Organspende
16.01.2020 12:04
Gerade hat der Bundestag in einer Abstimmung gegen den Gesetzesentwurf für eine doppelte Widerspruchslösung gestimmt und dann einen Gesetzesentwurf angenommen, der die bisherigen Bestimmungen weitgehend beibehält.
Wie ist euere Meinung dazu?
Ich respektiere die Argumente derjenigen, die die Selbstbestimmung stärken wollten, aber ich war für die doppelte Widerspruchslösung !
In einem TV Beitrag hatte ich gestern noch gesehen, wie es einer Person nach einer Transplantation erging. Da die Dame unter Lungenfibrose litt konnte sie ohne Sauerstoffgerät nicht mehr laufen. Nach der Transplantation eines Lungenflügels konnte sie ohne Gerät laufen und bekam viel viel besser Luft. Ich war tief berührt von dieser Besserung. Was gibt es schöneres als mit seiner Spende im Tod einem anderen Menschen so ein Geschenk zu machen? Natürlich wird so etwas auch weiterhin möglich sein, aber es bleibt schwieriger !
Also eure Meinungen ...
Wie ist euere Meinung dazu?
Ich respektiere die Argumente derjenigen, die die Selbstbestimmung stärken wollten, aber ich war für die doppelte Widerspruchslösung !
In einem TV Beitrag hatte ich gestern noch gesehen, wie es einer Person nach einer Transplantation erging. Da die Dame unter Lungenfibrose litt konnte sie ohne Sauerstoffgerät nicht mehr laufen. Nach der Transplantation eines Lungenflügels konnte sie ohne Gerät laufen und bekam viel viel besser Luft. Ich war tief berührt von dieser Besserung. Was gibt es schöneres als mit seiner Spende im Tod einem anderen Menschen so ein Geschenk zu machen? Natürlich wird so etwas auch weiterhin möglich sein, aber es bleibt schwieriger !
Also eure Meinungen ...
16.01.2020 12:09
Ich bin auch für die Widerspruchslösung.
Grundsätzlich sind nämlich viele Menschen zur Organspende bereit, aber aus Bequemlichkeit fehlt hier der Organspendeausweis. Diese Menschen würde man mit dieser Lösung abholen. Diejenigen, die nicht Spenden wollen, können ja immer noch widersprechen und ihnen wird nichts, aber auch gar nichts genommen!
Warum man seine Organe nach dem Ableben allerdings behalten will, versteh ich nicht.
Grundsätzlich sind nämlich viele Menschen zur Organspende bereit, aber aus Bequemlichkeit fehlt hier der Organspendeausweis. Diese Menschen würde man mit dieser Lösung abholen. Diejenigen, die nicht Spenden wollen, können ja immer noch widersprechen und ihnen wird nichts, aber auch gar nichts genommen!
Warum man seine Organe nach dem Ableben allerdings behalten will, versteh ich nicht.
16.01.2020 12:11
Ich wäre auch für die Widerspruch Lösung.
Wir haben im engeren Familienkreis erlebt wie es ist auf ein Ersatzorgan warten zu müssen. Wie sehr die Lebensqualität leidet. Wie es ist nicht zu wissen wie lange man die derzeitige Therapie noch mitmachen kann. Zu wissen dass man selbst sterben wird wenn kein Ersatzorgan zu bekommen ist.
Leider gibt es viel viel viel zu wenige Spender. Und Aufklärung wird seit Jahren betrieben trotzdem ändert sich nichts
Wir haben im engeren Familienkreis erlebt wie es ist auf ein Ersatzorgan warten zu müssen. Wie sehr die Lebensqualität leidet. Wie es ist nicht zu wissen wie lange man die derzeitige Therapie noch mitmachen kann. Zu wissen dass man selbst sterben wird wenn kein Ersatzorgan zu bekommen ist.
Leider gibt es viel viel viel zu wenige Spender. Und Aufklärung wird seit Jahren betrieben trotzdem ändert sich nichts
16.01.2020 12:13
Zitat von Xaphania:
Ich bin auch für die Widerspruchslösung.
Grundsätzlich sind nämlich viele Menschen zur Organspende bereit, aber aus Bequemlichkeit fehlt hier der Organspendeausweis. Diese Menschen würde man mit dieser Lösung abholen. Diejenigen, die nicht Spenden wollen, können ja immer noch widersprechen und ihnen wird nichts, aber auch gar nichts genommen!
Warum man seine Organe nach dem Ableben allerdings behalten will, versteh ich nicht.
16.01.2020 12:14
Zitat von Xaphania:
Ich bin auch für die Widerspruchslösung.
Grundsätzlich sind nämlich viele Menschen zur Organspende bereit, aber aus Bequemlichkeit fehlt hier der Organspendeausweis. Diese Menschen würde man mit dieser Lösung abholen. Diejenigen, die nicht Spenden wollen, können ja immer noch widersprechen und ihnen wird nichts, aber auch gar nichts genommen!
Warum man seine Organe nach dem Ableben allerdings behalten will, versteh ich nicht.
Muss man auch nicht
Sicherlich sind religöse Gründe weit oben auf der Liste, andere fühlen sich bei dem Gedanken nicht wohl dabei. Ist auch absolut egal, wer was mit seinem Körper macht ist (egal ob lebendig oder Tod) ist immer die individuelle Entscheidung und sollte nicht diskutiert werden ich bin auch für diese Lösung. Die Menschheit ist einfach so faul und viele wollen spenden und haben dies auch vor aber vergessen es sich einen Spendeausweis zu holen oder haben es ja vor aber der Zeitplan lässt es nicht zu. Die Gründe sind verschieden. Diejenigen die nicht spenden wollen haben ja immer noch die Möglichkeit dem zu widersprechen.
16.01.2020 12:14
Ich bin auch für die widerspruchslösung.
Ich kann akzeptieren, wenn jemand nicht spenden möchte. Aber ich glaube für viele ist es einfach bequem, sich nicht entscheiden zu müssen.
Ich kann akzeptieren, wenn jemand nicht spenden möchte. Aber ich glaube für viele ist es einfach bequem, sich nicht entscheiden zu müssen.
16.01.2020 12:19
Ich bin Organspender, von daher finde ich die Widerspruchslösung gut
ich kann verstehen, wenn man seine Organe aus wichtigen, z.B. religiösen Gründen oder Krankenheitsgründen "behalten" möchte. Ansonsten wüsste ich auch nichts, was dagegen sprechen sollte
Es ist nunmal leider wichtig.
ich kann verstehen, wenn man seine Organe aus wichtigen, z.B. religiösen Gründen oder Krankenheitsgründen "behalten" möchte. Ansonsten wüsste ich auch nichts, was dagegen sprechen sollte
Es ist nunmal leider wichtig.
16.01.2020 12:20
Ich bin auch für die Widerspruchslösung. Es wird damit ja keiner gezwungen, zu spenden, sondern nur, sich damit zu beschäftigen und eine Entscheidung zu treffen. Dass das kein schönes Thema ist, über das man gern nachdenkt und dass so eine Entscheidung auch nicht jedem leicht fällt, ist ja klar.
16.01.2020 12:26
Ich bin auch überzeugte Organspenderin und Fan der doppelten Widerspruchslösung.
Sich zu informieren halte auch ich für essentiell.
Ein guter Einstieg in die Thematik ist übrigens dieses Video der wunderbaren Mai:
Sich zu informieren halte auch ich für essentiell.
Ein guter Einstieg in die Thematik ist übrigens dieses Video der wunderbaren Mai:
16.01.2020 12:27
Manchmal habe ich den Eindruck, dass unsere Gesellschaft und unserer Staat immer mehr dahinkommt, Menschen die bewusst nichts machen, sei es Arbeiten, sei es sich mit Themen zu beschäftigen wie zB. Organspende oder auch ganz allgemein Verantwortung für sich und die Gesellschaft zu übernehmen, dass diese Menschen auf ein Samtes Bett gelegt werden.
Natürlich gibt es das Gebot der Selbstbestimmung und die Würde des Menschen , aber ein Mensch kann doch nicht nur sich in den Mittelpunkt setzen. Das scheint mir fast die Keimzelle des Egoismus zu sein... Es gibt doch nicht nur mich sondern auch den anderen .
Natürlich gibt es das Gebot der Selbstbestimmung und die Würde des Menschen , aber ein Mensch kann doch nicht nur sich in den Mittelpunkt setzen. Das scheint mir fast die Keimzelle des Egoismus zu sein... Es gibt doch nicht nur mich sondern auch den anderen .
16.01.2020 12:28
Zitat von Xaphania:Exakt so sehe ich es auch. Und ich finde, es sollte noch mehr darauf aufmerksam gemacht werden. Mehr "Werbung" - ganz gezielt. Ich selbst habe mir vor einem halbenJahr einen Organspendeausweise machen lassen. Aber leider auch erst, nachdem in der Zeitung eine Reportage über ein junges Mädchen war (ich wußte wer es ist, kannte sie aber nicht persönlich) die gestorben ist, weil ein passendes Organ gefehlt hat.
Ich bin auch für die Widerspruchslösung.
Grundsätzlich sind nämlich viele Menschen zur Organspende bereit, aber aus Bequemlichkeit fehlt hier der Organspendeausweis. Diese Menschen würde man mit dieser Lösung abholen. Diejenigen, die nicht Spenden wollen, können ja immer noch widersprechen und ihnen wird nichts, aber auch gar nichts genommen!
Warum man seine Organe nach dem Ableben allerdings behalten will, versteh ich nicht.
16.01.2020 12:28
Noch eine Stimme für die Widerspruchlösung. Es ist gar nicht nur Bequemlichkeit. Viele sagen das auch einfach ihrem Partner oder den Eltern, dass es ihr Wunsch ist. Dann stirbt derjenige und die Eltern/Partner sind emotional in einer völligen Ausnahmesituation und finden plötzlich furchbar makaber und schlimm, dass ihre geliebte Person "ausgeweidet" werden soll und sagen Nein. Da kann man niemand böse sein, das ist ja schon ohne emotionalen Ausnahmezustand eine schlimme Vorstellung.
Mein Schwiegervater ist völlig gegen die Organspende. Er war bei den Entnahmen dabei und hat die Werte des noch lebenden "Sterbenden" im Blick gehabt und fand es immer furchtbar. Es sei wie im Schlachthaus.
Ich persönlich bin trotzdem völlig dafür. Im Grab verroten die Organe nur und werden zu Erde. Ich glaub und möchte einfach auch nicht daran glauben, dass das einen Zugang ins Jenseits möglich macht, oder nicht. Früher wurden wir von wilden Tieren gerissen und die Organe aufgefressen.
Da seh ich keinen großen Unterschied.
Aber wir retten damit andere Leben und das ist es allemal wert. Niemand sollte sterben müssen, nur weil andere ihre Organe gerne mit ins Grab nehmen möchten, wo sie aufblähen und übelrriechend aussabbern und verrotten.
Mein Schwiegervater ist völlig gegen die Organspende. Er war bei den Entnahmen dabei und hat die Werte des noch lebenden "Sterbenden" im Blick gehabt und fand es immer furchtbar. Es sei wie im Schlachthaus.
Ich persönlich bin trotzdem völlig dafür. Im Grab verroten die Organe nur und werden zu Erde. Ich glaub und möchte einfach auch nicht daran glauben, dass das einen Zugang ins Jenseits möglich macht, oder nicht. Früher wurden wir von wilden Tieren gerissen und die Organe aufgefressen.
Da seh ich keinen großen Unterschied. Aber wir retten damit andere Leben und das ist es allemal wert. Niemand sollte sterben müssen, nur weil andere ihre Organe gerne mit ins Grab nehmen möchten, wo sie aufblähen und übelrriechend aussabbern und verrotten.
16.01.2020 12:35
Zitat von Alaska:
Noch eine Stimme für die Widerspruchlösung. Es ist gar nicht nur Bequemlichkeit. Viele sagen das auch einfach ihrem Partner oder den Eltern, dass es ihr Wunsch ist. Dann stirbt derjenige und die Eltern/Partner sind emotional in einer völligen Ausnahmesituation und finden plötzlich furchbar makaber und schlimm, dass ihre geliebte Person "ausgeweidet" werden soll und sagen Nein. Da kann man niemand böse sein, das ist ja schon ohne emotionalen Ausnahmezustand eine schlimme Vorstellung.
Mein Schwiegervater ist völlig gegen die Organspende. Er war bei den Entnahmen dabei und hat die Werte des noch lebenden "Sterbenden" im Blick gehabt und fand es immer furchtbar. Es sei wie im Schlachthaus.
Ich persönlich bin trotzdem völlig dafür. Im Grab verroten die Organe nur und werden zu Erde. Ich glaub und möchte einfach auch nicht daran glauben, dass das einen Zugang ins Jenseits möglich macht, oder nicht. Früher wurden wir von wilden Tieren gerissen und die Organe aufgefressen.Da seh ich keinen großen Unterschied.
Aber wir retten damit andere Leben und das ist es allemal wert. Niemand sollte sterben müssen, nur weil andere ihre Organe gerne mit ins Grab nehmen möchten, wo sie aufblähen und übelrriechend aussabbern und verrotten.
Das Schwierige bei der Organentnahme ist, dass der Patienten zwar Hirntod ist, aber durch die Maschinen noch einen Herzschlag hat.
Das ist die Sache mit der Definition von Tod. Die gibt es im deutschen Recht nicht.
Wenn man Hirntod ist , dann kann man nichts mehr machen, dann wird es nie wieder ein Bewusstsein, einen bewussten Reflex oder was auch immer geben. Die Person existiert gar nicht mehr, nur noch der Körper. Das sind alles schreckliche Themen, aber es gehört doch gerade zum "Mensch sein", dass wir uns überhaupt Gedanken über solche Fragen machen können ....
16.01.2020 12:35
Ich finde die Widerspruchslösung auch sehr viel besser. Schon allein, weil sich so viel mehr Menschen überhaupt mal mit dem Thema befassen. Ich habe auch einen Organspendeausweis. Die meisten wissen ja nicht mal, dass man den am Besten immer ausfüllt - egal ob man spenden möchte oder nicht.
16.01.2020 12:43
Ich persönlich bin froh, dass die Widerspruchslösung nicht durch ist. Finde es eigentlich wirklich unverschämt, dass ich eine Erklärung abgeben soll wenn ich meine Organe behalten möchte. Organspende ist ein wichtiges Thema und diese Abstimmung hat das Thema zumindest wieder etwas in aller Munde gebracht. Denn noch bin ich der Meinung dass die zweite Lösung um einiges besser ist. Man kann Leute immer wieder ansprechen, postalisch informieren, was auch immer aber dass man grundsätzlich widersprechen muss ist in meinen Augen nicht richtig.
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