Mütter- und Schwangerenforum

Me too - ist sexuelle Belästigung ein Thema?

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15.11.2017 13:23
Zitat von Marf:

Zitat von Mamota:

Zitat von Marf:

Zitat von Mamota:

...

Manche Ansichten die sie vertritt finde ich sehr durchgeknallt.

Jaaa,das gelebte Übel eines Wurstherstellers.....

Marfi, warum bist du immer so kryptisch die Tage. Ich weiß nie, was du jetzt meinen könntest. Immer lässt du mich Dummi im Dunkeln. Ich bin krank, ich will dazulernen.
Die Frau vertritt doch so viele Ansichten und belegt sie auch ordentlich. Welche sind es denn, die dich skeptisch stimmen und warum?

Dazu müsste ich jetzt Zuhause sein und mich nochmal einlesen bei ihr.Ich hab nur grob im Kopf ,das ich öfters am kopfschütteln war beim lesen.Eher so ein Gefühl,verstehst du....das ich eben nicht alles gutheiße was sie schreibt.
Kryptisch....mach ich dich gerade wahnsinnig?!

Oh ja!
Du weißt ja, ich will nicht einfach eine Diskussion gewinnen, sondern wissen, ob ich nicht doch im Unrecht bin. Wenn man mir aber keinen Ausweg aus meinem argumentativen Strang bietet, kann ich nicht wissen, ob ich was übersehen habe und das macht mich dann wahnsinnig, weil (so ich mein Gegenüber nicht für mich als Schaumschläger entlarvt habe) da der Restzweifel besteht, dass ich gerade tieriesch Dunning-Krügere (z.B. indem ich sinnlose Wortneuschöpfungen bilde, von denen ich nicht weiß, ob ich sie groß oder klein schreiben muss) und irgendjemand aber glaubt, was ich da erzähle und das dann weiterverbreitet, was mir widerum eine unliebsame Gemeinsamkeit mit Frau Weidel, Herrn Trump oder gar König Peter dem Ersten verschaffen würde, auf die ich nach Möglichkeit gern verzichten möchte.
15.11.2017 13:33
Ja, leider ist sowas ein Thema.

Früher, wenn ich mal mit Freundinnen unterwegs war, gab es schon die ein oder anderen Pograbscher im Club, was ich so richtig scheiße fand, wenn es im Gemenge war, weil ich dann keinem eine Ohrfeige verlassen konnte...

In der Abizeit haben wir auch Partys veranstaltet, um Geld für die Abiparty zu bekommen. Da meinte ein Gast dann auch mich gegen meinen Willen festhalten zu müssen und versuchen zu küssen. Glücklicherweise hat mich dann ein großer und kräftiger Mitschüler verteidigt.
Marf
29923 Beiträge
15.11.2017 13:48
Zitat von Mamota:

Zitat von Marf:

Zitat von Mamota:

Zitat von Marf:

...

Marfi, warum bist du immer so kryptisch die Tage. Ich weiß nie, was du jetzt meinen könntest. Immer lässt du mich Dummi im Dunkeln. Ich bin krank, ich will dazulernen.
Die Frau vertritt doch so viele Ansichten und belegt sie auch ordentlich. Welche sind es denn, die dich skeptisch stimmen und warum?

Dazu müsste ich jetzt Zuhause sein und mich nochmal einlesen bei ihr.Ich hab nur grob im Kopf ,das ich öfters am kopfschütteln war beim lesen.Eher so ein Gefühl,verstehst du....das ich eben nicht alles gutheiße was sie schreibt.
Kryptisch....mach ich dich gerade wahnsinnig?!

Oh ja!
Du weißt ja, ich will nicht einfach eine Diskussion gewinnen, sondern wissen, ob ich nicht doch im Unrecht bin. Wenn man mir aber keinen Ausweg aus meinem argumentativen Strang bietet, kann ich nicht wissen, ob ich was übersehen habe und das macht mich dann wahnsinnig, weil (so ich mein Gegenüber nicht für mich als Schaumschläger entlarvt habe) da der Restzweifel besteht, dass ich gerade tieriesch Dunning-Krügere (z.B. indem ich sinnlose Wortneuschöpfungen bilde, von denen ich nicht weiß, ob ich sie groß oder klein schreiben muss) und irgendjemand aber glaubt, was ich da erzähle und das dann weiterverbreitet, was mir widerum eine unliebsame Gemeinsamkeit mit Frau Weidel, Herrn Trump oder gar König Peter dem Ersten verschaffen würde, auf die ich nach Möglichkeit gern verzichten möchte.


Was hast du gegen Trump?

Wenn du deine Zahlen und Studien postest,ist das alles meist richtig und ok.Widerspricht aber oft dem was man fühlt,denkt o.selber erlebt hat.(s.z.B. Steuerhinterziehung bei Mausi).Und wird nicht anerkannt...selbst wenn es hieb und stichfest ist.
Und das dann trotz vieler Zahlen zu akzeptieren fällt dir dann schwer und damit auch die Argumente der anderen.Obwohl die manchmal wirklich berechtigt sind, WEIL die Zahlen nicht immer alles zeigen bei einem Thema.....also so meine Couchdiagnose.

Und hier beim Thema habe ich den Eindruck ,besonders im TV, das es wieder mal von den Medien ausgebeutet wird.Jeder,alle und überall sagen Me too....,wie vor den Wahlen nur noch AfD aufploppte - inzw. kräht kein Hahn mehr danach.
Oder Dieselskandal....ist auch schon am abklingen.
Und da sehe ich die Gefahr das es als Thema mal so ausgelutscht ist,auch durch falsche Anzeigen/Aussagen von Möchtegernmetooerinnen ,das bald keiner mehr hinhört.Was fatal wäre.
Deswegen auch mein Faschingeinwurf und das gewisse unglückliche Annäherungsversuche nicht sofort als sexuelle Belästigung gelten dürfen.Als Belästigung ja,nur nicht sexy.Dieses 'auf dem Teppich bleiben' fehlt mir.Und das was dabei die Folgen sind ,macht mir Kummer.
Das ich dabei massive Angriffe ausschließe, muss ich hoffentlich nicht dauernd erwähnen.
15.11.2017 14:34
Also mit dem aktuellen Strafmaß tue ich mich zugegeben auch schwer. Oft gibt es Bewährung, und wenn Gefängnis, dann oft nur 3 Jahre, wo man bei halbwegs guter Führung nach 2 Jahren wieder rauskommt.

Eine Bekannte wurde 10 Jahre von ihrem Stiefvater missbraucht, er bekam eine Bewährungsstrafe unter 2 Jahren. Nicht einmal die Adoption durch ihn durfte sie anfechten, sie muss weiter rechtlich seine Tochter bleiben ...
15.11.2017 14:39
Zitat von white.rose:

Also mit dem aktuellen Strafmaß tue ich mich zugegeben auch schwer. Oft gibt es Bewährung, und wenn Gefängnis, dann oft nur 3 Jahre, wo man bei halbwegs guter Führung nach 2 Jahren wieder rauskommt.

Eine Bekannte wurde 10 Jahre von ihrem Stiefvater missbraucht, er bekam eine Bewährungsstrafe unter 2 Jahren. Nicht einmal die Adoption durch ihn durfte sie anfechten, sie muss weiter rechtlich seine Tochter bleiben ...


traurig! Sehr truarig :-/
Mir ist nur mal ein Fall in Erinnerung geblieben, da hat ein Vater erfahren das seine Tochter jahrelang missbraucht wurde, ich weiß nicht mehr genau von wem, ist ja auch egal. Jedenfalls hat der Vater daraufhin den Kerl mehr als krankenhausreif geschlagen und bekam eine höhere Strafe als der Vergewaltiger. Ich was für einer verqueren Welt leben wir eigentlich
15.11.2017 15:29
Zitat von Marf:

Zitat von Mamota:

Zitat von Marf:

Zitat von Mamota:

...

Dazu müsste ich jetzt Zuhause sein und mich nochmal einlesen bei ihr.Ich hab nur grob im Kopf ,das ich öfters am kopfschütteln war beim lesen.Eher so ein Gefühl,verstehst du....das ich eben nicht alles gutheiße was sie schreibt.
Kryptisch....mach ich dich gerade wahnsinnig?!

Oh ja!
Du weißt ja, ich will nicht einfach eine Diskussion gewinnen, sondern wissen, ob ich nicht doch im Unrecht bin. Wenn man mir aber keinen Ausweg aus meinem argumentativen Strang bietet, kann ich nicht wissen, ob ich was übersehen habe und das macht mich dann wahnsinnig, weil (so ich mein Gegenüber nicht für mich als Schaumschläger entlarvt habe) da der Restzweifel besteht, dass ich gerade tieriesch Dunning-Krügere (z.B. indem ich sinnlose Wortneuschöpfungen bilde, von denen ich nicht weiß, ob ich sie groß oder klein schreiben muss) und irgendjemand aber glaubt, was ich da erzähle und das dann weiterverbreitet, was mir widerum eine unliebsame Gemeinsamkeit mit Frau Weidel, Herrn Trump oder gar König Peter dem Ersten verschaffen würde, auf die ich nach Möglichkeit gern verzichten möchte.


Was hast du gegen Trump?

Wenn du deine Zahlen und Studien postest,ist das alles meist richtig und ok.Widerspricht aber oft dem was man fühlt,denkt o.selber erlebt hat.(s.z.B. Steuerhinterziehung bei Mausi).Und wird nicht anerkannt...selbst wenn es hieb und stichfest ist.
Und das dann trotz vieler Zahlen zu akzeptieren fällt dir dann schwer und damit auch die Argumente der anderen.Obwohl die manchmal wirklich berechtigt sind, WEIL die Zahlen nicht immer alles zeigen bei einem Thema.....also so meine Couchdiagnose.

Und hier beim Thema habe ich den Eindruck ,besonders im TV, das es wieder mal von den Medien ausgebeutet wird.Jeder,alle und überall sagen Me too....,wie vor den Wahlen nur noch AfD aufploppte - inzw. kräht kein Hahn mehr danach.
Oder Dieselskandal....ist auch schon am abklingen.
Und da sehe ich die Gefahr das es als Thema mal so ausgelutscht ist,auch durch falsche Anzeigen/Aussagen von Möchtegernmetooerinnen ,das bald keiner mehr hinhört.Was fatal wäre.
Deswegen auch mein Faschingeinwurf und das gewisse unglückliche Annäherungsversuche nicht sofort als sexuelle Belästigung gelten dürfen.Als Belästigung ja,nur nicht sexy.Dieses 'auf dem Teppich bleiben' fehlt mir.Und das was dabei die Folgen sind ,macht mir Kummer.
Das ich dabei massive Angriffe ausschließe, muss ich hoffentlich nicht dauernd erwähnen.

Zahlen zeigen sicherlich nicht alles, aber wenn sie etwas zeigen (natürlich nur, wenn sie auch wirklich fundiert erhoben wurden und auch wirklich das zeigen, was sie sollen) und das steht konträr zum allgemeinen Meinung, gelten die Zahlen. Immer. Denn sie bilden die Wirklichkeit deutlich zuverlässiger ab als die Wahrnehmung. Nichts ist korrupter als unser Eindruck. Auf den kann man sich wirklich nur verlassen, wenn man nichts besseres zur Hand hat.

Wenn bei MeToo irgendwann keiner mehr hinhört, dann ist das schade. Sehr sogar. Aber das liegt dann nicht an irgendwelchen Trittbrettfahrerinnen (übrigens eine Unterstellung, die auch nicht haltbar ist), sondern daran, dass der Mensch nur eine begrenzte Toleranz für etwas ihm Unliebsames aufbringen kann und sehr schnell abstumpft. Interessiert sich ja auch keiner mehr dafür, ob im Mittelmehr jede Menge Leute verrecken. Aber nicht weil die Medien das mal übertrieben hätten (ich finde immer noch, sie haben eher untertrieben), sondern weil man einfach lieber die nächste Sau durch's Dorf getrieben sieht. Ist aber allein ein Problem der menschlichen Natur.

Du musst nicht erwähnen, dass du die schweren Angriffe ausschließt. Das ist schon klar. Nur zweifle ich an, dass der von dir erwähnte Teppich überhaupt existiert. Denn (ja, ich weiß ) die Zahlen sagen eher, dass wir uns fast noch unterm Teppich befinden.
15.11.2017 15:46
Ich versuche mich ja gerade ins Strafrecht bzw. in die Begründungen für die Strafmaße einzulesen und muss ehrlich zugeben, das ist mir zu hoch. Das steht zwar alles im Netz, aber offenbar bekommt man den Schlüssel zur Decodierung dieser Geheimsprache erst zum Abschlus der entsprechenden Ausbildung überreicht.

Ist zufällig die eine oder andere Juristin da, die mir vielleicht erklären könnte, warum manche Fälle mit einem derartig absurd scheinenden Strafmaß daherkommen? Auf die Obrigkeit und die Justiz zu schimpfen ohne zu wissen warum liegt mir nämlich nicht sonderlich.
15.11.2017 16:48
Zitat von Mamota:

Ich versuche mich ja gerade ins Strafrecht bzw. in die Begründungen für die Strafmaße einzulesen und muss ehrlich zugeben, das ist mir zu hoch. Das steht zwar alles im Netz, aber offenbar bekommt man den Schlüssel zur Decodierung dieser Geheimsprache erst zum Abschlus der entsprechenden Ausbildung überreicht.

Ist zufällig die eine oder andere Juristin da, die mir vielleicht erklären könnte, warum manche Fälle mit einem derartig absurd scheinenden Strafmaß daherkommen? Auf die Obrigkeit und die Justiz zu schimpfen ohne zu wissen warum liegt mir nämlich nicht sonderlich.


ich kanns versuchen. kannst du das präzisieren? Um welche Straffatbestände geht es dir konkret.

Vieles kann mit den in Deutschland befürwortenden Straftheorien erklärt werden. Das deutsche System setzt auf Generalprävention und Resozialisierung.
Generell: Oftmals sind gerade Strafrahmen historisch bedingt. Zudem: 5 Jahre Gefängnis (als Beispiel). Mag für dem ein oder anderen für diese oder jene Tat zu gering erscheinen und das mag auch in Einzelfall so sein. ABER: Ich bezweifele einfach mal, dass sich das Gros eben dieser Menschen vorstellen können, wie schlimm Freiheitsentzug wirklich ist.

Zum Thema Steuerhinterziehung. Wenn es des bestraft wird, wird es oftmals deswegen recht konsequent durchgezogen, weil Steuerhinterziehung letztlich die Funktionsfähigkeit des Staates gefährdet. Was ein nicht funktionsfähiger Staat für Gerechtigkeit/Freiheit etc bedeuten würde, kann man sich an den diversen failed states wunderbar verdeutlichen.

Zum Thema Vater bekommt härtere Strafe als der missbrauchende: Eine Strafe soll tat- und schuldangemessen sein. Welche Strafe der Missbrauchende bekommen hat spielt für die Strafzumessung des Vaters keine Rolle. Der Faktor Selbstjustiz aber schon, auch dies gilt es im Sinne eines gewaltmonopols des Staates zu verhindern. Im Übrigen wird der emotionale Faktor vermutlich berücksichtigt worden sein. Bei solchen Fällen ist für den Vater (für den man ja wirklich gehörige Sympathie aufbringt) das amerikanische Jurysystem besser. Da kann ünber geltendes Recht schon mal hinweggesehen werden. Das fällt dem deutschen System schwer.
15.11.2017 16:58
Zitat von zuppilini:

Zitat von Mamota:

Ich versuche mich ja gerade ins Strafrecht bzw. in die Begründungen für die Strafmaße einzulesen und muss ehrlich zugeben, das ist mir zu hoch. Das steht zwar alles im Netz, aber offenbar bekommt man den Schlüssel zur Decodierung dieser Geheimsprache erst zum Abschlus der entsprechenden Ausbildung überreicht.

Ist zufällig die eine oder andere Juristin da, die mir vielleicht erklären könnte, warum manche Fälle mit einem derartig absurd scheinenden Strafmaß daherkommen? Auf die Obrigkeit und die Justiz zu schimpfen ohne zu wissen warum liegt mir nämlich nicht sonderlich.


ich kanns versuchen. kannst du das präzisieren? Um welche Straffatbestände geht es dir konkret.

Vieles kann mit den in Deutschland befürwortenden Straftheorien erklärt werden. Das deutsche System setzt auf Generalprävention und Resozialisierung.
Generell: Oftmals sind gerade Strafrahmen historisch bedingt. Zudem: 5 Jahre Gefängnis (als Beispiel). Mag für dem ein oder anderen für diese oder jene Tat zu gering erscheinen und das mag auch in Einzelfall so sein. ABER: Ich bezweifele einfach mal, dass sich das Gros eben dieser Menschen vorstellen können, wie schlimm Freiheitsentzug wirklich ist.

Zum Thema Steuerhinterziehung. Wenn es des bestraft wird, wird es oftmals deswegen recht konsequent durchgezogen, weil Steuerhinterziehung letztlich die Funktionsfähigkeit des Staates gefährdet. Was ein nicht funktionsfähiger Staat für Gerechtigkeit/Freiheit etc bedeuten würde, kann man sich an den diversen failed states wunderbar verdeutlichen.

Zum Thema Vater bekommt härtere Strafe als der missbrauchende: Eine Strafe soll tat- und schuldangemessen sein. Welche Strafe der Missbrauchende bekommen hat spielt für die Strafzumessung des Vaters keine Rolle. Der Faktor Selbstjustiz aber schon, auch dies gilt es im Sinne eines gewaltmonopols des Staates zu verhindern. Im Übrigen wird der emotionale Faktor vermutlich berücksichtigt worden sein. Bei solchen Fällen ist für den Vater (für den man ja wirklich gehörige Sympathie aufbringt) das amerikanische Jurysystem besser. Da kann ünber geltendes Recht schon mal hinweggesehen werden. Das fällt dem deutschen System schwer.

Danke dir!
Um Letzteres ging es mir. Es scheint mir nämlich auch gefühlt enorm unfair. Daher habe ich mal versucht, mich vergleichend durch den jeweiligen Katalog zu lesen und dabei mein Hirn verknotet.

Ein paar Fragen hab ich noch:
Die Verurteilungsquote von rund 8%, wie erklärt sich die? Ist das vielleicht bei anderen Delikten auch so selten? Oder welche Faktoren spielen da deiner Meinung nach eine Rolle? Kann man dazu überhaupt so ins Blaue hinein was sagen? Und hat sich im letzten Jahr viel verändert oder eher nicht?
Sorry für's Löchern!
15.11.2017 17:26
Zitat von Mamota:

Zitat von zuppilini:

Zitat von Mamota:

Ich versuche mich ja gerade ins Strafrecht bzw. in die Begründungen für die Strafmaße einzulesen und muss ehrlich zugeben, das ist mir zu hoch. Das steht zwar alles im Netz, aber offenbar bekommt man den Schlüssel zur Decodierung dieser Geheimsprache erst zum Abschlus der entsprechenden Ausbildung überreicht.

Ist zufällig die eine oder andere Juristin da, die mir vielleicht erklären könnte, warum manche Fälle mit einem derartig absurd scheinenden Strafmaß daherkommen? Auf die Obrigkeit und die Justiz zu schimpfen ohne zu wissen warum liegt mir nämlich nicht sonderlich.


ich kanns versuchen. kannst du das präzisieren? Um welche Straffatbestände geht es dir konkret.

Vieles kann mit den in Deutschland befürwortenden Straftheorien erklärt werden. Das deutsche System setzt auf Generalprävention und Resozialisierung.
Generell: Oftmals sind gerade Strafrahmen historisch bedingt. Zudem: 5 Jahre Gefängnis (als Beispiel). Mag für dem ein oder anderen für diese oder jene Tat zu gering erscheinen und das mag auch in Einzelfall so sein. ABER: Ich bezweifele einfach mal, dass sich das Gros eben dieser Menschen vorstellen können, wie schlimm Freiheitsentzug wirklich ist.

Zum Thema Steuerhinterziehung. Wenn es des bestraft wird, wird es oftmals deswegen recht konsequent durchgezogen, weil Steuerhinterziehung letztlich die Funktionsfähigkeit des Staates gefährdet. Was ein nicht funktionsfähiger Staat für Gerechtigkeit/Freiheit etc bedeuten würde, kann man sich an den diversen failed states wunderbar verdeutlichen.

Zum Thema Vater bekommt härtere Strafe als der missbrauchende: Eine Strafe soll tat- und schuldangemessen sein. Welche Strafe der Missbrauchende bekommen hat spielt für die Strafzumessung des Vaters keine Rolle. Der Faktor Selbstjustiz aber schon, auch dies gilt es im Sinne eines gewaltmonopols des Staates zu verhindern. Im Übrigen wird der emotionale Faktor vermutlich berücksichtigt worden sein. Bei solchen Fällen ist für den Vater (für den man ja wirklich gehörige Sympathie aufbringt) das amerikanische Jurysystem besser. Da kann ünber geltendes Recht schon mal hinweggesehen werden. Das fällt dem deutschen System schwer.

Danke dir!
Um Letzteres ging es mir. Es scheint mir nämlich auch gefühlt enorm unfair. Daher habe ich mal versucht, mich vergleichend durch den jeweiligen Katalog zu lesen und dabei mein Hirn verknotet.

Ein paar Fragen hab ich noch:
Die Verurteilungsquote von rund 8%, wie erklärt sich die? Ist das vielleicht bei anderen Delikten auch so selten? Oder welche Faktoren spielen da deiner Meinung nach eine Rolle? Kann man dazu überhaupt so ins Blaue hinein was sagen? Und hat sich im letzten Jahr viel verändert oder eher nicht?
Sorry für's Löchern!


bezüglich des vaters kann ich kaum mehr sagen, da ich ja überhaupt keine Details kenne. Strafzumessung im einzelnen ist auch nicht mein Spezialgebiet. Daher nur das, was ich bereits gesagt habe mit Hinweis darauf, dass die in Betracht kommenden Delikte einen relativ großen Rahmen (von/bis) vorgeben.

die verurteilungsquote, auch von fällen die tatsächlich strafrechtlich verfolgt werden, wird daher kommen, dass dem mutmaßlichen Täter die Tat nicht nachgewiesen werden konnte. Bei uns gilt "in dubio pro reo" im zweifel für den Angeklagten. Die Tat muss dem Täter komplett nachgewiesen werden. Zweifel gehen zu seinen Gunsten. Parallel dazu greift dann die Unschuldsvermutung.
Ob sich im letzten Jahr etwas grundlegend verändert hat, weiß ich nicht im Einzelnen. Aber das neue Sexualstrafrecht gibt ja auch keine erleichterung im tatsächlichen Bereich. Die Tat muss komplett nachgewiesen werden. erst dann kommt es ja zur frage er Strafhöhe.
imho war die Reform eher eine politische, die sich auf die tägliche Rechtsprechung wenig auswirkt.

15.11.2017 17:35
Zitat von zuppilini:

Zitat von Mamota:

Zitat von zuppilini:

Zitat von Mamota:

Ich versuche mich ja gerade ins Strafrecht bzw. in die Begründungen für die Strafmaße einzulesen und muss ehrlich zugeben, das ist mir zu hoch. Das steht zwar alles im Netz, aber offenbar bekommt man den Schlüssel zur Decodierung dieser Geheimsprache erst zum Abschlus der entsprechenden Ausbildung überreicht.

Ist zufällig die eine oder andere Juristin da, die mir vielleicht erklären könnte, warum manche Fälle mit einem derartig absurd scheinenden Strafmaß daherkommen? Auf die Obrigkeit und die Justiz zu schimpfen ohne zu wissen warum liegt mir nämlich nicht sonderlich.


ich kanns versuchen. kannst du das präzisieren? Um welche Straffatbestände geht es dir konkret.

Vieles kann mit den in Deutschland befürwortenden Straftheorien erklärt werden. Das deutsche System setzt auf Generalprävention und Resozialisierung.
Generell: Oftmals sind gerade Strafrahmen historisch bedingt. Zudem: 5 Jahre Gefängnis (als Beispiel). Mag für dem ein oder anderen für diese oder jene Tat zu gering erscheinen und das mag auch in Einzelfall so sein. ABER: Ich bezweifele einfach mal, dass sich das Gros eben dieser Menschen vorstellen können, wie schlimm Freiheitsentzug wirklich ist.

Zum Thema Steuerhinterziehung. Wenn es des bestraft wird, wird es oftmals deswegen recht konsequent durchgezogen, weil Steuerhinterziehung letztlich die Funktionsfähigkeit des Staates gefährdet. Was ein nicht funktionsfähiger Staat für Gerechtigkeit/Freiheit etc bedeuten würde, kann man sich an den diversen failed states wunderbar verdeutlichen.

Zum Thema Vater bekommt härtere Strafe als der missbrauchende: Eine Strafe soll tat- und schuldangemessen sein. Welche Strafe der Missbrauchende bekommen hat spielt für die Strafzumessung des Vaters keine Rolle. Der Faktor Selbstjustiz aber schon, auch dies gilt es im Sinne eines gewaltmonopols des Staates zu verhindern. Im Übrigen wird der emotionale Faktor vermutlich berücksichtigt worden sein. Bei solchen Fällen ist für den Vater (für den man ja wirklich gehörige Sympathie aufbringt) das amerikanische Jurysystem besser. Da kann ünber geltendes Recht schon mal hinweggesehen werden. Das fällt dem deutschen System schwer.

Danke dir!
Um Letzteres ging es mir. Es scheint mir nämlich auch gefühlt enorm unfair. Daher habe ich mal versucht, mich vergleichend durch den jeweiligen Katalog zu lesen und dabei mein Hirn verknotet.

Ein paar Fragen hab ich noch:
Die Verurteilungsquote von rund 8%, wie erklärt sich die? Ist das vielleicht bei anderen Delikten auch so selten? Oder welche Faktoren spielen da deiner Meinung nach eine Rolle? Kann man dazu überhaupt so ins Blaue hinein was sagen? Und hat sich im letzten Jahr viel verändert oder eher nicht?
Sorry für's Löchern!


bezüglich des vaters kann ich kaum mehr sagen, da ich ja überhaupt keine Details kenne. Strafzumessung im einzelnen ist auch nicht mein Spezialgebiet. Daher nur das, was ich bereits gesagt habe mit Hinweis darauf, dass die in Betracht kommenden Delikte einen relativ großen Rahmen (von/bis) vorgeben.

die verurteilungsquote, auch von fällen die tatsächlich strafrechtlich verfolgt werden, wird daher kommen, dass dem mutmaßlichen Täter die Tat nicht nachgewiesen werden konnte. Bei uns gilt "in dubio pro reo" im zweifel für den Angeklagten. Die Tat muss dem Täter komplett nachgewiesen werden. Zweifel gehen zu seinen Gunsten. Parallel dazu greift dann die Unschuldsvermutung.
Ob sich im letzten Jahr etwas grundlegend verändert hat, weiß ich nicht im Einzelnen. Aber das neue Sexualstrafrecht gibt ja auch keine erleichterung im tatsächlichen Bereich. Die Tat muss komplett nachgewiesen werden. erst dann kommt es ja zur frage er Strafhöhe.
imho war die Reform eher eine politische, die sich auf die tägliche Rechtsprechung wenig auswirkt.

Gut, den Grundsatz der Unschuldsvermutung kannte ich bereits. Aber sind Sexualdelikte so viel schwerer nachzuweisen als andere oder ist es tatsächlich überall anders auch so, aber man interessiert sich nicht dafür, weil die Emotionen da nicht so hochkochen?

Dein letztef Satz stimmt mich traurig. Ich hatte wirklich Hoffnung. Aber das klingt leider verdammt logisch.
15.11.2017 18:06
Zitat von Mamota:

Zitat von zuppilini:

Zitat von Mamota:

Zitat von zuppilini:

...

Danke dir!
Um Letzteres ging es mir. Es scheint mir nämlich auch gefühlt enorm unfair. Daher habe ich mal versucht, mich vergleichend durch den jeweiligen Katalog zu lesen und dabei mein Hirn verknotet.

Ein paar Fragen hab ich noch:
Die Verurteilungsquote von rund 8%, wie erklärt sich die? Ist das vielleicht bei anderen Delikten auch so selten? Oder welche Faktoren spielen da deiner Meinung nach eine Rolle? Kann man dazu überhaupt so ins Blaue hinein was sagen? Und hat sich im letzten Jahr viel verändert oder eher nicht?
Sorry für's Löchern!


bezüglich des vaters kann ich kaum mehr sagen, da ich ja überhaupt keine Details kenne. Strafzumessung im einzelnen ist auch nicht mein Spezialgebiet. Daher nur das, was ich bereits gesagt habe mit Hinweis darauf, dass die in Betracht kommenden Delikte einen relativ großen Rahmen (von/bis) vorgeben.

die verurteilungsquote, auch von fällen die tatsächlich strafrechtlich verfolgt werden, wird daher kommen, dass dem mutmaßlichen Täter die Tat nicht nachgewiesen werden konnte. Bei uns gilt "in dubio pro reo" im zweifel für den Angeklagten. Die Tat muss dem Täter komplett nachgewiesen werden. Zweifel gehen zu seinen Gunsten. Parallel dazu greift dann die Unschuldsvermutung.
Ob sich im letzten Jahr etwas grundlegend verändert hat, weiß ich nicht im Einzelnen. Aber das neue Sexualstrafrecht gibt ja auch keine erleichterung im tatsächlichen Bereich. Die Tat muss komplett nachgewiesen werden. erst dann kommt es ja zur frage er Strafhöhe.
imho war die Reform eher eine politische, die sich auf die tägliche Rechtsprechung wenig auswirkt.

Gut, den Grundsatz der Unschuldsvermutung kannte ich bereits. Aber sind Sexualdelikte so viel schwerer nachzuweisen als andere oder ist es tatsächlich überall anders auch so, aber man interessiert sich nicht dafür, weil die Emotionen da nicht so hochkochen?

Dein letztef Satz stimmt mich traurig. Ich hatte wirklich Hoffnung. Aber das klingt leider verdammt logisch.


naja, die Reform hat halt weder hand noch fuß, was das Strafrecht angeht. Die Problematik bleibt halt die Nachweisbarkeit. Das war ein typischer Schnellschuss a la politik... Aber dennoch ist es ja nicht sinnlos. das politische/gesellschaftliche Signal ist ja da.

die problematik bei den sexualdelikten dürfte wohl vielfach die art der beweise sein. Es liegt in der Natur der Sache, dass es keine Beweise wie Fotos etc gibt sondern oft nur die Aussage des Opfers. Dann hast du Aussage gegen Aussage. dass dann ein Gericht die Schuld mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als Maßstab nicht feststellen kann, liegt auf der Hand. Oftmals wollen die Opfer auch nicht mehr aussagen, oder tun es widersprüchlich. Das Strafrecht ist ein relativ scharfes schwert. es wird nicht eingesetzt, wenn vernünftige zweifel an der schuld möglich sind. Im Grundsatz ist das auch absolut richtig so.
15.11.2017 19:33
Zitat von zuppilini:

Zitat von Mamota:

Zitat von zuppilini:

Zitat von Mamota:

...


bezüglich des vaters kann ich kaum mehr sagen, da ich ja überhaupt keine Details kenne. Strafzumessung im einzelnen ist auch nicht mein Spezialgebiet. Daher nur das, was ich bereits gesagt habe mit Hinweis darauf, dass die in Betracht kommenden Delikte einen relativ großen Rahmen (von/bis) vorgeben.

die verurteilungsquote, auch von fällen die tatsächlich strafrechtlich verfolgt werden, wird daher kommen, dass dem mutmaßlichen Täter die Tat nicht nachgewiesen werden konnte. Bei uns gilt "in dubio pro reo" im zweifel für den Angeklagten. Die Tat muss dem Täter komplett nachgewiesen werden. Zweifel gehen zu seinen Gunsten. Parallel dazu greift dann die Unschuldsvermutung.
Ob sich im letzten Jahr etwas grundlegend verändert hat, weiß ich nicht im Einzelnen. Aber das neue Sexualstrafrecht gibt ja auch keine erleichterung im tatsächlichen Bereich. Die Tat muss komplett nachgewiesen werden. erst dann kommt es ja zur frage er Strafhöhe.
imho war die Reform eher eine politische, die sich auf die tägliche Rechtsprechung wenig auswirkt.

Gut, den Grundsatz der Unschuldsvermutung kannte ich bereits. Aber sind Sexualdelikte so viel schwerer nachzuweisen als andere oder ist es tatsächlich überall anders auch so, aber man interessiert sich nicht dafür, weil die Emotionen da nicht so hochkochen?

Dein letztef Satz stimmt mich traurig. Ich hatte wirklich Hoffnung. Aber das klingt leider verdammt logisch.


naja, die Reform hat halt weder hand noch fuß, was das Strafrecht angeht. Die Problematik bleibt halt die Nachweisbarkeit. Das war ein typischer Schnellschuss a la politik... Aber dennoch ist es ja nicht sinnlos. das politische/gesellschaftliche Signal ist ja da.

die problematik bei den sexualdelikten dürfte wohl vielfach die art der beweise sein. Es liegt in der Natur der Sache, dass es keine Beweise wie Fotos etc gibt sondern oft nur die Aussage des Opfers. Dann hast du Aussage gegen Aussage. dass dann ein Gericht die Schuld mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als Maßstab nicht feststellen kann, liegt auf der Hand. Oftmals wollen die Opfer auch nicht mehr aussagen, oder tun es widersprüchlich. Das Strafrecht ist ein relativ scharfes schwert. es wird nicht eingesetzt, wenn vernünftige zweifel an der schuld möglich sind. Im Grundsatz ist das auch absolut richtig so.

Ah, ok. Danke dir nochmal!
15.11.2017 20:28
Zitat von Mamota:

Zitat von zuppilini:

Zitat von Mamota:

Zitat von zuppilini:

...

Gut, den Grundsatz der Unschuldsvermutung kannte ich bereits. Aber sind Sexualdelikte so viel schwerer nachzuweisen als andere oder ist es tatsächlich überall anders auch so, aber man interessiert sich nicht dafür, weil die Emotionen da nicht so hochkochen?

Dein letztef Satz stimmt mich traurig. Ich hatte wirklich Hoffnung. Aber das klingt leider verdammt logisch.


naja, die Reform hat halt weder hand noch fuß, was das Strafrecht angeht. Die Problematik bleibt halt die Nachweisbarkeit. Das war ein typischer Schnellschuss a la politik... Aber dennoch ist es ja nicht sinnlos. das politische/gesellschaftliche Signal ist ja da.

die problematik bei den sexualdelikten dürfte wohl vielfach die art der beweise sein. Es liegt in der Natur der Sache, dass es keine Beweise wie Fotos etc gibt sondern oft nur die Aussage des Opfers. Dann hast du Aussage gegen Aussage. dass dann ein Gericht die Schuld mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als Maßstab nicht feststellen kann, liegt auf der Hand. Oftmals wollen die Opfer auch nicht mehr aussagen, oder tun es widersprüchlich. Das Strafrecht ist ein relativ scharfes schwert. es wird nicht eingesetzt, wenn vernünftige zweifel an der schuld möglich sind. Im Grundsatz ist das auch absolut richtig so.

Ah, ok. Danke dir nochmal!


Gern
cooky
12597 Beiträge
15.11.2017 20:41
Zitat von Mamota:

Zitat von Marf:

Zitat von Mamota:

Zitat von Marf:

...

Oh ja!
Du weißt ja, ich will nicht einfach eine Diskussion gewinnen, sondern wissen, ob ich nicht doch im Unrecht bin. Wenn man mir aber keinen Ausweg aus meinem argumentativen Strang bietet, kann ich nicht wissen, ob ich was übersehen habe und das macht mich dann wahnsinnig, weil (so ich mein Gegenüber nicht für mich als Schaumschläger entlarvt habe) da der Restzweifel besteht, dass ich gerade tieriesch Dunning-Krügere (z.B. indem ich sinnlose Wortneuschöpfungen bilde, von denen ich nicht weiß, ob ich sie groß oder klein schreiben muss) und irgendjemand aber glaubt, was ich da erzähle und das dann weiterverbreitet, was mir widerum eine unliebsame Gemeinsamkeit mit Frau Weidel, Herrn Trump oder gar König Peter dem Ersten verschaffen würde, auf die ich nach Möglichkeit gern verzichten möchte.


Was hast du gegen Trump?

Wenn du deine Zahlen und Studien postest,ist das alles meist richtig und ok.Widerspricht aber oft dem was man fühlt,denkt o.selber erlebt hat.(s.z.B. Steuerhinterziehung bei Mausi).Und wird nicht anerkannt...selbst wenn es hieb und stichfest ist.
Und das dann trotz vieler Zahlen zu akzeptieren fällt dir dann schwer und damit auch die Argumente der anderen.Obwohl die manchmal wirklich berechtigt sind, WEIL die Zahlen nicht immer alles zeigen bei einem Thema.....also so meine Couchdiagnose.

Und hier beim Thema habe ich den Eindruck ,besonders im TV, das es wieder mal von den Medien ausgebeutet wird.Jeder,alle und überall sagen Me too....,wie vor den Wahlen nur noch AfD aufploppte - inzw. kräht kein Hahn mehr danach.
Oder Dieselskandal....ist auch schon am abklingen.
Und da sehe ich die Gefahr das es als Thema mal so ausgelutscht ist,auch durch falsche Anzeigen/Aussagen von Möchtegernmetooerinnen ,das bald keiner mehr hinhört.Was fatal wäre.
Deswegen auch mein Faschingeinwurf und das gewisse unglückliche Annäherungsversuche nicht sofort als sexuelle Belästigung gelten dürfen.Als Belästigung ja,nur nicht sexy.Dieses 'auf dem Teppich bleiben' fehlt mir.Und das was dabei die Folgen sind ,macht mir Kummer.
Das ich dabei massive Angriffe ausschließe, muss ich hoffentlich nicht dauernd erwähnen.

Zahlen zeigen sicherlich nicht alles, aber wenn sie etwas zeigen (natürlich nur, wenn sie auch wirklich fundiert erhoben wurden und auch wirklich das zeigen, was sie sollen) und das steht konträr zum allgemeinen Meinung, gelten die Zahlen. Immer. Denn sie bilden die Wirklichkeit deutlich zuverlässiger ab als die Wahrnehmung. Nichts ist korrupter als unser Eindruck. Auf den kann man sich wirklich nur verlassen, wenn man nichts besseres zur Hand hat.



Natürlich gewinnen für die neutrale Realität die nackten Zahlen gegen die bloße Wahrnehmung. Dennoch muss eben auch diese Wahrnehmung ernst genommen werden, da die Menschen in der Wirklichkeit sich eben auch davon stark leiten lassen.
Ich bin ganz bei dir, dass Aufklärung gegen (Falsch)Wahrnehmung durch Fakten wichtig und richtig ist. Trotzdem purzeln dann auch die Ängste hinter den Wahrnehmungen schnell hinten über. Und das ist bei emotionalen Themen mitunter eben gefährlich, wenn man sich auf dieser emotionalen Ebene nicht ernst genommen fühlt.
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