Homeschooling - Diskussion
24.08.2015 09:49
Gerade durch zufall drüber gestolpert:
http://www.spiegel.de/schulspiegel/deutschland-har tnaeckigster-schulverweigerer-schafft-das-abitur-a -1049018.html#spRedirectedFrom=www&referrrer=h ttps://m.facebook.com/ttp://m.spiegel.de/schulspie gel/a-1049018.html#spRedirectedFrom=www&referr rer=https://m.facebook.com/
Bei der letzten Diskussion war ich noch auf dem Stand: Klar, gerne, für mehr Wahlfreiheit... mein Sohn ist ja eher rabaukig und gesellig, der wird's wohl eher nicht brauchen (denn mir hätte Homeschooling gut getan!)...
Tja... inzwischen bin ich mir sehr sicher, dass mein Sohn auch ein Hochsensibler Scanner ist... er ist sehr sozial und auch beliebter im Kindergarten als ich es war (soweit ich das beurteilen kann)... aber dennoch kommen bei mir gerade ernsthafte Zweifel auf, ob er mit der Schule klarkommen wird... und ob für uns die Frage nach der Möglichkeit, zuhause zu unterrichten nicht noch sehr Akut werden könnte...
Ich hab grad bock auf Diskussionen und suche auch zusätzliche Infos zu dem Thema... Blogs, Zeitungsartikel, etc.
Danke
http://www.spiegel.de/schulspiegel/deutschland-har tnaeckigster-schulverweigerer-schafft-das-abitur-a -1049018.html#spRedirectedFrom=www&referrrer=h ttps://m.facebook.com/ttp://m.spiegel.de/schulspie gel/a-1049018.html#spRedirectedFrom=www&referr rer=https://m.facebook.com/
Bei der letzten Diskussion war ich noch auf dem Stand: Klar, gerne, für mehr Wahlfreiheit... mein Sohn ist ja eher rabaukig und gesellig, der wird's wohl eher nicht brauchen (denn mir hätte Homeschooling gut getan!)...
Tja... inzwischen bin ich mir sehr sicher, dass mein Sohn auch ein Hochsensibler Scanner ist... er ist sehr sozial und auch beliebter im Kindergarten als ich es war (soweit ich das beurteilen kann)... aber dennoch kommen bei mir gerade ernsthafte Zweifel auf, ob er mit der Schule klarkommen wird... und ob für uns die Frage nach der Möglichkeit, zuhause zu unterrichten nicht noch sehr Akut werden könnte...
Ich hab grad bock auf Diskussionen und suche auch zusätzliche Infos zu dem Thema... Blogs, Zeitungsartikel, etc.
Danke
24.08.2015 10:05
In D wirst du damit kaum Chancen haben.Ausser du leistest dir einen Privatlehrer.
Jedoch hängt es wirklich stark von den Lehrern ab.Etwas was man leider vorher nie richtig prüfen kann.Faktoren wie Klassengrösse usw. sind da eher zweitrangig,da es ja um die Person selber geht.
Es gibt viele Möglichkeiten 'besondere' Kinder zu fördern ( ich weiß nicht ob du die Geschichte meiner Großen kennst) und zum Glück ist es heute viel freier und offener in der Schule geworden wenn es um dieses Thema geht.
Versperr dich da nicht.Und projiziere nie deine Erfahrungen auf dein Kind oder die Schule! Dein Kind ist andrs und macht andre Erfahrungen,hat eine andere Sichtweise und Handhabe.Oftmals kommen die Kinder überraschend gut zurecht.
Es besteht nunmal Schulpflicht....ich bin inzwischen soweit das ich mir aus dem bestehenden System rigoros das Beste für meine Kinder herauspicke und den Rest ignoriere.
In der Nähe von mir lebt eine Familie die schon jahrelang prozesiert und ihre Kinder nicht schickt.Sie werden Zuhause unterrichtet. Zuerst fand ich das gut,inzw. aber bin ich da auch skeptisch da man die Kinder ja nicht permanent vor allem schützen kann und soll.
Da steht für mich nicht mal der Unterricht oder desen Qualität im Vordergrund sondern das Soziale,das sich stellen und lernen mit Systemen zu leben die auch mal unbequem sein können.
Jedoch hängt es wirklich stark von den Lehrern ab.Etwas was man leider vorher nie richtig prüfen kann.Faktoren wie Klassengrösse usw. sind da eher zweitrangig,da es ja um die Person selber geht.
Es gibt viele Möglichkeiten 'besondere' Kinder zu fördern ( ich weiß nicht ob du die Geschichte meiner Großen kennst) und zum Glück ist es heute viel freier und offener in der Schule geworden wenn es um dieses Thema geht.
Versperr dich da nicht.Und projiziere nie deine Erfahrungen auf dein Kind oder die Schule! Dein Kind ist andrs und macht andre Erfahrungen,hat eine andere Sichtweise und Handhabe.Oftmals kommen die Kinder überraschend gut zurecht.
Es besteht nunmal Schulpflicht....ich bin inzwischen soweit das ich mir aus dem bestehenden System rigoros das Beste für meine Kinder herauspicke und den Rest ignoriere.
In der Nähe von mir lebt eine Familie die schon jahrelang prozesiert und ihre Kinder nicht schickt.Sie werden Zuhause unterrichtet. Zuerst fand ich das gut,inzw. aber bin ich da auch skeptisch da man die Kinder ja nicht permanent vor allem schützen kann und soll.
Da steht für mich nicht mal der Unterricht oder desen Qualität im Vordergrund sondern das Soziale,das sich stellen und lernen mit Systemen zu leben die auch mal unbequem sein können.
24.08.2015 10:18
Ne, versperren tu ich mich da nicht
Ich hab auch hier das glück, dass Kita und Schule sehr eng zusammenarbeiten... man kann also schon mithelfen, dass die Besonderheiten vorher schon bekannt sind und keiner einfach mit dem adhs-hammer ankommt (ich kenne so im groben die geschichte deiner großen vom lesen
) oder die sensible seite runterspielt....
Mir ginge es dabei auch nicht ums schützen... bzw. nicht nur...
sondern eher darum, dass die falsche Umgebung einfach die Leistung runterfahren kann... und die Begeisterung fürs lernen...
Rückblickend frage ich mich halt, ob ich nicht mehr hätte erreichen können, wären manche Mitschüler und Lehrer nicht dagewesen? wäre ich vielleicht leistungsfähiger gewesen, wenn Mobbing und absolutes Unverständnis mich nicht runtergezogen hätten?
Ich denke, bei den Kindern, für die Homeschooling passend wäre... geht es wirklich mehr darum, lernen als etwas gutes beizubehalten... und in Anbetracht der Individuellen Stärken zu fördern...
ich weiß nicht, ob die Schulen das heutzutage schon so leisten können...
Ich hab auch hier das glück, dass Kita und Schule sehr eng zusammenarbeiten... man kann also schon mithelfen, dass die Besonderheiten vorher schon bekannt sind und keiner einfach mit dem adhs-hammer ankommt (ich kenne so im groben die geschichte deiner großen vom lesen
) oder die sensible seite runterspielt.... Mir ginge es dabei auch nicht ums schützen... bzw. nicht nur...
sondern eher darum, dass die falsche Umgebung einfach die Leistung runterfahren kann... und die Begeisterung fürs lernen...
Rückblickend frage ich mich halt, ob ich nicht mehr hätte erreichen können, wären manche Mitschüler und Lehrer nicht dagewesen? wäre ich vielleicht leistungsfähiger gewesen, wenn Mobbing und absolutes Unverständnis mich nicht runtergezogen hätten?
Ich denke, bei den Kindern, für die Homeschooling passend wäre... geht es wirklich mehr darum, lernen als etwas gutes beizubehalten... und in Anbetracht der Individuellen Stärken zu fördern...
ich weiß nicht, ob die Schulen das heutzutage schon so leisten können...
24.08.2015 10:30
Bei meiner Großen war der Lehrerwechsel der Glücksfall.Sie hatte kn der 2. ejne völlig unkompetente,zu junge Lehrerin.In der 3. bekam sie einen erfahrenen hnd sehr geduldigen Lehrer....sie war kaum 2 Wochen wieder nach den Ferien in der Schule und hatte wieder Freude am Lernen.
Sie hatte nie Probleme mit den Mitschülern,sie ist unheimlich sozial und ihre fröhliche Art macht vieles wett....aber durch den Lerndruck,der nunmal besteht,verlor sie jegliche Freude und Neugier.
Der Lehrer gab sie ihr zurück,in kürzester Zeit.
Auch die Klassenstimmung war deutlich entspannter bei ihm.
Es ist wirklich abhängig wer da vorne steht.Den nur der Lehrer kann etwas an der Struktur ändern wenn es zu Mobbing usw. kommt.Und wenn er da Erfahrung hat und natürlich auch Interesse macht er das.
Darum bin ich gaf nicht so für neue Lehrer.Da ist zuviel Motivation die sich aber kaum auf die Kinder ausbreitet die sie nötig habenDie brauchen völlig andere Hilfe,die aber der unerfahrene Lehrer kaum geben kann.Klar gibt es Ausnahmen, aber die sind selten.
Die Freude am Lernen kannst du auch fördern.Der Tag besteht nicht nur aus Schule.Ich versuche es immer zu Verknüpfen....z.B. haben sie in Kunst Skulpturen gemacht....ich bin mit ihr dann nach München zu dr Tutenchamun Ausstellung.
Ausserdem fördere ich sie gezielt dort wo sie bereits gut ist.Damit sie dort Kraft schöpfen kann,Selbstbewusstsein, für Dinge die ihr schwerfallen.Also ein ganz anderer Ansatz wie z.B. Nachhilfe.
Sie hatte nie Probleme mit den Mitschülern,sie ist unheimlich sozial und ihre fröhliche Art macht vieles wett....aber durch den Lerndruck,der nunmal besteht,verlor sie jegliche Freude und Neugier.
Der Lehrer gab sie ihr zurück,in kürzester Zeit.
Auch die Klassenstimmung war deutlich entspannter bei ihm.
Es ist wirklich abhängig wer da vorne steht.Den nur der Lehrer kann etwas an der Struktur ändern wenn es zu Mobbing usw. kommt.Und wenn er da Erfahrung hat und natürlich auch Interesse macht er das.
Darum bin ich gaf nicht so für neue Lehrer.Da ist zuviel Motivation die sich aber kaum auf die Kinder ausbreitet die sie nötig habenDie brauchen völlig andere Hilfe,die aber der unerfahrene Lehrer kaum geben kann.Klar gibt es Ausnahmen, aber die sind selten.
Die Freude am Lernen kannst du auch fördern.Der Tag besteht nicht nur aus Schule.Ich versuche es immer zu Verknüpfen....z.B. haben sie in Kunst Skulpturen gemacht....ich bin mit ihr dann nach München zu dr Tutenchamun Ausstellung.
Ausserdem fördere ich sie gezielt dort wo sie bereits gut ist.Damit sie dort Kraft schöpfen kann,Selbstbewusstsein, für Dinge die ihr schwerfallen.Also ein ganz anderer Ansatz wie z.B. Nachhilfe.
24.08.2015 10:33
Ich habe mir den Artikel jetzt nicht durchgelesen, bin aber der Meinung dass jeder die freie Wahl haben sollte ob das Kind zur Schule geht oder eben nicht.
Denn sieht man mal über die Grundschulen hinaus, ist unser Schulsystem einfach nur Mist. Da werden Dinge gelernt die seltenst wirklich gebraucht werden - Individualität wird an den Rand gedrückt und wirkliche Stärken und Interessen werden nicht gefördert. Die Kinder von heute stehen unter enormen Druck und am Ende der Schulpflicht/ des Abschlusses wissen die meisten nicht was sie mit ihrem Leben anfangen sollen und werden weiter in das System gedrängt, dass nur Leistung in der Gesellschaft was bringt und man akzeptiert wird.
Ich sag aber nicht das Bildung nicht wichtig ist, Allgemeinwissen und die Fähigkeit zu lesen, zu schreiben und zu rechnen sind existenziell. Aber ganz ehrlich- das würde jeder im Laufe seines Lebens lernen. Ganz von allein, weil der Mensch nunmal wissbegierig ist - nur wird dieser natürliche Drang durch unser Lernsystem in ein Gefühl von Zwang und Druck verwandelt.
Viele kommen damit noch zurecht, aber andere eben nicht. Sie werden auffällig und als Problem gesehen-abgeschrieben.
Aber ganz verloren ist das System ja auch nicht, es gibt zum Beispiel die Initiative 'Schule im Aufbruch' die ganz tolle Ideen für eine positive Änderung der Schuldtrukturen hat. Da lohnt es sich mal nachzuschauen- viele Schulen machen bei dieser Initiative schon mit.
Hach wieder zu viel geschrieben und hoffe tlich einigermaßen verständlichen und passenden Senf dazu gegeben
Denn sieht man mal über die Grundschulen hinaus, ist unser Schulsystem einfach nur Mist. Da werden Dinge gelernt die seltenst wirklich gebraucht werden - Individualität wird an den Rand gedrückt und wirkliche Stärken und Interessen werden nicht gefördert. Die Kinder von heute stehen unter enormen Druck und am Ende der Schulpflicht/ des Abschlusses wissen die meisten nicht was sie mit ihrem Leben anfangen sollen und werden weiter in das System gedrängt, dass nur Leistung in der Gesellschaft was bringt und man akzeptiert wird.
Ich sag aber nicht das Bildung nicht wichtig ist, Allgemeinwissen und die Fähigkeit zu lesen, zu schreiben und zu rechnen sind existenziell. Aber ganz ehrlich- das würde jeder im Laufe seines Lebens lernen. Ganz von allein, weil der Mensch nunmal wissbegierig ist - nur wird dieser natürliche Drang durch unser Lernsystem in ein Gefühl von Zwang und Druck verwandelt.
Viele kommen damit noch zurecht, aber andere eben nicht. Sie werden auffällig und als Problem gesehen-abgeschrieben.
Aber ganz verloren ist das System ja auch nicht, es gibt zum Beispiel die Initiative 'Schule im Aufbruch' die ganz tolle Ideen für eine positive Änderung der Schuldtrukturen hat. Da lohnt es sich mal nachzuschauen- viele Schulen machen bei dieser Initiative schon mit.
Hach wieder zu viel geschrieben und hoffe tlich einigermaßen verständlichen und passenden Senf dazu gegeben
24.08.2015 10:35
Mit dem lerndruck hatte ich zb gar keine Probleme... das waren bei mir tatsächlich einzelne Lehrer und Mitschüler... obwohl ich sozial bin, so ist das nicht... aber ich polarisiere...
und das hätte auch der beste Lehrer nicht ändern können... weils ein charaterzug von mir ist, mit dem einige absolut nicht zurechtkommen
aber selbst wenn mein großer mit der schule gut zurechtkommt, würde ich die Option der Bildungs- statt einer Schulpflicht doch sehr begrüßen... ohne einen teuren Privatlehrer besorgen zu müssen
und das hätte auch der beste Lehrer nicht ändern können... weils ein charaterzug von mir ist, mit dem einige absolut nicht zurechtkommen
aber selbst wenn mein großer mit der schule gut zurechtkommt, würde ich die Option der Bildungs- statt einer Schulpflicht doch sehr begrüßen... ohne einen teuren Privatlehrer besorgen zu müssen
24.08.2015 10:45
Ich könnt mir das für uns gar nicht vorstellen. Obwohl mein Mann lehrer ist trau ich uns nicht zu den jungs das ganze wissen zu vermitteln das sie für ein abi brauchen. Grundschule ok. HS auch noch aber zu realschule/abi gehört ja viel mehr. an französisch würde ich bsp koplett scheitern. englisch wäre schon schwer genug. da hät ich wohl das gefühl meinem kind im weg zu stehen...
24.08.2015 10:48
Zitat von Jani85:
Ich könnt mir das für uns gar nicht vorstellen. Obwohl mein Mann lehrer ist trau ich uns nicht zu den jungs das ganze wissen zu vermitteln das sie für ein abi brauchen. Grundschule ok. HS auch noch aber zu realschule/abi gehört ja viel mehr. an französisch würde ich bsp koplett scheitern. englisch wäre schon schwer genug. da hät ich wohl das gefühl meinem kind im weg zu stehen...
Das halte ich auch für einen großen Knackpunkt. Ich bin ja auch Lehrerin und weiß, was für eine Arbeit das ist, den eigenen Unterricht vorzubereiten. Die Vorstellung dies für viele weitere Fächer in gleicher Qualität zu erfüllen, finde ich schwierig
24.08.2015 10:49
Naja, das ist ja auch nicht für alle geeignet
Allein schon in Familien, in denen beide Vollzeit arbeiten (müssen) ist das ja schon undenkbar
und charakterabhängig isses wohl auch
Ich bin zb Autodidakt... und lerne praktisch nix übers reine vortragen vorn... dafür umsomehr übers lesen...
das bischen spanisch, was ich kann, hab ich mir selbst angeeignet... vom unterricht ist nix hängen geblieben
Andere brauchen aber genau das... jemanden, der die dinge erklärt und begleitet
Allein schon in Familien, in denen beide Vollzeit arbeiten (müssen) ist das ja schon undenkbar
und charakterabhängig isses wohl auch
Ich bin zb Autodidakt... und lerne praktisch nix übers reine vortragen vorn... dafür umsomehr übers lesen... das bischen spanisch, was ich kann, hab ich mir selbst angeeignet... vom unterricht ist nix hängen geblieben
Andere brauchen aber genau das... jemanden, der die dinge erklärt und begleitet
24.08.2015 10:51
Tja... Deutschland steht neben Schweden europaweit so ziemlich allein da mit seinem Schulgebäudebesuchszwang.
Es ist typisch für dieses Land - alles muss engstens reglementiert werden, alles muss den Eltern möglichst aus der Hand genommen werden, Verantwortung wird systematisch entzogen, bis sich gar keiner mehr traut, sie überhaupt zu unternehmen... Schade.
Mein Mann hat eine Zeit lang in den USA studiert, auch nicht gerade an einer "namenlosen" Uni, und ist dort einigen begegnet, die entweder Homeschooler oder sogar Unschooler (Freilerner) waren - und die waren echt brilliant.
Ich konnte zu Hause und frei auch sehr viel besser lernen als in der Schule.
Ich finde es schade, dass sensible Kinder, denen die Umgebung einer Klasse zu unruhig, das Tempo zu langsam oder zu schnell, und der permanente Gruppen-/Teamzwang, so durchs Raster gefallen lassen werden. Damit erstickt man große Potentiale, die sich unter anderen Umständen richtig entfalten könnten, schon von vorn herein im Keim
Der Moritz Neubronner ist nicht der Einzige, bei dem das Homeschooling gut funktioniert hat (wobei es sich bei ihm sogar mehr nach Freilerner anhört), ich persönlich kenne noch 3 weitere Familien, die sind deshalb leider nach Belgien, Dänemark und Österreich ausgewandert. Bei einer Familie sind 4 der Kinder mittlerweile erwachsen und haben alle Abitur, wofür sie das letzte Schuljahr eine Schule besucht haben, bzw. einer sogar nur das letzte Halbjahr. Studieren alle oder machen Ausbildung.
Es funktioniert natürlich. In vielen Ländern werden die Lernerfolge der Kinder regelmäßig überprüft und auch die Eltern müssen immer mal Prüfungen ablegen.
Und wer jetzt wieder mit "Migranten" und dem "sozialen Brennpunkt" kommt - nö, das sind keine potentiellen Homeschooler, die haben ihre Kinder lieber von der Backe, damit sie in Ruhe fernsehen können.
Und wenn man so eine Überprüfungslösung wie z.B. in Belgien einführen würde, dann ginge Homeschooling in solchen Familien eh nicht lange gut.
Es ist typisch für dieses Land - alles muss engstens reglementiert werden, alles muss den Eltern möglichst aus der Hand genommen werden, Verantwortung wird systematisch entzogen, bis sich gar keiner mehr traut, sie überhaupt zu unternehmen... Schade.
Mein Mann hat eine Zeit lang in den USA studiert, auch nicht gerade an einer "namenlosen" Uni, und ist dort einigen begegnet, die entweder Homeschooler oder sogar Unschooler (Freilerner) waren - und die waren echt brilliant.
Ich konnte zu Hause und frei auch sehr viel besser lernen als in der Schule.
Ich finde es schade, dass sensible Kinder, denen die Umgebung einer Klasse zu unruhig, das Tempo zu langsam oder zu schnell, und der permanente Gruppen-/Teamzwang, so durchs Raster gefallen lassen werden. Damit erstickt man große Potentiale, die sich unter anderen Umständen richtig entfalten könnten, schon von vorn herein im Keim
Der Moritz Neubronner ist nicht der Einzige, bei dem das Homeschooling gut funktioniert hat (wobei es sich bei ihm sogar mehr nach Freilerner anhört), ich persönlich kenne noch 3 weitere Familien, die sind deshalb leider nach Belgien, Dänemark und Österreich ausgewandert. Bei einer Familie sind 4 der Kinder mittlerweile erwachsen und haben alle Abitur, wofür sie das letzte Schuljahr eine Schule besucht haben, bzw. einer sogar nur das letzte Halbjahr. Studieren alle oder machen Ausbildung.
Es funktioniert natürlich. In vielen Ländern werden die Lernerfolge der Kinder regelmäßig überprüft und auch die Eltern müssen immer mal Prüfungen ablegen.
Und wer jetzt wieder mit "Migranten" und dem "sozialen Brennpunkt" kommt - nö, das sind keine potentiellen Homeschooler, die haben ihre Kinder lieber von der Backe, damit sie in Ruhe fernsehen können.
Und wenn man so eine Überprüfungslösung wie z.B. in Belgien einführen würde, dann ginge Homeschooling in solchen Familien eh nicht lange gut.
24.08.2015 10:56
Zitat von zuckerlie:
Zitat von Jani85:
Ich könnt mir das für uns gar nicht vorstellen. Obwohl mein Mann lehrer ist trau ich uns nicht zu den jungs das ganze wissen zu vermitteln das sie für ein abi brauchen. Grundschule ok. HS auch noch aber zu realschule/abi gehört ja viel mehr. an französisch würde ich bsp koplett scheitern. englisch wäre schon schwer genug. da hät ich wohl das gefühl meinem kind im weg zu stehen...
Das halte ich auch für einen großen Knackpunkt. Ich bin ja auch Lehrerin und weiß, was für eine Arbeit das ist, den eigenen Unterricht vorzubereiten. Die Vorstellung dies für viele weitere Fächer in gleicher Qualität zu erfüllen, finde ich schwierig![]()
Ihr habt auch ein bisschen eine falsche Vorstellung vom Homeschooling.
Homeschooling-Familien sind in der Regel sehr vernetzt.
Wenn man also versuchen will, das staatliche Schulsystem zu imitieren, indem man konkrete Fächer unterrichtet, dann wird das oft mal untereinander aufgeteilt. Wenn Mutti Schulze kein Mathe kann, dann kann es vielleicht der Vater von Familie Glaser. Und so weiter...
Aber viele Homeschooler und besonders Freilerner eignen sich ihr Wissen auch durch Reisen und Abenteuer an.
Mach mal mit 14 oder 15 eine zweimonatige Rucksacktour durch Frankreich - du wirst wiederkommen und besser Französisch können als die, die es seit x Jahren in der Schule pauken
Ansonsten: Prioritäten setzen. Sich auf Neigungen fokussieren. Es gibt nur wenige Kinder, die in allen Fächern sehr talentiert sind, auch wenn sie sie unterrichtet bekommen. Man spart sich ggf. nur die unnötige Quälerei damit.
Für den Abischnitt zählen am Ende ja sowieso nicht alle Fächer.
24.08.2015 10:58
Zitat von Viala:
Naja, das ist ja auch nicht für alle geeignet![]()
Allein schon in Familien, in denen beide Vollzeit arbeiten (müssen) ist das ja schon undenkbar![]()
und charakterabhängig isses wohl auchIch bin zb Autodidakt... und lerne praktisch nix übers reine vortragen vorn... dafür umsomehr übers lesen...
das bischen spanisch, was ich kann, hab ich mir selbst angeeignet... vom unterricht ist nix hängen gebliebenAndere brauchen aber genau das... jemanden, der die dinge erklärt und begleitet
![]()
aber sowas weiß man ja meist nicht vorher.
Ich bin zb jmd der sich total toll bildhaft merken kann. Also Bilder, diagramme, ich weiß wo etwas in einem Buch steht usw.
Mein Abi hab ich durch bloße anwesenheit bestanden (gelernt hab ich zuhause nix außer mal vokabeln) und an der uni hab ich mir dann den stoff für mich aufbereitet.
dennoch find ich schule für meine kinder schwierig. es gibt so viele fächer.
es gibt ca 16 Fächer... hab mal gezählt... wow
24.08.2015 11:01
Also, mir wäre es ja egal. So ganz allgemein - ausreichende Kontrollen mal voraus gesetzt.
Was ich in dem Zusammenhang zusätzlich kritisch sehe, ist das vermitteln von - falschen/fatalen Einstellungen, sprich Kreationismus oder das Deckeln in einem bestimmten politischen Milieu. Klar trifft das auf keine der Damen hier zu. Aber muss ja nicht jede Homeschooling Familie so perfekt sein, wie hier beschrieben. Und da Szenarienzeichnen ja beliebt ist, zeichne ich mal ein solches..
Was ich in dem Zusammenhang zusätzlich kritisch sehe, ist das vermitteln von - falschen/fatalen Einstellungen, sprich Kreationismus oder das Deckeln in einem bestimmten politischen Milieu. Klar trifft das auf keine der Damen hier zu. Aber muss ja nicht jede Homeschooling Familie so perfekt sein, wie hier beschrieben. Und da Szenarienzeichnen ja beliebt ist, zeichne ich mal ein solches..
24.08.2015 11:02
Na, aber mal ganz ehrlich... das bekommt man auch mit Schulpflicht gut vermittelt, wenn man will
also da schützt eine Schulpflicht auch nicht vor
also da schützt eine Schulpflicht auch nicht vor
24.08.2015 11:03
Zitat von silbermarie:
Zitat von zuckerlie:
Zitat von Jani85:
Ich könnt mir das für uns gar nicht vorstellen. Obwohl mein Mann lehrer ist trau ich uns nicht zu den jungs das ganze wissen zu vermitteln das sie für ein abi brauchen. Grundschule ok. HS auch noch aber zu realschule/abi gehört ja viel mehr. an französisch würde ich bsp koplett scheitern. englisch wäre schon schwer genug. da hät ich wohl das gefühl meinem kind im weg zu stehen...
Das halte ich auch für einen großen Knackpunkt. Ich bin ja auch Lehrerin und weiß, was für eine Arbeit das ist, den eigenen Unterricht vorzubereiten. Die Vorstellung dies für viele weitere Fächer in gleicher Qualität zu erfüllen, finde ich schwierig![]()
Ihr habt auch ein bisschen eine falsche Vorstellung vom Homeschooling.
Homeschooling-Familien sind in der Regel sehr vernetzt.
Wenn man also versuchen will, das staatliche Schulsystem zu imitieren, indem man konkrete Fächer unterrichtet, dann wird das oft mal untereinander aufgeteilt. Wenn Mutti Schulze kein Mathe kann, dann kann es vielleicht der Vater von Familie Glaser. Und so weiter...
Aber viele Homeschooler und besonders Freilerner eignen sich ihr Wissen auch durch Reisen und Abenteuer an.
Mach mal mit 14 oder 15 eine zweimonatige Rucksacktour durch Frankreich - du wirst wiederkommen und besser Französisch können als die, die es seit x Jahren in der Schule pauken![]()
Ansonsten: Prioritäten setzen. Sich auf Neigungen fokussieren. Es gibt nur wenige Kinder, die in allen Fächern sehr talentiert sind, auch wenn sie sie unterrichtet bekommen. Man spart sich ggf. nur die unnötige Quälerei damit.
Für den Abischnitt zählen am Ende ja sowieso nicht alle Fächer.
sowas muss man aber auch mögen... ich hät meine eltern dafür auf den mond geschickt
***
Man muss dann allerdings auch mit den "lehrmethoden" von herrn glaser klar kommen wenn der mathe beibringen soll. warum sollte der das besser machen alss herr schulz in der 7b?
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