Mütter- und Schwangerenforum

Hausfrau oder was seid ihr

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25.01.2018 20:56
Zitat von Alaska:

Ich bin Vollzeit - und Vollblutmama. Und an alle meine "Kolleginnen" eine Hommage:

Zitat:
Heute ist die Rolle der Hausfrau eine Wahlmöglichkeit für die Frau der Mittel- und Oberschicht , deren ökonomische Verhältnisse in Ordnung sind und deren Familie stabil ist. Knapp sechs Millionen deutsche Frauen im erwerbsfähigen Alter sind zu Hause. Und es kommt drauf an, was sie draus machen. [...]
Hausfrau kann heute ein ganz und gar politisch nicht korrekter Lebensentwurf sein, ein Widerstand gegen alle Aufdringlichkeiten des Zeitgeists. Die bewusste Hausfrau ist eine Rebellin gegen die Zwänge des Marktes. Sie macht nicht mit beim großen Rattenrennen. Sie ist nicht immer mobil und erreichbar. Sie sitzt am Sandkasten und schaut den Kleinkindern beim Schaufeln zu. Sie hat, was Kinder zum Großwerden brauchen: Zeit. Zeit zum Spazierengehen, zum Plätzchenbacken, zum Basteln, zum Vorlesen. Sie ist eine Entschleunigungsfigur von einer fast philosophischen Dimension.

Eine Hausfrau aus Überzeugung ignoriert die ökonomische Forderung: »Wir haben Bildung in dich reingesteckt, jetzt musst du dich amortisieren.« Dabei liegt ihre Ausbildung nicht brach, sondern fließt in die Erziehung der Kinder, denen sie eine Gesprächspartnerin und ein Beistand bis zum Abitur sein kann. Die Hausfrau ist eine merkwürdig altruistische Erscheinung in einer Welt von Egomanen, sie arbeitet nicht an ihrer Selbstoptimierung, sondern am Wohlergehen anderer, Schwächerer. An der Stabilität von Bindungen in einer Zeit der Unverbindlichkeit

Es ist nicht unbedingt ein Spaß, Hausfrau zu sein. Ihre Arbeit wird nicht wertgeschätzt. Im Gegenteil, die Hausfrau wird öffentlich angefeindet und steht unter dem Druck, ihre eigene Biografie dauernd rechtfertigen zu müssen. Dabei arbeiten auch die Hausfrauen an der Zukunft der Gesellschaft. In aller Stille eben. Sie halten die Dinge zusammen und sorgen für eine Atmosphäre, in die man heimkehren kann.

Quelle: http://www.zeit.de/2012/45/Hausfrau-Familie-Karrie re

Und wie schrieb eine gute Bloggerin? Ob man Vollzeitmama oder arbeitende Mama ist, ist egal, hat nichts mit Feminismus zu tun oder mit einer konservativen Einstellung. Es ist eine Herzensentscheidung. Und das sollte Feminismus sein: dass Frauen darüber selber entscheiden können.
Nur die Stundenanzahl sollte bei Kindern mMn bedacht sein, aber das hatten wir ja erst.

Höh, dein letzter Absatz war genial, mach das nicht wieder durch das Kleingedruckte kaputt.
Ich werfe auch mal in den Raum, dass es im Zweifelsfall auch meistens Papas gibt, die viellicht auch mit der Stundenzahl runtergehen könnten. Nur damit es mal gesagt wurde. Im Grunde sehe ich es ja auch so, dass ein Kind auch ausreichend Kontakt zu Bezugspersonen braucht. Nur dass das nicht unbedingt in jedem Fall die Mama sein muss, wird mir oft zu wenig beachtet.
Nine85
6275 Beiträge
25.01.2018 20:56
Zitat von Cookie88:

Zitat von Nine85:

Hm warum ist er negativ belastet? Weil man als arbeitende Mutter neben der Arbeit den Haushalt ja trotzdem noch nebenbei macht, oder?
Also nur ist es Wurst ob sich jemand Hausfrau nennt oder nicht, Fakt ist das ich jetzt 1,5 Jahre daheim bin und langsam aber sicher durchdrehe.




Wo ist das Problem?
Alaska
19466 Beiträge
25.01.2018 20:58
Zitat von Mamota:

Zitat von Alaska:

Ich bin Vollzeit - und Vollblutmama. Und an alle meine "Kolleginnen" eine Hommage:

Zitat:
Heute ist die Rolle der Hausfrau eine Wahlmöglichkeit für die Frau der Mittel- und Oberschicht , deren ökonomische Verhältnisse in Ordnung sind und deren Familie stabil ist. Knapp sechs Millionen deutsche Frauen im erwerbsfähigen Alter sind zu Hause. Und es kommt drauf an, was sie draus machen. [...]
Hausfrau kann heute ein ganz und gar politisch nicht korrekter Lebensentwurf sein, ein Widerstand gegen alle Aufdringlichkeiten des Zeitgeists. Die bewusste Hausfrau ist eine Rebellin gegen die Zwänge des Marktes. Sie macht nicht mit beim großen Rattenrennen. Sie ist nicht immer mobil und erreichbar. Sie sitzt am Sandkasten und schaut den Kleinkindern beim Schaufeln zu. Sie hat, was Kinder zum Großwerden brauchen: Zeit. Zeit zum Spazierengehen, zum Plätzchenbacken, zum Basteln, zum Vorlesen. Sie ist eine Entschleunigungsfigur von einer fast philosophischen Dimension.

Eine Hausfrau aus Überzeugung ignoriert die ökonomische Forderung: »Wir haben Bildung in dich reingesteckt, jetzt musst du dich amortisieren.« Dabei liegt ihre Ausbildung nicht brach, sondern fließt in die Erziehung der Kinder, denen sie eine Gesprächspartnerin und ein Beistand bis zum Abitur sein kann. Die Hausfrau ist eine merkwürdig altruistische Erscheinung in einer Welt von Egomanen, sie arbeitet nicht an ihrer Selbstoptimierung, sondern am Wohlergehen anderer, Schwächerer. An der Stabilität von Bindungen in einer Zeit der Unverbindlichkeit

Es ist nicht unbedingt ein Spaß, Hausfrau zu sein. Ihre Arbeit wird nicht wertgeschätzt. Im Gegenteil, die Hausfrau wird öffentlich angefeindet und steht unter dem Druck, ihre eigene Biografie dauernd rechtfertigen zu müssen. Dabei arbeiten auch die Hausfrauen an der Zukunft der Gesellschaft. In aller Stille eben. Sie halten die Dinge zusammen und sorgen für eine Atmosphäre, in die man heimkehren kann.

Quelle: http://www.zeit.de/2012/45/Hausfrau-Familie-Karrie re

Und wie schrieb eine gute Bloggerin? Ob man Vollzeitmama oder arbeitende Mama ist, ist egal, hat nichts mit Feminismus zu tun oder mit einer konservativen Einstellung. Es ist eine Herzensentscheidung. Und das sollte Feminismus sein: dass Frauen darüber selber entscheiden können.
Nur die Stundenanzahl sollte bei Kindern mMn bedacht sein, aber das hatten wir ja erst.

Höh, dein letzter Absatz war genial, mach das nicht wieder durch das Kleingedruckte kaputt.
Ich werfe auch mal in den Raum, dass es im Zweifelsfall auch meistens Papas gibt, die viellicht auch mit der Stundenzahl runtergehen könnten. Nur damit es mal gesagt wurde. Im Grunde sehe ich es ja auch so, dass ein Kind auch ausreichend Kontakt zu Bezugspersonen braucht. Nur dass das nicht unbedingt in jedem Fall die Mama sein muss, wird mir oft zu wenig beachtet.


Der musste sein. Kennst mich doch.

Ja, stimmt. Ob Mama oder Papa ist egal. Das gehört immer noch nicht zu meinem Weltbild, ich gestehe. Nicht, weil ich es nicht befürworte, sondern weil ich keinen einzigen Hauspapa kenne und es deswegen nicht bei mir "ankommt".
25.01.2018 20:59
Zitat von KRÄTZÄ:

Zitat von Mamota:

Der negativ besetzte Begriff der Faulheit als Kontrast zur protestantischen Arbeitsethik gehört zurückgeworfen in die Vergangenheit, wo er herkommt. In eine Zeit, in der man noch nichts wusste von Burnout, Perspektivlosigkeit, Boreout, Depressionen, Schilddrüsen-Fehlfunktionen und anderen psychisch, somatisch oder dem Umfeld geschuldeten Auslösern von objektiv unangebracht scheinender Trägheit.

Gerade, wenn diese Leute auch noch über Stressgefühle klagen, würde ich mal genauer hinschauen, anstatt sie dem eigenen Moralkodex zu unterstellen und aufgrund persönlicher Bekanntschaft vorzuverurteilen. So genau kennt man nicht mal seine besten Freunde immer, dass man das als Laie beurteilen könnte. Niemand läuft nämlich mit einem Schild auf dem Kopf herum, auf dem eine Diagnose steht. Mitgefühl oder wenigstens gesundes Desinteresse wären da deutlich angebrachter als diese immerwährende Stutenbissigkeit.
Ja und, dann sieht's halt aus bei denen. Dann bekommen sie halt nichts auf die Reihe. Warum macht das jemand anders bitte wütend? Ehrlich, mir ist das schnuppe, was andere machen, so lange das Kindeswohl nicht gefährdet ist. Und sollte das tatsächlich gefährdet sein, fallen mir noch drölfmyriarden sinnvollere Möglichkeiten ein, als wutentbrannt über diese Person zu lästern. Denn, man glaubt es kaum, die Wut und das Lästern machen die Situation in wirklich keinem einzigen möglichen Fall auch nur das kleinste Bisschen besser. Verständnis, Hilfe zur Selbsthilfe usw. helfen auch nicht immer, aber wenigstens manchmal.

Echt jetzt, in diesem Forum schreibt andauern jemand diese olle Phrase "leben und leben lassen". Hier wäre sie tatsächlich mal angebracht.
In Bezug auf jedes Lebensmodell. Das würde die Welt doch wirklich mal ein Stückchen verbessern.

Ich weiß schon, dass es so Leute gibt, denen man erst mal helfen will, weil sie einem Leid tun, die dann aber immer und immer wieder in die gleiche Leier verfallen und ihr Leben trotzdem nicht in den Griff bekommen. Das kann extrem stressig sein. Aber da muss man sich auch an die eigene Nase fassen. Wenn ich mal gemerkt habe, dass ich dem Menschen offenbar nicht helfen kann, der sich aber auch keine Hilfe suchen kann/möchte (es ist eh meistens eine Mischung aus Beidem), muss ich auch selber mal lernen es gut sein zu lassen, bevor ich wütend werde. Dann muss ich einsehen, dass meine Hilfe wohl doch nicht das ist, was gebraucht wird. Gerade der berühmte Tritt in den Hintern ist etwas, was viel seltener hilft, als die meisten Leute glauben mögen.
Und wenn, dann nur sehr kurzfristig. Wenn ich deswegen wütend werde, muss ich daran arbeiten.

Sorry, wenn ich hier jetzt auf ein paar Schlipse getreten bin. Ich will auch gar niemandem absprechen, mal Dampf abzulassen. Nur empfinde ich es halt als zutiefst ungesund, das Thema so rein emotional an der Oberfläche anzukratzen und sich gegenseitig in einem angeblich gerechten Zorn hochzupushen.


Exactly.

Ich habe lediglich ausgebaut, was du schon gesagt hattest.
25.01.2018 21:00
Zitat von Alaska:

Zitat von Mamota:

Zitat von Alaska:

Ich bin Vollzeit - und Vollblutmama. Und an alle meine "Kolleginnen" eine Hommage:

Zitat:
Heute ist die Rolle der Hausfrau eine Wahlmöglichkeit für die Frau der Mittel- und Oberschicht , deren ökonomische Verhältnisse in Ordnung sind und deren Familie stabil ist. Knapp sechs Millionen deutsche Frauen im erwerbsfähigen Alter sind zu Hause. Und es kommt drauf an, was sie draus machen. [...]
Hausfrau kann heute ein ganz und gar politisch nicht korrekter Lebensentwurf sein, ein Widerstand gegen alle Aufdringlichkeiten des Zeitgeists. Die bewusste Hausfrau ist eine Rebellin gegen die Zwänge des Marktes. Sie macht nicht mit beim großen Rattenrennen. Sie ist nicht immer mobil und erreichbar. Sie sitzt am Sandkasten und schaut den Kleinkindern beim Schaufeln zu. Sie hat, was Kinder zum Großwerden brauchen: Zeit. Zeit zum Spazierengehen, zum Plätzchenbacken, zum Basteln, zum Vorlesen. Sie ist eine Entschleunigungsfigur von einer fast philosophischen Dimension.

Eine Hausfrau aus Überzeugung ignoriert die ökonomische Forderung: »Wir haben Bildung in dich reingesteckt, jetzt musst du dich amortisieren.« Dabei liegt ihre Ausbildung nicht brach, sondern fließt in die Erziehung der Kinder, denen sie eine Gesprächspartnerin und ein Beistand bis zum Abitur sein kann. Die Hausfrau ist eine merkwürdig altruistische Erscheinung in einer Welt von Egomanen, sie arbeitet nicht an ihrer Selbstoptimierung, sondern am Wohlergehen anderer, Schwächerer. An der Stabilität von Bindungen in einer Zeit der Unverbindlichkeit

Es ist nicht unbedingt ein Spaß, Hausfrau zu sein. Ihre Arbeit wird nicht wertgeschätzt. Im Gegenteil, die Hausfrau wird öffentlich angefeindet und steht unter dem Druck, ihre eigene Biografie dauernd rechtfertigen zu müssen. Dabei arbeiten auch die Hausfrauen an der Zukunft der Gesellschaft. In aller Stille eben. Sie halten die Dinge zusammen und sorgen für eine Atmosphäre, in die man heimkehren kann.

Quelle: http://www.zeit.de/2012/45/Hausfrau-Familie-Karrie re

Und wie schrieb eine gute Bloggerin? Ob man Vollzeitmama oder arbeitende Mama ist, ist egal, hat nichts mit Feminismus zu tun oder mit einer konservativen Einstellung. Es ist eine Herzensentscheidung. Und das sollte Feminismus sein: dass Frauen darüber selber entscheiden können.
Nur die Stundenanzahl sollte bei Kindern mMn bedacht sein, aber das hatten wir ja erst.

Höh, dein letzter Absatz war genial, mach das nicht wieder durch das Kleingedruckte kaputt.
Ich werfe auch mal in den Raum, dass es im Zweifelsfall auch meistens Papas gibt, die viellicht auch mit der Stundenzahl runtergehen könnten. Nur damit es mal gesagt wurde. Im Grunde sehe ich es ja auch so, dass ein Kind auch ausreichend Kontakt zu Bezugspersonen braucht. Nur dass das nicht unbedingt in jedem Fall die Mama sein muss, wird mir oft zu wenig beachtet.


Der musste sein. Kennst mich doch.

Ja, stimmt. Ob Mama oder Papa ist egal. Das gehört immer noch nicht zu meinem Weltbild, ich gestehe. Nicht, weil ich es nicht befürworte, sondern weil ich keinen einzigen Hauspapa kenne und es deswegen nicht bei mir "ankommt".

soev
7376 Beiträge
25.01.2018 21:04
Zitat von Alaska:

Zitat von Mamota:

Zitat von Alaska:

Ich bin Vollzeit - und Vollblutmama. Und an alle meine "Kolleginnen" eine Hommage:

Zitat:
Heute ist die Rolle der Hausfrau eine Wahlmöglichkeit für die Frau der Mittel- und Oberschicht , deren ökonomische Verhältnisse in Ordnung sind und deren Familie stabil ist. Knapp sechs Millionen deutsche Frauen im erwerbsfähigen Alter sind zu Hause. Und es kommt drauf an, was sie draus machen. [...]
Hausfrau kann heute ein ganz und gar politisch nicht korrekter Lebensentwurf sein, ein Widerstand gegen alle Aufdringlichkeiten des Zeitgeists. Die bewusste Hausfrau ist eine Rebellin gegen die Zwänge des Marktes. Sie macht nicht mit beim großen Rattenrennen. Sie ist nicht immer mobil und erreichbar. Sie sitzt am Sandkasten und schaut den Kleinkindern beim Schaufeln zu. Sie hat, was Kinder zum Großwerden brauchen: Zeit. Zeit zum Spazierengehen, zum Plätzchenbacken, zum Basteln, zum Vorlesen. Sie ist eine Entschleunigungsfigur von einer fast philosophischen Dimension.

Eine Hausfrau aus Überzeugung ignoriert die ökonomische Forderung: »Wir haben Bildung in dich reingesteckt, jetzt musst du dich amortisieren.« Dabei liegt ihre Ausbildung nicht brach, sondern fließt in die Erziehung der Kinder, denen sie eine Gesprächspartnerin und ein Beistand bis zum Abitur sein kann. Die Hausfrau ist eine merkwürdig altruistische Erscheinung in einer Welt von Egomanen, sie arbeitet nicht an ihrer Selbstoptimierung, sondern am Wohlergehen anderer, Schwächerer. An der Stabilität von Bindungen in einer Zeit der Unverbindlichkeit

Es ist nicht unbedingt ein Spaß, Hausfrau zu sein. Ihre Arbeit wird nicht wertgeschätzt. Im Gegenteil, die Hausfrau wird öffentlich angefeindet und steht unter dem Druck, ihre eigene Biografie dauernd rechtfertigen zu müssen. Dabei arbeiten auch die Hausfrauen an der Zukunft der Gesellschaft. In aller Stille eben. Sie halten die Dinge zusammen und sorgen für eine Atmosphäre, in die man heimkehren kann.

Quelle: http://www.zeit.de/2012/45/Hausfrau-Familie-Karrie re

Und wie schrieb eine gute Bloggerin? Ob man Vollzeitmama oder arbeitende Mama ist, ist egal, hat nichts mit Feminismus zu tun oder mit einer konservativen Einstellung. Es ist eine Herzensentscheidung. Und das sollte Feminismus sein: dass Frauen darüber selber entscheiden können.
Nur die Stundenanzahl sollte bei Kindern mMn bedacht sein, aber das hatten wir ja erst.

Höh, dein letzter Absatz war genial, mach das nicht wieder durch das Kleingedruckte kaputt.
Ich werfe auch mal in den Raum, dass es im Zweifelsfall auch meistens Papas gibt, die viellicht auch mit der Stundenzahl runtergehen könnten. Nur damit es mal gesagt wurde. Im Grunde sehe ich es ja auch so, dass ein Kind auch ausreichend Kontakt zu Bezugspersonen braucht. Nur dass das nicht unbedingt in jedem Fall die Mama sein muss, wird mir oft zu wenig beachtet.


Der musste sein. Kennst mich doch.

Ja, stimmt. Ob Mama oder Papa ist egal. Das gehört immer noch nicht zu meinem Weltbild, ich gestehe. Nicht, weil ich es nicht befürworte, sondern weil ich keinen einzigen Hauspapa kenne und es deswegen nicht bei mir "ankommt".


Meiner war es für einige Monate. Die ersten 11 MOnate unserer Zwillinge waren wir gemeinsam in Elternzeit. Dann bin in Teilzeit wieder los und mein Mann hat die Eingewöhnung übernommen und hat zum Halbjahr wieder angefangen zu arbeiten, auch Teilzeit.
Nine85
6275 Beiträge
25.01.2018 21:05
Zitat von soev:

Zitat von Alaska:

Zitat von Mamota:

Zitat von Alaska:

Ich bin Vollzeit - und Vollblutmama. Und an alle meine "Kolleginnen" eine Hommage:

...

Höh, dein letzter Absatz war genial, mach das nicht wieder durch das Kleingedruckte kaputt.
Ich werfe auch mal in den Raum, dass es im Zweifelsfall auch meistens Papas gibt, die viellicht auch mit der Stundenzahl runtergehen könnten. Nur damit es mal gesagt wurde. Im Grunde sehe ich es ja auch so, dass ein Kind auch ausreichend Kontakt zu Bezugspersonen braucht. Nur dass das nicht unbedingt in jedem Fall die Mama sein muss, wird mir oft zu wenig beachtet.


Der musste sein. Kennst mich doch.

Ja, stimmt. Ob Mama oder Papa ist egal. Das gehört immer noch nicht zu meinem Weltbild, ich gestehe. Nicht, weil ich es nicht befürworte, sondern weil ich keinen einzigen Hauspapa kenne und es deswegen nicht bei mir "ankommt".


Meiner war es für einige Monate. Die ersten 11 MOnate unserer Zwillinge waren wir gemeinsam in Elternzeit. Dann bin in Teilzeit wieder los und mein Mann hat die Eingewöhnung übernommen und hat zum Halbjahr wieder angefangen zu arbeiten, auch Teilzeit.


Ja meiner Macht auch 3 Monate Elternzeit und geht verkürzt arbeiten.
25.01.2018 21:07
Zitat von Mamota:

Zitat von Alaska:

Ich bin Vollzeit - und Vollblutmama. Und an alle meine "Kolleginnen" eine Hommage:

Zitat:
Heute ist die Rolle der Hausfrau eine Wahlmöglichkeit für die Frau der Mittel- und Oberschicht , deren ökonomische Verhältnisse in Ordnung sind und deren Familie stabil ist. Knapp sechs Millionen deutsche Frauen im erwerbsfähigen Alter sind zu Hause. Und es kommt drauf an, was sie draus machen. [...]
Hausfrau kann heute ein ganz und gar politisch nicht korrekter Lebensentwurf sein, ein Widerstand gegen alle Aufdringlichkeiten des Zeitgeists. Die bewusste Hausfrau ist eine Rebellin gegen die Zwänge des Marktes. Sie macht nicht mit beim großen Rattenrennen. Sie ist nicht immer mobil und erreichbar. Sie sitzt am Sandkasten und schaut den Kleinkindern beim Schaufeln zu. Sie hat, was Kinder zum Großwerden brauchen: Zeit. Zeit zum Spazierengehen, zum Plätzchenbacken, zum Basteln, zum Vorlesen. Sie ist eine Entschleunigungsfigur von einer fast philosophischen Dimension.

Eine Hausfrau aus Überzeugung ignoriert die ökonomische Forderung: »Wir haben Bildung in dich reingesteckt, jetzt musst du dich amortisieren.« Dabei liegt ihre Ausbildung nicht brach, sondern fließt in die Erziehung der Kinder, denen sie eine Gesprächspartnerin und ein Beistand bis zum Abitur sein kann. Die Hausfrau ist eine merkwürdig altruistische Erscheinung in einer Welt von Egomanen, sie arbeitet nicht an ihrer Selbstoptimierung, sondern am Wohlergehen anderer, Schwächerer. An der Stabilität von Bindungen in einer Zeit der Unverbindlichkeit

Es ist nicht unbedingt ein Spaß, Hausfrau zu sein. Ihre Arbeit wird nicht wertgeschätzt. Im Gegenteil, die Hausfrau wird öffentlich angefeindet und steht unter dem Druck, ihre eigene Biografie dauernd rechtfertigen zu müssen. Dabei arbeiten auch die Hausfrauen an der Zukunft der Gesellschaft. In aller Stille eben. Sie halten die Dinge zusammen und sorgen für eine Atmosphäre, in die man heimkehren kann.

Quelle: http://www.zeit.de/2012/45/Hausfrau-Familie-Karrie re

Und wie schrieb eine gute Bloggerin? Ob man Vollzeitmama oder arbeitende Mama ist, ist egal, hat nichts mit Feminismus zu tun oder mit einer konservativen Einstellung. Es ist eine Herzensentscheidung. Und das sollte Feminismus sein: dass Frauen darüber selber entscheiden können.
Nur die Stundenanzahl sollte bei Kindern mMn bedacht sein, aber das hatten wir ja erst.

Höh, dein letzter Absatz war genial, mach das nicht wieder durch das Kleingedruckte kaputt.
Ich werfe auch mal in den Raum, dass es im Zweifelsfall auch meistens Papas gibt, die viellicht auch mit der Stundenzahl runtergehen könnten. Nur damit es mal gesagt wurde. Im Grunde sehe ich es ja auch so, dass ein Kind auch ausreichend Kontakt zu Bezugspersonen braucht. Nur dass das nicht unbedingt in jedem Fall die Mama sein muss, wird mir oft zu wenig beachtet.


Genau darüber habe ich neulich so intensiv nachgedacht. Hier ist z.B. auch mein Freund eher der, der eben bisher zuhause blieb, wenn Termine anstanden, die nur einer von uns wahrnehmen musste. Wenn es also nicht unbedingt notwendig ist, dass wir beide zu einem Termin erscheinen, bleibt er bei den Kindern.

Seramonchen
37809 Beiträge
25.01.2018 21:10
Zitat von Alaska:

Zitat von Mamota:

Zitat von Alaska:

Ich bin Vollzeit - und Vollblutmama. Und an alle meine "Kolleginnen" eine Hommage:

Zitat:
Heute ist die Rolle der Hausfrau eine Wahlmöglichkeit für die Frau der Mittel- und Oberschicht , deren ökonomische Verhältnisse in Ordnung sind und deren Familie stabil ist. Knapp sechs Millionen deutsche Frauen im erwerbsfähigen Alter sind zu Hause. Und es kommt drauf an, was sie draus machen. [...]
Hausfrau kann heute ein ganz und gar politisch nicht korrekter Lebensentwurf sein, ein Widerstand gegen alle Aufdringlichkeiten des Zeitgeists. Die bewusste Hausfrau ist eine Rebellin gegen die Zwänge des Marktes. Sie macht nicht mit beim großen Rattenrennen. Sie ist nicht immer mobil und erreichbar. Sie sitzt am Sandkasten und schaut den Kleinkindern beim Schaufeln zu. Sie hat, was Kinder zum Großwerden brauchen: Zeit. Zeit zum Spazierengehen, zum Plätzchenbacken, zum Basteln, zum Vorlesen. Sie ist eine Entschleunigungsfigur von einer fast philosophischen Dimension.

Eine Hausfrau aus Überzeugung ignoriert die ökonomische Forderung: »Wir haben Bildung in dich reingesteckt, jetzt musst du dich amortisieren.« Dabei liegt ihre Ausbildung nicht brach, sondern fließt in die Erziehung der Kinder, denen sie eine Gesprächspartnerin und ein Beistand bis zum Abitur sein kann. Die Hausfrau ist eine merkwürdig altruistische Erscheinung in einer Welt von Egomanen, sie arbeitet nicht an ihrer Selbstoptimierung, sondern am Wohlergehen anderer, Schwächerer. An der Stabilität von Bindungen in einer Zeit der Unverbindlichkeit

Es ist nicht unbedingt ein Spaß, Hausfrau zu sein. Ihre Arbeit wird nicht wertgeschätzt. Im Gegenteil, die Hausfrau wird öffentlich angefeindet und steht unter dem Druck, ihre eigene Biografie dauernd rechtfertigen zu müssen. Dabei arbeiten auch die Hausfrauen an der Zukunft der Gesellschaft. In aller Stille eben. Sie halten die Dinge zusammen und sorgen für eine Atmosphäre, in die man heimkehren kann.

Quelle: http://www.zeit.de/2012/45/Hausfrau-Familie-Karrie re

Und wie schrieb eine gute Bloggerin? Ob man Vollzeitmama oder arbeitende Mama ist, ist egal, hat nichts mit Feminismus zu tun oder mit einer konservativen Einstellung. Es ist eine Herzensentscheidung. Und das sollte Feminismus sein: dass Frauen darüber selber entscheiden können.
Nur die Stundenanzahl sollte bei Kindern mMn bedacht sein, aber das hatten wir ja erst.

Höh, dein letzter Absatz war genial, mach das nicht wieder durch das Kleingedruckte kaputt.
Ich werfe auch mal in den Raum, dass es im Zweifelsfall auch meistens Papas gibt, die viellicht auch mit der Stundenzahl runtergehen könnten. Nur damit es mal gesagt wurde. Im Grunde sehe ich es ja auch so, dass ein Kind auch ausreichend Kontakt zu Bezugspersonen braucht. Nur dass das nicht unbedingt in jedem Fall die Mama sein muss, wird mir oft zu wenig beachtet.


Der musste sein. Kennst mich doch.

Ja, stimmt. Ob Mama oder Papa ist egal. Das gehört immer noch nicht zu meinem Weltbild, ich gestehe. Nicht, weil ich es nicht befürworte, sondern weil ich keinen einzigen Hauspapa kenne und es deswegen nicht bei mir "ankommt".


Na dann musste mal unseren Hauspapa kennenlernen kommen Bist herzlich eingeladen
25.01.2018 21:11
Ich (er auch) fände es total schön, wenn mein Mann (Teilzeit-)Hausmann sein könnte... aber das kann ich finanziell leider nicht mal ansatzweise auffangen. Das wäre mehr als unvernünftig. Aber wenn der Kredit in ein paar Jahren abbezahlt ist, geht er vielleicht auf 35 Stunden zurück.

Aber immerhin hat er Gleitzeit und kann sich so die ein oder andere Stunde zusätzlich freischaufeln
Alaska
19466 Beiträge
25.01.2018 21:12
Also um das nochmal richtiger auszuführen. Elternzeit machen hier inzwischen sehr viele Papas. Aber meist eben die zwei Zusatzmonate. Mein Mann z.b. hat bei Mäxle den ersten Lebensmonat genommen und wird den (jetzt wollte ich grad letzten Lebensmonat schreiben ) letzten Monat vor dem 1. Geburstag nehmen. Also jeweils parallel zu mir und wir genießen das.
Leider müssten wir auf Erspartes zurückgreifen, würden wir das noch mehr ausbauen. Das wollen wir nicht, von daher bleibts bei den zwei Monaten.

Aber generell wirklich kein Thema, wenn der Papa die Rolle übernimmt. Hier gibt es nur keinen reinen Hauspapa, deswegen ist mir das immer noch so fremd. Ich kenn das eben nur aus dem www. Da dürften gerne ein paar Papas hier nachziehen. Ich glaub aber, die Papas würden sich damit hier noch komisch fühlen, jemand müsste ja den Vorreiter machen. Ich glaub, das wäre ihnen irgendwie unangenehm.
Alaska
19466 Beiträge
25.01.2018 21:15
Zitat von Seramonchen:

Zitat von Alaska:

Zitat von Mamota:

Zitat von Alaska:

Ich bin Vollzeit - und Vollblutmama. Und an alle meine "Kolleginnen" eine Hommage:

...

Höh, dein letzter Absatz war genial, mach das nicht wieder durch das Kleingedruckte kaputt.
Ich werfe auch mal in den Raum, dass es im Zweifelsfall auch meistens Papas gibt, die viellicht auch mit der Stundenzahl runtergehen könnten. Nur damit es mal gesagt wurde. Im Grunde sehe ich es ja auch so, dass ein Kind auch ausreichend Kontakt zu Bezugspersonen braucht. Nur dass das nicht unbedingt in jedem Fall die Mama sein muss, wird mir oft zu wenig beachtet.


Der musste sein. Kennst mich doch.

Ja, stimmt. Ob Mama oder Papa ist egal. Das gehört immer noch nicht zu meinem Weltbild, ich gestehe. Nicht, weil ich es nicht befürworte, sondern weil ich keinen einzigen Hauspapa kenne und es deswegen nicht bei mir "ankommt".


Na dann musste mal unseren Hauspapa kennenlernen kommen Bist herzlich eingeladen


Das ist bestimmt toll. Ich verbind damit zugegeben auch ganz selbstbewusste und intelligente Männer. Also für mich absolut attraktiv (rein vom Charakter her ).
25.01.2018 21:42
Zitat von Alaska:

Also um das nochmal richtiger auszuführen. Elternzeit machen hier inzwischen sehr viele Papas. Aber meist eben die zwei Zusatzmonate. Mein Mann z.b. hat bei Mäxle den ersten Lebensmonat genommen und wird den (jetzt wollte ich grad letzten Lebensmonat schreiben ) letzten Monat vor dem 1. Geburstag nehmen. Also jeweils parallel zu mir und wir genießen das.
Leider müssten wir auf Erspartes zurückgreifen, würden wir das noch mehr ausbauen. Das wollen wir nicht, von daher bleibts bei den zwei Monaten.

Aber generell wirklich kein Thema, wenn der Papa die Rolle übernimmt. Hier gibt es nur keinen reinen Hauspapa, deswegen ist mir das immer noch so fremd. Ich kenn das eben nur aus dem www. Da dürften gerne ein paar Papas hier nachziehen. Ich glaub aber, die Papas würden sich damit hier noch komisch fühlen, jemand müsste ja den Vorreiter machen. Ich glaub, das wäre ihnen irgendwie unangenehm.

Ich kenne sogar einen Hauspapa im tiefsten Allgäu der Achtziger. Gut, er war ein Hippie und keiner hat ihn für voll genommen, aber ich fand ihn cool. Das war der Onkel meines Exmanns.

Schatz war auch ein Jahr lang zu Hause. Wenn Schnappi krank ist, bleibt auch eher er daheim. Aus rein organisatorischen Gründen. Dafür verdiene ich Teilzeit mehr als er Vollzeit und mache ein gutes Drittel meiner Arbeit daheim. Wir denken also auch überwiegend ressourcenorientiert.
Gwen85
18464 Beiträge
25.01.2018 21:51
Familienmanagerin in Teilzeit im Haus, das Verrückte macht.

Ich bin eine arbeitende Mama und "Hausfrau" und beides gerne, auch wenn es manchmal stressig ist.

Schließe mich Mamota und Alaska an.

Mein Mann hat allerdings keine Elternzeit genommen, es wäre finanziell gesehen auch eine Einbuße gewesen. Dafür hatte er bei beiden Zwergen in den ersten 4 Wochen Urlaub, da sich den vorher angespart hat.

Seramonchen
37809 Beiträge
25.01.2018 21:55
Zitat von Mamota:

Zitat von Alaska:

Also um das nochmal richtiger auszuführen. Elternzeit machen hier inzwischen sehr viele Papas. Aber meist eben die zwei Zusatzmonate. Mein Mann z.b. hat bei Mäxle den ersten Lebensmonat genommen und wird den (jetzt wollte ich grad letzten Lebensmonat schreiben ) letzten Monat vor dem 1. Geburstag nehmen. Also jeweils parallel zu mir und wir genießen das.
Leider müssten wir auf Erspartes zurückgreifen, würden wir das noch mehr ausbauen. Das wollen wir nicht, von daher bleibts bei den zwei Monaten.

Aber generell wirklich kein Thema, wenn der Papa die Rolle übernimmt. Hier gibt es nur keinen reinen Hauspapa, deswegen ist mir das immer noch so fremd. Ich kenn das eben nur aus dem www. Da dürften gerne ein paar Papas hier nachziehen. Ich glaub aber, die Papas würden sich damit hier noch komisch fühlen, jemand müsste ja den Vorreiter machen. Ich glaub, das wäre ihnen irgendwie unangenehm.

Ich kenne sogar einen Hauspapa im tiefsten Allgäu der Achtziger. Gut, er war ein Hippie und keiner hat ihn für voll genommen, aber ich fand ihn cool. Das war der Onkel meines Exmanns.

Schatz war auch ein Jahr lang zu Hause. Wenn Schnappi krank ist, bleibt auch eher er daheim. Aus rein organisatorischen Gründen. Dafür verdiene ich Teilzeit mehr als er Vollzeit und mache ein gutes Drittel meiner Arbeit daheim. Wir denken also auch überwiegend ressourcenorientiert.


Der letzte Satz - das fällt mir noch total schwer. Also wirklich viel mit den Kindern an den Mann abzugeben, obwohl ich halt der Verdiener bin und die Zeit zum arbeiten brauche. Also das so in meinem Kopf zuzulassen. Total doof eigentlich.
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