Mütter- und Schwangerenforum

Warum nicht stillen?

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Anonym 4 (206305)
0 Beiträge
23.02.2021 10:36
Zitat von Arielle30:

Zitat von Anonym 4 (206305):

Zitat von Arielle30:

Zitat von Kitja:

...


genau so meine ich das auch!

und ja, ich lehne es im vorhinein jetzt schon beim zweiten Kind ab, aus Gründen, die ich von der Erfahrung beim ersten Kind habe.


Siehe mein Beitrag oben dass ich genau andersherum verhält.

Schade dass du deinen zweiten Kind nicht die Chance gibst.

denn wie jede Beziehung im Leben ist auch die Stillbeziehung sehr abhängig vom Kind.
Also sehr unterschiedlich von Kind zu Kind.

Selbst wer beim ersten Mal große Probleme hat hat beim nächsten Kind vielleicht das Glück dass es einfach läuft komplett problemlos. Alles schon erlebt.

Es sind so viele Faktoren die Zusammenwirken und es klappen oder nicht klappen lassen.

Genauso wie es beim ersten Kind ein notkaiserschnitt sein kann und das nächste der Frau eine wunderschöne spontane Geburt beschert.


tja, aber nach dieser Erfahrung bin ich schon so voreingenommen, dass das mit meiner Einstellung sowieso nicht funktioniert.
Ich will es nicht wieder haben und das HAT jeder zu akzeptieren! Es ist MEIN Körper!!


Ich kann mir nicht vorstellen dass es irgendjemand nicht akzeptiert.

Und natürlich kann jeder mit seinem Körper machen was er will. Das ist gut und wichtig.

Und nicht jeder muss jeden verstehen.

Ist doch völlig okay.
Arielle30
1342 Beiträge
23.02.2021 10:40
Zitat von Anonym 4 (206305):

Zitat von Arielle30:

Zitat von Anonym 4 (206305):

Zitat von Arielle30:

...


Siehe mein Beitrag oben dass ich genau andersherum verhält.

Schade dass du deinen zweiten Kind nicht die Chance gibst.

denn wie jede Beziehung im Leben ist auch die Stillbeziehung sehr abhängig vom Kind.
Also sehr unterschiedlich von Kind zu Kind.

Selbst wer beim ersten Mal große Probleme hat hat beim nächsten Kind vielleicht das Glück dass es einfach läuft komplett problemlos. Alles schon erlebt.

Es sind so viele Faktoren die Zusammenwirken und es klappen oder nicht klappen lassen.

Genauso wie es beim ersten Kind ein notkaiserschnitt sein kann und das nächste der Frau eine wunderschöne spontane Geburt beschert.


tja, aber nach dieser Erfahrung bin ich schon so voreingenommen, dass das mit meiner Einstellung sowieso nicht funktioniert.
Ich will es nicht wieder haben und das HAT jeder zu akzeptieren! Es ist MEIN Körper!!


Ich kann mir nicht vorstellen dass es irgendjemand nicht akzeptiert.

Und natürlich kann jeder mit seinem Körper machen was er will. Das ist gut und wichtig.

Und nicht jeder muss jeden verstehen.

Ist doch völlig okay.


Danke.
abaddon2708
5228 Beiträge
23.02.2021 12:01
Zitat von Anonym 4 (206305):

Zitat von Arielle30:

Zitat von Kitja:

Zitat von Anonym 4 (206305):

...


Wenn man aber sagt, dass man mit den Leuten dann nichts anfangen kann, ist es schon eine Art Verurteilung. Ich würde es schon komisch und etwas traurig finden, wenn mich eine Bekannte oder Freundin aus so einem Grund meiden würde


genau so meine ich das auch!

und ja, ich lehne es im vorhinein jetzt schon beim zweiten Kind ab, aus Gründen, die ich von der Erfahrung beim ersten Kind habe.


Siehe mein Beitrag oben dass ich genau andersherum verhält.

Schade dass du deinen zweiten Kind nicht die Chance gibst.

denn wie jede Beziehung im Leben ist auch die Stillbeziehung sehr abhängig vom Kind.
Also sehr unterschiedlich von Kind zu Kind.

Selbst wer beim ersten Mal große Probleme hat hat beim nächsten Kind vielleicht das Glück dass es einfach läuft komplett problemlos. Alles schon erlebt.

Es sind so viele Faktoren die Zusammenwirken und es klappen oder nicht klappen lassen.

Genauso wie es beim ersten Kind ein notkaiserschnitt sein kann und das nächste der Frau eine wunderschöne spontane Geburt beschert.


Ja bei mir war es so. Beim Ersten eben durch zu wenig Unterstützung, zu wenig Informationen und Co, dann doch recht abgestillt und schließlich auch das Pumpen eingestellt. Er hatte wohl eine Saugverwirrung durch die direkte Flaschen Gabe im KH und ich war komplett überfordert. Blutige rissige Warzen, zu pralle Brust die schmerzte... Die Geburt war sehr traumatisch , der damalige Wohnort war leider auch toxisch. Das Pumpen war absolut nicht meins, ingesamt waren es glaube ich 6 Wochen, die er noch MuMi bekam... Mit dem jetzigen Wissen, wäre das nicht so passiert, aber er wurde auch mit Pre groß

Nr.2 habe ich dann direkt stillfreundlich zugefüttert im KH, mit Spritze, da sie alle sehr schwer kamen (der zweite mit 4750g) war der Hunger auch groß, und mein Milcheinschuss kam immer erst Zuhause. Da reichte leider das Kolostrum nicht.
Dann hat es Zuhause sofort super geklappt, musste nie mehr pumpen oder Flasche geben. Hab ihm bis zur neuen SS noch gestillt, also 26 Monate. Dann tat es einfach zu weh, und da muss man nicht durch. Und auch meinen dritten Sohn habe ich direkt problemlos gestillt, aktuell noch trocken zum Einschlafen... Klar die erste Zeit ist immer etwas schwierig, bis man sich zusammengefunden hat, die Brust sich gewöhnt hat, aber sonst, keine Stau etc. So viel Glück hat nicht jede und da ist es umso trauriger, wenn man dann ein schlechtes Gewissen hat, obwohl man eben körperlich od.psychisch an die Grenzen gekommen ist. Aktuell tut mir das Stillen zum Einschlafen auch sehr weh, daher docke ich meist schnell wieder ab, bevor er noch richtig eingeschlafen ist ... Und mir zerbricht das Herz trotzdem er jetzt 2 geworden ist und es total unsinnig ist. Wenn er traurig schaut oder sagt "mama bitte trinken"
EmViMoJa
1600 Beiträge
23.02.2021 12:17
Kind 1 und 2 habe ich nicht gestillt (nur ein paar Tage). Vor allem weil ich kein Durchhaltevermögen hatte. Die Schmerzen waren für mich damals ein Grund, deswegen aufzuhören.

Heute, nach Kind 3 und 16 Monaten stillen, bereue ICH es sehr, dass ich bei den ersten Beiden nicht durchgehalten habe.

Und ich bin erstaunt, das es hier scheinbar einige Mamas gibt, die es bedauern oder bereuen oder oder oder.

Wiederum habe ich mir nie Gedanken darum gemacht, weshalb andere nicht stillen. Dass darf Gott sei Dank jeder für sich entscheiden.
juuLes
4837 Beiträge
23.02.2021 12:26
Meine große hab ich nach 3 Wochen, kurz vor ner Depression, abgestillt. Ich wollte nichts mehr essen und nur noch schlafen. Jedes Mal wenn sie wach geworden ist, war mein erster Gedanke: oh Gott. Hoffentlich hat sie keinen Hunger. Daran hab ich bis heute zu knabbern. Dass es nicht geklappt hat. Aber es waren echt Unnormale Schmerzen.

Die kleine stille ich jetzt. Aber es ist auch mehr Kampf als sonst was. Mittlerweile ist es ok. Aber ich habe jetzt einseitig abgestillt, weil ich die Schmerzen vom Vasospasmus einfach nicht mehr ertrage. Ich war auch kurz davor ganz abzustillen. Aber sie akzeptiert die Flasche nicht. Also bleibt mir ja nur stillen.

Es macht mich sehr traurig, dass es bei mir einfach nicht richtig funktionieren will. Wenn andere von ihren gemütlichen stillsessions berichten, bei denen das Kind ganz ruhig und gemütlich stillt. Hier ist es ein rumgehampel vom Feinsten. Naja. Seit das zungenbändchen durchtrennt ist, verliert sie dabei wenigstens die Brust nicht mehr

Ich finde es schön. Bin aber auch nicht traurig, wenn unsere stillbeziehung irgendwann zu Ende ist.
ella1804
574 Beiträge
23.02.2021 12:34
Ich finde ja das auch oft ein falsches Bild vom stillen vermittelt wird. Gerade die Anfangszeit ist einfach schwierig, es tut weh und dauert bis es sich einspielt hat und entspannt wird. Denn oft läuft es anfangs eben nicht so wunderbar, wie es immer dargestellt wird.

Kind 1 wollte ich unbedingt stillen und es klappte hinten und vorne nicht, sie hat zu wenig gesaugt, wunde und blutige Brustwarzen, Schmerzen und ein Kind was einfach nicht zugenommen hat und am Ende saßen wir beide heulend auf der Couch.
Dann hab ich nach 8 Wochen resigniert, halbherzig noch abgepumpt und letztendlich die Flasche gegeben. Und irgendwie fühlt man sich als hätte man versagt, weil es doch so toll und wunderbar ist, aber es funktionierte halt nicht.
Bei Kind 2 bin ich dann viel entspannter an die Sache gegangen, entweder es klappt oder eben nicht.
Und da funktionierte es dann. Auch wenn es anfangs etwas schmerzhaft war, er trank und fast gut, nahm gut zu. Das war ja immer meine größte Sorge, denn mit der großen hatte wir Jahre zu tun mit dem Untergewicht.
Die ersten 2-3 Monate waren hart, bis es sich irgendwann eingespielt hat und dann kann ich auch sagen, ab da an empfand ich es auch als schön.

Und trotz aller Mythen war das Flaschenkind wesentlich weniger krank als das Stillkind.
12Pfoten
1233 Beiträge
23.02.2021 12:39
Die "große" hab ich ca. 1,5 Monate gestillt. Dann mussten wir zufüttern, weil sie zu krank und schwach war.
Ich hab sie trotzdem immer angelegt, für sie war diese Nähe sehr wichtig. Seit sie sechs Monate ist stillen wir wieder zusätzlich zum normalen Essen.
Der Krümel jetzt ist gesund und wird vollgestillt.

Ich denke, wenn es mehr vernünftig ausgebildetes Personal geben würde, hätten sehr viele hier stillen können. Stillen muss man lernen, als Mutter und Kind, als Team. Da ist ne überforderte Krankenschwester mit Null Ahnung, die keine Zeit hat und gleich mit Stillhütchen und Flasche dasteht echt keine Hilfe.
Ronja2009
1951 Beiträge
23.02.2021 12:47
Huhu
Also bei meiner Tochter habe ich 4 tage durchgehalten und dann abgestillt. Es ging uns damit besser.

Jetzt beim baby möchte ich es wieder versuchen zur not pumpe ich ab.
Katimini
2874 Beiträge
23.02.2021 13:05
Ich habe Kind Nr. 1 bewusst nicht gestillt.
Ich konnte es mir einfach nicht vorstellen und damit war das Thema für mich auch vom Tisch-ganz egal was andere über mich dachten.
Kind 2 wollte ich auch nicht stillen, jedoch wollte ich ihn nach der Geburt anlegen und es einfach mal versuchen und fühlen. Ich dachte, vil ist es ganz anders als ich dachte.
Naja nach 2 Tagen wusste ich für mich, das ist einfach nicht meins. das Gefühl dabei war für mich furchtbar und ich bereu es auch absolut nicht, das ich getan habe was ich für mich am besten fand.
Meine Kinder sind beide gesund und auf die Meinung anderer gebe ich sowieso nichts. Wer wegen so etwas verurteilt sollte bei sich selbst anfangen.
Nichts desto trotz weiß ich, sollten wir ein 3 Wunder bekommen, ich würde es wieder anlegen und schauen, was mein Gefühl sagt
abaddon2708
5228 Beiträge
23.02.2021 13:21
Zitat von Katimini:

Ich habe Kind Nr. 1 bewusst nicht gestillt.
Ich konnte es mir einfach nicht vorstellen und damit war das Thema für mich auch vom Tisch-ganz egal was andere über mich dachten.
Kind 2 wollte ich auch nicht stillen, jedoch wollte ich ihn nach der Geburt anlegen und es einfach mal versuchen und fühlen. Ich dachte, vil ist es ganz anders als ich dachte.
Naja nach 2 Tagen wusste ich für mich, das ist einfach nicht meins. das Gefühl dabei war für mich furchtbar und ich bereu es auch absolut nicht, das ich getan habe was ich für mich am besten fand.
Meine Kinder sind beide gesund und auf die Meinung anderer gebe ich sowieso nichts. Wer wegen so etwas verurteilt sollte bei sich selbst anfangen.
Nichts desto trotz weiß ich, sollten wir ein 3 Wunder bekommen, ich würde es wieder anlegen und schauen, was mein Gefühl sagt


Finde es schön , dass du es du dem Ganzen nochmal eine Chance geben würdest Nicht mehr und nicht weniger.
Karamellkern
867 Beiträge
23.02.2021 13:30
Zitat von abaddon2708:

Zitat von Katimini:

Ich habe Kind Nr. 1 bewusst nicht gestillt.
Ich konnte es mir einfach nicht vorstellen und damit war das Thema für mich auch vom Tisch-ganz egal was andere über mich dachten.
Kind 2 wollte ich auch nicht stillen, jedoch wollte ich ihn nach der Geburt anlegen und es einfach mal versuchen und fühlen. Ich dachte, vil ist es ganz anders als ich dachte.
Naja nach 2 Tagen wusste ich für mich, das ist einfach nicht meins. das Gefühl dabei war für mich furchtbar und ich bereu es auch absolut nicht, das ich getan habe was ich für mich am besten fand.
Meine Kinder sind beide gesund und auf die Meinung anderer gebe ich sowieso nichts. Wer wegen so etwas verurteilt sollte bei sich selbst anfangen.
Nichts desto trotz weiß ich, sollten wir ein 3 Wunder bekommen, ich würde es wieder anlegen und schauen, was mein Gefühl sagt


Finde es schön , dass du es du dem Ganzen nochmal eine Chance geben würdest Nicht mehr und nicht weniger.

Finde ich auch.
Anonym 5 (206305)
0 Beiträge
23.02.2021 14:13
Für mich war immer klar dass ich Stille. In meinem Kopf gab es auch gar nicht die Möglichkeit einfach Pulvermilch zu füttern.
Leider hatte ich beim ersten Kind ein sehr verklärtes Bild vom Stillen. Der Milcheinschuss war der Horror, ich hatte offene Brustwarzen und bin mit der nicht stillende Seite ausgelaufen.

Beim 2ten Kind war ich dann besser darauf vorbereitet.

Man kann stillen oder nicht stillen aus welchen Gründen auch immer. Aber - weiblich das hier gelesen habe - trotz allem wird Milchpulver niemals so gut sein wie Muttermilch. Das ist einfach nicht wahr und wird es niemals sein.
.Grinsebacke.
745 Beiträge
23.02.2021 14:17
Zitat von 12Pfoten:

Die "große" hab ich ca. 1,5 Monate gestillt. Dann mussten wir zufüttern, weil sie zu krank und schwach war.
Ich hab sie trotzdem immer angelegt, für sie war diese Nähe sehr wichtig. Seit sie sechs Monate ist stillen wir wieder zusätzlich zum normalen Essen.
Der Krümel jetzt ist gesund und wird vollgestillt.

Ich denke, wenn es mehr vernünftig ausgebildetes Personal geben würde, hätten sehr viele hier stillen können. Stillen muss man lernen, als Mutter und Kind, als Team. Da ist ne überforderte Krankenschwester mit Null Ahnung, die keine Zeit hat und gleich mit Stillhütchen und Flasche dasteht echt keine Hilfe.

Das stimmt. Bei mir standen sie am Tag der Geburt auch mit Spritze am Bett, um das Kollostrum aufzufangen, statt mir mal richtig zu zeigen wie man anlegt
Marie2010
2249 Beiträge
23.02.2021 14:50
Zitat von Anonym 3 (206305):

Für mich ist es schwer zu verstehen und nachzuvollziehen wieso man seinem kind die muttermilch verwehrt. Pre ist auch nicht schlecht aber man kann es nun mal nicht von der hand weisen das mumi einfach besser ist
Mir fällt es schwer, nicht zu urteilen wenn sich jemand dagegen entscheidet.....


Mir fällt schwer, zu verstehen warum man sich überhaupt Gedanken darüber macht, ob andere stillen oder nicht.
Was geht einen das denn an? Und warum will man das unbedingt nachvollziehen können, wenn jemand nicht stillt?
Ist doch gar nicht nötig, es zu verstehen. Es reicht doch, es einfach zu akzeptieren.
Leben und leben lassen.

Alaska
16623 Beiträge
23.02.2021 15:35
Zitat von abaddon2708:

Zitat von Alaska:

Ich fand es bei beiden Kindern sehr unangenehm. Es tat weh, ich blutete schnell und ich mochte auch generell das Gefühl nicht.
Hab das Abstillen nie bereut. Würde es bei einem dritten Kind vermutlich gar nicht erst probieren.

Mein Großer könnte gesünder gar nichz sein, er ist so gut wie nie krank. Der Kleine hat öfter eine Schnupfennase (zumindest im normalen Kigsbetrieb).

Meiner Meinung nach wird stillen überbewertet.


Pre kann niemals Muttermilch ersetzen und ist nicht überbewertet. Weder die Inhaltsstoffe, noch die schmerzstillenden Eigenschaften, oder die Antikörper, die eine Mutter direkt bildet, gegegen die gerade bekämpfte Krankheit. Die Natur ist da eben unfehlbar Das hat auch "leider" nichts mit Meinung zu tun, da es belegte Fakten sind. Ohne dich jetzt angreifen zu wollen oder so Wenn du jetzt den Stillvorgang an sich meinst, kann ich es etwas mehr verstehen.

Natürlich muss niemand stillen, aus welchen Gründen auch immer, sei es Unwohlsein, Schmerzen oder Sonstiges. Genauso sollten Flaschenmamis toleranter behandelt werden, denn nicht nur stillende Mütter müssen oft doofe Sprüche hören. Da ich beides kenne, habe ich auch beide Seiten erlebt. Liebe hat nichts mit der Art der Fütterung zu tun, wohlfühlen ist das Wichtigste. Und im Grunde wollen alle das Beste für ihr Kind. Ich denke die Gründe fürs nicht stillen, können vielfältig sein.
Bei mir war es Überforderung. Zu wenig Rückhalt, der Kleine hat im KH direkt Flasche bekommen, wollte es zu Hause dann auch lieber, Anlegen klappte nicht... mit dem Abpumpen und Zufüttern hatte ich gefühlt nicht anderes mehr zu tun als pumpen und Flaschen sterilisieren. So war es dann eine Erleichterung.


Ich hab nie behauptet, dass die Premilch besser oder gleichwertig ist, als die Muttermilch. Ich sagte, meiner Meinung nach wird stillen überbewertet. Und zwar alles daran.
Wir haben das unwahrscheinliche Glück, dass in unseren Industrieländern keine Frau und auch kein Kind aufs Stillen angewiesen ist. Wir leben nicht in den Slums, wo die Mutter darum kämpfen muss, das Kind möglichst lange an der Brust zu haben, weil die Alternative verdrecktes Wasser und zu wenig Zugang zu Nahrung ist.
Wir haben den Luxus, dass die heutige Pre-Milch (natürlich je nach Hersteller besser oder schlechter, aber da muss man sich halt schlichtweg informieren) unwahrscheinlich gut ist. Wir haben eine Pre-Milch, die nachweislich Allergien verhindern kann - ebenso wie die Muttermilch.

Als Hauptargument, warum manche nicht stillen, wird auch oft genannt, dass Stillen so viel mehr ist als Nahrungsaufnahme. Stimmt. Aber ich behaupte, die wenigsten Mütter legen ihr Kind aufs Sofa und drücken ihm den Schoppen in den Mund, während sie am Handy tippen. Also auch das Argument zählt bei mir überhaupt nicht. Denn wenn ich meine Kinder gefüttert habe, dann lagen sie bei mir im Arm, eng an mich gekuschelt und ich hab ihnen wahlweise Backe, Kopf oder Arm/Bein gestreichelt, wie ich eben grad dran kam. Handy am Säugling gab es nie und wird es auch nie geben.

Wenn sich eine Frau gegen das Stillen entscheidet, dann ist das okay. Das Kind hat keine Nachteile, wir haben den Luxus der unwahrscheinlich guten Pre-Milch. Es gibt kein einziges Argument, womit man einer nichtstillenden Frau in einer Industrienation ein schlechtes Gewissen machen kann, zumal selbst bei nichtstillenden Frauen ein großter Anteil dabei ist, der wenigstens im Kreißsaal kurz anlegt, dazu noch die Mütter, die ein paar Tage/Wochen abpumpen.

Das meinte ich damit, dass stillen überbewertet wird.
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