Mütter- und Schwangerenforum

Ich bin nicht dein bester Freund, Kind!

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12.08.2016 14:58
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von mimimi:

Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von mimimi:

Gibt es Ernsthaft Leute die Ihre Kinder bewusst, wissentlich und willentlich, nicht erziehen? Kann ich gar nicht glauben

Die Art und Weise im Video finde ich auch ... speziell? Naja, nicht unbedingt zum zu Ernst nehmen. Und die Dame finde ich jetzt auch nicht so prickelnd. Aber die Grundaussage kann ich doch durchaus nachvollziehen. Egal was ich tue, ich kann mein Kind nicht immer glücklich machen. Zumindest nicht just in der Sekunde. Aber das handeln der Sekunde kann mein Kind langfristig glücklicher machen. Weil es etwas daraus lernt. Und ganz ehrlich? Soll mein Kind halt brüllen weil ich es vor Gefahren beschütze oder schlechtes Verhalten (ich meine jetzt so Dinge wie, Katze am Schwanz ziehen, mich hauen, ...) unterbinde. Das ist dann sicherlich in dem Moment für uns Beide anstrengend aber dazu bin ich ja dann auch BEI meinem Kind, um mein handeln zu erklären und es zu trösten. Trotzdem muss es die Erfahrung machen. Meine Meinung. Ich bin aber auch kein Fan dieser ganzen Bedürfnissorientierten Geschichte im Sinne von, mein Kind kann tun und lassen was es will, darf alles selbst bestimmen und entscheiden und ich stehe nur daneben und hoffe das es sich nicht umbringt...


Naja, so ist hier niemand. Es gibt ja auch noch Dinge dazwischen.


Ich habe leider GENAU das in einer Facebook Gruppe mitbekommen. Da war das so ziemlich der O-Ton. Solange mein Kind nicht Gefahr läuft sich umzubringen kann es tun und lassen was es will, sonst behindere ich es in seiner Entfaltung...


Ich würde es noch ergänzen um die Aussage: Oder sich verletzt. Aber ansonsten? Finde ich da jetzt nicht so viel Schreckliches dran.


Da finde ich aber auch nichts schlimmes dran. Ich bin einfach kein Fan von ständigen Verboten, die einfach nicht sein müssen. Das handhabe ich so aber tatsächlich auch schon, seitdem meine Große auf der Welt ist und habe bis heute nichts an meiner Einstellung geändert, auch mit zwei Kindern nicht.

Ansonsten bin ich aber auch bei den anderen. Regeln und Grenzen finde ich selber auch einfach wichtig. Was in meinen Augen aber auch gar nichts negatives ist. Ich als Erwachsene muss mich auch an Regeln halten und empfinde es nicht als schlimm, sondern finde die Regeln, an die man sich so halten muss schon sehr sinnvoll. Genauso ist es auch mit Grenzen.

12.08.2016 15:17
Ich weiß nicht, warum es scheinbar der intellektuelle Mount Everest ist, zu begreifen, dass es einen Unterschied zwischen "immer den Willen des Kindes erfüllen" und "seine Bedürfnisse respektieren" gibt

Keiner behauptet irgendwo, dass ich der Wunscherfüllungsautomat meiner Kinder bin.
Es geht darum, Bedürfnisse zu respektieren , auch wenn man sie manchmal nicht erfüllen kann.
Einfach diese "Halt die Fresse, ich sitz am längeren Hebel" Mentalität abzulegen.
Bei vielen ist es ja nicht nur so, dass Dinge verboten wird, sondern dass den Kindern zusätzlich unterschwellig verboten wird, sich darüber zu beklagen. Zorn zu empfinden. Ein Kind, das einen Wutanfall bekommt (der ja aus der Hilflosigkeit und Ohnmacht gegenüber der temporären Situation resultiert, plus der noch nicht vollständig ausgebildeten Fähigkeit des Kindes, die Konsequenzen seiner Wünsche abzuschätzen), wird oft genau für diesen Anfall auch noch ausgeschimpft. Eltern kommunizieren also nicht nur: "Du darfst nicht einfach den Schokoriegel aus dem Regal nehmen", sondern zusätzlich: "Und wage es ja nicht, dich über dieses Verbot aufzuregen, sonst wirst du bestraft" (durch sogenannte "Konsequenzen", oder auch öffentliches Ausschimpfen, Liebesentzug bis es wieder "brav" ist etc.)

Mein Großer ist auch manchmal sauer, wenn er nicht so darf, wie er will, weil es manchmal nicht anders geht. Aber ich werde mich hüten, ihn für seine Wut auszulachen oder zu bestrafen oder einen auf "Ich bin der Diktator, also füge dich" zu machen.

Und was auch dazugehört: Immer wieder die eigenen Motivationen hinterfragen. Spreche ich ein Verbot aus eigener Bequemlichkeit aus, oder ist es wirklich dringend erforderlich?
Regeln gibt es hier so viele wie nötig, aber so wenige wie möglich.

Das Ziel sollte es außerdem nicht sein, von so vielen Menschen wie möglich gemocht zu werden, sondern von den richtigen
12.08.2016 15:22
Jede Familie muss letztendlich ihren eigenen Weg der Erziehung / Nicht-Erziehung / dem Umgang zwischen Eltern und Kind finden, egal wie man es nun nennen möchte. Wobei ich den Streit um die Definition von Erziehung/Nicht-Erziehung nicht nachvollziehen kann, weil es ja nicht mal DIE EINE FESTE DEFINITION gibt.

12.08.2016 15:40
Der Streit entsteht ja nur, weil manche so fest überzeugt sind, dass unsere unerzogenen Kinder später mal ihre nerven
Marf
30244 Beiträge
12.08.2016 16:04
Zitat von faerie:

Der Streit entsteht ja nur, weil manche so fest überzeugt sind, dass unsere unerzogenen Kinder später mal ihre nerven

Diesen Gedanken kann man auch ungekehrt sehen.

Ich sage das nicht.Eigentlich erwähnen das nur die APler dauernd.

Und um das Thema aufzugreifen....Freunde kann man wählen,also die,die nicht nerven.Eltern nicht.Die hat man.
12.08.2016 16:14
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von Mama-u-Krümmel:

Zitat von Adara:

Für die wirklich Interessierten:
http://kraetzae.de/erziehung/erziehen_ist_gemein/


Habs kurz angelesen - so wie es da geschrieben wird - nein Danke.

Ich finde ein Miteinander sehr wichtig, aber es gibt Punkte da "erziehe" ich.
z.B. nein ich kaufe das "Auto" jetzt nicht. Klar hab ich da die Macht. Mein Sohn mit 4 Jahren verdient nun mal noch kein Geld.

Oder früh um 7 Uhr - aufstehen. Klar. Ich muss zur Arbeit und er davor in den KIGA. Soll ich meinem Chef sagen: Sry, komm heute später oder gar nicht, weil mein Kind das Bedürfnis hat Zuhause zu bleiben?

Und andererseits gibt es Dinge da lasse ich mich vollkommen auf ihn ein. Wenn Ferien sind zum Beispiel muss ich nicht einen festen Tagesablauf befolgen, wo ist das Problem wenn wir erst um 9:30 Uhr aufstehen und um 11 Uhr erst frühstücken?


Naja,... Mein Gedankengang dazu. Ich lese hier unglaublich oft, dass die Löhne, ob nun beide Elternteile arbeiten oder nur einer, der Familie gehört etc. Aber ist der 4-jährige nicht auch Teil der Familie? Ist es nicht auch sein Geld? Sicher nur anteilig, aber die Situation kann man ja entschärfen, indem man eine Kinderkasse schafft. Er will das Auto? Okay. Guck das haben wir in der Kasse, ich nehme das jetzt raus.... Das verstehen sich 2-jährige. Und ich muss nicht mein sagen.
Hab ich übrigens auch nie, Kleinigkeiten die er beim einkaufen wollte, gab's auch immer.


Teil der Familie? Ein vierjähriger? Wo kommen wir da hin? Er lebt ja auch im Keller und nicht bei uns in der Wohnung mit. Okay - Scherz beiseite.

Ja, natürlich ist er ein Teil der Familie und natürlich "gehört" ihm auch ein Teil des Geldes - aber dennoch kann ich nicht immer alles kaufen was er möchte. Ich sagte ja auch nicht, dass er nie ein Auto/Zeitschrift/Süßkram bekommt, aber das Ausmaß bestimme nun mal ich.
Und wenn er dann sein "Taschengeld" hat und das leer ist? Was sag ich dann? Es ist leer bekommst also kein Auto? Ja? Dann kann ich doch auch gleich sagen, nein - heute gibts kein Auto. Unbequem dieses Nein! Weil man sofort die Diskussion im Laden hat - aber an der Tatsache ändert es nichts.

Ich bin die letzte die nur um mein Sohn zu ärgern nein sagt, aber ich finde trotzdem auch, dass es eben Grenzen geben muss. Und das nächste mal kann er sich ja wieder eins aussuchen Doch wenn ich zu allem ja sag - dann hätte ich da ein Dutzend Pudding im Einkaufswagen, etliche Süßigkeiten und dann noch Spielsachen - ach die Zeitschriften hab ich vergessen. Und das ganze dann - spätestens ab nächstes Jahr - drei mal. Das geht eben nicht.
12.08.2016 16:32
Naja, da glaube ich eben an meine eigene These, die ich allerdings nicht wirklich belegen kann. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass Kinder, die keine Verbote, also bei solchen Sachen eben auch kein Nein, bekommen, gar nicht alles wollen. Ich habe wie gesagt nie nein gesagt, Süßigkeiten waren IMMER frei zugänglich (unterste Schublade, damit er auch ran kommt), aber das nahm nie Überhand. Und wenn wir einkaufen waren, habe ich immer gesagt: Klar kannst du dir was aussuchen. Sollte es ein Schleichtier sein (die waren es bei uns immer) gabs das auch, aber dann wusste er, dass kaum noch KNabberkram an dem Tag einzukaufen gibt, denn eld wächst nicht an den Bäumen. Ich habe ihm das beizeiten erklärt, wie sich das mit dem Geld der Familienkasse erhält. Mit Legosteinen. Ich habe einen Haufen auf den Tisch gelegt... das ist unser Lohn, das bekommen Mama und Papa, wenn der Monat anfängt. Soviel müssen wir sofort für unser Haus bezahlen (einen großen Teil weggenommen), so viel brauchen wir für unsere Telefone, um Oma anzurufen, für unser Auto, damit wir wegfahren können und immer wieder Steine weggenommen. Dann blieb schon nur noch ein eher geringer Teil liegen. So viel müssen wir an den Kindergarten bezahlen, auch wenn du nicht hingehst. (er war ja eher selten da) Und damit müssen wir uns was zu essen kaufen, was zum anziehen, was zum spielen für dich und wollen noch etwas sparen, um in den Urlaub zu fahren. Und das verstand er. Wenn es eben ein Schleichtier sein sollte, dann war es das und er wusste, er muss nicht fragen (dabei hätte er auch noch was anderes bekommen) Zu Hause legte er dann wieder einen Legostein weg, weil er ja ein neues Schleichtier hatte und je kleiner der Haufen wurde, desto weniger wollte er haben. Das hat auch schon sehr jung funktioniert. Von daher musste ich kaum nein sagen, weil er kaum gefragt hat.

Ich glaube einfach, wenn Kinder es nie anders kennengelernt haben, dann funktioniert das auch einfach so. Jedes Nein, jedes Verbot macht es doch besonders verlockend und der Drang es dann doch haben zu wollen, wird deutlich ausgeprägter, als wenn es ja theoretisch machbar wäre. Und so ist das bis heute geblieben. Magst du ein iPhone zu Weihnachten? Nö, ich hab doch ein Telefon. Was magst du denn dann? Mh... 12,95 iTunes Guthaben, die fehlen, um die neue Dr. Who Staffel zu kaufen. SO sehen die Weihnachtswünsche meines 17-jährigen aus. 12,95 und das obwohl er als Kind, als Kleinkind, kurzerhand nie ein Nein bekam.
Einzige Ausnahme in diesem Haushalt sind Bücher... die haben zwar ein festes Budget monatlich eingeplant bekommen, aber da wir nun beide sehr viel lesen (zum Glück ähnliches) reichen wir selten damit. DAS überziehen wir irgendwie immer. Aber das gehört für mich zu den Grundnahrungsmitteln. Von daher... spare ich lieber woanders ein.

Aber das ist nur meine These, meine eigene Erfahrung, die sich ganz gut auch auf Gastkinder überträgt, wenn sie hier sind. Beweisen kann ich das natürlich nicht, nur aus Erfahrung berichten.
12.08.2016 17:05
Meine Kinder bekommen auch unterwegs das, was sie wollen, allerdings muss ich auch sagen, dass meine Kinder echt selten mal was haben wollen. Würden sie ständig irgendwas wollen, würde ich da vermutlich auch mal ein "nein" sagen. Und es sind auch immer nur kleine Dinge wie mal ein Malbuch, Stifte oder Gebäck vom Bäcker.
Oder auch mal eine Zeitschrift. Es geht also total und da sage ich dann auch nicht "nein".

Marf
30244 Beiträge
12.08.2016 17:13
Meine haben auch Zugang zu Süssli usw. Sie fragen sogar vorher ...... und das kommt von ihnen,ich lege da keinen Wert darauf das sie dies tun,weil ja eh die Süsslis ihres ist.

Und wenn meine mit sind beim Einkaufen,ist selten,sie finden das doof,wissen sie das es was zum Schnabulieren gibt.Auch das finde ich nun nichts besonderes.
Wenn nun alle Süssli aufgebraucht sind müssen sie halt warten bis ich wieder einkaufe.Extra würde ich nicht gehen.

Ich weiß nicht was hier einige unter Grenzen verstehen.Ich hab den Eindruck sie sehen da nen Feldwebel und lauter winzige Soldaten, die herumspringen um Befehle auszuführen! Wie albern!
12.08.2016 17:22
Ich scheine einen Teil der Diskussion verpasst zu haben. In meiner Erinnerung hat niemand über Grenzen gesprochen.
Mocca
4470 Beiträge
12.08.2016 17:28
Also mein Sohn (5 Jahre) hat mir erst vor kurzem erläutert, dass "es nie genug ist!!!" Als ich ihm im Spielzeugladen sagte, dass er sich ein Buch und ein Spielzeug aussuchen durfte und das für heute reicht.

Ich würde gerne mal auf das Ausgangs-Video zurück kommen.
Die Dame ist nicht gerade eine Leuchte.
Ich habe mich lange gefragt, ob das gestaget ist oder sie immer so aussieht und wirklich aufgebracht war.
In jedem Fall straft jede Ihrer Handlungen ihre Worte Lügen:
Sie tut das, was in Hollywood-Filmen immer bei Liebeskummer gemacht wird - saufen und einen Liter Eis verdrücken (mit Schoko-Chips!!!).
Sie WILL doch eigentlich die Freundin ihrer Kinder sein, weil sie sich für die coolste Mutti von allen hält. Weil sie aber nicht das Rüstzeug hat, um das zu sein, behauptet sie vor sich und der Welt, dass es gaaaanz schlecht ist, die Freundin der Kinder zu sein.
Weit vorne hat jemand geschrieben, dass die mal dringend in den Arm genommen gehört. Da kann ich nur zustimmen - auch wenn ich sie für doof wie'n Meter Feldweg halte.

Sie sagte aber etwas, wo ich innerlich zustimmte und bis gerade nicht sagen konnte warum:
Ich muss nicht die beste Freundin meiner Kinder sein, das ist doch gruselig! (so sinngemäß)
Das hängt mit meinem Freundschaftsbegriff zusammen.
Ich glaube, ich kann versuchen, meinem Kind eine Freundin zu sein, aber mein Kind kann mir kein Freund sein.
Damit meine ich, dass eine Freundschaft auf Augenhöhe geführt werden muss und es eben Themen gibt, mit denen ein Kind (auch ein Teenager) nicht umgehen kann.
Meiner Freundin erzähle ich, dass ich totalen Mist auf der Arbeit gebaut habe und Angst habe am Montag hin zu gehen, weil ich mich fürchte meinen Job zu verlieren. - Meinem Kind sage ich höchstens, dass ich einen Fehler gemacht habe über den ich mich sehr ärgere.
Meiner Freundin erzähle ich, wenn mein Partner mich belogen und betrogen hat. Meinem Kind sicher nicht.

Ich werde also stolz sein, wenn mein Sohn mir erzählt, wenn er den ersten Liebeskummer hat oder wenn er seine Freundin verletzt hat und nicht weiß wie er es wieder gut machen soll oder Probleme in der Schule hat und und und…
Wenn er aber außer mir niemanden hat, mit dem er diese Probleme bespricht, dann halte ich das für nicht gut für ihn.
Marf
30244 Beiträge
12.08.2016 17:34
Zitat von Hecate:

Ich scheine einen Teil der Diskussion verpasst zu haben. In meiner Erinnerung hat niemand über Grenzen gesprochen.

Ich hab es ab und an erwähnt.Lies einfach nochmal alles durch dann findest du es sicher.
12.08.2016 17:56
Zitat von Marf:

Zitat von Hecate:

Ich scheine einen Teil der Diskussion verpasst zu haben. In meiner Erinnerung hat niemand über Grenzen gesprochen.

Ich hab es ab und an erwähnt.Lies einfach nochmal alles durch dann findest du es sicher.


Und dann hast du zu dir selbst gesagt, dass das einem Feldwebel gleiche?
Marf
30244 Beiträge
12.08.2016 18:15
Zitat von Hecate:

Zitat von Marf:

Zitat von Hecate:

Ich scheine einen Teil der Diskussion verpasst zu haben. In meiner Erinnerung hat niemand über Grenzen gesprochen.

Ich hab es ab und an erwähnt.Lies einfach nochmal alles durch dann findest du es sicher.


Und dann hast du zu dir selbst gesagt, dass das einem Feldwebel gleiche?

Nein,ich habe gefragt was einige denken, was man mit Grenzen meint.
shelyra
69261 Beiträge
12.08.2016 18:42
Zitat von Mama-u-Krümmel:

Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von Mama-u-Krümmel:

Zitat von Adara:

Für die wirklich Interessierten:
http://kraetzae.de/erziehung/erziehen_ist_gemein/


Habs kurz angelesen - so wie es da geschrieben wird - nein Danke.

Ich finde ein Miteinander sehr wichtig, aber es gibt Punkte da "erziehe" ich.
z.B. nein ich kaufe das "Auto" jetzt nicht. Klar hab ich da die Macht. Mein Sohn mit 4 Jahren verdient nun mal noch kein Geld.

Oder früh um 7 Uhr - aufstehen. Klar. Ich muss zur Arbeit und er davor in den KIGA. Soll ich meinem Chef sagen: Sry, komm heute später oder gar nicht, weil mein Kind das Bedürfnis hat Zuhause zu bleiben?

Und andererseits gibt es Dinge da lasse ich mich vollkommen auf ihn ein. Wenn Ferien sind zum Beispiel muss ich nicht einen festen Tagesablauf befolgen, wo ist das Problem wenn wir erst um 9:30 Uhr aufstehen und um 11 Uhr erst frühstücken?


Naja,... Mein Gedankengang dazu. Ich lese hier unglaublich oft, dass die Löhne, ob nun beide Elternteile arbeiten oder nur einer, der Familie gehört etc. Aber ist der 4-jährige nicht auch Teil der Familie? Ist es nicht auch sein Geld? Sicher nur anteilig, aber die Situation kann man ja entschärfen, indem man eine Kinderkasse schafft. Er will das Auto? Okay. Guck das haben wir in der Kasse, ich nehme das jetzt raus.... Das verstehen sich 2-jährige. Und ich muss nicht mein sagen.
Hab ich übrigens auch nie, Kleinigkeiten die er beim einkaufen wollte, gab's auch immer.


Teil der Familie? Ein vierjähriger? Wo kommen wir da hin? Er lebt ja auch im Keller und nicht bei uns in der Wohnung mit. Okay - Scherz beiseite.

Ja, natürlich ist er ein Teil der Familie und natürlich "gehört" ihm auch ein Teil des Geldes - aber dennoch kann ich nicht immer alles kaufen was er möchte. Ich sagte ja auch nicht, dass er nie ein Auto/Zeitschrift/Süßkram bekommt, aber das Ausmaß bestimme nun mal ich.
Und wenn er dann sein "Taschengeld" hat und das leer ist? Was sag ich dann? Es ist leer bekommst also kein Auto? Ja? Dann kann ich doch auch gleich sagen, nein - heute gibts kein Auto. Unbequem dieses Nein! Weil man sofort die Diskussion im Laden hat - aber an der Tatsache ändert es nichts.

Ich bin die letzte die nur um mein Sohn zu ärgern nein sagt, aber ich finde trotzdem auch, dass es eben Grenzen geben muss. Und das nächste mal kann er sich ja wieder eins aussuchen Doch wenn ich zu allem ja sag - dann hätte ich da ein Dutzend Pudding im Einkaufswagen, etliche Süßigkeiten und dann noch Spielsachen - ach die Zeitschriften hab ich vergessen. Und das ganze dann - spätestens ab nächstes Jahr - drei mal. Das geht eben nicht.

aber so lernen die kinder mit geld umzugehen.
wenn es leer ist dann kann man nichts mehr kaufen. spar ich es, dann kann ich mir größeres kaufen.
es ist für sie also nachvollziehbar warum es heute kein auto gibt wenn nichts mehr in ihrer kasse ist! aber ein "nein" ohne erklärung fordert das bocken heraus. gibt auf jeden fall knatsch

das verstehen sogar kleinere kinder (meine gerade 4 gewordene tochter kapiert das zumindest schon etwas länger)
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