Darf eine Betreuerin das?
25.05.2020 14:28
Ich find's extrem traurig einem Menschen in einer solchen Situation, diese "kleinen Dinge", an denen er sich noch erfreut, auch noch wegnehmen zu wollen. Bei allem Bewusstsein dafür, dass es hier nicht unbedingt gesundheitsfördernde Dinge geht.
Ja, es hat seine Gründe, dass er diese Betreuerin überhaupt hat. Aber es geht hier trotzdem auch immernoch um einen erwachsenen, geistesgegenwärtigen Mann, den man dennoch auch ein gewisses, selbstbestimmtes Leben zugestehen sollte.
Ich glaube nicht, dass eine so völlige Bevormundung hier gut und richtig ist.
Ja, es hat seine Gründe, dass er diese Betreuerin überhaupt hat. Aber es geht hier trotzdem auch immernoch um einen erwachsenen, geistesgegenwärtigen Mann, den man dennoch auch ein gewisses, selbstbestimmtes Leben zugestehen sollte.
Ich glaube nicht, dass eine so völlige Bevormundung hier gut und richtig ist.
25.05.2020 14:29
Zitat von Zimtnudel:
Ich find's extrem traurig einem Menschen in einer solchen Situation, diese "kleinen Dinge", an denen er sich noch erfreut, auch noch wegnehmen zu wollen. Bei allem Bewusstsein dafür, dass es hier nicht unbedingt gesundheitsfördernde Dinge geht.
Ja, es hat seine Gründe, dass er diese Betreuerin überhaupt hat. Aber es geht hier trotzdem auch immernoch um einen erwachsenen, geistesgegenwärtigen Mann, den man dennoch auch ein gewisses, selbstbestimmtes Leben zugestehen sollte.
Ich glaube nicht, dass eine so völlige Bevormundung hier gut und richtig ist.
25.05.2020 14:33
Zitat von Bimbam:
Zitat von Anonym 1 (204396):
Zitat von shelyra:
Klingt stark nach Depression unter der er leidet. Wurde schon Mal in dieser Richtung geschaut?
Nein, war wie gesagt viele Jahre nicht beim Arzt, er hat schon viele Jahre vor sich hingelebt. Also mein Mann kurzzeitig die Betreuung hatte, war er nach Jahren beim Arzt mit ihm und hatte ihn untersucht und alles. Hatte dann kurzzeitig seine eigene Wohnung und kam dann auf seinen Wunsch zu uns. Und dann kurz danach hatte mein Mann die Betreuung abgeben müssen.
Und der Arzt hat eine psychische Erkrankung ausgeschlossen? Ich würde lieber in dieser Richtung nachforschen, als mich mit der Betreuerin herumzuärgern![]()
Also er hatte dazu nix äußert und ganz ehrlich habe ich daran auch noch nicht gedacht. Weil ich ihn seit Anfang an so kenne. Ich werde da nochmal mit dem Hausarzt reden.
25.05.2020 14:35
Zitat von Zimtnudel:
Ich find's extrem traurig einem Menschen in einer solchen Situation, diese "kleinen Dinge", an denen er sich noch erfreut, auch noch wegnehmen zu wollen. Bei allem Bewusstsein dafür, dass es hier nicht unbedingt gesundheitsfördernde Dinge geht.
Ja, es hat seine Gründe, dass er diese Betreuerin überhaupt hat. Aber es geht hier trotzdem auch immernoch um einen erwachsenen, geistesgegenwärtigen Mann, den man dennoch auch ein gewisses, selbstbestimmtes Leben zugestehen sollte.
Ich glaube nicht, dass eine so völlige Bevormundung hier gut und richtig ist.
Bloß dürfen wir uns einfach über die Vorschriften der Betreuerin weg setzen?
25.05.2020 14:40
Das liest sich alles so unendlich traurig, ich glaube dir das es sehr schwer für euch alle ist.
Die Betreuerin macht ihren Job, würde sie nicht auf solche Dinge wie regelmäßige Nahrungsaufnahme bei ihm achten, bekäme sie, sollte er Sterbefasten machen, mächtig Ärger und ihr eben auch, weil er in eurer Obhut ist.
Fakt ist, er ist mit seinen 63 Jahren gesundheitlich und mobil extrem eingeschränkt. Durch sein geringes Gewicht, hat sein Körper auch keine eigene Antriebskraft, klar das er da, auch so weil sein Lebenswillen erloschen ist, keinen Antrieb sieht. Da er geschäftsunfähig ist, würdet ihr euch, sollte er sich zu Tode hungern strafbar machen. Zumindest könnte es so ausgelegt werden, daher gibt es da nur wenige Möglichkeiten. Macht mit dem Hausarzt einen Hausbesuch aus für ihn. Er soll ihn durchchecken, ihr besprecht seine Gedankengänge und den fehlenden Lebensmut.
Vielleicht kann er euch da helfen, entsprechend überweisen, evtl eine Reha oder Kur, oder Ergotherapie als Hilfe für Schwiegervater und euch. Denn auch ihr braucht mal etwas Abstand davon. So eine Situation ist extremst belastend und das ihr Seitens der Familie nur Sprüche und wenig Unterstützung bekommt ist auch nicht das Gelbe vom Ei.
Sterbehilfe könntet ihr, wenn euch der Arzt soweit beraten hat und er auch keine Lösung findet mal ansprechen.
Die Betreuerin macht ihren Job, würde sie nicht auf solche Dinge wie regelmäßige Nahrungsaufnahme bei ihm achten, bekäme sie, sollte er Sterbefasten machen, mächtig Ärger und ihr eben auch, weil er in eurer Obhut ist. Fakt ist, er ist mit seinen 63 Jahren gesundheitlich und mobil extrem eingeschränkt. Durch sein geringes Gewicht, hat sein Körper auch keine eigene Antriebskraft, klar das er da, auch so weil sein Lebenswillen erloschen ist, keinen Antrieb sieht. Da er geschäftsunfähig ist, würdet ihr euch, sollte er sich zu Tode hungern strafbar machen. Zumindest könnte es so ausgelegt werden, daher gibt es da nur wenige Möglichkeiten. Macht mit dem Hausarzt einen Hausbesuch aus für ihn. Er soll ihn durchchecken, ihr besprecht seine Gedankengänge und den fehlenden Lebensmut.
Vielleicht kann er euch da helfen, entsprechend überweisen, evtl eine Reha oder Kur, oder Ergotherapie als Hilfe für Schwiegervater und euch. Denn auch ihr braucht mal etwas Abstand davon. So eine Situation ist extremst belastend und das ihr Seitens der Familie nur Sprüche und wenig Unterstützung bekommt ist auch nicht das Gelbe vom Ei.
Sterbehilfe könntet ihr, wenn euch der Arzt soweit beraten hat und er auch keine Lösung findet mal ansprechen.
25.05.2020 14:43
Ich würde sagen, der gesetzliche Betreuer hat die Füße still zu halten
https://www.bundesanzeiger-verlag.de/betreuung/wik i/Gesch%C3%A4ftsf%C3%A4higkeit
Dann würde ich empfehlen, dass dein Schwiegervater eine Patientenverfügung, bestenfalls bei einem Notar macht.
Und vielleicht lasst ihr euch mal anwaltlich beraten, welche Möglichkeiten es gibt, die Betreuung loszuwerden bzw an eine andere Person zu übertragen. Der Wille, in dem Falle, verweigern der Nahrung, sollte immer respektiert werden. Die Betreuung hat scheinbar keinerlei Respekt vor deinem Schwiegervater.
https://www.bundesanzeiger-verlag.de/betreuung/wik i/Gesch%C3%A4ftsf%C3%A4higkeit
Dann würde ich empfehlen, dass dein Schwiegervater eine Patientenverfügung, bestenfalls bei einem Notar macht.
Und vielleicht lasst ihr euch mal anwaltlich beraten, welche Möglichkeiten es gibt, die Betreuung loszuwerden bzw an eine andere Person zu übertragen. Der Wille, in dem Falle, verweigern der Nahrung, sollte immer respektiert werden. Die Betreuung hat scheinbar keinerlei Respekt vor deinem Schwiegervater.
25.05.2020 14:43
Zitat von Anonym 1 (204396):
Zitat von Zimtnudel:
Ich find's extrem traurig einem Menschen in einer solchen Situation, diese "kleinen Dinge", an denen er sich noch erfreut, auch noch wegnehmen zu wollen. Bei allem Bewusstsein dafür, dass es hier nicht unbedingt gesundheitsfördernde Dinge geht.
Ja, es hat seine Gründe, dass er diese Betreuerin überhaupt hat. Aber es geht hier trotzdem auch immernoch um einen erwachsenen, geistesgegenwärtigen Mann, den man dennoch auch ein gewisses, selbstbestimmtes Leben zugestehen sollte.
Ich glaube nicht, dass eine so völlige Bevormundung hier gut und richtig ist.
Bloß dürfen wir uns einfach über die Vorschriften der Betreuerin weg setzen?![]()
Ja, euer Haus, eure Regeln. Und die Betreuung /Vormundschaft liegt doch bei euch, oder ist sie Vormund?
25.05.2020 14:46
Zitat von -M-Y-A-:
Ich würde sagen, der gesetzliche Betreuer hat die Füße still zu halten
https://www.bundesanzeiger-verlag.de/betreuung/wik i/Gesch%C3%A4ftsf%C3%A4higkeit
Dann würde ich empfehlen, dass dein Schwiegervater eine Patientenverfügung, bestenfalls bei einem Notar macht.
Und vielleicht lasst ihr euch mal anwaltlich beraten, welche Möglichkeiten es gibt, die Betreuung loszuwerden bzw an eine andere Person zu übertragen. Der Wille, in dem Falle, verweigern der Nahrung, sollte immer respektiert werden. Die Betreuung hat scheinbar keinerlei Respekt vor deinem Schwiegervater.
Das sehe ich auch so. Unmöglich, wirklich.
25.05.2020 14:46
Für welche Lebensbereiche ist die Betreuerin denn überhaupt zuständig? Rechtsgeschäfte, Finanzen, Gesundheitsbereich....? Das müsste man erst mal klären bevor man sagen kann was sie darf und was nicht.
25.05.2020 14:49
Und mal ganz unabhängig von der Betreuerin, dein Schwiegervater klingt schwer depressiv und ich frage mich schon, wieso er bisher nicht medizinisch vorstellig wurde (zur Not auch erzwungenermaßen). Bei 38 kg gehört er zudem unter ärztliche Betreuung.
25.05.2020 14:49
Zitat von Zwerginator:
Für welche Lebensbereiche ist die Betreuerin denn überhaupt zuständig? Rechtsgeschäfte, Finanzen, Gesundheitsbereich....? Das müsste man erst mal klären bevor man sagen kann was sie darf und was nicht.
Zumal, wenn für den Gesundheitsbereich hätte sie ihr Augenmerk auch auf regelmäßige Arztbesuche für ihn haben müssen. Und bei Pflegestufe wird das doch auch jährlich beim MDK geprüft, oder nicht?
25.05.2020 14:52
Zitat von Gwen85:
Zitat von Zwerginator:
Für welche Lebensbereiche ist die Betreuerin denn überhaupt zuständig? Rechtsgeschäfte, Finanzen, Gesundheitsbereich....? Das müsste man erst mal klären bevor man sagen kann was sie darf und was nicht.
Zumal, wenn für den Gesundheitsbereich hätte sie ihr Augenmerk auch auf regelmäßige Arztbesuche für ihn haben müssen. Und bei Pflegestufe wird das doch auch jährlich beim MDK geprüft, oder nicht?
Darauf wollte ich hinaus. Entweder ist sie absolut ungeeignet als Betreuerin und dann würde ich sie auch schnellstmöglich loswerden oder sie mischt sich in Bereiche ein, die sich nichts angehen.
25.05.2020 14:55
Er ist eine ganz arme Seele.
Helft ihm ,anstatt ihn noch mehr zu nehmen.Er hat ja schon alles verloren.
Und dieser Zustand ist eine handfeste Depression.
Seit 89 keine Arbeit mehr? Seid ihr aus dem Osten? Das gibt es öfters,bei uns in der Familie gab es auch so Fälle....und mit 30 die Frau verlieren.....Puh.
Sein Zigarettenkonsum ist nicht hoch....und sein Bier würde wenigstens ein paar Kalorien bringen.
Da sollte eine Trauertherapie greifen oder,falls er gläubig ist,ein Besuch des Pfarrers....irgendwo eben anfangen.Orte von früher besuchen,die ihm jnd seiner Frau wichtig waren.
Damit er sieht das es doch noch kleine Dinge gibt die das Leben lohnend machen.
Helft ihm ,anstatt ihn noch mehr zu nehmen.Er hat ja schon alles verloren.
Und dieser Zustand ist eine handfeste Depression.
Seit 89 keine Arbeit mehr? Seid ihr aus dem Osten? Das gibt es öfters,bei uns in der Familie gab es auch so Fälle....und mit 30 die Frau verlieren.....Puh.
Sein Zigarettenkonsum ist nicht hoch....und sein Bier würde wenigstens ein paar Kalorien bringen.
Da sollte eine Trauertherapie greifen oder,falls er gläubig ist,ein Besuch des Pfarrers....irgendwo eben anfangen.Orte von früher besuchen,die ihm jnd seiner Frau wichtig waren.
Damit er sieht das es doch noch kleine Dinge gibt die das Leben lohnend machen.
25.05.2020 15:03
Zitat von Anonym 1 (204396):
Bloß dürfen wir uns einfach über die Vorschriften der Betreuerin weg setzen?![]()
Sicher, dass es tatsächlich "Vorschriften" sind?
Ein bisschen was verstehe ich von Betreuern und ich bezweifel irgendwie, dass die wirklich so viel "Macht" hat.
Ist sowas wie Gesundheitsfürsorge überhaupt in ihrem Aufgabenbereich enthalten?
25.05.2020 15:18
Zitat von Gwen85:
Das liest sich alles so unendlich traurig, ich glaube dir das es sehr schwer für euch alle ist.Die Betreuerin macht ihren Job, würde sie nicht auf solche Dinge wie regelmäßige Nahrungsaufnahme bei ihm achten, bekäme sie, sollte er Sterbefasten machen, mächtig Ärger und ihr eben auch, weil er in eurer Obhut ist.
Fakt ist, er ist mit seinen 63 Jahren gesundheitlich und mobil extrem eingeschränkt. Durch sein geringes Gewicht, hat sein Körper auch keine eigene Antriebskraft, klar das er da, auch so weil sein Lebenswillen erloschen ist, keinen Antrieb sieht. Da er geschäftsunfähig ist, würdet ihr euch, sollte er sich zu Tode hungern strafbar machen. Zumindest könnte es so ausgelegt werden, daher gibt es da nur wenige Möglichkeiten. Macht mit dem Hausarzt einen Hausbesuch aus für ihn. Er soll ihn durchchecken, ihr besprecht seine Gedankengänge und den fehlenden Lebensmut.
Vielleicht kann er euch da helfen, entsprechend überweisen, evtl eine Reha oder Kur, oder Ergotherapie als Hilfe für Schwiegervater und euch. Denn auch ihr braucht mal etwas Abstand davon. So eine Situation ist extremst belastend und das ihr Seitens der Familie nur Sprüche und wenig Unterstützung bekommt ist auch nicht das Gelbe vom Ei.
Sterbehilfe könntet ihr, wenn euch der Arzt soweit beraten hat und er auch keine Lösung findet mal ansprechen.
Klar, würde sie das, aber wir können ihn am Ende auch nicht zum essen zwingen und nur gut zureden, meistens ist aber nach drei Tagen der Weg dann ins Krankenhaus fällig, was auch jedesmal ein Akt ist, denn Krankenhaus sagt, sind nicht dafür zuständig und man sollte seinen Wunsch respektieren. So bloß wenn du jetzt sagst, am Ende werden wir noch alle dafür haftbar gemacht werden, dann kann man seinen Wunsch nicht erfüllen und mir graut es da vor dem alt werden.
Hausbesuch ist nicht möglich, wir wohnen zu weit weg, und hier finden wir keinen. Suche seit fast zwei Jahren schon, in der Hoffnung irgendwo mal reinzurutschen, dass de Vater einen in de Nähe hat. Ich werde mit dem Hausarzt reden. Mit ihm kann man super reden.
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