Mütter- und Schwangerenforum

Ich bin nicht dein bester Freund, Kind!

Gehe zu Seite:
Mocca
4470 Beiträge
12.08.2016 22:10
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von Mocca:

Zitat von Jani85:

Zitat von Mocca:

Also mein Sohn (5 Jahre) hat mir erst vor kurzem erläutert, dass "es nie genug ist!!!" Als ich ihm im Spielzeugladen sagte, dass er sich ein Buch und ein Spielzeug aussuchen durfte und das für heute reicht.

Ich würde gerne mal auf das Ausgangs-Video zurück kommen.
Die Dame ist nicht gerade eine Leuchte.
Ich habe mich lange gefragt, ob das gestaget ist oder sie immer so aussieht und wirklich aufgebracht war.
In jedem Fall straft jede Ihrer Handlungen ihre Worte Lügen:
Sie tut das, was in Hollywood-Filmen immer bei Liebeskummer gemacht wird - saufen und einen Liter Eis verdrücken (mit Schoko-Chips!!!).
Sie WILL doch eigentlich die Freundin ihrer Kinder sein, weil sie sich für die coolste Mutti von allen hält. Weil sie aber nicht das Rüstzeug hat, um das zu sein, behauptet sie vor sich und der Welt, dass es gaaaanz schlecht ist, die Freundin der Kinder zu sein.
Weit vorne hat jemand geschrieben, dass die mal dringend in den Arm genommen gehört. Da kann ich nur zustimmen - auch wenn ich sie für doof wie'n Meter Feldweg halte.

Sie sagte aber etwas, wo ich innerlich zustimmte und bis gerade nicht sagen konnte warum:
Ich muss nicht die beste Freundin meiner Kinder sein, das ist doch gruselig! (so sinngemäß)
Das hängt mit meinem Freundschaftsbegriff zusammen.
Ich glaube, ich kann versuchen, meinem Kind eine Freundin zu sein, aber mein Kind kann mir kein Freund sein.
Damit meine ich, dass eine Freundschaft auf Augenhöhe geführt werden muss und es eben Themen gibt, mit denen ein Kind (auch ein Teenager) nicht umgehen kann.
Meiner Freundin erzähle ich, dass ich totalen Mist auf der Arbeit gebaut habe und Angst habe am Montag hin zu gehen, weil ich mich fürchte meinen Job zu verlieren. - Meinem Kind sage ich höchstens, dass ich einen Fehler gemacht habe über den ich mich sehr ärgere.
Meiner Freundin erzähle ich, wenn mein Partner mich belogen und betrogen hat. Meinem Kind sicher nicht.

Ich werde also stolz sein, wenn mein Sohn mir erzählt, wenn er den ersten Liebeskummer hat oder wenn er seine Freundin verletzt hat und nicht weiß wie er es wieder gut machen soll oder Probleme in der Schule hat und und und…
Wenn er aber außer mir niemanden hat, mit dem er diese Probleme bespricht, dann halte ich das für nicht gut für ihn.


Genau das sehe ich auch so. Ich wollte es gerade schreiben

.
.
Bei uns klappt das im Supermarkt übrigens nicht. Meine Kinder gehen sehr gerne mit und wenn ich heute alles gekauft hätte hätte ich NEBEN Salzstangen, Brezeln, Minzbonbons und Monte auch noch rosa GLitzerstreusel (die keiner mag), Schokopudding (den keiner mag) Milchschnitten, Eiswaffeln (fliegt noch ein BErg rum und, ihr erratet es - niemand isst sie) Kinderpingui, Pudding und noch so einiges mehr gekauft

Falls diejenigen noch mitlesen, die geschrieben haben, dass sie die besten Freunde Ihrer Kinder sind, würde es mich interessieren, wie ihr diesen Aspekt seht.
Ich musste wirklich lange darüber nachdenken, warum ich der Video-Tante (die ich zutiefst unsympatisch fand) da innerlich Recht gegeben habe.


Ich berede das natürlich nicht mit meinem Kind, aber auch nicht mit jedem besten Freund. Es gibt Dinge, die ich mit der einen Freundin bespreche, und Dinge, die ich lieber für mich behalte. Deswegen ist sie doch eine meiner besten Freundinnen. Genauso halte ich es mit meinem Kind. Oder besprecht ihr uneingeschränkt alles mit euren besten Freunden?

Mit meinen besten Freunden - ja.
Da fällt mir spontan nichts ein, was ich ihnen bewusst verschwiegen hätte.
Was mir daran eben wichtig ist, ist dass eine Freundschaft eben auf Geben und Nehmen und Zuhören und Ratschläge erteilen beruht.
Du sagst, dass Dein Sohn Dir ALLES erzählt (wenn ich Dich da richtig verstanden habe). Ich gehe aber davon aus, dass Du das umgekehrt eben nicht so machst, weil - auch wenn er vernünftig und klug ist - es Dinge gibt, die ihn extrem verunsichern würden.
Ich finde es aber auch für ein Kind eben wichtig, dass es in einer Freundschaft nicht nur in der Rolle desjenigen ist, der Ratschläge erhält, sondern auch mal "die starke Schulter" ist.
Hoffe, ich hab das jetzt halbwegs so erklären können, wie ich es meinte....
Mocca
4470 Beiträge
12.08.2016 22:13
Zitat von Skorpi:

Zitat von Mocca:

Zitat von Jani85:

Zitat von Mocca:

Also mein Sohn (5 Jahre) hat mir erst vor kurzem erläutert, dass "es nie genug ist!!!" Als ich ihm im Spielzeugladen sagte, dass er sich ein Buch und ein Spielzeug aussuchen durfte und das für heute reicht.

Ich würde gerne mal auf das Ausgangs-Video zurück kommen.
Die Dame ist nicht gerade eine Leuchte.
Ich habe mich lange gefragt, ob das gestaget ist oder sie immer so aussieht und wirklich aufgebracht war.
In jedem Fall straft jede Ihrer Handlungen ihre Worte Lügen:
Sie tut das, was in Hollywood-Filmen immer bei Liebeskummer gemacht wird - saufen und einen Liter Eis verdrücken (mit Schoko-Chips!!!).
Sie WILL doch eigentlich die Freundin ihrer Kinder sein, weil sie sich für die coolste Mutti von allen hält. Weil sie aber nicht das Rüstzeug hat, um das zu sein, behauptet sie vor sich und der Welt, dass es gaaaanz schlecht ist, die Freundin der Kinder zu sein.
Weit vorne hat jemand geschrieben, dass die mal dringend in den Arm genommen gehört. Da kann ich nur zustimmen - auch wenn ich sie für doof wie'n Meter Feldweg halte.

Sie sagte aber etwas, wo ich innerlich zustimmte und bis gerade nicht sagen konnte warum:
Ich muss nicht die beste Freundin meiner Kinder sein, das ist doch gruselig! (so sinngemäß)
Das hängt mit meinem Freundschaftsbegriff zusammen.
Ich glaube, ich kann versuchen, meinem Kind eine Freundin zu sein, aber mein Kind kann mir kein Freund sein.
Damit meine ich, dass eine Freundschaft auf Augenhöhe geführt werden muss und es eben Themen gibt, mit denen ein Kind (auch ein Teenager) nicht umgehen kann.
Meiner Freundin erzähle ich, dass ich totalen Mist auf der Arbeit gebaut habe und Angst habe am Montag hin zu gehen, weil ich mich fürchte meinen Job zu verlieren. - Meinem Kind sage ich höchstens, dass ich einen Fehler gemacht habe über den ich mich sehr ärgere.
Meiner Freundin erzähle ich, wenn mein Partner mich belogen und betrogen hat. Meinem Kind sicher nicht.

Ich werde also stolz sein, wenn mein Sohn mir erzählt, wenn er den ersten Liebeskummer hat oder wenn er seine Freundin verletzt hat und nicht weiß wie er es wieder gut machen soll oder Probleme in der Schule hat und und und…
Wenn er aber außer mir niemanden hat, mit dem er diese Probleme bespricht, dann halte ich das für nicht gut für ihn.


Genau das sehe ich auch so. Ich wollte es gerade schreiben

.
.
Bei uns klappt das im Supermarkt übrigens nicht. Meine Kinder gehen sehr gerne mit und wenn ich heute alles gekauft hätte hätte ich NEBEN Salzstangen, Brezeln, Minzbonbons und Monte auch noch rosa GLitzerstreusel (die keiner mag), Schokopudding (den keiner mag) Milchschnitten, Eiswaffeln (fliegt noch ein BErg rum und, ihr erratet es - niemand isst sie) Kinderpingui, Pudding und noch so einiges mehr gekauft

Falls diejenigen noch mitlesen, die geschrieben haben, dass sie die besten Freunde Ihrer Kinder sind, würde es mich interessieren, wie ihr diesen Aspekt seht.
Ich musste wirklich lange darüber nachdenken, warum ich der Video-Tante (die ich zutiefst unsympatisch fand) da innerlich Recht gegeben habe.


Ich habe mir auch ein paar Gedanken dazu gemacht. Ich sehe meine Kinder auch nicht als Freunde, sondern, als meine Kinder. Aber ich habe halt mehr verstanden, dass die Tante im Video dies sagte, weil sie keine Spielkameradin für ihre Kinder sein möchte, da sollen sich Kinder lieber gleichaltrige suchen. Und das finde ich schade, wirklich sehr schade, denn es kann so viel Spaß machen mit Kindern zu spielen. Ich sitze auch mit im Sandkasten und baue, gemeinsam mit meinen Kindern tolle Burgen, ich spiele Gesellschaftsspiele mit meinen Kindern und ich tobe auch gern mal mit ihnen oder mache anderen Quatsch mit. Warum soll ich das lassen, wenn meine Kinder auch mit mir diese Dinge sehr gern machen, bzw. diese Dinge auch einfach mit mir machen wollen? Sie haben ja trotzdem noch genügend Freunde in ihrem Alter.

Das würde ich auch schade finden.
Da würde ich auch lieber die 100. Runde Uno spielen, als wie 'ne beleidigte Leberwurst in der Küche zu sitzen und Eis zu essen und Wein zu trinken...
Finde es schon immer schade, dass ich eben doch häufig sagen muss, dass ich gerade nicht kann, weil eben mal was ansteht, das ich dringend machen muss.
SaSk
5791 Beiträge
12.08.2016 22:23
Jetzt mal ganz blöd von der anderen Seite...

Ich sehe es absolut nicht als meine Aufgabe, meine beste Freundin immer glücklich zu machen.
Wenn ich denke, sie baut scheiße, dann sag ich ihr das auch.
Natürlich tu ich ihr aber auch gerne etwas gutes.

Ganz genau so sehe ich es übrigens bei meinem Kind

Wobei ich tatsächlich nicht unbedingt das Ziel habe, mein Kind zu meiner besten Freundin zu machen, mein Kind ist mein Kind und ich möchte ihr AUCH eine Freundin sein.
Aber ich behandel mein Kind ganz ähnlich wie Freunde.
Oder meinen Mann. Oder grundsätzlich eben andere Menschen!
12.08.2016 22:28
Ich seh mich ja mehr so als Partner in Crime
SaSk
5791 Beiträge
12.08.2016 22:32
Zitat von Hecate:

Ich seh mich ja mehr so als Partner in Crime



Also ich sehe mich tatsächlich einfach mal als Mutter
Wodurch ich nicht automatisch mehr Wert habe, ganz sicher nicht!
13.08.2016 11:18
Zitat von Marf:

Zitat von Jani85:

Zitat von Marf:

Zitat von Hecate:

...

Nein,ich habe gefragt was einige denken, was man mit Grenzen meint.


Da zb?!

Zitat von faerie:

Keiner behauptet irgendwo, dass ich der Wunscherfüllungsautomat meiner Kinder bin.
Es geht darum, Bedürfnisse zu respektieren , auch wenn man sie manchmal nicht erfüllen kann.
Einfach diese "Halt die Fresse, ich sitz am längeren Hebel" Mentalität abzulegen.
Bei vielen ist es ja nicht nur so, dass Dinge verboten wird, sondern dass den Kindern zusätzlich unterschwellig verboten wird, sich darüber zu beklagen. Zorn zu empfinden. Ein Kind, das einen Wutanfall bekommt (der ja aus der Hilflosigkeit und Ohnmacht gegenüber der temporären Situation resultiert, plus der noch nicht vollständig ausgebildeten Fähigkeit des Kindes, die Konsequenzen seiner Wünsche abzuschätzen), wird oft genau für diesen Anfall auch noch ausgeschimpft. Eltern kommunizieren also nicht nur: "Du darfst nicht einfach den Schokoriegel aus dem Regal nehmen", sondern zusätzlich: "Und wage es ja nicht, dich über dieses Verbot aufzuregen, sonst wirst du bestraft" (durch sogenannte "Konsequenzen", oder auch öffentliches Ausschimpfen, Liebesentzug bis es wieder "brav" ist etc.)

Mein Großer ist auch manchmal sauer, wenn er nicht so darf, wie er will, weil es manchmal nicht anders geht. Aber ich werde mich hüten, ihn für seine Wut auszulachen oder zu bestrafen oder einen auf "Ich bin der Diktator, also füge dich" zu machen.





Hm....in meine Augen ist das Zwang. Übertrieben ,sinnlos und unangebracht.Ich kenne auch niemanden der so mit seinen Kindern spricht.

Aber so siehts halt jeder anders oder nicht.


Stopp, stopp ... Ich habe nicht gesagt, dass Eltern so mit ihren Kindern sprechen i.S. von gesprochenen Worten. Ich habe gesagt, dass es das ist, was sie mit ihrem Verhalten nonverbal kommunizieren. Was am Ende also als Botschaft beim Kind ankommt.
BlödmannVomDienst
25934 Beiträge
13.08.2016 12:02
Zitat von faerie:

Zitat von Marf:

Zitat von Jani85:

Zitat von Marf:

...


Da zb?!

Zitat von faerie:

Keiner behauptet irgendwo, dass ich der Wunscherfüllungsautomat meiner Kinder bin.
Es geht darum, Bedürfnisse zu respektieren , auch wenn man sie manchmal nicht erfüllen kann.
Einfach diese "Halt die Fresse, ich sitz am längeren Hebel" Mentalität abzulegen.
Bei vielen ist es ja nicht nur so, dass Dinge verboten wird, sondern dass den Kindern zusätzlich unterschwellig verboten wird, sich darüber zu beklagen. Zorn zu empfinden. Ein Kind, das einen Wutanfall bekommt (der ja aus der Hilflosigkeit und Ohnmacht gegenüber der temporären Situation resultiert, plus der noch nicht vollständig ausgebildeten Fähigkeit des Kindes, die Konsequenzen seiner Wünsche abzuschätzen), wird oft genau für diesen Anfall auch noch ausgeschimpft. Eltern kommunizieren also nicht nur: "Du darfst nicht einfach den Schokoriegel aus dem Regal nehmen", sondern zusätzlich: "Und wage es ja nicht, dich über dieses Verbot aufzuregen, sonst wirst du bestraft" (durch sogenannte "Konsequenzen", oder auch öffentliches Ausschimpfen, Liebesentzug bis es wieder "brav" ist etc.)

Mein Großer ist auch manchmal sauer, wenn er nicht so darf, wie er will, weil es manchmal nicht anders geht. Aber ich werde mich hüten, ihn für seine Wut auszulachen oder zu bestrafen oder einen auf "Ich bin der Diktator, also füge dich" zu machen.





Hm....in meine Augen ist das Zwang. Übertrieben ,sinnlos und unangebracht.Ich kenne auch niemanden der so mit seinen Kindern spricht.

Aber so siehts halt jeder anders oder nicht.


Stopp, stopp ... Ich habe nicht gesagt, dass Eltern so mit ihren Kindern sprechen i.S. von gesprochenen Worten. Ich habe gesagt, dass es das ist, was sie mit ihrem Verhalten nonverbal kommunizieren. Was am Ende also als Botschaft beim Kind ankommt.


??? Doch hast du. Oder wie soll ich mir das vorstellen, dass ein Kind für seinen aus dem Verbot resultierenden Wutanfall NONVERBAL öffentlich ausgeschimpft wird???
LIttleOne13
26290 Beiträge
13.08.2016 12:06
Zitat von BlödmannVomDienst:

Zitat von faerie:

Zitat von Marf:

Zitat von Jani85:

...


Hm....in meine Augen ist das Zwang. Übertrieben ,sinnlos und unangebracht.Ich kenne auch niemanden der so mit seinen Kindern spricht.

Aber so siehts halt jeder anders oder nicht.


Stopp, stopp ... Ich habe nicht gesagt, dass Eltern so mit ihren Kindern sprechen i.S. von gesprochenen Worten. Ich habe gesagt, dass es das ist, was sie mit ihrem Verhalten nonverbal kommunizieren. Was am Ende also als Botschaft beim Kind ankommt.


??? Doch hast du. Oder wie soll ich mir das vorstellen, dass ein Kind für seinen aus dem Verbot resultierenden Wutanfall NONVERBAL öffentlich ausgeschimpft wird???


Indem es zB liegen gelassen wird, "der bockt sich gleich aus", und Mutti schon mal weiter einkauft.
BlödmannVomDienst
25934 Beiträge
13.08.2016 12:51
Zitat von LIttleOne13:

Zitat von BlödmannVomDienst:

Zitat von faerie:

Zitat von Marf:

...


Stopp, stopp ... Ich habe nicht gesagt, dass Eltern so mit ihren Kindern sprechen i.S. von gesprochenen Worten. Ich habe gesagt, dass es das ist, was sie mit ihrem Verhalten nonverbal kommunizieren. Was am Ende also als Botschaft beim Kind ankommt.


??? Doch hast du. Oder wie soll ich mir das vorstellen, dass ein Kind für seinen aus dem Verbot resultierenden Wutanfall NONVERBAL öffentlich ausgeschimpft wird???


Indem es zB liegen gelassen wird, "der bockt sich gleich aus", und Mutti schon mal weiter einkauft.


Unter Ausschimpfen versteh ich was Anderes?
Aber is ja jetzt auch einerlei. Fand die letzten Seiten echt interessant.
Hab mir noch nie, nie, nie Gedanken darüber gemacht, wie unser Erziehungsstil heißt und darauf gepocht, dass ich es damit am Besten mache. Kann mir nämlich gar nicht vorstellen, dass man immer alles richtig macht, dann wär man kein Mensch sondern ne Maschine.
13.08.2016 13:28
Zitat von BlödmannVomDienst:

Zitat von faerie:

Zitat von Marf:

Zitat von Jani85:

...


Hm....in meine Augen ist das Zwang. Übertrieben ,sinnlos und unangebracht.Ich kenne auch niemanden der so mit seinen Kindern spricht.

Aber so siehts halt jeder anders oder nicht.


Stopp, stopp ... Ich habe nicht gesagt, dass Eltern so mit ihren Kindern sprechen i.S. von gesprochenen Worten. Ich habe gesagt, dass es das ist, was sie mit ihrem Verhalten nonverbal kommunizieren. Was am Ende also als Botschaft beim Kind ankommt.


??? Doch hast du. Oder wie soll ich mir das vorstellen, dass ein Kind für seinen aus dem Verbot resultierenden Wutanfall NONVERBAL öffentlich ausgeschimpft wird???


Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Es ging um die konkreten Formulierungen. Klar werden wahrscheinlich eher wenige sagen "Ich bin hier der Diktator", aber sie kommunizieren genau das mit ihrem Verhalten, ob sie es nun so machen wie von Little beschrieben oder auf eine andere, passiv-aggressive Art. Das geht von "Der bockt sich aus [ich ignoriere ihn derweil]" über "Wenn du nicht sofort artig bist, gibt es heute Abend keinen Sandmann" bis "Halt jetzt deinen Mund und reiß dich zusammen".
BlödmannVomDienst
25934 Beiträge
13.08.2016 13:34
Zitat von faerie:

Zitat von BlödmannVomDienst:

Zitat von faerie:

Zitat von Marf:

...


Stopp, stopp ... Ich habe nicht gesagt, dass Eltern so mit ihren Kindern sprechen i.S. von gesprochenen Worten. Ich habe gesagt, dass es das ist, was sie mit ihrem Verhalten nonverbal kommunizieren. Was am Ende also als Botschaft beim Kind ankommt.


??? Doch hast du. Oder wie soll ich mir das vorstellen, dass ein Kind für seinen aus dem Verbot resultierenden Wutanfall NONVERBAL öffentlich ausgeschimpft wird???


Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Es ging um die konkreten Formulierungen. Klar werden wahrscheinlich eher wenige sagen "Ich bin hier der Diktator", aber sie kommunizieren genau das mit ihrem Verhalten, ob sie es nun so machen wie von Little beschrieben oder auf eine andere, passiv-aggressive Art. Das geht von "Der bockt sich aus [ich ignoriere ihn derweil]" über " Wenn du nicht sofort artig bist, gibt es heute Abend keinen Sandmann" bis "Halt jetzt deinen Mund und reiß dich zusammen".


Und das ist nonverbal? Eben nicht und genau das meinte ich ja. Und Ignorieren ist kein Ausschimpfen. Wenn mein Kind sich ausschreien will vor Wut, was soll ich denn machen, verbieten geht ja net, dann is man ja gleich wieder der Diktator oder die böööööse Mutter? Davon abgesehen, wenn ich wütend bin, dann muss ich mir auch Luft machen sozusagen. Warum dem Kind das nicht zugestehen? Nur weil die Leute doof gucken? Und nur weil ich mein Kind sich abreagieren lasse, heißt das ja nicht automatisch, dass ich es ignoriere in dem Moment? Aber egal.
Jani85
27577 Beiträge
13.08.2016 13:39
Zitat von BlödmannVomDienst:

Zitat von faerie:

Zitat von BlödmannVomDienst:

Zitat von faerie:

...


??? Doch hast du. Oder wie soll ich mir das vorstellen, dass ein Kind für seinen aus dem Verbot resultierenden Wutanfall NONVERBAL öffentlich ausgeschimpft wird???


Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Es ging um die konkreten Formulierungen. Klar werden wahrscheinlich eher wenige sagen "Ich bin hier der Diktator", aber sie kommunizieren genau das mit ihrem Verhalten, ob sie es nun so machen wie von Little beschrieben oder auf eine andere, passiv-aggressive Art. Das geht von "Der bockt sich aus [ich ignoriere ihn derweil]" über " Wenn du nicht sofort artig bist, gibt es heute Abend keinen Sandmann" bis "Halt jetzt deinen Mund und reiß dich zusammen".


Und das ist nonverbal? Eben nicht und genau das meinte ich ja. Und Ignorieren ist kein Ausschimpfen. Wenn mein Kind sich ausschreien will vor Wut, was soll ich denn machen, verbieten geht ja net, dann is man ja gleich wieder der Diktator oder die böööööse Mutter? Davon abgesehen, wenn ich wütend bin, dann muss ich mir auch Luft machen sozusagen. Warum dem Kind das nicht zugestehen? Nur weil die Leute doof gucken? Und nur weil ich mein Kind sich abreagieren lasse, heißt das ja nicht automatisch, dass ich es ignoriere in dem Moment? Aber egal.
du musst dich dann dazu setzen und warten das es fertig wird und am besten noch ein liebevoll auf es einwirken. Was du solang mit den zwei anderen Kindern machst weiß ich allerdings nicht.
13.08.2016 13:39
Zitat von BlödmannVomDienst:

Zitat von faerie:

Zitat von BlödmannVomDienst:

Zitat von faerie:

...


??? Doch hast du. Oder wie soll ich mir das vorstellen, dass ein Kind für seinen aus dem Verbot resultierenden Wutanfall NONVERBAL öffentlich ausgeschimpft wird???


Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Es ging um die konkreten Formulierungen. Klar werden wahrscheinlich eher wenige sagen "Ich bin hier der Diktator", aber sie kommunizieren genau das mit ihrem Verhalten, ob sie es nun so machen wie von Little beschrieben oder auf eine andere, passiv-aggressive Art. Das geht von "Der bockt sich aus [ich ignoriere ihn derweil]" über " Wenn du nicht sofort artig bist, gibt es heute Abend keinen Sandmann" bis "Halt jetzt deinen Mund und reiß dich zusammen".


Und das ist nonverbal? Eben nicht und genau das meinte ich ja. Und Ignorieren ist kein Ausschimpfen. Wenn mein Kind sich ausschreien will vor Wut, was soll ich denn machen, verbieten geht ja net, dann is man ja gleich wieder der Diktator oder die böööööse Mutter? Davon abgesehen, wenn ich wütend bin, dann muss ich mir auch Luft machen sozusagen. Warum dem Kind das nicht zugestehen? Nur weil die Leute doof gucken? Und nur weil ich mein Kind sich abreagieren lasse, heißt das ja nicht automatisch, dass ich es ignoriere in dem Moment? Aber egal.


Also ich nehm ihn dann in den Arm und versuche ihn mit Worten zu trösten wenn ich einfach nur daneben stehe und warte bis er fertig ist dann ist das mMn ignorieren
Jani85
27577 Beiträge
13.08.2016 13:44
Zitat von NiAn:

Zitat von BlödmannVomDienst:

Zitat von faerie:

Zitat von BlödmannVomDienst:

...


Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Es ging um die konkreten Formulierungen. Klar werden wahrscheinlich eher wenige sagen "Ich bin hier der Diktator", aber sie kommunizieren genau das mit ihrem Verhalten, ob sie es nun so machen wie von Little beschrieben oder auf eine andere, passiv-aggressive Art. Das geht von "Der bockt sich aus [ich ignoriere ihn derweil]" über " Wenn du nicht sofort artig bist, gibt es heute Abend keinen Sandmann" bis "Halt jetzt deinen Mund und reiß dich zusammen".


Und das ist nonverbal? Eben nicht und genau das meinte ich ja. Und Ignorieren ist kein Ausschimpfen. Wenn mein Kind sich ausschreien will vor Wut, was soll ich denn machen, verbieten geht ja net, dann is man ja gleich wieder der Diktator oder die böööööse Mutter? Davon abgesehen, wenn ich wütend bin, dann muss ich mir auch Luft machen sozusagen. Warum dem Kind das nicht zugestehen? Nur weil die Leute doof gucken? Und nur weil ich mein Kind sich abreagieren lasse, heißt das ja nicht automatisch, dass ich es ignoriere in dem Moment? Aber egal.


Also ich nehm ihn dann in den Arm und versuche ihn mit Worten zu trösten wenn ich einfach nur daneben stehe und warte bis er fertig ist dann ist das mMn ignorieren

meine Kinder hauen/beißen mich dann oder ziehen an den Haaren Wobei sie eigentlich nie so riesen Wutanfälle hatten. Hier dreht sichs mehr um Tellerfarben oä was man ja schnell beheben. kann...
13.08.2016 13:52
Zitat von BlödmannVomDienst:

Zitat von faerie:

Zitat von BlödmannVomDienst:

Zitat von faerie:

...


??? Doch hast du. Oder wie soll ich mir das vorstellen, dass ein Kind für seinen aus dem Verbot resultierenden Wutanfall NONVERBAL öffentlich ausgeschimpft wird???


Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Es ging um die konkreten Formulierungen. Klar werden wahrscheinlich eher wenige sagen "Ich bin hier der Diktator", aber sie kommunizieren genau das mit ihrem Verhalten, ob sie es nun so machen wie von Little beschrieben oder auf eine andere, passiv-aggressive Art. Das geht von "Der bockt sich aus [ich ignoriere ihn derweil]" über " Wenn du nicht sofort artig bist, gibt es heute Abend keinen Sandmann" bis "Halt jetzt deinen Mund und reiß dich zusammen".


Und das ist nonverbal? Eben nicht und genau das meinte ich ja. Und Ignorieren ist kein Ausschimpfen. Wenn mein Kind sich ausschreien will vor Wut, was soll ich denn machen, verbieten geht ja net, dann is man ja gleich wieder der Diktator oder die böööööse Mutter? Davon abgesehen, wenn ich wütend bin, dann muss ich mir auch Luft machen sozusagen. Warum dem Kind das nicht zugestehen? Nur weil die Leute doof gucken? Und nur weil ich mein Kind sich abreagieren lasse, heißt das ja nicht automatisch, dass ich es ignoriere in dem Moment? Aber egal.


Ignorieren ist z.B. nonverbal.
Es gibt auch nonverbale Botschaften zwischen den Zeilen verbaler Botschaften.
Beispiel (fiktiv): Mein Mann sagt zu mir: "Wir müssen dringend mal was für unsere Figur tun". Nonverbale Botschaft: "Du bist ganz schön aus dem Leim gegangen, das gefällt mir nicht."

Capisce?

... wahrscheinlich nicht.
Gehe zu Seite:
  • Dieses Thema wurde 46 mal gemerkt