Mütter- und Schwangerenforum

Warum nicht stillen?

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annnnie
230 Beiträge
23.02.2021 07:40
Zitat von Marf:

Zitat von annnnie:

Zitat von Anonym 1 (206305):

Zitat von Marf:

Ist doch egal weswegen.

Danke für deinen Beitrag


Hab vergessen, das anonym Häkchen zu entfernen.
Annie

Tja,schade...
Weil ,es ist egal.Weil jede Frau das für sich entscheiden kann und einfach kein Thema sein sollte.Weswegen muss man sich als Eltern erklären, ob man stillt o.nicht?! Gerade das schafft diesen Druck an dem dann so viele brechen.


Ja, aber durch Kommunikation werden gerade solche Probleme und der Druck aus dem Weg geschafft. Weiß man um die Gründe des Verhaltens des anderen, lässt sich ein Perspektivwechsel vornehmen. Dank Antworten, wie du sie gegeben hast, funktioniert sowas leider nicht. Anstatt in den konstruktiven Austausch zu gehen, wird "gezickt". So habe ich deine Antwort jedenfalls empfunden. Korrigiere mich gerne, wenn ich das falsch aufgefasst habe.
MickeyMaus
1132 Beiträge
23.02.2021 07:49
Zitat von Elsilein:

Zitat von Christen:

Zitat von Elsilein:

Meinen Sohn wollte ich gerne stillen, aber die Stillberatung im Krankenhaus war für die Katz und hat mich total demotiviert. Nach zwei Tagen voll gescheiterter Stillversuche hatte mein Sohn den Kopf, ich beide Brüste blau von den Anlegeversuchen des Krankenhauspersonals, während Sohnekind mich/meine Brust unentwegt mit ausgetrockneter Kehle angebrüllt hatte. Die Schwestern und Hebammen hatten mir vermittelt, man müsse das "selber können" (keine Ahnung woher - Intuition vielleicht?) und waren genervt von meinen ständigen "Hilferufen".

Außerdem (Obacht - es folgt meine subjektive Empfindung in dieser hochemotionalen Phase!) lag im Bett nebenan eine ungewollt schwanger gewordene 22-Jährige, die ihr frisch entbundenes, winzig kleines Raucherbaby eigentlich gar nicht haben wollte, hat Kette geraucht und ihr Baby gestillt und es lief ohne nur das kleinste Problemchen. Das fand ich so ungerecht, dass sich der Druck auf mich nur noch verstärkt hatte (natürlich war das nicht der Grund letztendlich - ich gönne ja keinen Stillprobleme -, aber man fragt sich halt mehr und mehr, warum es bei "denen" klappt und bei meinem absoluten Wunschkind nach langer Hibbelzeit nicht usw... Gedankenkarussell und so).

Ich habe dann im Endeffekt kurzentschlossen reagiert, bei der Nachtschwester ein Fläschchen und eine Abstilltablette geordert und das Experiment endete, bevor es begonnen hatte. Mein Sohn konnte kurz nach der Geburt an einer Brust Kolostrum trinken; die zweite Seite hatte er da schon nicht mehr angenommen. Er hatte sich nur dieses eine Mal kurz nach der Geburt richtig "festgesaugt".

Im Nachhinein habe ich meine Entscheidung schon insofern bereut, als dass ich es nicht weiter (mit mehr Ruhe und der Hebamme zu Hause) versucht habe. Andererseits habe ich die Vorteile der Flaschenernährung durchaus genossen. Mein Kind war immer ein guter Trinker, es gab keine Bauchschmerzen, keine Schlafprobleme, die erste Zeit war extrem gechillt etc.pp... Insofern war es letztendlich irgendwie "schade drum" (es hätte mit dem Stillen ja genau so super oder sogar noch superer werden können), aber irgendwie war es auch ganz okay letztendlich. Kind war selten krank und ist trotzdem groß geworden.

Fürs zweite Kind habe ich mir nicht vorgenommen, unbedingt zu stillen (da wären wir dann wieder bei dem Druck), aber es unbedingt wieder zu versuchen. Mich weniger belabern zu lassen, uns nicht grob anfassen zu lassen und ungemütlich zu werden, sollte man uns wieder so behandeln. Letztendlich möchte ich mich nicht entmutigen lassen, wenn es wieder nicht auf Anhieb funktioniert und es dann auf jeden Fall zu Hause weiter versuchen. Sollte es aber nachhaltig Probleme geben oder mir/uns irgendwie nicht gut tun, ist es auch vollkommen okay, wenn es wieder die Flasche wird.
das ist die beste Einstellung und so bin ich auch immer dran gegangen. Probieren gerne, aber keine Quälerei! Mal hat's geklappt, mal eben nicht

Danke für deinen Zuspruch; dann kann es ja dieses Mal nur besser werden (und das meine ich unabhängig vom Ergebnis; einfach ohne Druck, Vorwürfe und Schuldgefühle).


Ich hab es ähnlich mit meinem Großen gehabt, zusätzlich kam der Druck von allen " du musst stillen!"
wir haben es eine Woche versucht und so gelitten das ich fast in eine Wochenbettdepression geschlittert bin und dann hab ich das Stillen aufgegeben und durfte mir noch vorwürfe anhören

bei der kleinen hab ich allen direkt verklickert, das ich diesmal nicht stille oder es nur im Krankenhaus machen werde, damit sie das kolostrum wenigstens bekommt und ich mir keinen stress machen werde . Am Ende haben wir fast 18 Monat gestillt
Marf
24356 Beiträge
23.02.2021 07:50
Zitat von annnnie:

Zitat von Marf:

Zitat von annnnie:

Zitat von Anonym 1 (206305):

...


Hab vergessen, das anonym Häkchen zu entfernen.
Annie

Tja,schade...
Weil ,es ist egal.Weil jede Frau das für sich entscheiden kann und einfach kein Thema sein sollte.Weswegen muss man sich als Eltern erklären, ob man stillt o.nicht?! Gerade das schafft diesen Druck an dem dann so viele brechen.


Ja, aber durch Kommunikation werden gerade solche Probleme und der Druck aus dem Weg geschafft. Weiß man um die Gründe des Verhaltens des anderen, lässt sich ein Perspektivwechsel vornehmen. Dank Antworten, wie du sie gegeben hast, funktioniert sowas leider nicht. Anstatt in den konstruktiven Austausch zu gehen, wird "gezickt". So habe ich deine Antwort jedenfalls empfunden. Korrigiere mich gerne, wenn ich das falsch aufgefasst habe.

Weil unterschwellig meist Kritik für die Nichtstillerinnen durchklingt.Man probiere es nicht genug,habe keine Geduld,könne doch zur Beratung etc.pp.
Später fragt keiner mehr danach wie das Kind ernährt wurde.
Austausch ja,aber leider ist es gerade bei Themen wie Ernährung schwer da eine wertfreie Basis zu halten.Das klappt bei Erwachsenen untereinander schon selten (z.B. Veggie vs Fleischesser),sind Kinder involviert, noch weniger.
DieOhneNamen
23220 Beiträge
23.02.2021 08:08
Huhu.

Hier herrscht doch ein ganz friedlicher Ton, ohne Anfeindungen oder Ähnlichem.

Bei meiner Großen vor fast 13 Jahren, habe ich nicht gestillt. Ich habe mich nicht "so weit" gefühlt und irgendwie war mir unwohl dabei.

Bei der Kleinen vor 8 Jahren hatte ich es mir dann vorgenommen, weil der gesellschaftliche Druck irgendwie so präsent war.
Sie kam dann als Frühchen und war zu schwach um an der Brust zu trinken, dennoch habe ich abgepumpt und es war ganz schlimm für mich.

Ich seh mich noch auf der Intensiv sitzen, zwischen anderen Müttern und auch Vätern, während die Krankenschwester mir links und rechts die Pumpe dran machte.
Wie eine gemolkene Kuh zur Anschauung, hat mich traumatisiert.

Als wir nach nem Monat heim durften, habe ich recht schnell abgestillt.

Für unser 3.Kind bin ich momentan noch offen und denke ich werde es nochmal probieren, in der Hoffnung, meine negative Erfahrung mit einer positiven zu ergänzen.

Wenn es aber nicht klappt, ist es ok für mich und sollte ich mich spontan entscheiden doch nicht zu stillen, ebenfalls.
Ich will diesesmal selbst und bewusst entscheiden ( wie instinktiv damals bei der Großen)

Anonym 3 (206305)
0 Beiträge
23.02.2021 08:51
Für mich ist es schwer zu verstehen und nachzuvollziehen wieso man seinem kind die muttermilch verwehrt. Pre ist auch nicht schlecht aber man kann es nun mal nicht von der hand weisen das mumi einfach besser ist
Mir fällt es schwer, nicht zu urteilen wenn sich jemand dagegen entscheidet.....
DieOhneNamen
23220 Beiträge
23.02.2021 09:01
Zitat von Anonym 3 (206305):

Für mich ist es schwer zu verstehen und nachzuvollziehen wieso man seinem kind die muttermilch verwehrt. Pre ist auch nicht schlecht aber man kann es nun mal nicht von der hand weisen das mumi einfach besser ist
Mir fällt es schwer, nicht zu urteilen wenn sich jemand dagegen entscheidet.....


Aber zählen dann diverse Argumente nicht für dich?
Wenn es einfach nicht klappen will oder man psychisch so zu kämpfen hat?

Das ist doch Grund genug es zu akzeptieren
Arielle30
1347 Beiträge
23.02.2021 09:05
Zitat von Anonym 3 (206305):

Für mich ist es schwer zu verstehen und nachzuvollziehen wieso man seinem kind die muttermilch verwehrt. Pre ist auch nicht schlecht aber man kann es nun mal nicht von der hand weisen das mumi einfach besser ist
Mir fällt es schwer, nicht zu urteilen wenn sich jemand dagegen entscheidet.....


Ja, Mumi ist besser.

Und du glaubst nicht, dass alle Mamis hier, die das Stillen letztendlich (meistens bereits aus psychischen Gründen) aufgegeben haben, mit der Entscheidung glücklich waren?

Ja, im Nachhinein vielleicht irgendwann.

Als ich nach 3 Wochen Qual mit entschied, meinem Kind die Mumi zu "verwehren" um selbst nicht in eine Depression zu schlittern, hab ich dann wegen dieser Tatsache wieder geheult. Und mir selbst ein schlechtes Gewissen gemacht. Als würd ich meinem Kind das beste wegnehmen. Aber es ging nun mal nicht anders.
Wäre schön, wenn man sich da ein klein bisschen in andere hinein versetzen könnte.
Ich könnte das nie, so wie man es hier bereits mehrmals las, sich nach wochenlanger Qual noch immer durchkämpfen, bis es besser wurde.
Ich habe diesen Kampfgeist dafür einfach nicht.

Und wieder rechtfertige ich mich. Niemand muss sich eigentlich rechtfertigen. Hach gottchen.
Jaspina1
1132 Beiträge
23.02.2021 09:13
Zitat von Anonym 3 (206305):

Für mich ist es schwer zu verstehen und nachzuvollziehen wieso man seinem kind die muttermilch verwehrt. Pre ist auch nicht schlecht aber man kann es nun mal nicht von der hand weisen das mumi einfach besser ist
Mir fällt es schwer, nicht zu urteilen wenn sich jemand dagegen entscheidet.....


Für mich ist e schwer zu verstehen und nachzuvollziehen, wie man nach so vielen Erklärungen immer noch nicht verstehen kann, wieso manche Frauen abstillen...
Anonym 3 (206305)
0 Beiträge
23.02.2021 09:23
War jetzt natürlich klar, das man deswegen nieder gemacht wird
Man kann mir erklären warum, wenn man es denn möchte, ich würde es so hinnehmen, mit der mama sprechen und dann wäre es gut.
Ich renne nicht auf nicht stillende zu und zeige mit dem finger auf sie. Ich behalte meine Meinung für mich, ausser man fragt mich danach.

Für mich persönlich ist es eben so, das es schwer für mich ist, das nachzuvollziehen.
DieOhneNamen
23220 Beiträge
23.02.2021 09:36
Zitat von Anonym 3 (206305):

War jetzt natürlich klar, das man deswegen nieder gemacht wird
Man kann mir erklären warum, wenn man es denn möchte, ich würde es so hinnehmen, mit der mama sprechen und dann wäre es gut.
Ich renne nicht auf nicht stillende zu und zeige mit dem finger auf sie. Ich behalte meine Meinung für mich, ausser man fragt mich danach.

Für mich persönlich ist es eben so, das es schwer für mich ist, das nachzuvollziehen.


Nieder gemacht? Das hat aber mit Sicherheit niemand.

Vielleicht ist es einfach ein zu sensibles Thema für dich?
Bzw für Einige

Man kann ja dennoch tolerant sein.

Ich habe mir ehrlich gesagt, noch nie Gedanken darüber gemacht, ob Andere stillen oder nicht.

Damit lebe ich eigentlich ganz gut.
Anonym 3 (206305)
0 Beiträge
23.02.2021 09:41
Zitat von DieOhneNamen:

Zitat von Anonym 3 (206305):

War jetzt natürlich klar, das man deswegen nieder gemacht wird
Man kann mir erklären warum, wenn man es denn möchte, ich würde es so hinnehmen, mit der mama sprechen und dann wäre es gut.
Ich renne nicht auf nicht stillende zu und zeige mit dem finger auf sie. Ich behalte meine Meinung für mich, ausser man fragt mich danach.

Für mich persönlich ist es eben so, das es schwer für mich ist, das nachzuvollziehen.


Nieder gemacht? Das hat aber mit Sicherheit niemand.

Vielleicht ist es einfach ein zu sensibles Thema für dich?
Bzw für Einige

Man kann ja dennoch tolerant sein.

Ich habe mir ehrlich gesagt, noch nie Gedanken darüber gemacht, ob Andere stillen oder nicht.

Damit lebe ich eigentlich ganz gut.

Wie gesagt, ich binde niemandem ungefragt meine Meinung auf die nase.
Rain5987
759 Beiträge
23.02.2021 09:43
Meine Mutter und meine Schwestern empfanden Stillen als lästig. Sie waren sowieso nie die Personen,die Nähe so zugelassen haben. Somit bekamen alle Kinder die Flasche. Meine Nichten machen genau das Gleiche. Nur ich fiel aus dem Raster und stillte meine Babys
Anonym 4 (206305)
0 Beiträge
23.02.2021 09:56
Zitat von Anonym 3 (206305):

Für mich ist es schwer zu verstehen und nachzuvollziehen wieso man seinem kind die muttermilch verwehrt. Pre ist auch nicht schlecht aber man kann es nun mal nicht von der hand weisen das mumi einfach besser ist
Mir fällt es schwer, nicht zu urteilen wenn sich jemand dagegen entscheidet.....


Geht mir genauso.

Wenn es jemand probiert und möchte und es einfach nicht klappt trotz Bemühungen tut mir das sehr leid und ist etwas völlig anderes. Aber für die, die es einfach nicht wollen habe ich kein Verständnis.

Auch arbeiten müssen um über die Runden zu kommen ist etwas was ich absolut nachvollziehen kann aber traurig macht.

Aber Ekel empfinden vor etwas ganz natürlichem ist für mich unverständlich.

DieW
1967 Beiträge
23.02.2021 10:01
Gründe für das Nichtstillen oder (frühzeitige Abstillen )waren bei mir bei Kind 1 ,dass er ein Frühchen war und kaum Kraft hatte und vor 23 Jahren die Besuchszeiten anders waren,als heute.Icj durfte nach meiner Entlassung aus dem Krankenhaus,nur einmal am Tag für eine Stunde zu ihm und das Abpumpen hat nicht geklappt.
Kind 3 habe ich nach 4 Monaten auf Rat der Kia abgestillt,weil sie nicht richtig zu nahm und bei Kind 5 war ich nach 9 Monaten einfach fertig und wollte meinen Körper nur noch für mich(zwischen Kind 4 und Kind 5 liegen nur 17 Monate und Kind 4 habe ich 12,5 Monate gestillt während ich schon wieder schwanger war).
Kind 3 wurde gut 13 Monate gestillt.

Letztendlich reicht der Grund "Ich will es einfach nicht" aus.Wenn eine Frau widerwillig stillt,dann spürt das Kind es sicherlich,nehme ich an und für die Frau muss es schlimm sein,etwas zu tun,was ihr widerstrebt.

Ich fand das Stillen immer sehr praktisch und war meine Exlusivzeit für das Baby und mich.

Kitja
1678 Beiträge
23.02.2021 10:02
Zitat von annnnie:

Ich danke euch für eure Antworten. Wie war das denn gesellschaftlich, hattet ihr mit extrem viel Kritik zu kämpfen?
Ich persönlich würde mir nie anmaßen, das zu werten. Selbst "ich will einfach nicht" ist durchaus Grund genug, Dinge zu unterlassen, bei denen man sich nicht wohlfühlt. Ich wollte wirklich nur meine Neugierde befriedigen.


Also richtig verurteilt wurde ich nicht. Meine Mama hat mich auch nicht gestillt, weil sie keine Milch hatte, von Ihrer Seite aus kam nichts.
Schwiegermama hat sich ständig eingemischt, dass Chemie nicht gut ist und bei jedem Schnupfen gesagt, es läge daran, dass ich nicht gestillt habe. Wobei meine Tochter im erstem Jahr kaum krank war und auch später bei mehr Kontakt zu Kindern, es hauptsächlich nur Schnupfen war. Auch das späte Laufen (Erst mit 15 Monaten) hat sie dadraufgeschoben.
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