Kitaöffnungszeiten bis 20 Uhr und länger?
19.01.2018 14:28
Wir reden hier doch nur darüber,oder planen wir ?
Wie das ganze gehandhabt werden würde ist doch aussen vor.Vielleicht mit einem Zeitkontigent pro Tag/Kind....oder streng nach Arbeitszeitnachweis plus Wegezeit.....wie auch immer.....
Längere Arbeitswege,Überstunden etc. haben doch auch Eltern jetzt.Deren Kinder stehen dann auch um halb 1 vor dem Kiga .Und wenn das Kind abends bei der Verwandtschaft ist ,bis Mama es um 20 Uhr abholt muss es danach auch ins Bett.Und nicht jeder lebt nebenan....ähm....Die Mutter aber,die keine Nachbarin hat o.Sitter bezahlen kann,könnte da den 24 Std. Kiga nehmen.
Ich sehe mir hier die privaten Institute an.Die haben zum Teil lange Öffnungsmodelle,einige auch am WE.Da bestehen Wartelisten bis zu 3 Jahre! Also Bedarf gibt es....
Wie das ganze gehandhabt werden würde ist doch aussen vor.Vielleicht mit einem Zeitkontigent pro Tag/Kind....oder streng nach Arbeitszeitnachweis plus Wegezeit.....wie auch immer.....
Längere Arbeitswege,Überstunden etc. haben doch auch Eltern jetzt.Deren Kinder stehen dann auch um halb 1 vor dem Kiga .Und wenn das Kind abends bei der Verwandtschaft ist ,bis Mama es um 20 Uhr abholt muss es danach auch ins Bett.Und nicht jeder lebt nebenan....ähm....Die Mutter aber,die keine Nachbarin hat o.Sitter bezahlen kann,könnte da den 24 Std. Kiga nehmen.
Ich sehe mir hier die privaten Institute an.Die haben zum Teil lange Öffnungsmodelle,einige auch am WE.Da bestehen Wartelisten bis zu 3 Jahre! Also Bedarf gibt es....
19.01.2018 14:29
Zitat von Alaska:
Ich hab jetzt lange überlegt, ob ich überhaupt was dazu schreibe, weil ich dazu eine recht harte und eingefahrene Meinung habe.
Für mich wäre ien 24 Stunden-Kita tatsächlich eine Form der Kindesmisshandlung. Ich kann es nicht anders ausdrücken, mir fällt kein besseres Wort ein.
Nicht, weil sie dort 24 Stunden hingehen würden, das Argument ist doch fernab der Realtiät, sondern weil Kinder einen möglichst geregelten, gleichmäßigen Alltag brauchen.
Wie sieht also so eine Woche für ein 24-Stunden-Kigakind aus? Nehmen wir mal eine Krankenschwester und die Arbeitszeiten unserer Klinik (inkl. Bring - und Abholzeit):
Montag 5:30 Uhr - 13.30 Uhr
Dienstag 13 Uhr - 21 Uhr
Mittwoch 20 Uhr - 6 Uhr morgens
usw.
Ehrlich. Wenn man darüber reden würde, ob man die Kiga-Zeiten etwas mehr streckt, kein Thema. Von mir aus soll es Kigas geben, die von 7- 18 Uhr offen haben. Dann aber mit der festen Regelung, dass einem Kind nicht mehr als 8 Stunden zugemutet werden (und das find ich schon abnormal).
Aber ein Kiga-System, bei dem man das Kind holen und bringen kann, wie es in das eigene Leben passt? Nee, bin ich nicht für.
Wenn ich mich für Kinder entscheide, dann ist das eine bewusste Entscheidung. Das bedeutet unter Umständen auch, dass ich womöglich zum Wohl meiner Kinder ein paar Jahre nicht mehr Vollzeit arbeiten kann und vielleicht auch nicht in dem Beruf, den ich erlernt habe. Es gibt schlimmeres. Passt der Beruf nicht zu meinem Kind, dann steht mein Kind an erster Stelle.
Mein Kind muss sich nicht nach meinen Gegegebenheiten richten, mein Leben richtet sich nach den Bedürfnissen meines Kindes. Und das bedeutet auch, dass mein Kind einen geregelten und kindlichen Alltag hat. Es muss weder bis in den Abend hinein im Kiga hocken, noch schläft es dort ein und muss über Nacht bleiben.
Hier in meiner Umgebung gibt es recht strenge Öffnungszeiten. 8-9 Uhr Abgabe, holen um 11.45 Uhr. 14 Uhr Abgabe, holen 16.30 Uhr. Danach ist Familienzeit. Da wird zusammen Abend gegessen, vom Alltag erzählt und dann werden die Kinder in Ruhe von Mama und/oder Papa ins Bett gebracht, mit Vorlesegeschichten und schmusen.
Es gibt für berufstätige Mütter die Alternative, die Kinder von 7/8 Uhr bis 14.30 Uhr in der Kita zu lassen, aber dann dürfen sie mittags nicht mehr kommen. Das ist hier nicht erlaubt.
Und ich persönlich finde das super so. Hier werden die Kinder geschützt. Sie dürfen nicht abgegeben werden, wie es ein Schichtplan verlangen würde. Und wir haben hier sehr viele Mamas aus sozialen Berufen. Bei denen klappt es auch.
Und bevor mir mein Studium in die Quere bei der Kinderbetreuung kommt, studier ich halt erst und bekomm dann Kinder. Da hab ich auch ne knallharte Meinung zu.
Kinder sind keine Sache, die, wie ein Hobby, nebenbei laufen dürfen. Sie sind ein paar Jahre lang einfach unser Lebensmittelpunkt und im Notfall muss ein Elternteil eben zurückstecken. Das geht, wenn man will.
Klar, aus einer heilen Welt lässt sich sowas schön verurteilen. Aber so läuft das Leben nunmal nicht immer.
19.01.2018 14:29
Zitat von Alaska:
Zitat von Seramonchen:
Zitat von Obsidian:
Zitat von Seramonchen:
...
Naja. Die, die es nicht gewuppt kriegen, sind halt nicht in diesem KindergartenDie kriegt man dann halt nicht mit, denke ich.
Ach so, es klang für mich nach normalen Öffnungszeiten in der Region.
Es sind die normalen Öffnungszeiten in unserer Region. Alternativ müsste man vllt eine Tagesmutter suchen. Aber Kiga? Nee. Da gibts hier keinen einzigen, der länger als 16:30 Uhr offen hat.
16:30/17 Uhr ist ja auch noch ok als Kernzeit. Aber ein erzwungendes Abholen über den Mittag find ich extrem schlecht.
19.01.2018 14:30
Zitat von Alaska:
@shelyra:![]()
Zitat von Seramonchen:
Zitat von Alaska:
Zitat von Seramonchen:
...
Ich wohn mitten in der "Pampa" unser Ort hat nur 2000 Einwohner. Hier ist jeder aufs Auto angewiesen und die meisten haben Fahrzeiten von gut einer halben Stunde.
Trotzdem kriegen es hier alle gewuppt. Viele sind tatsächlich 3 Jahre Zuhause, aber eben nicht alle. Gerade die Krankenschwestern hier sind schon wieder in ihrem Beruf und bekommen es mit den verlängerten Öffnungszeiten gewuppt, oder in dem sie eben den Job in eine Arztpraxis verlegt haben, in der sie von 8-13 Uhr arbeiten und dann das Kind holen.
Ich hab für solche Fälle tatsächlich immer ein Beispiel vor Augen. Selbst eine Alleinerziehende haben wir und es klappt.
Ok krass, das finde ich echt schwer vorstellbar. Also klar, hier ginge das auch weil ich eh zu Hause arbeite, wobei ich wahrscheinlich zu faul wäre, die Schnuppe am Nachmittag wieder hinzubringen![]()
Aber was ist daran denn schwer vorstellbar? Da steh ich jetzt auf dem Schlauch.
Mal angenommen, ich geh in meinen Traumberuf zurück. Ich brauch 25 min zur Arbeit.
Das bedeutet, ich muss Jonas um 7:30 Uhr in die Kita bringen, fahr die halbe Stunde und fang um 8 Uhr an zu arbeiten, um 8.30 Uhr öffnet unsere Buchhandlung.
Dann arbeite ich halbtags, schließ um 12:30 Uhr den Laden (dann hab ich sogar 4,5 Stunden auf meinem Konto), fahr die halbe Stunde heim, hol um ca. 13 Uhr mein Kind ab.
Unsere verlängerte Kitaöffnungszeiten sind, wie gesagt von frühestens 7 Uhr bis maximal 14:30 Uhr.
Ich hab also sogar noch Luft.
Und wenn mein Job mir so in die Quere kommen würde, dass ich meinen Kindern unterschiedliche Kitazeiten zumuten müsste oder eben eine Stundenanzahl, die ich mit meinem Gewissen nicht vertreten könnte, dann lass ich im allerschlimmsten Fall meinen Traumberuf fallen und würde mir etwas suchen, das in diese Zeit passt. Davon gibt es doch jede Menge. Das muss mir keinen Spaß machen, das muss mir nur eine Zeit überbrücken, bis meine Kinder auch mal 2-3 Stunden alleine Zuhause sein können. Dann kann ich immer noch durchstarten.
Nein ich meine schwer vorstellbar im Sinne, dass das hier klappen würde. Hier haben die Läden bis 20 oder 22 Uhr auf, die Ärzte bis 18 Uhr usw. und die Fahrwege zum Job sind teilweise sehr lang. das es sicher klappen kann, wenn man die passenden Arbeitszeiten hat, versteh ich. Ich hatte nur erst verstanden, dass diese Öffnungszeiten für die Kitas bei euch normal sind mit der Pause.
19.01.2018 14:31
Ich bin ja ursprünglich OP-Schwester, also mit allen möglichen Tag-und Nachtdiensten, dies habe ich aber mit Kind natürlich aufgegeben.
Ich hab nichts gegen die 24-Stunden Kitas, weil zumindest die Option besteht das Kind auch zu anderen Zeiten bringen zu können.
Ich persönlich würde es aber weder meinem Kind noch mir zumuten wollen, es jeden Tag zu einer andern Schicht abgeben zu wollen.
Mein ehemaliger Arbeitgeber im Krankenhaus hatte mir damals die Möglichkeit zu geben mir einen auf mich und unsere Bedürfnisse zugeschnittenen Dienstplan zu erstellen, so dass ich eben nicht alle möglichen Wechsel drin habe.
Dass das nicht immer geht ist klar.
Ich hab die Arbeit im Krankenhaus dennoch aufgegeben und hab finanziell trotzdem keine Einbußen. Es gibt fast immer eine Lösung.
Kindesmisshandlung finde ich aber ein etwas zu krasses Wort für 24-Stunden Kitas ehrlich gesagt, aber jedem das Seine..
Ich hab nichts gegen die 24-Stunden Kitas, weil zumindest die Option besteht das Kind auch zu anderen Zeiten bringen zu können.
Ich persönlich würde es aber weder meinem Kind noch mir zumuten wollen, es jeden Tag zu einer andern Schicht abgeben zu wollen.
Mein ehemaliger Arbeitgeber im Krankenhaus hatte mir damals die Möglichkeit zu geben mir einen auf mich und unsere Bedürfnisse zugeschnittenen Dienstplan zu erstellen, so dass ich eben nicht alle möglichen Wechsel drin habe.
Dass das nicht immer geht ist klar.
Ich hab die Arbeit im Krankenhaus dennoch aufgegeben und hab finanziell trotzdem keine Einbußen. Es gibt fast immer eine Lösung.
Kindesmisshandlung finde ich aber ein etwas zu krasses Wort für 24-Stunden Kitas ehrlich gesagt, aber jedem das Seine..
19.01.2018 14:32
Zitat von Alaska:
Zitat von Seramonchen:
Zitat von Obsidian:
Zitat von Seramonchen:
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Naja. Die, die es nicht gewuppt kriegen, sind halt nicht in diesem KindergartenDie kriegt man dann halt nicht mit, denke ich.
Ach so, es klang für mich nach normalen Öffnungszeiten in der Region.
Es sind die normalen Öffnungszeiten in unserer Region. Alternativ müsste man vllt eine Tagesmutter suchen. Aber Kiga? Nee. Da gibts hier keinen einzigen, der länger als 16:30 Uhr offen hat.
Also doch normal, wobei 16.30 ja noch geht, aber 14.30 wäre hier für die meisten Eltern glaube echt schwer.
19.01.2018 14:33
Zitat von Marf:
Wir reden hier doch nur darüber,oder planen wir ?![]()
Wie das ganze gehandhabt werden würde ist doch aussen vor.Vielleicht mit einem Zeitkontigent pro Tag/Kind....oder streng nach Arbeitszeitnachweis plus Wegezeit.....wie auch immer.....
Längere Arbeitswege,Überstunden etc. haben doch auch Eltern jetzt.Deren Kinder stehen dann auch um halb 1 vor dem Kiga .Und wenn das Kind abends bei der Verwandtschaft ist ,bis Mama es um 20 Uhr abholt muss es danach auch ins Bett.Und nicht jeder lebt nebenan....ähm....Die Mutter aber,die keine Nachbarin hat o.Sitter bezahlen kann,könnte da den 24 Std. Kiga nehmen.
Ich sehe mir hier die privaten Institute an.Die haben zum Teil lange Öffnungsmodelle,einige auch am WE.Da bestehen Wartelisten bis zu 3 Jahre! Also Bedarf gibt es....
Aber der Gedanke, wie das zu handhaben wäre, gehört doch dazu. Ohne diese Gedanken muss ich doch nicht darüber diskutieren?
Und ob es einen Arbeitszeitennachweis gibt oder nicht ist ja wurscht. Das Kind steckt dann trotzdem 8 Stunden oder länger in so einer Einrichtung. Ich find das schrecklich für Kinder.
Ich find den aufkommenden Gedanken schrecklich, dass sich die Betreuung für das eigene Kind an absolut jeden Beruf, an jede Berufszeit und an die Wünsche der Mutter anpassen muss.
Es ist anders herum. Die Eltern haben sich an das Kind anzupassen, zum Wohl des Kindes.
19.01.2018 14:35
Zitat von Obsidian:
Zitat von Alaska:
Zitat von Seramonchen:
Zitat von Obsidian:
...
Ach so, es klang für mich nach normalen Öffnungszeiten in der Region.
Es sind die normalen Öffnungszeiten in unserer Region. Alternativ müsste man vllt eine Tagesmutter suchen. Aber Kiga? Nee. Da gibts hier keinen einzigen, der länger als 16:30 Uhr offen hat.
16:30/17 Uhr ist ja auch noch ok als Kernzeit. Aber ein erzwungendes Abholen über den Mittag find ich extrem schlecht.
Aber wenn ein Kind um 8 Uhr morgens in den Kiga gebracht wird und die verlängerten Öffnungszeiten mit Mittagessen nutzt, dann ist es bis 14:30 Uhr 6,5 Stunden drin. Fast so viel, wie ein Erwachsener Leistung bringen muss.
Wer will seinem Kind denn noch mehr Stunden zumuten?
Ich bin ehrlich sehr dankbar, dass die Kigas der Region da das Kind in Schutz nehmen und Stop sagen.
19.01.2018 14:37
Zitat von Alaska:
Ich hab jetzt lange überlegt, ob ich überhaupt was dazu schreibe, weil ich dazu eine recht harte und eingefahrene Meinung habe.
Für mich wäre ien 24 Stunden-Kita tatsächlich eine Form der Kindesmisshandlung. Ich kann es nicht anders ausdrücken, mir fällt kein besseres Wort ein.
Nicht, weil sie dort 24 Stunden hingehen würden, das Argument ist doch fernab der Realtiät, sondern weil Kinder einen möglichst geregelten, gleichmäßigen Alltag brauchen.
Wie sieht also so eine Woche für ein 24-Stunden-Kigakind aus? Nehmen wir mal eine Krankenschwester und die Arbeitszeiten unserer Klinik (inkl. Bring - und Abholzeit):
Montag 5:30 Uhr - 13.30 Uhr
Dienstag 13 Uhr - 21 Uhr
Mittwoch 20 Uhr - 6 Uhr morgens
usw.
Ehrlich. Wenn man darüber reden würde, ob man die Kiga-Zeiten etwas mehr streckt, kein Thema. Von mir aus soll es Kigas geben, die von 7- 18 Uhr offen haben. Dann aber mit der festen Regelung, dass einem Kind nicht mehr als 8 Stunden zugemutet werden (und das find ich schon abnormal).
Aber ein Kiga-System, bei dem man das Kind holen und bringen kann, wie es in das eigene Leben passt? Nee, bin ich nicht für.
Wenn ich mich für Kinder entscheide, dann ist das eine bewusste Entscheidung. Das bedeutet unter Umständen auch, dass ich womöglich zum Wohl meiner Kinder ein paar Jahre nicht mehr Vollzeit arbeiten kann und vielleicht auch nicht in dem Beruf, den ich erlernt habe. Es gibt schlimmeres. Passt der Beruf nicht zu meinem Kind, dann steht mein Kind an erster Stelle.
Mein Kind muss sich nicht nach meinen Gegegebenheiten richten, mein Leben richtet sich nach den Bedürfnissen meines Kindes. Und das bedeutet auch, dass mein Kind einen geregelten und kindlichen Alltag hat. Es muss weder bis in den Abend hinein im Kiga hocken, noch schläft es dort ein und muss über Nacht bleiben.
Hier in meiner Umgebung gibt es recht strenge Öffnungszeiten. 8-9 Uhr Abgabe, holen um 11.45 Uhr. 14 Uhr Abgabe, holen 16.30 Uhr. Danach ist Familienzeit. Da wird zusammen Abend gegessen, vom Alltag erzählt und dann werden die Kinder in Ruhe von Mama und/oder Papa ins Bett gebracht, mit Vorlesegeschichten und schmusen.
Es gibt für berufstätige Mütter die Alternative, die Kinder von 7/8 Uhr bis 14.30 Uhr in der Kita zu lassen, aber dann dürfen sie mittags nicht mehr kommen. Das ist hier nicht erlaubt.
Und ich persönlich finde das super so. Hier werden die Kinder geschützt. Sie dürfen nicht abgegeben werden, wie es ein Schichtplan verlangen würde. Und wir haben hier sehr viele Mamas aus sozialen Berufen. Bei denen klappt es auch.
Und bevor mir mein Studium in die Quere bei der Kinderbetreuung kommt, studier ich halt erst und bekomm dann Kinder. Da hab ich auch ne knallharte Meinung zu.
Kinder sind keine Sache, die, wie ein Hobby, nebenbei laufen dürfen. Sie sind ein paar Jahre lang einfach unser Lebensmittelpunkt und im Notfall muss ein Elternteil eben zurückstecken. Das geht, wenn man will.
Dem schließe ich mich an. Ich sehe das ebenfalls so.
Ich finde schade, dass mehr über die möglichst zu jeder Tages- und Nachtzeit zu erfolgende Betreuung nachgedacht wird, als über familienfreundliche Arbeitszeiten.
Warum muss jemand, der z.B. Teilzeit arbeitet schichten? Wieso gibt es da keine Richtlinien oder Gesetze, die den Eltern helfen?
Da liegt für mich der Ansatzpunkt. Nicht mehr und fkexiblere Betreuungszeiten, sondern flexiblere Arbeitszeiten für Eltern mit jungen Kinder.
Aber es ist schon ein schwieriges Thema. Vor allem, wenn das Geld knapp ist und halt einfach viel gearbeitet werden muss.
Wobei so eine Betreuung ja auch teuer wäre bzw. ist. Frisst die dann nicht das durch die viele Arbeit erwirtschaftete Geld nicht wieder auf?
19.01.2018 14:37
Zitat von Alaska:
Zitat von Obsidian:
Zitat von Alaska:
Zitat von Seramonchen:
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Es sind die normalen Öffnungszeiten in unserer Region. Alternativ müsste man vllt eine Tagesmutter suchen. Aber Kiga? Nee. Da gibts hier keinen einzigen, der länger als 16:30 Uhr offen hat.
16:30/17 Uhr ist ja auch noch ok als Kernzeit. Aber ein erzwungendes Abholen über den Mittag find ich extrem schlecht.
Aber wenn ein Kind um 8 Uhr morgens in den Kiga gebracht wird und die verlängerten Öffnungszeiten mit Mittagessen nutzt, dann ist es bis 14:30 Uhr 6,5 Stunden drin. Fast so viel, wie ein Erwachsener Leistung bringen muss.
Wer will seinem Kind denn noch mehr Stunden zumuten?
Ich bin ehrlich sehr dankbar, dass die Kigas der Region da das Kind in Schutz nehmen und Stop sagen.
Das ist hier eher ein halbtagsplatz. Wer ohne Schichten normal in Vollzeit arbeitet, der braucht hier einen Platz mit 7-9 Stunden oder ü9. Will sagen, 6,5 Stunden ist für die meisten Kinder völlig normal bei uns.
19.01.2018 14:38
Zitat von Seramonchen:
Zitat von Alaska:
Zitat von Seramonchen:
Zitat von Obsidian:
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Ach so, es klang für mich nach normalen Öffnungszeiten in der Region.
Es sind die normalen Öffnungszeiten in unserer Region. Alternativ müsste man vllt eine Tagesmutter suchen. Aber Kiga? Nee. Da gibts hier keinen einzigen, der länger als 16:30 Uhr offen hat.
Also doch normal, wobei 16.30 ja noch geht, aber 14.30 wäre hier für die meisten Eltern glaube echt schwer.![]()
Siehe meine Antwort an Obsi.
Zusätzlich, auch hier arbeiten manche Mütter im Supermarkt und dann bis 21 Uhr. Dann ist eben der Mann so Zuhause, dass er die Kids vom Kiga abholt.
Oder ich muss eben mit meinem Chef reden, dass ich nur in einem gewissen zeitlichen Rahmen arbeiten kann.
Hier funktioniert es doch. Wir haben kaum Arbeitslose. Es ist also nicht nur eine Traumvorstellung aus einer heilen Welt raus. Es muss so funktionieren, also funktioniert es auch.
19.01.2018 14:38
Ich stell noch einmal die Frage, wie das mit den Kosten für Nachtkitas wäre. Hier rechnet sich für viele ein Vollzeitplatz schon nicht, weil man dann nur für die Betreuungskosten arbeiten geht. Und ich denke, dass man Nachtzuschläge o.ä. berücksichtigen müsste?
19.01.2018 14:39
Zitat von schnibbe:
Zitat von Alaska:
Ich hab jetzt lange überlegt, ob ich überhaupt was dazu schreibe, weil ich dazu eine recht harte und eingefahrene Meinung habe.
Für mich wäre ien 24 Stunden-Kita tatsächlich eine Form der Kindesmisshandlung. Ich kann es nicht anders ausdrücken, mir fällt kein besseres Wort ein.
Nicht, weil sie dort 24 Stunden hingehen würden, das Argument ist doch fernab der Realtiät, sondern weil Kinder einen möglichst geregelten, gleichmäßigen Alltag brauchen.
Wie sieht also so eine Woche für ein 24-Stunden-Kigakind aus? Nehmen wir mal eine Krankenschwester und die Arbeitszeiten unserer Klinik (inkl. Bring - und Abholzeit):
Montag 5:30 Uhr - 13.30 Uhr
Dienstag 13 Uhr - 21 Uhr
Mittwoch 20 Uhr - 6 Uhr morgens
usw.
Ehrlich. Wenn man darüber reden würde, ob man die Kiga-Zeiten etwas mehr streckt, kein Thema. Von mir aus soll es Kigas geben, die von 7- 18 Uhr offen haben. Dann aber mit der festen Regelung, dass einem Kind nicht mehr als 8 Stunden zugemutet werden (und das find ich schon abnormal).
Aber ein Kiga-System, bei dem man das Kind holen und bringen kann, wie es in das eigene Leben passt? Nee, bin ich nicht für.
Wenn ich mich für Kinder entscheide, dann ist das eine bewusste Entscheidung. Das bedeutet unter Umständen auch, dass ich womöglich zum Wohl meiner Kinder ein paar Jahre nicht mehr Vollzeit arbeiten kann und vielleicht auch nicht in dem Beruf, den ich erlernt habe. Es gibt schlimmeres. Passt der Beruf nicht zu meinem Kind, dann steht mein Kind an erster Stelle.
Mein Kind muss sich nicht nach meinen Gegegebenheiten richten, mein Leben richtet sich nach den Bedürfnissen meines Kindes. Und das bedeutet auch, dass mein Kind einen geregelten und kindlichen Alltag hat. Es muss weder bis in den Abend hinein im Kiga hocken, noch schläft es dort ein und muss über Nacht bleiben.
Hier in meiner Umgebung gibt es recht strenge Öffnungszeiten. 8-9 Uhr Abgabe, holen um 11.45 Uhr. 14 Uhr Abgabe, holen 16.30 Uhr. Danach ist Familienzeit. Da wird zusammen Abend gegessen, vom Alltag erzählt und dann werden die Kinder in Ruhe von Mama und/oder Papa ins Bett gebracht, mit Vorlesegeschichten und schmusen.
Es gibt für berufstätige Mütter die Alternative, die Kinder von 7/8 Uhr bis 14.30 Uhr in der Kita zu lassen, aber dann dürfen sie mittags nicht mehr kommen. Das ist hier nicht erlaubt.
Und ich persönlich finde das super so. Hier werden die Kinder geschützt. Sie dürfen nicht abgegeben werden, wie es ein Schichtplan verlangen würde. Und wir haben hier sehr viele Mamas aus sozialen Berufen. Bei denen klappt es auch.
Und bevor mir mein Studium in die Quere bei der Kinderbetreuung kommt, studier ich halt erst und bekomm dann Kinder. Da hab ich auch ne knallharte Meinung zu.
Kinder sind keine Sache, die, wie ein Hobby, nebenbei laufen dürfen. Sie sind ein paar Jahre lang einfach unser Lebensmittelpunkt und im Notfall muss ein Elternteil eben zurückstecken. Das geht, wenn man will.
Dem schließe ich mich an. Ich sehe das ebenfalls so.
Ich finde schade, dass mehr über die möglichst zu jeder Tages- und Nachtzeit zu erfolgende Betreuung nachgedacht wird, als über familienfreundliche Arbeitszeiten.
Warum muss jemand, der z.B. Teilzeit arbeitet schichten? Wieso gibt es da keine Richtlinien oder Gesetze, die den Eltern helfen?
Da liegt für mich der Ansatzpunkt. Nicht mehr und fkexiblere Betreuungszeiten, sondern flexiblere Arbeitszeiten für Eltern mit jungen Kinder.
Aber es ist schon ein schwieriges Thema. Vor allem, wenn das Geld knapp ist und halt einfach viel gearbeitet werden muss.
Wobei so eine Betreuung ja auch teuer wäre bzw. ist. Frisst die dann nicht das durch die viele Arbeit erwirtschaftete Geld nicht wieder auf?
Ich finde das auch. Ich sehe das als völlig falsches Zeichen an die Unternehmen und an die Gesellschaft an sich.
19.01.2018 14:40
Zitat von Alaska:
Zitat von Seramonchen:
Zitat von Alaska:
Zitat von Seramonchen:
...
Es sind die normalen Öffnungszeiten in unserer Region. Alternativ müsste man vllt eine Tagesmutter suchen. Aber Kiga? Nee. Da gibts hier keinen einzigen, der länger als 16:30 Uhr offen hat.
Also doch normal, wobei 16.30 ja noch geht, aber 14.30 wäre hier für die meisten Eltern glaube echt schwer.![]()
Siehe meine Antwort an Obsi.
Zusätzlich, auch hier arbeiten manche Mütter im Supermarkt und dann bis 21 Uhr. Dann ist eben der Mann so Zuhause, dass er die Kids vom Kiga abholt.
Oder ich muss eben mit meinem Chef reden, dass ich nur in einem gewissen zeitlichen Rahmen arbeiten kann.
Hier funktioniert es doch. Wir haben kaum Arbeitslose. Es ist also nicht nur eine Traumvorstellung aus einer heilen Welt raus. Es muss so funktionieren, also funktioniert es auch.![]()
Nein ich sag ja gar nicht, dass es eine traumvorstellung ist und hab ja auch geschrieben, das kann sicher funktionieren. Hier kennt man das nur so nicht und wäre für den Großteil der Eltern vermutlich auch keine Option nehme ich an.
19.01.2018 14:40
Zitat von Seramonchen:
Zitat von Alaska:
Zitat von Obsidian:
Zitat von Alaska:
...
16:30/17 Uhr ist ja auch noch ok als Kernzeit. Aber ein erzwungendes Abholen über den Mittag find ich extrem schlecht.
Aber wenn ein Kind um 8 Uhr morgens in den Kiga gebracht wird und die verlängerten Öffnungszeiten mit Mittagessen nutzt, dann ist es bis 14:30 Uhr 6,5 Stunden drin. Fast so viel, wie ein Erwachsener Leistung bringen muss.
Wer will seinem Kind denn noch mehr Stunden zumuten?
Ich bin ehrlich sehr dankbar, dass die Kigas der Region da das Kind in Schutz nehmen und Stop sagen.
Das ist hier eher ein halbtagsplatz. Wer ohne Schichten normal in Vollzeit arbeitet, der braucht hier einen Platz mit 7-9 Stunden oder ü9. Will sagen, 6,5 Stunden ist für die meisten Kinder völlig normal bei uns.![]()
Ich find das ehrlich krass. Also nicht die 6.5 Stunden selber, das ginge ja noch grad so, aber dass sowas bei euch ein Halbtagsplatz ist.
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