Me too - ist sexuelle Belästigung ein Thema?
13.11.2017 16:15
Ich kenne eher diverse Krawattenträger,die sich körperlich ungefragt nähern.
Die dauerpfeifenden Bauarbeiter sind mir unbekannt obwohl ich sehr viele kenne.Die reden zwar derber,sind oft plump aber nicht auf einer sexistischen Art.Und der Autoverkäufer,der mir nur die Farbpalette zeigt, verdient kein Geld an mir,das aber werte ich nicht als sexistisch sondern einfach als zurückgeblieben.Es gibt auch Männer die nichts von Motoren verstehen,gerne Kränze binden und Tubberdosen sammeln.
Wer das heutzutage nicht weiß hat eben Pech.
Wobei man das ja auch definieren muss.Was für den einen schon übergriffig ist,ist für den anderen eine blöde Anmache.
Und Anbaggern,Anmache ( auch da hat jeder so seine Vorlieben),also flirten als sexistisch verurteilen,naja....irgendwie muss Mann UND Frau ja in Kontakt treten.Das dies nicht immer auf Zustimmung trifft kennen wir alle.Da stand wohl jeder schon auf beiden Seiten.
Angrabbeln oder gar derbes Betatschen passierte mir noch nie.Da aber denke ich das es viel an der Haltung liegt,welches 'Bild' man gibt.
Durch eine Gruppe Halbdackel im kurzen Rock zu gehen würde ich eher als unangenehm empfinden - auch ohne Reaktionen ,wie denselben Gang in Hosen.
Blöd zu beschreiben.
Und ob nun rosa o.blau ist mir wirklich wuppe.Man muss es nicht kaufen.
Jeder guckt gerne und wenn dann ein nettes Nicken,Pfeifen oder sonstiges Anerkennung,Bewunderung ausdrückt freut man sich normalerweise .Wo es aber diesen nervigen,anmassenden Unerton hat,erniedrigend ist, strunzdumm oder dem aufpolieren vor Kumpels dient, ist es für mich Belästigung.
Ob solche Sachen vermehrt vorkommen weißich nicht.Ich denke nicht.Es wird nur öffentlicher behandelt.
Und jeder kann bei der BesetzungsCouch Nein sagen!
Die dauerpfeifenden Bauarbeiter sind mir unbekannt obwohl ich sehr viele kenne.Die reden zwar derber,sind oft plump aber nicht auf einer sexistischen Art.Und der Autoverkäufer,der mir nur die Farbpalette zeigt, verdient kein Geld an mir,das aber werte ich nicht als sexistisch sondern einfach als zurückgeblieben.Es gibt auch Männer die nichts von Motoren verstehen,gerne Kränze binden und Tubberdosen sammeln.
Wer das heutzutage nicht weiß hat eben Pech. Wobei man das ja auch definieren muss.Was für den einen schon übergriffig ist,ist für den anderen eine blöde Anmache.
Und Anbaggern,Anmache ( auch da hat jeder so seine Vorlieben),also flirten als sexistisch verurteilen,naja....irgendwie muss Mann UND Frau ja in Kontakt treten.Das dies nicht immer auf Zustimmung trifft kennen wir alle.Da stand wohl jeder schon auf beiden Seiten.
Angrabbeln oder gar derbes Betatschen passierte mir noch nie.Da aber denke ich das es viel an der Haltung liegt,welches 'Bild' man gibt.
Durch eine Gruppe Halbdackel im kurzen Rock zu gehen würde ich eher als unangenehm empfinden - auch ohne Reaktionen ,wie denselben Gang in Hosen.
Blöd zu beschreiben.
Und ob nun rosa o.blau ist mir wirklich wuppe.Man muss es nicht kaufen.
Jeder guckt gerne und wenn dann ein nettes Nicken,Pfeifen oder sonstiges Anerkennung,Bewunderung ausdrückt freut man sich normalerweise .Wo es aber diesen nervigen,anmassenden Unerton hat,erniedrigend ist, strunzdumm oder dem aufpolieren vor Kumpels dient, ist es für mich Belästigung.
Ob solche Sachen vermehrt vorkommen weißich nicht.Ich denke nicht.Es wird nur öffentlicher behandelt.
Und jeder kann bei der BesetzungsCouch Nein sagen!
13.11.2017 16:57
Mein Vater kann unglaublich gut kochen, aber vor allem backen. Das ist sein Hobby und er ist so gut, dass er sogar unsere Hochzeitstorte meisterlich gezaubert hat.
Mein russischer, sehr konservativer Schwiegervater kommentierte dieses einmal mit den Worten: „Das ist eine sehr traurige Sache. Er sollte eine Frau haben, die das für ihn macht.“
Ich wär ihm am liebsten ins Gesicht gesprungen.
Mein russischer, sehr konservativer Schwiegervater kommentierte dieses einmal mit den Worten: „Das ist eine sehr traurige Sache. Er sollte eine Frau haben, die das für ihn macht.“
Ich wär ihm am liebsten ins Gesicht gesprungen.
13.11.2017 17:02
Zitat von Iljuschka:
Mein Vater kann unglaublich gut kochen, aber vor allem backen. Das ist sein Hobby und er ist so gut, dass er sogar unsere Hochzeitstorte meisterlich gezaubert hat.
Mein russischer, sehr konservativer Schwiegervater kommentierte dieses einmal mit den Worten: „Das ist eine sehr traurige Sache. Er sollte eine Frau haben, die das für ihn macht.“
Ich wär ihm am liebsten ins Gesicht gesprungen.
Ich hätte geantwortet, das die gerade den LKW einparkt.
Das finde ich nun nicht soooo schlimm.Das resultiert aus Mentalität, Erziehung und Alter und ist ja keine Herabwürdigung.
13.11.2017 17:14
Zitat von Marf:
Zitat von Iljuschka:
Mein Vater kann unglaublich gut kochen, aber vor allem backen. Das ist sein Hobby und er ist so gut, dass er sogar unsere Hochzeitstorte meisterlich gezaubert hat.
Mein russischer, sehr konservativer Schwiegervater kommentierte dieses einmal mit den Worten: „Das ist eine sehr traurige Sache. Er sollte eine Frau haben, die das für ihn macht.“
Ich wär ihm am liebsten ins Gesicht gesprungen.
Ich hätte geantwortet, das die gerade den LKW einparkt.
Das finde ich nun nicht soooo schlimm.Das resultiert aus Mentalität, Erziehung und Alter und ist ja keine Herabwürdigung.
Natürlich gibt es Schlimmeres. Aber sein Ton war sehr abwertend und es hat mir einen Stich versetzt, dass jemand meinen Vater seines Hobbies wegen als traurige Erscheinung darstellt. Und die nicht vorhandene Frau wäre wie selbstverständlich der Küche zugewiesen?
Und eine Herabwürdigung ist es eben doch, weil mein Schwiegervater der Ansicht ist, Männer wären zu Größerem bestimmt, als sich in der Küche zu betätigen und mein Vater genau das freiwillig und mit Freude tut.
Vielleicht muss man die Art meines Schwiegervaters aber auch einfach erlebt haben, um diese und andere Situationen nachempfinden zu können.
Abgesehen davon liegen doch gerade Mentalität und Erziehung häufig dem Sexismus zugrunde.
13.11.2017 17:47
Naja, wenn meine Oma zu ihren Lebzeiten gesagt hat, dass Juden selber Schuld seien, weil sie schließlich Jesus ans Kreuz nageln lassen haben, lagen der Aussage auch Erziehung und Alter zugrunde.
Deswegen war es aber nicht weniger antisemitisch.
Es war nur eine Erklärung, keine Entschuldigung.
Deswegen war es aber nicht weniger antisemitisch.
Es war nur eine Erklärung, keine Entschuldigung.
13.11.2017 17:48
Zitat von Iljuschka:
Mein Vater kann unglaublich gut kochen, aber vor allem backen. Das ist sein Hobby und er ist so gut, dass er sogar unsere Hochzeitstorte meisterlich gezaubert hat.
Mein russischer, sehr konservativer Schwiegervater kommentierte dieses einmal mit den Worten: „Das ist eine sehr traurige Sache. Er sollte eine Frau haben, die das für ihn macht.“
Ich wär ihm am liebsten ins Gesicht gesprungen.
Kenn ich nur das hier mein Mann wahnsinnig gerne Kocht und meine Mutter jedes Mal sagt ich muss kochen, weil ich bin ja zuhause.
Ich sag ihr dann jedes Mal ob ich Ihn sein Hobby nehmen soll? Ja, soll ich. Also mein Mann soll ich abends nicht mehr entspannen, wenn er kocht.
13.11.2017 18:24
Wow, da hat sich ja eine Diskussion entwickelt.
Also, ich muss sagen, ich kenne Sexismus aus meinem Alltag nicht, aber das liegt vielleicht auch daran, dass ich nicht empfindlich bin. Ich sehe mich als Frau und bin auch gerne in der Rolle der Frau, deswegen finde ich manche Sprüche, die hier als sexistisch aufgeführt wurden, eigentlich ok.
Ich glaube aber, dass die Generation, die heute heranwächst, ein völlig anderes Rollenverständnis hat. Meine Söhne z.B. kochen und backen gerne, das würde mein Mann nie machen.
Also, ich muss sagen, ich kenne Sexismus aus meinem Alltag nicht, aber das liegt vielleicht auch daran, dass ich nicht empfindlich bin. Ich sehe mich als Frau und bin auch gerne in der Rolle der Frau, deswegen finde ich manche Sprüche, die hier als sexistisch aufgeführt wurden, eigentlich ok.
Ich glaube aber, dass die Generation, die heute heranwächst, ein völlig anderes Rollenverständnis hat. Meine Söhne z.B. kochen und backen gerne, das würde mein Mann nie machen.
13.11.2017 18:47
Ein Thema ohne Ende....
Die besten Köche der Welt sind hauptsächlich Männer ,die besten Modeschöpfer -Männer.
Und zweifachen Nobelpreis in einer Männerdomäne (zumindest damals)bekam -Marie Curie .
Viele müssen mal umdenken,bzw.sich mal besinnen und Frauen nicht nur als das schwache Geschlecht betrachten.Die Geschichte gibt großartige Frauen, die deutlich emanzipierter waren, als wir heute.
Die besten Köche der Welt sind hauptsächlich Männer ,die besten Modeschöpfer -Männer.
Und zweifachen Nobelpreis in einer Männerdomäne (zumindest damals)bekam -Marie Curie .
Viele müssen mal umdenken,bzw.sich mal besinnen und Frauen nicht nur als das schwache Geschlecht betrachten.Die Geschichte gibt großartige Frauen, die deutlich emanzipierter waren, als wir heute.
13.11.2017 18:52
Zitat von Schnecke510:
Wow, da hat sich ja eine Diskussion entwickelt.
Also, ich muss sagen, ich kenne Sexismus aus meinem Alltag nicht, aber das liegt vielleicht auch daran, dass ich nicht empfindlich bin. Ich sehe mich als Frau und bin auch gerne in der Rolle der Frau, deswegen finde ich manche Sprüche, die hier als sexistisch aufgeführt wurden, eigentlich ok.![]()
Ich glaube aber, dass die Generation, die heute heranwächst, ein völlig anderes Rollenverständnis hat. Meine Söhne z.B. kochen und backen gerne, das würde mein Mann nie machen.
Du, ich seh mich auch als Frau und habe kein Interesse an Bartwuchs oder einem Gehängsel zwischen den Beinen. Ich nehme mich auch als weiblich wahr und in vielen verschiedenen Rollen.
Dein Text hier impliziert aber, dass ich eben niemand bin, den man in deiner Generation als Frau in der Rolle der Frau sehen kann und ich muss sagen, auch wenn ich weiß, dass du das sicherlich nicht böse gemeint hast und sicherlich nicht intolerant mir gegenüber bist, ganz ehrlich: Mich als Frau verletzt das schon ein bisschen. Ich sehe mich nämlich sehr wohl als solche. Ich bin nicht transsexuell, nicht genderfluid und (auch wenn das mit dem Thema streng genommen nichts zu tun hat) eindeutig hetero. Ich bin eine ganz langweilige Standard-Frau. Nur, dass ich in kaum ein Rollenklischee passe, außer dem, dass ich "Aaaw" sage, wenn man mir Fotos von Tierbabys zeigt.
Klar, damit muss ich genauso leben wie mit meiner großen Nase oder dem Faktum, dass ich wohl keine Profisportlerin mehr werde. Aber schön isses nicht, dass man in den Augen einiger Leute durch bestimmte Merkmale in Optik oder Persönlichkeit mehr oder weniger zu seinem Chromosomensatz passen soll.
Ernst gemeinte Frage: Wäre die Welt nicht besser, wenn Rollenklischees ganz abgeschafft werden würden? Dein Leben würde das ja nicht verschlechtern, aber das von anderen verbessern, oder?
13.11.2017 19:12
Zitat von Mamota:
Zitat von Schnecke510:
Wow, da hat sich ja eine Diskussion entwickelt.
Also, ich muss sagen, ich kenne Sexismus aus meinem Alltag nicht, aber das liegt vielleicht auch daran, dass ich nicht empfindlich bin. Ich sehe mich als Frau und bin auch gerne in der Rolle der Frau, deswegen finde ich manche Sprüche, die hier als sexistisch aufgeführt wurden, eigentlich ok.![]()
Ich glaube aber, dass die Generation, die heute heranwächst, ein völlig anderes Rollenverständnis hat. Meine Söhne z.B. kochen und backen gerne, das würde mein Mann nie machen.
Du, ich seh mich auch als Frau und habe kein Interesse an Bartwuchs oder einem Gehängsel zwischen den Beinen. Ich nehme mich auch als weiblich wahr und in vielen verschiedenen Rollen.
Dein Text hier impliziert aber, dass ich eben niemand bin, den man in deiner Generation als Frau in der Rolle der Frau sehen kann und ich muss sagen, auch wenn ich weiß, dass du das sicherlich nicht böse gemeint hast und sicherlich nicht intolerant mir gegenüber bist, ganz ehrlich: Mich als Frau verletzt das schon ein bisschen. Ich sehe mich nämlich sehr wohl als solche. Ich bin nicht transsexuell, nicht genderfluid und (auch wenn das mit dem Thema streng genommen nichts zu tun hat) eindeutig hetero. Ich bin eine ganz langweilige Standard-Frau. Nur, dass ich in kaum ein Rollenklischee passe, außer dem, dass ich "Aaaw" sage, wenn man mir Fotos von Tierbabys zeigt.
Klar, damit muss ich genauso leben wie mit meiner großen Nase oder dem Faktum, dass ich wohl keine Profisportlerin mehr werde. Aber schön isses nicht, dass man in den Augen einiger Leute durch bestimmte Merkmale in Optik oder Persönlichkeit mehr oder weniger zu seinem Chromosomensatz passen soll.
Ernst gemeinte Frage: Wäre die Welt nicht besser, wenn Rollenklischees ganz abgeschafft werden würden? Dein Leben würde das ja nicht verschlechtern, aber das von anderen verbessern, oder?
Hm, ich denke, du hast einfach ein anderes Frauenbild als ich.
Klischees geben vielen Menschen Halt in ihrem Leben. Insofern ist es nicht immer schlecht. Ich muss auch aus meiner Perspektive heraus sagen, dass ich ein sexistisches Männerbild habe, mit dem ich zumindest meinen Mann konfrontiere.
Ich mag Machos, deren Hobby nicht kochen und backen ist und die mich "führen" in gewisser Weise. Das ist Typsache. Und glücklicherweise hat man als Frau hier und heute die Wahl. Aber wie gesagt, für mich ist eine klare Rollenverteilung gut. Ich mag es so...ich glaube aber auch, das viele hier echte Probleme mit meinem Mann hätten.
13.11.2017 19:46
Zitat von Mamota:
Auch wenn ich es nicht mag, dass solche Studien sich zu sehr auf Frauen als Opfer und Männer als Täter fixieren, sind die Zahlen repräsentativ und nicht wegzuleugnen:
https://www.frauen-gegen-gewalt.de/tl_files/downlo ads/sonstiges/Streitsache_Sexualdelikte_Zahlen_und _Fakten_b.pdf
Es wird eben nicht übertrieben. Im Gegenteil.
Ich glaube aber auch, dass Männer annähernd so oft wie Frauen belästigt werden, es aber anders wahrnehmen. Also sprich, in Situationen, wo bei uns schon die Alarmglocken schrillen, denken, es sei normal und noch im Rahmen.
Viele werden sich auch nicht trauen, sich darüber zu beklagen, da gilt man ja schnell als Waschlappen.
13.11.2017 19:47
Zitat von Schnecke510:
Zitat von Mamota:
Zitat von Schnecke510:
Wow, da hat sich ja eine Diskussion entwickelt.
Also, ich muss sagen, ich kenne Sexismus aus meinem Alltag nicht, aber das liegt vielleicht auch daran, dass ich nicht empfindlich bin. Ich sehe mich als Frau und bin auch gerne in der Rolle der Frau, deswegen finde ich manche Sprüche, die hier als sexistisch aufgeführt wurden, eigentlich ok.![]()
Ich glaube aber, dass die Generation, die heute heranwächst, ein völlig anderes Rollenverständnis hat. Meine Söhne z.B. kochen und backen gerne, das würde mein Mann nie machen.
Du, ich seh mich auch als Frau und habe kein Interesse an Bartwuchs oder einem Gehängsel zwischen den Beinen. Ich nehme mich auch als weiblich wahr und in vielen verschiedenen Rollen.
Dein Text hier impliziert aber, dass ich eben niemand bin, den man in deiner Generation als Frau in der Rolle der Frau sehen kann und ich muss sagen, auch wenn ich weiß, dass du das sicherlich nicht böse gemeint hast und sicherlich nicht intolerant mir gegenüber bist, ganz ehrlich: Mich als Frau verletzt das schon ein bisschen. Ich sehe mich nämlich sehr wohl als solche. Ich bin nicht transsexuell, nicht genderfluid und (auch wenn das mit dem Thema streng genommen nichts zu tun hat) eindeutig hetero. Ich bin eine ganz langweilige Standard-Frau. Nur, dass ich in kaum ein Rollenklischee passe, außer dem, dass ich "Aaaw" sage, wenn man mir Fotos von Tierbabys zeigt.
Klar, damit muss ich genauso leben wie mit meiner großen Nase oder dem Faktum, dass ich wohl keine Profisportlerin mehr werde. Aber schön isses nicht, dass man in den Augen einiger Leute durch bestimmte Merkmale in Optik oder Persönlichkeit mehr oder weniger zu seinem Chromosomensatz passen soll.
Ernst gemeinte Frage: Wäre die Welt nicht besser, wenn Rollenklischees ganz abgeschafft werden würden? Dein Leben würde das ja nicht verschlechtern, aber das von anderen verbessern, oder?
Hm, ich denke, du hast einfach ein anderes Frauenbild als ich.Klischees geben vielen Menschen Halt in ihrem Leben. Insofern ist es nicht immer schlecht. Ich muss auch aus meiner Perspektive heraus sagen, dass ich ein sexistisches Männerbild habe, mit dem ich zumindest meinen Mann konfrontiere.
Ich mag Machos, deren Hobby nicht kochen und backen ist und die mich "führen" in gewisser Weise. Das ist Typsache. Und glücklicherweise hat man als Frau hier und heute die Wahl. Aber wie gesagt, für mich ist eine klare Rollenverteilung gut. Ich mag es so...ich glaube aber auch, das viele hier echte Probleme mit meinem Mann hätten.
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Ich finde es auch super, dass Frauen hier und heute die Wahl haben. Deinen Mann und euer Beziehungsbild möchte ich dir auch mitnichten absprechen. Ist doch schön, wenn ihr beide damit glücklich seid.
Aber der Halt, den Klischees (nur scheinbar übrigens) geben, ist es doch nicht wert, ein Bild nach außen zu tragen, das andere aus ihrer natürlichen Identität ausschließt.
Für mich sollte die Wahl halt eine nicht-wertende Wahl sein, damit es wirklich und aufrichtig eine Wahl ist. Wenn ich die Wahl habe zwischen den aktuellen (übrigens üblen Schwankungen und Subsystemen unterworfenen) Klischees habe und einem Dasein als quasi Halb-Frau, Fast-Frau oder nicht ganz so geglückter Frau, finde ich das schon weniger prickelnd.
Wer das Klischee als Halt braucht, soll das wirklich gern so handhaben. Ich will nur nicht Teil des Behelfssystems anderer sein.
Konnte ich deutlich machen, worauf ich hinausmöchte?
Ich nehme meine Argumentation selber gerade (schnupfenbedingt?) als sprunghaft wahr.
13.11.2017 19:49
Zitat von white.rose:
Zitat von Mamota:
Auch wenn ich es nicht mag, dass solche Studien sich zu sehr auf Frauen als Opfer und Männer als Täter fixieren, sind die Zahlen repräsentativ und nicht wegzuleugnen:
https://www.frauen-gegen-gewalt.de/tl_files/downlo ads/sonstiges/Streitsache_Sexualdelikte_Zahlen_und _Fakten_b.pdf
Es wird eben nicht übertrieben. Im Gegenteil.
Ich glaube aber auch, dass Männer annähernd so oft wie Frauen belästigt werden, es aber anders wahrnehmen. Also sprich, in Situationen, wo bei uns schon die Alarmglocken schrillen, denken, es sei normal und noch im Rahmen.
Viele werden sich auch nicht trauen, sich darüber zu beklagen, da gilt man ja schnell als Waschlappen.
Das mag so sein. Ich schrieb ja bereits vor einigen Seiten, dass ich das auch so sehe.
Wobei das aber mit den Zahlen da ja nix zu tun hat. Die umkreisen ja wirklich den Hardcore-Mist.
13.11.2017 19:51
Zitat von white.rose:
Zitat von Mamota:
Auch wenn ich es nicht mag, dass solche Studien sich zu sehr auf Frauen als Opfer und Männer als Täter fixieren, sind die Zahlen repräsentativ und nicht wegzuleugnen:
https://www.frauen-gegen-gewalt.de/tl_files/downlo ads/sonstiges/Streitsache_Sexualdelikte_Zahlen_und _Fakten_b.pdf
Es wird eben nicht übertrieben. Im Gegenteil.
Ich glaube aber auch, dass Männer annähernd so oft wie Frauen belästigt werden, es aber anders wahrnehmen. Also sprich, in Situationen, wo bei uns schon die Alarmglocken schrillen, denken, es sei normal und noch im Rahmen.
Viele werden sich auch nicht trauen, sich darüber zu beklagen, da gilt man ja schnell als Waschlappen.
Das stimme ich dir zu.Kaum ein Mann würde sich beschweren.
13.11.2017 20:04
Gehen wir mal von 1:1 aus, wie in dem zitierten Link empirisch belegt.
Meint ihr nicht, die 13% aller Männer, die in ihrem Leben mindestens einmal vergewaltigt oder schwer genötigt wurden, würden jammern? Vielleicht nicht öffentlich, aber zumindest doch teilweise beim Therapeuten oder in den Armen ihrer/ihres Liebsten? Gut, vielleicht nicht, wenn man bedenkt, dass es dann ja auch in 50% der Fälle vom Partner oder Expartner käme. Also doch nur beim Therapeuten.
Ich fände es auch erschreckend, wenn sich zu den 8000 Vergewaltigungsopfern pro Jahr weitere 8000 männliche gesellen. Wohlgemerkt Vergewaltigungen. Nicht pfeifen, grapschen oder anderer interpretierbarer Firlefanz. Noch krasser, weil doch unter 20% angezeigt werden und nur 1000 Anzeigen davon in Verurteilungen enden.
Ich hoffe wirklich inständig, dass Männer weniger oft vergewaltigt werden als Frauen. Wirklich.
Und falls doch hoffe ich, dass auch sie sich beschweren würden.
Meint ihr nicht, die 13% aller Männer, die in ihrem Leben mindestens einmal vergewaltigt oder schwer genötigt wurden, würden jammern? Vielleicht nicht öffentlich, aber zumindest doch teilweise beim Therapeuten oder in den Armen ihrer/ihres Liebsten? Gut, vielleicht nicht, wenn man bedenkt, dass es dann ja auch in 50% der Fälle vom Partner oder Expartner käme. Also doch nur beim Therapeuten.
Ich fände es auch erschreckend, wenn sich zu den 8000 Vergewaltigungsopfern pro Jahr weitere 8000 männliche gesellen. Wohlgemerkt Vergewaltigungen. Nicht pfeifen, grapschen oder anderer interpretierbarer Firlefanz. Noch krasser, weil doch unter 20% angezeigt werden und nur 1000 Anzeigen davon in Verurteilungen enden.
Ich hoffe wirklich inständig, dass Männer weniger oft vergewaltigt werden als Frauen. Wirklich.
Und falls doch hoffe ich, dass auch sie sich beschweren würden. - Dieses Thema wurde 12 mal gemerkt


