Mütter- und Schwangerenforum

Ist das Tierliebe??????

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mamamachma
5840 Beiträge
06.05.2016 20:30
Ich finde die aussage von der Tierklinik auch wirklich unpassend.
Sie sind da um Tieren in Not zu helfen. Da sollte es egal sein, ob Pferd, Hund, Igel oder wie in dem Fall eben eine Taube.
Die Taube hat mit Sicherheit genauso schmerzen wie auch jedes andere Tier, weshalb ich nicht verstehe wie man sagen kann, das man garnicht auf die Idee kommen würde sie in eine Klinik zu bringen.

Ich habe auch mal eine gefunden. Ganz offensichtlich waren ihre Flügel gebrochen. Mir war klar, das die in der Tierklinik nicht lange Fackeln und sie einschläfern würden. Aber ich hätte ein ganz mieses Gewissen gehabt,wenn ich sie da hätte weiter auf dem Boden kreiseln lassen.
Lila17
11966 Beiträge
06.05.2016 20:40
Ich finde die Aussage Tiernotstation ausgesprochen realistisch und klug.
Es handelt sich doch nicht um ein verständiges Individuum oder um ein zugängliches Haustier. Sondern einem Vogel mit Schmerzen. Der versteht nicht, dass man ihm was Gutes will. Der kriegt Panik, wenn er, hilflos wie er ist, auch noch gefangen und verpackt wird und transportiert usw. usf... Der denkt sich doch nicht, juhu ein Mensch, der hilft mir, nein der denkt, jetzt werd ich gefressen....oder so...
Der kann sich auch nicht beruhigen, wie es vll. ein verletzter Hund der unter Menschen lebt, es tun würde. Und diese Panik würde das Tier auch ausstehen, wenn es denn tatsächlich behandelt werden würde. Als wenn der schnallt, dass ihm grad geholfen wird.
Nein ich würde nicht das Leid hinauszögern sondern möglichst schnell beenden.
06.05.2016 20:42
Und die nächste Frage: Wer hätte die Behandlung bezahlt?
Engelchen1975
3658 Beiträge
07.05.2016 07:12
Ich!!!!!
Es war ein leidendes Tier. Ein "Ich befürchte,daß wir da etwas machen können" wäre vielleicht angebracht gewesen-ist halt meine Meinung.
schnibbe
2126 Beiträge
07.05.2016 07:17
Ich denk auch, dass die Aussage der Tierklinik einfach realistisch war. Dem Tier weiteres Leid zu ersparen und dir wahrscheinlich völlig sinnlose Ausgaben ist im Grunde ja gut gemeint und sicher sinnvoll.
Aber man hätte das vermutlich etwas netter rüberbringen können. Ist ja nicht jeder so "abgebrüht". Da versteh ich dein Entsetzen schon.
07.05.2016 07:36
Ich finde diese klaren Worte deutlich tierlieber als vieles, was sich immer so tierlieb nennt.
Die Begründung dafür hat Lila schon geliefert.

Auch wenn mir das Draufhauen ehrlich gesagt auch schwer fallen würde. Von sowas habe ich immer tagelang Albträume. Aber hilft ja alles nix.
Darwin27
10550 Beiträge
07.05.2016 07:41
Also ich bin "vom Fach" und kenne solche Aussagen nicht. Ich finde auch nicht, dass man "draufhauen" von jemandem einfach verlangen kann, weil man zu strack ist, so früh in die Klinik zu fahren!!

Es ist die moralische Pflicht eines Veterinärs, hier Abhilfe zu leisten - so auch im Tierschutzgesetz verankert wie ich meine.

Theatralisch will ich da auch nicht werden, aber richtig war das Verhalten des Tierarztes mit aller größter Sicherheit nicht!
Darwin27
10550 Beiträge
07.05.2016 07:43
Zitat von Zwillis2010:

Und die nächste Frage: Wer hätte die Behandlung bezahlt?


Oft übernehmen die Tierärzte sie, manchmal die Gemeinde, oft auch Tierrettungsvereine bzw. Tierschutzvereine. Fakt ist, an den Kosten darf es m. M. n. nicht hängen - in welcher Gesellschaft leben wir denn??

(Zumal die reinen Kosten Pippikram sind!!)

Ich bin ein bisschen geschockt, dass solche Aussagen des Tierarztes als "klug" bezeichnet werden?!

Auszug Tierschutzgesetz:

Zitat:
3. Abschnitt: Töten von Tieren:
§4
Ein Wirbeltier darf nur unter Betäubung getötet werden, oder soweit nach den gegebenen Umständen zumutbar, nur unter Vermeidung von Schmerzen. In Ausnahmefällen (z.B. Jagd, Schädlingsbekämpfung) ist die Tötung ohne Betäubung gestattet, wenn dabei nicht mehr als unvermeidbare Schmerzen entstehen. Ein Wirbeltier töten darf nur, wer die dazu notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten hat.

Für das Schlachten eines warmblütigen Tieres gilt §4a:
Ein warmblütiges Tier darf nur geschlachtet werden, wenn es vor Beginn des Blutentzugs betäubt worden ist. Abweichend davon bedarf es in den folgenden Fällen keiner Betäubung:
wenn bei der Notschlachtung nicht anders möglich
bei Erteilung einer Ausnahmegenehmigung durch die zuständige Behörde (z.B. Schächten)
Ausnahme durch Rechtsverordnung nach §4b Nr. 3 für das Schlachten von Geflügel


Es wäre also seine Pflicht gewesen, das Tier schmerzfrei zu töten und nicht durch Gewalt von Unbefugten und Nicht-Fachleuten töten (wenn es nciht gleich klappt, quälen) zu lassen!!
Yogi_Baer
39802 Beiträge
07.05.2016 07:59
Leider hat die Tierklinik da recht.

Ich kenne genügend Züchter die es genauso machen anstelle zum Doc zu rennen.

Darwin27
10550 Beiträge
07.05.2016 08:03
Zitat von Yogi_Baer:

Leider hat die Tierklinik da recht.

Ich kenne genügend Züchter die es genauso machen anstelle zum Doc zu rennen.


Mag ja sein, dass Züchter das so machen. Ich bin auch nicht realitätsfern.. aber RICHTIG ist es einfach nicht. Und auch nicht kundenfreundlich. Und nicht tierfreundlich. Es ist einfach unschön - denn Tierärzte sollten sich durch tierfreundliches Verhalten auszeichnen und nicht durch Faulheit und Ignoranz.
Lana_Fey
6790 Beiträge
07.05.2016 08:07
Zitat von Darwin27:

Zitat von Yogi_Baer:

Leider hat die Tierklinik da recht.

Ich kenne genügend Züchter die es genauso machen anstelle zum Doc zu rennen.


Mag ja sein, dass Züchter das so machen. Ich bin auch nicht realitätsfern.. aber RICHTIG ist es einfach nicht. Und auch nicht kundenfreundlich. Und nicht tierfreundlich. Es ist einfach unschön - denn Tierärzte sollten sich durch tierfreundliches Verhalten auszeichnen und nicht durch Faulheit und Ignoranz.


So denke ich auch.
Lila17
11966 Beiträge
07.05.2016 08:14
Ich werd hier jetzt sicher gleich platt gemacht...aber nunja...

Man stelle sich einmal vor es würde jeder, grade hier auf dem Land, jeman dden Tierarzt rufen, wenn er eine verletzte Maus, Taube, Amsel usw. findet und jedes Mal die Tierrettung zur Hilfe gerufen wird.
Herr Dr. der Kater hat die Maus angeknabbert, bitte eilen sie zur Rettung.

Ich verstehe ja was ihr meint und ich will auch kein Tier als weniger wert herabwürdigen, aber man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen.
AmyPixie
8438 Beiträge
07.05.2016 08:19
Ich hätte der Tierklinik ehrlich gesagt ein paar Takte erzählt, Wozu sind sie denn da? Einen Haufen Geld streichen sie auch noch dafür ein. Ohne das Tier überhaupt nur gesehen zu haben so eine Aussage zu treffen ist doch unter aller Sau!?

Leider hab ich auch schon schlechte Erfahrungen mir so einer Klinik gemacht. Habe dort wegen meinem Kaninchen angerufen Abends um 11 oder so, weil sie Madenbefall hatte. Da wurde ich auch blöd angemacht, ob ich nicht bis zum nächsten früh warten könnte. Hätte ich das gemacht dann wäre das Kaninchen qualvoll gestorben. Und das wusste die Klinik auch. Unmöglich, wenn ich keinen Bock habe für ein kleines Tier mal aufzustehen muss ich halt einen anderen Beruf wählen.

Für mich wäre das Tier umbringen keine Option gewesen, ich hätte aber auch noch Möglichkeiten gehabt, wenn ich die Klinik nicht hätte "überzeugen" können. Ich bin selber Tierbesitzerin und weiß welche Tierärzte ich wie erreichen kann.
Lana_Fey
6790 Beiträge
07.05.2016 08:19
Zitat von Lila17:

Ich werd hier jetzt sicher gleich platt gemacht...aber nunja...

Man stelle sich einmal vor es würde jeder, grade hier auf dem Land, jeman dden Tierarzt rufen, wenn er eine verletzte Maus, Taube, Amsel usw. findet und jedes Mal die Tierrettung zur Hilfe gerufen wird.
Herr Dr. der Kater hat die Maus angeknabbert, bitte eilen sie zur Rettung.

Ich verstehe ja was ihr meint und ich will auch kein Tier als weniger wert herabwürdigen, aber man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen .


Mit deinem Vergleich tust du das auch nicht.
Aber ich finde ihn trotzdem richtig, denn realistisch bin ich auch.
Da sie aber schon Hilfe holen wollte, nach einer Stunde das Tier aber doch tötete, endet hier mein Verständnis.
Ein Bauer holt wegen einer Maus keinen Tierarzt, das stimmt.
Aber sie wollte helfen und hat es dann doch "anders gelöst" was ihr einfach - und auch laut Tierschutzgesetz - nicht zustand.
Lila17
11966 Beiträge
07.05.2016 08:25
Zitat von Lana_Fey:

Zitat von Lila17:

Ich werd hier jetzt sicher gleich platt gemacht...aber nunja...

Man stelle sich einmal vor es würde jeder, grade hier auf dem Land, jeman dden Tierarzt rufen, wenn er eine verletzte Maus, Taube, Amsel usw. findet und jedes Mal die Tierrettung zur Hilfe gerufen wird.
Herr Dr. der Kater hat die Maus angeknabbert, bitte eilen sie zur Rettung.

Ich verstehe ja was ihr meint und ich will auch kein Tier als weniger wert herabwürdigen, aber man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen .


Mit deinem Vergleich tust du das auch nicht.
Aber ich finde ihn trotzdem richtig, denn realistisch bin ich auch.
Da sie aber schon Hilfe holen wollte, nach einer Stunde das Tier aber doch tötete, endet hier mein Verständnis.
Ein Bauer holt wegen einer Maus keinen Tierarzt, das stimmt.
Aber sie wollte helfen und hat es dann doch "anders gelöst" was ihr einfach - und auch laut Tierschutzgesetz - nicht zustand.


Ja aber dann stehts niemandem zu der kein Veterinär ist.
Und ein Bauer holt keinen Tierarzt. Entschuldige ich auch nicht, wenn mein Kater was halb lebendiges bringt. Das wird schnellstmöglichst erlöst und gut ist.
Natürlich ist das ein richtiger Vergleich. Sie sollte eine Taube erlösen und kein Pferd killen. Liebe Leute, wo lebt ihr denn.....
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