Mütter- und Schwangerenforum

Warum nicht stillen?

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Kitja
1677 Beiträge
22.02.2021 22:16
Zitat von Anonym 1 (206305):

Hallo, ich möchte das überhaupt nicht werten. Ich möchte wirklich einfach nur aus Interesse wissen, welche Gründe man hat, nicht zu stillen. Ich höre das im Freundeskreis immer öfter und möchte nicht fragen, weil ich niemandem zu Nahe treten will.
Lieben Gruß
Annie


Nach einem Monat Quälerei weil A (Schlupfwarzen) B (Kaum Milch, nach 30 Minuten abpumpen nur 5ml)C (Ein sehr leichtes Kind, welches nicht abnehmen durfte) und D (Ich fand es ziemlich unangenehm und etwas ekelhaft, wenn ich ehrlich bin),
habe ich es aufgegeben. Danach war ich, mein Kind und die ganze Familie viel entspannter und stressfreier.
Karamellkern
867 Beiträge
22.02.2021 22:22
Ich finde überhaupt nicht dass das überbewertet wird.
Wenn es sich nicht gut oder richtig anfühlt dann lässt man es eben.
Bimbam
796 Beiträge
22.02.2021 23:05
In meiner Familie und Schwiegerfamilie wurde außer meinen Kindern kein Kind gestillt und es kamen teilweise wirklich seltsame Sprüche zum Thema stillen...

Die Beweggründe für die Flaschenernährung waren unterschiedlich:
- nicht genügend Milch
- Ekel vor der eigenen Muttermilch
- der Partner wollte es nicht
- ...

Mir ist es herzlich egal, wie andere sich entscheiden, das bewerte ich nicht. Gesund groß geworden sind sie alle

Ich fand es schon als Kind immer sehr traurig, wenn ich gesehen habe, dass eine Tiermama ihre Babys nicht säugen wollte (bzw teilweise auch nicht durfte) und sie deshalb mit der Flasche aufgezogen werden mussten. Ich bin auf dem Land aufgewachsen ...

Das fühlte sich für mich einfach nicht richtig an, auch im Bezug auf meine Kinder.

Ich denke, es hat schon viel mit dem Umfeld zu tun, wofür man sich entscheidet.

Maichen2020
141 Beiträge
22.02.2021 23:59
Ich konnte mir in der Schwangerschaft auch nicht vorstellen zu stillen. Fand den Gedanken befremdlich und auch eklig. Milcheinschluss war der absolute Horror. Die Schmerzen waren schlimmer als der Kaiserschnitt. Jedes Anlegen im ersten Monate hat so weh getan, dass ich hätte schreien können. Ich saß so oft tränenüberströmt beim stillen und habe meinem Mann gesagt, dass ich mir einfach wünsche, dass ich keine Milch mehr habe und ohne schlechtes Gewissen Flasche geben kann. Aber bei mir lief es im wahrsten Sinne des Wortes. Ohne Anlegen ist mir permanent Milch ausgelaufen. Das war für mich das schlimmste. Machst hab ich Handtücher durchgeweicht, beim Aufstehen überall getropft und unter Menschen gehen könnte ich überhaupt nicht. Hatte maxibinden im BH. Und Hebamme hat das ganze nicht ernst genommen. Sich gefreut, dass es bei mir so gut läuft... während ich total am Boden war. Jeden Tag hab ich mit mir gerungen. jeden Tag wollte ich aufgeben. Und ich hatte so viele Gründe dazu.
Aber ich wollte meinem Kind eben auch den besten Start ins Leben geben. Also hab ich mir das zielt gesetzt, zumindest die ersten drei Monate. Irgendwann habe ich den Milchfluss in den Griff bekommen und dann haben auch die schmerzenz aufgehört. Aber meine Lieblingsbeschäftigung war es immer noch nicht. Trotzdem wollte ich dann 6 Monate schaffen,. Obwohl ich eben immernoch nicht zu den Müttern gehöre, die sagen stillen ist das größte.
Und jetzt? Stillen wir schon fast 9 Monate, mein kleiner hat keinen Bock auf richtiges Essen und kommt rund um die Uhr alle zwei Stunden. Aber weil ich eben Stille, ist er gut genährt und versorgt mit allem was sein kleiner Körper braucht. Ans aufhören denke ich auch noch jeden Tag. Aber ich entscheide mich dann doch immer wieder ihm das Beste zu geben, was ich kann. Auch wenn es unangenehm, anstrengend, manchmal schmerzhaft und nervenzerreisend ist.

Deswegen an alle zukünftigen Mamas, die hier mitlesen und eigentlich nicht Stillen wollen. Verliert den Mut nicht und probiert es zumindest wenn es geht für 2-3 Monate.
-bald-mami-
23379 Beiträge
23.02.2021 00:07
Oder vielleicht auch nur einmal im Kreißsaal, die Vormilch ist ein wahrer Immun-Booster!
Zimtnudel
325 Beiträge
23.02.2021 00:40
Das sollte wirklich jede Frau selbst entscheiden und ihre Entscheidung sollte akzeptiert werden. Finde es auch schlimm wie Frauen teilweise gleich verurteilt werden, wenn sie sich gegen das Stillen entscheiden.

Ich selbst stille zwar, hab mich aber auch auf beides vorbereitet und am Ende der Schwangerschaft Flaschen und Pre-Milchpulver in den Schrank gestellt.
Anonym 1 (206305)
0 Beiträge
23.02.2021 02:00
Zitat von Marf:

Ist doch egal weswegen.

Danke für deinen Beitrag
annnnie
227 Beiträge
23.02.2021 02:01
Zitat von Anonym 1 (206305):

Zitat von Marf:

Ist doch egal weswegen.

Danke für deinen Beitrag


Hab vergessen, das anonym Häkchen zu entfernen.
Annie
annnnie
227 Beiträge
23.02.2021 02:06
Ich danke euch für eure Antworten. Wie war das denn gesellschaftlich, hattet ihr mit extrem viel Kritik zu kämpfen?
Ich persönlich würde mir nie anmaßen, das zu werten. Selbst "ich will einfach nicht" ist durchaus Grund genug, Dinge zu unterlassen, bei denen man sich nicht wohlfühlt. Ich wollte wirklich nur meine Neugierde befriedigen.
Christen
22396 Beiträge
23.02.2021 06:10
Zitat von Elsilein:

Meinen Sohn wollte ich gerne stillen, aber die Stillberatung im Krankenhaus war für die Katz und hat mich total demotiviert. Nach zwei Tagen voll gescheiterter Stillversuche hatte mein Sohn den Kopf, ich beide Brüste blau von den Anlegeversuchen des Krankenhauspersonals, während Sohnekind mich/meine Brust unentwegt mit ausgetrockneter Kehle angebrüllt hatte. Die Schwestern und Hebammen hatten mir vermittelt, man müsse das "selber können" (keine Ahnung woher - Intuition vielleicht?) und waren genervt von meinen ständigen "Hilferufen".

Außerdem (Obacht - es folgt meine subjektive Empfindung in dieser hochemotionalen Phase!) lag im Bett nebenan eine ungewollt schwanger gewordene 22-Jährige, die ihr frisch entbundenes, winzig kleines Raucherbaby eigentlich gar nicht haben wollte, hat Kette geraucht und ihr Baby gestillt und es lief ohne nur das kleinste Problemchen. Das fand ich so ungerecht, dass sich der Druck auf mich nur noch verstärkt hatte (natürlich war das nicht der Grund letztendlich - ich gönne ja keinen Stillprobleme -, aber man fragt sich halt mehr und mehr, warum es bei "denen" klappt und bei meinem absoluten Wunschkind nach langer Hibbelzeit nicht usw... Gedankenkarussell und so).

Ich habe dann im Endeffekt kurzentschlossen reagiert, bei der Nachtschwester ein Fläschchen und eine Abstilltablette geordert und das Experiment endete, bevor es begonnen hatte. Mein Sohn konnte kurz nach der Geburt an einer Brust Kolostrum trinken; die zweite Seite hatte er da schon nicht mehr angenommen. Er hatte sich nur dieses eine Mal kurz nach der Geburt richtig "festgesaugt".

Im Nachhinein habe ich meine Entscheidung schon insofern bereut, als dass ich es nicht weiter (mit mehr Ruhe und der Hebamme zu Hause) versucht habe. Andererseits habe ich die Vorteile der Flaschenernährung durchaus genossen. Mein Kind war immer ein guter Trinker, es gab keine Bauchschmerzen, keine Schlafprobleme, die erste Zeit war extrem gechillt etc.pp... Insofern war es letztendlich irgendwie "schade drum" (es hätte mit dem Stillen ja genau so super oder sogar noch superer werden können), aber irgendwie war es auch ganz okay letztendlich. Kind war selten krank und ist trotzdem groß geworden.

Fürs zweite Kind habe ich mir nicht vorgenommen, unbedingt zu stillen (da wären wir dann wieder bei dem Druck), aber es unbedingt wieder zu versuchen. Mich weniger belabern zu lassen, uns nicht grob anfassen zu lassen und ungemütlich zu werden, sollte man uns wieder so behandeln. Letztendlich möchte ich mich nicht entmutigen lassen, wenn es wieder nicht auf Anhieb funktioniert und es dann auf jeden Fall zu Hause weiter versuchen. Sollte es aber nachhaltig Probleme geben oder mir/uns irgendwie nicht gut tun, ist es auch vollkommen okay, wenn es wieder die Flasche wird.
das ist die beste Einstellung und so bin ich auch immer dran gegangen. Probieren gerne, aber keine Quälerei! Mal hat's geklappt, mal eben nicht
Snowpix
529 Beiträge
23.02.2021 06:19
Meine beiden Kinder wollten einfach nicht. Ich hatte soviel Milch.. das ich abpumpen musste. Die Hebamme und auch die Schwestern auf Station haben mich auch beim Anlegen unterstützen wollen. Aber beide Kinder wollten von Anfang an nicht angelegt und gestillt werden.
Ich hätte wirklich gerne gestillt, eben weil ich so üppig Milch hatte. Doch selbst der Arzt meinte hinterher, es würde so keinen Sinn machen. Daher habe ich halt abgepumpt und per Flasche gegeben.
Elsilein
11311 Beiträge
23.02.2021 07:05
Zitat von Christen:

Zitat von Elsilein:

Meinen Sohn wollte ich gerne stillen, aber die Stillberatung im Krankenhaus war für die Katz und hat mich total demotiviert. Nach zwei Tagen voll gescheiterter Stillversuche hatte mein Sohn den Kopf, ich beide Brüste blau von den Anlegeversuchen des Krankenhauspersonals, während Sohnekind mich/meine Brust unentwegt mit ausgetrockneter Kehle angebrüllt hatte. Die Schwestern und Hebammen hatten mir vermittelt, man müsse das "selber können" (keine Ahnung woher - Intuition vielleicht?) und waren genervt von meinen ständigen "Hilferufen".

Außerdem (Obacht - es folgt meine subjektive Empfindung in dieser hochemotionalen Phase!) lag im Bett nebenan eine ungewollt schwanger gewordene 22-Jährige, die ihr frisch entbundenes, winzig kleines Raucherbaby eigentlich gar nicht haben wollte, hat Kette geraucht und ihr Baby gestillt und es lief ohne nur das kleinste Problemchen. Das fand ich so ungerecht, dass sich der Druck auf mich nur noch verstärkt hatte (natürlich war das nicht der Grund letztendlich - ich gönne ja keinen Stillprobleme -, aber man fragt sich halt mehr und mehr, warum es bei "denen" klappt und bei meinem absoluten Wunschkind nach langer Hibbelzeit nicht usw... Gedankenkarussell und so).

Ich habe dann im Endeffekt kurzentschlossen reagiert, bei der Nachtschwester ein Fläschchen und eine Abstilltablette geordert und das Experiment endete, bevor es begonnen hatte. Mein Sohn konnte kurz nach der Geburt an einer Brust Kolostrum trinken; die zweite Seite hatte er da schon nicht mehr angenommen. Er hatte sich nur dieses eine Mal kurz nach der Geburt richtig "festgesaugt".

Im Nachhinein habe ich meine Entscheidung schon insofern bereut, als dass ich es nicht weiter (mit mehr Ruhe und der Hebamme zu Hause) versucht habe. Andererseits habe ich die Vorteile der Flaschenernährung durchaus genossen. Mein Kind war immer ein guter Trinker, es gab keine Bauchschmerzen, keine Schlafprobleme, die erste Zeit war extrem gechillt etc.pp... Insofern war es letztendlich irgendwie "schade drum" (es hätte mit dem Stillen ja genau so super oder sogar noch superer werden können), aber irgendwie war es auch ganz okay letztendlich. Kind war selten krank und ist trotzdem groß geworden.

Fürs zweite Kind habe ich mir nicht vorgenommen, unbedingt zu stillen (da wären wir dann wieder bei dem Druck), aber es unbedingt wieder zu versuchen. Mich weniger belabern zu lassen, uns nicht grob anfassen zu lassen und ungemütlich zu werden, sollte man uns wieder so behandeln. Letztendlich möchte ich mich nicht entmutigen lassen, wenn es wieder nicht auf Anhieb funktioniert und es dann auf jeden Fall zu Hause weiter versuchen. Sollte es aber nachhaltig Probleme geben oder mir/uns irgendwie nicht gut tun, ist es auch vollkommen okay, wenn es wieder die Flasche wird.
das ist die beste Einstellung und so bin ich auch immer dran gegangen. Probieren gerne, aber keine Quälerei! Mal hat's geklappt, mal eben nicht

Danke für deinen Zuspruch; dann kann es ja dieses Mal nur besser werden (und das meine ich unabhängig vom Ergebnis; einfach ohne Druck, Vorwürfe und Schuldgefühle).
bambina_1990
15170 Beiträge
23.02.2021 07:14
Bei den ersten zwei war ich jünger und hatte nicht das Durchhaltevermögen wenn ich ehrlich bin , nach 2 Monaten spätestens hatte ich damals kein Bock mehr , heute könnte ich mich in den arsch beißen dafür ABER sie sind trotzdem groß geworden und haben null Allergien etc .
Bei Kind 3 hab ich gestillt , vier Monate lang , klappte auch recht gut aber auf einmal wurde die Milch immer weniger bei Kind 4 habe ich über 6 Monate gestillt , dann stillte sie sich selber ab und hat schnell mit gegessen bei uns . Jetzt stille ich nr.5 seid 10 Tagen also seid Geburt und am 3.Tag hab ich ein stillhütchen verlangt , einfach weil meine Brustwarzen so dermaßen offen waren das ich mich vor jeden anlegen verkrampft habe . Die Hebamme wollte es mir ausreden aber das war mir egal , Joni nimmt es ohne Probleme an und es klappte mit Hütchen sofort super

Warum? Wieso ? Weshalb ? Muss jeder selbst wissen . Jetzt trifft man hier bei mc auf viel Verständnis sowohl für das eine als auch für das andere . Bei meiner großen vor 10 Jahren wurde man regelrecht verurteilt wenn man nicht stillt . Aber Zeiten ändern sich

Nichts desto trotz bin ich der Überzeugung das Muttermilch das beste ist
Arielle30
1334 Beiträge
23.02.2021 07:16
Zitat von Maichen2020:

Ich konnte mir in der Schwangerschaft auch nicht vorstellen zu stillen. Fand den Gedanken befremdlich und auch eklig. Milcheinschluss war der absolute Horror. Die Schmerzen waren schlimmer als der Kaiserschnitt. Jedes Anlegen im ersten Monate hat so weh getan, dass ich hätte schreien können. Ich saß so oft tränenüberströmt beim stillen und habe meinem Mann gesagt, dass ich mir einfach wünsche, dass ich keine Milch mehr habe und ohne schlechtes Gewissen Flasche geben kann. Aber bei mir lief es im wahrsten Sinne des Wortes. Ohne Anlegen ist mir permanent Milch ausgelaufen. Das war für mich das schlimmste. Machst hab ich Handtücher durchgeweicht, beim Aufstehen überall getropft und unter Menschen gehen könnte ich überhaupt nicht. Hatte maxibinden im BH. Und Hebamme hat das ganze nicht ernst genommen. Sich gefreut, dass es bei mir so gut läuft... während ich total am Boden war. Jeden Tag hab ich mit mir gerungen. jeden Tag wollte ich aufgeben. Und ich hatte so viele Gründe dazu.
Aber ich wollte meinem Kind eben auch den besten Start ins Leben geben. Also hab ich mir das zielt gesetzt, zumindest die ersten drei Monate. Irgendwann habe ich den Milchfluss in den Griff bekommen und dann haben auch die schmerzenz aufgehört. Aber meine Lieblingsbeschäftigung war es immer noch nicht. Trotzdem wollte ich dann 6 Monate schaffen,. Obwohl ich eben immernoch nicht zu den Müttern gehöre, die sagen stillen ist das größte.
Und jetzt? Stillen wir schon fast 9 Monate, mein kleiner hat keinen Bock auf richtiges Essen und kommt rund um die Uhr alle zwei Stunden. Aber weil ich eben Stille, ist er gut genährt und versorgt mit allem was sein kleiner Körper braucht. Ans aufhören denke ich auch noch jeden Tag. Aber ich entscheide mich dann doch immer wieder ihm das Beste zu geben, was ich kann. Auch wenn es unangenehm, anstrengend, manchmal schmerzhaft und nervenzerreisend ist.

Deswegen an alle zukünftigen Mamas, die hier mitlesen und eigentlich nicht Stillen wollen. Verliert den Mut nicht und probiert es zumindest wenn es geht für 2-3 Monate.


Das heißt aber nicht, dass nicht auch Flaschenkinder gut genährt sind.

Und an jene, die schon ein Kind haben und das stillen probiert haben und es die HÖLLE war (ja, ich meine damit die Hölle), wird hier meiner meinung nach schon wieder nur ein schlechtes gewissen gemacht.
Ich finde die Geburt war um einiges schöner und schmerzbefreiter als jedes mal Anlegen.
Marf
24353 Beiträge
23.02.2021 07:36
Zitat von annnnie:

Zitat von Anonym 1 (206305):

Zitat von Marf:

Ist doch egal weswegen.

Danke für deinen Beitrag


Hab vergessen, das anonym Häkchen zu entfernen.
Annie

Tja,schade...
Weil ,es ist egal.Weil jede Frau das für sich entscheiden kann und einfach kein Thema sein sollte.Weswegen muss man sich als Eltern erklären, ob man stillt o.nicht?! Gerade das schafft diesen Druck an dem dann so viele brechen.
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