Mütter- und Schwangerenforum

Unerzogene Kinder

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Seramonchen
37809 Beiträge
27.01.2018 23:25
Zitat von Marf:

Zitat von Seramonchen:

Zitat von Marf:

Zitat von Seramonchen:

...

Ich hab auch nichts anderes behauptet.Aber ich sehe das es nachlässt (innerhalb meinem Umfeld und meiner Arbeit an der Schule).Weil es eben viele Extrembeispiele gibt und die wenigsten diese als erträglich empfinden.Wobei ich das nun auch nicht am AP usw. festmachen will.Da spielt soviel mit hinein und ist ja auch für jeden sehr individuell zu betrachten.


Hier nimmt es gerade erst richtig fahrt auf. Daher ja, es ist individuell zu betrachten. Und ich sehe halt kein Nachlassen, sondern ein starkes Auseinandersetzen damit und das halte ich für gut. Kamen vor einigen Jahren bei Diskussionen in meinem Umfeld noch vor allem Ablehnung auf, ist es heute Interesse und ich bekomme immer wieder Rückmeldungen: wir haben das jetzt mal so probiert und es klappt wirklich besser.

Daher meine Hoffnung und mein Gefühl, dass es mehr als ein Hype ist

Das ist aber auch wieder ein herauspicken des passenden.Eine Totaldrehung werden die wenigsten machen weil es nicht nötig ist.Oder nicht jedes Kind dazu passt.


Davon hab ich auch nie gesprochen
27.01.2018 23:29
Zitat von nilou:

Erzieht, begleitet oder was immer ... Ohne Bücher oder irgendwelche Richtungen samt Facebook und Co Gruppen geht es Anscheind nicht mehr?


Doch, ich mach alles aus dem Bauch raus. Und ich bin neben Mutter auch beste Freundin meines inzwischen 18-jährigen. Ich würde es immer wieder so machen und das Ergebnis bestätigt mich ja auch.
27.01.2018 23:31
Zitat von Titania:

Zitat von white.rose:

Und wenn jemand einen Tipp hat, wie man einen Mann von einem Erziehungskonzept überzeugt, immer her damit

Mein Freund ist noch ein Fan von ganz klassischem "Verstärken" (erwünschten Verhaltens) und das ist ja mal so gar nicht meins


scheinbar ist dein Freund trotz einer solchen Erziehung (ich nehme es einfach mal so an ) soweit gut gelungen, dass er jetzt dein Freund sein kann


Während ich nen Haufen Zeit dafür aufwende, sein kümmerliches Selbstwertgefühl aufzubauen, weil er glaubt, sich Zuwendung durch erwünschtes Verhalten oder Leistung verdienen zu müssen.
27.01.2018 23:31
Zitat von white.rose:

Warum darf ich nicht der beste Kumpel meiner Kinder sein? Ich würde mich geehrt fühlen, wenn sie das so sehen


Mach weiter wir bisher, dann bist du es. Und ja, es ist toll.
cooky
12602 Beiträge
27.01.2018 23:34
Zitat von Marf:

Zitat von cooky:

Zitat von Marf:

Zitat von Seramonchen:

...

Ich hab auch nichts anderes behauptet.Aber ich sehe das es nachlässt (innerhalb meinem Umfeld und meiner Arbeit an der Schule).Weil es eben viele Extrembeispiele gibt und die wenigsten diese als erträglich empfinden.Wobei ich das nun auch nicht am AP usw. festmachen will.Da spielt soviel mit hinein und ist ja auch für jeden sehr individuell zu betrachten.


Aber wie gesagt, gerade im Bereich Schule hat AP doch noch gar nicht massiv hineingewirkt. Der Trend ist doch gerade mal seit vielleicht fünf Jahren insoweit da, dass mehr Menschen davon Wind bekommen.

Allein z.B. das Prinzip der Gemeinschaftsschulen und deren Konzept der freien Arbeitseinteilung usw. zeigt das sich etwas ändert.Die Einstellungen zu den Methoden ändert sich.
Wobei Erziehungsmodelle in der Schule nichts zu suchen haben.Das ist Sache des Elternhauses.

Ich glaube ich meinte was anderes als du
Marf
30228 Beiträge
27.01.2018 23:36
Zitat von cooky:

Zitat von Marf:

Zitat von cooky:

Zitat von Marf:

...


Aber wie gesagt, gerade im Bereich Schule hat AP doch noch gar nicht massiv hineingewirkt. Der Trend ist doch gerade mal seit vielleicht fünf Jahren insoweit da, dass mehr Menschen davon Wind bekommen.

Allein z.B. das Prinzip der Gemeinschaftsschulen und deren Konzept der freien Arbeitseinteilung usw. zeigt das sich etwas ändert.Die Einstellungen zu den Methoden ändert sich.
Wobei Erziehungsmodelle in der Schule nichts zu suchen haben.Das ist Sache des Elternhauses.

Ich glaube ich meinte was anderes als du

Dann meinst du die Auswirkungen aufs Verhalten ,Lernen usw.?
Naja,da kommt Unerzogen, im negativen Sinne schon Zutage!
Titania
5989 Beiträge
27.01.2018 23:37
Zitat von white.rose:

Zitat von Titania:

Zitat von white.rose:

Und wenn jemand einen Tipp hat, wie man einen Mann von einem Erziehungskonzept überzeugt, immer her damit

Mein Freund ist noch ein Fan von ganz klassischem "Verstärken" (erwünschten Verhaltens) und das ist ja mal so gar nicht meins


scheinbar ist dein Freund trotz einer solchen Erziehung (ich nehme es einfach mal so an ) soweit gut gelungen, dass er jetzt dein Freund sein kann


Während ich nen Haufen Zeit dafür aufwende, sein kümmerliches Selbstwertgefühl aufzubauen, weil er glaubt, sich Zuwendung durch erwünschtes Verhalten oder Leistung verdienen zu müssen.


naja gut, aber irgendwann läuft es ja darauf hinaus. Ich finde übrigens nichts Verwerfliches wenn jemand eine gute Leistung erbringt, das imponiert mir auch. Im Gegensatz zu denjenigen die auf nichts Lust haben, ohne es jemals überhaupt nur ausprobiert zu haben.
cooky
12602 Beiträge
27.01.2018 23:46
Zitat von Marf:

Zitat von cooky:

Zitat von Marf:

Zitat von cooky:

...

Allein z.B. das Prinzip der Gemeinschaftsschulen und deren Konzept der freien Arbeitseinteilung usw. zeigt das sich etwas ändert.Die Einstellungen zu den Methoden ändert sich.
Wobei Erziehungsmodelle in der Schule nichts zu suchen haben.Das ist Sache des Elternhauses.

Ich glaube ich meinte was anderes als du

Dann meinst du die Auswirkungen aufs Verhalten ,Lernen usw.?
Naja,da kommt Unerzogen, im negativen Sinne schon Zutage!


Ich frage mich nur wie, wenn es doch erst jetzt zum Trend wurde. Gerade wenn es so massiv ist, dass es ausfällt, muss das ja schon bei mehreren im Kleinkindalter praktiziert worden sein. Selbst bei Grundschülern müssten das Eltern ja schon vor 6,7,8....+ Plus Jahren hinterher gewesen sein. An weiterführenden Schulen wäre es noch länger her, dass man so erzieht bzw. unerzogen lebt, um damit das jetzige Verhalten von 14,15 Jährigen daraus abzuleiten.
Ich weiß auch, dass die Kinder heute oft anders sind. Ich hab oft genug an Schulen hospitiert und auch gearbeitet.
Aber diese andere Art der Kinder lässt sich nicht rein von Unerzogenen oder AP ableiten. Die vierte Klasse in der ich 2008 tätig wurde 1998 geboren. Wer kannte da AP?

Die "Problemkinder" die ich kennengelernt hab, auch als Übungsleiter, waren dann doch eher Marke Elternhaus "Mir doch scheiß egal was du machst."
27.01.2018 23:52
Zitat von KRÄTZÄ:

Zitat von Schnecke510:

Ja, ich kann das bestätigen.
Und ich wette, dass 90% der Kinder der Leute hier aus dem Forum genau so drauf sind. Wenn man sagt, man legt Wert auf Erziehung und gute Manieren, weil es für das Kind das Leben leichter macht, dann ist man gleich böse und wird konfrontiert mit diesem komischen "AP".
Nein, im Leben ist nicht alles nur Bedürfnis, sondern v.a. Pflicht. Traurig, aber es ist eben so. Und darauf sollte man die Kinder bestmöglich vorbereiten.
Ich denke, die meisten Leute verwechseln Elternliebe mit Nachlässigkeit. Wenn man fremde Kinder kritisiert, ist man eh gleich raus..weil keiner mehr eine ehrliche Meinung zu unerzogenen Kindern verträgt.


Die Wette verlierst du sowas von.


27.01.2018 23:53
Zitat von Seramonchen:

Zitat von Schnecke510:

...und aggressives Verhalten ist übrigens die logische Konsequenz von zu viel Freiräumen. Das Kind ist unsicher und orientierungslos, deshalb ist es aggressiv.
Meine Kinder hatten immer klare Regeln und Grenzen und waren nie aggressiv. Vielleicht auch deshalb, weil wir nie einen hohen Fleischkonsum hatten.


Auf jeden fall. Der Fleischkonsum ist die Lösung


Marf
30228 Beiträge
27.01.2018 23:56
Zitat von cooky:

Zitat von Marf:

Zitat von cooky:

Zitat von Marf:

...

Ich glaube ich meinte was anderes als du

Dann meinst du die Auswirkungen aufs Verhalten ,Lernen usw.?
Naja,da kommt Unerzogen, im negativen Sinne schon Zutage!


Ich frage mich nur wie, wenn es doch erst jetzt zum Trend wurde. Gerade wenn es so massiv ist, dass es ausfällt, muss das ja schon bei mehreren im Kleinkindalter praktiziert worden sein. Selbst bei Grundschülern müssten das Eltern ja schon vor 6,7,8....+ Plus Jahren hinterher gewesen sein. An weiterführenden Schulen wäre es noch länger her, dass man so erzieht bzw. unerzogen lebt, um damit das jetzige Verhalten von 14,15 Jährigen daraus abzuleiten.
Ich weiß auch, dass die Kinder heute oft anders sind. Ich hab oft genug an Schulen hospitiert und auch gearbeitet.
Aber diese andere Art der Kinder lässt sich nicht rein von Unerzogenen oder AP ableiten. Die vierte Klasse in der ich 2008 tätig wurde 1998 geboren. Wer kannte da AP?

Die "Problemkinder" die ich kennengelernt hab, auch als Übungsleiter, waren dann doch eher Marke Elternhaus "Mir doch scheiß egal was du machst."

Die Strömung gibt es schon länger.Vielleicht hieß es nur anders.
cooky
12602 Beiträge
28.01.2018 00:02
Zitat von Marf:

Zitat von cooky:

Zitat von Marf:

Zitat von cooky:

...

Dann meinst du die Auswirkungen aufs Verhalten ,Lernen usw.?
Naja,da kommt Unerzogen, im negativen Sinne schon Zutage!


Ich frage mich nur wie, wenn es doch erst jetzt zum Trend wurde. Gerade wenn es so massiv ist, dass es ausfällt, muss das ja schon bei mehreren im Kleinkindalter praktiziert worden sein. Selbst bei Grundschülern müssten das Eltern ja schon vor 6,7,8....+ Plus Jahren hinterher gewesen sein. An weiterführenden Schulen wäre es noch länger her, dass man so erzieht bzw. unerzogen lebt, um damit das jetzige Verhalten von 14,15 Jährigen daraus abzuleiten.
Ich weiß auch, dass die Kinder heute oft anders sind. Ich hab oft genug an Schulen hospitiert und auch gearbeitet.
Aber diese andere Art der Kinder lässt sich nicht rein von Unerzogenen oder AP ableiten. Die vierte Klasse in der ich 2008 tätig wurde 1998 geboren. Wer kannte da AP?

Die "Problemkinder" die ich kennengelernt hab, auch als Übungsleiter, waren dann doch eher Marke Elternhaus "Mir doch scheiß egal was du machst."

Die Strömung gibt es schon länger.Vielleicht hieß es nur anders.


Als kleine Strömung, bei vereinzelten Kinder dann.
Aber diese Generation über die man sich heute immer aufregt in Bezug auf Respektlosigkeit?
Das ist mir jetzt tatsächlich zu wenig Begründung und zu vereinfacht, als das man das Phänomen nun mit einer schon älteren AP Strömung herleiten könnte.
Ich bin jetzt ja auch mit fast 30 nicht so als. Dieses klassische in Beziehung gehen war in den frühen Neunzigern und auch später wie ich es durch die Jugendarbeit mitbekommen habe sicher nicht so im Trend, als dass es nun so eine ganze Generation hervorgebracht hätte.
28.01.2018 00:02
Zitat von sunshine_26:

Zitat von Schnecke510:

Zitat von Seramonchen:

Zitat von Schnecke510:

...


Früher war alles besser. Als der Rohrstock noch dazu diente, sich mal richtig durchzusetzen. Sieht man ja an der freundlichen und empathischen Generation aus dieser Zeit. Was ist nur mit den guten alten Zeiten geworden? Wie kann es sein, dass immer mehr Menschen ihre Kinder auch mal als eigenständige Charaktere wahrnehmen und nicht sofort eingreifen, wenn sie mal nicht funktionieren? *seufz* Wohin soll das die Gesellschaft nur bringen?

Kennst du nur Extreme? Ich wähle den Mittelweg!
Weder Rohrstock, noch Vernachlässigung, sondern vorausschauendes Interesse an der Entwicklung meiner Kinder.


Danke schnecke.

Bei diesem thema sind wir einer Meinung.


Glaub ich nicht.

Bei Schnecke zählt nur eine Richtung. Wenn sich ihre Kinder in eine andere Richtung entwickeln, die nicht per se schlecht sein muss, sondern nur anders... dann, tja, was soll ich sagen? Gabs wohl ein Steak zu viel und der Kellner wurde nicht begrüßt. Oh nein, streich das mit dem Kellner, der gehört zum Pöbel und muss sicher nicht gegrüßt werden. Einzig das Steak hat Schuld.
cooky
12602 Beiträge
28.01.2018 00:05
Zitat von cooky:

Zitat von Marf:

Zitat von cooky:

Zitat von Marf:

...


Ich frage mich nur wie, wenn es doch erst jetzt zum Trend wurde. Gerade wenn es so massiv ist, dass es ausfällt, muss das ja schon bei mehreren im Kleinkindalter praktiziert worden sein. Selbst bei Grundschülern müssten das Eltern ja schon vor 6,7,8....+ Plus Jahren hinterher gewesen sein. An weiterführenden Schulen wäre es noch länger her, dass man so erzieht bzw. unerzogen lebt, um damit das jetzige Verhalten von 14,15 Jährigen daraus abzuleiten.
Ich weiß auch, dass die Kinder heute oft anders sind. Ich hab oft genug an Schulen hospitiert und auch gearbeitet.
Aber diese andere Art der Kinder lässt sich nicht rein von Unerzogenen oder AP ableiten. Die vierte Klasse in der ich 2008 tätig wurde 1998 geboren. Wer kannte da AP?

Die "Problemkinder" die ich kennengelernt hab, auch als Übungsleiter, waren dann doch eher Marke Elternhaus "Mir doch scheiß egal was du machst."

Die Strömung gibt es schon länger.Vielleicht hieß es nur anders.


Als kleine Strömung, bei vereinzelten Kinder dann.
Aber diese Generation über die man sich heute immer aufregt in Bezug auf Respektlosigkeit?
Das ist mir jetzt tatsächlich zu wenig Begründung und zu vereinfacht, als das man das Phänomen nun mit einer schon älteren AP Strömung herleiten könnte.
Ich bin jetzt ja auch mit fast 30 nicht so als. Dieses klassische in Beziehung gehen war in den frühen Neunzigern und auch später wie ich es durch die Jugendarbeit mitbekommen habe sicher nicht so im Trend, als dass es nun so eine ganze Generation hervorgebracht hätte.


Ergänzend, da Zaubi gerade schreibt. Sie hat doch genau einen Sohn in dem Alter. Und war mit ihrer Erziehung doch sicherlich immer mehr Exot als Mainstream zu der Zeit.
Wie gesagt, das ist mir jetzt zu vereinfacht AP jetzt zur Begründung der jetzigen Jugend und deren Verhalten anzuführen
28.01.2018 00:12
Zitat von KRÄTZÄ:

Zitat von Skorpi:

Zitat von Seramonchen:

Zitat von Skorpi:

...


Von Klaps auf die Hand bis hin zu „geh in dein Zimmer und komm wieder, wenn du dich beruhigt hast“ - such dir was aus. Ist alles eine Form der Gewalt und wird gerne als Erziehung betitelt.

Also, ich lese hier sehr oft: ich diskutiere doch nicht mit nem 3-jährigen. Oder auch: „das Kind weiß doch gar nicht, dass es draußen friert, also muss ICH dafür sorgen, dass es eine Mütze auf hat“

Im letzten Absatz pochst du schon wieder drauf


Das ist leider eine alte Erziehungsrichtung, die vereinzelt sicherlich so auch noch auftritt. Der Großteil hat aber glaub ich schon verstanden, dass sowas eben nicht sinnvolle Erziehung ist.

Wobei ich meinen auch sage, dass sie die Winterschuhe und nicht die Sandalen anziehen solenl, weil es eben kalt ist und wir kein Sommer haben. Natürlich würden Kinder das auch selber merken, aber nicht jeder hat so viel Zeit, 5 Mal nochmal wieder rein zugehen damit sich das Kind nochmal umziehen kann, genauso schleppt man ja auch keine Tonnen an Kleidung und Schuhe mit, damit das Kind sich eben unterwegs nochmal umziehen kann. Da diskutiere ich tatsächlich auch nicht rum. Hier gab es deswegen aber auch noch nie Probleme. Mit Gewalt hat das ja nun wirklich nichts zu tun.


Ich würde die Sandalen einfach weg stellen im Winter


Dann gehen sie ohne Ich hatte einfach Wechselsachen und Winterschuhe mit. Hatte sich nach wenigen Metern auch erledigt. Und das genau EINMAL. Danach wusste er, dass Schnee kalt ist. Aber da fällt der Apfel nicht weit vom Stamm. Ich renne ja heute noch beim ersten Schnee barfuss und im Schlafanzug morgens auf die Terrasse und freu mich. Ich muss ihn spüren, riechen, fühlen und die Füsse einmal kalt werden lassen.
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