Attachment Parenting
20.04.2016 06:35
Zitat von silbermarie:
Zitat von Annaa:
Diese Verallgemeinerungen finde ich unpassend. Mein Kind liebt es in Kursen bei anderen Kindern zu sein und bisher hatten wir da auch keinen Stress . Er kann die Spielgruppe auch mal verschlafen, tut er nur meist nicht, weil ich sie nach seinen Wachzeiten auswähle..
Es kommt halt auf das Kind an. Deswegen verurteile ich keinen (z. B. mit ruhigem Kind, das lieber allein in reizarmer Umgebung spielt), der solche Kurse meidet. Ist ja verständlich. Mein Kind mag sie. Ist halt so.
Das ist aber vom Aussagewert her wie "Bei uns haben Globuli super geholfen". Es ist ein subjektiver Eindruck, der entwicklungspsychologisch aber einfach nicht verifizierbar, weil er den wissenschaftlichen Erkenntnissen über die frühkindliche psychologische Entwicklung des Kindes widerspricht. Ein Kind von einem Jahr ist nun einmal nicht in der Lage, mit anderen Kindern zu spielen (außer, es ist hochbegabt und seinen Altersgenossen sehr weit voraus). Das mag für viele Eltern zwar manchmal so aussehen, ist aber nicht so.
Es ist halt einfach so, dass solche Sachen für das Kind selbst keinen gesonderten Nutzen bringen, sondern eher ein Treffpunkt für die Mütter ist. Das ist an sich vollkommen legitim, sollte dann aber auch so kommuniziert werden.
Hier komm ich nochmal aus der stillen Ecke und sage Dir, dass meine Zwillinge schon im jüngeren Alter kommuniziert haben miteinander und auch Kontakt zu anderen Babys gesucht haben
20.04.2016 06:37
Zitat von DieW:
Guten Morgen!
Ich hab es gestern nicht böse gemeint.
Mir stellte sich einfach die Frage,weil einige ohnen"Strafen" erziehen ,oder mit androhen von Konsequenzen ,ausdiskutieren und sich sehr bemühen, nach den Wünschen der Kinder zu handeln.Das meine ich völlig wertungsfrei,nur passt das meiner Meinung nach nicht,wenn es dann um solche Dinge geht,wie eben das Kind im Schlaf in den Kiga schicken.
Meiner Erfahrung nach haben Kinder lange Zeit kein Zeitgefühl, ob sie die Uhren lesen können, oder eine Sanduhr läuft. Und selbst wenn, setzen Kinder doch andere Prioritäten. Zumindest wenn es nicht um ihr eigenes Vergnügen geht.
Irgendjemand antwortete mir mal,sie möchte ihr Kind nicht zwingen,sich der gesellschaftlichen Norm anpassen zu müssen, oder ihr Kind dort hineinzupressen.
Aber genau das wird ja nun verlangt,wenn Kinder pünktlich sein müssen.
Und genau das versteh ich nicht. Wie sollen Kinder lernen,dass es auf der einen Seite okay ist so zu sein und zu handeln wie es grade gut passt,auf der anderen Seite in der Lage sein,sich anzupassen?
Ist es nicht einfacher gleich Regeln zu erstellen und dem Kind beizubringen, dass das Leben oft aus Müssen besteht und dass,auf ein WENN,ein ABER erfolgt (negativ wie positiv).
Natürlich im Rahmen und angemessen?
Ich weiss nicht,wie ich es erklären kann,denn so geschrieben, hört sich falsch an,zu streng und autoritär.
Vielleicht habe ich einige Beiträge auch falsch verstanden und liege mit meiner Einschätzung völlig daneben.
Ich für meinen Teil kann nur sagen, daß es bei uns generell auch "Strafen" oder eben Konsequenzen gibt. Auch vieles andere, was hier so geschrieben wird passt für uns nicht. Denn wir denken, daß es wichtig ist, Kinder darauf vorzubereiten, daß das Leben "da draussen" eben nicht nur nach dem Lustprinzip funktioniert.
Ich habe eine Nichte und einen Neffen, die als Kinder jeden Tag selber entscheiden konnten, ob sie in den Kiga wollen. In der Schule haben sie das weiter so gehandhabt. Sie kannten es ja nicht anders. Und Mama hat lieber immer wieder Bußgelder bezahlt, statt ihre Kinder mal konsequent in die Schule zu schicken. Auch sonst ging es immer viel darum, was die Kinder wollen. Strafen/Konsequenzen gab es nie. Alles wurde weggelächelt. Heute sind die Beiden 27 und 30 Jahre alt. Meine Nichte hat bis heute nie gearbeitet...sie weiß halt noch nicht, welcher Beruf ihr Spaß machen könnte. Und mein Neffe hat seinen Ausbildung geschmissen, weil er mit der Tatsache, daß man als Azubi Anweisungen zu befolgen hat, nicht klar kam. Naja, jetzt ist er halt auch arbeitslos und kümmert sich nur um die Dinge, die ihm Spaß machen.
In diesem Tread lese ich sonst immer nur mal still mit. Ich denke immer, daß ich vielleicht hier oder da eine Anregung für mich rausziehen kann. Manchmal sitze ich dann auf meinen Fingern, um nichts zu schreiben. Gestern hat das nicht geklappt, wie man sieht.
20.04.2016 06:44
Zitat von silbermarie:
Zitat von Cookie88:
Marie ich glaub da kommst du hier mit 90% nicht auf einen Nenner.
Ich frag mich zB was du den ganzen Tag treibst wenn du vom Haushalt nicht hältst, keinerlei Aktivitäten mit festen Terminen nachgehst, nichts ehrenamtlich tust - aber is dein Ding.
Warum musst du immer und immer wieder drauf rumhacken wenn andere eben gern Gesellschaft haben oder ihren Kindern Musik/Sportgeräte/etc nahe bringen möchten?
Das heißt doch nicht dass wir alle mega gestresst unsere Kis früh irgendwo abliefern um schnell weiterzuhetzen.
Wir sind echt entspannt und wenn der Große lieber im Sand spielen will statt zum Turnen dann soll er das. Aber stell dir vor: er freut sich auf seine Freunde und geht dort gern hin!
Ich schreibe meine Bachelor-Arbeit und beschäftige mich mit meinem Kind, danke der Nachfrage. Aber selbst wenn ich den ganzen Tag lesend auf der Couch liegen oder mit Henry Lego spielen würde, wäre das auch völlig legitim.
So, wie du das formulierst, klingt das, als würde ich meinem Kind nix nahebringen wollen - und ob ich das will (und tue), aber ich sehe nicht ein, warum das schon im Kleinskindalter mittels ständiger fester Termine in irgendwelchen Vereinen passieren muss. Ich frage mich z.B. wiederum, wozu ein 6 Monate altes Kind schon in irgendeine Gruppe muss, zu einem festen Termin, und wie das überhaupt geht. Was machst du, wenn er da gerade schläft? Weckst du ihn, weil ihr zum Mama-Kind-Turnen oder was auch immer müsst?
Ich habe einfach immer den Eindruck, dass solche Kinder, die schon so früh mit Terminen konfrontiert werden, später ganz große Schwierigkeiten haben, sich mal eine Weile mit sich selbst zu beschäftigen.
Aber ganz ehrlich - Kind im Schlafanzug abliefern, weil es morgens trödelt, weil man von einem Termin zum nächsten hechten muss, das geht für mich einfach gar nicht. Genau so wenig wie "So, die Mama geht jetzt und lässt dich hier".
Aber wir kommen eh selten auf einen Nenner, Cookie. Du bist eben die perfekte Hausfrau mit der perfekten Familie und ich bin nur die faule Schlampe, die daheim alles versiffen lässt und ihr Kind vor sozialen Kontakt abschottet, damit er später mal ein serienmordender Sheldon Cooper wird. Jo.
Wirklich Marie? Auf dem "Niveau"?
Du bist doch immer diejenige die andere angreift weil sie in irgendwelche Gruppen gehen und wenn dann zurückgeschossen wird dann machst du einen auf "oh ich Arme, die böse Cookie ist ja eh immer so gemein zu mir?".
20.04.2016 06:45
Zitat von zuckerlie:
Zitat von silbermarie:
Zitat von Annaa:
Diese Verallgemeinerungen finde ich unpassend. Mein Kind liebt es in Kursen bei anderen Kindern zu sein und bisher hatten wir da auch keinen Stress . Er kann die Spielgruppe auch mal verschlafen, tut er nur meist nicht, weil ich sie nach seinen Wachzeiten auswähle..
Es kommt halt auf das Kind an. Deswegen verurteile ich keinen (z. B. mit ruhigem Kind, das lieber allein in reizarmer Umgebung spielt), der solche Kurse meidet. Ist ja verständlich. Mein Kind mag sie. Ist halt so.
Das ist aber vom Aussagewert her wie "Bei uns haben Globuli super geholfen". Es ist ein subjektiver Eindruck, der entwicklungspsychologisch aber einfach nicht verifizierbar, weil er den wissenschaftlichen Erkenntnissen über die frühkindliche psychologische Entwicklung des Kindes widerspricht. Ein Kind von einem Jahr ist nun einmal nicht in der Lage, mit anderen Kindern zu spielen (außer, es ist hochbegabt und seinen Altersgenossen sehr weit voraus). Das mag für viele Eltern zwar manchmal so aussehen, ist aber nicht so.
Es ist halt einfach so, dass solche Sachen für das Kind selbst keinen gesonderten Nutzen bringen, sondern eher ein Treffpunkt für die Mütter ist. Das ist an sich vollkommen legitim, sollte dann aber auch so kommuniziert werden.
Hier komm ich nochmal aus der stillen Ecke und sage Dir, dass meine Zwillinge schon im jüngeren Alter kommuniziert haben miteinander und auch Kontakt zu anderen Babys gesucht haben![]()
Das kann ich nur bestätigen.
20.04.2016 06:47
Ich schau mal ob ich Dich verstanden habe:
Natürlich gibt es Dinge die meine Kinder müssen, weil sie mir für meine Familie wichtig sind.
- alle essen gemeinsam, auch wenn mein Kind jetzt lieber spielen würde oder es lieber 10 Minuten früher schon ein Brot hätte essen wollen
- Im Wohnzimmer ist Ordnung. Es darf gerne gespielt werden, die Sachen werden anschließend aber wieder aufgeräumt, usw.
Niemand kommt ohne Regeln aus und auch die "unerzogenste" Familie die ich kenne hat welche. (Seifenblasen nur im Garten, nicht in der Wohnung)
Jedes Kind lernt also Regeln, für ein Miteinander, für die Familie, für "die Gesellschaft". Und ob das Kind jetzt 1.000 mal am Tag lernt "Regeln müssen befolgt werden" oder nur 5x ist völlig egal.
Im Gegenteil. Ich glaube daran, dass ein Kind, das wenige Regeln hat, diese aber versteht sich auch leichter tut Regeln zu befolgen, weil es nicht durch einen Urwald an Verboten rennt.
Ein "Wenn wir nach 8:30 im Kindergarten sind stören wir die anderen Kinder beim Malen, Basteln, usw" versteht auch mein 3,5 Jähriger. Er hat zwar keine Shnung was 8:30 ist, aber er weiß was es heißt beim Badteln gestört zu werden.
Natürlich gibt es Dinge die meine Kinder müssen, weil sie mir für meine Familie wichtig sind.
- alle essen gemeinsam, auch wenn mein Kind jetzt lieber spielen würde oder es lieber 10 Minuten früher schon ein Brot hätte essen wollen
- Im Wohnzimmer ist Ordnung. Es darf gerne gespielt werden, die Sachen werden anschließend aber wieder aufgeräumt, usw.
Niemand kommt ohne Regeln aus und auch die "unerzogenste" Familie die ich kenne hat welche. (Seifenblasen nur im Garten, nicht in der Wohnung)
Jedes Kind lernt also Regeln, für ein Miteinander, für die Familie, für "die Gesellschaft". Und ob das Kind jetzt 1.000 mal am Tag lernt "Regeln müssen befolgt werden" oder nur 5x ist völlig egal.
Im Gegenteil. Ich glaube daran, dass ein Kind, das wenige Regeln hat, diese aber versteht sich auch leichter tut Regeln zu befolgen, weil es nicht durch einen Urwald an Verboten rennt.
Ein "Wenn wir nach 8:30 im Kindergarten sind stören wir die anderen Kinder beim Malen, Basteln, usw" versteht auch mein 3,5 Jähriger. Er hat zwar keine Shnung was 8:30 ist, aber er weiß was es heißt beim Badteln gestört zu werden.
20.04.2016 06:48
Zitat von DieW:
Guten Morgen!
Ich hab es gestern nicht böse gemeint.
Mir stellte sich einfach die Frage,weil einige ohnen"Strafen" erziehen ,oder mit androhen von Konsequenzen ,ausdiskutieren und sich sehr bemühen, nach den Wünschen der Kinder zu handeln.Das meine ich völlig wertungsfrei,nur passt das meiner Meinung nach nicht,wenn es dann um solche Dinge geht,wie eben das Kind im Schlaf in den Kiga schicken.
Meiner Erfahrung nach haben Kinder lange Zeit kein Zeitgefühl, ob sie die Uhren lesen können, oder eine Sanduhr läuft. Und selbst wenn, setzen Kinder doch andere Prioritäten. Zumindest wenn es nicht um ihr eigenes Vergnügen geht.
Irgendjemand antwortete mir mal,sie möchte ihr Kind nicht zwingen,sich der gesellschaftlichen Norm anpassen zu müssen, oder ihr Kind dort hineinzupressen.
Aber genau das wird ja nun verlangt,wenn Kinder pünktlich sein müssen.
Und genau das versteh ich nicht. Wie sollen Kinder lernen,dass es auf der einen Seite okay ist so zu sein und zu handeln wie es grade gut passt,auf der anderen Seite in der Lage sein,sich anzupassen?
Ist es nicht einfacher gleich Regeln zu erstellen und dem Kind beizubringen, dass das Leben oft aus Müssen besteht und dass,auf ein WENN,ein ABER erfolgt (negativ wie positiv).
Natürlich im Rahmen und angemessen?
Ich weiss nicht,wie ich es erklären kann,denn so geschrieben, hört sich falsch an,zu streng und autoritär.
Vielleicht habe ich einige Beiträge auch falsch verstanden und liege mit meiner Einschätzung völlig daneben.
Ich war das. Ich kann zu dem Thema aber nicht wirklich etwas beitragen, da mein Kind erst 1,5 ist und ich damit keine Probleme habe. Ich würde vermutlich erst mal sehr viel anderes ausprobieren und mein Kind gegen seinen Willen im Schlafi in den Kiga zu bringen wäre die letzte aller Optionen für mich. Wenn es das möchte ist das natürlich kein Problem
Und einfacher: viele Dinge sind einfacher. Es ist auch einfacher sein Kind zu bevormunden statt seine Meinung gleichwertig zu respektieren.
20.04.2016 06:50
Zitat von Cookie88:
Zitat von zuckerlie:
Zitat von silbermarie:
Zitat von Annaa:
Diese Verallgemeinerungen finde ich unpassend. Mein Kind liebt es in Kursen bei anderen Kindern zu sein und bisher hatten wir da auch keinen Stress . Er kann die Spielgruppe auch mal verschlafen, tut er nur meist nicht, weil ich sie nach seinen Wachzeiten auswähle..
Es kommt halt auf das Kind an. Deswegen verurteile ich keinen (z. B. mit ruhigem Kind, das lieber allein in reizarmer Umgebung spielt), der solche Kurse meidet. Ist ja verständlich. Mein Kind mag sie. Ist halt so.
Das ist aber vom Aussagewert her wie "Bei uns haben Globuli super geholfen". Es ist ein subjektiver Eindruck, der entwicklungspsychologisch aber einfach nicht verifizierbar, weil er den wissenschaftlichen Erkenntnissen über die frühkindliche psychologische Entwicklung des Kindes widerspricht. Ein Kind von einem Jahr ist nun einmal nicht in der Lage, mit anderen Kindern zu spielen (außer, es ist hochbegabt und seinen Altersgenossen sehr weit voraus). Das mag für viele Eltern zwar manchmal so aussehen, ist aber nicht so.
Es ist halt einfach so, dass solche Sachen für das Kind selbst keinen gesonderten Nutzen bringen, sondern eher ein Treffpunkt für die Mütter ist. Das ist an sich vollkommen legitim, sollte dann aber auch so kommuniziert werden.
Hier komm ich nochmal aus der stillen Ecke und sage Dir, dass meine Zwillinge schon im jüngeren Alter kommuniziert haben miteinander und auch Kontakt zu anderen Babys gesucht haben![]()
Das kann ich nur bestätigen.
Ich bin voll bei Dir, dass Kinder unter 1 nicht so miteinander spielen wie mit 6 Jahren. Wer aber sagt, dass sie gar nicht miteinander spielen hat noch nie ein Baby mit seinen großen Geschwistern gesehen: Wie sie lachen, wie sie Quatsch machen, wie sie miteinander spielen.
20.04.2016 06:51
Zitat von Schaf:
Ich schau mal ob ich Dich verstanden habe:
Natürlich gibt es Dinge die meine Kinder müssen, weil sie mir für meine Familie wichtig sind.
- alle essen gemeinsam, auch wenn mein Kind jetzt lieber spielen würde oder es lieber 10 Minuten früher schon ein Brot hätte essen wollen
- Im Wohnzimmer ist Ordnung. Es darf gerne gespielt werden, die Sachen werden anschließend aber wieder aufgeräumt, usw.
Niemand kommt ohne Regeln aus und auch die "unerzogenste" Familie die ich kenne hat welche. (Seifenblasen nur im Garten, nicht in der Wohnung)
Jedes Kind lernt also Regeln, für ein Miteinander, für die Familie, für "die Gesellschaft". Und ob das Kind jetzt 1.000 mal am Tag lernt "Regeln müssen befolgt werden" oder nur 5x ist völlig egal.
Im Gegenteil. Ich glaube daran, dass ein Kind, das wenige Regeln hat, diese aber versteht sich auch leichter tut Regeln zu befolgen, weil es nicht durch einen Urwald an Verboten rennt.
Ein "Wenn wir nach 8:30 im Kindergarten sind stören wir die anderen Kinder beim Malen, Basteln, usw" versteht auch mein 3,5 Jähriger. Er hat zwar keine Shnung was 8:30 ist, aber er weiß was es heißt beim Badteln gestört zu werden.
Auch bei uns gibt es durchaus Regeln: die Wände werden nicht angemalt zum Beispiel
20.04.2016 06:55
Zitat von Topolino:
Zitat von DieW:
Guten Morgen!
Ich hab es gestern nicht böse gemeint.
Mir stellte sich einfach die Frage,weil einige ohnen"Strafen" erziehen ,oder mit androhen von Konsequenzen ,ausdiskutieren und sich sehr bemühen, nach den Wünschen der Kinder zu handeln.Das meine ich völlig wertungsfrei,nur passt das meiner Meinung nach nicht,wenn es dann um solche Dinge geht,wie eben das Kind im Schlaf in den Kiga schicken.
Meiner Erfahrung nach haben Kinder lange Zeit kein Zeitgefühl, ob sie die Uhren lesen können, oder eine Sanduhr läuft. Und selbst wenn, setzen Kinder doch andere Prioritäten. Zumindest wenn es nicht um ihr eigenes Vergnügen geht.
Irgendjemand antwortete mir mal,sie möchte ihr Kind nicht zwingen,sich der gesellschaftlichen Norm anpassen zu müssen, oder ihr Kind dort hineinzupressen.
Aber genau das wird ja nun verlangt,wenn Kinder pünktlich sein müssen.
Und genau das versteh ich nicht. Wie sollen Kinder lernen,dass es auf der einen Seite okay ist so zu sein und zu handeln wie es grade gut passt,auf der anderen Seite in der Lage sein,sich anzupassen?
Ist es nicht einfacher gleich Regeln zu erstellen und dem Kind beizubringen, dass das Leben oft aus Müssen besteht und dass,auf ein WENN,ein ABER erfolgt (negativ wie positiv).
Natürlich im Rahmen und angemessen?
Ich weiss nicht,wie ich es erklären kann,denn so geschrieben, hört sich falsch an,zu streng und autoritär.
Vielleicht habe ich einige Beiträge auch falsch verstanden und liege mit meiner Einschätzung völlig daneben.
Ich für meinen Teil kann nur sagen, daß es bei uns generell auch "Strafen" oder eben Konsequenzen gibt. Auch vieles andere, was hier so geschrieben wird passt für uns nicht. Denn wir denken, daß es wichtig ist, Kinder darauf vorzubereiten, daß das Leben "da draussen" eben nicht nur nach dem Lustprinzip funktioniert.
Ich habe eine Nichte und einen Neffen, die als Kinder jeden Tag selber entscheiden konnten, ob sie in den Kiga wollen. In der Schule haben sie das weiter so gehandhabt. Sie kannten es ja nicht anders. Und Mama hat lieber immer wieder Bußgelder bezahlt, statt ihre Kinder mal konsequent in die Schule zu schicken. Auch sonst ging es immer viel darum, was die Kinder wollen. Strafen/Konsequenzen gab es nie. Alles wurde weggelächelt. Heute sind die Beiden 27 und 30 Jahre alt. Meine Nichte hat bis heute nie gearbeitet...sie weiß halt noch nicht, welcher Beruf ihr Spaß machen könnte. Und mein Neffe hat seinen Ausbildung geschmissen, weil er mit der Tatsache, daß man als Azubi Anweisungen zu befolgen hat, nicht klar kam. Naja, jetzt ist er halt auch arbeitslos und kümmert sich nur um die Dinge, die ihm Spaß machen.
In diesem Tread lese ich sonst immer nur mal still mit. Ich denke immer, daß ich vielleicht hier oder da eine Anregung für mich rausziehen kann. Manchmal sitze ich dann auf meinen Fingern, um nichts zu schreiben. Gestern hat das nicht geklappt, wie man sieht.
Da ist aber mal wieder eiiiiniges Missverstanden worden. Kinder, die unerzogen oder bedürfnissorientiert aufwachsen tun lange nicht nur das, worauf sie List haben. Aber vermehrt das, was sie wollen. Das ist ein großer Unterschied
20.04.2016 07:04
Machen wir doch ein "Spiel" draus! Jeder schreibt 3 Dinge auf, die für ihn AP bedeuten. Wir können auch gerne anonymisierten, also jeder schreibt die 3 Dinge mir per PN und ich veröffentliche am Freitag die gesammelten Werke.
Also bspw.
AP bedeutet für mich...
... Schläge, wenn mein Kind nicht hört.
... dass meine Söhne nur Pinke Schlafanzüge bekommen.
... und meine Familie, dass wir im Chaos leben.
Also bspw.
AP bedeutet für mich...
... Schläge, wenn mein Kind nicht hört.
... dass meine Söhne nur Pinke Schlafanzüge bekommen.
... und meine Familie, dass wir im Chaos leben.
20.04.2016 07:08
Ja genau!
Ich lasse meinen Kindern viel Raum für ihr eigenes Ich und gebe ihnen die Chance frei zu entscheiden,wenn es paast.Aber-es gibt Regeln/Vorgaben die müssen sein,auch wenn sie nicht unbedingt Uhr in dem Augenblick den Bedürfnissen der Kinder entsprechen.
Ich lege auch großen Wert auf Pünktlichkeit und natürlich bummeln meine Kinder auch.Aber das weiss ich ja.Und beuge dem möglichst vor.Und tatsächlich,ich kenn das Verweigern nicht.Probiert wird es natürlich auch,aber die Kinder kennen eben auch die Konsequenzen.Im Falle meines Sohnes-dann muss er halt zu spät für kommen,oder bleibt hier,aber ohne Entschuldigung.Kam aber noch nie vor,weil es eben Ärger in der Schule bedeutet.
In muss allerdings nicht arbeiten und bin daher nicht gebunden.
Bei meinem 1.Kind war ich berufstätig, er musste um 5.45 h im Kiga sein und von ihm kenne ich das garnicht.
Zum Termine in der Freizeit-ich finde auch,dass Kinder oft zu gestopft sind mit Aktivitäten. Sport,Musik,Therapien etc.
Und selbst wenn Kinder viele Interessenten haben,Langeweile und wirklich freie Zeit müssen auch sein.Und es gibt ja auch die Möglichkeit sich mit Freunden zu verabredeten. Spontan ohne in Vereinen zu sein.
Aber ich vertrete auch die Ansicht,was mir wirklich wichtig ist,das läuft einfach.Bei Dingen,die mir zwar wichtig sind,aber es auch nicht schlimm ist,wenn es anders läuft,gibt es eher "Probleme". Einfach weil Kinder merken,wie man hinter Dingen steht.
Aber das ist nur mein Empfinden.
Ich lasse meinen Kindern viel Raum für ihr eigenes Ich und gebe ihnen die Chance frei zu entscheiden,wenn es paast.Aber-es gibt Regeln/Vorgaben die müssen sein,auch wenn sie nicht unbedingt Uhr in dem Augenblick den Bedürfnissen der Kinder entsprechen.
Ich lege auch großen Wert auf Pünktlichkeit und natürlich bummeln meine Kinder auch.Aber das weiss ich ja.Und beuge dem möglichst vor.Und tatsächlich,ich kenn das Verweigern nicht.Probiert wird es natürlich auch,aber die Kinder kennen eben auch die Konsequenzen.Im Falle meines Sohnes-dann muss er halt zu spät für kommen,oder bleibt hier,aber ohne Entschuldigung.Kam aber noch nie vor,weil es eben Ärger in der Schule bedeutet.
In muss allerdings nicht arbeiten und bin daher nicht gebunden.
Bei meinem 1.Kind war ich berufstätig, er musste um 5.45 h im Kiga sein und von ihm kenne ich das garnicht.
Zum Termine in der Freizeit-ich finde auch,dass Kinder oft zu gestopft sind mit Aktivitäten. Sport,Musik,Therapien etc.
Und selbst wenn Kinder viele Interessenten haben,Langeweile und wirklich freie Zeit müssen auch sein.Und es gibt ja auch die Möglichkeit sich mit Freunden zu verabredeten. Spontan ohne in Vereinen zu sein.
Aber ich vertrete auch die Ansicht,was mir wirklich wichtig ist,das läuft einfach.Bei Dingen,die mir zwar wichtig sind,aber es auch nicht schlimm ist,wenn es anders läuft,gibt es eher "Probleme". Einfach weil Kinder merken,wie man hinter Dingen steht.
Aber das ist nur mein Empfinden.
20.04.2016 07:12
1. Selbstbestimmung über den eigenen Körper: wann will ich kuscheln? Meine Große will seit einem halben Jahr ca. keinen Kuss mehr auf den Mund, nur auf die Wange; Kleidung, Frisur etc. ...(für meine Große lebenswichtig xD)
2. Nur logische Konsequenzen; eben zum Beispiel das vorher genannte: Wenn ich mich nicht anziehe, habe ich weniger Zeit fürs Frühstück. Ziehe ich keine Schuhe an, gehe ich barfuß. Laufe ich im Winter barfuß, friere ich! ; )
3. So viele Regeln wie nötig, so wenig wie möglich
2. Nur logische Konsequenzen; eben zum Beispiel das vorher genannte: Wenn ich mich nicht anziehe, habe ich weniger Zeit fürs Frühstück. Ziehe ich keine Schuhe an, gehe ich barfuß. Laufe ich im Winter barfuß, friere ich! ; )
3. So viele Regeln wie nötig, so wenig wie möglich
20.04.2016 08:12
1. das Freimachen von gesellschaftlichen Zwängen, Normen und Erwartungen. (MAN macht das so, MAN tut das nicht)
2. Respekt vor meinem Kind, dessen Meinung und Gefühlen und auch vor denen meiner Mitmenschen.
3. Viel über sich selbst zu lernen, sich ständig zu hinterfragen, zu entwickeln und dazu zu lernen.
2. Respekt vor meinem Kind, dessen Meinung und Gefühlen und auch vor denen meiner Mitmenschen.
3. Viel über sich selbst zu lernen, sich ständig zu hinterfragen, zu entwickeln und dazu zu lernen.
20.04.2016 08:23
Zitat von DieW:
Guten Morgen!
Ich hab es gestern nicht böse gemeint.
Mir stellte sich einfach die Frage,weil einige ohnen"Strafen" erziehen ,oder mit androhen von Konsequenzen ,ausdiskutieren und sich sehr bemühen, nach den Wünschen der Kinder zu handeln.Das meine ich völlig wertungsfrei,nur passt das meiner Meinung nach nicht,wenn es dann um solche Dinge geht,wie eben das Kind im Schlaf in den Kiga schicken.
Meiner Erfahrung nach haben Kinder lange Zeit kein Zeitgefühl, ob sie die Uhren lesen können, oder eine Sanduhr läuft. Und selbst wenn, setzen Kinder doch andere Prioritäten. Zumindest wenn es nicht um ihr eigenes Vergnügen geht.
Irgendjemand antwortete mir mal,sie möchte ihr Kind nicht zwingen,sich der gesellschaftlichen Norm anpassen zu müssen, oder ihr Kind dort hineinzupressen.
Aber genau das wird ja nun verlangt,wenn Kinder pünktlich sein müssen.
Und genau das versteh ich nicht. Wie sollen Kinder lernen,dass es auf der einen Seite okay ist so zu sein und zu handeln wie es grade gut passt,auf der anderen Seite in der Lage sein,sich anzupassen?
Ist es nicht einfacher gleich Regeln zu erstellen und dem Kind beizubringen, dass das Leben oft aus Müssen besteht und dass,auf ein WENN,ein ABER erfolgt (negativ wie positiv).
Natürlich im Rahmen und angemessen?
Ich weiss nicht,wie ich es erklären kann,denn so geschrieben, hört sich falsch an,zu streng und autoritär.
Vielleicht habe ich einige Beiträge auch falsch verstanden und liege mit meiner Einschätzung völlig daneben.
Dani, ich bin da ganz deiner Meinung. Man kann Kindern nicht gänzlich ohne Regeln großziehen. Mann ist ja immer bemüht auf die Bedürfnisse einzugehen aber in einigen Lebenslagen funktioniert das nun mal nicht. Gerade wenn beide Elternteile arbeiten, da muss ich dad Kind (leider) in einigen Punkten fügen.
20.04.2016 08:30
1. das Kind so zu akzeptieren wie es ist, mit allen Macken und Besonderheiten.
2. Körperliche Nähe und Geborgenheit wann immer danach verlangt wird
3. Mitbestimmungsrecht in der Familie, das Kind als vollwertiges Familienmitglied mit eigener Meinung betrachten.
2. Körperliche Nähe und Geborgenheit wann immer danach verlangt wird
3. Mitbestimmungsrecht in der Familie, das Kind als vollwertiges Familienmitglied mit eigener Meinung betrachten.
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