Homeschooling - Diskussion
24.08.2015 14:38
Zitat von Marf:mein mann ist hs lehrer... letztes JAhr hatte er eine 7. Klasse. MEHRERE der Eltern die er zum Gespräch lud weil keine Hausaufgaben, kein Material etc pp saßen vor ihm: "Was soll ich jetzt machen? Der hört doch siet jahren nicht mehr auf mich!" "Der sitzt die ganze nacht am pc kein Wunder wenn er morgens einschläft, aber wenn ichs Inet abstell schlägt er mich" etc. Und ganz ehrlich sowas liegt nicht nur am Lehrer. Wenn die Kids dann schon in Reli 5er und 6er bekommen.
Zitat von zuckerlie:
Zitat von Marf:
Zitat von Viala:
Wieso schlecht kontrollierbar?Es gibt reichlich kontrollmöglichkeiten und genügend länder, von denen man lernen kann, wie es geht
![]()
Da finde ich eine wirklich gute kontrolle der Lehrer, ob sie eine Bildungspflicht umsetzen, deutlich schwerer... bzw. kann mir nichtmal vorstellen, wie man das umsetzen will![]()
Puh...ich tu mir schwer bei diesen Vergleichen.Nicht nur bei diesem Thema.Kann man wirklich z.B. Frankreich mit uns ,in dieser Hinsicht,vergleichen? Oder mit Österreich.Und warum soll es für uns gut sein? Nur weil wir es nicht haben...?
..ich gehe immer gerne von den hiesigen Gegebenheiten aus und was man daraus machen kann.Und was von uns akzeptiert werden würde.
Der Lehrer wird über den Bildungsstand seiner Schüler kontrolliert.![]()
Das würde die Rollen quasi umkehren.Und nicht nur der Schüler muss sich dann durch eine Leistung beweisen sondern auch der Lehrkörper.Das die Schüler viel mitnehmen zwingt den Lehrer,also das ganze Bildungswesen,sich auf jeden einzelnen einzulassen und seine Bedürfnisse zu akzeptieren.Und dann ist es egal ob ein Kind leicht o.langsam lernt,es ADHS hat,Autist ist,blind oder eben Hochsensibel.
Da am Ende der Bildungsstand ausschlaggebend ist und nicht die Anwesenheit. Es würde auch das Bulimielernen verhindern.
Das fände ich auch gut MarfAber da muss was bei den Klassenstärken passieren. Bei 30 Schülern ist die Binnendifferenzierung echt fast ein Ding der Unmöglichkeit...
Und wenn man mit mehreren Lehrern arbeitet pro Klasse? Bei den Inklusionskindern ist das schon der Fall und klappt sehr gut.Selbst die anderen Kinder wäre das oft eine Hilfe.
Dazu noch mehr Zeit....es wäre auch gut wenn es monatliche Portfolios gäbe....den dafür muss sich der Lehrer mit jedem Einzelnen beschäftigen. Was natürlich auch ein mehr an Elternmitarbeit erfordern würde wenn man 1x im Mknat zu ejnem Gespräch muss. Aber so wäre man immer auf dem aktuellen Stand und könnte sofort reagieren,jede Seite.
Ja es gibt viele tolle engagierte Eltern, aber es gibt eben auch ganz viele denen es egal ist. Das soll die Schule regeln und sie möglichst damit nicht belästigen...
24.08.2015 14:45
Ich steig kurz in die Diskussion ein, ohne den Verlauf gelesen zu haben.
Ich persönlich stehe dem Homeschooling kritisch gegenüber. Auch ich war ein hochsensibles Kind, hab aber komischerweise gerade im KiGA und in der Schule kein Problem gehabt, Anschluss zu finden. Im Gegenteil.
Natürlich gab es in der Klasse auch Zickenterror (ich bin auf eine reine Mädchenprivatschule gegangen, auweia) und klar hat mich manches Wort sicher 3x härter getroffen, als ein normales Kind. Aber wo stünde ich heute ohne die Schule? Man wächst ja auch daran. Wie weichgespült wäre ich erst, wenn ich nicht durch manche Situation gemusst hätte?
Und für mich überwiegen die schönen Seiten bei weitem mehr, als es mir ein Homeschooling je ermöglicht hätte. Allein, dass ich meine Freunde jeden Tag sehen konnte. Ferien konnte ich viel intensiver genießen, als wenn Zuhause sein Normalität gewesen wäre.
Ganz sicher gibt es auch Kinder, die das reine Zuhause sein mehr genießen würde, ich denke da an so manches Mobbingopfer.
Warum ich dem Ganzen also trotzdem kritisch gegenüber stehe: Homeschooling könnte von Eltern "benutzt" werden, denen ich sehr kritisch gegenüber stehe. Die Kinder würden NIE eine andere Seite, bzw. Meinung zu hören bekommen, könnten sich niemals ein eigenes Bild der Welt machen.
Ich denke da z.B. an die vielen "braunen" Familien, aber auch direkt ein Beispiel aus unserem Nachbarort: eine zutiefst religiöse Familie, Mädchen haben Zopf zu tragen und Kleider, der Mann steht über der Frau. Fast schon das Amisch-Prinzip, nur sehr viel negativer geprägt. Wir sind die satanistische Außenwelt. Der Vater hatte geklagt, er wolle Homeschooling, weil seine Kinder hier nur verdorben werden würden (sorry, wir sind noch der harmloseste Teil in Deutschland, zutiefst traditionell und mit wirklich schönen und geordneten Schulen).
Wir haben das lange in der Zeitung verfolgt und waren um der Kinder willen froh, dass es abgelehnt wurde.
Gerade solchen Kindern tut eine moderne Schule gut. Wenn sie sich später selber für diesen extremen religiösen Weg entscheiden, ist das ja okey. Sie tun ja keinem was.
Aber dann könnnen sie wenigsten sagen, wir haben auch gesehen, wie andere Kinder groß werden und waren daran beteiligt.
Ich persönlich stehe dem Homeschooling kritisch gegenüber. Auch ich war ein hochsensibles Kind, hab aber komischerweise gerade im KiGA und in der Schule kein Problem gehabt, Anschluss zu finden. Im Gegenteil.
Natürlich gab es in der Klasse auch Zickenterror (ich bin auf eine reine Mädchenprivatschule gegangen, auweia) und klar hat mich manches Wort sicher 3x härter getroffen, als ein normales Kind. Aber wo stünde ich heute ohne die Schule? Man wächst ja auch daran. Wie weichgespült wäre ich erst, wenn ich nicht durch manche Situation gemusst hätte?
Und für mich überwiegen die schönen Seiten bei weitem mehr, als es mir ein Homeschooling je ermöglicht hätte. Allein, dass ich meine Freunde jeden Tag sehen konnte. Ferien konnte ich viel intensiver genießen, als wenn Zuhause sein Normalität gewesen wäre.
Ganz sicher gibt es auch Kinder, die das reine Zuhause sein mehr genießen würde, ich denke da an so manches Mobbingopfer.
Warum ich dem Ganzen also trotzdem kritisch gegenüber stehe: Homeschooling könnte von Eltern "benutzt" werden, denen ich sehr kritisch gegenüber stehe. Die Kinder würden NIE eine andere Seite, bzw. Meinung zu hören bekommen, könnten sich niemals ein eigenes Bild der Welt machen.
Ich denke da z.B. an die vielen "braunen" Familien, aber auch direkt ein Beispiel aus unserem Nachbarort: eine zutiefst religiöse Familie, Mädchen haben Zopf zu tragen und Kleider, der Mann steht über der Frau. Fast schon das Amisch-Prinzip, nur sehr viel negativer geprägt. Wir sind die satanistische Außenwelt. Der Vater hatte geklagt, er wolle Homeschooling, weil seine Kinder hier nur verdorben werden würden (sorry, wir sind noch der harmloseste Teil in Deutschland, zutiefst traditionell und mit wirklich schönen und geordneten Schulen).
Wir haben das lange in der Zeitung verfolgt und waren um der Kinder willen froh, dass es abgelehnt wurde.
Gerade solchen Kindern tut eine moderne Schule gut. Wenn sie sich später selber für diesen extremen religiösen Weg entscheiden, ist das ja okey. Sie tun ja keinem was.
Aber dann könnnen sie wenigsten sagen, wir haben auch gesehen, wie andere Kinder groß werden und waren daran beteiligt.
24.08.2015 14:50
Zitat von Jani85:
Zitat von Marf:mein mann ist hs lehrer... letztes JAhr hatte er eine 7. Klasse. MEHRERE der Eltern die er zum Gespräch lud weil keine Hausaufgaben, kein Material etc pp saßen vor ihm: "Was soll ich jetzt machen? Der hört doch siet jahren nicht mehr auf mich!" "Der sitzt die ganze nacht am pc kein Wunder wenn er morgens einschläft, aber wenn ichs Inet abstell schlägt er mich" etc. Und ganz ehrlich sowas liegt nicht nur am Lehrer. Wenn die Kids dann schon in Reli 5er und 6er bekommen.
Zitat von zuckerlie:
Zitat von Marf:
...
Das fände ich auch gut MarfAber da muss was bei den Klassenstärken passieren. Bei 30 Schülern ist die Binnendifferenzierung echt fast ein Ding der Unmöglichkeit...
Und wenn man mit mehreren Lehrern arbeitet pro Klasse? Bei den Inklusionskindern ist das schon der Fall und klappt sehr gut.Selbst die anderen Kinder wäre das oft eine Hilfe.
Dazu noch mehr Zeit....es wäre auch gut wenn es monatliche Portfolios gäbe....den dafür muss sich der Lehrer mit jedem Einzelnen beschäftigen. Was natürlich auch ein mehr an Elternmitarbeit erfordern würde wenn man 1x im Mknat zu ejnem Gespräch muss. Aber so wäre man immer auf dem aktuellen Stand und könnte sofort reagieren,jede Seite.
Ja es gibt viele tolle engagierte Eltern, aber es gibt eben auch ganz viele denen es egal ist. Das soll die Schule regeln und sie möglichst damit nicht belästigen...
Und was wenn es nun die Möglichkeit der HS gäbe....würden dann nicht einige,aus Bequemlichkeit und Erziehungsmüdigkeit,ihr Kind dafür anmelden?
Oder ,durch das monatliche Gespräch,käme es erst gar nicht soweit?
Wir haben hier im nächsten Ort eine Förderschule,ab 4.Klasse,die solche monatlichen Gespräche macht.Sie sind Pflicht für Lehrer und Eltern.Gut,es sind Kinder die schon früh Förderung bekommen haben,da leben die Eltern schon lange damit.Aber diese Gespräche regen vielleicht auch zu einem Umdenken bei den Eltern an.....es ist ja dann auch irgendwann lästig immer und immer wieder.......und den Schülern vielleicht auch,weil sie wissen das ihr Tun beobachtet wird.
Bin ich meinen Eltern gleichgültig, wozu dann noch anstrengen oder folgen.....
24.08.2015 14:54
Zitat von Tanzbär:
Zitat von silbermarie:
Ich hab' ja in der Schule vom Sozialen her vor allem eins gelernt:
Wissen macht unbeliebt.
Stimmt teilweise garantiert, aber ich sage immer "Der Ton macht die Musik"Da kommt es auch ganz stark darauf an, wie man sein Wissen unter die Leute bringt.
Ich kenne sehr viele Leute aus meiner Schulzeit, die sehr viel wussten und auch sehr gerne diskutiert haben - trotz allem waren sie beliebt.
Da stimme ich zu! Bei uns machte nicht das Wissen unbeliebt, sondern das Denken, der Wissende schlechthin zu sein
24.08.2015 15:12
Zitat von Marf:
Zitat von Tanzbär:
Zitat von Marf:
@Tanzbär,
ich sehe viele die sich sehr quälen für ihr Abi.Und danach gehen sie in Berufe die auch ohne diese Schufterrei zugänglich sind.
Da ist oft das Elternhaus ,das viel Druck macht.
Ich hab hier neben mir einen Gymnasiumkanidat sitzen.Wenn er so weitr macht wird es ihm leichtfallen.Ausser seine Faulheit artet aus.Dann soll er.....dann bin ich Stolz .Jedoch genauso bin icb stolz wenn er kein Abi macht.
Viele Berufe werden,bis dieses Abi aktuell wird,andere Anforderungen haben.Und es werden neue Berufszweige entstehen....die sicherlich auch per Quereinstieg ergreifbar sind.Solange die Kinder in ihrem Leben Zufriedenheit erfahren durch ihr Tun !
Da hast du mir was voraus![]()
Ich wäre nicht stolz auf meinen Sohn, wenn er aus Faulheit kein Abi macht und deswegen nicht seinem gewünschten Beruf nachgehen kann. Mag sein, dass sich innerhalb der nächsten 10 Jahre irgendwas an dem Schulsystem, den Abschlüssen oder den Berufszweigen ändert, aber das schaue ich dann, wenn es soweit ist.
Ich sehe es einfach nur gerade an meinem Bruder: Er ist definitiv nicht dumm - ganz im Gegenteil -, hat aber absolut keine Lust auf Schule und schlawiniert sich durchs Leben. Leider (oder Gott seid Dank?) ist er im englischen Schulsystem, sodass er seine Abiprüfungen über Jahre hinweg machen kann, wenn er möchte. Wenn er mein Sohn wäre, hätte dieses Verhalten auf jeden Fall Konsequenzen. Meine Eltern sehen das entspannter.
Neee,ich bin nicht stolz wenn er faul ist und deswegen in der Schule nicht alles ausschöpft!![]()
Das würde ich nicht akzeptieren weil es einfach schade ist sich so zu vergeuden.
Ich meinte...wenn er es schafft und Abi macht, wäre ich stolz.Wenn er es aber nicht packt,trotz Mühe....dann wäre ich auch stolz.Er hat es zumindest versucht.
Achso ok, dann sind wir ja einer Meinung
24.08.2015 16:08
Ich frage mich, welche Länder das sein soll, in denen es funktioniert. Ich weiß nur von Ländern, in denen es zu Genüge von Fundis jeder Art gnadenlos missbraucht wird.
Ausnahme ist vielleicht Australien, aber da ist das System ja eher so, dass es virtuelle Klassenzimmer gibt.
Hat da jemand konkrete Angaben/Quellen?
Zum "Da muss man durch". Nein, muss man nicht. Aber eigentlich sollte der Ausschluss eines betroffenen Kindes aus einer mobbenden Gemeinschaft oder einem anderweitig schädlichen Umfeld die allerletzte Möglichkeit sein.
Bei Erlebnissen wie Viala und Marie sie schildern, ist einfach die Schule in Zusammenarbeit mit den Eltern gefragt. Man kann nicht alle Mobbingprobleme restlos lösen (weiß ich aus eigener Lehrererfahrung), aber die schlimmsten Auswüchse, wie sie hier schon geschildert wurden, sollten heutzutage eigentlich nicht mehr passieren. Bevor ich mich für Homeschooling entscheiden würde, würde ich erst mal 30.000 andere Hebel in Bewegung setzen. Ganz machtlos ist man als Eltern heutzutage auch nicht.
Ausnahme ist vielleicht Australien, aber da ist das System ja eher so, dass es virtuelle Klassenzimmer gibt.
Hat da jemand konkrete Angaben/Quellen?
Zum "Da muss man durch". Nein, muss man nicht. Aber eigentlich sollte der Ausschluss eines betroffenen Kindes aus einer mobbenden Gemeinschaft oder einem anderweitig schädlichen Umfeld die allerletzte Möglichkeit sein.
Bei Erlebnissen wie Viala und Marie sie schildern, ist einfach die Schule in Zusammenarbeit mit den Eltern gefragt. Man kann nicht alle Mobbingprobleme restlos lösen (weiß ich aus eigener Lehrererfahrung), aber die schlimmsten Auswüchse, wie sie hier schon geschildert wurden, sollten heutzutage eigentlich nicht mehr passieren. Bevor ich mich für Homeschooling entscheiden würde, würde ich erst mal 30.000 andere Hebel in Bewegung setzen. Ganz machtlos ist man als Eltern heutzutage auch nicht.
24.08.2015 17:16
Zitat von Viala:
Zitat von ice.tea:Hm... es wurde zb der gesamte Klassenraum verwüstet und die klasse behauptete fast geschlossen, ich wäre es gewesen...
Zitat von Viala:
Zitat von Viala:
...
Achja nachtrag:
Meine Sanftmütigkeit kehrte erst Jahre nach dem Abi zurück... nachdem mein Mann mich wieder aufgebaut und ich mich der Spiritualität zugewandt habe... Vergebung war da der Schlüssel...
bevor das der fall war, war ich voller Wut und Hass... und hätte so manchem ehemaligen Klassenkameraden gerne werweißwas angetan...
auch meine Empathie habe ich mir nach der Schulzeit erst langsam wieder zugänglich gemacht, die war dahin...
also ja, die wären eher sogar noch stärker ausgeprägt, vermute ich![]()
Darf ich fragen, was so schlimm für dich war in der Schule also was dir passiert ist?
in der 2 klasse saßen 2 jungs auf mir... einer hat mich festgehalten, einer hat mich gewürgt...
Ich wurde geschubst, beworfen, beschimpft, es wurden witze gerissen, dinge weggenommen...
Im Sport wurde ich ausgegrenz und von der Lehrerin, als ich aufgelöst die halle verließ, noch zurechtgewiesen, dass ich das aber nicht bringen könne, einfach rauszugehen...
und noch mehr... so einiges habe ich verdrängt...![]()
Oh man
Da kann ich verstehen, dass du das deinen Söhne ersparen willst.
24.08.2015 17:27
Zitat von ice.tea:Naja, um die mach ich mir (noch) keine sorgen...
Zitat von Viala:
Zitat von ice.tea:Hm... es wurde zb der gesamte Klassenraum verwüstet und die klasse behauptete fast geschlossen, ich wäre es gewesen...
Zitat von Viala:
...
Darf ich fragen, was so schlimm für dich war in der Schule also was dir passiert ist?
in der 2 klasse saßen 2 jungs auf mir... einer hat mich festgehalten, einer hat mich gewürgt...
Ich wurde geschubst, beworfen, beschimpft, es wurden witze gerissen, dinge weggenommen...
Im Sport wurde ich ausgegrenz und von der Lehrerin, als ich aufgelöst die halle verließ, noch zurechtgewiesen, dass ich das aber nicht bringen könne, einfach rauszugehen...
und noch mehr... so einiges habe ich verdrängt...![]()
Oh manDa kann ich verstehen, dass du das deinen Söhne ersparen willst.
Der kleine scheint bisher Normalsensibel zu sein... und der große ist unheimlich sozial und bisher sehr gut integriert... auch die zusammenarbeit mit der Grundschule hier ist sehr gut...
und ich hoffe auch, dass ich nie sowas brauchen werde...
24.08.2015 18:47
Ich sehe das HS auch eher kritisch, auch wenn es sicher Kinder gibt, für die es der bessere Weg sein kann.
Gerade in oder am Anfang der Pubertät IST es doch immens wichtig, sich auch abgrenzen zu können, gerade von den eigenen Eltern. Wenn man da den ganzen Tag zusammen ist, von kleinen Hobby-Pausen abgesehen, kann man sich dann als Jugendlicher frei entwickeln? Die Schule ist ja auch einfach ein Raum ohne elterliche Kontrolle und auch da gibt's Freiräume, die kein Lehrer "stört".
Ich hab noch mehr Argumente, mein Sohn hat aber gerade bessere...bis später
Gerade in oder am Anfang der Pubertät IST es doch immens wichtig, sich auch abgrenzen zu können, gerade von den eigenen Eltern. Wenn man da den ganzen Tag zusammen ist, von kleinen Hobby-Pausen abgesehen, kann man sich dann als Jugendlicher frei entwickeln? Die Schule ist ja auch einfach ein Raum ohne elterliche Kontrolle und auch da gibt's Freiräume, die kein Lehrer "stört".
Ich hab noch mehr Argumente, mein Sohn hat aber gerade bessere...bis später
24.08.2015 18:53
Zitat von Marf:ich versteh dein argument jetzt nicht wirlich
Zitat von Jani85:
Zitat von Marf:mein mann ist hs lehrer... letztes JAhr hatte er eine 7. Klasse. MEHRERE der Eltern die er zum Gespräch lud weil keine Hausaufgaben, kein Material etc pp saßen vor ihm: "Was soll ich jetzt machen? Der hört doch siet jahren nicht mehr auf mich!" "Der sitzt die ganze nacht am pc kein Wunder wenn er morgens einschläft, aber wenn ichs Inet abstell schlägt er mich" etc. Und ganz ehrlich sowas liegt nicht nur am Lehrer. Wenn die Kids dann schon in Reli 5er und 6er bekommen.
Zitat von zuckerlie:
...
Und wenn man mit mehreren Lehrern arbeitet pro Klasse? Bei den Inklusionskindern ist das schon der Fall und klappt sehr gut.Selbst die anderen Kinder wäre das oft eine Hilfe.
Dazu noch mehr Zeit....es wäre auch gut wenn es monatliche Portfolios gäbe....den dafür muss sich der Lehrer mit jedem Einzelnen beschäftigen. Was natürlich auch ein mehr an Elternmitarbeit erfordern würde wenn man 1x im Mknat zu ejnem Gespräch muss. Aber so wäre man immer auf dem aktuellen Stand und könnte sofort reagieren,jede Seite.
Ja es gibt viele tolle engagierte Eltern, aber es gibt eben auch ganz viele denen es egal ist. Das soll die Schule regeln und sie möglichst damit nicht belästigen...
Und was wenn es nun die Möglichkeit der HS gäbe....würden dann nicht einige,aus Bequemlichkeit und Erziehungsmüdigkeit,ihr Kind dafür anmelden?![]()
Oder ,durch das monatliche Gespräch,käme es erst gar nicht soweit?![]()
Wir haben hier im nächsten Ort eine Förderschule,ab 4.Klasse,die solche monatlichen Gespräche macht.Sie sind Pflicht für Lehrer und Eltern.Gut,es sind Kinder die schon früh Förderung bekommen haben,da leben die Eltern schon lange damit.Aber diese Gespräche regen vielleicht auch zu einem Umdenken bei den Eltern an.....es ist ja dann auch irgendwann lästig immer und immer wieder.......und den Schülern vielleicht auch,weil sie wissen das ihr Tun beobachtet wird.
Bin ich meinen Eltern gleichgültig, wozu dann noch anstrengen oder folgen.....
Ich wollte darauf hinaus das auch ein noch so guter lehrer nicht alles auffangen kann (ging mir jetzt nicht ums homeschooling sondern um deine idee). Und wer bezahlt das einaml im Moant alle Eltern zum gespräch treffen? Das sind dann ja 25-30std extra das ist ja fast ne ganze wochenanwesenheitszeit. plus vorbereiten ´der gespräche und dann soll ja auch noch super toller unterricht gemacht werden der auf jedes Kind eingeht...
24.08.2015 19:12
@ Jani,
in der Schule hier funktioniert es ganz gut.Die Gespräche sind nicht immer,jedoch mindestens alle 2 Monate.Es ist auch möglich das die Eltern das Portofolio nach Hause bekommen und in Ruhe den Stand kontrollieren können.
Der Sohn einer Freundin ist dort.Er hat Adhs in Reinstform und durch diese regelmäßigen Beurteilungen wird er ganz anders eingeschätzt wie an der Grundschule.Weil so nicht nur das negative Verhalten im Gedächtnis bleibt.Wie gesagt,es ist eine Förderschule.Wobei ich aber keinen Unterschied zu den anderen Schulformen sehe bei der Umsetzung.
in der Schule hier funktioniert es ganz gut.Die Gespräche sind nicht immer,jedoch mindestens alle 2 Monate.Es ist auch möglich das die Eltern das Portofolio nach Hause bekommen und in Ruhe den Stand kontrollieren können.
Der Sohn einer Freundin ist dort.Er hat Adhs in Reinstform und durch diese regelmäßigen Beurteilungen wird er ganz anders eingeschätzt wie an der Grundschule.Weil so nicht nur das negative Verhalten im Gedächtnis bleibt.Wie gesagt,es ist eine Förderschule.Wobei ich aber keinen Unterschied zu den anderen Schulformen sehe bei der Umsetzung.
24.08.2015 19:29
ich find die orga da einfach schwierig. und was macht man wenn eltern danhn nicht kommen? Ich mein selbst zum elternabend der nur 2x im jahr ist kommen nicht alle...
24.08.2015 19:36
Ich hatte jetzt vor kurzem erst das Buch "The homeschooling father" in den Fingern (fragt mich nicht, ob MNutter oder Vater einen Unterschied gemacht hätte). Was mich daran sehr gestört hat, war eben die Tatsache wie immer wieder die Möglichkeit hervorgehoben wurde, bestimmte dINGE WIE EBEN Evolution oder sowas ganz auszuklammern.
Ich denkem, egal welchen Bildungsabschluss auch immer jemand erreicht, aber zumindest einmal von allen Fächern etwas gehört zu haben ist doch sehr wichtig. Und dies kann ich meinem Kind mittels HS sehr einfach nehmen.
Sicher, wenn man es nur dem Kind zuliebe macht, kann es gut sein, aber in jedem anderen Fall finde ich es eine Einschränkung und häufig Ausklammern der Wirklichkeit
Ich denkem, egal welchen Bildungsabschluss auch immer jemand erreicht, aber zumindest einmal von allen Fächern etwas gehört zu haben ist doch sehr wichtig. Und dies kann ich meinem Kind mittels HS sehr einfach nehmen.
Sicher, wenn man es nur dem Kind zuliebe macht, kann es gut sein, aber in jedem anderen Fall finde ich es eine Einschränkung und häufig Ausklammern der Wirklichkeit
24.08.2015 19:44
Zitat von Jani85:
ich find die orga da einfach schwierig. und was macht man wenn eltern danhn nicht kommen? Ich mein selbst zum elternabend der nur 2x im jahr ist kommen nicht alle...
Ich hab jetzt gerade nachgefragt....also es sind 4 Lehrer bei 3 Klassen.
Und jede Woche gibt es eine offene Stunde. Für längere Gespräche werden feste Termine ausgemacht.Die Lernstände können jederzeit eingesehen werden ,werden mitgegeben wenn die Eltern nicht kommen können.
Jeden Monat wird das vom Lehrer gegengezeichnet.Es gibt ein einfaches Beurteilungssystem, das ähnlich wie bei der Notengebung funktioniert ( so ganz exakt konnte sie es nicht erklären).
Wenn sich Probleme auftun sind die dadurch schneller erkennbar.
Das Ganze läuft jetzt seit 2 Jahren und funktioniert echt gut .
24.08.2015 20:05
Zitat von Lade:
Ich hatte jetzt vor kurzem erst das Buch "The homeschooling father" in den Fingern (fragt mich nicht, ob MNutter oder Vater einen Unterschied gemacht hätte). Was mich daran sehr gestört hat, war eben die Tatsache wie immer wieder die Möglichkeit hervorgehoben wurde, bestimmte dINGE WIE EBEN Evolution oder sowas ganz auszuklammern.
Ich denkem, egal welchen Bildungsabschluss auch immer jemand erreicht, aber zumindest einmal von allen Fächern etwas gehört zu haben ist doch sehr wichtig. Und dies kann ich meinem Kind mittels HS sehr einfach nehmen.
Sicher, wenn man es nur dem Kind zuliebe macht, kann es gut sein, aber in jedem anderen Fall finde ich es eine Einschränkung und häufig Ausklammern der Wirklichkeit
Naja, hier stehts aufm Lehrplan, also würde es auch in Tests geprüft, also müsste es auch betrachtet werden...
sähe ich nun in unserem land mit einem anständigen System dahinter (Bürokratie und kontrolle hat Deutschland doch mal wirklich drauf...
) nicht als Risiko
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