Dreijährige "so schlimm wie 3 Jungs".. Hilfe, ich komm an meine pädagogischen Grenzen
19.10.2018 08:49
Zitat von Roxytwo:
Auf jeden Fall zehren die täglichen Geschichten ausm Kindergarten zusätzlich noch an den Nerven. Gestern erzählte mir die Erzieherin erst wieder, dass Vio die (allesamt älteren) Jungs in der Bauecke aufgemischt hat, bis 3 von denen bitterlich geweint hätten. Viola wäre wohl nur dagestanden und hätte die Jungs ausgelachtmit 3? Kann das überhaupt sein? Und vor allem - wie kann es in einer Kindergartengruppe soweit kommen, dass da keine Erzieherin dazwischen geht?
Ein paar der Kinder haben sogar schon Angst vor meiner Tochter und schließen sie demnach total aus. Und sie versteht einfach nicht, wieso. Sie findet keinen anderen Zugang zu den Kindernich weiß nicht, wie viele (kindgerechte) Gespräche wir mit ihr darüber schon geführt haben.. es bringt einfach alles nichts. Sie weint bitterlich, weil niemand mit ihr spielen möchte.. und dennoch höre ich am nächsten Tag die nächsten Geschichten. Ich nehme schon immer meinen Mann mit, der die Kleine noch kurz betüddelt, während ich mich mit den Erzieherinnen unterhalte, damit sie das nicht so mitbekommt.
Sie fängt auch schon das Schwindeln an.. beharrt darauf, dass die anderen angefangen hätte, sie zu ärgern und sie sich dann gewehrt hätte - von den Erzieherinnen höre ich allerdings, dass das Ganze definitiv von ihr ausgeht. Sie zieht sich Geschichten aus der Nase, um besser dazustehen (andere Kinder hätten sie in den Geräteschuppen gelockt mit der Aussage, ich würde da drin auf sie warten, und hätten sie dann darin eingesperrt.. die Erzieherinnen sagen, "kann ja gar nicht sein, der ist immer abgeschlossen und nur wir haben den Schlüssel")
Sie weiß, dass sie nicht hauen soll, und dennoch - sobald sie sich ungerecht behandelt fühlt, schließt sich ihr Verstand kurz und sie haut zu. Obwohl sie weiß, dass sie erst mal "Nein! Lass mich in Ruhe!" oder dergleichen sagen soll. Ach ich weiß auch nicht. Ich überlege schon, sie aus dem KiGa rauszunehmen, bis wir genaueres wissen. Die tagtäglichen Wein- und Sachgeschichten aus dem KiGa ziehen mich wirklich runter. Zumal sie zu Hause echt anders ist.
Oder einen andere Kindergarten suchen. Vielleicht einen Waldorf oder Montessori, einen, in dem die Kinder so sein können, wie sie sind und weniger beschnitten werden. Das beeinflusst auch das Verhalten der Kinder nachweislich und könnte das ein oder andere Verhaltensproblem einfach so aus der Welt schaffen, weil dein Kind zufriedener ist. Wenn du die Möglichkeit hast, dann würde ich das wohl tun. Im Moment macht Kiga ja irgendwie alle unzufrieden. Dich, weil du dir Sorgen machst, die Erzieherinnen, weil dein Kind einfach anders tickt und nicht zuletzt deine Tochter, die einfach kreuzunglücklich ist, weil sie eben niemand versteht und das in aggressiven Verhalten zeigt.
19.10.2018 08:53
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:
Zitat von Roxytwo:
Auf jeden Fall zehren die täglichen Geschichten ausm Kindergarten zusätzlich noch an den Nerven. Gestern erzählte mir die Erzieherin erst wieder, dass Vio die (allesamt älteren) Jungs in der Bauecke aufgemischt hat, bis 3 von denen bitterlich geweint hätten. Viola wäre wohl nur dagestanden und hätte die Jungs ausgelachtmit 3? Kann das überhaupt sein? Und vor allem - wie kann es in einer Kindergartengruppe soweit kommen, dass da keine Erzieherin dazwischen geht?
Ein paar der Kinder haben sogar schon Angst vor meiner Tochter und schließen sie demnach total aus. Und sie versteht einfach nicht, wieso. Sie findet keinen anderen Zugang zu den Kindernich weiß nicht, wie viele (kindgerechte) Gespräche wir mit ihr darüber schon geführt haben.. es bringt einfach alles nichts. Sie weint bitterlich, weil niemand mit ihr spielen möchte.. und dennoch höre ich am nächsten Tag die nächsten Geschichten. Ich nehme schon immer meinen Mann mit, der die Kleine noch kurz betüddelt, während ich mich mit den Erzieherinnen unterhalte, damit sie das nicht so mitbekommt.
Sie fängt auch schon das Schwindeln an.. beharrt darauf, dass die anderen angefangen hätte, sie zu ärgern und sie sich dann gewehrt hätte - von den Erzieherinnen höre ich allerdings, dass das Ganze definitiv von ihr ausgeht. Sie zieht sich Geschichten aus der Nase, um besser dazustehen (andere Kinder hätten sie in den Geräteschuppen gelockt mit der Aussage, ich würde da drin auf sie warten, und hätten sie dann darin eingesperrt.. die Erzieherinnen sagen, "kann ja gar nicht sein, der ist immer abgeschlossen und nur wir haben den Schlüssel")
Sie weiß, dass sie nicht hauen soll, und dennoch - sobald sie sich ungerecht behandelt fühlt, schließt sich ihr Verstand kurz und sie haut zu. Obwohl sie weiß, dass sie erst mal "Nein! Lass mich in Ruhe!" oder dergleichen sagen soll. Ach ich weiß auch nicht. Ich überlege schon, sie aus dem KiGa rauszunehmen, bis wir genaueres wissen. Die tagtäglichen Wein- und Sachgeschichten aus dem KiGa ziehen mich wirklich runter. Zumal sie zu Hause echt anders ist.
Oder einen andere Kindergarten suchen. Vielleicht einen Waldorf oder Montessori, einen, in dem die Kinder so sein können, wie sie sind und weniger beschnitten werden. Das beeinflusst auch das Verhalten der Kinder nachweislich und könnte das ein oder andere Verhaltensproblem einfach so aus der Welt schaffen, weil dein Kind zufriedener ist. Wenn du die Möglichkeit hast, dann würde ich das wohl tun. Im Moment macht Kiga ja irgendwie alle unzufrieden. Dich, weil du dir Sorgen machst, die Erzieherinnen, weil dein Kind einfach anders tickt und nicht zuletzt deine Tochter, die einfach kreuzunglücklich ist, weil sie eben niemand versteht und das in aggressiven Verhalten zeigt.
das würde ich außerordentlich gerne. Aber wir haben kein zweites Auto, und der nächste Ort mit Kindergarten ist 5 km weiter weg. Ein zweites Auto ist momentan auch einfach nicht drin
Eine Alternative wäre, auf einen Platz in einem Heilpädagogischen KiGa zu hoffen (was wieder am ollen Gesundheitsamt hängen wird).. da würde sie abgeholt werden. Da hätten die Betreuer nochmal andere Möglichkeiten, auf sie einzugehen. Aber ob das dann das Richtige für sie wäre? Ich hab keine Ahnung
den Montessori-KiGa hat uns der Neurologe auch empfohlen. Aber zum Einen sind da die Plätze heiß begehrt und zum Anderen ist da der Nächste eine halbe Autofahrstunde entfernt
Ich möchte doch einfach nur, dass es ihr endlich wieder gut geht
19.10.2018 08:56
Puh, das mit den Geschichten aus dem Kindergarten ist wirklich schwierig. Meine erste Idee gerade ist, ob sich deine Maus vielleicht einfach nicht mit den Kindern versteht. Und das meine ich wörtlich! Wenn sie tatsächlich vom Kopf her weiter ist als die anderen kann es ja sein, dass sie sich auch weniger kindlich ausdrückt. Wie sieht es denn bei den Erwachsenen aus? Hat sie Probleme Gefühle einzuordnen? Oder ist sie besonders gefühlsstark? Je nachdem wie sie so ist, muss man vielleicht anders an dieses Problem herangehen.
Meine Große zum Beispiel ordne ich als gefühlsstark ein. Oder anders gesagt: himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. Sie lebt alle Gefühle sehr intensiv. Und wir hatten auch sehr lange große Probleme mit dem Kindergarten. In den letzten Wochen wurde uns nochmal deutlich, dass eine Erzieherin sie morgens immer etwas überfahren hat. Sie sollte gleich die Hand geben und guten Morgen sagen. Das haben wir angesprochen und seit die Erzieherin meiner Großen die Zeit lässt, damit sie in ihrem Tempo ankommen und alle begrüßen kann, geht es praktisch problemlos.
Lage Worte, kurzer Sinn: Vielleicht gibt es ja einen kleinen Auslöser, der schon ganz viel ausmacht.
Meine Große zum Beispiel ordne ich als gefühlsstark ein. Oder anders gesagt: himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. Sie lebt alle Gefühle sehr intensiv. Und wir hatten auch sehr lange große Probleme mit dem Kindergarten. In den letzten Wochen wurde uns nochmal deutlich, dass eine Erzieherin sie morgens immer etwas überfahren hat. Sie sollte gleich die Hand geben und guten Morgen sagen. Das haben wir angesprochen und seit die Erzieherin meiner Großen die Zeit lässt, damit sie in ihrem Tempo ankommen und alle begrüßen kann, geht es praktisch problemlos.
Lage Worte, kurzer Sinn: Vielleicht gibt es ja einen kleinen Auslöser, der schon ganz viel ausmacht.
19.10.2018 09:00
Zitat von Roxytwo:
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:
Zitat von Roxytwo:
Auf jeden Fall zehren die täglichen Geschichten ausm Kindergarten zusätzlich noch an den Nerven. Gestern erzählte mir die Erzieherin erst wieder, dass Vio die (allesamt älteren) Jungs in der Bauecke aufgemischt hat, bis 3 von denen bitterlich geweint hätten. Viola wäre wohl nur dagestanden und hätte die Jungs ausgelachtmit 3? Kann das überhaupt sein? Und vor allem - wie kann es in einer Kindergartengruppe soweit kommen, dass da keine Erzieherin dazwischen geht?
Ein paar der Kinder haben sogar schon Angst vor meiner Tochter und schließen sie demnach total aus. Und sie versteht einfach nicht, wieso. Sie findet keinen anderen Zugang zu den Kindernich weiß nicht, wie viele (kindgerechte) Gespräche wir mit ihr darüber schon geführt haben.. es bringt einfach alles nichts. Sie weint bitterlich, weil niemand mit ihr spielen möchte.. und dennoch höre ich am nächsten Tag die nächsten Geschichten. Ich nehme schon immer meinen Mann mit, der die Kleine noch kurz betüddelt, während ich mich mit den Erzieherinnen unterhalte, damit sie das nicht so mitbekommt.
Sie fängt auch schon das Schwindeln an.. beharrt darauf, dass die anderen angefangen hätte, sie zu ärgern und sie sich dann gewehrt hätte - von den Erzieherinnen höre ich allerdings, dass das Ganze definitiv von ihr ausgeht. Sie zieht sich Geschichten aus der Nase, um besser dazustehen (andere Kinder hätten sie in den Geräteschuppen gelockt mit der Aussage, ich würde da drin auf sie warten, und hätten sie dann darin eingesperrt.. die Erzieherinnen sagen, "kann ja gar nicht sein, der ist immer abgeschlossen und nur wir haben den Schlüssel")
Sie weiß, dass sie nicht hauen soll, und dennoch - sobald sie sich ungerecht behandelt fühlt, schließt sich ihr Verstand kurz und sie haut zu. Obwohl sie weiß, dass sie erst mal "Nein! Lass mich in Ruhe!" oder dergleichen sagen soll. Ach ich weiß auch nicht. Ich überlege schon, sie aus dem KiGa rauszunehmen, bis wir genaueres wissen. Die tagtäglichen Wein- und Sachgeschichten aus dem KiGa ziehen mich wirklich runter. Zumal sie zu Hause echt anders ist.
Oder einen andere Kindergarten suchen. Vielleicht einen Waldorf oder Montessori, einen, in dem die Kinder so sein können, wie sie sind und weniger beschnitten werden. Das beeinflusst auch das Verhalten der Kinder nachweislich und könnte das ein oder andere Verhaltensproblem einfach so aus der Welt schaffen, weil dein Kind zufriedener ist. Wenn du die Möglichkeit hast, dann würde ich das wohl tun. Im Moment macht Kiga ja irgendwie alle unzufrieden. Dich, weil du dir Sorgen machst, die Erzieherinnen, weil dein Kind einfach anders tickt und nicht zuletzt deine Tochter, die einfach kreuzunglücklich ist, weil sie eben niemand versteht und das in aggressiven Verhalten zeigt.
das würde ich außerordentlich gerne. Aber wir haben kein zweites Auto, und der nächste Ort mit Kindergarten ist 5 km weiter weg. Ein zweites Auto ist momentan auch einfach nicht drinEine Alternative wäre, auf einen Platz in einem Heilpädagogischen KiGa zu hoffen (was wieder am ollen Gesundheitsamt hängen wird).. da würde sie abgeholt werden. Da hätten die Betreuer nochmal andere Möglichkeiten, auf sie einzugehen. Aber ob das dann das Richtige für sie wäre? Ich hab keine Ahnung
den Montessori-KiGa hat uns der Neurologe auch empfohlen. Aber zum Einen sind da die Plätze heiß begehrt und zum Anderen ist da der Nächste eine halbe Autofahrstunde entfernt
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Ich möchte doch einfach nur, dass es ihr endlich wieder gut geht![]()
Nein blos nicht. Die sind ja noch reglementierter. Würde ich keinesfalls tun. Ich denke, da würde es noch schlimmer werden.
Ich würde wirklich eher schauen, ob nicht doch ein 2. Auto geht. Mein Sohn hat einen kleinen Huyndai i10. Hat er sich so ausgesucht, weil er, so klein wie er ist, innen doch recht viel Platz bietet und man einigermaßen hoch sitzt. In der Unterhaltung ist der echt ein Witz. Ich zahle da 25,- Steuern im Jahr und monatlich 52,- Versicherung, wobei das eben nur so viel ist, weil Sohnemann ja Fahranfänger ist und mit vollen Prozenten einsteigt. Ist jedenfalls für die kleinen Wege ideal und wirklich günstig.
19.10.2018 09:10
Zitat von Aduja:
Puh, das mit den Geschichten aus dem Kindergarten ist wirklich schwierig. Meine erste Idee gerade ist, ob sich deine Maus vielleicht einfach nicht mit den Kindern versteht. Und das meine ich wörtlich! Wenn sie tatsächlich vom Kopf her weiter ist als die anderen kann es ja sein, dass sie sich auch weniger kindlich ausdrückt. Wie sieht es denn bei den Erwachsenen aus? Hat sie Probleme Gefühle einzuordnen? Oder ist sie besonders gefühlsstark? Je nachdem wie sie so ist, muss man vielleicht anders an dieses Problem herangehen.
Meine Große zum Beispiel ordne ich als gefühlsstark ein. Oder anders gesagt: himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. Sie lebt alle Gefühle sehr intensiv. Und wir hatten auch sehr lange große Probleme mit dem Kindergarten. In den letzten Wochen wurde uns nochmal deutlich, dass eine Erzieherin sie morgens immer etwas überfahren hat. Sie sollte gleich die Hand geben und guten Morgen sagen. Das haben wir angesprochen und seit die Erzieherin meiner Großen die Zeit lässt, damit sie in ihrem Tempo ankommen und alle begrüßen kann, geht es praktisch problemlos.
Lage Worte, kurzer Sinn: Vielleicht gibt es ja einen kleinen Auslöser, der schon ganz viel ausmacht.
Ja, davon gehen wir sehr stark aus. Allerdings ist unsere Kleine jetzt ja 3, und sie versteht sich auch nicht mit den älteren, 5-6 Jahre alten Kindern. Mit Erwachsenen hat sie weniger Probleme, auf diese geht sie auch ohne Scheu zu. Allerdings zählt sie anscheinend die beiden Erzieherinnen nicht wirklich zu den Erwachsenen
denn denen gegenüber verhält sie sich genauso "mies" wie den Kindern. Respekt ist da null zu sehen. Sie ignoriert sie, lacht sie aus, macht absichtlich genau das, was ihr von den beiden untersagt wurde, etc. Gefühlsstark ist unsere definitiv. Das ist das Einzige, was ich zu 100 % sagen kann - ich lese momentan Nora Imlau`s Buch zu der Thematik und finde Viola da wirklich sehr, sehr oft wieder. Leider helfen mir die Tipps und Tricks zum Umgang mit Vio nicht wirklich weiter - ich komme damit teilweise nicht an sie heran. Körperkontakt macht ihre Anfälle teilweise schlimmer, wenn ich sie erst mal in Ruhe lasse, bis sie sich beruhigt, weint sie auch nur noch doller. Ab und zu hilft es, wenn ich lauter werde, damit sie mich wahrnimmt - und ab und zu bekommt sie dann Angst
obwohl sie da absolut keinen Grund zu hat. Ich habe sie noch nie gehauen oder dergleichen
19.10.2018 09:16
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:
Zitat von Roxytwo:
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:
Zitat von Roxytwo:
Auf jeden Fall zehren die täglichen Geschichten ausm Kindergarten zusätzlich noch an den Nerven. Gestern erzählte mir die Erzieherin erst wieder, dass Vio die (allesamt älteren) Jungs in der Bauecke aufgemischt hat, bis 3 von denen bitterlich geweint hätten. Viola wäre wohl nur dagestanden und hätte die Jungs ausgelachtmit 3? Kann das überhaupt sein? Und vor allem - wie kann es in einer Kindergartengruppe soweit kommen, dass da keine Erzieherin dazwischen geht?
Ein paar der Kinder haben sogar schon Angst vor meiner Tochter und schließen sie demnach total aus. Und sie versteht einfach nicht, wieso. Sie findet keinen anderen Zugang zu den Kindernich weiß nicht, wie viele (kindgerechte) Gespräche wir mit ihr darüber schon geführt haben.. es bringt einfach alles nichts. Sie weint bitterlich, weil niemand mit ihr spielen möchte.. und dennoch höre ich am nächsten Tag die nächsten Geschichten. Ich nehme schon immer meinen Mann mit, der die Kleine noch kurz betüddelt, während ich mich mit den Erzieherinnen unterhalte, damit sie das nicht so mitbekommt.
Sie fängt auch schon das Schwindeln an.. beharrt darauf, dass die anderen angefangen hätte, sie zu ärgern und sie sich dann gewehrt hätte - von den Erzieherinnen höre ich allerdings, dass das Ganze definitiv von ihr ausgeht. Sie zieht sich Geschichten aus der Nase, um besser dazustehen (andere Kinder hätten sie in den Geräteschuppen gelockt mit der Aussage, ich würde da drin auf sie warten, und hätten sie dann darin eingesperrt.. die Erzieherinnen sagen, "kann ja gar nicht sein, der ist immer abgeschlossen und nur wir haben den Schlüssel")
Sie weiß, dass sie nicht hauen soll, und dennoch - sobald sie sich ungerecht behandelt fühlt, schließt sich ihr Verstand kurz und sie haut zu. Obwohl sie weiß, dass sie erst mal "Nein! Lass mich in Ruhe!" oder dergleichen sagen soll. Ach ich weiß auch nicht. Ich überlege schon, sie aus dem KiGa rauszunehmen, bis wir genaueres wissen. Die tagtäglichen Wein- und Sachgeschichten aus dem KiGa ziehen mich wirklich runter. Zumal sie zu Hause echt anders ist.
Oder einen andere Kindergarten suchen. Vielleicht einen Waldorf oder Montessori, einen, in dem die Kinder so sein können, wie sie sind und weniger beschnitten werden. Das beeinflusst auch das Verhalten der Kinder nachweislich und könnte das ein oder andere Verhaltensproblem einfach so aus der Welt schaffen, weil dein Kind zufriedener ist. Wenn du die Möglichkeit hast, dann würde ich das wohl tun. Im Moment macht Kiga ja irgendwie alle unzufrieden. Dich, weil du dir Sorgen machst, die Erzieherinnen, weil dein Kind einfach anders tickt und nicht zuletzt deine Tochter, die einfach kreuzunglücklich ist, weil sie eben niemand versteht und das in aggressiven Verhalten zeigt.
das würde ich außerordentlich gerne. Aber wir haben kein zweites Auto, und der nächste Ort mit Kindergarten ist 5 km weiter weg. Ein zweites Auto ist momentan auch einfach nicht drinEine Alternative wäre, auf einen Platz in einem Heilpädagogischen KiGa zu hoffen (was wieder am ollen Gesundheitsamt hängen wird).. da würde sie abgeholt werden. Da hätten die Betreuer nochmal andere Möglichkeiten, auf sie einzugehen. Aber ob das dann das Richtige für sie wäre? Ich hab keine Ahnung
den Montessori-KiGa hat uns der Neurologe auch empfohlen. Aber zum Einen sind da die Plätze heiß begehrt und zum Anderen ist da der Nächste eine halbe Autofahrstunde entfernt
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Ich möchte doch einfach nur, dass es ihr endlich wieder gut geht![]()
Nein blos nicht. Die sind ja noch reglementierter. Würde ich keinesfalls tun. Ich denke, da würde es noch schlimmer werden.
danke für den Tipp, so genau hab ich darüber nichts im Netz gefunden.
Ich würde wirklich eher schauen, ob nicht doch ein 2. Auto geht. Mein Sohn hat einen kleinen Huyndai i10. Hat er sich so ausgesucht, weil er, so klein wie er ist, innen doch recht viel Platz bietet und man einigermaßen hoch sitzt. In der Unterhaltung ist der echt ein Witz. Ich zahle da 25,- Steuern im Jahr und monatlich 52,- Versicherung, wobei das eben nur so viel ist, weil Sohnemann ja Fahranfänger ist und mit vollen Prozenten einsteigt. Ist jedenfalls für die kleinen Wege ideal und wirklich günstig.
Ich bin jetzt erst mal in Mutterschutz (Antrag ist noch nicht durch, obwohl ich den schon im Juli gestellt habe und nächsten Freitag entbinde). Da ich "nur" einen 450-Euro-Job habe/hatte, bekomme ich (glaub ich) lediglich eine Einmalzahlung von 210 Euro und durch die Arbeitszeiten meines Mannes muss ich ein Jahr Elternzeit machen. Da hoffe ich momentan noch auf den Mindestsatz von 300 Euro pro Monat, dann kämen wir mit dem zusätzlichen Kindergeld ungefähr aufs Gleiche raus wie momentan. Falls ich den Mindestsatz aber aufgrund meines Aushilfsjob nicht bekomme (auch da hab ich noch nichts wirklich aufschlussreiches gefunden), sieht es das nächste Jahr finanziell erst mal sehr, sehr düster aus. Dann kommen wir mit dem Gehalt meines Mannes gerade eben so über die Runden. Das zweite Kind war eigentlich auch erst für später geplant, wenn mein Mann seinen Meister abbezahlt gehabt hätte.
Wohngeld bekommen wir nicht, da mein Mann 50 Euro über dem Maximallohn liegt
Bin allerdings schon dabei, mir einen Homeoffice-Job zu suchen, um das auffangen zu können. Mit meiner Arbeitsstelle war ich sowieso nicht mehr super zufrieden. Aber es sind halt momentan viele Faktoren, die wir erst mal abwägen und abwarten müssen
19.10.2018 09:23
Zitat von Roxytwo:
Zitat von Aduja:
Puh, das mit den Geschichten aus dem Kindergarten ist wirklich schwierig. Meine erste Idee gerade ist, ob sich deine Maus vielleicht einfach nicht mit den Kindern versteht. Und das meine ich wörtlich! Wenn sie tatsächlich vom Kopf her weiter ist als die anderen kann es ja sein, dass sie sich auch weniger kindlich ausdrückt. Wie sieht es denn bei den Erwachsenen aus? Hat sie Probleme Gefühle einzuordnen? Oder ist sie besonders gefühlsstark? Je nachdem wie sie so ist, muss man vielleicht anders an dieses Problem herangehen.
Meine Große zum Beispiel ordne ich als gefühlsstark ein. Oder anders gesagt: himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. Sie lebt alle Gefühle sehr intensiv. Und wir hatten auch sehr lange große Probleme mit dem Kindergarten. In den letzten Wochen wurde uns nochmal deutlich, dass eine Erzieherin sie morgens immer etwas überfahren hat. Sie sollte gleich die Hand geben und guten Morgen sagen. Das haben wir angesprochen und seit die Erzieherin meiner Großen die Zeit lässt, damit sie in ihrem Tempo ankommen und alle begrüßen kann, geht es praktisch problemlos.
Lage Worte, kurzer Sinn: Vielleicht gibt es ja einen kleinen Auslöser, der schon ganz viel ausmacht.
Ja, davon gehen wir sehr stark aus. Allerdings ist unsere Kleine jetzt ja 3, und sie versteht sich auch nicht mit den älteren, 5-6 Jahre alten Kindern. Mit Erwachsenen hat sie weniger Probleme, auf diese geht sie auch ohne Scheu zu. Allerdings zählt sie anscheinend die beiden Erzieherinnen nicht wirklich zu den Erwachsenendenn denen gegenüber verhält sie sich genauso "mies" wie den Kindern. Respekt ist da null zu sehen. Sie ignoriert sie, lacht sie aus, macht absichtlich genau das, was ihr von den beiden untersagt wurde, etc.
Gefühlsstark ist unsere definitiv. Das ist das Einzige, was ich zu 100 % sagen kann - ich lese momentan Nora Imlau`s Buch zu der Thematik und finde Viola da wirklich sehr, sehr oft wieder. Leider helfen mir die Tipps und Tricks zum Umgang mit Vio nicht wirklich weiter - ich komme damit teilweise nicht an sie heran. Körperkontakt macht ihre Anfälle teilweise schlimmer, wenn ich sie erst mal in Ruhe lasse, bis sie sich beruhigt, weint sie auch nur noch doller. Ab und zu hilft es, wenn ich lauter werde, damit sie mich wahrnimmt - und ab und zu bekommt sie dann Angstobwohl sie da absolut keinen Grund zu hat. Ich habe sie noch nie gehauen oder dergleichen
Dieses 'Auslachen' finde ich ganz schlimm. Nicht das Verhalten, sondern die Interpretation, die wir Erwachsenen da rein legen. Denn ja, das Lachen ist für die meisten Menschen erstmal unpassend. Aber das heißt nicht, dass die Kinder uns damit mitteilen wollen, dass sie denken, dass das Gegenüber blöd ist. Es ist ganz im Gegenteil ein Zeichen für eigene Unsicherheit. Kleine Kinder lachen, um das Gegenüber zu beschwichtigen.
Das ist die eine Möglichkeit. Sie lacht, weil sie gemerkt hat, das war jetzt blöd, und sie zeigt damit, dass sie unsicher ist.
Oder, sie lacht, weil sie es tatsächlich (unpassenderweise) extrem lustig findet. Sowas beobachte ich bei meiner Großen auch manchmal.
Nunja, und ganz ehrlich, welche 3jährigen machen denn immer, was man ihnen sagt? Und da ist auch die Frage, wie etwas verboten wird. Kleinere Kinder können das Wort "nicht" nicht verstehen. Eigentlich kann das selbst das Gehirn von Erwachsenen nicht. Denk mal an das Beispiel "Denke nicht an einen lila Elefanten". Besser ist es immer, den Kindern zu sagen, was sie stattdessen tun sollen. Also zum Beispiel: Statt "Räum die Schublade nicht aus" kann man sagen "Leg die Sachen zurück und mach die Schublade zu".
Zum Ignorieren: Kann es denn vielleicht auch sein, dass deine Tochter die Erzieherinnen wirklich nicht gehört hat? Dann hilft erstmal ausprobieren, ob ein kurzes Anfassen und direktes Ansprechen hilft (mit Namen! und erst weiter sprechen, wenn die Aufmerksamkeit klar da ist).
19.10.2018 09:29
Zitat von Roxytwo:
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:
Zitat von Roxytwo:
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:
...
das würde ich außerordentlich gerne. Aber wir haben kein zweites Auto, und der nächste Ort mit Kindergarten ist 5 km weiter weg. Ein zweites Auto ist momentan auch einfach nicht drinEine Alternative wäre, auf einen Platz in einem Heilpädagogischen KiGa zu hoffen (was wieder am ollen Gesundheitsamt hängen wird).. da würde sie abgeholt werden. Da hätten die Betreuer nochmal andere Möglichkeiten, auf sie einzugehen. Aber ob das dann das Richtige für sie wäre? Ich hab keine Ahnung
den Montessori-KiGa hat uns der Neurologe auch empfohlen. Aber zum Einen sind da die Plätze heiß begehrt und zum Anderen ist da der Nächste eine halbe Autofahrstunde entfernt
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Ich möchte doch einfach nur, dass es ihr endlich wieder gut geht![]()
Nein blos nicht. Die sind ja noch reglementierter. Würde ich keinesfalls tun. Ich denke, da würde es noch schlimmer werden.
danke für den Tipp, so genau hab ich darüber nichts im Netz gefunden.
Ich würde wirklich eher schauen, ob nicht doch ein 2. Auto geht. Mein Sohn hat einen kleinen Huyndai i10. Hat er sich so ausgesucht, weil er, so klein wie er ist, innen doch recht viel Platz bietet und man einigermaßen hoch sitzt. In der Unterhaltung ist der echt ein Witz. Ich zahle da 25,- Steuern im Jahr und monatlich 52,- Versicherung, wobei das eben nur so viel ist, weil Sohnemann ja Fahranfänger ist und mit vollen Prozenten einsteigt. Ist jedenfalls für die kleinen Wege ideal und wirklich günstig.
Ich bin jetzt erst mal in Mutterschutz (Antrag ist noch nicht durch, obwohl ich den schon im Juli gestellt habe und nächsten Freitag entbinde). Da ich "nur" einen 450-Euro-Job habe/hatte, bekomme ich (glaub ich) lediglich eine Einmalzahlung von 210 Euro und durch die Arbeitszeiten meines Mannes muss ich ein Jahr Elternzeit machen. Da hoffe ich momentan noch auf den Mindestsatz von 300 Euro pro Monat, dann kämen wir mit dem zusätzlichen Kindergeld ungefähr aufs Gleiche raus wie momentan. Falls ich den Mindestsatz aber aufgrund meines Aushilfsjob nicht bekomme (auch da hab ich noch nichts wirklich aufschlussreiches gefunden), sieht es das nächste Jahr finanziell erst mal sehr, sehr düster aus. Dann kommen wir mit dem Gehalt meines Mannes gerade eben so über die Runden. Das zweite Kind war eigentlich auch erst für später geplant, wenn mein Mann seinen Meister abbezahlt gehabt hätte.
Wohngeld bekommen wir nicht, da mein Mann 50 Euro über dem Maximallohn liegt![]()
Bin allerdings schon dabei, mir einen Homeoffice-Job zu suchen, um das auffangen zu können. Mit meiner Arbeitsstelle war ich sowieso nicht mehr super zufrieden. Aber es sind halt momentan viele Faktoren, die wir erst mal abwägen und abwarten müssen![]()
Stellt den antrag nochmal wenn krümel 2 da ist und du dein elterngeld kennst - ist ja dann ne neue situation und könnte vielleicht klappen.
Wielang geht vio schon in den kiga?
Meine tochter brauchte lange bis sie im kiga "richtig" ankam. Es gab zwar nie probleme beim abgeben und sie ging gerne aber das hauen und ausrasten war lange ein problem. Ich hab immer gehofft dass mal ein kind zurück haut um ihr die grenzen zu zeigen. Passierte aber nie. Sie vermöbelte regelmäßig die 5 und 6 jährigen wenn diese nicht nach ihrer pfeife tanzten. Gott sei dank gab es 1 Erzieherin die damit umgehen konnte und tabea auffing und anleitete...
Jetzt in der schule hatten wir wieder die gleichen anlaufschwierigkeiten bis sie ihren platz gefunden hatte
19.10.2018 09:38
Zitat von Aduja:
Dieses 'Auslachen' finde ich ganz schlimm. Nicht das Verhalten, sondern die Interpretation, die wir Erwachsenen da rein legen .
Ja nein, das wissen wir schon - und die Erzieherinnen (hoffentlich) auch. Aber bei Vio ist das folgendermaßen: Beispiel: Sie haut, wird zurechtgewiesen, tut als ob es ihr leid täte, fängt das Lachen an und haut direkt wieder zu. Das hat nichts von Beschwichtigen an sich.. eher Provokation. Sie will die Aufmerksamkeit der Erwachsenen. Um jeden Preis.
Denn ja, das Lachen ist für die meisten Menschen erstmal unpassend. Aber das heißt nicht, dass die Kinder uns damit mitteilen wollen, dass sie denken, dass das Gegenüber blöd ist. Es ist ganz im Gegenteil ein Zeichen für eigene Unsicherheit. Kleine Kinder lachen, um das Gegenüber zu beschwichtigen.
Das ist die eine Möglichkeit. Sie lacht, weil sie gemerkt hat, das war jetzt blöd, und sie zeigt damit, dass sie unsicher ist.
Oder, sie lacht, weil sie es tatsächlich (unpassenderweise) extrem lustig findet. Sowas beobachte ich bei meiner Großen auch manchmal.
Nunja, und ganz ehrlich, welche 3jährigen machen denn immer, was man ihnen sagt? Und da ist auch die Frage, wie etwas verboten wird. Kleinere Kinder können das Wort "nicht" nicht verstehen. Eigentlich kann das selbst das Gehirn von Erwachsenen nicht. Denk mal an das Beispiel "Denke nicht an einen lila Elefanten". Besser ist es immer, den Kindern zu sagen, was sie stattdessen tun sollen. Also zum Beispiel: Statt "Räum die Schublade nicht aus" kann man sagen "Leg die Sachen zurück und mach die Schublade zu".
den Tipp hat uns der Neurologe schon gegeben und der wird - soweit ich weiß - auch gut umgesetzt. Das Wort "nicht" wird strikt vermieden. Sie bekommt jetzt direkte Aussagen, die nicht fehlinterpretiert werden können. Es heißt jetzt eher "Viola, lass die Finger vom Brot der anderen Kinder" oder auch "du räumst die Bauklötze, die du durchs Zimmer geworfen hast, jetzt wieder auf"
Zum Ignorieren: Kann es denn vielleicht auch sein, dass deine Tochter die Erzieherinnen wirklich nicht gehört hat? Dann hilft erstmal ausprobieren, ob ein kurzes Anfassen und direktes Ansprechen hilft (mit Namen! und erst weiter sprechen, wenn die Aufmerksamkeit klar da ist).
auch unwahrscheinlich. Selbst erst heute morgen mitbekommen.. Vio hatte ihren Stoffhund dabei, der die Erzieherin zur Begrüßung "abgeschleckt" hat. Die Erzieherin nahm sie an den Schultern, zwang sie in die Face-to-Face-Situation und sagte klar und deutlich "Viola, ich möchte das nicht! Lass bitte mein Gesicht in Ruhe". Währenddessen wand sich Vio im Griff wie eine kleine Eidechse, wich den Blicken aus und schaute unstet im ganzen Raum herum. Und streckte der Erzieherin prompt wieder den Stoffhund ins Gesicht.
19.10.2018 09:41
Zitat von shelyra:
Stellt den antrag nochmal wenn krümel 2 da ist und du dein elterngeld kennst - ist ja dann ne neue situation und könnte vielleicht klappen.
Stimmt.. Danke!!!! Daran hab ich tatsächlich gar nicht mehr gedacht
Wielang geht vio schon in den kiga?
Seit Mitte August jetzt. Davor ging sie 5 Monate zu einer (sehr resoluten) Tagesmutter, wo diese ganzen Probleme trotz kleinerer Kinder tatsächlich nicht aufgetreten sind. Aber die nimmt nur Kids bis 3. Davor ging sie in die Krippe eines anderen Ortes, seit sie 14 Monate alt war (sie war da schon ein totaler Wirbelwind und nicht k.o. zu bekommen - Krippe war Empfehlung unserer Familienhebamme damals)
Meine tochter brauchte lange bis sie im kiga "richtig" ankam. Es gab zwar nie probleme beim abgeben und sie ging gerne aber das hauen und ausrasten war lange ein problem. Ich hab immer gehofft dass mal ein kind zurück haut um ihr die grenzen zu zeigen. Passierte aber nie. Sie vermöbelte regelmäßig die 5 und 6 jährigen wenn diese nicht nach ihrer pfeife tanzten. Gott sei dank gab es 1 Erzieherin die damit umgehen konnte und tabea auffing und anleitete...
Jetzt in der schule hatten wir wieder die gleichen anlaufschwierigkeiten bis sie ihren platz gefunden hatte
Magst du mir verraten, wie die Erzieherin das angestellt hat? Unsere beiden scheinen nämlich mit der Situation gänzlich überfordert zu sein
19.10.2018 09:43
Zitat von Roxytwo:
Zitat von Aduja:
Dieses 'Auslachen' finde ich ganz schlimm. Nicht das Verhalten, sondern die Interpretation, die wir Erwachsenen da rein legen .
Ja nein, das wissen wir schon - und die Erzieherinnen (hoffentlich) auch. Aber bei Vio ist das folgendermaßen: Beispiel: Sie haut, wird zurechtgewiesen, tut als ob es ihr leid täte, fängt das Lachen an und haut direkt wieder zu. Das hat nichts von Beschwichtigen an sich.. eher Provokation. Sie will die Aufmerksamkeit der Erwachsenen. Um jeden Preis.
Denn ja, das Lachen ist für die meisten Menschen erstmal unpassend. Aber das heißt nicht, dass die Kinder uns damit mitteilen wollen, dass sie denken, dass das Gegenüber blöd ist. Es ist ganz im Gegenteil ein Zeichen für eigene Unsicherheit. Kleine Kinder lachen, um das Gegenüber zu beschwichtigen.
Das ist die eine Möglichkeit. Sie lacht, weil sie gemerkt hat, das war jetzt blöd, und sie zeigt damit, dass sie unsicher ist.
Oder, sie lacht, weil sie es tatsächlich (unpassenderweise) extrem lustig findet. Sowas beobachte ich bei meiner Großen auch manchmal.
Nunja, und ganz ehrlich, welche 3jährigen machen denn immer, was man ihnen sagt? Und da ist auch die Frage, wie etwas verboten wird. Kleinere Kinder können das Wort "nicht" nicht verstehen. Eigentlich kann das selbst das Gehirn von Erwachsenen nicht. Denk mal an das Beispiel "Denke nicht an einen lila Elefanten". Besser ist es immer, den Kindern zu sagen, was sie stattdessen tun sollen. Also zum Beispiel: Statt "Räum die Schublade nicht aus" kann man sagen "Leg die Sachen zurück und mach die Schublade zu".
den Tipp hat uns der Neurologe schon gegeben und der wird - soweit ich weiß - auch gut umgesetzt. Das Wort "nicht" wird strikt vermieden. Sie bekommt jetzt direkte Aussagen, die nicht fehlinterpretiert werden können. Es heißt jetzt eher "Viola, lass die Finger vom Brot der anderen Kinder" oder auch "du räumst die Bauklötze, die du durchs Zimmer geworfen hast, jetzt wieder auf"
Zum Ignorieren: Kann es denn vielleicht auch sein, dass deine Tochter die Erzieherinnen wirklich nicht gehört hat? Dann hilft erstmal ausprobieren, ob ein kurzes Anfassen und direktes Ansprechen hilft (mit Namen! und erst weiter sprechen, wenn die Aufmerksamkeit klar da ist).
auch unwahrscheinlich. Selbst erst heute morgen mitbekommen.. Vio hatte ihren Stoffhund dabei, der die Erzieherin zur Begrüßung "abgeschleckt" hat. Die Erzieherin nahm sie an den Schultern, zwang sie in die Face-to-Face-Situation und sagte klar und deutlich "Viola, ich möchte das nicht! Lass bitte mein Gesicht in Ruhe". Währenddessen wand sich Vio im Griff wie eine kleine Eidechse, wich den Blicken aus und schaute unstet im ganzen Raum herum. Und streckte der Erzieherin prompt wieder den Stoffhund ins Gesicht.
Zum Thema Auslachen muss ich gerade erstmal überlegen. Das ist wirklich schwierig, ohne es direkt zu sehen.
Aber beim Beispiel mit dem Stoffhund sehe ich gerade ein ganz anders Problem. Dieses erzwungene Anschauen würde ich strikt vermeiden. Das ist extrem unangenehm. Stell dir vor, jemand würde dich zwingen, ihn anzuschauen. Ich würde an so einer Stelle im Gegenteil einfach dafür sorgen, dass deine Tochter keine Gelegenheit hat, etwas nochmal zu machen. "Ich will das nicht" sagen, und dann einfach außer Reichweite gehen.
19.10.2018 09:55
Zitat von Aduja:
Zitat von Roxytwo:
Zitat von Aduja:
Dieses 'Auslachen' finde ich ganz schlimm. Nicht das Verhalten, sondern die Interpretation, die wir Erwachsenen da rein legen .
Ja nein, das wissen wir schon - und die Erzieherinnen (hoffentlich) auch. Aber bei Vio ist das folgendermaßen: Beispiel: Sie haut, wird zurechtgewiesen, tut als ob es ihr leid täte, fängt das Lachen an und haut direkt wieder zu. Das hat nichts von Beschwichtigen an sich.. eher Provokation. Sie will die Aufmerksamkeit der Erwachsenen. Um jeden Preis.
Denn ja, das Lachen ist für die meisten Menschen erstmal unpassend. Aber das heißt nicht, dass die Kinder uns damit mitteilen wollen, dass sie denken, dass das Gegenüber blöd ist. Es ist ganz im Gegenteil ein Zeichen für eigene Unsicherheit. Kleine Kinder lachen, um das Gegenüber zu beschwichtigen.
Das ist die eine Möglichkeit. Sie lacht, weil sie gemerkt hat, das war jetzt blöd, und sie zeigt damit, dass sie unsicher ist.
Oder, sie lacht, weil sie es tatsächlich (unpassenderweise) extrem lustig findet. Sowas beobachte ich bei meiner Großen auch manchmal.
Nunja, und ganz ehrlich, welche 3jährigen machen denn immer, was man ihnen sagt? Und da ist auch die Frage, wie etwas verboten wird. Kleinere Kinder können das Wort "nicht" nicht verstehen. Eigentlich kann das selbst das Gehirn von Erwachsenen nicht. Denk mal an das Beispiel "Denke nicht an einen lila Elefanten". Besser ist es immer, den Kindern zu sagen, was sie stattdessen tun sollen. Also zum Beispiel: Statt "Räum die Schublade nicht aus" kann man sagen "Leg die Sachen zurück und mach die Schublade zu".
den Tipp hat uns der Neurologe schon gegeben und der wird - soweit ich weiß - auch gut umgesetzt. Das Wort "nicht" wird strikt vermieden. Sie bekommt jetzt direkte Aussagen, die nicht fehlinterpretiert werden können. Es heißt jetzt eher "Viola, lass die Finger vom Brot der anderen Kinder" oder auch "du räumst die Bauklötze, die du durchs Zimmer geworfen hast, jetzt wieder auf"
Zum Ignorieren: Kann es denn vielleicht auch sein, dass deine Tochter die Erzieherinnen wirklich nicht gehört hat? Dann hilft erstmal ausprobieren, ob ein kurzes Anfassen und direktes Ansprechen hilft (mit Namen! und erst weiter sprechen, wenn die Aufmerksamkeit klar da ist).
auch unwahrscheinlich. Selbst erst heute morgen mitbekommen.. Vio hatte ihren Stoffhund dabei, der die Erzieherin zur Begrüßung "abgeschleckt" hat. Die Erzieherin nahm sie an den Schultern, zwang sie in die Face-to-Face-Situation und sagte klar und deutlich "Viola, ich möchte das nicht! Lass bitte mein Gesicht in Ruhe". Währenddessen wand sich Vio im Griff wie eine kleine Eidechse, wich den Blicken aus und schaute unstet im ganzen Raum herum. Und streckte der Erzieherin prompt wieder den Stoffhund ins Gesicht.
Zum Thema Auslachen muss ich gerade erstmal überlegen. Das ist wirklich schwierig, ohne es direkt zu sehen.
Aber beim Beispiel mit dem Stoffhund sehe ich gerade ein ganz anders Problem. Dieses erzwungene Anschauen würde ich strikt vermeiden. Das ist extrem unangenehm. Stell dir vor, jemand würde dich zwingen, ihn anzuschauen. Ich würde an so einer Stelle im Gegenteil einfach dafür sorgen, dass deine Tochter keine Gelegenheit hat, etwas nochmal zu machen. "Ich will das nicht" sagen, und dann einfach außer Reichweite gehen.
haben wir auch schon so versucht, allerdings dringt man dann tatsächlich null zu ihr durch. Sie versteht nicht, dass sie damit eine Grenze überschritten hat (oder es ist ihr egal - keine Ahnung). Sie läuft dann tatsächlich hinter einem her und zieht "ihr Ding" weiter durch. Deswegen wurde ja leichter Autismus vermutet - man muss sie entweder in diese direkte Konfrontation zwingen, damit sie einen wahrnimmt - oder sehr laut werden. Beides suboptimal - zumal man beim "Anschreien" ja immer lauter werden muss, um den gleichen Effekt zu erhalten. Und genau das wollen wir nicht - das finden wir fast noch schrecklicher, als sie in diese Face-to-Face-Situation zu zwingen
Ich sag ja - wir sind am Ende mit unserem Latein. Und fühlen uns von sämtlichen Anlaufstellen kläglich im Stich gelassen. Du kannst dir nicht vorstellen, wie oft ich abends allein hier schon gesessen habe und Rotz und Wasser geheult habe, weil ich meiner süßen Kleinen nicht helfen kann. Und mich selbst nicht vor dieser Enttäuschung abschotten kann, wenn ich wieder diese Horrorgeschichten über den Tag höre - obwohl ich genau weiß, dass Vio nichts dafür kann.
19.10.2018 10:05
Zitat von Roxytwo:
Zitat von shelyra:
Stellt den antrag nochmal wenn krümel 2 da ist und du dein elterngeld kennst - ist ja dann ne neue situation und könnte vielleicht klappen.
Stimmt.. Danke!!!! Daran hab ich tatsächlich gar nicht mehr gedacht
Wielang geht vio schon in den kiga?
Seit Mitte August jetzt. Davor ging sie 5 Monate zu einer (sehr resoluten) Tagesmutter, wo diese ganzen Probleme trotz kleinerer Kinder tatsächlich nicht aufgetreten sind. Aber die nimmt nur Kids bis 3. Davor ging sie in die Krippe eines anderen Ortes, seit sie 14 Monate alt war (sie war da schon ein totaler Wirbelwind und nicht k.o. zu bekommen - Krippe war Empfehlung unserer Familienhebamme damals)
Meine tochter brauchte lange bis sie im kiga "richtig" ankam. Es gab zwar nie probleme beim abgeben und sie ging gerne aber das hauen und ausrasten war lange ein problem. Ich hab immer gehofft dass mal ein kind zurück haut um ihr die grenzen zu zeigen. Passierte aber nie. Sie vermöbelte regelmäßig die 5 und 6 jährigen wenn diese nicht nach ihrer pfeife tanzten. Gott sei dank gab es 1 Erzieherin die damit umgehen konnte und tabea auffing und anleitete...
Jetzt in der schule hatten wir wieder die gleichen anlaufschwierigkeiten bis sie ihren platz gefunden hatte
Magst du mir verraten, wie die Erzieherin das angestellt hat? Unsere beiden scheinen nämlich mit der Situation gänzlich überfordert zu sein![]()
Also noch gar nicht zulange. Vielleicht braucht sie einfach noch etwas zeit.
Unsere Erzieherin konnte tabea gut lesen. Wenn sie merkte tabea steht kurz vor dem ausbruch schnappte sie sie sich und ging mit ihr aus der sitaution.
Und kam es zur Kurzschluss reaktion nahm sie tabea auf den schoß und verharrte mit ihr solange bis der anfall und die wut abebbte. Sie hat da zwar einiges einstecken müssen aber es half.
Und wurde mit der zeit immer weniger
19.10.2018 10:37
Was mir gerade noch als Idee einfällt: Frag doch mal die Tagesmutter, bei der Vio vorher war um Rat. Vielleicht hat sie noch Ideen, wie man besser mit ihr umgehen kann.
19.10.2018 12:40
Zu deiner Tochter kann ich zwar nichts sagen, aber du bekommst definitiv 300€ Elterngeld, dass ist ja der Mindestsatz, der steht jedem zu.
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