Mütter- und Schwangerenforum

Angst vorm Krieg!

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15.11.2015 15:39
Zitat von Mamota:

Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von Mamota:

Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

...

Schatz sagt, ich soll deinen Antrag annehmen, um Steuern zu sparen.


Okay, lass uns einen Termin suchen

Wir sollten vorher doch mal einen Kaffee zusammen trinken.


Ok wann? Wo?
15.11.2015 15:43
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von Mamota:

Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von Mamota:

...


Okay, lass uns einen Termin suchen

Wir sollten vorher doch mal einen Kaffee zusammen trinken.


Ok wann? Wo?

Samstag? Braunschweig? Bis ganz zu dir ist etwas weit für meinen geplagten Rücken.
15.11.2015 15:45
Ich weiss, wozu laut Medien Kleine- Hartlage abgestempelt wird. Desweiteren lese ich sämtliche Blogs von Imad Karim u.a. der auch sehr treffend ausdrückt, was gerade vor sich geht. Wie gesagt, es muss jeder für sich selbst entscheiden und ich denke nicht, dass alles immer nur an den Haaren herbeigezogen wird, was diese Leute berichten!
15.11.2015 15:48
Zitat von Mamota:

Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von Mamota:

Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

...

Wir sollten vorher doch mal einen Kaffee zusammen trinken.


Ok wann? Wo?

Samstag? Braunschweig? Bis ganz zu dir ist etwas weit für meinen geplagten Rücken.


Ich werde mal drüber nachdenken. Ich schreib dir nachher eine PN, jetzt muss ich erstmal schnell einen Schrank zum Aufarbeiten abholen.
15.11.2015 15:56
Zitat von DiamondsOoo:

Ich weiss, wozu laut Medien Kleine- Hartlage abgestempelt wird. Desweiteren lese ich sämtliche Blogs von Imad Karim u.a. der auch sehr treffend ausdrückt, was gerade vor sich geht. Wie gesagt, es muss jeder für sich selbst entscheiden und ich denke nicht, dass alles immer nur an den Haaren herbeigezogen wird, was diese Leute berichten!

Stimmt, das muss jeder selber wissen.

Ich lese diese Sachen auch. Und die Gegenseite. Und Medien, die sich selbst als politisch neutral bezeichnen.
Dabei habe ich schon das Gefühl, dass 50% an den Haaren herbeigezogen werden und weitere 49% durch Übertreibung, Überspitzung und einen extrem einseitigen Blickwinkel entstehen. Diese Szene ist eine Filterblase, die in sich völlig geschlossen ist, was sie so gefährlich macht in meinen Augen. Jede Information von außen ist erst mal gelogen, verharmlost oder Teil des Problems. Schwierig.

Gerade Herr Kleine-Hartlage ist jemand, der sich von Extremen sehr angezogen fühlt und der sehr schnell sehr absolute Rückschlüsse zieht. Seit er Teil der NWO-Truppe ist, hat er sich sowieso als Quelle disqualifiziert. Diese Verschwörungstheorie ist ziemlich absurd.
15.11.2015 16:11
Wie gesagt, mich hat unheimlich interessant, was er über die Linken schrieb und wie es dazu kam, dass er sich von dieser Gruppierung distanzierte. “Unter Linken“ von Jan Fleischhauer ist auch so ein Buch, selbst wenn nur 30 Prozent der Theorien und Erfahrungen stimmen, fände ich das extrem bedenklich. Kopp Verlag, lese ich im übrigen nicht, das ist mir zu verschwörungsmässig!

Im Moment lese ich, “Das Herrlager der Heiligen“ von Jean Raspail, auch wenn es nur eine Geschichte ist, finde ich die Parallelen zur heutigen Situation erschreckend!
15.11.2015 17:18
Zitat von DiamondsOoo:

Wie gesagt, mich hat unheimlich interessant, was er über die Linken schrieb und wie es dazu kam, dass er sich von dieser Gruppierung distanzierte. “Unter Linken“ von Jan Fleischhauer ist auch so ein Buch, selbst wenn nur 30 Prozent der Theorien und Erfahrungen stimmen, fände ich das extrem bedenklich. Kopp Verlag, lese ich im übrigen nicht, das ist mir zu verschwörungsmässig!

Im Moment lese ich, “Das Herrlager der Heiligen“ von Jean Raspail, auch wenn es nur eine Geschichte ist, finde ich die Parallelen zur heutigen Situation erschreckend!

Fleischhauer lese ich auch ganz gerne. Das ist bei mir ungefähr so wie mit Marie. Seine Meinung teile ich nur selten, aber er ermöglicht einen Perspektivenwechsel auf realistischer Ebene.

Jean Respail kann ich ehrlich gesagt nicht lesen. Das ist mir zu sehr... naja, wie mein Vater. Schwarzsehend, reaktionär, monarchistisch, heimatsglorifizierend. Außerdem übersteigert er moderne Politik der Vernunft und des miteinander Redens hin zu einer feigen Beschwichtigungspolitik, die die Leute für dumm verkauft. Damit zeigt er, dass er grundlegende Funktionsweisen des menschlichen Miteinanders nicht verstanden hat.
Mir hat sich da ehrlich gesagt schon nach dem Klappentext und der Wiki-Zusammenfassung übelst der Magen umgedreht.
Kein Wunder, dass die Junge Freiheit das Buch empfielt. Das dürfte genau auf ihrer Linie liegen. Gar nicht meins...
Ne, das ist echt nicht mein Fall.
15.11.2015 17:40
Es ist schlimm und grausam, was in Paris passiert ist. Mich nimmt das ganze auch sehr mit. Aber genau solche Anschläge wird es immer irgendwo geben, traurig, schlimm, aber so ist das. Angst ist meiner Meinung nach aber das komplett falsche. Angst lässt zweifeln und macht unsicher und genau das ist das letzte was wir brauchen.

Ich fand schön zu sehen, wie Frankreich zusammenhielt und somit ein Zeichen gesetzt hat und den ganzen Idioten zeigte, dass sie zusammenhalten. Und genau das sollte man auch tun. Wer ein schönes Essen in einem Restaurant genießen möchte, sollte das tun, wer sich schon lange auf ein Konzert freut, sollte hingehen und wer gerade einen Urlaub, nächstes Jahr im Paris plant, sollte hinreisen und diesen ganzen Idioten dieser Welt zeigen, dass der Terror nicht bringt und Sinnlos ist!

15.11.2015 17:56
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von Mamota:

Es ist alles nicht neu. Es kommt uns nur so vor, weil es mit dem kollektiven Gedächtnis nicht so weit her ist.
Man sollte sich ab und zu die "Tagesschau vor 20 Jahren" anschauen. Könnte oft genug auch die von heute sein.

Was mir mehr Sorgen macht, ist die Stimmung innerhalb Europas. Die Zunahme populistischer Regierungen, das mangelhafte Politikverständnis, der fehlende Weitblick bei einem erschreckend hohen Teil der Wahlberechtigten. Das Abdriften in Verschwörungstheorien, das Glauben von Parolen, das Streben nach starker Führung, die Bereitschaft zum Personenkult, das Schnelle Absterben der Menschlichkeit, wenn es um die eigenen Ängste geht. Das schreit geradezu "Bildungskatastrophe".


Diesen Worten kann ich mich anschliessen. Mag sie nur noch erweitern. Wenn ihr euch die deutschen Jahre zwischen 1970 und 1993 anschaut, dann fanden ähnliche punktuelle Terrortaten durch die RAF statt. Wir haben es damals hinbekommen und wir werden auch dieses Mal hinbekommen.
Angst - nein, nicht wirklich. Vielleicht so eine latente, die vor sich hinwabbert, aber nicht konkret. 3. Weltkrieg? Nein, ich halt unsere Weltpolitik für so intelligent, dass sie das nicht tun.
Wovor ich wirklich Angst habe, eben weil ich es den Kommentaren aus FB, wie auch hier entnehme, wie die derzeitige Tendenz der Bevölkerung ist, sind die nächsten Wahlen. Ich befürchte, dass die rechten Parteien derb dazugewinnen werden und deshalb ist es ganz wichtig, dass jeder wählen geht und egal welche Partei, nur nicht rechts wählt.

Was wir tun können? Wählen gehen! Besonnen reagieren. Keine Parolen aufschnappen. Unsere Kinder zu Toleranz und Nächstenliebe erziehen. Das sehe ich als die Aufgaben an, die ich leisten kann und werde. Wenn es jeder so handhabt, denke ich, dass wir unsere Kulturen gut durchmischen können und eine friedliche, spannende Zeit vor uns liegt.

LG Zaubi


Hier kann ich auch nur zustimmen, ganz besonders das fett gedruckte!
Genau auf solche Anschläge, wie in Frankreich bauen bestimmte Parteien und Gruppierungen, die sich nun schön die Hände reiben... Und das gilt zu verhindern, indem wir alle wählen gehen!

15.11.2015 20:02
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von DiamondsOoo:

Da ich in dem anderen Beitrag zu dem Thema gelesen habe, was hier passiert wenn man mit der Flüchtlingspolitik nicht einverstanden ist, würde ich mich gerne zu der Thematik enthalten!!


Nein, ich denke, das musst du nicht. Es kommt nur darauf an, wie man es formuliert. Ich kann durchaus Ängste nachvollziehen und verstehen, die diese Sache nunmal mit sich bringt. Es sind ja nicht alle einfach nur nett und froh hier angekommen zu sein. Auch unter den Flüchtlingen gibt es Menschen, die böse sind, die andere Beweggründe haben, als "einfach nur in Frieden zu leben" usw. Die gilt es rauszukristallisieren. Aber ich behaupte mal, dass 95% der Menschen, die hier ankommen, vor genau dem fliehen, was jetzt in Paris geschehen ist. Nur dass sie das in viel stärkerem und täglichen Ausmaß erleben mussten.
Und was soll man da anderes tun, als sie aufzunehmen? Sie wieder wegschicken? Das ist keine Option. Das wäre unmenschlich und barbarisch und zum Glück ist unsere Regierung nicht so.

Ich sehe jedoch auch, dass vieles anders laufen müsste. Deutschland hat genug schlaue Köpfe, die jetzt Arbeit suchen. Warum also nicht mehr Menschen einstellen, die genau die ankommenden Fälle bearbeiten? So würde auch niemand durchrutschen. Grenzkontrollen ja, aber nicht in dem Sinne: Wir machen dicht, sondern wir lassen niemanden unregistriert durchrutschen. Unser Landkreis hat eine zentrale Stelle für Flüchtlinge in einer größeren Stadt. Sie sind gnadenlos überlaufen und überfordert. Es sind jetzt weitere Städte im Kreis angehalten Flüchtlinge aufzunehmen. Fast alle, auch meine, Stadt stellen dafür ein!! großes Gebäude zur Verfügung. Etwas am Rand der Stadt gelegen und eben wieder alle auf einen Haufen gepfercht. Unsere Nachbarstadt hingegen handhabt es ganz anders. Sie mieten Wohnungen an und bringen die Familien dort unter. Sie stellen ihnen Ehrenamtliche zur Seite, die bei allem helfen, was eben jetzt nötig ist. SO sieht Integration aus, meiner Meinung nach.
Und ja, es nutzen Menschen die aktuelle Flüchtlingswelle aus, die anderes vorhaben. Daher halte ich KOntrollen und konsequentes Handeln für wichtig. Wer nicht vor Krieg und Terror flieht, wer aus derzeit aus Ländern einreist, die nicht davon bedroht sind, die müssen, so leid es mir tut, derzeit wieder geht. Ich bin der Meinung, dass wir auch die sogenannten "Wirtschaftsflüchtlinge" (ich hasse dieses Wort, aber so wisst ihr alle, wen ich meine) aufnehmen müssen. Aber eben nicht derzeit. Das ist bitter, das tut mir wirklich sehr leid, aber dafür reichen im MOment weder die finanziellen, noch die personellen Kapazitäten aus. Usw. Also ich bin bei dir, wenn du sagst: So geht es einfach nicht und damit meinst, dass einiges im Ablauf geändert werden muss und in der Handhabung. Ich verstehe jedoch jedoch nicht, wenn jemand sagt: Wir machen jetzt alles dicht und lassen niemanden mehr rein.

Und ich denke, genau diese Gedankengänge (wenn auch in intelligenterer Form, als ich) hat unsere Kanzlerin und andere Köpfe dort oben. Und darum bin ich froh, weil das nämlich sehr menschlich ist und unserem christlichen Weltbild entspricht. Und das sie überfordert sind, sieht man, merkt man, können sie ja aber schlecht sagen, denn das macht einen Leitwolf schwach. UNd schon die Tierwelt zeigt, wenn der Leitwolf schwach und alt ist, wird er getötet. Und wer kommt dann? Unter Umständen bekommen wir dann eine sehr rechtsdenkende Regierung und DAS wäre für mich ein Grund über Auswanderung nachzudenken.
Du darfst also deine Meinung gern sagen, man muss nicht mit allem einverstanden sein. Aber man darf auch nicht pauschalisieren, und allen Flüchtlingen die Schuld geben, an dem was passiert. Die haben sie nämlich nicht.

LG Zaubi


Ich danke dir von Herzen. Meine Gedanken sind genau die gleichen, aber ich konnt sie nicht so schön formulieren
Alaska
19466 Beiträge
15.11.2015 21:23
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von Mamota:

Es ist alles nicht neu. Es kommt uns nur so vor, weil es mit dem kollektiven Gedächtnis nicht so weit her ist.
Man sollte sich ab und zu die "Tagesschau vor 20 Jahren" anschauen. Könnte oft genug auch die von heute sein.

Was mir mehr Sorgen macht, ist die Stimmung innerhalb Europas. Die Zunahme populistischer Regierungen, das mangelhafte Politikverständnis, der fehlende Weitblick bei einem erschreckend hohen Teil der Wahlberechtigten. Das Abdriften in Verschwörungstheorien, das Glauben von Parolen, das Streben nach starker Führung, die Bereitschaft zum Personenkult, das Schnelle Absterben der Menschlichkeit, wenn es um die eigenen Ängste geht. Das schreit geradezu "Bildungskatastrophe".


Diesen Worten kann ich mich anschliessen. Mag sie nur noch erweitern. Wenn ihr euch die deutschen Jahre zwischen 1970 und 1993 anschaut, dann fanden ähnliche punktuelle Terrortaten durch die RAF statt. Wir haben es damals hinbekommen und wir werden auch dieses Mal hinbekommen.
Angst - nein, nicht wirklich. Vielleicht so eine latente, die vor sich hinwabbert, aber nicht konkret. 3. Weltkrieg? Nein, ich halt unsere Weltpolitik für so intelligent, dass sie das nicht tun.
Wovor ich wirklich Angst habe, eben weil ich es den Kommentaren aus FB, wie auch hier entnehme, wie die derzeitige Tendenz der Bevölkerung ist, sind die nächsten Wahlen. Ich befürchte, dass die rechten Parteien derb dazugewinnen werden und deshalb ist es ganz wichtig, dass jeder wählen geht und egal welche Partei, nur nicht rechts wählt.

Was wir tun können? Wählen gehen! Besonnen reagieren. Keine Parolen aufschnappen. Unsere Kinder zu Toleranz und Nächstenliebe erziehen. Das sehe ich als die Aufgaben an, die ich leisten kann und werde. Wenn es jeder so handhabt, denke ich, dass wir unsere Kulturen gut durchmischen können und eine friedliche, spannende Zeit vor uns liegt.

LG Zaubi


Dem schließ ich mich an. Angst vor einem 3. Weltkrieg. Nein. Ich bete und hoffe, dass unsere Politiker die Konsequenzen zu gut vor Augen haben.
Angst vor einem Angriff der IS? Jein. Ich wohn weit weg von Berlin. Das mag eine trügerische Sicherheit sein, aber so fühl ich aktuell. Dass es Attentate auch in Deutschland geben könnte, steht außer Frage. Kein Land der Welt kann Sicherheit bieten - ob mit Flüchtlingen oder ohne. Die besten Kontrollen bringen nichts, wenn so eine gut organisierte Terrorgruppe wie der IS etwas Großes geplant hat. Allerdings sieht man ja auch im "kleinen", dass Deutschland schon ein paar Anschläge verhindert hat.

Was du, liebe TS vielleicht dringen machen solltest: ein paar Tage Fernseher und Facebook aus.
Ich stecke zeitweise so tief in der Flüchtlingsthematik drin und komme damit automatisch auch mit rechtem Geschwätz in Kontakt, dass ich zwei Wochen lang kaum mehr geschlafen hab, weil ich so Angst vor der Zukunft bekam.
Wie werden die nächsten Wahlen wohl aussehen? Es wird doch nicht die Afd oder noch schlimmer die NPD gewählt werden.
Wenn ja, dann kann ich über Nacht mit Sack und Pack in die Schweiz auswandern und Asyl beantragen. Dann hätten viele hier kein Leben mehr.

Dieses Gedankenkarussell hat mich irgendwann ganz irre gemacht. Kaum war ich auf Facebook, war meine Laune noch schlechter.

Dann war ich für zwei Wochen verschwunden. Kein Facebook, keine Mamacommunity, kaum mehr Fernseher - und da hab ich die Nachrichten vermieden.
Das mag feige sein, tat mir aber sehr, sehr gut.

Inzwischen kann ich wieder ganz realistisch auf alles blicken. Das hat einfach sein müssen. Vielleicht hilft dir das auch kinderwunsch85!

Und wenn in mir wieder die Angst vor den nächsten Wahlen aufkeimt, dann werf ich einen Blick hier rein und bin wieder (einigermaßen) beruhigt. Klar, das sagt im Prinzip noch gar nichts aus, aber die Sonntagsumfragen könnten auch weit aus schlimmer ausfallen:
http://www.wahlrecht.de/umfragen/

Scratty
1859 Beiträge
15.11.2015 21:51
Das erschreckende an dieser Welt ist, dass es überhaupt zu einem "Glaubenskrieg" kommen konnte. In der heutigen Zeit, in der normalerweise die Leute intelligent und aufgeklärt genug sind! Wie dumm können Menschen sein, sich im Namen (s)einer Gottheit in die Luft zu sprengen? Wir sind jahrelang in Watte gepackt gewesen. Augen auf!
Und ja, ich habe Angst! Nicht vor einem 3. Weltkrieg. Nein, ich habe Angst, mich bald nicht mehr frei bewegen zu können.
shelyra
69259 Beiträge
15.11.2015 22:07
so alt dieser song auch ist, so aktuell ist er immer noch. denn die frage warum neue generationen nix aus den fehlern der alten gelernt haben stellt sich immer wieder



die momentane hetze gegen flüchtlinge ist nämlich auch nix neues!
meine oma war flüchtling aus ostpreußen. als sie hier ankam hörte sie genau die gleichen worte die jetzt gegen syrer, eriträer und co gerufen werden "geht heim! wir wollen euch nicht! usw" auch sie wurden angefeindet. auch sie wollte keiner als nachbarn.
aber trotzdem meinten viele "ich kann verstehen warum sie flüchten, aber hierher doch bitte nicht!"
Alaska
19466 Beiträge
15.11.2015 22:40
Zitat von Scratty:

Das erschreckende an dieser Welt ist, dass es überhaupt zu einem "Glaubenskrieg" kommen konnte. In der heutigen Zeit, in der normalerweise die Leute intelligent und aufgeklärt genug sind! Wie dumm können Menschen sein, sich im Namen (s)einer Gottheit in die Luft zu sprengen? Wir sind jahrelang in Watte gepackt gewesen. Augen auf!
Und ja, ich habe Angst! Nicht vor einem 3. Weltkrieg. Nein, ich habe Angst, mich bald nicht mehr frei bewegen zu können.


Wir hier in Europa eher ja. Aber auch da gibt es tiefreligiöse Flecken. Das ist erstmal Erziehungssache.
Der Nahe Osten, vor allem die ländlichen und abgelegenen Gegenden sind nicht unbedingt an die moderne Welt angeschlossen.
Ein Beispiel war für mich Indien (nicht Naher Osten, aber guter Vergleich): ein paar wenige leben in reichen Villen mit modernster Technik, Nachrichten und Vernetzung. Der größte Teil bekommt von der Welt außerhalb des Slums nichts mit.
Was bleibt diesen Menschen, außer Traditionen (so bescheuert manche sein mögen) und Religion? Fast gar nichts.

Und diese Terroristen muss man differenzierter sehen. Die "kleinen" Terroristen, die diese Anschläge ausführen handeln sicherlich aus fanatischer Überzeugung und vor allem Hass auf die westliche Welt.
Die eigentlich gefährlichen Drahtzieher, die obersten der IS sind sicher nicht nur an ihrem Glauben und dessen Verbreitung interessiert. Da geht es um Macht und Geld.
15.11.2015 23:17
Zitat von shelyra:

so alt dieser song auch ist, so aktuell ist er immer noch. denn die frage warum neue generationen nix aus den fehlern der alten gelernt haben stellt sich immer wieder



die momentane hetze gegen flüchtlinge ist nämlich auch nix neues!
meine oma war flüchtling aus ostpreußen. als sie hier ankam hörte sie genau die gleichen worte die jetzt gegen syrer, eriträer und co gerufen werden "geht heim! wir wollen euch nicht! usw" auch sie wurden angefeindet. auch sie wollte keiner als nachbarn.
aber trotzdem meinten viele "ich kann verstehen warum sie flüchten, aber hierher doch bitte nicht!"


Meine auch. Mit 2 kleinen Kindern (mein Onkel und meine Mama) im Gepäck. Mit Handkarren im Winter quer durch Polen und ÜBERALL waren sie Freiwild. Von bösem Blut hier hat sie nichts berichtet, aber sehr viel davon, was ihr auf der Flucht alles passiert ist. Entweder kamen die Russen oder die Polen oder auch die Deutschen. Egal wer kam, es war jedesmal ein Versteckspiel. Meistens schaffte sie es, manchmal nicht. Bei diesen Nicht-Schaffen, warf sie ihren Kindern sämtliche Kleiderstücke über. Meine Mama, damals 4, wurde von meinem Onkel , damals 7) festgehalten und er hielt ihr die Ohren zu - unter einem Berg von Kleidung und Mänteln..nur nicht bewegen. Letzteres hatten beide Kinder begriffen. Keine Bewegung und kein Ton. Meine Oma hatte "Glück" und die Kerle wollten sie "nur" vergewaltigen. Aber sie ließen sie am Leben, gaben ihr manchmal sogar essen (die ahnten wohl, dass unter den Mänteln Kinder lagen) und zogen wieder ab. Sie kam dann irgendwann hier an, hier, wo ich heute noch lebe. Und ja, gejubelt hat wohl niemand, aber sie hatten ihren Frieden. Und trotz allem, hat sie niemals ein Volk im Ganzen gehasst. Weder die Polen, noch die Russen. Und brauchte jemand Hilfe, dann half sie. Ihr Leben lang. Auch, wenn es ihr anders erging. Und sie schaffte es, trotz aller Widrigkeiten und aller Erlebnisse. Ebenso meine Mama und mein Onkel.
Es reicht, wenn man in Frieden leben kann. Mehr wollen die meisten Flüchtlinge gar nicht. Aber dieser Hass und diese Schuld, die ihnen in den Tagen wieder entgegen schlägt, ist kein Frieden.
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