Mütter- und Schwangerenforum

WeLove(ly)Books - Buch des Monats

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Geri
11952 Beiträge
17.04.2014 11:06
Zitat von Würmeli:

merkwürdigerweise habe ich das buch genau so empfunden, wie du es dir gewünscht hättest.

für mich gab es keinen "sanften abschied". der abschied zwischen eliza und josh war wahnsinnig emotional und voll mit geballter trauer und gefühlen. aber eben ohne worte. ich hab die gefühle mehr hinter dem text gespürt, sie mussten für mich nicht gesagt werden.

und ich hatte auch zu 100% das gefühl, dass sie nur wieder zurück geht, weil sie festgestellt hat, dass sie das alles nicht braucht. dass es toll war, es zu erleben, aber dass es nicht ihr leben ist, nicht das was sie in sich drin ist wiederspiegelt und dass sie lieber so leben möchte wie sie aufgewachsen ist. ich hatte nicht das gefühl, dass sie vor etwas davon läuft oder dass diese "kleine sache" mit der wissenschaftlichen arbeit der auslöser war.

--> märzschnee
Nichtsdestotrotz waren die Fehlverhalten der anderen ja der Auslöser für ihre Erkenntnis, dass die Menschen Zuhause ihr gut tun und sie gehen will.
Aber es ist bei mir beim Lesen sowieso nicht immer alles rational zu erklären, sondern es war einfach so, dass ich mich lange Zeit sehr wohl mit dem Buch gefühlt habe und irgendwann im 4. Abschnitt gemerkt habe, dass ich mich zu langweilen anfange. Und am Ende war ich dann richtig enttäuscht und fand es auch viel zu abgehackt.
Würmeli
3932 Beiträge
17.04.2014 11:44
Zitat von Geri:

Zitat von Würmeli:

merkwürdigerweise habe ich das buch genau so empfunden, wie du es dir gewünscht hättest.

für mich gab es keinen "sanften abschied". der abschied zwischen eliza und josh war wahnsinnig emotional und voll mit geballter trauer und gefühlen. aber eben ohne worte. ich hab die gefühle mehr hinter dem text gespürt, sie mussten für mich nicht gesagt werden.

und ich hatte auch zu 100% das gefühl, dass sie nur wieder zurück geht, weil sie festgestellt hat, dass sie das alles nicht braucht. dass es toll war, es zu erleben, aber dass es nicht ihr leben ist, nicht das was sie in sich drin ist wiederspiegelt und dass sie lieber so leben möchte wie sie aufgewachsen ist. ich hatte nicht das gefühl, dass sie vor etwas davon läuft oder dass diese "kleine sache" mit der wissenschaftlichen arbeit der auslöser war.

--> märzschnee
Nichtsdestotrotz waren die Fehlverhalten der anderen ja der Auslöser für ihre Erkenntnis, dass die Menschen Zuhause ihr gut tun und sie gehen will.
Aber es ist bei mir beim Lesen sowieso nicht immer alles rational zu erklären, sondern es war einfach so, dass ich mich lange Zeit sehr wohl mit dem Buch gefühlt habe und irgendwann im 4. Abschnitt gemerkt habe, dass ich mich zu langweilen anfange. Und am Ende war ich dann richtig enttäuscht und fand es auch viel zu abgehackt.


auch wenn ich bei diesem buch ganz anderer ansicht bin (rein subjektiv), kann uich das schon nachvollziehen. bei mir ist das auch so eine gefühlssache. auch meien bewertung versuche ich zwar immer zu erklären, aber letztlich ist es ein gefühl mit dem ein buch mich zurück lässt, und das lässt sich halt nicht rational erklären.
21.04.2014 21:11
Ich möchte jetzt abschließend noch etwas zu dem Buch sagen. Achtung Spoiler , ich schreibe einfach mal wild drauf los.

Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen. Ich empfinde die Amische Lebensweise als echten "Fortschritt". In einer Welt, in der jeder nur an sich denkt, gibt es wirklich noch Gemeinden die zusammen halten und auf sich Acht geben. Das finde ich ganz toll. Auch finde ich gut, dass jeder für sich selbst entscheiden darf, ob er die Taufe vollziehen möchte oder nicht.

Den Schreibstil fand ich bis zum Schluss, sehr flüssig, ich habe mich nie gelangweilt und habe sehr viele Tränen vergossen. Mich haben die Erzählungen aus der Vergangeheit wirklich berührt und auch die Zerissenheit von Eliza, wie ihr Leben nun weitergeht, hat mich zum heulen gebracht.

Ich konnte bis zum Schluss nicht erahnen, in welcher Welt sie weiterleben möchte. Irgendwie war das ein richtiges Dilemma. Bei jeder Entscheidung die sie getroffen hätte, hätte sie etwas verloren und hat es ja dann auch. Aber sie hat auch sehr viel gewonnen.

Das Buch hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Ich musste viel über unsere Lebensweise nachdenken. Wie wir mit uns als Menschen umgehen, wie unsere Gemeinschaft funktioniert und wie Technik die Welt verändert. Was sie kann und wie sie uns hilft, aber auch welcher Fluch sie manchmal sein kann.

Für mich jedenfalls ein tolles Buch, welches Spuren hinterlassen hat. Ich bin froh, es gelesen zu haben.
Seramonchen
37809 Beiträge
27.04.2014 09:03
Ich habe noch 100 Seiten vor mir und mir geht es wie lovely. Ich denke viel über unsere Lebensweise nach und würde gerne auch mal eine rumspringa bei den amish erleben
Seramonchen
37809 Beiträge
03.05.2014 21:24
Soooo meine Rezi ist online
HibiscusFlower
9726 Beiträge
05.05.2014 09:11
Nachdem heute schon der 05. Mai ist, stelle ich doch mal das Clubbuch, ausgesucht von dem Mäh, für den Monat Mai vor

Er weiß genau, welches Buch welche Krankheit der Seele lindert: Der Buchhändler Jean Perdu verkauft auf seinem Bücherschiff »pharmacie littéraire« Romane wie Medizin fürs Leben. Nur sich selbst weiß er nicht zu
heilen, seit jener Nacht vor einundzwanzig Jahren, als die schöne Provenzalin Manon ging, während er schlief.
Sie ließ nichts zurück außer einem Brief – den Perdu nie zu lesen wagte. Bis zu diesem Sommer. Dem Sommer, der alles verändert und Monsieur Perdu aus der kleinen Rue Montagnard auf eine Reise in die Erinnerung führt, in das Herz der Provence und zurück ins Leben.


Einteilung der Leseabschnitte:

Kapitel 1 - 11
Kapitel 12 -22
Kapitel 23 - 33
Kapitel 34 - Epilog
Rezepte - hat jemand eines davon ausprobiert ?
Gedanken zur "Notfallapo"

12.05.2014 07:14
So, Ich bin fertig...
Ich kann nun gar nichts zu den einzelnen Kapiteln sagen, weil Ich das Buch gleich weiter schicke. Aber Ich habe mir einige Stellen markiert, weil ich die echt schön fand
"und jeder Fehler war sinnvoll, wenn man ihn aus Überzeug tat (...) Wer verlassen wurde,musste durch Schweigen antworten. Er durfte dem der ging, nichts mehr geben, musste sich verschliessen, so, wie der andere sich einer Zukunft verschloss, ja genauso war das."
Aber insgesamt war es ein sehr schönes Buch in dem einfach viel über das Leben steckt, schöne Wortspinnereien Zitronenkuss, Wunschlichkeit. Als etwas schleppend wurde taucht Samy auf, die fand Ich super!
"SPOILER"
Zum Ende wars dann etwas zu viel Liebesschnulz, das triefte schon etwas, sind dann aber auch nur die letzten 30 Seiten, also das ging.
Und Lavendeleis muss Ich natürlich mal ausprobieren
12.05.2014 07:23
Die Gefühle in der Notfallapotheke sin schön. Perdu macht unterschiede beim Heimweh zb Geborgenheitsverlangen, Familiennostalgie, Abschiedsangst oder Liebessehnsucht. Die Apotheke ist süß und feinsinnig durchdacht und mir helfen Bücher wirklich, vielleicht nicht in dem Ausmaß aber Ich habe auch keinen Seelenleser, als Bibliothekaren
Hier regnet es und Ich bin gedanklich in Südfrankreich, zum Ende packte mich doch arg das Sehnsuchtsfernweh nach dem nassblauen Meer
18.05.2014 11:15
Ich bin auf Seite 62, aber bis jetzt packt es mich nicht wirklich. Das Thema finde ich eigentlich sehr schön, ein Buchhändler, der für jeden das richtige Buch aussucht und somit seelische verletzungen heilt.
Aber ich glaube, es ist so bisschen der stil, dermir nciht gefällt. Er erinnert mich irgendwie an eine Schullektüre
HibiscusFlower
9726 Beiträge
18.05.2014 11:44
Zitat von Juliyah09:

Ich bin auf Seite 62, aber bis jetzt packt es mich nicht wirklich. Das Thema finde ich eigentlich sehr schön, ein Buchhändler, der für jeden das richtige Buch aussucht und somit seelische verletzungen heilt.
Aber ich glaube, es ist so bisschen der stil, dermir nciht gefällt. Er erinnert mich irgendwie an eine Schullektüre


21.05.2014 16:50
Ja liest denn sonst keiner mit?

Also ich kann vermelden, dass das Buch im 2.Abschnitt deutlich besser wird, jetzt lese ich es ganz gerne. Endlich wacht der etwas farblose Monsieur Perdu auf und macht etwas völlig unerwartetes . bin gespannt wie es weitergeht...
Aduja
28754 Beiträge
22.05.2014 09:00
Ich hab gestern angefangen.
HibiscusFlower
9726 Beiträge
22.05.2014 09:46
Zitat von Aduja:

Ich hab gestern angefangen.


Und ich habe es mir für heute rausgelegt
HibiscusFlower
9726 Beiträge
22.05.2014 21:42
Ich hänge seit 10min beim ersten Kapitel fest. Da wird Monsieur Perdu im Treppenhaus angeschwätzt...von der Nachbarin, die von einer neuen Nachbarin erzählt, die wiederum nichts hat. Und auf einmal wühlt er irgendwo drin rum und ich weiss gar nicht, wo und wie er da hingekommen ist, weil mir entweder Zeilen vorloren gegangen sind oder ich die Lücke einfach nur nicht kapiere.
Kann mir das jemand erklären ?
HibiscusFlower
9726 Beiträge
22.05.2014 22:56
Abschnitt 1:

Die Rue Montagnard No. 27 hat ja sehr viel zu bieten. Sehr viel Leben...schön, traurig, einsam, verletzt, neugierig + Jean Perdu, sein Talent, das richtige Buch für seine Mitmenschen auszuwählen und natürlich die Bücher an sich.

Nachricht von Catherine: kommen sie heute Abend zu mir zum Essen.
Könne Sie kochen ? Ich nicht

Na das entlockte ja nicht nur Jean ein Schmunzeln. Ähnlich erging es mir bei dem Männergespräch mit seinem Dad.

Perdu hat ganze 20 Jahre verloren. Er hat still, aber heftig geliebt, diese Liebe hat ihn verlassen und alles, was ihn ausgemacht hat, mitgenommen oder so. Da ist nichs geblieben..Leere, Wut...sein Leben war vorbei und seine bloße Existenz begann.
Bücher waren, sind und werden wohl immer Bücher sein.
Es ist faszinierend, wie er Bücher und Leser zusammenbringt.

Der Einzug von Catherine, der Abend mit ihr, die Gespräche, das besondere Gefühl - die beiden können sich offensichtlich etwas geben. Fragt sich nur was

Dies sind die Dinge, die mir positiv von dem Leseabschnitt zurückgeblieben sind. Der Rest bietet mir einfach zu viel Input, der mich zum Querlesen verleitet.
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