Ich bin nicht dein bester Freund, Kind!
11.08.2016 22:25
Dann fehlt es am Mut eine 'schlechte' Mutter zu sein.....hm.Im besten Sinne,versteht sich.Schade,den an dieses Reiberreien wächst man doch.
11.08.2016 22:29
Hab nur die erste Seite des Threads wegen Zeitmangel gelesen:
Man kann doch auch mal sauer auf einen Freund sein?!
Ich bin Elternteil und Freund
Man kann doch auch mal sauer auf einen Freund sein?!
Ich bin Elternteil und Freund
11.08.2016 22:29
Interessante Diskussion
.
Ich finde, dass es sehr vom Kind abhängig ist. Das eine Kind testet mehr und fordert Grenzen ein, bei dem anderen läuft es quasi wie von selber und man muss als Eltern eher weniger regeln.
Trotzdem kann man nicht pauschal sagen, dass z. B. alle Kinder ihre Schlafenszeiten selber regulieren können, von sich aus für die Schule lernen, Körperhygiene einhalten usw. Solange es läuft ist es prima, aber manchmal muss man als Eltern eingreifen. Auch wenn es von den Kindern nicht erwünscht ist. Nur durch´s reine Vorleben wird sicherlich nicht alles gelernt. Ich nehme ja auch nicht alles an, nur weil andere danach leben, sondern nur das, was mir sinnig erscheint. Und das ist dann ja auch sehr individuell.
. Ich finde, dass es sehr vom Kind abhängig ist. Das eine Kind testet mehr und fordert Grenzen ein, bei dem anderen läuft es quasi wie von selber und man muss als Eltern eher weniger regeln.
Trotzdem kann man nicht pauschal sagen, dass z. B. alle Kinder ihre Schlafenszeiten selber regulieren können, von sich aus für die Schule lernen, Körperhygiene einhalten usw. Solange es läuft ist es prima, aber manchmal muss man als Eltern eingreifen. Auch wenn es von den Kindern nicht erwünscht ist. Nur durch´s reine Vorleben wird sicherlich nicht alles gelernt. Ich nehme ja auch nicht alles an, nur weil andere danach leben, sondern nur das, was mir sinnig erscheint. Und das ist dann ja auch sehr individuell.
12.08.2016 00:33
Zitat von Marf:
Ich finde auch das ich nicht die Freundin meiner Kinder sein muss.Freunde sucht man sich,Freunde finden sich.Mit Freunde macht man Dinge die ,die Eltern nie wissen sollen!
Ich habe sie geboren,ihnen ihr Leben geschenkt und " zwinge" sie dadurch es mit mir auszuhalten.![]()
Und ich find es toll ihre Mutter zu sein.Ihnen alles erklären zu dürfen,sie lieben,sie versorgen,sie pflegen und auch zu reglementieren.Bei letzterem ist es oft so das sie mich dafür doof finden.Damit muss ich leben,sie aber auch.Ich finde manches auch doof was sie wollen,tun und sagen .Dann wird das besprochen und eine Lösung gefunden.Mal mit viel Lärm,mal ohne.....
Mit meinen Eltern komme ich gut aus,doch als Freunde - das was ich als Freund definiere- möchte ich sie nicht.
Sie sind meine Familie,das wichtigste für mich.Dann erst kommen Freunde......
Weil man diese " Grenze" zieht ist man weder kalt oder herzlos.
Ich möchte dir zustimmen.
Ich bin Mutter. das erfordert von mir Verantwortung, Weitsicht und in gewissem Maß Kontrolle. Ich mache mich oft unbeliebt. Man darf seinen Bruder nicht hauen, es gibt kein Eis 10 min vor dem Mittag essen und ich möchte das vor und nach dem Essen die Hände gewaschen werden. Ich möchte das morgens und Abends die Zähne geputzt werden und das man nicht brüllend durchs Haus rennt wenn der Kleinste schläft. All das und noch einiges mehr provoziert hier oft den Unmut des Nachwuchses und das ich die "böse" Mama bin. Ja aber manchmal muss man auch das Kind vor sich selber schützen.
Ich liebe meine Mutter. Von ganzem Herzen. Ich bin tief traurig das sie gestorben ist. Aber sie war NIE meine beste Freundin und ich bin ihr dankbar dafür. Für meine beste Freundin war sie allerdings eine Freundin und auch dafür bin ich dankbar. Mütter müssen keine Freunde sein. Es reicht doch wenn sie Mütter sind.
Ich liebe meine Kinder und natürlich will ich das sie glcklich sind und genau deshalb muss ich auch mal unpouläre Entscheidungen treffen. Sie können rohe Zwiebeln essen und im T-shirt raus wenn schnee liegt. Sie dürfen aufbleiben bis sie umfallen und am nächsten Tag grantig sein. Aber wenn sie raufgehen und OBEN das Gitter zumachen und unten auf lassen mecker ich halt weil der Mini dann raufklettert und dann vor der geschlossenen Tür auf der Treppe hockt. Wer dem Zwerg die Lok über den Kopf zieht bekommt auch ärger und wer dem Bruder den Spaten auf den Kopf haut muss halt damit leben das der Spaten mal 2 Tage im Schuppen bleibt.
Ich trage Verantwortung und Weitsicht die man mit 2,4 und auch mit 14 nicht (immer) erwarten kann/muss. Und ja ich mache auch fehler. Das sage ich meinem Kind dann. Oder ich treffe mal entscheidungen die ich dann revidiere. Manchmal ist das der leichtere Weg. Manchmal nicht. Auch erwachsene irren sich. Auch das darf mein Kind lernen. Und auch dafür hat es freunde. Das es dann über mich meckern kann.
Ich hab jetzt sicher die Hälfte von dem was ich sagen wollte vergessen...
12.08.2016 00:36
Zitat von Möhre:
Interessante Diskussion.
Ich finde, dass es sehr vom Kind abhängig ist. Das eine Kind testet mehr und fordert Grenzen ein, bei dem anderen läuft es quasi wie von selber und man muss als Eltern eher weniger regeln.
Trotzdem kann man nicht pauschal sagen, dass z. B. alle Kinder ihre Schlafenszeiten selber regulieren können, von sich aus für die Schule lernen, Körperhygiene einhalten usw. Solange es läuft ist es prima, aber manchmal muss man als Eltern eingreifen. Auch wenn es von den Kindern nicht erwünscht ist. Nur durch´s reine Vorleben wird sicherlich nicht alles gelernt. Ich nehme ja auch nicht alles an, nur weil andere danach leben, sondern nur das, was mir sinnig erscheint. Und das ist dann ja auch sehr individuell.
Ich stimme dir zu. Mein Großer geht schon immer freiwillig ins Bett. ein guter Schläfer. Spätestens um 8 ist bei dem error. Aber der Mittlere? Der würde jeden Abend bis 10/11 Party machen. Hat morgens schlechte Laune pennt dann unter tags irgendwann 20 min und hält dann abends bis in Puppen aus....
12.08.2016 06:32
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:
Zitat von zartbitter:
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:
Zitat von BlödmannVomDienst:
Aso und Teenager sind irgendwann einfach nicht mehr kooperatonsbereit. Da kannst du nackig aufm Tisch tanzen oder was weiß ich, wenn die nicht wollen, dann wollen die einfach nicht. Wobei ich ja sagen muss, dass meine Teenagerin sehr, sehr pflegeleichtist. Gut erzogen halt.
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Naja, meiner auch... komplett anders unerzogen. Eher in Freundschaft groß geworden, mit aktzeptierten eigenem Willen.
Kind, 2, ohne jeglichen Selbsterhaltungstrieb... Aktuell größtes Drama - er darf das Fenster im Wohnzimmer nicht öffnen und rausspringen... Fenstergriffe zum Abschliessen und dann immer wieder erklären, dass es eben gefährlich ist Oder er darf nicht vom Kratzbaum runterspringen Stellt ihn entweder woanders hin oder legt eine Matte drunter, wenn er es darf, ist es schnell uninteressant . und auch allein ins Sportbecken im Freibad ohne Schwimmflügel wird von mir untersagt schwimmen beibringen, jetzt sofort... alles lösbar
Sämtlich Erklärungen interessieren ihn schlicht und ergreifend nicht, nicht mal ein bisschen. Der Herr kriegt einen Wutanfall vom Feinsten.
Mich würde ernsthaft interessieren, wie man solche Situationen ohne Verbot und ohne (in dem Moment) unglückliches Kind, lösen kann![]()
Er bringt das Fenster nicht auf - genau das ist das, was ihn so wütend macht... Einen Kompromiss gibt es hier in meinen Augen nicht, da muss ich es eben hinnehmen, dass er mich dann ziemlich doof findet. Erklärungen, dass es gefährlich ist, prallen an ihm (wie an den meisten 2jährigen) vollständig ab, weil er das noch gar nicht begreift und weil es ihm zum jetzigen Zeitpunkt egal zu sein scheint.
Kratzbaum steht im Wohnzimmer, wo soll ich den bitte noch hinstellen?
Da drunter ist eh schon ein Teppich, aber das Ding ist eben nicht für ein 13kg-duracellhäschen konzipiert
Schwimmen - ernsthaft? Du würdest es schaffen, einem 2jährigen das schwimmen von jetzt auf gleich beizubringen, sodass er ALLEINE (richtig, der Herr möchte gern aaaaaalles "leineeeeeee" machen) ins Sportbecken darf, wirklich??? Ich fühl mich dazu ehrlich gesagt nicht in der Lage
Es gibt noch so vieles, was bei ihm (und anderen Kindern, die ihr Trotzalter/Autonomiephase in vollen Zügen ausleben) einem Wutanfall auslöst und nein, erklären bringt in dem Moment tatsächlich gar nichts und nachgeben kann ich auch nicht immer, entweder weil es aus irgendeinem Grund (Eier aufschlagen im Supermarkt) nicht in Frage kommt oder weil es gefährlich ist oder weil ich es schlicht und ergreifend nicht einsehe (rausgehen und im Sandkasten spielen und 2uhr früh, um dann den ganzen nächsten Tag müde zu sein).
Klar versuche ich mein Kind glücklich zu machen, aber mir ist völlig klar, dass er mich oft doof finden wird.
Ich mag meine Eltern, als Teenie fand ich sie extrem doof. Aber ich war eben kein Kind, dass abends mit der Mama auf der terasse ein Buch liest oder über die Welt philosophiert. Ich wollte/musste raus, die Welt für mich entdecken, feiern, durchdrehen, rebellieren, gegen die Eltern, gegen die Ordnung, gegen das Gesetz, gegen pauschal alles, Hauptsache dagegen. Und meine Eltern haben tatsächlich alles richtig gemacht, sie haben mich gelassen, wo es ging und haben (nach Möglichkeiten) Grenzen gesetzt, wo es zwingend nötig war und genau dann fand ich sie blöd und war sehr sehr sehr unglücklich, weil ich meinen Willen nicht durchgesetzt bekam.
12.08.2016 08:18
ich habe mir alles durchgelesen, das video allerdings nicht gesehen sondern nur die Übersetzung gelesen......
Ich möchte nur mal kurz erläutern wie unser Familienleben ist auch wenn mein Kind "nur" 1,5 Jahre ist und ich vom altklugen noch meilenweit entfernt bin...
Wir sind 3 Personen, wir sind alle auf Augenhöhe, jedes Problem, jede Trauer, jede Wut wird ernst genommen, egal ob diese von mir, meinem Mann oder meinem Sohn ausgeht. Jeder von uns hat seine eigenen Probleme mit denen er fertig werden muss und keines dieser Probleme ist weniger wichtig daher begegnen wir uns auch immer auf Augenhöhe. Wenn für Niklas gerade die Welt untergeht weil er den Hänger seiner Holzeisenbahn nicht an den 5mal größeren Traktor dranbekommt dann bin ich da und tröste ihn und tu es nicht einfach ab, genauso wie ich meinen Mann beistehe wenn er einen miesen Arbeitstag hatte.
Wir sind eine Familie und jeder hat Mitspracherecht, sei es beim Essen, bei der Kleidung, bei Ausflügen, etc. Sicherlich hat Niklas nicht den nötigen Weitblick um alles richtig beurteilen zu können (wie z.B. ohne Jacke rausgehen) aber warum sollte ich mit ihm diskutieren wenn ich ihn auch einfach probieren lassen kann? Und ja, die zählt auch für die "gefährlichen" Dinge wie z.B. von Mauern hüpfen, Treppen hoch und runterklettern, einziger Unterschied hier ist das wir einen Kompromiss finden. Sein Bedürfnis ist es alles alleine machen zu wollen, mein Bedürfnis ist es das er gesund und unverletzt bleibt, also treffen wir uns in der Mitte. Ich erkläre ihm das er gerne über die Mauer laufen kann, Mama aber bereit ist um ihn aufzufangen wenn er ins straucheln gerät und das ist was ich ihm beibringen möchte. Mama und Papa sind da wenn er ins straucheln gerät und das immer und bedingungslos!!!!
Ja im Leben gibt es soviele Regeln, soviele Verbote aber muss ICH die meinem Kind beibringen? Reicht es nicht das die Gesellschaft uns soviel vorschreibt? Kann das Elternhaus da nicht ein Ort sein in dem das Kind so sein kann wie es ist? Ein Ort an dem er seine Meinung frei äußern kann, ein Ort an dem er auch mal Arschloch und Egoist sein kann? Ein Ort an dem er sich nicht verstellen braucht? Ich finde das ist meine Pflicht als Elternteil. Mein Kind immer und überall aufzufangen und das bedingungslos, ohne Grenzen oder Regeln und ohne Zwang und JA das geht.
Das heißt nicht das mein Kind alles darf und das ich einen kleinen Egositen großziehe - die Worte die hier gelten sind REFLEKTION und IMITATION. Das Verhalten meines Kindes ist der Spiegel meines Verhaltens. Die Werte die ich vermittle wird auch mein Kind vermitteln. Und ihr glaubt es kaum aber mein Kind sagt mit seinen 1,5 Jahren Bitte und Danke, grüßt seine Mitmenschen, teilt gerne und das ohne das ich ihn jemals darum gebeten habe, wisst ihr wie das geht? Einfach ein gutes Beispiel sein. Er sieht es von uns täglich und ich weiß das mein Kind wenn es Danke sagt auch Dankbar ist und es nicht einfach so sagt weil es sich so gehört. Ich stehe nicht hinter ihm uns sage zu ihm "WIE SAGT MAN?" - wenn er sich nicht bedanken möchte dann muss er es auch nicht, dann mache ich das für ihn
Wenn Niklas wirklich was nicht darf weil es einfach lebensgefährlich ist (Straße alleine überqueren, alleine schwimmen, etc) oder weil wir was machen müssen das seiner Gesundeit dient (z.B. Zähne putzen oder bei uns das tägliche inhalieren) dann erklären wir ihm wieso, weshalb warum wie dieses und jenes machen müssen oder was nicht dürfen. Sicher gibt es dann auch oft Frust oder Wut aber wir sind dann da und begleiten ihn darin, lassen ihn spüren das wir ihn verstehen und das er seinen Frust rauslassen darf und kann und wir ihn dennoch bedingungslos lieben und stellen uns nicht einfach hin uns sagen DU MUSST JETZT ABER und es ist mir egal was du darüber denkst.
Mag sein das ich in ein paar Jahren, bei 2 Kindern in der Autonomiephase anders darüber denke aber ich hoffe das ich mein Leitbild beibehalten werde. Und eins wird sich nie ändern, ich werde mein Kind (oder meine Kinder) immer als eigenständige Personen mit eigenem, starken Willen ansehen und nicht als mein Eigentum das zu tun hat was ich ihm sage.
Ich möchte nur mal kurz erläutern wie unser Familienleben ist auch wenn mein Kind "nur" 1,5 Jahre ist und ich vom altklugen noch meilenweit entfernt bin...
Wir sind 3 Personen, wir sind alle auf Augenhöhe, jedes Problem, jede Trauer, jede Wut wird ernst genommen, egal ob diese von mir, meinem Mann oder meinem Sohn ausgeht. Jeder von uns hat seine eigenen Probleme mit denen er fertig werden muss und keines dieser Probleme ist weniger wichtig daher begegnen wir uns auch immer auf Augenhöhe. Wenn für Niklas gerade die Welt untergeht weil er den Hänger seiner Holzeisenbahn nicht an den 5mal größeren Traktor dranbekommt dann bin ich da und tröste ihn und tu es nicht einfach ab, genauso wie ich meinen Mann beistehe wenn er einen miesen Arbeitstag hatte.
Wir sind eine Familie und jeder hat Mitspracherecht, sei es beim Essen, bei der Kleidung, bei Ausflügen, etc. Sicherlich hat Niklas nicht den nötigen Weitblick um alles richtig beurteilen zu können (wie z.B. ohne Jacke rausgehen) aber warum sollte ich mit ihm diskutieren wenn ich ihn auch einfach probieren lassen kann? Und ja, die zählt auch für die "gefährlichen" Dinge wie z.B. von Mauern hüpfen, Treppen hoch und runterklettern, einziger Unterschied hier ist das wir einen Kompromiss finden. Sein Bedürfnis ist es alles alleine machen zu wollen, mein Bedürfnis ist es das er gesund und unverletzt bleibt, also treffen wir uns in der Mitte. Ich erkläre ihm das er gerne über die Mauer laufen kann, Mama aber bereit ist um ihn aufzufangen wenn er ins straucheln gerät und das ist was ich ihm beibringen möchte. Mama und Papa sind da wenn er ins straucheln gerät und das immer und bedingungslos!!!!
Ja im Leben gibt es soviele Regeln, soviele Verbote aber muss ICH die meinem Kind beibringen? Reicht es nicht das die Gesellschaft uns soviel vorschreibt? Kann das Elternhaus da nicht ein Ort sein in dem das Kind so sein kann wie es ist? Ein Ort an dem er seine Meinung frei äußern kann, ein Ort an dem er auch mal Arschloch und Egoist sein kann? Ein Ort an dem er sich nicht verstellen braucht? Ich finde das ist meine Pflicht als Elternteil. Mein Kind immer und überall aufzufangen und das bedingungslos, ohne Grenzen oder Regeln und ohne Zwang und JA das geht.
Das heißt nicht das mein Kind alles darf und das ich einen kleinen Egositen großziehe - die Worte die hier gelten sind REFLEKTION und IMITATION. Das Verhalten meines Kindes ist der Spiegel meines Verhaltens. Die Werte die ich vermittle wird auch mein Kind vermitteln. Und ihr glaubt es kaum aber mein Kind sagt mit seinen 1,5 Jahren Bitte und Danke, grüßt seine Mitmenschen, teilt gerne und das ohne das ich ihn jemals darum gebeten habe, wisst ihr wie das geht? Einfach ein gutes Beispiel sein. Er sieht es von uns täglich und ich weiß das mein Kind wenn es Danke sagt auch Dankbar ist und es nicht einfach so sagt weil es sich so gehört. Ich stehe nicht hinter ihm uns sage zu ihm "WIE SAGT MAN?" - wenn er sich nicht bedanken möchte dann muss er es auch nicht, dann mache ich das für ihn
Wenn Niklas wirklich was nicht darf weil es einfach lebensgefährlich ist (Straße alleine überqueren, alleine schwimmen, etc) oder weil wir was machen müssen das seiner Gesundeit dient (z.B. Zähne putzen oder bei uns das tägliche inhalieren) dann erklären wir ihm wieso, weshalb warum wie dieses und jenes machen müssen oder was nicht dürfen. Sicher gibt es dann auch oft Frust oder Wut aber wir sind dann da und begleiten ihn darin, lassen ihn spüren das wir ihn verstehen und das er seinen Frust rauslassen darf und kann und wir ihn dennoch bedingungslos lieben und stellen uns nicht einfach hin uns sagen DU MUSST JETZT ABER und es ist mir egal was du darüber denkst.
Mag sein das ich in ein paar Jahren, bei 2 Kindern in der Autonomiephase anders darüber denke aber ich hoffe das ich mein Leitbild beibehalten werde. Und eins wird sich nie ändern, ich werde mein Kind (oder meine Kinder) immer als eigenständige Personen mit eigenem, starken Willen ansehen und nicht als mein Eigentum das zu tun hat was ich ihm sage.
12.08.2016 08:22
Zitat von Halessia:
In aller Kürze, mein Ideal: glückliche Kinder (und nicht funktionierende Kinder). Und bevor mir gleich wieder das nächste "ja, aber" ins Gesicht springt, ich spreche von langfristig glücklich. Ich versuche weder ihnen jeden Wunsch zu erfüllen noch sonst was, und ja, es gibt auch kurzfristige "Unglücke", weil es nicht anders geht zu ihrem Wohl, aber sie sollen sich ohne Bedingungen geliebt fühlen. Das ist für mich Familie.
Das unterschreib ich so!
AP bedeutet eben nicht, dem Kind alles recht zu machen.
Es bedeutet auch nicht, alle Bedürfnisse des Kindes über meine Bedürfnisse zu stellen. Als Elternteil gilt es, die Bedürfnisse nach ihrer Dringlichkeit richtig einzuordnen.
Und da zählen die Bedürfnisse aller Familienmitglieder (und übrigens auch die aller anderen, das hört nicht bei der eigenen Familie auf).
Man muss eben auch seine eigenen Grenzen klar kommunizieren.
Umgekehrt hat man aber eben auch die Grenzen der Kinder zu wahren, denn wie soll den ein Kind verstehen und lernen, die Grenzen anderer zu akzeptieren, wenn die Grenzen des Kindes völlig übergegangen werden? Das ist für mich ein ganz wichtiger Aspekt.
12.08.2016 08:34
Zitat von SaSk:
Zitat von Halessia:
In aller Kürze, mein Ideal: glückliche Kinder (und nicht funktionierende Kinder). Und bevor mir gleich wieder das nächste "ja, aber" ins Gesicht springt, ich spreche von langfristig glücklich. Ich versuche weder ihnen jeden Wunsch zu erfüllen noch sonst was, und ja, es gibt auch kurzfristige "Unglücke", weil es nicht anders geht zu ihrem Wohl, aber sie sollen sich ohne Bedingungen geliebt fühlen. Das ist für mich Familie.
Das unterschreib ich so!
AP bedeutet eben nicht, dem Kind alles recht zu machen.
Es bedeutet auch nicht, alle Bedürfnisse des Kindes über meine Bedürfnisse zu stellen. Als Elternteil gilt es, die Bedürfnisse nach ihrer Dringlichkeit richtig einzuordnen.
Und da zählen die Bedürfnisse aller Familienmitglieder (und übrigens auch die aller anderen, das hört nicht bei der eigenen Familie auf).
Man muss eben auch seine eigenen Grenzen klar kommunizieren.
Umgekehrt hat man aber eben auch die Grenzen der Kinder zu wahren, denn wie soll den ein Kind verstehen und lernen, die Grenzen anderer zu akzeptieren, wenn die Grenzen des Kindes völlig übergegangen werden? Das ist für mich ein ganz wichtiger Aspekt.
Nicht zu vergessen, wie soll das Kind lernen, dass seine Meinung, seine Wünsche und seine Grenzen und Ablehnungen wichtig sind und er/sie auch draußen in der Welt durchsetzen darf, wenn er/sie sich zuhause hauptsächlich unterordnet.
Ich finde es extrem mühselig und nervig, dass jedesmal, wenn man darauf hinweist, dass man versucht, nicht immer nur die eigenen Ansichten durchzusetzen, nicht knallhart zu sein, mit dem Kind zusammenzuarbeiten, Gleichberechtigung zu suchen, zu kooperieren, selbst mal zurückzustecken usw usw diese dämlichen Totschlagargumente in den Raum gepfeffert werden, indem man das Ganze überspitzt darstellt und damit ad absurdum führt.
"Also ein Leben ohne Regeln finde ich nicht gut"
"Haha, du läßt dir also von deinem Kind auf der Nase rumtanzen"
"Wie soll das Kind da lernen, was es darf und was es nicht darf"
"So ein Quatsch, man kann nicht immer und für alles eine Alternative/Lösung finden"
"Aha, soso, na du Klugscheißer, dann erzähl mir mal wie du [hier eigene schwierige individuelle Situation einfügen] reagiert hättest"
Ich hab nicht für alles eine Lösung. Aber ich versuch IMMER, eine zu finden. Und wenn ich keine finde, dann versuch ich es trotzdem weiter und das nächste Mal eben anders. Und nur weil es im Leben Situationen und Vorkommnisse gibt, bei denen man das AP nicht schafft, heißt das nicht, dass AP nicht funktioniert.
12.08.2016 08:36
Zitat von NiAn:
ich habe mir alles durchgelesen, das video allerdings nicht gesehen sondern nur die Übersetzung gelesen......
Ich möchte nur mal kurz erläutern wie unser Familienleben ist auch wenn mein Kind "nur" 1,5 Jahre ist und ich vom altklugen noch meilenweit entfernt bin...
Wir sind 3 Personen, wir sind alle auf Augenhöhe, jedes Problem, jede Trauer, jede Wut wird ernst genommen, egal ob diese von mir, meinem Mann oder meinem Sohn ausgeht. Jeder von uns hat seine eigenen Probleme mit denen er fertig werden muss und keines dieser Probleme ist weniger wichtig daher begegnen wir uns auch immer auf Augenhöhe. Wenn für Niklas gerade die Welt untergeht weil er den Hänger seiner Holzeisenbahn nicht an den 5mal größeren Traktor dranbekommt dann bin ich da und tröste ihn und tu es nicht einfach ab, genauso wie ich meinen Mann beistehe wenn er einen miesen Arbeitstag hatte.
Wir sind eine Familie und jeder hat Mitspracherecht, sei es beim Essen, bei der Kleidung, bei Ausflügen, etc. Sicherlich hat Niklas nicht den nötigen Weitblick um alles richtig beurteilen zu können (wie z.B. ohne Jacke rausgehen) aber warum sollte ich mit ihm diskutieren wenn ich ihn auch einfach probieren lassen kann? Und ja, die zählt auch für die "gefährlichen" Dinge wie z.B. von Mauern hüpfen, Treppen hoch und runterklettern, einziger Unterschied hier ist das wir einen Kompromiss finden. Sein Bedürfnis ist es alles alleine machen zu wollen, mein Bedürfnis ist es das er gesund und unverletzt bleibt, also treffen wir uns in der Mitte. Ich erkläre ihm das er gerne über die Mauer laufen kann, Mama aber bereit ist um ihn aufzufangen wenn er ins straucheln gerät und das ist was ich ihm beibringen möchte. Mama und Papa sind da wenn er ins straucheln gerät und das immer und bedingungslos!!!!
Ja im Leben gibt es soviele Regeln, soviele Verbote aber muss ICH die meinem Kind beibringen? Reicht es nicht das die Gesellschaft uns soviel vorschreibt? Kann das Elternhaus da nicht ein Ort sein in dem das Kind so sein kann wie es ist? Ein Ort an dem er seine Meinung frei äußern kann, ein Ort an dem er auch mal Arschloch und Egoist sein kann? Ein Ort an dem er sich nicht verstellen braucht? Ich finde das ist meine Pflicht als Elternteil. Mein Kind immer und überall aufzufangen und das bedingungslos, ohne Grenzen oder Regeln und ohne Zwang und JA das geht.
Das heißt nicht das mein Kind alles darf und das ich einen kleinen Egositen großziehe - die Worte die hier gelten sind REFLEKTION und IMITATION. Das Verhalten meines Kindes ist der Spiegel meines Verhaltens. Die Werte die ich vermittle wird auch mein Kind vermitteln. Und ihr glaubt es kaum aber mein Kind sagt mit seinen 1,5 Jahren Bitte und Danke, grüßt seine Mitmenschen, teilt gerne und das ohne das ich ihn jemals darum gebeten habe, wisst ihr wie das geht? Einfach ein gutes Beispiel sein. Er sieht es von uns täglich und ich weiß das mein Kind wenn es Danke sagt auch Dankbar ist und es nicht einfach so sagt weil es sich so gehört. Ich stehe nicht hinter ihm uns sage zu ihm "WIE SAGT MAN?" - wenn er sich nicht bedanken möchte dann muss er es auch nicht, dann mache ich das für ihn![]()
Wenn Niklas wirklich was nicht darf weil es einfach lebensgefährlich ist (Straße alleine überqueren, alleine schwimmen, etc) oder weil wir was machen müssen das seiner Gesundeit dient (z.B. Zähne putzen oder bei uns das tägliche inhalieren) dann erklären wir ihm wieso, weshalb warum wie dieses und jenes machen müssen oder was nicht dürfen. Sicher gibt es dann auch oft Frust oder Wut aber wir sind dann da und begleiten ihn darin, lassen ihn spüren das wir ihn verstehen und das er seinen Frust rauslassen darf und kann und wir ihn dennoch bedingungslos lieben und stellen uns nicht einfach hin uns sagen DU MUSST JETZT ABER und es ist mir egal was du darüber denkst.
Mag sein das ich in ein paar Jahren, bei 2 Kindern in der Autonomiephase anders darüber denke aber ich hoffe das ich mein Leitbild beibehalten werde. Und eins wird sich nie ändern, ich werde mein Kind (oder meine Kinder) immer als eigenständige Personen mit eigenem, starken Willen ansehen und nicht als mein Eigentum das zu tun hat was ich ihm sage.
Genauso und nicht anders.
12.08.2016 08:48
Zitat von Alaska:
Vorher hatte noch jemand angesprochen, dass es keine Bettzeiten gibt. Das ist für mich auch so ein Thema. Das Kind darf also selber entscheiden, ist am nächsten Morgen total k.o. und muss so im Kiga / in der Schule sitzen (da ist es dann okey, wenn das Kind unglücklich ist) und fliegt abends früher ins Bett - vollkommen erledigt.
Das ist dann gut fürs Kind? Ich als erwachsene Person seh mich da einfach weitblickender als mein Kind. Ich hab die Lebenserfahrung. So etwas kann ich meinem Kind ersparen, in dem ich z.B. feste Bettzeiten einführe.
Mal ganz davon abgesehen, dass ich Rituale für Kinder ganz arg wichtig finde und das hat bei mir schon auch was mit (ungefähr) festen Zeiten zu tun. Beispiel: Abendessen, Sandmann, Zähne putzen, Schlafi an, im Bett eine Geschichte vorgelesen bekommen, Gute-Nacht-Lieder singen, schlafen.
Einem Kind ohne feste Zeiten entgeht sowas doch. Oder setzt ihr euch nachts um 24 Uhr mit eurem Kind hin und macht noch so einen "Aufwand" (auch wenn er schön ist)?
Jonas würde zeitweise bis nachts um 2 aufbleiben, wenn ich ihn lassen würde. Dann hab ich aber ein Kind, dass am nächsten Tag bis 16 Uhr schläft und dann an dem Abend um 4 Uhr ins Bett geht?![]()
Ja das mit den Bettzeiten bin ich .
Es ging um meine 8 jährige , welche der meihnung war . 21 uhr geht sie nicht ins Bett , Sie bleibt Munter so lange sie möchte .
Jo , gesagt getan .
Sie war wirklich am nächsten Tag sehr Müde. aber es war mla ein Tag , das hat nicht wirklich was geschadet .
Zu Fußball Zeiten gehhen Kinder ja auch ausnahmsweiße sehr spät ins Bett .
Sie ist von sich aus am folgenneden tag , schon 20 uhr ins Bett gekrochen .
Sie hat es quassi am eigenne Leib gespürt , das sie Schlaf braucht .
12.08.2016 08:59
Zitat von NiAn:
ich habe mir alles durchgelesen, das video allerdings nicht gesehen sondern nur die Übersetzung gelesen......
Ich möchte nur mal kurz erläutern wie unser Familienleben ist auch wenn mein Kind "nur" 1,5 Jahre ist und ich vom altklugen noch meilenweit entfernt bin...
Wir sind 3 Personen, wir sind alle auf Augenhöhe, jedes Problem, jede Trauer, jede Wut wird ernst genommen, egal ob diese von mir, meinem Mann oder meinem Sohn ausgeht. Jeder von uns hat seine eigenen Probleme mit denen er fertig werden muss und keines dieser Probleme ist weniger wichtig daher begegnen wir uns auch immer auf Augenhöhe. Wenn für Niklas gerade die Welt untergeht weil er den Hänger seiner Holzeisenbahn nicht an den 5mal größeren Traktor dranbekommt dann bin ich da und tröste ihn und tu es nicht einfach ab, genauso wie ich meinen Mann beistehe wenn er einen miesen Arbeitstag hatte.
Wir sind eine Familie und jeder hat Mitspracherecht, sei es beim Essen, bei der Kleidung, bei Ausflügen, etc. Sicherlich hat Niklas nicht den nötigen Weitblick um alles richtig beurteilen zu können (wie z.B. ohne Jacke rausgehen) aber warum sollte ich mit ihm diskutieren wenn ich ihn auch einfach probieren lassen kann? Und ja, die zählt auch für die "gefährlichen" Dinge wie z.B. von Mauern hüpfen, Treppen hoch und runterklettern, einziger Unterschied hier ist das wir einen Kompromiss finden. Sein Bedürfnis ist es alles alleine machen zu wollen, mein Bedürfnis ist es das er gesund und unverletzt bleibt, also treffen wir uns in der Mitte. Ich erkläre ihm das er gerne über die Mauer laufen kann, Mama aber bereit ist um ihn aufzufangen wenn er ins straucheln gerät und das ist was ich ihm beibringen möchte. Mama und Papa sind da wenn er ins straucheln gerät und das immer und bedingungslos!!!!
Ja im Leben gibt es soviele Regeln, soviele Verbote aber muss ICH die meinem Kind beibringen? Reicht es nicht das die Gesellschaft uns soviel vorschreibt? Kann das Elternhaus da nicht ein Ort sein in dem das Kind so sein kann wie es ist? Ein Ort an dem er seine Meinung frei äußern kann, ein Ort an dem er auch mal Arschloch und Egoist sein kann? Ein Ort an dem er sich nicht verstellen braucht? Ich finde das ist meine Pflicht als Elternteil. Mein Kind immer und überall aufzufangen und das bedingungslos, ohne Grenzen oder Regeln und ohne Zwang und JA das geht.
Das heißt nicht das mein Kind alles darf und das ich einen kleinen Egositen großziehe - die Worte die hier gelten sind REFLEKTION und IMITATION. Das Verhalten meines Kindes ist der Spiegel meines Verhaltens. Die Werte die ich vermittle wird auch mein Kind vermitteln. Und ihr glaubt es kaum aber mein Kind sagt mit seinen 1,5 Jahren Bitte und Danke, grüßt seine Mitmenschen, teilt gerne und das ohne das ich ihn jemals darum gebeten habe, wisst ihr wie das geht? Einfach ein gutes Beispiel sein. Er sieht es von uns täglich und ich weiß das mein Kind wenn es Danke sagt auch Dankbar ist und es nicht einfach so sagt weil es sich so gehört. Ich stehe nicht hinter ihm uns sage zu ihm "WIE SAGT MAN?" - wenn er sich nicht bedanken möchte dann muss er es auch nicht, dann mache ich das für ihn![]()
Wenn Niklas wirklich was nicht darf weil es einfach lebensgefährlich ist (Straße alleine überqueren, alleine schwimmen, etc) oder weil wir was machen müssen das seiner Gesundeit dient (z.B. Zähne putzen oder bei uns das tägliche inhalieren) dann erklären wir ihm wieso, weshalb warum wie dieses und jenes machen müssen oder was nicht dürfen. Sicher gibt es dann auch oft Frust oder Wut aber wir sind dann da und begleiten ihn darin, lassen ihn spüren das wir ihn verstehen und das er seinen Frust rauslassen darf und kann und wir ihn dennoch bedingungslos lieben und stellen uns nicht einfach hin uns sagen DU MUSST JETZT ABER und es ist mir egal was du darüber denkst.
Mag sein das ich in ein paar Jahren, bei 2 Kindern in der Autonomiephase anders darüber denke aber ich hoffe das ich mein Leitbild beibehalten werde. Und eins wird sich nie ändern, ich werde mein Kind (oder meine Kinder) immer als eigenständige Personen mit eigenem, starken Willen ansehen und nicht als mein Eigentum das zu tun hat was ich ihm sage.
das hört sich alles sehr schön an. Du beziehst dich auf die Gesellschaft, wie sollte diese deiner Meinung nach denn ohne Regeln funktionieren?
Jeder geht arbeiten wann er möchte, bei rot wird nicht angehalten, es wird überholt, bedrängt im Straßenverkehr. Schule ist kein muss mehr usw. das hat dann ja schon was mit Anarchie zu tun. Ich glaube nicht, dass es funktionieren würde. Ich glaube, dass wir Regeln brauchen um glücklich zu sein. Ansonsten würde es drunter und drüber gehen, wenn jeder nur das, ohne Rücksicht auf den anderen machen würde, was ihn glücklich mag.
Mit einem Kind mag das auch noch alles gut funktionieren, das hast du ja auch selber geschrieben. Aber auf alles Übertragbar ist es sicherlich nicht. Schon das Dilemma, wenn man 2 Kinder mit größerem Altersunterschied hat und eine Wochenendausflug ansteht. Da kann man es nicht immer beiden recht machen, da müssen Kompromisse her. Oder man hat mehrere Kinder und alle wollen gleichzeitig etwas von einem. In dem Moment kann man auch nicht alle Bedürfnisse gleichzeitig erfüllen.
Wie hier schon jemand schrieb, unter Freunden gibt es auch Streit und Zankereien. Man ist nicht immer gleicher Meinung und schon gar nicht, geht der Freund immer nur auf das ein, was man gut findet. Und trotzdem mag man den Menschen und geht Kompromisse ein, ohne dass er sich für einen bis zum geht nicht mehr verbiegen muss.
Ich denke, genauso sollte es auch in der Erziehung funktionieren. Man ist nicht nur Mama, sondern hat auch noch seine eigenen Bedürfnisse. Und wenn man einen Tag hat, an dem man nicht so gut drauf ist, fällt es, zumindest mir schon schwer, die ganze Zeit geduldig und freundlich zu lächeln obwohl im Inneren alles nach schreien schreit
. Natürlich gebe ich dem nicht nach, aber ich tue auch nicht so, als fände ich alles gut, was meine Kinder machen. Ich finde das auch viel authentischer als sich immer zusammenreißen zu müssen und für einen selber unsinnige Dinge zu tun, nur um sein Kind in dem Moment glücklich zu machen.
12.08.2016 09:04
Zitat von Möhre:
Zitat von NiAn:
ich habe mir alles durchgelesen, das video allerdings nicht gesehen sondern nur die Übersetzung gelesen......
Ich möchte nur mal kurz erläutern wie unser Familienleben ist auch wenn mein Kind "nur" 1,5 Jahre ist und ich vom altklugen noch meilenweit entfernt bin...
Wir sind 3 Personen, wir sind alle auf Augenhöhe, jedes Problem, jede Trauer, jede Wut wird ernst genommen, egal ob diese von mir, meinem Mann oder meinem Sohn ausgeht. Jeder von uns hat seine eigenen Probleme mit denen er fertig werden muss und keines dieser Probleme ist weniger wichtig daher begegnen wir uns auch immer auf Augenhöhe. Wenn für Niklas gerade die Welt untergeht weil er den Hänger seiner Holzeisenbahn nicht an den 5mal größeren Traktor dranbekommt dann bin ich da und tröste ihn und tu es nicht einfach ab, genauso wie ich meinen Mann beistehe wenn er einen miesen Arbeitstag hatte.
Wir sind eine Familie und jeder hat Mitspracherecht, sei es beim Essen, bei der Kleidung, bei Ausflügen, etc. Sicherlich hat Niklas nicht den nötigen Weitblick um alles richtig beurteilen zu können (wie z.B. ohne Jacke rausgehen) aber warum sollte ich mit ihm diskutieren wenn ich ihn auch einfach probieren lassen kann? Und ja, die zählt auch für die "gefährlichen" Dinge wie z.B. von Mauern hüpfen, Treppen hoch und runterklettern, einziger Unterschied hier ist das wir einen Kompromiss finden. Sein Bedürfnis ist es alles alleine machen zu wollen, mein Bedürfnis ist es das er gesund und unverletzt bleibt, also treffen wir uns in der Mitte. Ich erkläre ihm das er gerne über die Mauer laufen kann, Mama aber bereit ist um ihn aufzufangen wenn er ins straucheln gerät und das ist was ich ihm beibringen möchte. Mama und Papa sind da wenn er ins straucheln gerät und das immer und bedingungslos!!!!
Ja im Leben gibt es soviele Regeln, soviele Verbote aber muss ICH die meinem Kind beibringen? Reicht es nicht das die Gesellschaft uns soviel vorschreibt? Kann das Elternhaus da nicht ein Ort sein in dem das Kind so sein kann wie es ist? Ein Ort an dem er seine Meinung frei äußern kann, ein Ort an dem er auch mal Arschloch und Egoist sein kann? Ein Ort an dem er sich nicht verstellen braucht? Ich finde das ist meine Pflicht als Elternteil. Mein Kind immer und überall aufzufangen und das bedingungslos, ohne Grenzen oder Regeln und ohne Zwang und JA das geht.
Das heißt nicht das mein Kind alles darf und das ich einen kleinen Egositen großziehe - die Worte die hier gelten sind REFLEKTION und IMITATION. Das Verhalten meines Kindes ist der Spiegel meines Verhaltens. Die Werte die ich vermittle wird auch mein Kind vermitteln. Und ihr glaubt es kaum aber mein Kind sagt mit seinen 1,5 Jahren Bitte und Danke, grüßt seine Mitmenschen, teilt gerne und das ohne das ich ihn jemals darum gebeten habe, wisst ihr wie das geht? Einfach ein gutes Beispiel sein. Er sieht es von uns täglich und ich weiß das mein Kind wenn es Danke sagt auch Dankbar ist und es nicht einfach so sagt weil es sich so gehört. Ich stehe nicht hinter ihm uns sage zu ihm "WIE SAGT MAN?" - wenn er sich nicht bedanken möchte dann muss er es auch nicht, dann mache ich das für ihn![]()
Wenn Niklas wirklich was nicht darf weil es einfach lebensgefährlich ist (Straße alleine überqueren, alleine schwimmen, etc) oder weil wir was machen müssen das seiner Gesundeit dient (z.B. Zähne putzen oder bei uns das tägliche inhalieren) dann erklären wir ihm wieso, weshalb warum wie dieses und jenes machen müssen oder was nicht dürfen. Sicher gibt es dann auch oft Frust oder Wut aber wir sind dann da und begleiten ihn darin, lassen ihn spüren das wir ihn verstehen und das er seinen Frust rauslassen darf und kann und wir ihn dennoch bedingungslos lieben und stellen uns nicht einfach hin uns sagen DU MUSST JETZT ABER und es ist mir egal was du darüber denkst.
Mag sein das ich in ein paar Jahren, bei 2 Kindern in der Autonomiephase anders darüber denke aber ich hoffe das ich mein Leitbild beibehalten werde. Und eins wird sich nie ändern, ich werde mein Kind (oder meine Kinder) immer als eigenständige Personen mit eigenem, starken Willen ansehen und nicht als mein Eigentum das zu tun hat was ich ihm sage.
das hört sich alles sehr schön an. Du beziehst dich auf die Gesellschaft, wie sollte diese deiner Meinung nach denn ohne Regeln funktionieren?
Jeder geht arbeiten wann er möchte, bei rot wird nicht angehalten, es wird überholt, bedrängt im Straßenverkehr. Schule ist kein muss mehr usw. das hat dann ja schon was mit Anarchie zu tun. Ich glaube nicht, dass es funktionieren würde. Ich glaube, dass wir Regeln brauchen um glücklich zu sein. Ansonsten würde es drunter und drüber gehen, wenn jeder nur das, ohne Rücksicht auf den anderen machen würde, was ihn glücklich mag.
Mit einem Kind mag das auch noch alles gut funktionieren, das hast du ja auch selber geschrieben. Aber auf alles Übertragbar ist es sicherlich nicht. Schon das Dilemma, wenn man 2 Kinder mit größerem Altersunterschied hat und eine Wochenendausflug ansteht. Da kann man es nicht immer beiden recht machen, da müssen Kompromisse her. Oder man hat mehrere Kinder und alle wollen gleichzeitig etwas von einem. In dem Moment kann man auch nicht alle Bedürfnisse gleichzeitig erfüllen.
Wie hier schon jemand schrieb, unter Freunden gibt es auch Streit und Zankereien. Man ist nicht immer gleicher Meinung und schon gar nicht, geht der Freund immer nur auf das ein, was man gut findet. Und trotzdem mag man den Menschen und geht Kompromisse ein, ohne dass er sich für einen bis zum geht nicht mehr verbiegen muss.
Ich denke, genauso sollte es auch in der Erziehung funktionieren. Man ist nicht nur Mama, sondern hat auch noch seine eigenen Bedürfnisse. Und wenn man einen Tag hat, an dem man nicht so gut drauf ist, fällt es, zumindest mir schon schwer, die ganze Zeit geduldig und freundlich zu lächeln obwohl im Inneren alles nach schreien schreit. Natürlich gebe ich dem nicht nach, aber ich tue auch nicht so, als fände ich alles gut, was meine Kinder machen. Ich finde das auch viel authentischer als sich immer zusammenreißen zu müssen und für einen selber unsinnige Dinge zu tun, nur um sein Kind in dem Moment glücklich zu machen.
Nichts anders ab ich geschrieben. Es geht darum Kompromisse zu finden die für jeden das möglichst beste rausholen und nicht darum alle immer wunschlos glücklich zu machen. Es geht darum jeden mit seinen Belangen ernst zu nehmen, Alternativen anzubieten und wenn mal was unglücklich läuft oder mal jemand nicht alles bekommt was er möchte dennoch dazu sein und denjenigen in seinem Unglück aufzufangen. Ich habe auch nicht geschrieben das wir in der Gesellschaft alle Regeln abschaffen sollen ich habe geschrieben das ich meinen Kind nicht zwanghaft Regeln aufbürden muss die er in der Gesellschaft von alleine lernt, das muss er nicht von mir im Elternhaus lernen, die harte Realität der Gesellschaft lernt er auch ohne mein Zutun.
12.08.2016 09:11
Zitat von Hecate:
Wir lehnen Erziehung ab.
Man erzieht das Kind automatisch, man vermittelt werte und ja, auch gewisse Regelm werden vermittelt. - Dieses Thema wurde 46 mal gemerkt





