Mütter- und Schwangerenforum

Kitaöffnungszeiten bis 20 Uhr und länger?

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19.01.2018 13:37
Zitat von DieW:

Zitat von Marf:

Zitat von shelyra:

Zitat von Marf:

Mir fällt da eine Freundin ein....sie musste exakt 1 Stunde vor und 1 Stunde nach den Bring/Holzeiten des Kigas arbeiten.Also wirklich nicht viel,pro Tag 2 Stunden....Mittags konnte sie das gut abdecken,da nahm eine Nachbarin,andere Mutter usw. das Kind einfach mit.Aber morgens war es fast unmöglich und nach einiger Zeit hörte sie dort auf zu arbeiten.
Bei flexiblen Zeiten seitens des Kigas hätte sie das nicht gemusst.Und so geht es eben vielen und nicht jeder hat Gleitzeit,arbeitet auch am Samstag o.7 Tanten vor Ort.Da muss man nur auf einen bestimmten Bus/Zug angewiesen sein und alles endet im Chaos.
Und so könnte das Kind ruhig und ordentlich abgegeben werden.Sich schön verabschieden,ohne Zeitdruck,ohne noch früher aufstehen müssen.Genauso wird es dann auch abgeholt,von einer weniger gestressten Mama.
Ich finde das für jede Seite ein Gewinn.

gegen verlängerte kigazeiten hat doch niemand was gesagt. die sind teilweise wirklich grottig, besonders auf dem land. dort ist es oft noch so, dass es nicht mal eine mittagsbetreuung gibt. oder der kiga um 15 uhr schließt.

die diskussion bisher drehte sich ja hauptsächlich um 24-std-kigas.

24Std. Kitas bedeuten nur, das sie 24 Stunden geöffnet haben.Nicht das die Kinder dort 24 Std. sind oder sein müssen.
In einem heutigen normalen Kiga gibt es ja auch gewisse Öffnungszeiten und oft mehrere Abholzeiten....bei uns sind das (inzwischen) ab 12:30 ,14 Uhr und 16 Uhr. Immer noch unterirdisch,aber früher war um halb 1 zu.


Aber das ist ja ein Fass ohne Boden.
Die diensthabenden Erzieher brauchen auch eine Betreuung für ihre Kinder(falls vorhanden).Und wer bezahlt den Bereitschaftsdienst, der ja auf jeden Fall vorhanden sein muss,selbst w4enn mal Keine Kinder da sind.

Und das mal auf alle Bereiche des Lebens bezogen...dann sollte auch der Einzelhandel 24 Stunden erreichbar sein,und Restaurants und und und.
Falls man mal muss oder möchte...
19.01.2018 13:40
Zitat von Seramonchen:

Zitat von DieW:

Ich frage mich sehr oft,warum man nicht allem seine Zeit lässt.
Und denkt auch mal jemand an die Kinder?
Viele hier reden aus ihrer Sicht,aber nicht aus Sicht des Kindes.
Was sollen Kinder denn machen,wenn ihnen der Lebensplan der Eltern nicht gefällt oder gut tut?

Heute mag alles laufen,aber was Ist,wenn die Kinder erwachsen sind?
Ob sie dann auch,wie so viele hier über ihre verkorkste Kindheit schreiben und über das,was sie so gestört hat?
Ich kann mir kein Kind vorstellen,dass sagt,wie toll es ist,dass Papa und Mama immer arbeiten waren.Aber das war an sich nicht schlimm,ich hatte ja einen Kindergartenplatz....(ich rede von Kindern,die länger im Kiga sind,als denn Daheim,vom Schlafen abgesehen).
Irgendwer schrieb sinngemäß "uns ostdeutschen Kindern hat es auch nicht geschadet".Das sagen auch die Kinder,die vor 50 Jahren noch regelmäßig nen Arschvoll bekommen haben.

Alles zu seiner Zeit.
Warum kann man nicht einfach mal allem die notwendige Zeit lassen.Warum alles gleichzeitig und sofort?
Und wie schnell ist die Kindheit vorbei und die Kinder sind flügge.Hat man nicht dann noch genug Zeit sein persönliches Leben so zu gestalten,wie man mag?





Es ist schon lustig, wie ein Satz von mir mit Schock-Reaktionen umschmückt wird und andere Beitrage gelobt werden, die im Grunde den Eltern sagen, die viel fremd betreuen lassen, wie sie mit ihrem Egoismus ihren Kindern schaden anrichten.

DieW: Es wäre schön, wenn das immer alles so einfach wäre. Es gibt Eltern, die sind nun mal darauf angewiesen, arbeiten zu gehen und können sich auch nicht immer einen passenden Job aussuchen. Bzw. sind viele Eltern vielleicht auch einfach sehr glücklich in ihrem Beruf.

Mich hätte es tatsächlich sehr unglücklich gemacht, wenn ich meinen Job hätte aufgeben müssen, weil ich mich für Kinder entschieden habe. Man kann nicht nur Mutter oder nur berufstätige Frau sein. Es kann durchaus beides funktionieren, ohne, dass irgendjemand darunter leiden muss. Ich bin z.B. kein Mensch, der 3 Jahre zuhause bleiben kann. Menschlich einfach nicht, gar nicht so sehr vom finanziellen her. Aber ich würde kaputt gehen. Und ob damit den Kindern dann geholfen ist? Naja....

Alaska
19481 Beiträge
19.01.2018 13:44
Ich hab jetzt lange überlegt, ob ich überhaupt was dazu schreibe, weil ich dazu eine recht harte und eingefahrene Meinung habe.
Für mich wäre ien 24 Stunden-Kita tatsächlich eine Form der Kindesmisshandlung. Ich kann es nicht anders ausdrücken, mir fällt kein besseres Wort ein.
Nicht, weil sie dort 24 Stunden hingehen würden, das Argument ist doch fernab der Realtiät, sondern weil Kinder einen möglichst geregelten, gleichmäßigen Alltag brauchen.

Wie sieht also so eine Woche für ein 24-Stunden-Kigakind aus? Nehmen wir mal eine Krankenschwester und die Arbeitszeiten unserer Klinik (inkl. Bring - und Abholzeit):
Montag 5:30 Uhr - 13.30 Uhr
Dienstag 13 Uhr - 21 Uhr
Mittwoch 20 Uhr - 6 Uhr morgens

usw.

Ehrlich. Wenn man darüber reden würde, ob man die Kiga-Zeiten etwas mehr streckt, kein Thema. Von mir aus soll es Kigas geben, die von 7- 18 Uhr offen haben. Dann aber mit der festen Regelung, dass einem Kind nicht mehr als 8 Stunden zugemutet werden (und das find ich schon abnormal).
Aber ein Kiga-System, bei dem man das Kind holen und bringen kann, wie es in das eigene Leben passt? Nee, bin ich nicht für.

Wenn ich mich für Kinder entscheide, dann ist das eine bewusste Entscheidung. Das bedeutet unter Umständen auch, dass ich womöglich zum Wohl meiner Kinder ein paar Jahre nicht mehr Vollzeit arbeiten kann und vielleicht auch nicht in dem Beruf, den ich erlernt habe. Es gibt schlimmeres. Passt der Beruf nicht zu meinem Kind, dann steht mein Kind an erster Stelle.

Mein Kind muss sich nicht nach meinen Gegegebenheiten richten, mein Leben richtet sich nach den Bedürfnissen meines Kindes. Und das bedeutet auch, dass mein Kind einen geregelten und kindlichen Alltag hat. Es muss weder bis in den Abend hinein im Kiga hocken, noch schläft es dort ein und muss über Nacht bleiben.

Hier in meiner Umgebung gibt es recht strenge Öffnungszeiten. 8-9 Uhr Abgabe, holen um 11.45 Uhr. 14 Uhr Abgabe, holen 16.30 Uhr. Danach ist Familienzeit. Da wird zusammen Abend gegessen, vom Alltag erzählt und dann werden die Kinder in Ruhe von Mama und/oder Papa ins Bett gebracht, mit Vorlesegeschichten und schmusen.
Es gibt für berufstätige Mütter die Alternative, die Kinder von 7/8 Uhr bis 14.30 Uhr in der Kita zu lassen, aber dann dürfen sie mittags nicht mehr kommen. Das ist hier nicht erlaubt.

Und ich persönlich finde das super so. Hier werden die Kinder geschützt. Sie dürfen nicht abgegeben werden, wie es ein Schichtplan verlangen würde. Und wir haben hier sehr viele Mamas aus sozialen Berufen. Bei denen klappt es auch.

Und bevor mir mein Studium in die Quere bei der Kinderbetreuung kommt, studier ich halt erst und bekomm dann Kinder. Da hab ich auch ne knallharte Meinung zu.

Kinder sind keine Sache, die, wie ein Hobby, nebenbei laufen dürfen. Sie sind ein paar Jahre lang einfach unser Lebensmittelpunkt und im Notfall muss ein Elternteil eben zurückstecken. Das geht, wenn man will.
19.01.2018 13:49
Zitat von Alaska:

Ich hab jetzt lange überlegt, ob ich überhaupt was dazu schreibe, weil ich dazu eine recht harte und eingefahrene Meinung habe.
Für mich wäre ien 24 Stunden-Kita tatsächlich eine Form der Kindesmisshandlung. Ich kann es nicht anders ausdrücken, mir fällt kein besseres Wort ein.
Nicht, weil sie dort 24 Stunden hingehen würden, das Argument ist doch fernab der Realtiät, sondern weil Kinder einen möglichst geregelten, gleichmäßigen Alltag brauchen.

Wie sieht also so eine Woche für ein 24-Stunden-Kigakind aus? Nehmen wir mal eine Krankenschwester und die Arbeitszeiten unserer Klinik (inkl. Bring - und Abholzeit):
Montag 5:30 Uhr - 13.30 Uhr
Dienstag 13 Uhr - 21 Uhr
Mittwoch 20 Uhr - 6 Uhr morgens

usw.

Ehrlich. Wenn man darüber reden würde, ob man die Kiga-Zeiten etwas mehr streckt, kein Thema. Von mir aus soll es Kigas geben, die von 7- 18 Uhr offen haben. Dann aber mit der festen Regelung, dass einem Kind nicht mehr als 8 Stunden zugemutet werden (und das find ich schon abnormal).
Aber ein Kiga-System, bei dem man das Kind holen und bringen kann, wie es in das eigene Leben passt? Nee, bin ich nicht für.

Wenn ich mich für Kinder entscheide, dann ist das eine bewusste Entscheidung. Das bedeutet unter Umständen auch, dass ich womöglich zum Wohl meiner Kinder ein paar Jahre nicht mehr Vollzeit arbeiten kann und vielleicht auch nicht in dem Beruf, den ich erlernt habe. Es gibt schlimmeres. Passt der Beruf nicht zu meinem Kind, dann steht mein Kind an erster Stelle.

Mein Kind muss sich nicht nach meinen Gegegebenheiten richten, mein Leben richtet sich nach den Bedürfnissen meines Kindes. Und das bedeutet auch, dass mein Kind einen geregelten und kindlichen Alltag hat. Es muss weder bis in den Abend hinein im Kiga hocken, noch schläft es dort ein und muss über Nacht bleiben.

Hier in meiner Umgebung gibt es recht strenge Öffnungszeiten. 8-9 Uhr Abgabe, holen um 11.45 Uhr. 14 Uhr Abgabe, holen 16.30 Uhr. Danach ist Familienzeit. Da wird zusammen Abend gegessen, vom Alltag erzählt und dann werden die Kinder in Ruhe von Mama und/oder Papa ins Bett gebracht, mit Vorlesegeschichten und schmusen.
Es gibt für berufstätige Mütter die Alternative, die Kinder von 7/8 Uhr bis 14.30 Uhr in der Kita zu lassen, aber dann dürfen sie mittags nicht mehr kommen. Das ist hier nicht erlaubt.

Und ich persönlich finde das super so. Hier werden die Kinder geschützt. Sie dürfen nicht abgegeben werden, wie es ein Schichtplan verlangen würde. Und wir haben hier sehr viele Mamas aus sozialen Berufen. Bei denen klappt es auch.

Und bevor mir mein Studium in die Quere bei der Kinderbetreuung kommt, studier ich halt erst und bekomm dann Kinder. Da hab ich auch ne knallharte Meinung zu.

Kinder sind keine Sache, die, wie ein Hobby, nebenbei laufen dürfen. Sie sind ein paar Jahre lang einfach unser Lebensmittelpunkt und im Notfall muss ein Elternteil eben zurückstecken. Das geht, wenn man will.


Dann hoffe ich für dich, Du kommst nie in die Situation, plötzlich alleinerziehend oder alleinverdienend, zB durch Krankheit des Partners, zu sein und einen Job annehmen zu müssen, der sich nicht nach Deinem Willen und den Kindergartenöffnungszeiten richtet.

Ich finde Deinen Beitrag nicht nur realitätsfremd, sondern für viele Eltern, die ihre Kinder länger fremdbetreuen lassen müssen (und ja, das gibt es) wirklich anmaßend.
Seramonchen
37809 Beiträge
19.01.2018 13:53
Zitat von Skorpi:

Zitat von Seramonchen:

Zitat von DieW:

Ich frage mich sehr oft,warum man nicht allem seine Zeit lässt.
Und denkt auch mal jemand an die Kinder?
Viele hier reden aus ihrer Sicht,aber nicht aus Sicht des Kindes.
Was sollen Kinder denn machen,wenn ihnen der Lebensplan der Eltern nicht gefällt oder gut tut?

Heute mag alles laufen,aber was Ist,wenn die Kinder erwachsen sind?
Ob sie dann auch,wie so viele hier über ihre verkorkste Kindheit schreiben und über das,was sie so gestört hat?
Ich kann mir kein Kind vorstellen,dass sagt,wie toll es ist,dass Papa und Mama immer arbeiten waren.Aber das war an sich nicht schlimm,ich hatte ja einen Kindergartenplatz....(ich rede von Kindern,die länger im Kiga sind,als denn Daheim,vom Schlafen abgesehen).
Irgendwer schrieb sinngemäß "uns ostdeutschen Kindern hat es auch nicht geschadet".Das sagen auch die Kinder,die vor 50 Jahren noch regelmäßig nen Arschvoll bekommen haben.

Alles zu seiner Zeit.
Warum kann man nicht einfach mal allem die notwendige Zeit lassen.Warum alles gleichzeitig und sofort?
Und wie schnell ist die Kindheit vorbei und die Kinder sind flügge.Hat man nicht dann noch genug Zeit sein persönliches Leben so zu gestalten,wie man mag?





Es ist schon lustig, wie ein Satz von mir mit Schock-Reaktionen umschmückt wird und andere Beitrage gelobt werden, die im Grunde den Eltern sagen, die viel fremd betreuen lassen, wie sie mit ihrem Egoismus ihren Kindern schaden anrichten.

DieW: Es wäre schön, wenn das immer alles so einfach wäre. Es gibt Eltern, die sind nun mal darauf angewiesen, arbeiten zu gehen und können sich auch nicht immer einen passenden Job aussuchen. Bzw. sind viele Eltern vielleicht auch einfach sehr glücklich in ihrem Beruf.

Mich hätte es tatsächlich sehr unglücklich gemacht, wenn ich meinen Job hätte aufgeben müssen, weil ich mich für Kinder entschieden habe. Man kann nicht nur Mutter oder nur berufstätige Frau sein. Es kann durchaus beides funktionieren, ohne, dass irgendjemand darunter leiden muss. Ich bin z.B. kein Mensch, der 3 Jahre zuhause bleiben kann. Menschlich einfach nicht, gar nicht so sehr vom finanziellen her. Aber ich würde kaputt gehen. Und ob damit den Kindern dann geholfen ist? Naja....


Du reagierst sensibel wenn jemand schreibt, dass Kinder individuell betrachtet werden müssen und haust dann raus, wenn man sein Kind liebt, bekommt immer direkt mit wenn was passt und wunderst dich? Find das grad irgendwie sehr komisch.
Alaska
19481 Beiträge
19.01.2018 13:55
Zitat von JaneMargolis:

Zitat von Alaska:

Ich hab jetzt lange überlegt, ob ich überhaupt was dazu schreibe, weil ich dazu eine recht harte und eingefahrene Meinung habe.
Für mich wäre ien 24 Stunden-Kita tatsächlich eine Form der Kindesmisshandlung. Ich kann es nicht anders ausdrücken, mir fällt kein besseres Wort ein.
Nicht, weil sie dort 24 Stunden hingehen würden, das Argument ist doch fernab der Realtiät, sondern weil Kinder einen möglichst geregelten, gleichmäßigen Alltag brauchen.

Wie sieht also so eine Woche für ein 24-Stunden-Kigakind aus? Nehmen wir mal eine Krankenschwester und die Arbeitszeiten unserer Klinik (inkl. Bring - und Abholzeit):
Montag 5:30 Uhr - 13.30 Uhr
Dienstag 13 Uhr - 21 Uhr
Mittwoch 20 Uhr - 6 Uhr morgens

usw.

Ehrlich. Wenn man darüber reden würde, ob man die Kiga-Zeiten etwas mehr streckt, kein Thema. Von mir aus soll es Kigas geben, die von 7- 18 Uhr offen haben. Dann aber mit der festen Regelung, dass einem Kind nicht mehr als 8 Stunden zugemutet werden (und das find ich schon abnormal).
Aber ein Kiga-System, bei dem man das Kind holen und bringen kann, wie es in das eigene Leben passt? Nee, bin ich nicht für.

Wenn ich mich für Kinder entscheide, dann ist das eine bewusste Entscheidung. Das bedeutet unter Umständen auch, dass ich womöglich zum Wohl meiner Kinder ein paar Jahre nicht mehr Vollzeit arbeiten kann und vielleicht auch nicht in dem Beruf, den ich erlernt habe. Es gibt schlimmeres. Passt der Beruf nicht zu meinem Kind, dann steht mein Kind an erster Stelle.

Mein Kind muss sich nicht nach meinen Gegegebenheiten richten, mein Leben richtet sich nach den Bedürfnissen meines Kindes. Und das bedeutet auch, dass mein Kind einen geregelten und kindlichen Alltag hat. Es muss weder bis in den Abend hinein im Kiga hocken, noch schläft es dort ein und muss über Nacht bleiben.

Hier in meiner Umgebung gibt es recht strenge Öffnungszeiten. 8-9 Uhr Abgabe, holen um 11.45 Uhr. 14 Uhr Abgabe, holen 16.30 Uhr. Danach ist Familienzeit. Da wird zusammen Abend gegessen, vom Alltag erzählt und dann werden die Kinder in Ruhe von Mama und/oder Papa ins Bett gebracht, mit Vorlesegeschichten und schmusen.
Es gibt für berufstätige Mütter die Alternative, die Kinder von 7/8 Uhr bis 14.30 Uhr in der Kita zu lassen, aber dann dürfen sie mittags nicht mehr kommen. Das ist hier nicht erlaubt.

Und ich persönlich finde das super so. Hier werden die Kinder geschützt. Sie dürfen nicht abgegeben werden, wie es ein Schichtplan verlangen würde. Und wir haben hier sehr viele Mamas aus sozialen Berufen. Bei denen klappt es auch.

Und bevor mir mein Studium in die Quere bei der Kinderbetreuung kommt, studier ich halt erst und bekomm dann Kinder. Da hab ich auch ne knallharte Meinung zu.

Kinder sind keine Sache, die, wie ein Hobby, nebenbei laufen dürfen. Sie sind ein paar Jahre lang einfach unser Lebensmittelpunkt und im Notfall muss ein Elternteil eben zurückstecken. Das geht, wenn man will.


Dann hoffe ich für dich, Du kommst nie in die Situation, plötzlich alleinerziehend oder alleinverdienend, zB durch Krankheit des Partners, zu sein und einen Job annehmen zu müssen, der sich nicht nach Deinem Willen und den Kindergartenöffnungszeiten richtet.

Ich finde Deinen Beitrag nicht nur realitätsfremd, sondern für viele Eltern, die ihre Kinder länger fremdbetreuen lassen müssen (und ja, das gibt es) wirklich anmaßend.


Darfst du ja auch finden. Ändert aber nichts an meiner Meinung zu dem Thema.
Luni
31779 Beiträge
19.01.2018 13:55
Zitat von Alaska:

Ich hab jetzt lange überlegt, ob ich überhaupt was dazu schreibe, weil ich dazu eine recht harte und eingefahrene Meinung habe.
Für mich wäre ien 24 Stunden-Kita tatsächlich eine Form der Kindesmisshandlung. Ich kann es nicht anders ausdrücken, mir fällt kein besseres Wort ein.
Nicht, weil sie dort 24 Stunden hingehen würden, das Argument ist doch fernab der Realtiät, sondern weil Kinder einen möglichst geregelten, gleichmäßigen Alltag brauchen.

Wie sieht also so eine Woche für ein 24-Stunden-Kigakind aus? Nehmen wir mal eine Krankenschwester und die Arbeitszeiten unserer Klinik (inkl. Bring - und Abholzeit):
Montag 5:30 Uhr - 13.30 Uhr
Dienstag 13 Uhr - 21 Uhr
Mittwoch 20 Uhr - 6 Uhr morgens

usw.

Ehrlich. Wenn man darüber reden würde, ob man die Kiga-Zeiten etwas mehr streckt, kein Thema. Von mir aus soll es Kigas geben, die von 7- 18 Uhr offen haben. Dann aber mit der festen Regelung, dass einem Kind nicht mehr als 8 Stunden zugemutet werden (und das find ich schon abnormal).
Aber ein Kiga-System, bei dem man das Kind holen und bringen kann, wie es in das eigene Leben passt? Nee, bin ich nicht für.

Wenn ich mich für Kinder entscheide, dann ist das eine bewusste Entscheidung. Das bedeutet unter Umständen auch, dass ich womöglich zum Wohl meiner Kinder ein paar Jahre nicht mehr Vollzeit arbeiten kann und vielleicht auch nicht in dem Beruf, den ich erlernt habe. Es gibt schlimmeres. Passt der Beruf nicht zu meinem Kind, dann steht mein Kind an erster Stelle.

Mein Kind muss sich nicht nach meinen Gegegebenheiten richten, mein Leben richtet sich nach den Bedürfnissen meines Kindes. Und das bedeutet auch, dass mein Kind einen geregelten und kindlichen Alltag hat. Es muss weder bis in den Abend hinein im Kiga hocken, noch schläft es dort ein und muss über Nacht bleiben.

Hier in meiner Umgebung gibt es recht strenge Öffnungszeiten. 8-9 Uhr Abgabe, holen um 11.45 Uhr. 14 Uhr Abgabe, holen 16.30 Uhr. Danach ist Familienzeit. Da wird zusammen Abend gegessen, vom Alltag erzählt und dann werden die Kinder in Ruhe von Mama und/oder Papa ins Bett gebracht, mit Vorlesegeschichten und schmusen.
Es gibt für berufstätige Mütter die Alternative, die Kinder von 7/8 Uhr bis 14.30 Uhr in der Kita zu lassen, aber dann dürfen sie mittags nicht mehr kommen. Das ist hier nicht erlaubt.

Und ich persönlich finde das super so. Hier werden die Kinder geschützt. Sie dürfen nicht abgegeben werden, wie es ein Schichtplan verlangen würde. Und wir haben hier sehr viele Mamas aus sozialen Berufen. Bei denen klappt es auch.

Und bevor mir mein Studium in die Quere bei der Kinderbetreuung kommt, studier ich halt erst und bekomm dann Kinder. Da hab ich auch ne knallharte Meinung zu.

Kinder sind keine Sache, die, wie ein Hobby, nebenbei laufen dürfen. Sie sind ein paar Jahre lang einfach unser Lebensmittelpunkt und im Notfall muss ein Elternteil eben zurückstecken. Das geht, wenn man will.


Danke. Du sprichst mir aus der Seele!
19.01.2018 13:58
Zitat von Seramonchen:

Zitat von Skorpi:

Zitat von Seramonchen:

Zitat von DieW:

Ich frage mich sehr oft,warum man nicht allem seine Zeit lässt.
Und denkt auch mal jemand an die Kinder?
Viele hier reden aus ihrer Sicht,aber nicht aus Sicht des Kindes.
Was sollen Kinder denn machen,wenn ihnen der Lebensplan der Eltern nicht gefällt oder gut tut?

Heute mag alles laufen,aber was Ist,wenn die Kinder erwachsen sind?
Ob sie dann auch,wie so viele hier über ihre verkorkste Kindheit schreiben und über das,was sie so gestört hat?
Ich kann mir kein Kind vorstellen,dass sagt,wie toll es ist,dass Papa und Mama immer arbeiten waren.Aber das war an sich nicht schlimm,ich hatte ja einen Kindergartenplatz....(ich rede von Kindern,die länger im Kiga sind,als denn Daheim,vom Schlafen abgesehen).
Irgendwer schrieb sinngemäß "uns ostdeutschen Kindern hat es auch nicht geschadet".Das sagen auch die Kinder,die vor 50 Jahren noch regelmäßig nen Arschvoll bekommen haben.

Alles zu seiner Zeit.
Warum kann man nicht einfach mal allem die notwendige Zeit lassen.Warum alles gleichzeitig und sofort?
Und wie schnell ist die Kindheit vorbei und die Kinder sind flügge.Hat man nicht dann noch genug Zeit sein persönliches Leben so zu gestalten,wie man mag?





Es ist schon lustig, wie ein Satz von mir mit Schock-Reaktionen umschmückt wird und andere Beitrage gelobt werden, die im Grunde den Eltern sagen, die viel fremd betreuen lassen, wie sie mit ihrem Egoismus ihren Kindern schaden anrichten.

DieW: Es wäre schön, wenn das immer alles so einfach wäre. Es gibt Eltern, die sind nun mal darauf angewiesen, arbeiten zu gehen und können sich auch nicht immer einen passenden Job aussuchen. Bzw. sind viele Eltern vielleicht auch einfach sehr glücklich in ihrem Beruf.

Mich hätte es tatsächlich sehr unglücklich gemacht, wenn ich meinen Job hätte aufgeben müssen, weil ich mich für Kinder entschieden habe. Man kann nicht nur Mutter oder nur berufstätige Frau sein. Es kann durchaus beides funktionieren, ohne, dass irgendjemand darunter leiden muss. Ich bin z.B. kein Mensch, der 3 Jahre zuhause bleiben kann. Menschlich einfach nicht, gar nicht so sehr vom finanziellen her. Aber ich würde kaputt gehen. Und ob damit den Kindern dann geholfen ist? Naja....


Du reagierst sensibel wenn jemand schreibt, dass Kinder individuell betrachtet werden müssen und haust dann raus, wenn man sein Kind liebt, bekommt immer direkt mit wenn was passt und wunderst dich? Find das grad irgendwie sehr komisch.


ich reagiere nicht sensibel, weil man sagt, Kinder muss man individuell betrachten, der Meinung bin ich wie ja schon geschrieben auch, aber das macht DieW ja nicht:

Zitat:
Irgendwer schrieb sinngemäß "uns ostdeutschen Kindern hat es auch nicht geschadet".Das sagen auch die Kinder,die vor 50 Jahren noch regelmäßig nen Arschvoll bekommen haben.


Und das wird gelobt, obwohl es im Grunde heißt, dass alle Kinder, die fremd betreut werden, schaden davon tragen, wie auch bei den Kindern, die damals geschlagen wurden.... Mega Vergleich! ....

19.01.2018 13:58
Zitat von Skorpi:

Zitat von Seramonchen:

Zitat von DieW:

Ich frage mich sehr oft,warum man nicht allem seine Zeit lässt.
Und denkt auch mal jemand an die Kinder?
Viele hier reden aus ihrer Sicht,aber nicht aus Sicht des Kindes.
Was sollen Kinder denn machen,wenn ihnen der Lebensplan der Eltern nicht gefällt oder gut tut?

Heute mag alles laufen,aber was Ist,wenn die Kinder erwachsen sind?
Ob sie dann auch,wie so viele hier über ihre verkorkste Kindheit schreiben und über das,was sie so gestört hat?
Ich kann mir kein Kind vorstellen,dass sagt,wie toll es ist,dass Papa und Mama immer arbeiten waren.Aber das war an sich nicht schlimm,ich hatte ja einen Kindergartenplatz....(ich rede von Kindern,die länger im Kiga sind,als denn Daheim,vom Schlafen abgesehen).
Irgendwer schrieb sinngemäß "uns ostdeutschen Kindern hat es auch nicht geschadet".Das sagen auch die Kinder,die vor 50 Jahren noch regelmäßig nen Arschvoll bekommen haben.

Alles zu seiner Zeit.
Warum kann man nicht einfach mal allem die notwendige Zeit lassen.Warum alles gleichzeitig und sofort?
Und wie schnell ist die Kindheit vorbei und die Kinder sind flügge.Hat man nicht dann noch genug Zeit sein persönliches Leben so zu gestalten,wie man mag?





Es ist schon lustig, wie ein Satz von mir mit Schock-Reaktionen umschmückt wird und andere Beitrage gelobt werden, die im Grunde den Eltern sagen, die viel fremd betreuen lassen, wie sie mit ihrem Egoismus ihren Kindern schaden anrichten.

DieW: Es wäre schön, wenn das immer alles so einfach wäre. Es gibt Eltern, die sind nun mal darauf angewiesen, arbeiten zu gehen und können sich auch nicht immer einen passenden Job aussuchen. Bzw. sind viele Eltern vielleicht auch einfach sehr glücklich in ihrem Beruf.

Mich hätte es tatsächlich sehr unglücklich gemacht, wenn ich meinen Job hätte aufgeben müssen, weil ich mich für Kinder entschieden habe. Man kann nicht nur Mutter oder nur berufstätige Frau sein. Es kann durchaus beides funktionieren, ohne, dass irgendjemand darunter leiden muss. Ich bin z.B. kein Mensch, der 3 Jahre zuhause bleiben kann. Menschlich einfach nicht, gar nicht so sehr vom finanziellen her. Aber ich würde kaputt gehen. Und ob damit den Kindern dann geholfen ist? Naja....


Ich habe auch nicht gesagt,dass man nur das Eine oder das Andere sein muss/sein darf.
ABER-Dein letzer Absatz macht ja deutlich, was ich meine.

DU wärst unglücklich, DU bist kein Mensch,der 3 Jahre Zuhause bleiben mag.

Was aber wenn DEIN Kind glücklicher wäre, oder es lieber Daheim bliebe.
DU entscheidest für DEIN Leben und zeitgleich für das DEINER Kinder, ohne zu wissen ,was sie wollen.

Ich verurteile niemanden ,der arbeiten möchte,aber ich finde,dass es für alle Familienmitglieder zu gleichermaßen zufriedenstellend sein sollte.
Und für MICH ist der Kindergarten ein Stück Arbeit für Kinder.Und Kinder die 8 oder noch länger in den Kiga gehen,leisten mehr Arbeit ,als wir uns Erwchsene vorstellen können.
Seramonchen
37809 Beiträge
19.01.2018 14:02
Zitat von Skorpi:

Zitat von cooky:

Zitat von Skorpi:

Zitat von NochOhne32:

Ich habe jetzt nicht alles gelesen, aber grundsätzlich finde ich es gut und für mich, als "ehemaliger Ossi" ist es auch nix Neues.

In der ehemaligen DDR war das völlig normal, dass es Kitas gab, die lange bzw sogar über Nacht auf hatten. Wir mussten damals sogar mit 8 Wochen in die Krippe gehen, oder "Mama" hat sich ohne Bezahlung länger frei genommen.

Und geschadet hat es (jedenfalls all diejenigen die ich kenne) uns nicht. Unsere Eltern hatten zwar nicht massig Zeit für uns, aber die Zeit die sie hatten, wurde intensiv genutzt.


Und genau das ist eben ein wichtiger Punkt glaub ich. Zumindest erlebe ich an meinen Kindern, da sie teilweise auch wirklich viel Fremd betreut werden und es immer Zeiten gibt, an denen wir nicht so Zeit haben, dass sie damit echt gut klar kommen. Ich weiß, dass es ihnen in keinster Weise schadet und sie eben auch in keinster Weise darunter leiden. Die Zeit, die wir dann haben, nutzen wir einfach echt auch sehr intensiv.


Nur lässt sich das eben nicht generalisieren. Andere leiden eben schon.
Zumal sich "Leid" ja immer verschieden ausdrückt. Manche kriegen direkt einen Flips und zeigen es deutlich.
Bei anderen findet es im Kopf statt und es zeigt sich erst später.
Das ist wieder super individuell.

Ich wollte eigentlich selbst noch was schreiben zum Thema, aber meine Meinung hat LIttle schon geschrieben.


Ich denke, dass man als Mama schon sehr gut einschätzen kann, ob das Kind nun leidet oder nicht. Man kennt doch sein Kind. Vielleicht merkt man dem einen Kind von außen später an ob es darunter leidet oder nicht, aber eine Mama weiß das schon vorher.

Ich finde solche Sätze echt gefährlich für andere, vielleicht jüngere Mütter. Ich weiß das von mir damals, wie viel Kritik auf mir hagelte und wie sehr ich teilweise gezweifelt habe. Heute kann ich aber zu 100%iger Sicherheit sagen, dass meine Kinder eben nicht darunter leiden. Und ich denke, ein großer Teil trägt dazu bei, dass wir uns eben trotzdem immer intensiv Zeiten mit den Mädels nehmen.


Doch skorpi, tust du. Welche Sätze genau sind denn da so gefährlich? Und welche geben dir das Recht zu sagen, dass Eltern, die vielleicht nicht direkt wissen, was in ihren Kindern vorgeht, sie nicht lieben? Du hast da echt hart ausgeteilt

Und DieW hat doch recht. Wie oft liest man: ein Klaps hat mir nicht geschadet? Das mag ja dem einen oder ansonsten so vorkommen, gilt deswegen noch lange nicht für alle. Ebenso wie die Aussage: mir hat so lange fremdbetreuung nicht geschadet. -> mag sein, gilt aber lange nicht für alle. Und was anderes sagt sie doch nicht mit ihrer Aussage.
Marf
30110 Beiträge
19.01.2018 14:02
Hm....keiner sagt doch das man die Kinder bringt wie man möchte....man hat feste Arbeitszeiten - und die werden abgedeckt.Je nach Bedarf.....so wie jetzt ja auch,nur das nicht der Kiga die Zeiten vorgibt sondern zur Verfügung stellt.
Wenn jemand ab 6 Uhr morgens bis 12 Betreuung braucht findet er sie dort.Danach ist das Kind daheim.
Ebenso für andere Zeiten die eben nicht der normalen Arbeitswelt entsprechen.Wenn eine Mutter ihr Kind wegen eines Minijobs pro Tag ab 18 Uhr bis z.B. 21Uhr dort abgibt reden wir von 3 Stunden.
Schichteltern könnten so normale Abholzeiten verlängern,ohne das ihr Kind sofort 12 Stunden dirt sein müsste....es geht doch um eine flexiblere Gestaltung,nicht das die Kids dort 24 Std.gestapelt werden.
So könnte man leben wie man möchte,weil man weder Jobs aufgeben müsste o.sich endlos strecken muss weil man sonst das Kind nicht abholen kann.
Alaska
19481 Beiträge
19.01.2018 14:04
Ich versteh den Vergleich von DieW schon, ich hatte gestern Abend nämlich den gleichen Gedanken.
Ein "System" oder eine Erziehungsform schadet nie allen Kindern gleichermaßen, trotzdem kam man sowohl beim "Das ist ja nur ein Klaps", als auch von der DDR-Erziehungsmethode ab. Wohl nicht ohne Grund.
Mir haben die Klapse aufs Hinterteil auch nicht geschadet, dennoch weiß ich heute, dass man es anders und besser machen kann.
Mir hätte ein Tagesablauf, der jeden Tag anders aussieht aber geschadet. Und es trifft wohl auf die meisten Kinder zu, dass ein geregelter Alltag wichtig ist. Das schließt für mich eine 24-Stunden-Kita völlig aus.

Wie gesagt, die Alternative müssten einfach etwas dehnbarere Bring - und Holzeiten sein. Aber doch nicht, dass ich mein Kind nach Schichten in den KiGa stecken kann. Das ist doch furchtbar fürs Kind.
19.01.2018 14:04
Zitat von Skorpi:

Zitat von Seramonchen:

Zitat von Skorpi:

Zitat von Seramonchen:

...


Es ist schon lustig, wie ein Satz von mir mit Schock-Reaktionen umschmückt wird und andere Beitrage gelobt werden, die im Grunde den Eltern sagen, die viel fremd betreuen lassen, wie sie mit ihrem Egoismus ihren Kindern schaden anrichten.

DieW: Es wäre schön, wenn das immer alles so einfach wäre. Es gibt Eltern, die sind nun mal darauf angewiesen, arbeiten zu gehen und können sich auch nicht immer einen passenden Job aussuchen. Bzw. sind viele Eltern vielleicht auch einfach sehr glücklich in ihrem Beruf.

Mich hätte es tatsächlich sehr unglücklich gemacht, wenn ich meinen Job hätte aufgeben müssen, weil ich mich für Kinder entschieden habe. Man kann nicht nur Mutter oder nur berufstätige Frau sein. Es kann durchaus beides funktionieren, ohne, dass irgendjemand darunter leiden muss. Ich bin z.B. kein Mensch, der 3 Jahre zuhause bleiben kann. Menschlich einfach nicht, gar nicht so sehr vom finanziellen her. Aber ich würde kaputt gehen. Und ob damit den Kindern dann geholfen ist? Naja....


Du reagierst sensibel wenn jemand schreibt, dass Kinder individuell betrachtet werden müssen und haust dann raus, wenn man sein Kind liebt, bekommt immer direkt mit wenn was passt und wunderst dich? Find das grad irgendwie sehr komisch.


ich reagiere nicht sensibel, weil man sagt, Kinder muss man individuell betrachten, der Meinung bin ich wie ja schon geschrieben auch, aber das macht DieW ja nicht:

Zitat:
Irgendwer schrieb sinngemäß "uns ostdeutschen Kindern hat es auch nicht geschadet".Das sagen auch die Kinder,die vor 50 Jahren noch regelmäßig nen Arschvoll bekommen haben.


Und das wird gelobt, obwohl es im Grunde heißt, dass alle Kinder, die fremd betreut werden, schaden davon tragen, wie auch bei den Kindern, die damals geschlagen wurden.... Mega Vergleich! ....


Ich behaupte mal ganz frech,dass die wenigsten Kindern einen Schaden davon getragen,wenn es mal einen Arschvoll gab.
Dann wäre die Genaration ab 40+ komplett gestört.
Damals war es sogar okay,dass Kinder von Lehren körperlich gezüchtigt wurden,und nicht alle haben ein Trauma.

Und damit kein Missverständniss entsteht-ich akzeptiere Gewalt gegen Kinder in keiner Form!!!!
19.01.2018 14:08
Zitat von DieW:

Zitat von Skorpi:

Zitat von Seramonchen:

Zitat von DieW:

Ich frage mich sehr oft,warum man nicht allem seine Zeit lässt.
Und denkt auch mal jemand an die Kinder?
Viele hier reden aus ihrer Sicht,aber nicht aus Sicht des Kindes.
Was sollen Kinder denn machen,wenn ihnen der Lebensplan der Eltern nicht gefällt oder gut tut?

Heute mag alles laufen,aber was Ist,wenn die Kinder erwachsen sind?
Ob sie dann auch,wie so viele hier über ihre verkorkste Kindheit schreiben und über das,was sie so gestört hat?
Ich kann mir kein Kind vorstellen,dass sagt,wie toll es ist,dass Papa und Mama immer arbeiten waren.Aber das war an sich nicht schlimm,ich hatte ja einen Kindergartenplatz....(ich rede von Kindern,die länger im Kiga sind,als denn Daheim,vom Schlafen abgesehen).
Irgendwer schrieb sinngemäß "uns ostdeutschen Kindern hat es auch nicht geschadet".Das sagen auch die Kinder,die vor 50 Jahren noch regelmäßig nen Arschvoll bekommen haben.

Alles zu seiner Zeit.
Warum kann man nicht einfach mal allem die notwendige Zeit lassen.Warum alles gleichzeitig und sofort?
Und wie schnell ist die Kindheit vorbei und die Kinder sind flügge.Hat man nicht dann noch genug Zeit sein persönliches Leben so zu gestalten,wie man mag?





Es ist schon lustig, wie ein Satz von mir mit Schock-Reaktionen umschmückt wird und andere Beitrage gelobt werden, die im Grunde den Eltern sagen, die viel fremd betreuen lassen, wie sie mit ihrem Egoismus ihren Kindern schaden anrichten.

DieW: Es wäre schön, wenn das immer alles so einfach wäre. Es gibt Eltern, die sind nun mal darauf angewiesen, arbeiten zu gehen und können sich auch nicht immer einen passenden Job aussuchen. Bzw. sind viele Eltern vielleicht auch einfach sehr glücklich in ihrem Beruf.

Mich hätte es tatsächlich sehr unglücklich gemacht, wenn ich meinen Job hätte aufgeben müssen, weil ich mich für Kinder entschieden habe. Man kann nicht nur Mutter oder nur berufstätige Frau sein. Es kann durchaus beides funktionieren, ohne, dass irgendjemand darunter leiden muss. Ich bin z.B. kein Mensch, der 3 Jahre zuhause bleiben kann. Menschlich einfach nicht, gar nicht so sehr vom finanziellen her. Aber ich würde kaputt gehen. Und ob damit den Kindern dann geholfen ist? Naja....


Ich habe auch nicht gesagt,dass man nur das Eine oder das Andere sein muss/sein darf.
ABER-Dein letzer Absatz macht ja deutlich, was ich meine.

DU wärst unglücklich, DU bist kein Mensch,der 3 Jahre Zuhause bleiben mag.

Was aber wenn DEIN Kind glücklicher wäre, oder es lieber Daheim bliebe.
DU entscheidest für DEIN Leben und zeitgleich für das DEINER Kinder, ohne zu wissen ,was sie wollen.

Ich verurteile niemanden ,der arbeiten möchte,aber ich finde,dass es für alle Familienmitglieder zu gleichermaßen zufriedenstellend sein sollte.
Und für MICH ist der Kindergarten ein Stück Arbeit für Kinder.Und Kinder die 8 oder noch länger in den Kiga gehen,leisten mehr Arbeit ,als wir uns Erwchsene vorstellen können.


Du, ich hab mir durchaus sehr, sehr viele Gedanken gemacht. Und ja, ich hätte auch eine Lösung gefunden, würden meine Kinder nicht damit klar kommen. Im übrigen sind meine Kinder nur bis 12 Uhr im Kindergarten, bzw. die Große bis 13 Uhr in der Schule. Danach werden sie von der Babysitterin zuhause fremd betreut, wenn der Bedarf gegeben ist. Von der Babysitterin, die sie schon seit Geburt an kennen. Zusätzlich haben wir die Möglichkeit unsere Kinder mitzunehmen, genauso wie wir sie bisher immer mit zu Terminen hatten, die außerhalb Berlins stattfanden und über mehrere Tage und Nächte gingen. Ich muss dich also enttäuschen und dir sagen, dass ich sehr wohl geschaut habe, wie beides eben geht. Natürlich passe ich mich da auch meinen Kindern an, aber nicht ausschließlich. Auch meine Bedürfnisse habe ich ernst genommen, was ich nur für gesund halte.

Alaska
19481 Beiträge
19.01.2018 14:09
Zitat von Marf:

Hm....keiner sagt doch das man die Kinder bringt wie man möchte....man hat feste Arbeitszeiten - und die werden abgedeckt.Je nach Bedarf.....so wie jetzt ja auch,nur das nicht der Kiga die Zeiten vorgibt sondern zur Verfügung stellt.
Wenn jemand ab 6 Uhr morgens bis 12 Betreuung braucht findet er sie dort.Danach ist das Kind daheim.
Ebenso für andere Zeiten die eben nicht der normalen Arbeitswelt entsprechen.Wenn eine Mutter ihr Kind wegen eines Minijobs pro Tag ab 18 Uhr bis z.B. 21Uhr dort abgibt reden wir von 3 Stunden.
Schichteltern könnten so normale Abholzeiten verlängern,ohne das ihr Kind sofort 12 Stunden dirt sein müsste....es geht doch um eine flexiblere Gestaltung,nicht das die Kids dort 24 Std.gestapelt werden.
So könnte man leben wie man möchte,weil man weder Jobs aufgeben müsste o.sich endlos strecken muss weil man sonst das Kind nicht abholen kann.


Das wäre ja noch okay. Aber das geht eben auch mit dehnbaren Öffnungszeiten.
Ein Kind hat von 18-21 Uhr nicht in einem Hort zu sein. Da ist Vesper daheim und dann Bettzeit. Dann wird es 21 Uhr abgeholt, geht heim und wird dort (wieder) ins Bett gesteckt? Ja, das ist für ein Kind echt super.
Und wie wird das dann in der Schule? Ich find das schrecklich.

Und wo zieht man dann gesetzlich die Grenze? Was darf man einem Kind zumuten und was nicht? 8 Stunden entspricht dem Arbeitstag eines Vollzeitarbeitenden. Ein Kind soll die gleiche Beanspruchung oder noch länger auf sich laden, damit Mama Vollzeit arbeiten kann? In ihrem Traumberuf?
Bei vielen Kindern ist nach wenigen Stunden Kinderlärm, Förderung und spielen schon ein Punkt erreicht, an dem Schluss ist und sie die Ruhe Zuhause brauchen. Also wo sagt man Stop?
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