Unerzogene Kinder
27.01.2018 09:27
Ich habe aber auch das Gefühl, dass relativ viele Kinder unerzogen sind. Letztens hat ein Kind (4 Jahre, bei uns zu Besuch) die Wände im Kinderzimmer angemalt und eine Tasche mit einer Schere zerschnitten! Das würde meine Tochter nie tun! Den Eltern war es beim Abholen auch irgendwie unangenehm, aber kein Wort zum Kind, nichts. Keine Entschuldigung an meine Tochter, die wirklich todtraurig war (war ihre geliebte Tanztasche aus Griechenland).
Nächste Kind: Nachbarkind. Er ist ca drei Monate älter als mein Kind. Meine Tochter hat ein Zimmer über zwei Etage. Oben steht ein Regal mit Modellen (Autos) vom Papa, sonst nur ihr Zeug, u.a. eine Spielküche. Wir sagen dem besagten Jungen, dass er nicht an die Modelle darf, geben ihm aber Autos als Alternative. Meine Tochter war selbst als 2jährige in der Lage zu verstehen, dass sie da nicht ran darf. Was tut er? Richtig! Bricht Teile an den Modellen ab. Mutwillig, nicht weil er damit spielen will. Macht dann noch einen elektrischen Hund von meiner Tochter kaputt, weil es sich raufsetzt und reiten will. Die Mutter fans lustig und bot mir 2€ an. (30€ Neupreis) Tochter wieder todunglücklich, Papa auch, dem Kind wird beim abholen nichts gesagt
Könnte noch ewig so weitermachen, zb ein Junge aus ihrer Kitagruppe, kommt mindestens einmal im Monat von unten bis oben mit Edding vollgemalt (auch im Gesicht!). Er will sich tätowieren wie Mama und Papa
Die Eltern lachen regelmäßig drüber, die Erzieher verdrehen die Augen.
Genannte Kinder kommen nicht mehr zu uns nach Hause. Punkt. Möchte meine Tochter auch gar nicht, wenn hier ständig was kaputt gemacht wird.
Nächste Kind: Nachbarkind. Er ist ca drei Monate älter als mein Kind. Meine Tochter hat ein Zimmer über zwei Etage. Oben steht ein Regal mit Modellen (Autos) vom Papa, sonst nur ihr Zeug, u.a. eine Spielküche. Wir sagen dem besagten Jungen, dass er nicht an die Modelle darf, geben ihm aber Autos als Alternative. Meine Tochter war selbst als 2jährige in der Lage zu verstehen, dass sie da nicht ran darf. Was tut er? Richtig! Bricht Teile an den Modellen ab. Mutwillig, nicht weil er damit spielen will. Macht dann noch einen elektrischen Hund von meiner Tochter kaputt, weil es sich raufsetzt und reiten will. Die Mutter fans lustig und bot mir 2€ an. (30€ Neupreis) Tochter wieder todunglücklich, Papa auch, dem Kind wird beim abholen nichts gesagt
Könnte noch ewig so weitermachen, zb ein Junge aus ihrer Kitagruppe, kommt mindestens einmal im Monat von unten bis oben mit Edding vollgemalt (auch im Gesicht!). Er will sich tätowieren wie Mama und Papa
Die Eltern lachen regelmäßig drüber, die Erzieher verdrehen die Augen. Genannte Kinder kommen nicht mehr zu uns nach Hause. Punkt. Möchte meine Tochter auch gar nicht, wenn hier ständig was kaputt gemacht wird.
27.01.2018 09:27
Zitat von nilou:richtige Verknüpfungen sind nicht deine Stärke, oder?
Erziehung gleich Hausfrau gleich negativ gleich Schublade![]()
27.01.2018 09:27
Zitat von Viala:
Zitat von Skorpi:Mein Sohn hat zb einen festen Sitzplatz an Tisch. Der ist ihm wichtig wie anderen ein Stofftier. Er möchte da auch niemanden außer sich sitzen sehen.
Zitat von Seramonchen:
Zitat von Skorpi:
...
Doch, bei sehr vielen eltern erfolgt Gewalt unter dem Deckmantel der Erziehung. Und damit ist nicht nur körperliche Gewalt gemeint. Was ist so schlimm daran zu sagen, man erzieht nicht, sondern lebt vor und begleitet? Warum pochst du so darauf, dass es sich bei jedem um Erziehung handelt? Wenn du sagst, du machst es ebenso wie beispielsweise wir, warum kannst du dich dann nicht davon lösen und sagen, dass du ebenfalls nicht erziehst?
Was für Gewalt ist denn gemeint, könnt ihr das genauer erklären?
Ich finde es halt merkwürdig, dass man betont, dass das Kind sich eine eigene Meinung bilden darf, über gewisse Dinge diskutieren darf. Dürfen Kinder doch in ganz vielen Familien. Und nicht erst seit gestern. Ich als Kind durfte mir schon eine eigene Meinung bilden und diskutieren, Dinge hinterfragen.
Ich poche auch gar nicht darauf, aber oft klingt es doch so, als wäre es was ganz schlimmes, wenn man sagt, dass man sein Kind eben erzieht. Nur erzieht dann eben doch jeder und oft nicht sehr viel anders. Ich verbinde Erziehung aber auch in keinster Weise mit Gewalt, ganz egal in welche Form der Gewalt.
Wie wichtig ihm der Platz ist, haben wir erst gesehen, als meine Schwägerin sich da bei einer Feier hingesetzt hat und mein großer heulend zusammengebrochen ist.
Sie hätte sich da durchgesetzt und sah auch nicht ein, dass sie sich einem Kleinkind unterordnen und fragen soll, ob sie da ausnahmsweise sitzen kann. Sie wiegt ihre Kinder eben so, dass man auch seinen Lieblingsplatz teilt.
Mein großer hat aber eben kein besonderes Stofftier oder so, aber eben seinen Platz und ich sehe keinen Grund, einen Erwachsenen da über ihn zu erheben...
Das darüber hinweg gehen, das meine Schwägerin gern gehabt hätte, wäre für mich ein möglicher Aspekt klassischer Erziehung, den ich ablehne.
Deine Schwägerin ist mir hochgradig unsympathisch. Das hat doch nichts mit unterordnen zu tun, da "nachzugeben". Dem Kind ist es wichtig, dem Erwachsenen egal, wo er sitzt. Da auf stur zu schalten hat nichts mit Erziehung oder Teilen zu tun sonder ist pure Machtausübung, einfach weil man es kann.
27.01.2018 09:28
Zitat von Viala:
Zitat von Skorpi:Mein Sohn hat zb einen festen Sitzplatz an Tisch. Der ist ihm wichtig wie anderen ein Stofftier. Er möchte da auch niemanden außer sich sitzen sehen.
Zitat von Seramonchen:
Zitat von Skorpi:
...
Doch, bei sehr vielen eltern erfolgt Gewalt unter dem Deckmantel der Erziehung. Und damit ist nicht nur körperliche Gewalt gemeint. Was ist so schlimm daran zu sagen, man erzieht nicht, sondern lebt vor und begleitet? Warum pochst du so darauf, dass es sich bei jedem um Erziehung handelt? Wenn du sagst, du machst es ebenso wie beispielsweise wir, warum kannst du dich dann nicht davon lösen und sagen, dass du ebenfalls nicht erziehst?
Was für Gewalt ist denn gemeint, könnt ihr das genauer erklären?
Ich finde es halt merkwürdig, dass man betont, dass das Kind sich eine eigene Meinung bilden darf, über gewisse Dinge diskutieren darf. Dürfen Kinder doch in ganz vielen Familien. Und nicht erst seit gestern. Ich als Kind durfte mir schon eine eigene Meinung bilden und diskutieren, Dinge hinterfragen.
Ich poche auch gar nicht darauf, aber oft klingt es doch so, als wäre es was ganz schlimmes, wenn man sagt, dass man sein Kind eben erzieht. Nur erzieht dann eben doch jeder und oft nicht sehr viel anders. Ich verbinde Erziehung aber auch in keinster Weise mit Gewalt, ganz egal in welche Form der Gewalt.
Wie wichtig ihm der Platz ist, haben wir erst gesehen, als meine Schwägerin sich da bei einer Feier hingesetzt hat und mein großer heulend zusammengebrochen ist.
Sie hätte sich da durchgesetzt und sah auch nicht ein, dass sie sich einem Kleinkind unterordnen und fragen soll, ob sie da ausnahmsweise sitzen kann. Sie wiegt ihre Kinder eben so, dass man auch seinen Lieblingsplatz teilt.
Mein großer hat aber eben kein besonderes Stofftier oder so, aber eben seinen Platz und ich sehe keinen Grund, einen Erwachsenen da über ihn zu erheben...
Das darüber hinweg gehen, das meine Schwägerin gern gehabt hätte, wäre für mich ein möglicher Aspekt klassischer Erziehung, den ich ablehne.
Klassische Erziehung ist das aber eigentlich eben auch nicht. Feste Plätze gehören hier auch ganz automatisch dazu und auch ich als Kind hatte schon meinen festen Platz am Tisch.
Klar gibt es Leute, die komische Erziehungsansichten haben, aber deswegen komplett die Erziehung verteufeln?
27.01.2018 09:30
Zitat von Schnecke510:
Ja, ich kann das bestätigen.
Und ich wette, dass 90% der Kinder der Leute hier aus dem Forum genau so drauf sind. Wenn man sagt, man legt Wert auf Erziehung und gute Manieren, weil es für das Kind das Leben leichter macht, dann ist man gleich böse und wird konfrontiert mit diesem komischen "AP".![]()
Nein, im Leben ist nicht alles nur Bedürfnis, sondern v.a. Pflicht. Traurig, aber es ist eben so. Und darauf sollte man die Kinder bestmöglich vorbereiten.
Ich denke, die meisten Leute verwechseln Elternliebe mit Nachlässigkeit. Wenn man fremde Kinder kritisiert, ist man eh gleich raus..weil keiner mehr eine ehrliche Meinung zu unerzogenen Kindern verträgt.
[/quote
Dann erklär mir bitte warum 2 meiner Kinder( pluss mein Stiefsohn ) mitlerweile Erwacksen und selbstständig im leben stehen . Alle Bereiche im Leben bisher super meistern . Es noch niee eine Klage über meine Kinder gab und ich dazu noch 5 Kinder seit knapp 10 Jahren komplett allein großgezogen habe ?
27.01.2018 09:32
Zitat von Skorpi:
Zitat von Viala:
Zitat von Skorpi:Mein Sohn hat zb einen festen Sitzplatz an Tisch. Der ist ihm wichtig wie anderen ein Stofftier. Er möchte da auch niemanden außer sich sitzen sehen.
Zitat von Seramonchen:
...
Was für Gewalt ist denn gemeint, könnt ihr das genauer erklären?
Ich finde es halt merkwürdig, dass man betont, dass das Kind sich eine eigene Meinung bilden darf, über gewisse Dinge diskutieren darf. Dürfen Kinder doch in ganz vielen Familien. Und nicht erst seit gestern. Ich als Kind durfte mir schon eine eigene Meinung bilden und diskutieren, Dinge hinterfragen.
Ich poche auch gar nicht darauf, aber oft klingt es doch so, als wäre es was ganz schlimmes, wenn man sagt, dass man sein Kind eben erzieht. Nur erzieht dann eben doch jeder und oft nicht sehr viel anders. Ich verbinde Erziehung aber auch in keinster Weise mit Gewalt, ganz egal in welche Form der Gewalt.
Wie wichtig ihm der Platz ist, haben wir erst gesehen, als meine Schwägerin sich da bei einer Feier hingesetzt hat und mein großer heulend zusammengebrochen ist.
Sie hätte sich da durchgesetzt und sah auch nicht ein, dass sie sich einem Kleinkind unterordnen und fragen soll, ob sie da ausnahmsweise sitzen kann. Sie wiegt ihre Kinder eben so, dass man auch seinen Lieblingsplatz teilt.
Mein großer hat aber eben kein besonderes Stofftier oder so, aber eben seinen Platz und ich sehe keinen Grund, einen Erwachsenen da über ihn zu erheben...
Das darüber hinweg gehen, das meine Schwägerin gern gehabt hätte, wäre für mich ein möglicher Aspekt klassischer Erziehung, den ich ablehne.
Klassische Erziehung ist das aber eigentlich eben auch nicht. Feste Plätze gehören hier auch ganz automatisch dazu und auch ich als Kind hatte schon meinen festen Platz am Tisch.
Klar gibt es Leute, die komische Erziehungsansichten haben, aber deswegen komplett die Erziehung verteufeln?
Aber du redest doch hier nur von deiner Definition. Was ist denn bitte klassische Erziehung?
Und Beziehung statt Erziehung wird hier doch auch komplett verteufelt. Das fällt aber komischerweise nie auf.
27.01.2018 09:33
Zitat von Viala:
Zitat von nilou:richtige Verknüpfungen sind nicht deine Stärke, oder?
Erziehung gleich Hausfrau gleich negativ gleich Schublade![]()
![]()
Ne ist klar.
Ist ein Denkanstoß: Erziehung scheint bei einigen als Wort negativ behaftet zu sein und landet in einer Schublade. Bei Hausfrau ist ähnliches zu sehen.
27.01.2018 09:36
Andere Menschen als "Weiber" zu bezeichnen wäre z.B. mal ein Beispiel für verbale Gewalt.
Verletzen, ohne die Hand erhoben zu haben.
Verletzen, ohne die Hand erhoben zu haben.
27.01.2018 09:37
Zitat von Seramonchen:
Zitat von Skorpi:
Zitat von Seramonchen:
Zitat von Skorpi:
...
Doch, bei sehr vielen eltern erfolgt Gewalt unter dem Deckmantel der Erziehung. Und damit ist nicht nur körperliche Gewalt gemeint. Was ist so schlimm daran zu sagen, man erzieht nicht, sondern lebt vor und begleitet? Warum pochst du so darauf, dass es sich bei jedem um Erziehung handelt? Wenn du sagst, du machst es ebenso wie beispielsweise wir, warum kannst du dich dann nicht davon lösen und sagen, dass du ebenfalls nicht erziehst?
Was für Gewalt ist denn gemeint, könnt ihr das genauer erklären?
Ich finde es halt merkwürdig, dass man betont, dass das Kind sich eine eigene Meinung bilden darf, über gewisse Dinge diskutieren darf. Dürfen Kinder doch in ganz vielen Familien. Und nicht erst seit gestern. Ich als Kind durfte mir schon eine eigene Meinung bilden und diskutieren, Dinge hinterfragen.
Ich poche auch gar nicht darauf, aber oft klingt es doch so, als wäre es was ganz schlimmes, wenn man sagt, dass man sein Kind eben erzieht. Nur erzieht dann eben doch jeder und oft nicht sehr viel anders. Ich verbinde Erziehung aber auch in keinster Weise mit Gewalt, ganz egal in welche Form der Gewalt.
Von Klaps auf die Hand bis hin zu „geh in dein Zimmer und komm wieder, wenn du dich beruhigt hast“ - such dir was aus. Ist alles eine Form der Gewalt und wird gerne als Erziehung betitelt.
Also, ich lese hier sehr oft: ich diskutiere doch nicht mit nem 3-jährigen. Oder auch: „das Kind weiß doch gar nicht, dass es draußen friert, also muss ICH dafür sorgen, dass es eine Mütze auf hat“
Im letzten Absatz pochst du schon wieder drauf![]()
Das ist leider eine alte Erziehungsrichtung, die vereinzelt sicherlich so auch noch auftritt. Der Großteil hat aber glaub ich schon verstanden, dass sowas eben nicht sinnvolle Erziehung ist.
Wobei ich meinen auch sage, dass sie die Winterschuhe und nicht die Sandalen anziehen solenl, weil es eben kalt ist und wir kein Sommer haben. Natürlich würden Kinder das auch selber merken, aber nicht jeder hat so viel Zeit, 5 Mal nochmal wieder rein zugehen damit sich das Kind nochmal umziehen kann, genauso schleppt man ja auch keine Tonnen an Kleidung und Schuhe mit, damit das Kind sich eben unterwegs nochmal umziehen kann. Da diskutiere ich tatsächlich auch nicht rum. Hier gab es deswegen aber auch noch nie Probleme. Mit Gewalt hat das ja nun wirklich nichts zu tun.
27.01.2018 09:38
Und nicht Beziehung statt Erziehung.
Beziehung mit Erziehung und umgekehrt. Die Grenzen dazwischen sind doch auch fließend, es geht in einander über. Eine "Erziehung" ohne Beziehung halte ich z.B. für wenig sinnvoll.
Und ob man es Erziehung, Beziehung, Begleiten, anleiten oder was auch immer nennt ist doch unwichtig. Die Frage ist was wird gemacht. Und das gar nichts gemacht wird hatten wir ja schon - jeder macht etwas, nennt es nur anders.
Beziehung mit Erziehung und umgekehrt. Die Grenzen dazwischen sind doch auch fließend, es geht in einander über. Eine "Erziehung" ohne Beziehung halte ich z.B. für wenig sinnvoll.
Und ob man es Erziehung, Beziehung, Begleiten, anleiten oder was auch immer nennt ist doch unwichtig. Die Frage ist was wird gemacht. Und das gar nichts gemacht wird hatten wir ja schon - jeder macht etwas, nennt es nur anders.
27.01.2018 09:38
Mein, ich schrieb ja, dass es ein Aspekt von Erziehung ist, den ich ablehne: das Kind ist nicht auf Augenhöhe... Ein Erwachsener hat halt mehr Rechte...
Auch das ist bei einigen Erziehung... Bei anderen ist es Stubenarrest... Siegelrinnen, bis aufgegessen ist...
Es sind nicht alle so, aber auch das ist Erziehung für so einige. Klar, man sich davon abgrenzen will...
Auch das ist bei einigen Erziehung... Bei anderen ist es Stubenarrest... Siegelrinnen, bis aufgegessen ist...
Es sind nicht alle so, aber auch das ist Erziehung für so einige. Klar, man sich davon abgrenzen will...
27.01.2018 09:39
Zitat von Skorpi:
Zitat von Seramonchen:
Zitat von Skorpi:
Zitat von Seramonchen:
...
Was für Gewalt ist denn gemeint, könnt ihr das genauer erklären?
Ich finde es halt merkwürdig, dass man betont, dass das Kind sich eine eigene Meinung bilden darf, über gewisse Dinge diskutieren darf. Dürfen Kinder doch in ganz vielen Familien. Und nicht erst seit gestern. Ich als Kind durfte mir schon eine eigene Meinung bilden und diskutieren, Dinge hinterfragen.
Ich poche auch gar nicht darauf, aber oft klingt es doch so, als wäre es was ganz schlimmes, wenn man sagt, dass man sein Kind eben erzieht. Nur erzieht dann eben doch jeder und oft nicht sehr viel anders. Ich verbinde Erziehung aber auch in keinster Weise mit Gewalt, ganz egal in welche Form der Gewalt.
Von Klaps auf die Hand bis hin zu „geh in dein Zimmer und komm wieder, wenn du dich beruhigt hast“ - such dir was aus. Ist alles eine Form der Gewalt und wird gerne als Erziehung betitelt.
Also, ich lese hier sehr oft: ich diskutiere doch nicht mit nem 3-jährigen. Oder auch: „das Kind weiß doch gar nicht, dass es draußen friert, also muss ICH dafür sorgen, dass es eine Mütze auf hat“
Im letzten Absatz pochst du schon wieder drauf![]()
Das ist leider eine alte Erziehungsrichtung, die vereinzelt sicherlich so auch noch auftritt. Der Großteil hat aber glaub ich schon verstanden, dass sowas eben nicht sinnvolle Erziehung ist.
Wobei ich meinen auch sage, dass sie die Winterschuhe und nicht die Sandalen anziehen solenl, weil es eben kalt ist und wir kein Sommer haben. Natürlich würden Kinder das auch selber merken, aber nicht jeder hat so viel Zeit, 5 Mal nochmal wieder rein zugehen damit sich das Kind nochmal umziehen kann, genauso schleppt man ja auch keine Tonnen an Kleidung und Schuhe mit, damit das Kind sich eben unterwegs nochmal umziehen kann. Da diskutiere ich tatsächlich auch nicht rum. Hier gab es deswegen aber auch noch nie Probleme. Mit Gewalt hat das ja nun wirklich nichts zu tun.
Ich würde die Sandalen einfach weg stellen im Winter
27.01.2018 09:42
Zitat von Skorpi:
Zitat von Seramonchen:
Zitat von Skorpi:
Zitat von Seramonchen:
...
Was für Gewalt ist denn gemeint, könnt ihr das genauer erklären?
Ich finde es halt merkwürdig, dass man betont, dass das Kind sich eine eigene Meinung bilden darf, über gewisse Dinge diskutieren darf. Dürfen Kinder doch in ganz vielen Familien. Und nicht erst seit gestern. Ich als Kind durfte mir schon eine eigene Meinung bilden und diskutieren, Dinge hinterfragen.
Ich poche auch gar nicht darauf, aber oft klingt es doch so, als wäre es was ganz schlimmes, wenn man sagt, dass man sein Kind eben erzieht. Nur erzieht dann eben doch jeder und oft nicht sehr viel anders. Ich verbinde Erziehung aber auch in keinster Weise mit Gewalt, ganz egal in welche Form der Gewalt.
Von Klaps auf die Hand bis hin zu „geh in dein Zimmer und komm wieder, wenn du dich beruhigt hast“ - such dir was aus. Ist alles eine Form der Gewalt und wird gerne als Erziehung betitelt.
Also, ich lese hier sehr oft: ich diskutiere doch nicht mit nem 3-jährigen. Oder auch: „das Kind weiß doch gar nicht, dass es draußen friert, also muss ICH dafür sorgen, dass es eine Mütze auf hat“
Im letzten Absatz pochst du schon wieder drauf![]()
Das ist leider eine alte Erziehungsrichtung, die vereinzelt sicherlich so auch noch auftritt. Der Großteil hat aber glaub ich schon verstanden, dass sowas eben nicht sinnvolle Erziehung ist.
Wobei ich meinen auch sage, dass sie die Winterschuhe und nicht die Sandalen anziehen solenl, weil es eben kalt ist und wir kein Sommer haben. Natürlich würden Kinder das auch selber merken, aber nicht jeder hat so viel Zeit, 5 Mal nochmal wieder rein zugehen damit sich das Kind nochmal umziehen kann, genauso schleppt man ja auch keine Tonnen an Kleidung und Schuhe mit, damit das Kind sich eben unterwegs nochmal umziehen kann. Da diskutiere ich tatsächlich auch nicht rum. Hier gab es deswegen aber auch noch nie Probleme. Mit Gewalt hat das ja nun wirklich nichts zu tun.
Sorry aber das tritt sicher nicht nur vereinzelt auf. Diese Aussage halte ich doch für sehr naiv.
Zu deinem letzten Absatz mag ich grad nix sagen.
27.01.2018 09:42
Zitat von Viala:
Mein, ich schrieb ja, dass es ein Aspekt von Erziehung ist, den ich ablehne: das Kind ist nicht auf Augenhöhe... Ein Erwachsener hat halt mehr Rechte...
Auch das ist bei einigen Erziehung... Bei anderen ist es Stubenarrest... Siegelrinnen, bis aufgegessen ist...
Es sind nicht alle so, aber auch das ist Erziehung für so einige. Klar, man sich davon abgrenzen will...
Da geht aber schon ein bisschen die Schublade los. Erziehung ist an sich nichts negatives. Was genau darunter fällt ist subjektiv. Und natürlich gibt es Erziehungsaspekte bzw Ansätze von denen man sich abgrenzen möchte. Aber das kann man doch nicht verallgemeinern. Es ist wie mit vielen: es ist ein großer Überbegriff.
27.01.2018 09:44
Zitat von nilou:
Und nicht Beziehung statt Erziehung.
Beziehung mit Erziehung und umgekehrt. Die Grenzen dazwischen sind doch auch fließend, es geht in einander über. Eine "Erziehung" ohne Beziehung halte ich z.B. für wenig sinnvoll.
Und ob man es Erziehung, Beziehung, Begleiten, anleiten oder was auch immer nennt ist doch unwichtig. Die Frage ist was wird gemacht. Und das gar nichts gemacht wird hatten wir ja schon - jeder macht etwas, nennt es nur anders.
Erziehung heißt für mich persönlich dass ICH als Kontrollinstanz definiere, was gut, falsch, richtig, böse, angebracht, unpassend etc ist
Und sich DAVON zu lösen, zu akzeptieren, dass die Kinder diese Definitionen selbst lernen und stellen, dass ich einfach nur dabei sein muss um bei diesem Prozess die restliche Welt zu schützen, während das Kind wächst, das ist so wahnsinnig schwierig, so anspruchsvoll, verlangt ein solches Maß an Reflexion, Wachsamkeit, Selbstzurückstellung und Selbstkontrolle - und ja, dann könnte ich ausflippen, wenn Leute von außen das so lieblos und wertlos abtun.
- Dieses Thema wurde 31 mal gemerkt




