Mütter- und Schwangerenforum

Stillen vs. Flasche

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schnibbe
2235 Beiträge
23.10.2017 13:45
Zitat von Alaska:

Zitat von schnibbe:

Ich kann gar nicht sagen, was die meisten machen
Wer sind „die meisten“?
In meinem Bekanntenkreis haben tatsächlich die meisten 6 Monate oder länger gestillt. Nur eine gar nicht und eine ist nach kurzer Zeit auf die Flasche umgestiegen.

Ich hab gerade ein bisschen das Gefühl, dass manche Nicht-Stillende iwi ein Problem damit haben, dass andere stillen und das toll finden....
Ich hab doch auch kein Problem damit, dass jemand nicht stillt. Wenn jemand nicht kann, was soll man denn da sonst machen?
Und wenn jemand nicht will, es gibt ja Alternativen. Dann halt nicht.


Da ist die Unsicherheit aber auf deiner Seite.
Hier wird lediglich diskutiert. Keiner angefeindet, keiner kritisiert.

Und da ich grad mitten in der Diskussion bin: ich hätte ja stillen können, wenn ich das gewollt hätte und ja, ich KANN mir nicht vorstellen, was andere daran schön finden oder das freiwillig länger als die 6 Monate machen. Ich beneid da niemand drum, gönn es aber ganz sicher jedem, dem das gefällt. Es ist mir gelinde gesagt egal, hauptsache Mutter und Kind sind mit ihrer Entscheidung glücklich.
Wie kommt man auf so einen Gedanken?


Kommt mir eben so vor, wenn ich das so lese. Ich meine, dass das hier auf den letzten Seiten kein Bericht mehr ist, wie man es selbst gemacht hat, sondern man iwi von was überzeugen will. „Die meisten stillen eh nicht bzw. eh nicht so lange“ und „Fläschchen machen ist leichter schneller“ liest sich für mich ein bisschen so

Wenn du das ganz anders meinst, dann ist für mich das auch Ok. War nur mein total subjektiver (und übrigends keineswegs der Unsicherheit geschuldeter) Eindruck.
shelyra
69257 Beiträge
23.10.2017 13:52
bei uns auf dem dorf juckt es keine menschenseele ob man stillt oder flasche gibt. oder wo man stillt - auch in der kirche wurde es mir schon angeboten. auf jedem dorffest oder der kerwe sieht man stillende mütter (meist am kinderkarussel wo die größeren ihre runden drehen). auch in der krabbelgruppe, dem mutter-kind-turnen oder sonst einger übungsstunde hat man einfach in der runde gessesn und gestillt oder flasche gegeben.

was ich aber auch bemerken kann ist das vermehrte längere stillen. immer öfter sehe ich auch mütter die 1-2 jähriger oder älter auswärts stillen! das war vor 6-7 jahren bei meinem sohn noch nicht der fall
juuLes
5320 Beiträge
23.10.2017 14:49
Hier schrieb jemand, dass es Flaschenmüttern nur einfacher vorkommt, weil stillen für sie anstrengend war. Davon gehe ich übrigens fest aus. Ich kenne ja nur die stressige, anstrengende Anfangsphase.
Ich hatte 2 Optionen: Brust massieren und hinterher noch nen heißen Wickel drauf, damit die Milch schön fließt oder die Brust direkt mit Merkurialissalbe massieren. Die Salbe wärmt und hat somit den Wickel ersetzt. Hat aber nicht sonderlich gut gerochen. Das hat auf jeden Fall länger gedauert als jetzt die Flasche machen. Zudem musste da mein Freund dann auch aufstehen, um die Kleine zu beruhigen, die vor hunger weinte.
Aber ich denke, wenn es mit dem Stillen richtig klappt und sich alles eingespielt hat, ist es sicher weniger zeitaufwändig.

Ich hätte wirklich gerne gestillt und frage mich immer, ob ich nicht zu früh aufgegeben habe und bereue es auch ein klein wenig. An eine Relaktation trau ich mich aber irgendwie nicht richtig ran

Eine Sache noch, die mir aber am Herzen liegt, weil jemand schrieb, Flaschenkinder müssten weinen, bis man die Flasche gemach hat. Unsere Maus muss nicht weinen. Sie zeigt genauso Anzeichen, dass sie was möchte, wie Kinder die gestillt werden. Wir machen dann direkt eine Flasche und füttern sie. Ohne weinen. Nachts wache ich auch schon von ihrem Schmatzen auf und mach direkt das Fläschchen. Ich geb es ihr dann manchmal zwar nicht direkt, weil sie selbst noch nicht wirklich wach genug ist zum trinken. Aber es steht dann bereit und wenn sie dann 15 Minuten später aufwacht, gehts direkt los
Darwin27
10550 Beiträge
23.10.2017 21:03
Für mich war schon immer klar, dass ich stille. Es spricht einfach gar nichts dagegen in meinen Augen. Das Anlegen hat bei uns auch ohne Hilfe gleich gut geklappt - ich habe 8 Monate gestillt und war ganz glücklich damit.

Ich habe keine anderen Beiträge gelesen - bin heute nicht auf Adrenalin aus
Princess2016
408 Beiträge
23.10.2017 21:12
Stillen ist das schönste und innigste auf der Welt.
Dieser Spruch stimmt allemal.

Für jemanden wie mich, wäre das auch die erste Wahl gewesen, aber hätte sollen nicht sein. Ich konnte nicht stillen und hatte nur die Möglichkeit von Anfang an die Aptamil Pre zu geben und auch danach noch.

In der Klinik habe ich es versucht, getan, probiert auch mit Hilfe einer Hebammenkrankenschwester. Aber meine Brust wollte partout keine Milch hergeben. 1 kleiner minimaler Tropfen pro Brust. Wie soll da Kind satt werden.

Ich hoffe und wünsche es mir sehnlichst bei dem zweiten Kind. Hab aber auch die Zeit mit der Flasche nicht bereut, trotz alldem war die Bindung innig und liebevoll und auch der Papa konnte davon Kenntnis nehmen.
Katheryna
3067 Beiträge
23.10.2017 21:24
Mein Kleiner bekommt jetzt teilweise auch noch das Fläschchen. Stillen wird hier immer mehr eingestellt. Er trinkt doch noch sehr viel... und ich mag (leider) nicht mehr. Ich weiß auch nicht, warum. Ist einfach so ein Gefühl/Drang, dass es jetzt einfach genug ist.
Allerdings hat mir heute das Pulvermilch kaufen auch nicht gefallen... vielleicht bilde ich es mir auch nur ein, da ich ja eigentlich stille/gestillt habe, aber ich kam mir irgendwie etwas verurteilt vor an der Kasse... .
AchHallo
6 Beiträge
23.10.2017 21:28
Ich hatte das große Glück, ein Kind zu haben, dass sofort mit der Brust zurechtkam und mir auch keinerlei Schmerzen zugefügt hat. Spucken und Lätzchen waren dadurch auch nie ein Thema. Ein echtes Anfängerbaby eben.
In den ganzen 7 Monaten, bis ich abgestillt habe, war es nur 2x nötig, ein Fläschchen zuzufüttern, weil sie einen Wachstumsschub hatte.
Finanziell natürlich überaus praktisch
In der Hebammengruppe, die ich besucht habe, gab es alle Varianten und Zeiträume, in denen gestillt wurde, oder auch eben nicht.
Für mich war ein großer Vorteil, mit dem Kind am Bauch unterwegs sein zu können, ohne große Taschen mit Fläschchen und so mitzutragen.
Allerdings war es die beiden Male, die wir ein Fläschchen benutzten, natürlich wahnsinnig schön, zu sehen, wie der Papa es genossen hat, auch mal Nahrung geben zu können.
24.10.2017 07:18
Vielen Dank euch erstmal für die vielen Beiträge und Meinungen! ich versuche diese Woche noch was auf die Beine zu stellen. Es werden wohl aber 2 Storys werden. Getrennt nach Flasche und Stillen. Damit nichts untergeht.

Nun noch ein kleines Wort am Rande! Bei einigen Flaschemamas habe ich gelesen das sie gerne gestillt hätten, es aber aus verschiedenen Gründen nicht klappen wollte. Falls das Thema bei euch nochmal relevant wird - holst euch schon während der SS Hilfe. Stillberaterinnen (ehrenamtlich und kostenlos von LLL und AFS; kostenpflichtig aber mit mehr medizinischen Input sind IBCLCs und DAIS) beraten teilweise schon während der SS und kommen sogar ins KH um das erste anlegen zu üben. Wir betreuuen solange wir gebraucht werden. Da wir uns auf das Stillen spezialisiert haben sind wir immer up to date und kennen uns oftmals besser aus als Hebammen (das soll keine Kritik sein, Hebammen decken so viele Felder ab das sie gar nicht überall Experte sein können).

Traut euch und kommt auf uns zu! Wenn ihr niemanden in der Nähe habt, hier im Forum sind einige unterwgs (LIttleOne, Campina, Schaf, Mauselle, ich (JuniorsMama glaube auch) . wir können auch vermitteln!!

24.10.2017 08:00
Hier im Umfeld, geht der Trend gegen das stillen. Aber meist von jüngeren um die 20-25. wie bei meiner Schwägerin zb. Für sie war das erste im kkh die abstilltabletten. War da auch damals geschockt auf ihrer babyparty, waren nur junge Mädels. Und alle haben ihr gesagt wie unabhängig man doch ist. Der eigentliche Grund war wohl Ihr Brustpiercing welches sie nicht rausnehmen wollte. Von meinen Freundinnen war die längste meine ich 1 Jahr. Der Rest 3-6 Monate.
23.11.2017 09:48
Dieser Thread passt bei uns gerade, wie die Faust aufs Auge.

Unsere Kleine ist Anfangs Oktober geboren und das Stillen klappte von Anfang an sehr gut. Sie ist nicht unser erstes Kind und auch die anderen habe ich je 6 Monate voll gestillt. Ich habe das genossen, stillen gehörte für mich einfach zum Kinder kriegen mit dazu.

So, leider ging es bei uns nicht so traumhaft weiter, denn als die Maus 4 Wochen alt war, bekam ich eine Lungenentzündung, ich war mehr tot als lebendig. Zur Behandlung bekam ich sehr starkes Antibiotika und musste infolge dessen Abstillen.

Die Kleine hat die Flasche glücklicherweise sofort akzeptiert. Als ich allerdings aus dem KOH nach Hause kam, hatte ich ganz schön daran zu knabbern, dass ich mein Kind jetzt nicht mehr selbst ernähren könnte, dass die Milch weg war.

Ich wusste zwar vom Verstand her, dass es die einzige Möglichkeit war, denn das Baby durfte das Antibiotika definitiv nicht abbekommen, aber gefühlsmäßig könnte ich zuerst gar nicht damit umgehen.

Langsam sehe ich aber auch die Vorteile der Flasche. Mein Mann kann die Nachtschicht übernehmen, damit ich mich noch erholen kann, mein Körper "gehört" wieder mir, ich kann besser zu Kräften kommen (habe durch Geburt und Krankheit in 5 Wochen 10 kg abgenommen).

Mittlerweile habe ich auch Verständnis für Mütter, die nicht stillen, aber für mich wäre es dennoch immer erste Wahl.
23.11.2017 09:57
Zitat von mia85:

Dieser Thread passt bei uns gerade, wie die Faust aufs Auge.

Unsere Kleine ist Anfangs Oktober geboren und das Stillen klappte von Anfang an sehr gut. Sie ist nicht unser erstes Kind und auch die anderen habe ich je 6 Monate voll gestillt. Ich habe das genossen, stillen gehörte für mich einfach zum Kinder kriegen mit dazu.

So, leider ging es bei uns nicht so traumhaft weiter, denn als die Maus 4 Wochen alt war, bekam ich eine Lungenentzündung, ich war mehr tot als lebendig. Zur Behandlung bekam ich sehr starkes Antibiotika und musste infolge dessen Abstillen.

Die Kleine hat die Flasche glücklicherweise sofort akzeptiert. Als ich allerdings aus dem KOH nach Hause kam, hatte ich ganz schön daran zu knabbern, dass ich mein Kind jetzt nicht mehr selbst ernähren könnte, dass die Milch weg war.

Ich wusste zwar vom Verstand her, dass es die einzige Möglichkeit war, denn das Baby durfte das Antibiotika definitiv nicht abbekommen, aber gefühlsmäßig könnte ich zuerst gar nicht damit umgehen.

Langsam sehe ich aber auch die Vorteile der Flasche. Mein Mann kann die Nachtschicht übernehmen, damit ich mich noch erholen kann, mein Körper "gehört" wieder mir, ich kann besser zu Kräften kommen (habe durch Geburt und Krankheit in 5 Wochen 10 kg abgenommen).

Mittlerweile habe ich auch Verständnis für Mütter, die nicht stillen, aber für mich wäre es dennoch immer erste Wahl.


da das abstillen bei dir noch nicht so lange her ist wäre vielleicht auch eine Relaktaion was für dich, sofern der wunsch des stillens noch besteht.
23.11.2017 10:42
Ich hatte versucht bei allen 3 Kinder zu stillen. Da ich aber bei jeden Probleme hatte, habe ich abgepumpt. Ich hatte aber bei jedem Kind weniger Milch und bin ich dann auf Flaschennahrung umgestiegen Wir hatten nie Umstellungsprobleme gehabt. Bei der kleinen will ich gleich abpumpen und dann auf Flaschennahrung gehen sobald meine Milch zu wenig wird. Bei Vincent konnte ich nur 2 Wochen Milch geben.
23.11.2017 10:45
Zitat von kati369:

Ich hatte versucht bei allen 3 Kinder zu stillen. Da ich aber bei jeden Probleme hatte, habe ich abgepumpt. Ich hatte aber bei jedem Kind weniger Milch und bin ich dann auf Flaschennahrung umgestiegen Wir hatten nie Umstellungsprobleme gehabt. Bei der kleinen will ich gleich abpumpen und dann auf Flaschennahrung gehen sobald meine Milch zu wenig wird. Bei Vincent konnte ich nur 2 Wochen Milch geben.


wie sahen denn die Probleme aus? attest du damals eine Stillberaterin an deiner Seite?
23.11.2017 10:55
Zitat von NiAn:

Zitat von kati369:

Ich hatte versucht bei allen 3 Kinder zu stillen. Da ich aber bei jeden Probleme hatte, habe ich abgepumpt. Ich hatte aber bei jedem Kind weniger Milch und bin ich dann auf Flaschennahrung umgestiegen Wir hatten nie Umstellungsprobleme gehabt. Bei der kleinen will ich gleich abpumpen und dann auf Flaschennahrung gehen sobald meine Milch zu wenig wird. Bei Vincent konnte ich nur 2 Wochen Milch geben.


wie sahen denn die Probleme aus? attest du damals eine Stillberaterin an deiner Seite?


Mein 1. Kind hat mir die Brustwarzen Blutig gebissen.
Mein 2. Kind wollte absolut nicht an die Brust. War ihm zu anstrengend. Im Nachhinein haben wir erfahren das er einen Herzfehler hat und bei jedem trinken geschwitzt hatte.
Mein 3. Kind war dir Brustwarze zu groß und durch seinen frühen Dickkopf wollte er nur die Flasche.
Stillberaterin hatte ich keine, die Schwestern im KH hatten mir damals versucht zu helfen. Hat aber nicht geklappt.
23.11.2017 11:04
Zitat von kati369:

Zitat von NiAn:

Zitat von kati369:

Ich hatte versucht bei allen 3 Kinder zu stillen. Da ich aber bei jeden Probleme hatte, habe ich abgepumpt. Ich hatte aber bei jedem Kind weniger Milch und bin ich dann auf Flaschennahrung umgestiegen Wir hatten nie Umstellungsprobleme gehabt. Bei der kleinen will ich gleich abpumpen und dann auf Flaschennahrung gehen sobald meine Milch zu wenig wird. Bei Vincent konnte ich nur 2 Wochen Milch geben.


wie sahen denn die Probleme aus? attest du damals eine Stillberaterin an deiner Seite?


Mein 1. Kind hat mir die Brustwarzen Blutig gebissen.
Mein 2. Kind wollte absolut nicht an die Brust. War ihm zu anstrengend. Im Nachhinein haben wir erfahren das er einen Herzfehler hat und bei jedem trinken geschwitzt hatte.
Mein 3. Kind war dir Brustwarze zu groß und durch seinen frühen Dickkopf wollte er nur die Flasche.
Stillberaterin hatte ich keine, die Schwestern im KH hatten mir damals versucht zu helfen. Hat aber nicht geklappt.


Such dir bitte, bitte eine in deiner Nähe. Die Probleme die du hattest (mal abgesehen vom Herzfehler) wären alle mit fachmännischer Hilfe zu bewerkstelligen gewesen. Falls du das stillen noch nicht ganz aufgegeben hast, such dir jetzt schon jemanden der die hilft, es wäre doch echt schade das die Stillbeziehung wegen falscher Beratung nicht zustande kommt. Gerne helf ich dir auch per PN jemanden zu finden
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