Hausfrau oder was seid ihr
25.01.2018 22:09
Zitat von Alaska:
Ich bin Vollzeit - und Vollblutmama.Und an alle meine "Kolleginnen" eine Hommage:
Zitat:
Heute ist die Rolle der Hausfrau eine Wahlmöglichkeit für die Frau der Mittel- und Oberschicht , deren ökonomische Verhältnisse in Ordnung sind und deren Familie stabil ist. Knapp sechs Millionen deutsche Frauen im erwerbsfähigen Alter sind zu Hause. Und es kommt drauf an, was sie draus machen. [...]
Hausfrau kann heute ein ganz und gar politisch nicht korrekter Lebensentwurf sein, ein Widerstand gegen alle Aufdringlichkeiten des Zeitgeists. Die bewusste Hausfrau ist eine Rebellin gegen die Zwänge des Marktes. Sie macht nicht mit beim großen Rattenrennen. Sie ist nicht immer mobil und erreichbar. Sie sitzt am Sandkasten und schaut den Kleinkindern beim Schaufeln zu. Sie hat, was Kinder zum Großwerden brauchen: Zeit. Zeit zum Spazierengehen, zum Plätzchenbacken, zum Basteln, zum Vorlesen. Sie ist eine Entschleunigungsfigur von einer fast philosophischen Dimension.
Eine Hausfrau aus Überzeugung ignoriert die ökonomische Forderung: »Wir haben Bildung in dich reingesteckt, jetzt musst du dich amortisieren.« Dabei liegt ihre Ausbildung nicht brach, sondern fließt in die Erziehung der Kinder, denen sie eine Gesprächspartnerin und ein Beistand bis zum Abitur sein kann. Die Hausfrau ist eine merkwürdig altruistische Erscheinung in einer Welt von Egomanen, sie arbeitet nicht an ihrer Selbstoptimierung, sondern am Wohlergehen anderer, Schwächerer. An der Stabilität von Bindungen in einer Zeit der Unverbindlichkeit
Es ist nicht unbedingt ein Spaß, Hausfrau zu sein. Ihre Arbeit wird nicht wertgeschätzt. Im Gegenteil, die Hausfrau wird öffentlich angefeindet und steht unter dem Druck, ihre eigene Biografie dauernd rechtfertigen zu müssen. Dabei arbeiten auch die Hausfrauen an der Zukunft der Gesellschaft. In aller Stille eben. Sie halten die Dinge zusammen und sorgen für eine Atmosphäre, in die man heimkehren kann.
Quelle: http://www.zeit.de/2012/45/Hausfrau-Familie-Karrie re
Und wie schrieb eine gute Bloggerin? Ob man Vollzeitmama oder arbeitende Mama ist, ist egal, hat nichts mit Feminismus zu tun oder mit einer konservativen Einstellung. Es ist eine Herzensentscheidung. Und das sollte Feminismus sein: dass Frauen darüber selber entscheiden können.
Nur die Stundenanzahl sollte bei Kindern mMn bedacht sein, aber das hatten wir ja erst.![]()
Das ist schön ausgedrückt. Und krass welche Wellen das jetzt geschlagen hat.
25.01.2018 22:24
Zitat von myschka91:
Zitat von Alaska:
Ich bin Vollzeit - und Vollblutmama.Und an alle meine "Kolleginnen" eine Hommage:
Zitat:
Heute ist die Rolle der Hausfrau eine Wahlmöglichkeit für die Frau der Mittel- und Oberschicht , deren ökonomische Verhältnisse in Ordnung sind und deren Familie stabil ist. Knapp sechs Millionen deutsche Frauen im erwerbsfähigen Alter sind zu Hause. Und es kommt drauf an, was sie draus machen. [...]
Hausfrau kann heute ein ganz und gar politisch nicht korrekter Lebensentwurf sein, ein Widerstand gegen alle Aufdringlichkeiten des Zeitgeists. Die bewusste Hausfrau ist eine Rebellin gegen die Zwänge des Marktes. Sie macht nicht mit beim großen Rattenrennen. Sie ist nicht immer mobil und erreichbar. Sie sitzt am Sandkasten und schaut den Kleinkindern beim Schaufeln zu. Sie hat, was Kinder zum Großwerden brauchen: Zeit. Zeit zum Spazierengehen, zum Plätzchenbacken, zum Basteln, zum Vorlesen. Sie ist eine Entschleunigungsfigur von einer fast philosophischen Dimension.
Eine Hausfrau aus Überzeugung ignoriert die ökonomische Forderung: »Wir haben Bildung in dich reingesteckt, jetzt musst du dich amortisieren.« Dabei liegt ihre Ausbildung nicht brach, sondern fließt in die Erziehung der Kinder, denen sie eine Gesprächspartnerin und ein Beistand bis zum Abitur sein kann. Die Hausfrau ist eine merkwürdig altruistische Erscheinung in einer Welt von Egomanen, sie arbeitet nicht an ihrer Selbstoptimierung, sondern am Wohlergehen anderer, Schwächerer. An der Stabilität von Bindungen in einer Zeit der Unverbindlichkeit
Es ist nicht unbedingt ein Spaß, Hausfrau zu sein. Ihre Arbeit wird nicht wertgeschätzt. Im Gegenteil, die Hausfrau wird öffentlich angefeindet und steht unter dem Druck, ihre eigene Biografie dauernd rechtfertigen zu müssen. Dabei arbeiten auch die Hausfrauen an der Zukunft der Gesellschaft. In aller Stille eben. Sie halten die Dinge zusammen und sorgen für eine Atmosphäre, in die man heimkehren kann.
Quelle: http://www.zeit.de/2012/45/Hausfrau-Familie-Karrie re
Und wie schrieb eine gute Bloggerin? Ob man Vollzeitmama oder arbeitende Mama ist, ist egal, hat nichts mit Feminismus zu tun oder mit einer konservativen Einstellung. Es ist eine Herzensentscheidung. Und das sollte Feminismus sein: dass Frauen darüber selber entscheiden können.
Nur die Stundenanzahl sollte bei Kindern mMn bedacht sein, aber das hatten wir ja erst.![]()
Das ist schön ausgedrückt. Und krass welche Wellen das jetzt geschlagen hat.
Willkommen in der MC!
25.01.2018 22:27
Zitat von myschka91:
Zitat von Alaska:
Ich bin Vollzeit - und Vollblutmama.Und an alle meine "Kolleginnen" eine Hommage:
Zitat:
Heute ist die Rolle der Hausfrau eine Wahlmöglichkeit für die Frau der Mittel- und Oberschicht , deren ökonomische Verhältnisse in Ordnung sind und deren Familie stabil ist. Knapp sechs Millionen deutsche Frauen im erwerbsfähigen Alter sind zu Hause. Und es kommt drauf an, was sie draus machen. [...]
Hausfrau kann heute ein ganz und gar politisch nicht korrekter Lebensentwurf sein, ein Widerstand gegen alle Aufdringlichkeiten des Zeitgeists. Die bewusste Hausfrau ist eine Rebellin gegen die Zwänge des Marktes. Sie macht nicht mit beim großen Rattenrennen. Sie ist nicht immer mobil und erreichbar. Sie sitzt am Sandkasten und schaut den Kleinkindern beim Schaufeln zu. Sie hat, was Kinder zum Großwerden brauchen: Zeit. Zeit zum Spazierengehen, zum Plätzchenbacken, zum Basteln, zum Vorlesen. Sie ist eine Entschleunigungsfigur von einer fast philosophischen Dimension.
Eine Hausfrau aus Überzeugung ignoriert die ökonomische Forderung: »Wir haben Bildung in dich reingesteckt, jetzt musst du dich amortisieren.« Dabei liegt ihre Ausbildung nicht brach, sondern fließt in die Erziehung der Kinder, denen sie eine Gesprächspartnerin und ein Beistand bis zum Abitur sein kann. Die Hausfrau ist eine merkwürdig altruistische Erscheinung in einer Welt von Egomanen, sie arbeitet nicht an ihrer Selbstoptimierung, sondern am Wohlergehen anderer, Schwächerer. An der Stabilität von Bindungen in einer Zeit der Unverbindlichkeit
Es ist nicht unbedingt ein Spaß, Hausfrau zu sein. Ihre Arbeit wird nicht wertgeschätzt. Im Gegenteil, die Hausfrau wird öffentlich angefeindet und steht unter dem Druck, ihre eigene Biografie dauernd rechtfertigen zu müssen. Dabei arbeiten auch die Hausfrauen an der Zukunft der Gesellschaft. In aller Stille eben. Sie halten die Dinge zusammen und sorgen für eine Atmosphäre, in die man heimkehren kann.
Quelle: http://www.zeit.de/2012/45/Hausfrau-Familie-Karrie re
Und wie schrieb eine gute Bloggerin? Ob man Vollzeitmama oder arbeitende Mama ist, ist egal, hat nichts mit Feminismus zu tun oder mit einer konservativen Einstellung. Es ist eine Herzensentscheidung. Und das sollte Feminismus sein: dass Frauen darüber selber entscheiden können.
Nur die Stundenanzahl sollte bei Kindern mMn bedacht sein, aber das hatten wir ja erst.![]()
Das ist schön ausgedrückt. Und krass welche Wellen das jetzt geschlagen hat.
Wo genau siehst du Wellen?
Warte es ab, bis es mal richtig eskaliert.
25.01.2018 22:30
Naja dass so viele antworten und teilweise so stark diskutiert wird. Aber es ist gut.
25.01.2018 22:52
Ach, wenn du mal bei Seite 30 und "Das ist mir jetzt zu doof, leben und leben lassen. Ich steig aus!" angekommen bist, bist du getauft.
25.01.2018 22:53
Zitat von Alaska:
Ach, wenn du mal bei Seite 30 und "Das ist mir jetzt zu doof, leben und leben lassen. Ich steig aus!" angekommen bist, bist du getauft.![]()
Oh okay
)
25.01.2018 23:03
krass, wie stark das Thema diskutiert wird.
das zeigt ja nur, dass die Meinung der anderen viele Frauen sehr juckt und sie fühlen sich gezwungen, sich zu rechtfertigen, warum sie im Leben diese oder jene Entscheidung getroffen haben
seid was ihr wollt und was euch Spaß macht! und nicht das, was andere von euch erwarten!
das zeigt ja nur, dass die Meinung der anderen viele Frauen sehr juckt und sie fühlen sich gezwungen, sich zu rechtfertigen, warum sie im Leben diese oder jene Entscheidung getroffen haben
seid was ihr wollt und was euch Spaß macht! und nicht das, was andere von euch erwarten!
25.01.2018 23:07
Zitat von Amicella:
krass, wie stark das Thema diskutiert wird.
das zeigt ja nur, dass die Meinung der anderen viele Frauen sehr juckt und sie fühlen sich gezwungen, sich zu rechtfertigen, warum sie im Leben diese oder jene Entscheidung getroffen haben![]()
seid was ihr wollt und was euch Spaß macht! und nicht das, was andere von euch erwarten!
Man fühlt sich teilweise auch so. Mit deinem letzten Satz hast du recht!
26.01.2018 06:16
Hausfrau und Pflegekraft meiner Tochter .
Ich kümmere mich um alles was anfällt Kindern/ Haushalt / Termine / alles bezüglich unserer Tochter plus ihre Pflege .
Mein Mann kommt oft spät nach Hause so mit halte ich ihm den Rücken frei .
Hat er frei ect unterstützt er natürlich, aber ich kann nicht sagen das ich Langeweile hätte zu Hause, es wäre zwar schön wieder in meinem Job zu Arbeiten aber das ist einfach nicht mehr möglich. Die Entscheidung zu Hause zu bleibe war halt nicht ganz freiwillig sondern der besonderen Situation geschuldet.
Ich kümmere mich um alles was anfällt Kindern/ Haushalt / Termine / alles bezüglich unserer Tochter plus ihre Pflege .
Mein Mann kommt oft spät nach Hause so mit halte ich ihm den Rücken frei .
Hat er frei ect unterstützt er natürlich, aber ich kann nicht sagen das ich Langeweile hätte zu Hause, es wäre zwar schön wieder in meinem Job zu Arbeiten aber das ist einfach nicht mehr möglich. Die Entscheidung zu Hause zu bleibe war halt nicht ganz freiwillig sondern der besonderen Situation geschuldet.
26.01.2018 06:50
Leider müssen auch viele Daheim bleiben.Weil das Betreuungsangebot meist unterirdisch ist.
26.01.2018 07:59
Ich stehe dem ganzen etwas kritisch gegenüber, sobald die Kinder nicht mehr klein sind und auch in Betreuung sind.
Meine Mutter hat 3 Kinder. Ich bin das mittlere. Nach meiner kleinen Schwester blieb sie zuhause. Sie ging nicht in den Kindergarten, was ihrer Entwicklung meiner meiner nach schon geschadet hat, sie ist extrem introvertiert. Als sie dann in die Schule kam, hätte meine Mutter sich wieder was suchen können, sie kam aus dem Handel. Tat sie aber nicht. Heute ist meine kleine Schwester 25, studiert woanders und meine Mutter ist immer noch daheim. Sie fand nie wieder ins Arbeitsleben, bzw versuchte es gar nicht. Mein Vater verdiente mittelmäßig, also es wäre auch für ihn sehr schön gewesen sie beteiligt sich wieder.
-
Was ich damit sagen will: Wenn die Kinder dann tatsächlich (und sind es nur ein paar Stunden) in Betreuung sind, was tut mn dann Zuhause?
Ja, blabla Haushalt. Den mache ich mit ner Vollzeitstelle auch. Ich habe drei Kinder, die leider nur 50% der Zeit, wegen des Wechselmodells, bei mir sind. Ich arbeite, wenn sie nicht da sind 50h die Woche, wenn sie da sind 30h. Ich habe keine Heinzelmännchen, die in der Zeit mein Heim wienern und mir was kochen.
Meine Mutter hat 3 Kinder. Ich bin das mittlere. Nach meiner kleinen Schwester blieb sie zuhause. Sie ging nicht in den Kindergarten, was ihrer Entwicklung meiner meiner nach schon geschadet hat, sie ist extrem introvertiert. Als sie dann in die Schule kam, hätte meine Mutter sich wieder was suchen können, sie kam aus dem Handel. Tat sie aber nicht. Heute ist meine kleine Schwester 25, studiert woanders und meine Mutter ist immer noch daheim. Sie fand nie wieder ins Arbeitsleben, bzw versuchte es gar nicht. Mein Vater verdiente mittelmäßig, also es wäre auch für ihn sehr schön gewesen sie beteiligt sich wieder.
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Was ich damit sagen will: Wenn die Kinder dann tatsächlich (und sind es nur ein paar Stunden) in Betreuung sind, was tut mn dann Zuhause?
Ja, blabla Haushalt. Den mache ich mit ner Vollzeitstelle auch. Ich habe drei Kinder, die leider nur 50% der Zeit, wegen des Wechselmodells, bei mir sind. Ich arbeite, wenn sie nicht da sind 50h die Woche, wenn sie da sind 30h. Ich habe keine Heinzelmännchen, die in der Zeit mein Heim wienern und mir was kochen.
26.01.2018 08:07
Ich mache den Haushalt in den 3 Stunden und danach hab ich intensiv Zeit für das Kind.
Ich hab es nämlich anders herum erlebt (Ganztags Kiga Kind) und das war nicht schön für mich. Werde ich daher nicht tun.
Ich hab es nämlich anders herum erlebt (Ganztags Kiga Kind) und das war nicht schön für mich. Werde ich daher nicht tun.
26.01.2018 08:13
Ich muss ehrlich sagen, dass ich ja mein kind in die betreuung gegeben habe, dass ich arbeiten gehe.
Montag und dienstag bin ich von 8 -18 uhr arbeiten.
Und weils dem zwerg in der einrichtung so gefällt, hab ich ihn für mittwoch vormittag von halb 8 bis 12 noch dazu gemeldet, obwohl ich da daheim bin.
Das sind nun MEINE 4.5 stunden. In denen ich haushalte, massieren fahre oder kaffee trinken.
Und mir gefällts. Mal zeit nur für mich zu haben.
Montag und dienstag bin ich von 8 -18 uhr arbeiten.
Und weils dem zwerg in der einrichtung so gefällt, hab ich ihn für mittwoch vormittag von halb 8 bis 12 noch dazu gemeldet, obwohl ich da daheim bin.
Das sind nun MEINE 4.5 stunden. In denen ich haushalte, massieren fahre oder kaffee trinken.
Und mir gefällts. Mal zeit nur für mich zu haben.
26.01.2018 08:17
Ich gehe nicht arbeiten . Werde es sicher auch in Zukunft nicht . Meine Kinder sind inzwischen schon groß . Hat allerdings andere Gründe .
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