Klinik (inkl. Bring - und Abholzeit):
Montag 5:30 Uhr - 13.30 Uhr
Dienstag 13 Uhr - 21 Uhr
Mittwoch 20 Uhr - 6 Uhr morgens
usw.
Ehrlich. Wenn man darüber reden würde, ob man die Kiga-Zeiten etwas mehr streckt, kein Thema. Von mir aus soll es Kigas geben, die von 7- 18 Uhr offen haben. Dann aber mit der festen Regelung, dass einem Kind nicht mehr als 8 Stunden zugemutet werden (und das find ich schon abnormal).
Aber ein Kiga-System, bei dem man das Kind holen und bringen kann, wie es in das eigene Leben passt? Nee, bin ich nicht für.
Wenn ich mich für Kinder entscheide, dann ist das eine bewusste Entscheidung. Das bedeutet unter Umständen auch, dass ich womöglich zum Wohl meiner Kinder ein paar Jahre nicht mehr Vollzeit arbeiten kann und vielleicht auch nicht in dem Beruf, den ich erlernt habe. Es gibt schlimmeres. Passt der Beruf nicht zu meinem Kind, dann steht mein Kind an erster Stelle.
Mein Kind muss sich nicht nach meinen Gegegebenheiten richten, mein Leben richtet sich nach den Bedürfnissen meines Kindes. Und das bedeutet auch, dass mein Kind einen geregelten und kindlichen Alltag hat. Es muss weder bis in den Abend hinein im Kiga hocken, noch schläft es dort ein und muss über Nacht bleiben.
Hier in meiner Umgebung gibt es recht strenge Öffnungszeiten. 8-9 Uhr Abgabe, holen um 11.45 Uhr. 14 Uhr Abgabe, holen 16.30 Uhr. Danach ist Familienzeit. Da wird zusammen Abend gegessen, vom Alltag erzählt und dann werden die Kinder in Ruhe von Mama und/oder Papa ins Bett gebracht, mit Vorlesegeschichten und schmusen.
Es gibt für berufstätige Mütter die Alternative, die Kinder von 7/8 Uhr bis 14.30 Uhr in der Kita zu lassen, aber dann dürfen sie mittags nicht mehr kommen. Das ist hier nicht erlaubt.
Und ich persönlich finde das super so. Hier werden die Kinder geschützt. Sie dürfen nicht abgegeben werden, wie es ein Schichtplan verlangen würde. Und wir haben hier sehr viele Mamas aus sozialen Berufen. Bei denen klappt es auch.
Und bevor mir mein Studium in die Quere bei der Kinderbetreuung kommt, studier ich halt erst und bekomm dann Kinder. Da hab ich auch ne knallharte Meinung zu.
Kinder sind keine Sache, die, wie ein Hobby, nebenbei laufen dürfen. Sie sind ein paar Jahre lang einfach unser Lebensmittelpunkt und im Notfall muss ein Elternteil eben zurückstecken. Das geht, wenn man will.
Mit Schließzeit mittags stelle ich mir total schwer vor. Als ich noch in der Stadt gearbeitet habe, hatte ich eine Stunde reinen Fahrweg. Da wäre das gar nicht gegangen. Aber wahrscheinlich habt ihr bei euch eher kurze Wege zur Arbeit? Ich glaub solche Öffnungszeiten gibt es hier in Berlin gar nicht
19.01.2018 14:15
Skorpi das ist im Moment so schwer, weil du dich von manchen Sachen irgendwie angegriffen zu scheinen fühlst öfter und dann aber auch generalisierst
Das macht es mir gerade echt schwer, dass ich manchmal beim schreiben schon denke, oje dann fühlt sie sich verletzt und dabei ist das gar nicht meine Absicht
Ich will gar nicht, dass das immer wieder so krampfig wird, das find ich so schade. Mh.. da ist irgendwie der Wurm drin.
DieW hat doch nicht gesagt, dass die alle einen Dachschaden haben. Und ich habe genauso wenig irgendwen verurteilt, sondern nur auf das Individuelle verwiesen und da sind wir ja scheinbar auch einer Meinung.
Das macht es mir gerade echt schwer, dass ich manchmal beim schreiben schon denke, oje dann fühlt sie sich verletzt und dabei ist das gar nicht meine Absicht
Ich will gar nicht, dass das immer wieder so krampfig wird, das find ich so schade. Mh.. da ist irgendwie der Wurm drin. DieW hat doch nicht gesagt, dass die alle einen Dachschaden haben. Und ich habe genauso wenig irgendwen verurteilt, sondern nur auf das Individuelle verwiesen und da sind wir ja scheinbar auch einer Meinung.
19.01.2018 14:17
Zitat von DieW:
Zitat von Marf:
Hm....keiner sagt doch das man die Kinder bringt wie man möchte....man hat feste Arbeitszeiten - und die werden abgedeckt.Je nach Bedarf.....so wie jetzt ja auch,nur das nicht der Kiga die Zeiten vorgibt sondern zur Verfügung stellt.
Wenn jemand ab 6 Uhr morgens bis 12 Betreuung braucht findet er sie dort.Danach ist das Kind daheim.
Ebenso für andere Zeiten die eben nicht der normalen Arbeitswelt entsprechen.Wenn eine Mutter ihr Kind wegen eines Minijobs pro Tag ab 18 Uhr bis z.B. 21Uhr dort abgibt reden wir von 3 Stunden.
Schichteltern könnten so normale Abholzeiten verlängern,ohne das ihr Kind sofort 12 Stunden dirt sein müsste....es geht doch um eine flexiblere Gestaltung,nicht das die Kids dort 24 Std.gestapelt werden.
So könnte man leben wie man möchte,weil man weder Jobs aufgeben müsste o.sich endlos strecken muss weil man sonst das Kind nicht abholen kann.
Aber grad in der der Alten-und Krankenpflege gibt es nur theoretische Dienstpläne.
Da steht ein Dienstplan und wird einen Tag später schon wieder geändert.
Und ich kann mir vorstellen ,dass das jeden Dienstplan bertrifft ,wo die Arbeitskraft definitiv ersetzt werden muss.
Bei einem Betrieb, wo man seine Arbeit auch notfalls einen Tag liegen lassen kann,geht es vielleicht(Verwaltung oder oder so).
Wenn ich allein an die Rufbereitschaftstage meines Mannes in der Kinder und Jugendhilfe denke. Da ist Rufbereitschaft wochenlang wie frei und letztens standen wir Sonntags mit gepackten Schwimmtaschen am Auto und er musste von jetzt auf gleich los. Kann Werktags eben so sein.
19.01.2018 14:17
Zitat von Marf:
Hm....keiner sagt doch das man die Kinder bringt wie man möchte....man hat feste Arbeitszeiten - und die werden abgedeckt.Je nach Bedarf.....so wie jetzt ja auch,nur das nicht der Kiga die Zeiten vorgibt sondern zur Verfügung stellt.
Wenn jemand ab 6 Uhr morgens bis 12 Betreuung braucht findet er sie dort.Danach ist das Kind daheim.
Ebenso für andere Zeiten die eben nicht der normalen Arbeitswelt entsprechen.Wenn eine Mutter ihr Kind wegen eines Minijobs pro Tag ab 18 Uhr bis z.B. 21Uhr dort abgibt reden wir von 3 Stunden.
Schichteltern könnten so normale Abholzeiten verlängern,ohne das ihr Kind sofort 12 Stunden dirt sein müsste....es geht doch um eine flexiblere Gestaltung,nicht das die Kids dort 24 Std.gestapelt werden.
So könnte man leben wie man möchte,weil man weder Jobs aufgeben müsste o.sich endlos strecken muss weil man sonst das Kind nicht abholen kann.
es ging doch aber um die regelmässigkeit die es in einem 24-std-kiga nicht geben kann.
und die meisten schichtpläne die ich kenne gehen eben nicht im 7-tage-wechsel, sondern so wie oben schon mehrfach erwähnt.
montgs frühdienst
dienstag mittel
mittwochs spät.
usw
oder mo - di spät
dann frei
dann do bis fr früh
und sa bis so wieder spät
usw - also wirklich sehr wenig konstanten, sehr wenig planbarkeiten. in vielen bereichen ist es auch keine seltenheit, dass man den schichtplan nicht monate im vorraus kennt, sondern vielleicht 1-2 wochen früher.
und dass es eben für kinder nicht gut ist wenn sie ständig diesen wechsel haben, keine konstanten, keine festen tagesabläufe. (die auch in kigas mit flexiblen abholzeiten nur schlecht einzuhalten sind, weil es eben kein gemeinsames "ankommensritual / morgenkreis" aller kinder gibt, weil es eben kein gemeinsames mittagessen gibt, usw - da jedes kind dann kommt udn geht wie es will. man zb bastelaktionen mit allen kindern nur schwer planen kann da man ja nicht weiß wann welches kind jetzt kommt, usw)
wenn man zb spät bis 22uhr arbeitet und ein kleinkind aht was in der regel 19-20uhr spätestens im bett liegt dann hat man doch auch nur 2 optionen: kind bleibt in der kita (und ist somit sicher länger als 12 std dort) oder man weckt es auf, fährt nach hause und hat dann ein eventuell überdrehtes kind was nicht mehr zur ruhe kommt, am nächsten morgen aber um 8 wieder im kiga sein muss wegen der neuen schicht
19.01.2018 14:19
Zitat von Seramonchen:
Zitat von Alaska:
Ich hab jetzt lange überlegt, ob ich überhaupt was dazu schreibe, weil ich dazu eine recht harte und eingefahrene Meinung habe.
Für mich wäre ien 24 Stunden-Kita tatsächlich eine Form der Kindesmisshandlung. Ich kann es nicht anders ausdrücken, mir fällt kein besseres Wort ein.
Nicht, weil sie dort 24 Stunden hingehen würden, das Argument ist doch fernab der Realtiät, sondern weil Kinder einen möglichst geregelten, gleichmäßigen Alltag brauchen.
Wie sieht also so eine Woche für ein 24-Stunden-Kigakind aus? Nehmen wir mal eine Krankenschwester und die Arbeitszeiten unserer Klinik (inkl. Bring - und Abholzeit):
Montag 5:30 Uhr - 13.30 Uhr
Dienstag 13 Uhr - 21 Uhr
Mittwoch 20 Uhr - 6 Uhr morgens
usw.
Ehrlich. Wenn man darüber reden würde, ob man die Kiga-Zeiten etwas mehr streckt, kein Thema. Von mir aus soll es Kigas geben, die von 7- 18 Uhr offen haben. Dann aber mit der festen Regelung, dass einem Kind nicht mehr als 8 Stunden zugemutet werden (und das find ich schon abnormal).
Aber ein Kiga-System, bei dem man das Kind holen und bringen kann, wie es in das eigene Leben passt? Nee, bin ich nicht für.
Wenn ich mich für Kinder entscheide, dann ist das eine bewusste Entscheidung. Das bedeutet unter Umständen auch, dass ich womöglich zum Wohl meiner Kinder ein paar Jahre nicht mehr Vollzeit arbeiten kann und vielleicht auch nicht in dem Beruf, den ich erlernt habe. Es gibt schlimmeres. Passt der Beruf nicht zu meinem Kind, dann steht mein Kind an erster Stelle.
Mein Kind muss sich nicht nach meinen Gegegebenheiten richten, mein Leben richtet sich nach den Bedürfnissen meines Kindes. Und das bedeutet auch, dass mein Kind einen geregelten und kindlichen Alltag hat. Es muss weder bis in den Abend hinein im Kiga hocken, noch schläft es dort ein und muss über Nacht bleiben.
Hier in meiner Umgebung gibt es recht strenge Öffnungszeiten. 8-9 Uhr Abgabe, holen um 11.45 Uhr. 14 Uhr Abgabe, holen 16.30 Uhr. Danach ist Familienzeit. Da wird zusammen Abend gegessen, vom Alltag erzählt und dann werden die Kinder in Ruhe von Mama und/oder Papa ins Bett gebracht, mit Vorlesegeschichten und schmusen.
Es gibt für berufstätige Mütter die Alternative, die Kinder von 7/8 Uhr bis 14.30 Uhr in der Kita zu lassen, aber dann dürfen sie mittags nicht mehr kommen. Das ist hier nicht erlaubt.
Und ich persönlich finde das super so. Hier werden die Kinder geschützt. Sie dürfen nicht abgegeben werden, wie es ein Schichtplan verlangen würde. Und wir haben hier sehr viele Mamas aus sozialen Berufen. Bei denen klappt es auch.
Und bevor mir mein Studium in die Quere bei der Kinderbetreuung kommt, studier ich halt erst und bekomm dann Kinder. Da hab ich auch ne knallharte Meinung zu.
Kinder sind keine Sache, die, wie ein Hobby, nebenbei laufen dürfen. Sie sind ein paar Jahre lang einfach unser Lebensmittelpunkt und im Notfall muss ein Elternteil eben zurückstecken. Das geht, wenn man will.
Mit Schließzeit mittags stelle ich mir total schwer vor. Als ich noch in der Stadt gearbeitet habe, hatte ich eine Stunde reinen Fahrweg. Da wäre das gar nicht gegangen. Aber wahrscheinlich habt ihr bei euch eher kurze Wege zur Arbeit? Ich glaub solche Öffnungszeiten gibt es hier in Berlin gar nicht![]()
Ich wohn mitten in der "Pampa" unser Ort hat nur 2000 Einwohner. Hier ist jeder aufs Auto angewiesen und die meisten haben Fahrzeiten von gut einer halben Stunde.
Trotzdem kriegen es hier alle gewuppt. Viele sind tatsächlich 3 Jahre Zuhause, aber eben nicht alle. Gerade die Krankenschwestern hier sind schon wieder in ihrem Beruf und bekommen es mit den verlängerten Öffnungszeiten gewuppt, oder in dem sie eben den Job in eine Arztpraxis verlegt haben, in der sie von 8-13 Uhr arbeiten und dann das Kind holen.
Ich hab für solche Fälle tatsächlich immer ein Beispiel vor Augen. Selbst eine Alleinerziehende haben wir und es klappt.
19.01.2018 14:20
Zitat von Alaska:
Zitat von Marf:
Hm....keiner sagt doch das man die Kinder bringt wie man möchte....man hat feste Arbeitszeiten - und die werden abgedeckt.Je nach Bedarf.....so wie jetzt ja auch,nur das nicht der Kiga die Zeiten vorgibt sondern zur Verfügung stellt.
Wenn jemand ab 6 Uhr morgens bis 12 Betreuung braucht findet er sie dort.Danach ist das Kind daheim.
Ebenso für andere Zeiten die eben nicht der normalen Arbeitswelt entsprechen.Wenn eine Mutter ihr Kind wegen eines Minijobs pro Tag ab 18 Uhr bis z.B. 21Uhr dort abgibt reden wir von 3 Stunden.
Schichteltern könnten so normale Abholzeiten verlängern,ohne das ihr Kind sofort 12 Stunden dirt sein müsste....es geht doch um eine flexiblere Gestaltung,nicht das die Kids dort 24 Std.gestapelt werden.
So könnte man leben wie man möchte,weil man weder Jobs aufgeben müsste o.sich endlos strecken muss weil man sonst das Kind nicht abholen kann.
Das wäre ja noch okay. Aber das geht eben auch mit dehnbaren Öffnungszeiten.
Ein Kind hat von 18-21 Uhr nicht in einem Hort zu sein. Da ist Vesper daheim und dann Bettzeit. Dann wird es 21 Uhr abgeholt, geht heim und wird dort (wieder) ins Bett gesteckt? Ja, das ist für ein Kind echt super.
Und wie wird das dann in der Schule?Ich find das schrecklich.
Und wo zieht man dann gesetzlich die Grenze? Was darf man einem Kind zumuten und was nicht? 8 Stunden entspricht dem Arbeitstag eines Vollzeitarbeitenden. Ein Kind soll die gleiche Beanspruchung oder noch länger auf sich laden, damit Mama Vollzeit arbeiten kann? In ihrem Traumberuf?
Bei vielen Kindern ist nach wenigen Stunden Kinderlärm, Förderung und spielen schon ein Punkt erreicht, an dem Schluss ist und sie die Ruhe Zuhause brauchen. Also wo sagt man Stop?
mal abgesehen davon, dass kinder ja länger als erwachsene "arbeiten", denn seltenst liegt die arbeitsstelle direkt neben dem kiga. oft hat man ja als mama dann noch 30-60min fahrtweg vor sich, so dass aus den 8-std reine arbeitszeit oft ein 9-10std "arbeitstag" für die kinder wird
19.01.2018 14:21
Zitat von Alaska:
Zitat von Seramonchen:
Zitat von Alaska:
Ich hab jetzt lange überlegt, ob ich überhaupt was dazu schreibe, weil ich dazu eine recht harte und eingefahrene Meinung habe.
Für mich wäre ien 24 Stunden-Kita tatsächlich eine Form der Kindesmisshandlung. Ich kann es nicht anders ausdrücken, mir fällt kein besseres Wort ein.
Nicht, weil sie dort 24 Stunden hingehen würden, das Argument ist doch fernab der Realtiät, sondern weil Kinder einen möglichst geregelten, gleichmäßigen Alltag brauchen.
Wie sieht also so eine Woche für ein 24-Stunden-Kigakind aus? Nehmen wir mal eine Krankenschwester und die Arbeitszeiten unserer Klinik (inkl. Bring - und Abholzeit):
Montag 5:30 Uhr - 13.30 Uhr
Dienstag 13 Uhr - 21 Uhr
Mittwoch 20 Uhr - 6 Uhr morgens
usw.
Ehrlich. Wenn man darüber reden würde, ob man die Kiga-Zeiten etwas mehr streckt, kein Thema. Von mir aus soll es Kigas geben, die von 7- 18 Uhr offen haben. Dann aber mit der festen Regelung, dass einem Kind nicht mehr als 8 Stunden zugemutet werden (und das find ich schon abnormal).
Aber ein Kiga-System, bei dem man das Kind holen und bringen kann, wie es in das eigene Leben passt? Nee, bin ich nicht für.
Wenn ich mich für Kinder entscheide, dann ist das eine bewusste Entscheidung. Das bedeutet unter Umständen auch, dass ich womöglich zum Wohl meiner Kinder ein paar Jahre nicht mehr Vollzeit arbeiten kann und vielleicht auch nicht in dem Beruf, den ich erlernt habe. Es gibt schlimmeres. Passt der Beruf nicht zu meinem Kind, dann steht mein Kind an erster Stelle.
Mein Kind muss sich nicht nach meinen Gegegebenheiten richten, mein Leben richtet sich nach den Bedürfnissen meines Kindes. Und das bedeutet auch, dass mein Kind einen geregelten und kindlichen Alltag hat. Es muss weder bis in den Abend hinein im Kiga hocken, noch schläft es dort ein und muss über Nacht bleiben.
Hier in meiner Umgebung gibt es recht strenge Öffnungszeiten. 8-9 Uhr Abgabe, holen um 11.45 Uhr. 14 Uhr Abgabe, holen 16.30 Uhr. Danach ist Familienzeit. Da wird zusammen Abend gegessen, vom Alltag erzählt und dann werden die Kinder in Ruhe von Mama und/oder Papa ins Bett gebracht, mit Vorlesegeschichten und schmusen.
Es gibt für berufstätige Mütter die Alternative, die Kinder von 7/8 Uhr bis 14.30 Uhr in der Kita zu lassen, aber dann dürfen sie mittags nicht mehr kommen. Das ist hier nicht erlaubt.
Und ich persönlich finde das super so. Hier werden die Kinder geschützt. Sie dürfen nicht abgegeben werden, wie es ein Schichtplan verlangen würde. Und wir haben hier sehr viele Mamas aus sozialen Berufen. Bei denen klappt es auch.
Und bevor mir mein Studium in die Quere bei der Kinderbetreuung kommt, studier ich halt erst und bekomm dann Kinder. Da hab ich auch ne knallharte Meinung zu.
Kinder sind keine Sache, die, wie ein Hobby, nebenbei laufen dürfen. Sie sind ein paar Jahre lang einfach unser Lebensmittelpunkt und im Notfall muss ein Elternteil eben zurückstecken. Das geht, wenn man will.
Mit Schließzeit mittags stelle ich mir total schwer vor. Als ich noch in der Stadt gearbeitet habe, hatte ich eine Stunde reinen Fahrweg. Da wäre das gar nicht gegangen. Aber wahrscheinlich habt ihr bei euch eher kurze Wege zur Arbeit? Ich glaub solche Öffnungszeiten gibt es hier in Berlin gar nicht![]()
Ich wohn mitten in der "Pampa" unser Ort hat nur 2000 Einwohner. Hier ist jeder aufs Auto angewiesen und die meisten haben Fahrzeiten von gut einer halben Stunde.
Trotzdem kriegen es hier alle gewuppt. Viele sind tatsächlich 3 Jahre Zuhause, aber eben nicht alle. Gerade die Krankenschwestern hier sind schon wieder in ihrem Beruf und bekommen es mit den verlängerten Öffnungszeiten gewuppt, oder in dem sie eben den Job in eine Arztpraxis verlegt haben, in der sie von 8-13 Uhr arbeiten und dann das Kind holen.
Ich hab für solche Fälle tatsächlich immer ein Beispiel vor Augen. Selbst eine Alleinerziehende haben wir und es klappt.
Ok krass, das finde ich echt schwer vorstellbar. Also klar, hier ginge das auch weil ich eh zu Hause arbeite, wobei ich wahrscheinlich zu faul wäre, die Schnuppe am Nachmittag wieder hinzubringen
19.01.2018 14:22
Zitat von Skorpi:
Zitat von DieW:
Zitat von Skorpi:
Zitat von Seramonchen:
...
Es ist schon lustig, wie ein Satz von mir mit Schock-Reaktionen umschmückt wird und andere Beitrage gelobt werden, die im Grunde den Eltern sagen, die viel fremd betreuen lassen, wie sie mit ihrem Egoismus ihren Kindern schaden anrichten.
DieW: Es wäre schön, wenn das immer alles so einfach wäre. Es gibt Eltern, die sind nun mal darauf angewiesen, arbeiten zu gehen und können sich auch nicht immer einen passenden Job aussuchen. Bzw. sind viele Eltern vielleicht auch einfach sehr glücklich in ihrem Beruf.
Mich hätte es tatsächlich sehr unglücklich gemacht, wenn ich meinen Job hätte aufgeben müssen, weil ich mich für Kinder entschieden habe. Man kann nicht nur Mutter oder nur berufstätige Frau sein. Es kann durchaus beides funktionieren, ohne, dass irgendjemand darunter leiden muss. Ich bin z.B. kein Mensch, der 3 Jahre zuhause bleiben kann. Menschlich einfach nicht, gar nicht so sehr vom finanziellen her. Aber ich würde kaputt gehen. Und ob damit den Kindern dann geholfen ist? Naja....
Ich habe auch nicht gesagt,dass man nur das Eine oder das Andere sein muss/sein darf.
ABER-Dein letzer Absatz macht ja deutlich, was ich meine.
DU wärst unglücklich, DU bist kein Mensch,der 3 Jahre Zuhause bleiben mag.
Was aber wenn DEIN Kind glücklicher wäre, oder es lieber Daheim bliebe.
DU entscheidest für DEIN Leben und zeitgleich für das DEINER Kinder, ohne zu wissen ,was sie wollen.
Ich verurteile niemanden ,der arbeiten möchte,aber ich finde,dass es für alle Familienmitglieder zu gleichermaßen zufriedenstellend sein sollte.
Und für MICH ist der Kindergarten ein Stück Arbeit für Kinder.Und Kinder die 8 oder noch länger in den Kiga gehen,leisten mehr Arbeit ,als wir uns Erwchsene vorstellen können.
Du, ich hab mir durchaus sehr, sehr viele Gedanken gemacht. Und ja, ich hätte auch eine Lösung gefunden, würden meine Kinder nicht damit klar kommen. Im übrigen sind meine Kinder nur bis 12 Uhr im Kindergarten, bzw. die Große bis 13 Uhr in der Schule. Danach werden sie von der Babysitterin zuhause fremd betreut, wenn der Bedarf gegeben ist. Von der Babysitterin, die sie schon seit Geburt an kennen. Zusätzlich haben wir die Möglichkeit unsere Kinder mitzunehmen, genauso wie wir sie bisher immer mit zu Terminen hatten, die außerhalb Berlins stattfanden und über mehrere Tage und Nächte gingen. Ich muss dich also enttäuschen und dir sagen, dass ich sehr wohl geschaut habe, wie beides eben geht. Natürlich passe ich mich da auch meinen Kindern an, aber nicht ausschließlich. Auch meine Bedürfnisse habe ich ernst genommen, was ich nur für gesund halte.
Ich weiss nicht,warum Du so muckelig bist?
Ich schrieb ja,wenn es für alle Familienmitglieder gleichermaßen zufriedenstellend ist ist doch alles fein.
Und in Deinem FALL hört es sich doch super an.
19.01.2018 14:22
Zitat von Seramonchen:
Zitat von Alaska:
Zitat von Seramonchen:
Zitat von Alaska:
Ich hab jetzt lange überlegt, ob ich überhaupt was dazu schreibe, weil ich dazu eine recht harte und eingefahrene Meinung habe.
Für mich wäre ien 24 Stunden-Kita tatsächlich eine Form der Kindesmisshandlung. Ich kann es nicht anders ausdrücken, mir fällt kein besseres Wort ein.
Nicht, weil sie dort 24 Stunden hingehen würden, das Argument ist doch fernab der Realtiät, sondern weil Kinder einen möglichst geregelten, gleichmäßigen Alltag brauchen.
Wie sieht also so eine Woche für ein 24-Stunden-Kigakind aus? Nehmen wir mal eine Krankenschwester und die Arbeitszeiten unserer Klinik (inkl. Bring - und Abholzeit):
Montag 5:30 Uhr - 13.30 Uhr
Dienstag 13 Uhr - 21 Uhr
Mittwoch 20 Uhr - 6 Uhr morgens
usw.
Ehrlich. Wenn man darüber reden würde, ob man die Kiga-Zeiten etwas mehr streckt, kein Thema. Von mir aus soll es Kigas geben, die von 7- 18 Uhr offen haben. Dann aber mit der festen Regelung, dass einem Kind nicht mehr als 8 Stunden zugemutet werden (und das find ich schon abnormal).
Aber ein Kiga-System, bei dem man das Kind holen und bringen kann, wie es in das eigene Leben passt? Nee, bin ich nicht für.
Wenn ich mich für Kinder entscheide, dann ist das eine bewusste Entscheidung. Das bedeutet unter Umständen auch, dass ich womöglich zum Wohl meiner Kinder ein paar Jahre nicht mehr Vollzeit arbeiten kann und vielleicht auch nicht in dem Beruf, den ich erlernt habe. Es gibt schlimmeres. Passt der Beruf nicht zu meinem Kind, dann steht mein Kind an erster Stelle.
Mein Kind muss sich nicht nach meinen Gegegebenheiten richten, mein Leben richtet sich nach den Bedürfnissen meines Kindes. Und das bedeutet auch, dass mein Kind einen geregelten und kindlichen Alltag hat. Es muss weder bis in den Abend hinein im Kiga hocken, noch schläft es dort ein und muss über Nacht bleiben.
Hier in meiner Umgebung gibt es recht strenge Öffnungszeiten. 8-9 Uhr Abgabe, holen um 11.45 Uhr. 14 Uhr Abgabe, holen 16.30 Uhr. Danach ist Familienzeit. Da wird zusammen Abend gegessen, vom Alltag erzählt und dann werden die Kinder in Ruhe von Mama und/oder Papa ins Bett gebracht, mit Vorlesegeschichten und schmusen.
Es gibt für berufstätige Mütter die Alternative, die Kinder von 7/8 Uhr bis 14.30 Uhr in der Kita zu lassen, aber dann dürfen sie mittags nicht mehr kommen. Das ist hier nicht erlaubt.
Und ich persönlich finde das super so. Hier werden die Kinder geschützt. Sie dürfen nicht abgegeben werden, wie es ein Schichtplan verlangen würde. Und wir haben hier sehr viele Mamas aus sozialen Berufen. Bei denen klappt es auch.
Und bevor mir mein Studium in die Quere bei der Kinderbetreuung kommt, studier ich halt erst und bekomm dann Kinder. Da hab ich auch ne knallharte Meinung zu.
Kinder sind keine Sache, die, wie ein Hobby, nebenbei laufen dürfen. Sie sind ein paar Jahre lang einfach unser Lebensmittelpunkt und im Notfall muss ein Elternteil eben zurückstecken. Das geht, wenn man will.
Mit Schließzeit mittags stelle ich mir total schwer vor. Als ich noch in der Stadt gearbeitet habe, hatte ich eine Stunde reinen Fahrweg. Da wäre das gar nicht gegangen. Aber wahrscheinlich habt ihr bei euch eher kurze Wege zur Arbeit? Ich glaub solche Öffnungszeiten gibt es hier in Berlin gar nicht![]()
Ich wohn mitten in der "Pampa" unser Ort hat nur 2000 Einwohner. Hier ist jeder aufs Auto angewiesen und die meisten haben Fahrzeiten von gut einer halben Stunde.
Trotzdem kriegen es hier alle gewuppt. Viele sind tatsächlich 3 Jahre Zuhause, aber eben nicht alle. Gerade die Krankenschwestern hier sind schon wieder in ihrem Beruf und bekommen es mit den verlängerten Öffnungszeiten gewuppt, oder in dem sie eben den Job in eine Arztpraxis verlegt haben, in der sie von 8-13 Uhr arbeiten und dann das Kind holen.
Ich hab für solche Fälle tatsächlich immer ein Beispiel vor Augen. Selbst eine Alleinerziehende haben wir und es klappt.
Ok krass, das finde ich echt schwer vorstellbar. Also klar, hier ginge das auch weil ich eh zu Hause arbeite, wobei ich wahrscheinlich zu faul wäre, die Schnuppe am Nachmittag wieder hinzubringen![]()
Naja. Die, die es nicht gewuppt kriegen, sind halt nicht in diesem Kindergarten
Die kriegt man dann halt nicht mit, denke ich.
19.01.2018 14:23
Zitat von Seramonchen:
Zitat von Alaska:
Zitat von Seramonchen:
Zitat von Alaska:
Ich hab jetzt lange überlegt, ob ich überhaupt was dazu schreibe, weil ich dazu eine recht harte und eingefahrene Meinung habe.
Für mich wäre ien 24 Stunden-Kita tatsächlich eine Form der Kindesmisshandlung. Ich kann es nicht anders ausdrücken, mir fällt kein besseres Wort ein.
Nicht, weil sie dort 24 Stunden hingehen würden, das Argument ist doch fernab der Realtiät, sondern weil Kinder einen möglichst geregelten, gleichmäßigen Alltag brauchen.
Wie sieht also so eine Woche für ein 24-Stunden-Kigakind aus? Nehmen wir mal eine Krankenschwester und die Arbeitszeiten unserer Klinik (inkl. Bring - und Abholzeit):
Montag 5:30 Uhr - 13.30 Uhr
Dienstag 13 Uhr - 21 Uhr
Mittwoch 20 Uhr - 6 Uhr morgens
usw.
Ehrlich. Wenn man darüber reden würde, ob man die Kiga-Zeiten etwas mehr streckt, kein Thema. Von mir aus soll es Kigas geben, die von 7- 18 Uhr offen haben. Dann aber mit der festen Regelung, dass einem Kind nicht mehr als 8 Stunden zugemutet werden (und das find ich schon abnormal).
Aber ein Kiga-System, bei dem man das Kind holen und bringen kann, wie es in das eigene Leben passt? Nee, bin ich nicht für.
Wenn ich mich für Kinder entscheide, dann ist das eine bewusste Entscheidung. Das bedeutet unter Umständen auch, dass ich womöglich zum Wohl meiner Kinder ein paar Jahre nicht mehr Vollzeit arbeiten kann und vielleicht auch nicht in dem Beruf, den ich erlernt habe. Es gibt schlimmeres. Passt der Beruf nicht zu meinem Kind, dann steht mein Kind an erster Stelle.
Mein Kind muss sich nicht nach meinen Gegegebenheiten richten, mein Leben richtet sich nach den Bedürfnissen meines Kindes. Und das bedeutet auch, dass mein Kind einen geregelten und kindlichen Alltag hat. Es muss weder bis in den Abend hinein im Kiga hocken, noch schläft es dort ein und muss über Nacht bleiben.
Hier in meiner Umgebung gibt es recht strenge Öffnungszeiten. 8-9 Uhr Abgabe, holen um 11.45 Uhr. 14 Uhr Abgabe, holen 16.30 Uhr. Danach ist Familienzeit. Da wird zusammen Abend gegessen, vom Alltag erzählt und dann werden die Kinder in Ruhe von Mama und/oder Papa ins Bett gebracht, mit Vorlesegeschichten und schmusen.
Es gibt für berufstätige Mütter die Alternative, die Kinder von 7/8 Uhr bis 14.30 Uhr in der Kita zu lassen, aber dann dürfen sie mittags nicht mehr kommen. Das ist hier nicht erlaubt.
Und ich persönlich finde das super so. Hier werden die Kinder geschützt. Sie dürfen nicht abgegeben werden, wie es ein Schichtplan verlangen würde. Und wir haben hier sehr viele Mamas aus sozialen Berufen. Bei denen klappt es auch.
Und bevor mir mein Studium in die Quere bei der Kinderbetreuung kommt, studier ich halt erst und bekomm dann Kinder. Da hab ich auch ne knallharte Meinung zu.
Kinder sind keine Sache, die, wie ein Hobby, nebenbei laufen dürfen. Sie sind ein paar Jahre lang einfach unser Lebensmittelpunkt und im Notfall muss ein Elternteil eben zurückstecken. Das geht, wenn man will.
Mit Schließzeit mittags stelle ich mir total schwer vor. Als ich noch in der Stadt gearbeitet habe, hatte ich eine Stunde reinen Fahrweg. Da wäre das gar nicht gegangen. Aber wahrscheinlich habt ihr bei euch eher kurze Wege zur Arbeit? Ich glaub solche Öffnungszeiten gibt es hier in Berlin gar nicht![]()
Ich wohn mitten in der "Pampa" unser Ort hat nur 2000 Einwohner. Hier ist jeder aufs Auto angewiesen und die meisten haben Fahrzeiten von gut einer halben Stunde.
Trotzdem kriegen es hier alle gewuppt. Viele sind tatsächlich 3 Jahre Zuhause, aber eben nicht alle. Gerade die Krankenschwestern hier sind schon wieder in ihrem Beruf und bekommen es mit den verlängerten Öffnungszeiten gewuppt, oder in dem sie eben den Job in eine Arztpraxis verlegt haben, in der sie von 8-13 Uhr arbeiten und dann das Kind holen.
Ich hab für solche Fälle tatsächlich immer ein Beispiel vor Augen. Selbst eine Alleinerziehende haben wir und es klappt.
Ok krass, das finde ich echt schwer vorstellbar. Also klar, hier ginge das auch weil ich eh zu Hause arbeite, wobei ich wahrscheinlich zu faul wäre, die Schnuppe am Nachmittag wieder hinzubringen![]()
solche öffnungszeiten sind im ländlichen bereichen wirklich oft noch "normal"
hier aht auch nicht jeder kiga um 7 auf, viele machen erst ab 8 oder 9 auf.
da kann arbeitssuche schon kompliziert werden, aber trotzdem bekommen es viele hin!
wobei hier erweiterte öffnungszeiten von 7 bis 20 uhr oder ähnlich (aber mit täglicher std-begrenzung für die kinder) schon sinnvoll wären.
19.01.2018 14:24
Grundsätzlich befürworte ich es, dass die Zeiten länger sind und sich der Arbeitssituation anpassen. Das will ich keinem Absprechen.
Aber ich denke halt schon oft bei dem Thema, wie haben die Leute das früher gemacht? Ich stamme jetzt nicht aus einer Zeit, in der Mütter per se nur Hausfrauen waren. Diese Zeit ist ja nicht erst seit gestern vorbei. Meine Kindergartenzeit war Anfang der 90er und da war meine Mama nicht die einzige arbeitende Mutter.
Damit will ich nicht sagen, lasst es uns so wie früher machen. Denn im Grunde begrüße ich eine Wahlfreiheit, da ich Menschen kenne, die es einfach wirklich brauchen. Aber allein so als Bestandsaufnahme finde ich es interessant, wie viel mehr Menschen es eben wirklich brauchen.
Verdienen die Menschen heute so viel weniger? Sind die Ansprüche gestiegen? Der Druck von Außen?
Aber ich denke halt schon oft bei dem Thema, wie haben die Leute das früher gemacht? Ich stamme jetzt nicht aus einer Zeit, in der Mütter per se nur Hausfrauen waren. Diese Zeit ist ja nicht erst seit gestern vorbei. Meine Kindergartenzeit war Anfang der 90er und da war meine Mama nicht die einzige arbeitende Mutter.
Damit will ich nicht sagen, lasst es uns so wie früher machen. Denn im Grunde begrüße ich eine Wahlfreiheit, da ich Menschen kenne, die es einfach wirklich brauchen. Aber allein so als Bestandsaufnahme finde ich es interessant, wie viel mehr Menschen es eben wirklich brauchen.
Verdienen die Menschen heute so viel weniger? Sind die Ansprüche gestiegen? Der Druck von Außen?
19.01.2018 14:25
Zitat von Obsidian:
Zitat von Seramonchen:
Zitat von Alaska:
Zitat von Seramonchen:
...
Ich wohn mitten in der "Pampa" unser Ort hat nur 2000 Einwohner. Hier ist jeder aufs Auto angewiesen und die meisten haben Fahrzeiten von gut einer halben Stunde.
Trotzdem kriegen es hier alle gewuppt. Viele sind tatsächlich 3 Jahre Zuhause, aber eben nicht alle. Gerade die Krankenschwestern hier sind schon wieder in ihrem Beruf und bekommen es mit den verlängerten Öffnungszeiten gewuppt, oder in dem sie eben den Job in eine Arztpraxis verlegt haben, in der sie von 8-13 Uhr arbeiten und dann das Kind holen.
Ich hab für solche Fälle tatsächlich immer ein Beispiel vor Augen. Selbst eine Alleinerziehende haben wir und es klappt.
Ok krass, das finde ich echt schwer vorstellbar. Also klar, hier ginge das auch weil ich eh zu Hause arbeite, wobei ich wahrscheinlich zu faul wäre, die Schnuppe am Nachmittag wieder hinzubringen![]()
Naja. Die, die es nicht gewuppt kriegen, sind halt nicht in diesem KindergartenDie kriegt man dann halt nicht mit, denke ich.
Ach so, es klang für mich nach normalen Öffnungszeiten in der Region.
19.01.2018 14:26
@shelyra:
Aber was ist daran denn schwer vorstellbar? Da steh ich jetzt auf dem Schlauch.
Mal angenommen, ich geh in meinen Traumberuf zurück. Ich brauch 25 min zur Arbeit.
Das bedeutet, ich muss Jonas um 7:30 Uhr in die Kita bringen, fahr die halbe Stunde und fang um 8 Uhr an zu arbeiten, um 8.30 Uhr öffnet unsere Buchhandlung.
Dann arbeite ich halbtags, schließ um 12:30 Uhr den Laden (dann hab ich sogar 4,5 Stunden auf meinem Konto), fahr die halbe Stunde heim, hol um ca. 13 Uhr mein Kind ab.
Unsere verlängerte Kitaöffnungszeiten sind, wie gesagt von frühestens 7 Uhr bis maximal 14:30 Uhr.
Ich hab also sogar noch Luft.
Und wenn mein Job mir so in die Quere kommen würde, dass ich meinen Kindern unterschiedliche Kitazeiten zumuten müsste oder eben eine Stundenanzahl, die ich mit meinem Gewissen nicht vertreten könnte, dann lass ich im allerschlimmsten Fall meinen Traumberuf fallen und würde mir etwas suchen, das in diese Zeit passt. Davon gibt es doch jede Menge. Das muss mir keinen Spaß machen, das muss mir nur eine Zeit überbrücken, bis meine Kinder auch mal 2-3 Stunden alleine Zuhause sein können. Dann kann ich immer noch durchstarten.
Zitat von Seramonchen:
Zitat von Alaska:
Zitat von Seramonchen:
Zitat von Alaska:
Ich hab jetzt lange überlegt, ob ich überhaupt was dazu schreibe, weil ich dazu eine recht harte und eingefahrene Meinung habe.
Für mich wäre ien 24 Stunden-Kita tatsächlich eine Form der Kindesmisshandlung. Ich kann es nicht anders ausdrücken, mir fällt kein besseres Wort ein.
Nicht, weil sie dort 24 Stunden hingehen würden, das Argument ist doch fernab der Realtiät, sondern weil Kinder einen möglichst geregelten, gleichmäßigen Alltag brauchen.
Wie sieht also so eine Woche für ein 24-Stunden-Kigakind aus? Nehmen wir mal eine Krankenschwester und die Arbeitszeiten unserer Klinik (inkl. Bring - und Abholzeit):
Montag 5:30 Uhr - 13.30 Uhr
Dienstag 13 Uhr - 21 Uhr
Mittwoch 20 Uhr - 6 Uhr morgens
usw.
Ehrlich. Wenn man darüber reden würde, ob man die Kiga-Zeiten etwas mehr streckt, kein Thema. Von mir aus soll es Kigas geben, die von 7- 18 Uhr offen haben. Dann aber mit der festen Regelung, dass einem Kind nicht mehr als 8 Stunden zugemutet werden (und das find ich schon abnormal).
Aber ein Kiga-System, bei dem man das Kind holen und bringen kann, wie es in das eigene Leben passt? Nee, bin ich nicht für.
Wenn ich mich für Kinder entscheide, dann ist das eine bewusste Entscheidung. Das bedeutet unter Umständen auch, dass ich womöglich zum Wohl meiner Kinder ein paar Jahre nicht mehr Vollzeit arbeiten kann und vielleicht auch nicht in dem Beruf, den ich erlernt habe. Es gibt schlimmeres. Passt der Beruf nicht zu meinem Kind, dann steht mein Kind an erster Stelle.
Mein Kind muss sich nicht nach meinen Gegegebenheiten richten, mein Leben richtet sich nach den Bedürfnissen meines Kindes. Und das bedeutet auch, dass mein Kind einen geregelten und kindlichen Alltag hat. Es muss weder bis in den Abend hinein im Kiga hocken, noch schläft es dort ein und muss über Nacht bleiben.
Hier in meiner Umgebung gibt es recht strenge Öffnungszeiten. 8-9 Uhr Abgabe, holen um 11.45 Uhr. 14 Uhr Abgabe, holen 16.30 Uhr. Danach ist Familienzeit. Da wird zusammen Abend gegessen, vom Alltag erzählt und dann werden die Kinder in Ruhe von Mama und/oder Papa ins Bett gebracht, mit Vorlesegeschichten und schmusen.
Es gibt für berufstätige Mütter die Alternative, die Kinder von 7/8 Uhr bis 14.30 Uhr in der Kita zu lassen, aber dann dürfen sie mittags nicht mehr kommen. Das ist hier nicht erlaubt.
Und ich persönlich finde das super so. Hier werden die Kinder geschützt. Sie dürfen nicht abgegeben werden, wie es ein Schichtplan verlangen würde. Und wir haben hier sehr viele Mamas aus sozialen Berufen. Bei denen klappt es auch.
Und bevor mir mein Studium in die Quere bei der Kinderbetreuung kommt, studier ich halt erst und bekomm dann Kinder. Da hab ich auch ne knallharte Meinung zu.
Kinder sind keine Sache, die, wie ein Hobby, nebenbei laufen dürfen. Sie sind ein paar Jahre lang einfach unser Lebensmittelpunkt und im Notfall muss ein Elternteil eben zurückstecken. Das geht, wenn man will.
Mit Schließzeit mittags stelle ich mir total schwer vor. Als ich noch in der Stadt gearbeitet habe, hatte ich eine Stunde reinen Fahrweg. Da wäre das gar nicht gegangen. Aber wahrscheinlich habt ihr bei euch eher kurze Wege zur Arbeit? Ich glaub solche Öffnungszeiten gibt es hier in Berlin gar nicht![]()
Ich wohn mitten in der "Pampa" unser Ort hat nur 2000 Einwohner. Hier ist jeder aufs Auto angewiesen und die meisten haben Fahrzeiten von gut einer halben Stunde.
Trotzdem kriegen es hier alle gewuppt. Viele sind tatsächlich 3 Jahre Zuhause, aber eben nicht alle. Gerade die Krankenschwestern hier sind schon wieder in ihrem Beruf und bekommen es mit den verlängerten Öffnungszeiten gewuppt, oder in dem sie eben den Job in eine Arztpraxis verlegt haben, in der sie von 8-13 Uhr arbeiten und dann das Kind holen.
Ich hab für solche Fälle tatsächlich immer ein Beispiel vor Augen. Selbst eine Alleinerziehende haben wir und es klappt.
Ok krass, das finde ich echt schwer vorstellbar. Also klar, hier ginge das auch weil ich eh zu Hause arbeite, wobei ich wahrscheinlich zu faul wäre, die Schnuppe am Nachmittag wieder hinzubringen![]()
Aber was ist daran denn schwer vorstellbar? Da steh ich jetzt auf dem Schlauch.
Mal angenommen, ich geh in meinen Traumberuf zurück. Ich brauch 25 min zur Arbeit.
Das bedeutet, ich muss Jonas um 7:30 Uhr in die Kita bringen, fahr die halbe Stunde und fang um 8 Uhr an zu arbeiten, um 8.30 Uhr öffnet unsere Buchhandlung.
Dann arbeite ich halbtags, schließ um 12:30 Uhr den Laden (dann hab ich sogar 4,5 Stunden auf meinem Konto), fahr die halbe Stunde heim, hol um ca. 13 Uhr mein Kind ab.
Unsere verlängerte Kitaöffnungszeiten sind, wie gesagt von frühestens 7 Uhr bis maximal 14:30 Uhr.
Ich hab also sogar noch Luft.
Und wenn mein Job mir so in die Quere kommen würde, dass ich meinen Kindern unterschiedliche Kitazeiten zumuten müsste oder eben eine Stundenanzahl, die ich mit meinem Gewissen nicht vertreten könnte, dann lass ich im allerschlimmsten Fall meinen Traumberuf fallen und würde mir etwas suchen, das in diese Zeit passt. Davon gibt es doch jede Menge. Das muss mir keinen Spaß machen, das muss mir nur eine Zeit überbrücken, bis meine Kinder auch mal 2-3 Stunden alleine Zuhause sein können. Dann kann ich immer noch durchstarten.
19.01.2018 14:27
Zitat von Seramonchen:
Zitat von Obsidian:
Zitat von Seramonchen:
Zitat von Alaska:
...
Ok krass, das finde ich echt schwer vorstellbar. Also klar, hier ginge das auch weil ich eh zu Hause arbeite, wobei ich wahrscheinlich zu faul wäre, die Schnuppe am Nachmittag wieder hinzubringen![]()
Naja. Die, die es nicht gewuppt kriegen, sind halt nicht in diesem KindergartenDie kriegt man dann halt nicht mit, denke ich.
Ach so, es klang für mich nach normalen Öffnungszeiten in der Region.
Es sind die normalen Öffnungszeiten in unserer Region. Alternativ müsste man vllt eine Tagesmutter suchen. Aber Kiga? Nee. Da gibts hier keinen einzigen, der länger als 16:30 Uhr offen hat.
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