Mütter- und Schwangerenforum

Normale Kinder,normale Erziehung,normalnormalnormal

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Marf
29939 Beiträge
28.02.2018 06:47
Zitat von Aduja:

Ich möchte euch nochmal kurz auf Forenregel 30 aufmerksam machen:
Zitat:
Bezeichne die Threads der anderen nicht als überflüssig, sinnlos oder als Suche nach Aufmerksamkeit. Offenbar sind sie für die Thread-Ersteller nicht sinnlos, denn sonst würden sie solche Threads ja nicht eröffnen. Selbst wenn die Themen simpel und "anspruchslos" sind, sollte man so tolerant sein, sie ohne negative Kommentare stehen zu lassen. Jeder Mensch ist anders, freut und ärgert sich über andere Sachen und möchte sich einfach auf seine Art mitteilen.


Richtig und Danke.Ich gebe es gerne zurück.
28.02.2018 06:49
Zitat von DieW:

Ich finde übrigens völlig schräg,dass sich hier in der Mc solche Lager bilden.
Warum kann man nicht akzeptieren,dass es verschieden Wege und Möglichkeiten gibt und vielleicht auch mal was annehmen,anstatt immer gleich dagegen zu sein.

Damit sprichst du mir grad aus der Seele.

In mir bäumt sich die Tage gerade der alte Drang nach Individualismus durch wie in der Schule, als ich in bunten Schlaghosen auf meinem Retro-Roller zum Metal-Festival gefahren bin.

@ Marf: Mir flößt der Film eine Heidenangst ein. Vermutlich bin ich zu katholisch erzogen worden, um ihn mit genügend Abstand zu sehen. Sollte ich mal ne Woche am Stück wachbleiben müssen, werde ich ihn mir nochmal zu Gemüte führen. Vorher eher nicht.
Marf
29939 Beiträge
28.02.2018 06:55
Zitat von DieW:

Guten Morgen!

Ap wird irgendwie ,so scheint es mir,teilweise falsch interpretiert.
Ich glaube die meisten Familien leben so,denn man orientiert sich doch an den Bedürfnissen die man innerhalb einer Familie hat.Sicher nicht alle,aber doch wohl die meisten.Es geht doch nicht darum,sich von den Kindern "auf der Nase"rumtanzen zu lassen, sondern zu gucken,wie und was jeder Einzelne braucht und kann.

Zum Beispiel das Thema Schlaf.Hier gehen die Kinder zu einer bestimmten Uhrzeit in ihre Zimmer,weil ich einfach mal Feierabend haben möchte.Ob sie dann gleich schlafen,oder lesen,oder malen ist mir egal.Denn ich kann sie nicht zwingen zu schlafen,wenn sie noch nicht können.Und ohne dass ich es kontrollieren muss,schlafen sie dann,wie ich es vorgeben würde,wenn ich vorgeben wollen würde.
Also ein guter Kompromiss für uns alle und alle Bedürfnisse werden befriedigt.

Ich finde es wichtig,dass man mit Kindern auf Augenhöhe ist,sich auch mal belehren lassen darf von einem Kind und ihre Meinung und Ansichten auch ernst nimmt und nicht einfach so beiseite wischt,weil es eben Kinder sind.

Für mich gehört auch ein Rahmen(so nenn ich es immer)dazu,an dem Kinder sich orientieren können.Der muss aber nicht immer gleich sein,sondern darf mal größer,mal kleiner,mal rund mal eckig sein.
Und auch diesen Rahmen wird jede Familie haben-zumindest wenn man arbeitet und die Kinder in den Kindergarten oder zur Schule gehen,irgendwann in Vereine oder so was.Und auch die meisten Eltern werden immer gleich auf Situationen reagieren.Ich werde immer sauer,wenn man mich anschwindelt oder wenn jemand unpünktlich ist- egal ob es meine Kinder sind,oder Freunde oder Familie. Das wissen die Kinder und gibt wahrscheinlich auch Sicherheit,weil sie nicht überrascht sind von meiner Reaktion(also ein Rahmen).

Ich finde übrigens völlig schräg,dass sich hier in der Mc solche Lager bilden.
Warum kann man nicht akzeptieren,dass es verschieden Wege und Möglichkeiten gibt und vielleicht auch mal was annehmen,anstatt immer gleich dagegen zu sein.

Toleranz ist übrigens etwas ,was ich meinen Kinder mit auf den Weg geben möchte....

Guten Morgen!

Marf
29939 Beiträge
28.02.2018 06:57
Zitat von Mamota:

Zitat von DieW:

Ich finde übrigens völlig schräg,dass sich hier in der Mc solche Lager bilden.
Warum kann man nicht akzeptieren,dass es verschieden Wege und Möglichkeiten gibt und vielleicht auch mal was annehmen,anstatt immer gleich dagegen zu sein.

Damit sprichst du mir grad aus der Seele.

In mir bäumt sich die Tage gerade der alte Drang nach Individualismus durch wie in der Schule, als ich in bunten Schlaghosen auf meinem Retro-Roller zum Metal-Festival gefahren bin.

@ Marf: Mir flößt der Film eine Heidenangst ein. Vermutlich bin ich zu katholisch erzogen worden, um ihn mit genügend Abstand zu sehen. Sollte ich mal ne Woche am Stück wachbleiben müssen, werde ich ihn mir nochmal zu Gemüte führen. Vorher eher nicht.

Echt? Wir haben uns bepisselt vor Lachen bei der Kopf/Bettszene!
Und knallharter Katholizismus hat was,finde ich!
Aduja
28754 Beiträge
28.02.2018 07:25
Zitat von Marf:

Zitat von Aduja:

Ich möchte euch nochmal kurz auf Forenregel 30 aufmerksam machen:
Zitat:
Bezeichne die Threads der anderen nicht als überflüssig, sinnlos oder als Suche nach Aufmerksamkeit. Offenbar sind sie für die Thread-Ersteller nicht sinnlos, denn sonst würden sie solche Threads ja nicht eröffnen. Selbst wenn die Themen simpel und "anspruchslos" sind, sollte man so tolerant sein, sie ohne negative Kommentare stehen zu lassen. Jeder Mensch ist anders, freut und ärgert sich über andere Sachen und möchte sich einfach auf seine Art mitteilen.


Richtig und Danke.Ich gebe es gerne zurück.

Meldet gerne, wenn ihr die Regel an irgendeiner Stelle verletzt seht. Wir Moderatoren lesen viel, aber nicht alles und manchmal überlesen wir auch mal was. Und wir prüfen, wo ihr euch angegriffen seht.
Titania
5972 Beiträge
28.02.2018 08:08
Zitat von DieW:

Guten Morgen!

Ap wird irgendwie ,so scheint es mir,teilweise falsch interpretiert.
Ich glaube die meisten Familien leben so,denn man orientiert sich doch an den Bedürfnissen die man innerhalb einer Familie hat.Sicher nicht alle,aber doch wohl die meisten.Es geht doch nicht darum,sich von den Kindern "auf der Nase"rumtanzen zu lassen, sondern zu gucken,wie und was jeder Einzelne braucht und kann.

Zum Beispiel das Thema Schlaf.Hier gehen die Kinder zu einer bestimmten Uhrzeit in ihre Zimmer,weil ich einfach mal Feierabend haben möchte.Ob sie dann gleich schlafen,oder lesen,oder malen ist mir egal.Denn ich kann sie nicht zwingen zu schlafen,wenn sie noch nicht können.Und ohne dass ich es kontrollieren muss,schlafen sie dann,wie ich es vorgeben würde,wenn ich vorgeben wollen würde.
Also ein guter Kompromiss für uns alle und alle Bedürfnisse werden befriedigt.

Ich finde es wichtig,dass man mit Kindern auf Augenhöhe ist,sich auch mal belehren lassen darf von einem Kind und ihre Meinung und Ansichten auch ernst nimmt und nicht einfach so beiseite wischt,weil es eben Kinder sind.

Für mich gehört auch ein Rahmen(so nenn ich es immer)dazu,an dem Kinder sich orientieren können.Der muss aber nicht immer gleich sein,sondern darf mal größer,mal kleiner,mal rund mal eckig sein.
Und auch diesen Rahmen wird jede Familie haben-zumindest wenn man arbeitet und die Kinder in den Kindergarten oder zur Schule gehen,irgendwann in Vereine oder so was.Und auch die meisten Eltern werden immer gleich auf Situationen reagieren.Ich werde immer sauer,wenn man mich anschwindelt oder wenn jemand unpünktlich ist- egal ob es meine Kinder sind,oder Freunde oder Familie. Das wissen die Kinder und gibt wahrscheinlich auch Sicherheit,weil sie nicht überrascht sind von meiner Reaktion(also ein Rahmen).

Ich finde übrigens völlig schräg,dass sich hier in der Mc solche Lager bilden.
Warum kann man nicht akzeptieren,dass es verschieden Wege und Möglichkeiten gibt und vielleicht auch mal was annehmen,anstatt immer gleich dagegen zu sein.

Toleranz ist übrigens etwas ,was ich meinen Kinder mit auf den Weg geben möchte....


Menschen sind Gewohnheitstiere. Zum Schlaf zwingen kann man sicherlich niemanden, wenn man aber gewohnt ist z. B. täglich um 20.00 Uhr ins Bett zu gehen dann schläft man auch meistens wirklich um diese Zeit ein.

Wir haben das von Anfang an so praktiziert und es gibt deswegen weder Gemeckere noch dass Kinder ständig rauskommen, weil sie nicht schlafen können.
Vielleicht haben wir einfach auch Glück, und unsere Kleine wird anders sein. Wobei sie momentan auch immer ungefähr zur gleichen Zeit ins Bett geht und (meistens) auch nach kurzer Zeit einschläft.

Ich glaube eher, dass Kinder weniger damit klar kommen, wenn es zu großen Unregelmäßigkeiten kommt und es sich deshalb so schwierig gestaltet. Ist natürlich jetzt nur eine reine Vermutung
Aduja
28754 Beiträge
28.02.2018 08:26
Und abseits von meiner Rolle als Moderator:

Ich ordne mich auch bei den Attachment Parenting Müttern ein. Und ich finde es schade, dass dieser Begriff so starke Ablehnung hervorruft. Für mich ist der wichtigste Punkt im Babyalter dass ich mein Baby nicht schreien lasse. Das ist natürlich ein Ideal, das ich nicht immer erreiche. Und wenn ich zum Beispiel weiß, dass das kleine Mäuschen hundemüde ist und schlafen muss, aber dringend noch eine frische Windel braucht, dann werde ich sie so schnell wie möglich wickeln und dann bringe ich sie ins Bett. Damit halte ich die Zeit in der sie schreit so kurz wie möglich.
Und worüber ich erreiche, dass das Baby nicht scheut ist für mich persönlich eigentlich egal. Auch wenn zum Attachment Parenting eigentlich stillen, tragen und das Familienbett gehören. Weil der Erfinder des Begriffs William Sears das so definiert hat. Aber wirklich wichtig ist für mich persönlich nur, dass man die Babys nicht schreien lässt. Und häufig hilft zum Beispiel das Tragen dabei. Und ganz wichtig ist, dass man Babys nicht verwöhnen kann.

Über das Babyalter hinaus strebe ich eine gewaltfreie Kommunikation mit meinen Kindern an. Auch das ist wieder ein Ideal, dass ich nicht immer erreiche. Aber das würde ich gerne. Dabei helfen mir alle Theorien die es dazu gibt und zur Erziehung und Entwicklung von Kindern. Deshalb lese ich viel darüber. Ich möchte gerne, das meine Kinder selbstbewusste, aber friedliche Menschen werden. Ich denke auch, dass dieses Ziel von vielen Eltern verfolgt wird. Aber das Problem, dass ich persönlich sehe sind die vielen Glaubenssätze, die über Kinder im Umlauf sind und die einem vielleicht nicht mal bewusst sind.

Ich glaube hier im Forum sind diese extremen Lager entstanden über den Themen Loben und bitte und danke sagen. Dabei ist es nicht mal ein unbedingter Bestandteil von Attachment Parenting. Selbst die Eltern die sich dort einordnen sind sich darüber nicht alle einig. Für mich persönlich macht das nicht Loben Sinn. Aber ich kann gut damit leben, wenn andere es tun. Ich bin da auch nicht perfekt und mir rutscht auch Mal ein super raus, bei dem ich denke, dass es sich nach Hundeerziehung anhört. Und das finde ich schrecklich. Das ist dann wie ein Reflex und da kommt eben die Erziehung durch, die ich 'genossen' habe. Und das mag ich nicht.
Zum Thema Bitte und Danke: meine Schwiegereltern erwarten, dass Carolyn ihnen die Hand gibt, wenn sie zu Besuch kommen. Obwohl sie sie nur zwei oder dreimal in Jahr sieht. Und da bin ich absolut dagegen. Ich möchte, dass meine Töchter wissen, das sie über ihren Körper selbst bestimmen dürfen. Und das von Anfang an. Und bitte und danke fällt da in eine ähnliche Kategorie.

Ich hoffe, es ist verständlich, was ich geschrieben habe.
cooky
12597 Beiträge
28.02.2018 08:38
Zitat von Aduja:

Und abseits von meiner Rolle als Moderator:

Ich ordne mich auch bei den Attachment Parenting Müttern ein. Und ich finde es schade, dass dieser Begriff so starke Ablehnung hervorruft. Für mich ist der wichtigste Punkt im Babyalter dass ich mein Baby nicht schreien lasse. Das ist natürlich ein Ideal, das ich nicht immer erreiche. Und wenn ich zum Beispiel weiß, dass das kleine Mäuschen hundemüde ist und schlafen muss, aber dringend noch eine frische Windel braucht, dann werde ich sie so schnell wie möglich wickeln und dann bringe ich sie ins Bett. Damit halte ich die Zeit in der sie schreit so kurz wie möglich.
Und worüber ich erreiche, dass das Baby nicht scheut ist für mich persönlich eigentlich egal. Auch wenn zum Attachment Parenting eigentlich stillen, tragen und das Familienbett gehören. Weil der Erfinder des Begriffs William Sears das so definiert hat. Aber wirklich wichtig ist für mich persönlich nur, dass man die Babys nicht schreien lässt. Und häufig hilft zum Beispiel das Tragen dabei. Und ganz wichtig ist, dass man Babys nicht verwöhnen kann.

Über das Babyalter hinaus strebe ich eine gewaltfreie Kommunikation mit meinen Kindern an. Auch das ist wieder ein Ideal, dass ich nicht immer erreiche. Aber das würde ich gerne. Dabei helfen mir alle Theorien die es dazu gibt und zur Erziehung und Entwicklung von Kindern. Deshalb lese ich viel darüber. Ich möchte gerne, das meine Kinder selbstbewusste, aber friedliche Menschen werden. Ich denke auch, dass dieses Ziel von vielen Eltern verfolgt wird. Aber das Problem, dass ich persönlich sehe sind die vielen Glaubenssätze, die über Kinder im Umlauf sind und die einem vielleicht nicht mal bewusst sind.

Ich glaube hier im Forum sind diese extremen Lager entstanden über den Themen Loben und bitte und danke sagen. Dabei ist es nicht mal ein unbedingter Bestandteil von Attachment Parenting. Selbst die Eltern die sich dort einordnen sind sich darüber nicht alle einig. Für mich persönlich macht das nicht Loben Sinn. Aber ich kann gut damit leben, wenn andere es tun. Ich bin da auch nicht perfekt und mir rutscht auch Mal ein super raus, bei dem ich denke, dass es sich nach Hundeerziehung anhört. Und das finde ich schrecklich. Das ist dann wie ein Reflex und da kommt eben die Erziehung durch, die ich 'genossen' habe. Und das mag ich nicht.
Zum Thema Bitte und Danke: meine Schwiegereltern erwarten, dass Carolyn ihnen die Hand gibt, wenn sie zu Besuch kommen. Obwohl sie sie nur zwei oder dreimal in Jahr sieht. Und da bin ich absolut dagegen. Ich möchte, dass meine Töchter wissen, das sie über ihren Körper selbst bestimmen dürfen. Und das von Anfang an. Und bitte und danke fällt da in eine ähnliche Kategorie.

Ich hoffe, es ist verständlich, was ich geschrieben habe.


Ich finde es sehr verständlich
Hier ist abends auch Ende z. B. weil ich arbeiten muss und ich dabei einfach keine Kinder gebrauchen kann, die im Wohnzimmer runwuseln.
Man las ja öfter "Vieles bei AP finde ich gut, aber hier gibt es feste Schlafenszeiten/Struktur usw..."
Nur ist das Aber ja gar kein Gegensatz zu AP.

Ein paar Seiten vorher hatte ich versucht das zu erklären, dass es innerhalb der AP Threads doch auch immer viele verschiedene Meinungen gibt. Auch das mit dem Zerdenken hatte ich versucht zu erklären. Aber es kam einem tatsächlich so vor (durch komische Lagerbildung), dass das eben dann überlesen wurde. Vielleicht empfinde ich das aber auch nur so und das war einfach Zufall.

Wie gesagt, man wacht ja nicht auf und sagt "Sooo von jetzt krempel ich alles auf AP um". In dem Thread schrieben ja immer so viele, sie machten es wie sie es machten und stießen dann auf den Begriff und der passte einfach.

Meine Eltern z. B. haben in vielen Sachen früher auch so erzogen, aber wissen bis heute nicht um diese Bezeichnung.
Schnecke510
7207 Beiträge
28.02.2018 08:44
Zitat von Aduja:

Und abseits von meiner Rolle als Moderator:

Ich ordne mich auch bei den Attachment Parenting Müttern ein. Und ich finde es schade, dass dieser Begriff so starke Ablehnung hervorruft. Für mich ist der wichtigste Punkt im Babyalter dass ich mein Baby nicht schreien lasse. Das ist natürlich ein Ideal, das ich nicht immer erreiche. Und wenn ich zum Beispiel weiß, dass das kleine Mäuschen hundemüde ist und schlafen muss, aber dringend noch eine frische Windel braucht, dann werde ich sie so schnell wie möglich wickeln und dann bringe ich sie ins Bett. Damit halte ich die Zeit in der sie schreit so kurz wie möglich.
Und worüber ich erreiche, dass das Baby nicht scheut ist für mich persönlich eigentlich egal. Auch wenn zum Attachment Parenting eigentlich stillen, tragen und das Familienbett gehören. Weil der Erfinder des Begriffs William Sears das so definiert hat. Aber wirklich wichtig ist für mich persönlich nur, dass man die Babys nicht schreien lässt. Und häufig hilft zum Beispiel das Tragen dabei. Und ganz wichtig ist, dass man Babys nicht verwöhnen kann.

Über das Babyalter hinaus strebe ich eine gewaltfreie Kommunikation mit meinen Kindern an. Auch das ist wieder ein Ideal, dass ich nicht immer erreiche. Aber das würde ich gerne. Dabei helfen mir alle Theorien die es dazu gibt und zur Erziehung und Entwicklung von Kindern. Deshalb lese ich viel darüber. Ich möchte gerne, das meine Kinder selbstbewusste, aber friedliche Menschen werden. Ich denke auch, dass dieses Ziel von vielen Eltern verfolgt wird. Aber das Problem, dass ich persönlich sehe sind die vielen Glaubenssätze, die über Kinder im Umlauf sind und die einem vielleicht nicht mal bewusst sind.

Ich glaube hier im Forum sind diese extremen Lager entstanden über den Themen Loben und bitte und danke sagen. Dabei ist es nicht mal ein unbedingter Bestandteil von Attachment Parenting. Selbst die Eltern die sich dort einordnen sind sich darüber nicht alle einig. Für mich persönlich macht das nicht Loben Sinn. Aber ich kann gut damit leben, wenn andere es tun. Ich bin da auch nicht perfekt und mir rutscht auch Mal ein super raus, bei dem ich denke, dass es sich nach Hundeerziehung anhört. Und das finde ich schrecklich. Das ist dann wie ein Reflex und da kommt eben die Erziehung durch, die ich 'genossen' habe. Und das mag ich nicht.
Zum Thema Bitte und Danke: meine Schwiegereltern erwarten, dass Carolyn ihnen die Hand gibt, wenn sie zu Besuch kommen. Obwohl sie sie nur zwei oder dreimal in Jahr sieht. Und da bin ich absolut dagegen. Ich möchte, dass meine Töchter wissen, das sie über ihren Körper selbst bestimmen dürfen. Und das von Anfang an. Und bitte und danke fällt da in eine ähnliche Kategorie.

Ich hoffe, es ist verständlich, was ich geschrieben habe.

In vielen Punkten kann ich dir folgen. Und ich finde es eigentlich schon fast wieder traurig, dass man Dinge wie "Baby nicht schreien lassen" oder "Baby schlafen lassen, wenn es müde ist" mit dem Emblem "AP" auszeichnen muss, denn ich finde das selbstverständlich. Ich habe es nie anders gehandhabt. Wenn meine Kinder geschrien haben, habe ich sie immer sofort aus dem Bettchen genommen und rumgetragen. Früher hieß das übrigens nicht AP, sondern da sagte man, es kann zu geistigen Behinderungen kommen wegen dem Sauerstoffmangel, der durch stundenlanges Schreien eintreten kann. Ob das nun stimmt oder nicht, es hat mich schockiert, dass manche ihre Kinder offenbar so lange schreien ließen, dass diese einen Sauerstoffmangel erlitten.
Stillen kann leider nicht jeder und ich denke nicht, dass das dann schlechtere Mütter sind.
Ich habe übrigens alle meine Kinder getragen und war damit ein Exot in den 90er Jahren. Warum habe ich sie getragen? Ganz pragmatisch: Es ist platzsparend in öffentlichen Verkehrsmitteln. Ich finde die Leute, die meinen, sie müssten zu Stoßzeiten mit Kinderwagen in eine U-Bahn rein, einfach nur zum K*****. Da könnte man einfach Rücksicht nehmen. Überhaupt beobachte ich das sehr oft in letzter Zeit, dass junge Mütter meinen, sie könnten sich alles erlauben, nur weil sie einen Kinderwagen vor sich herschieben. Man wird überfahren, angefahren, der Weg wird einem abgeschnitten usw... Und wie gesagt, da wird erwartet, dass Leute, die hundemüde von der Arbeit auf dem Nachhauseweg sind, die U-Bahn verlassen, weil die Mütter vom Spazierengehen zurückkommen. Da ist m.M.n. ein grundlegender Gedanke des Miteinanders nicht mehr gegeben - deswegen habe ich getragen und es hat mir gut gefallen.
Familienbett finde ich persönlich nicht richtig...aber ok, das muss jeder selbst wissen.

Gewaltfreie Kommunikation usw. finde ich normal! Auch hier ist es wiederum schade, dass man das mit dem Emblem AP auszeichnen muss, als ob alle anderen ihre Kinder schlagen würden.
Marf
29939 Beiträge
28.02.2018 08:55
Bestehen da so große Unterschiede?
Wenn Kind nicht Hand geben will,ist das so.Das ist seine freie Entscheidung.Bei meinen zumindest.... ich habe ihnen die Bedeutung dieser Geste erklärt,sie wissen das nichts passiert und geben daher ohne Scheu die Hand - ohne Zwang ,das muss ja immer betont werden.
Vielleicht aber genau da der Unterschied --ich sehe nicht in jeder Forderung an Kinder o.überhaupt an einen Menschen ,sofort einen Übergriff.
Ich gestehe da jedem eine freie Entscheidung zu,immer aber mit dem Blick darauf das die Handlung,das Tun erklärt wurde und nicht einfach abgewiesen wird.Den auch eine Zurückweisung einer dargereichten Hand ist ein Eingriff,eine Herabsetzung....beide Seiten müssen da eine Rolle spielen und gerade dem Kind begreiflich gemacht werden.

Pusteblume13
20311 Beiträge
28.02.2018 08:59
Wisst ihr was mich persönlich so wundert. Und ich hier immer wieder in der MC erstaunt bin. Warum muss man in dieses oder dieses oder dieses Erziehungschema gehören?

Ich muss sagen, ich wusste auch garnicht dass er für manche Erziehungsstile Namen gibt, dank der MC mittlerweile schon.
Hier bei uns auf dem Dorf, da interessiert es wirklich niemand, wie der andere seine Kinder erzieht. Man unterhält sich mal drüber oder tauscht sich aus aber dass hier jetzt eine Mutter einer anderen Mutter, ein schlechtes Gewissen machen würde weil sie das so oder so macht,das gibts hier nicht.

Ich für meinen Teil lese hier überall mit und kann mich eigentlich überall ein wenig einbringen.
Bei uns gibts Regeln,an die sich die Kinder halten müssen, sie "sollen" hallo, tschüss, danke und bitte sagen ( sind das dann die Normalos? )
Bei uns dürfen die Kinder selbst entscheiden, mit wem sie Kontakt haben und was sie machen möchten oder ob sie dass essen, essen möchten. ( dass ist dann ja nach der MC, AP oder)
Ja und bei uns wird gewaltfrei erzogen, wir veruschen alles mit Worten zu lösen, dass wissen die Jungs und tun dies selbst im Kindergarten so, wo die Erzieher doch erstaunt drüber sind, weil sie sich nur mit Worten wehren und nicht mit Händen oder Füßen. ( das ist dann laut der MC beides )

Ich denke eigentlich wollen hier alle Mamas das gleiche, sie wollen alle auf ihre Art nur das Beste für ihr Kind/er
.
Und ich denke da sollte man auch keiner Mama reinreden, von wegen diese Art ist aber falsch oder dies und das.
Man kann gerne Ratschläge erteilen und ihr seine eigene Sichtweise erklären aber dennoch sollte man nichts schlecht reden oder ihr irgendetwas aufzwingen wollen.

Titania
5972 Beiträge
28.02.2018 08:59
ist das denn tatsächlich AP, wenn man sein Baby nicht schreien lässt?
Ich finde, das es ein ganz natürlicher Instinkt ist, sein Baby auf den Arm zu nehmen. Das habe ich so bereits bei meiner fast 9 jährigen Tochter praktiziert, ohne überhaupt das Wissen über AP gehabt zu haben.
Marf
29939 Beiträge
28.02.2018 09:02
Dann vergleicht euch doch einfach nicht.
28.02.2018 09:02
Ich für mich kann auch nur nochmal erklären, dass es mir gar nicht wirklich um den Erziehungsstil AP selber geht. Ich schrieb ja schon gestern, dass ich viele Ansätze gut finde. Was ich aber wirklich kritisch sehe ist das, was es mit einigen Müttern macht. Wie einige sich da reinsteigern und wie Alaska schon gestern schrieb, Mütter verzweifeln, wenn es mal nicht so geklappt hat, wie AP es eben "vorschreibt". Und Aussagen, die ich nun z.B. in den letzten Wochen auch gelesen haben, waren eben so Dinge wie: ".... Und es werden immer mehr, die sich AP anschließen und ich hoffe, dass noch ganz viele folgen werden". Warum? Warum, wenn andere doch super ohne diese AP-Richtung leben? Wir haben z.B. kein Familienbett. Was aber ja nicht heißt, dass sie abends nicht zu uns kommen dürfen, wenn sie eben mal bei uns schlafen wollen. Hier hatten meine Mädels aber nie das Problem im Zimmer zu schlafen. Es geht ihnen trotzdem gut. Meine Große habe ich nicht getragen. Warum? Weil sie es nicht mochte. Es geht ihr aber gut. Ebenfalls das mit den Grenzen und Regeln. Brauchen meine Kinder, es würde meinen Mädels nicht gut gehen, wenn dies plötzlich wegfallen würden. Sie brauchen diese Routine am Tag, feste Zeiten. Aber wie oft wird das von den AP Leuten kritisiert? Regeln und Grenzen werden als was ganz schlimmes dargestellt und wer das leugnet, sollte vielleicht mal genauer hinsehen. Wie oft kommt darauf eine Antwort wie: "Also, meine Kinder werden nicht gezwungen, meine Kinder dürfen frei ihre Meinungen sagen, diskutieren". Ähm sorry, meine Kinder haben zwar Regeln und Grenzen, dürfen aber trotzdem frei ihre Meinungen äußern und diskutieren. Ganz dringend sogar! Genauso sehe ich diese selber entscheiden Geschichte kritisch. Dabei geht es mir gar nicht darum, dass Kinder niemals was selber entscheiden dürfen, aber Kinder wollen eben auch nicht immer alles selber entscheiden. Da muss man eben doch etwas aufpassen, dass man da von den Kindern eben nicht zu viel verlangt. Wie oft lese ich raus, dass Kinder einfach überfordert mit der Situation sind.

Und das ist eben nur ein kleiner Teil, den ich kritisch sehe. Ich habe eine ganze Zeit im AP-Thread mitgelesen und mit geschrieben, weil ich es sehr interessant und ansprechend fand. Distanziert habe ich mich dann, als ich merkte, dass es eben doch zu extrem wurde.

Marf
29939 Beiträge
28.02.2018 09:06
Zitat von Titania:

ist das denn tatsächlich AP, wenn man sein Baby nicht schreien lässt?
Ich finde, das es ein ganz natürlicher Instinkt ist, sein Baby auf den Arm zu nehmen. Das habe ich so bereits bei meiner fast 9 jährigen Tochter praktiziert, ohne überhaupt das Wissen über AP gehabt zu haben.

Ich hab sogar gelernt ,das dies schon in der Steinzeit gehandhabt wurde.
Kind schreit,Mama kommt....fertig.
Erst diverse Erziehungsmodelle habe dann die Mamas unsicher gemacht.
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