Stillen vs. Flasche
20.10.2017 09:59
Ich habe alle drei gestillt, war eben das natürlichste und einfach kostenlos.
Den großen habe ich 6 Monate voll gestillt, als die Zähne kamen und die Beikost anfing, fing er auch an zubeißen, das tat so weh das ich nicht mehr wollte. Also gab es dann die Flasche. Den mittleren müsste ich nach 4 Monaten aus gesundheitlichen Gründen abstillen, somit dann leider wieder die Flasche.
Und Mini habe ich 7 Monate voll gestillt und ca 1-2 Monate noch neben der Beikost, durch das unregelmäßige hat mein Körper jedoch wieder mal das spinnen angefangen und ich hatte am Schluss wieder mehrfach in der Woche Migräne. Also wurde auch er abgestillt und bekam/ bekommt noch die Flasche.
Den großen habe ich 6 Monate voll gestillt, als die Zähne kamen und die Beikost anfing, fing er auch an zubeißen, das tat so weh das ich nicht mehr wollte. Also gab es dann die Flasche. Den mittleren müsste ich nach 4 Monaten aus gesundheitlichen Gründen abstillen, somit dann leider wieder die Flasche.
Und Mini habe ich 7 Monate voll gestillt und ca 1-2 Monate noch neben der Beikost, durch das unregelmäßige hat mein Körper jedoch wieder mal das spinnen angefangen und ich hatte am Schluss wieder mehrfach in der Woche Migräne. Also wurde auch er abgestillt und bekam/ bekommt noch die Flasche.
20.10.2017 10:00
Ich habe mich für das Stillen entschieden, weil der Entschluss automatisch da war....
Allerdings habe ich mir die ganze Schwangerschaft auch keinen Kopf darüber gemacht, was ich mal machen möchte.... Für mich stand einfach automatisch fest, ich stille. Wäre das nicht gegangen, dann hätte es eben so Flasche gegeben. Aber ich ging fest und automatisch vom Stillen aus - so im Nachhinein betrachtet, komisch
Der Entschluss wurde nicht von mir direkt und bewusst getroffen, sondern das war einfach da.
Auch jetzt beim zweiten Kind (bin derzeit schwanger) ist es genauso. Allerdings mit dem Aspekt, ich konnte in der ersten Schwangerschaft Stillen, dann mache ich das jetzt auch wieder.
Schwer zu erklären
Allerdings habe ich mir die ganze Schwangerschaft auch keinen Kopf darüber gemacht, was ich mal machen möchte.... Für mich stand einfach automatisch fest, ich stille. Wäre das nicht gegangen, dann hätte es eben so Flasche gegeben. Aber ich ging fest und automatisch vom Stillen aus - so im Nachhinein betrachtet, komisch
Der Entschluss wurde nicht von mir direkt und bewusst getroffen, sondern das war einfach da.
Auch jetzt beim zweiten Kind (bin derzeit schwanger) ist es genauso. Allerdings mit dem Aspekt, ich konnte in der ersten Schwangerschaft Stillen, dann mache ich das jetzt auch wieder.
Schwer zu erklären
20.10.2017 10:08
Bei der großen wollte ich unbedingt stillen, aber nachdem sie mir am ersten Tag schon die Brustwarzen blutig und eitrig gezogen hatte (trotz Stillhütchen) und ich nur noch Panik hatte mein Kind anlegen zu müssen, hab ich mir die Tablette geben lassen und ihr die Flasche gegeben. Bei den Jungs hab ich noch im Kreißsaal die Tablette bekommen.
Für mich hatte die Flasche auch viele Vorteile, auch mein Mann oder Schwiegereltern können mal die Flasche geben, nicht nur ich (was halt praktisch ist, wenn man mal Kindfrei hat), ich kann die großen mit einbinden (sie halten auch gern mal die Flasche) und vor allem wenn man unterwegs ist kann ich die Flasche geben (ich könnte nicht in der Öffentlichkeit stillen).
Ich muss mich übrigens nicht mit anderen Mamas um die letzte Packung streiten, ich lass es mir einfach liefern (ist auch nochmal paar Euro günstiger).
Für mich hatte die Flasche auch viele Vorteile, auch mein Mann oder Schwiegereltern können mal die Flasche geben, nicht nur ich (was halt praktisch ist, wenn man mal Kindfrei hat), ich kann die großen mit einbinden (sie halten auch gern mal die Flasche) und vor allem wenn man unterwegs ist kann ich die Flasche geben (ich könnte nicht in der Öffentlichkeit stillen).
Ich muss mich übrigens nicht mit anderen Mamas um die letzte Packung streiten, ich lass es mir einfach liefern (ist auch nochmal paar Euro günstiger).
20.10.2017 10:16
Unsere hat am Anfang erst die Muttermilch über die Magensonde bekommen und dann über die Flasche. Mit 4 Monaten dann Pre.
Für mich die beste Entscheidung und würde es immer wieder machen.
Habe auch meine Gründe dafür,wieso ich so denke. ;
Aber da ich damit anecke der eckte,sag ich es meist nicht wieso.
Und das mit der Bindung sehe ich anders. Auch Flaschenkinder können eine enge Bindung zur Mama bekommen. Das ist (in meinen Augen} falsch gesagt,dass nur Mama's mit Stillkindern eine enge Bindung zum Kind habe was es nicht nochmal gibt.
Für mich die beste Entscheidung und würde es immer wieder machen.
Habe auch meine Gründe dafür,wieso ich so denke. ;
Aber da ich damit anecke der eckte,sag ich es meist nicht wieso.
Und das mit der Bindung sehe ich anders. Auch Flaschenkinder können eine enge Bindung zur Mama bekommen. Das ist (in meinen Augen} falsch gesagt,dass nur Mama's mit Stillkindern eine enge Bindung zum Kind habe was es nicht nochmal gibt.
20.10.2017 10:19
Meien Große habe ich vier Monate gestillt und hatte dann keine Milch mehr und habe Flasche gegeben und die Kleine stille ich seit fast drei Jahren. ich würde sagen, dass ich zu beiden Kindern eine ähnlich enge Bindung habe. Allerdings war die Große im Kleinkindalter deutlich anfälliger für Krankheiten, als die Kleine jetzt. (toitoitoi) Keine Ahnung, ob das zusammenhängt oder nicht.
Grundsätzlich würde ich mich aber immer für das Stillen entscheiden, weil es einfach das Gesündeste, Einfachste und Günstigste ist. Keine Formula kommt an die Muttermilch heran.
Grundsätzlich würde ich mich aber immer für das Stillen entscheiden, weil es einfach das Gesündeste, Einfachste und Günstigste ist. Keine Formula kommt an die Muttermilch heran.
20.10.2017 10:25
Ich habe nicht gestillt bei beiden Kindern.
Lange hab ich in der ersten Schwangerschaft überlegt was ich mache. Mich dann aber für die Flasche entschieden.
Bin zwei mal vor der Schwangerschaft in eine Depression abgerutscht und hatte einfach Angst das ich mich und das Kind stresse.
Man liest ja leider doch viel. Vielleicht mit einer Hebamme an der Seite wäre das ganze anderes gelaufen, aber die gute Frau ist 3 Monate vor der Geburt ausgefallen ohne für Ersatz zu sorgen.
Eine Hebamme dann noch zu bekommen ist hier unmöglich.
Unseren kleinen Monstern haben immer die Flasche auf dem Arm bekommen fest angekuschelt.
Ich weiß noch wenn wir im pfannkuchenhaus waren und der große hat genau dann auch Hunger auf sein Fläschen bekommen. Ich hab dann meinen Pfannkuchen von meinem Mann klein schneiden lassen gerollt und mit der freien Hand gegessen
Oder beim Karneval saßen wir im Bushäuschen und Madame hat ihre Flasche bekommen und eine Frau meinte „Oh schau mal das Baby bekommt seine Milch“ wie toll und schwupp hatten wir eine Packung Schokolade
Wir hatten wirklich tolle Momente zusammen.
Lange hab ich in der ersten Schwangerschaft überlegt was ich mache. Mich dann aber für die Flasche entschieden.
Bin zwei mal vor der Schwangerschaft in eine Depression abgerutscht und hatte einfach Angst das ich mich und das Kind stresse.
Man liest ja leider doch viel. Vielleicht mit einer Hebamme an der Seite wäre das ganze anderes gelaufen, aber die gute Frau ist 3 Monate vor der Geburt ausgefallen ohne für Ersatz zu sorgen.
Eine Hebamme dann noch zu bekommen ist hier unmöglich.
Unseren kleinen Monstern haben immer die Flasche auf dem Arm bekommen fest angekuschelt.
Ich weiß noch wenn wir im pfannkuchenhaus waren und der große hat genau dann auch Hunger auf sein Fläschen bekommen. Ich hab dann meinen Pfannkuchen von meinem Mann klein schneiden lassen gerollt und mit der freien Hand gegessen
Oder beim Karneval saßen wir im Bushäuschen und Madame hat ihre Flasche bekommen und eine Frau meinte „Oh schau mal das Baby bekommt seine Milch“ wie toll und schwupp hatten wir eine Packung Schokolade
Wir hatten wirklich tolle Momente zusammen.
20.10.2017 10:26
Also ich wollte alle stillen und werde es jetzt bei Nummer vier auch wieder probieren, geklappt hat es aber nie.
Aus verschiedenen Gründen.
Trotzdem bin ich der Meinung unsere Bindung steht der stillender Müttern in nichts nach. Auch sind meine Kinder vergleichsweise sehr wenig krank und haben ein gutes Immunsystem. Ich bewundere jede Frau die ihr Kind gestillt hat, aber ich respektiere genauso Frauen die sich dagegen entschieden haben, einfach weil ich weiß das es meinen Kindern nicht geschadet hat
Jedem das Seine
Aus verschiedenen Gründen.
Trotzdem bin ich der Meinung unsere Bindung steht der stillender Müttern in nichts nach. Auch sind meine Kinder vergleichsweise sehr wenig krank und haben ein gutes Immunsystem. Ich bewundere jede Frau die ihr Kind gestillt hat, aber ich respektiere genauso Frauen die sich dagegen entschieden haben, einfach weil ich weiß das es meinen Kindern nicht geschadet hat
Jedem das Seine
20.10.2017 10:27
Zitat von Mama_2o13:
Unsere hat am Anfang erst die Muttermilch über die Magensonde bekommen und dann über die Flasche. Mit 4 Monaten dann Pre.
Für mich die beste Entscheidung und würde es immer wieder machen.
Habe auch meine Gründe dafür,wieso ich so denke. ;
Aber da ich damit anecke der eckte,sag ich es meist nicht wieso.
Und das mit der Bindung sehe ich anders. Auch Flaschenkinder können eine enge Bindung zur Mama bekommen. Das ist (in meinen Augen} falsch gesagt,dass nur Mama's mit Stillkindern eine enge Bindung zum Kind habe was es nicht nochmal gibt.
du kannst dich dazu gerne äußern, gerne auch per PN. Die Berichte hier werden anschließend völlig anonym in meinem Blog veröffentlicht. Ich finde die Gründe immer sehr interessant, warum man sich dafür oder dagegen entscheidet
20.10.2017 10:30
Manchmal ist es keine Entscheidung für oder gegen etwas, sondern die Umstände machen eine eigene Entscheidung nicht möglich.
Ich habe nie voll gestillt und auch insgesamt nur 8 Wochen. Mein Kind wurde auf der Neo zugefüttert und wir haben den Dreh trotz aller Bemühungen leider nicht gekriegt.
Mich hat es damals wirklich fertig gemacht, dass es nicht klappen wollte, obwohl ich so fest davon ausgegangen bin, mein Kind natürlich zu stillen.
Nach 8 Wochen ging dann nichts mehr und wir haben aufgehört. Die Milch war da schon so wenig, das meine Brust das gar nicht weiter gestört hat.
Mein Sohn wurde immer liebevoll von mir mit der Flasche gefüttert, ich habe ihm dabei meine Aufmerksamkeit geschenkt. Unsere Beziehung ist gut.
Krank ist er sehr selten, sein Immunsystem scheint gut zu sein. Geschadet hat es ihm scheinbar nicht (mir übrigens auch nicht, ich wurde nie gestillt) aber traurig bin ich darüber auch heute noch.
Ich habe nie voll gestillt und auch insgesamt nur 8 Wochen. Mein Kind wurde auf der Neo zugefüttert und wir haben den Dreh trotz aller Bemühungen leider nicht gekriegt.
Mich hat es damals wirklich fertig gemacht, dass es nicht klappen wollte, obwohl ich so fest davon ausgegangen bin, mein Kind natürlich zu stillen.
Nach 8 Wochen ging dann nichts mehr und wir haben aufgehört. Die Milch war da schon so wenig, das meine Brust das gar nicht weiter gestört hat.
Mein Sohn wurde immer liebevoll von mir mit der Flasche gefüttert, ich habe ihm dabei meine Aufmerksamkeit geschenkt. Unsere Beziehung ist gut.
Krank ist er sehr selten, sein Immunsystem scheint gut zu sein. Geschadet hat es ihm scheinbar nicht (mir übrigens auch nicht, ich wurde nie gestillt) aber traurig bin ich darüber auch heute noch.
20.10.2017 10:33
Die Natur hat uns mit allem ausgestattet was man braucht, warum dann künstlich ernähren? Stillen ist hygenisch, die Milch hat immer die perfekte Temperatur, sie ist immer perfekt vom Inhalt auf die momentane Entwicklungsphase angepasst, immer sofort verfügbar und kosten tut sie auch nichts.
Und es ist einfach eine ganz besondere Nähe zum Baby.
Und es ist einfach eine ganz besondere Nähe zum Baby.
20.10.2017 10:36
Für mich war das keine bewusste Entscheidung sondern natürlich, dass ich stille. Logisch.
Wenn es nicht geht, aus welchen Gründen auch immer, bin ich allerdings froh, dass es die Alternative Flasche geben gibt.
Wenn es nicht geht, aus welchen Gründen auch immer, bin ich allerdings froh, dass es die Alternative Flasche geben gibt.
20.10.2017 10:41
Hallo NiAn
Ich finde es ganz toll und interessant, was du da machst. Gibt es denn auch einen Link zu deinem Blog oder gibt es eine Facebookseite? Würde mich freuen!
Dann berichte ich mal von uns:
Ich war fest davon überzeugt zu stillen. Wieso auch nicht?
-Das beste für's Kind
-Kostenlos
-Praktisch
-Kein Geschleppe
-Kein spülen
Dann kam sie auf die Welt. Sie wurde mir angelegt und gleich gesagt, ich brauch ein Hütchen. Nun gut. Wenn es dann klappt, wieso nicht. Es klappt ganz ok. Aber sie schlief immer nach ein paar mal nuckeln ein. Wir waren in so einem Teufelskreis: Sie war zu schwach, um länger und kräftiger zu saugen und zu hungrig, um schlafen zu können. Die ersten paar Tage und Nächte waren wirklich furchtbar. Ich war noch total erledigt von der Geburt und konnte weder am Tag noch in der Nacht wirklich schlafen. Sie nahm immer weiter ab. Als sie dann bei den 10% angelangt war, meinte meine Hebamme, ich soll abpumpen und ihr die Milch mit der Spritze geben. Gesagt getan. Mein Milcheinschuss kam dann auch durch das Abpumpen und wir gaben ihr die Muttermilch mit der Spritze. Klappte sehr gut und sie war auch endlich mal satt und schlief somit gut. Als sie dann wieder zugenommen hat, hab ich sie wieder angelegt und es klappte. Ich war so glücklich. Dann kamen die Probleme mit den Brustwarzen. Es hat weh getan. Sehr. Meistens ist es während dem stillen weniger geworden. Manchmal aber eben auch nicht. Dann waren sie irgendwann blutig. Aber ich hab mich durchgebissen. Alle sagten, nach 2-3 Wochen ist alles gut und die Brustwarzen haben sich dran gewöhnt. Nach dem ich dann eine Woche lang gefühlt ununterbrochen gestillt habe und mir dabei immer die Tränen vor Schmerz gekommen sind, ich schon beim stillen wieder panische Angst vor'm nächsten anlegen hatte, Angst vor der Nacht, Schweißausbrüche bekam und Mia dann in dieser Woche kein Gramm zugenommen hatte, meinte meine Hebamme ich soll zufüttern. Beide Seiten 15-20 Minuten anbieten und dann so viel Pre geben, bis sie eben satt ist. Ich habe sehr viel abgenommen, weil ich keinen Appetit mehr hatte. Ich wollte eigentlich nur noch schlafen. Wenn sie geweint hat, habe ich gedacht: Oh Gott, hoffentlich hat sie nicht schon wieder hunger. Das war für meinen Freund der Punkt, an dem er gefragt hat, ob wir nicht einfach die Flasche geben wollen. Und ich war so froh. Ehrlich. Ich dachte einfach, ich muss stillen. Dass das von mir erwartet wird. Aber er stand voll und ganz hinter mir. Das hat gut getan.
Nun bekommt sie die Flasche. Zu den Punkten, die ich oben für das Stillen aufgeführt habe, kann ich nun folgendes sagen.
-Kostenlos -> Ja, das Pulver ist sau teuer. Aber es ist mein Kind. Ich liebe es wie nichts anderes und mir ist alles Geld der Welt nichts wert, wenn es ihr nicht gut geht.
-Praktisch -> Viele sagen, mit Flasche muss man nachts aufstehen. Ich sage: Nö! Ich stelle abends Flaschen mit abgemessenem Pulver an's Bett und nebendran eine Thermoskanne mit temperiertem Wasser. Durch einen Wasserkocher, bei dem man die Temperatur einstellen kann, ist das kein bisschen anstrengend, nervend oder zeitraubend. Und es dauert nicht länger als vorher. Ich musste erstmal immer meine Brust für ein paar Minuten massieren, damit die Milch schön fließt.
-Kein Geschleppe -> Je nachdem wie lange wir unterwegs sind, nehmen wir eine Liter oder Halbliter Thermoskanne mit, Pulver in einem kleinen Tupper und eine Flasche. Ist jetzt nicht so viel mehr.
-Kein spülen -> Geschirr muss ich sowieso machen. Ob ich jetzt noch 3-4 Flaschen mehr kurz unter heißem Wasser abspüle, macht den Kohl auch nicht fett. Danach in den Vaporisator und gut ist.
-Das beste für's Kind
Und das ist der für mich wichtigste Punkt. Muttermilch mag das Beste für's Kind sein. Meiner Meinung nach ist es aber noch wichtiger, dass das Kind eine glückliche, zufriedene und ausgeglichene Mutter hat, die sich in dem Maße um ihr Baby kümmern kann, wie es nötig ist. Und das war ich nicht, als ich gestillt habe. Ich denke, ich stand wirklich kurz vor einer Depression. Zumindest hab ich mich so gefühlt. Die Gedanken die ich hatte, waren alles andere als fair meinem Baby gegenüber. Denn das konnte nichts für all das. Jetzt macht es mir nichts aus, wenn sie abends weint und weint und weint, weil ich die Kraft dafür habe sie rumzutragen und zu beruhigen und in den Schlaf zu begleiten. Jetzt hab ich die Kraft, sie immer bei mir zu haben. Auch wenn das bedeutet, den ganzen Tag mit ihr rum zu laufen und Muskelkater zu haben. Ich liebe meine Tochter abgöttisch und mache alles, damit es ihr gut geht. Wir kuscheln genauso viel wie vorher, mit dem kleinen Unterschied, dass ich es jetzt mehr genießen kann. Ich bin ruhig und zufrieden und das überträgt sich auch auf sie.
Für uns war das so der richtige Weg. Ich habe es mir anders gewünscht und vorgestellt. Im Moment liegt mir das Trauma Stillen noch etwas nach. Aber eine Relaktation ist noch nicht ausgeschlossen.
Ich habe aber auch den größten Respekt vor allen Frauen, die sich trotz solcher Komplikationen und Schmerzen durchkämpfen und weiter stillen!
Ich finde es ganz toll und interessant, was du da machst. Gibt es denn auch einen Link zu deinem Blog oder gibt es eine Facebookseite? Würde mich freuen!
Dann berichte ich mal von uns:
Ich war fest davon überzeugt zu stillen. Wieso auch nicht?
-Das beste für's Kind
-Kostenlos
-Praktisch
-Kein Geschleppe
-Kein spülen
Dann kam sie auf die Welt. Sie wurde mir angelegt und gleich gesagt, ich brauch ein Hütchen. Nun gut. Wenn es dann klappt, wieso nicht. Es klappt ganz ok. Aber sie schlief immer nach ein paar mal nuckeln ein. Wir waren in so einem Teufelskreis: Sie war zu schwach, um länger und kräftiger zu saugen und zu hungrig, um schlafen zu können. Die ersten paar Tage und Nächte waren wirklich furchtbar. Ich war noch total erledigt von der Geburt und konnte weder am Tag noch in der Nacht wirklich schlafen. Sie nahm immer weiter ab. Als sie dann bei den 10% angelangt war, meinte meine Hebamme, ich soll abpumpen und ihr die Milch mit der Spritze geben. Gesagt getan. Mein Milcheinschuss kam dann auch durch das Abpumpen und wir gaben ihr die Muttermilch mit der Spritze. Klappte sehr gut und sie war auch endlich mal satt und schlief somit gut. Als sie dann wieder zugenommen hat, hab ich sie wieder angelegt und es klappte. Ich war so glücklich. Dann kamen die Probleme mit den Brustwarzen. Es hat weh getan. Sehr. Meistens ist es während dem stillen weniger geworden. Manchmal aber eben auch nicht. Dann waren sie irgendwann blutig. Aber ich hab mich durchgebissen. Alle sagten, nach 2-3 Wochen ist alles gut und die Brustwarzen haben sich dran gewöhnt. Nach dem ich dann eine Woche lang gefühlt ununterbrochen gestillt habe und mir dabei immer die Tränen vor Schmerz gekommen sind, ich schon beim stillen wieder panische Angst vor'm nächsten anlegen hatte, Angst vor der Nacht, Schweißausbrüche bekam und Mia dann in dieser Woche kein Gramm zugenommen hatte, meinte meine Hebamme ich soll zufüttern. Beide Seiten 15-20 Minuten anbieten und dann so viel Pre geben, bis sie eben satt ist. Ich habe sehr viel abgenommen, weil ich keinen Appetit mehr hatte. Ich wollte eigentlich nur noch schlafen. Wenn sie geweint hat, habe ich gedacht: Oh Gott, hoffentlich hat sie nicht schon wieder hunger. Das war für meinen Freund der Punkt, an dem er gefragt hat, ob wir nicht einfach die Flasche geben wollen. Und ich war so froh. Ehrlich. Ich dachte einfach, ich muss stillen. Dass das von mir erwartet wird. Aber er stand voll und ganz hinter mir. Das hat gut getan.
Nun bekommt sie die Flasche. Zu den Punkten, die ich oben für das Stillen aufgeführt habe, kann ich nun folgendes sagen.
-Kostenlos -> Ja, das Pulver ist sau teuer. Aber es ist mein Kind. Ich liebe es wie nichts anderes und mir ist alles Geld der Welt nichts wert, wenn es ihr nicht gut geht.
-Praktisch -> Viele sagen, mit Flasche muss man nachts aufstehen. Ich sage: Nö! Ich stelle abends Flaschen mit abgemessenem Pulver an's Bett und nebendran eine Thermoskanne mit temperiertem Wasser. Durch einen Wasserkocher, bei dem man die Temperatur einstellen kann, ist das kein bisschen anstrengend, nervend oder zeitraubend. Und es dauert nicht länger als vorher. Ich musste erstmal immer meine Brust für ein paar Minuten massieren, damit die Milch schön fließt.
-Kein Geschleppe -> Je nachdem wie lange wir unterwegs sind, nehmen wir eine Liter oder Halbliter Thermoskanne mit, Pulver in einem kleinen Tupper und eine Flasche. Ist jetzt nicht so viel mehr.
-Kein spülen -> Geschirr muss ich sowieso machen. Ob ich jetzt noch 3-4 Flaschen mehr kurz unter heißem Wasser abspüle, macht den Kohl auch nicht fett. Danach in den Vaporisator und gut ist.
-Das beste für's Kind
Und das ist der für mich wichtigste Punkt. Muttermilch mag das Beste für's Kind sein. Meiner Meinung nach ist es aber noch wichtiger, dass das Kind eine glückliche, zufriedene und ausgeglichene Mutter hat, die sich in dem Maße um ihr Baby kümmern kann, wie es nötig ist. Und das war ich nicht, als ich gestillt habe. Ich denke, ich stand wirklich kurz vor einer Depression. Zumindest hab ich mich so gefühlt. Die Gedanken die ich hatte, waren alles andere als fair meinem Baby gegenüber. Denn das konnte nichts für all das. Jetzt macht es mir nichts aus, wenn sie abends weint und weint und weint, weil ich die Kraft dafür habe sie rumzutragen und zu beruhigen und in den Schlaf zu begleiten. Jetzt hab ich die Kraft, sie immer bei mir zu haben. Auch wenn das bedeutet, den ganzen Tag mit ihr rum zu laufen und Muskelkater zu haben. Ich liebe meine Tochter abgöttisch und mache alles, damit es ihr gut geht. Wir kuscheln genauso viel wie vorher, mit dem kleinen Unterschied, dass ich es jetzt mehr genießen kann. Ich bin ruhig und zufrieden und das überträgt sich auch auf sie.
Für uns war das so der richtige Weg. Ich habe es mir anders gewünscht und vorgestellt. Im Moment liegt mir das Trauma Stillen noch etwas nach. Aber eine Relaktation ist noch nicht ausgeschlossen.
Ich habe aber auch den größten Respekt vor allen Frauen, die sich trotz solcher Komplikationen und Schmerzen durchkämpfen und weiter stillen!
20.10.2017 10:57
Für mich war von Anfang an klar, dass ich stillen werde, wenn ich kann.
Als mein Kind dann auf der Welt war, hatte ich anfangs große Probleme, die hauptsächlich durch die ganzen unterschiedlichen Aussagen der Krankenschwestern im Krankenhaus zustande kamen. Ich dachte, ich mache alles falsch und wurde schon von seiten einer Schwester dazu gedrängt die Flasche zu geben, weil sie so genervt war. Das wollte ich aber nicht.
Besser wurde es als endlich die Stillberaterin kam, die mich darin bestärkt hat, dass ich das schon richtig mache und es eben gerade bei hellhäutigen Frauen am Anfang beim Anlegen weh tun kann. Dass das auch normal ist und ich nicht einfach zu blöd zum Anlegen bin.
Ich hatte auch blutige Brustwarzen und es tat die ersten Wochen wirklich höllisch weh beim Anlegen.
Danach war der Spuk vorbei und wir haben 2,5 Jahre gestillt.
Für mich war einfach wichtig zu stillen, weil ich der Meinung bin, dass es nichts besseres gibt für Babys.
Muttermilch ist ganz genau auf die Bedürfnisse des Babys abgestimmt. Das kann einfach in der Form keine Pulvermilch.
Deshalb ist Pulvermilch für mich persönlich einfach Notfallnahrung. Falls das mit dem Stillen eben einfach nicht klappt, warum auch immer.
Ich verstehe allerdings nicht, warum man andere Mütter verurteilen sollte, nur weil sie das anders sehen und handhaben. Jeder hat eben seine Gründe.
Als mein Kind dann auf der Welt war, hatte ich anfangs große Probleme, die hauptsächlich durch die ganzen unterschiedlichen Aussagen der Krankenschwestern im Krankenhaus zustande kamen. Ich dachte, ich mache alles falsch und wurde schon von seiten einer Schwester dazu gedrängt die Flasche zu geben, weil sie so genervt war. Das wollte ich aber nicht.
Besser wurde es als endlich die Stillberaterin kam, die mich darin bestärkt hat, dass ich das schon richtig mache und es eben gerade bei hellhäutigen Frauen am Anfang beim Anlegen weh tun kann. Dass das auch normal ist und ich nicht einfach zu blöd zum Anlegen bin.
Ich hatte auch blutige Brustwarzen und es tat die ersten Wochen wirklich höllisch weh beim Anlegen.
Danach war der Spuk vorbei und wir haben 2,5 Jahre gestillt.
Für mich war einfach wichtig zu stillen, weil ich der Meinung bin, dass es nichts besseres gibt für Babys.
Muttermilch ist ganz genau auf die Bedürfnisse des Babys abgestimmt. Das kann einfach in der Form keine Pulvermilch.
Deshalb ist Pulvermilch für mich persönlich einfach Notfallnahrung. Falls das mit dem Stillen eben einfach nicht klappt, warum auch immer.
Ich verstehe allerdings nicht, warum man andere Mütter verurteilen sollte, nur weil sie das anders sehen und handhaben. Jeder hat eben seine Gründe.
20.10.2017 11:55
In meiner 23-jährigen Naivität hat sich beim Großen gar nicht die Frage gestellt; es gab für mich keine Alternative zum Stillen. Ich hab ihn 9 Monate voll und dann bis zum 1. Geburtstag noch nachts gestillt.
Beim Mittleren hab ich nach 1/2 Jahr abstillen müssen weil ich aufgrund von Gürtelrose stillunverträgliche Medis nehmen musste.
Ich fand das Fläschchenmachen sehr umständlich und einfach fies dass der Kleine hungrig auf sein Essen warten musste.Nachts war ich immer komplett wach dank Zusammenschütteln.
Der Zwerg wird grad noch gestillt und ich möchte auf jeden Fall bis zum 1. Geburtstag stillen und diesmal wieder gar nicht auf Pulver angewiesen sein.
Der Mittlere ist im Übrigen viel öfter krank als der Große. Zufall?
Muttermilch ist das Beste fürs Kind und mir ist das Pulver auch einfach zu teuer und zu umständlich.
Mein Mann sagt immer: der Kuhbauer geht ja auch nicht in den Supermarkt um sich Milch zu holen.
Beim Mittleren hab ich nach 1/2 Jahr abstillen müssen weil ich aufgrund von Gürtelrose stillunverträgliche Medis nehmen musste.
Ich fand das Fläschchenmachen sehr umständlich und einfach fies dass der Kleine hungrig auf sein Essen warten musste.Nachts war ich immer komplett wach dank Zusammenschütteln.
Der Zwerg wird grad noch gestillt und ich möchte auf jeden Fall bis zum 1. Geburtstag stillen und diesmal wieder gar nicht auf Pulver angewiesen sein.
Der Mittlere ist im Übrigen viel öfter krank als der Große. Zufall?
Muttermilch ist das Beste fürs Kind und mir ist das Pulver auch einfach zu teuer und zu umständlich.
Mein Mann sagt immer: der Kuhbauer geht ja auch nicht in den Supermarkt um sich Milch zu holen.
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