Mütter- und Schwangerenforum

Die Stillmamas

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zartbitter
46787 Beiträge
22.10.2013 14:18
Zitat von SpieloReloaded:

Zitat von zartbitter:

Zitat von SpieloReloaded:

Zitat von zartbitter:

...

Nein, dann würde ich es nicht tun. Ich bin ja kein Unmensch.

he he, so kuschelig heute?

Immer. Ganz lieb, fast .

LIttleOne13
26290 Beiträge
22.10.2013 14:25
Zitat von Mamao71114:

Sagt mal was sind so Probleme die in den ersten Tagen auftreten können? Also worauf müsste ich mich eventuell einstellen paar Tage nach der Entbindung?

Edit zu den anderen Antworten: mir fiel am Tag nach der Geburt (sie kam nachts um halb 12, also am nächsten morgen) das anlegen sehr schwer. Ava hat locker 5-10 Minuten gebraucht, bis sie endlich gesaugt hat. Lass dich nicht verunsichern.

@ zarti: ich mag deine Einstellung
Willkommen bei den Stillmamas

@ Sarah: mich interessierts auch
zartbitter
46787 Beiträge
22.10.2013 15:00
Zitat von LIttleOne13:

Zitat von Mamao71114:

Sagt mal was sind so Probleme die in den ersten Tagen auftreten können? Also worauf müsste ich mich eventuell einstellen paar Tage nach der Entbindung?

Edit zu den anderen Antworten: mir fiel am Tag nach der Geburt (sie kam nachts um halb 12, also am nächsten morgen) das anlegen sehr schwer. Ava hat locker 5-10 Minuten gebraucht, bis sie endlich gesaugt hat. Lass dich nicht verunsichern.

@ zarti: ich mag deine Einstellung
Willkommen bei den Stillmamas

@ Sarah: mich interessierts auch

danke
SarahBS1982
5541 Beiträge
22.10.2013 17:23
So, Zarti. Ich schreibe es jetzt doch hier.

Also.

Ich bin an den Hupen unendlich empfindlich. Angucken - nicht anfassen. (Mein Ex sagte immer, das sei Verschwendung. Habe 85 E, inzwischen F)
Wenn ich den BH an- oder ausziehe brauche ich einige Minuten um mich schmerzmäßig zu aklimatisieren. Ebenso bei Kälte .

Und mit den empfindlichen Dingern sollte ich irgendwann mal jemanden ernähren? einen SÄUGling? Nie!

Milchpumpen fand ich übrigens ebenfalls total gruselig! Horror! Foltermethode!

Und dann kam der Geburtsvorbereitungskurs und in einer Kursstunde ging es ums Stillen. Ich habe die ganze Zeit Phantomschmerzen gehabt. Wir haben mit Stillpuppen Positionen geübt und während die anderen werdenden Mamis die Puppen so hielten wie richtige Babies, hob ich meine Puppe am Bein hoch oder zerrte sie an den Haaren um mich herum. (Das erschrak mich schon selber! )

Ich hatte während der gesamten Schwangerschaft keine Vormilch. Ich hatte kein Spannen in den Brüsten, nix. Sie bereiteten sich überhaupt nicht auf's stillen vor, ich war der festen Überzeugung, sie würden es nicht wollen .

Und dann kam die Hiobsbotschaft Schwangerschaftsdiabetes. Und immer wurde mir gesagt: wenn Sie dann nach der Geburt bald anlegen, ist das das beste für Ihr Baby.

Ja, ja Und für mich?

Schließlich musste die Geburt eingeleitet werden. An einem Freitagmorgen bekam ich die erste Tablette. Bis Sonntagvormittag dauerte es dann noch, auch während dieser Zeit hatte ich keinerlei Idee, dass ich nach der Geburt stillen wollen würde. Den Hinweis, dass es im Krankenhaus zweimal in der Woche eine Stillberatung gäbe, nahm ich mit einem "ja, ja" zur Kenntnis. Was ging mich das an?

Nach 22 Stunden Wehen und einer Geburt mit Geburtsstillstand, Blutabnehmen aus dem Kopf des Kleinen noch im Bauch und schlechten Herztönen des Babys war es dann so weit. Jendrik kam zur Welt.

Er lag auf meinem Bauch und blinzelte mit großen Augen in die Welt, suchte meine Brust.

Und ich verliebte mich und wollte ihm alles geben. Alle Liebe, alles, alles, alles was er braucht.

Leider durfte mein Baby nicht bei mir bleiben. Er musste einige Tage auf die Intensivstation. Dort lag er in seinem Bettchen, verkabelt und einsam. Mein Mamaherz blutete. Ich hatte immer das Bild des kleinen Schatzes im Kopf, der warm und kuschelig auf meiner Brust lag und mit seinem kleinen Mündchen suchte.

Und verließ alle paar Stunden sein Bettchen um zu pumpen. Ich konnte nach der Geburt nicht sitzen, mit dem Stillen klappte es nicht. Aber mich hatten Mutterinstinkt, Mamahormone und der Ehrgeiz gepackt, meinem Sohn wenigstens Muttermilch reichen zu können - wenn er schon nicht nah bei mir sein konnte.

Nach einigen Tagen klappte es mit dem Pumpen.

Jendrik und ich durften nach Hause, dort pumpte ich weiter. Mit dem Stillen klappte es nicht, der Kleine wusste ja gar nicht, wie er das anstellen sollte. Meine BW wurden wund von seinen hilflosen Saugversuchen und ich wurde jedes Mal nervöser wenn es ums Anlegen ging.

Ich routierte. Ich pumpte 5,5 Monate lang alle 2-3 Stunden, die Milch reichte nach ca. 10 Wochen (?) gerade so aus um ihn zu versorgen.

Jendrik trank an der Flasche allerdings auch immer schlechter. Er schrie und wehrte sich, was ér an der Brust nicht tat - dort jedoch saugte er nicht effektiv. Ich befürchtete, dass meine Milch per Pumpe bald nicht mehr reichen würde.

Nach 5 Monaten suchte ich mir endlich andere Hilfe als meine Hebamme. (Meine Hebi ist toll - aber eben keine Stillberaterin!)

Die Stillberaterin fragte, wie lange er nachts schliefe. "So an die fünf bis sieben Stunden mindestens" sagte ich. "Na, dann lassen Sie ihn doch bei sich schlafen. Im Halbschlaf ist es meistens viel einfacher. Sie schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe. Er trinkt möglicherweise und Ihre Milchproduktion wird angeregt." Sie hatte Recht! Er würde nicht verdursten oder verhungern, sonst schlief er ja nachts auch einige Stunden am Stück!

Gesagt, getan. Am 24.05. abends legte ich mich mit freiem Oberkörper mit ihm ins Bett. In der Nacht kuschelten wir, er dockte im Halbschlaf an. Ungefähr alle halbe Stunde. Aber ohne weinen, ganz kuschelig und glücklich. Ich entspannte.

Am nächsten Tag war nix mehr zu machen. Seit dem 25.05. verweigert Jendrik komplett die Flasche und ist ein begeistertes Stillkind. Anfangs hatte ich wirklich Angst, dass die Brust ihm zu wenig sein würde. Aber seine Windeln waren immer gut nass, er war zufrieden und munter. Ja, anfangs war ich quasi 24 Stunden am Stillen. Und ja, ich musste erst lernen, welche Stillpositionen für uns die richtigen sind. Aber das muss jede Mama. Andere Muttis mit einem Neugeborenen, ich mit einem 5 Monate alten Mausbären.

Und meine BW? Sind nach wie vor schmerzempfindlich bei Kälte oder Berührungen durch BH oder was auch immer. Aber beim Stillen habe ich weder ein unangenehmes Gefühl noch Schmerzen.

*******

Meine Erfahrungen mit meiner Hebi und im Krankenhaus haben mich dazu gebracht, mich zu einer Ausbildung zur Stillberaterin zu entschließen. Im Krankenhaus haben die Schwestern und Hebammen kaum die Zeit. Die Nachsorgehebammen sind oft nicht entsprechend ausgebildet. Und von Hinz und Kunz hört man alles mögliche - wie ich im Nachhinein erfahren habe, ist das meiste davon Mist (nach der Uhr stillen, mit Stillhütchen stillen [ohne besonderen Grund], häufiges Verlangen nach Brust bedeutet Hunger und ist ein Grund, zuzufüttern, ...).
zartbitter
46787 Beiträge
22.10.2013 17:52
Zitat von SarahBS1982:

So, Zarti. Ich schreibe es jetzt doch hier.

Also.

Ich bin an den Hupen unendlich empfindlich. Angucken - nicht anfassen. (Mein Ex sagte immer, das sei Verschwendung. Habe 85 E, inzwischen F)
Wenn ich den BH an- oder ausziehe brauche ich einige Minuten um mich schmerzmäßig zu aklimatisieren. Ebenso bei Kälte .

Und mit den empfindlichen Dingern sollte ich irgendwann mal jemanden ernähren? einen SÄUGling? Nie!

Milchpumpen fand ich übrigens ebenfalls total gruselig! Horror! Foltermethode!

Und dann kam der Geburtsvorbereitungskurs und in einer Kursstunde ging es ums Stillen. Ich habe die ganze Zeit Phantomschmerzen gehabt. Wir haben mit Stillpuppen Positionen geübt und während die anderen werdenden Mamis die Puppen so hielten wie richtige Babies, hob ich meine Puppe am Bein hoch oder zerrte sie an den Haaren um mich herum. (Das erschrak mich schon selber! )

Ich hatte während der gesamten Schwangerschaft keine Vormilch. Ich hatte kein Spannen in den Brüsten, nix. Sie bereiteten sich überhaupt nicht auf's stillen vor, ich war der festen Überzeugung, sie würden es nicht wollen .

Und dann kam die Hiobsbotschaft Schwangerschaftsdiabetes. Und immer wurde mir gesagt: wenn Sie dann nach der Geburt bald anlegen, ist das das beste für Ihr Baby.

Ja, ja Und für mich?

Schließlich musste die Geburt eingeleitet werden. An einem Freitagmorgen bekam ich die erste Tablette. Bis Sonntagvormittag dauerte es dann noch, auch während dieser Zeit hatte ich keinerlei Idee, dass ich nach der Geburt stillen wollen würde. Den Hinweis, dass es im Krankenhaus zweimal in der Woche eine Stillberatung gäbe, nahm ich mit einem "ja, ja" zur Kenntnis. Was ging mich das an?

Nach 22 Stunden Wehen und einer Geburt mit Geburtsstillstand, Blutabnehmen aus dem Kopf des Kleinen noch im Bauch und schlechten Herztönen des Babys war es dann so weit. Jendrik kam zur Welt.

Er lag auf meinem Bauch und blinzelte mit großen Augen in die Welt, suchte meine Brust.

Und ich verliebte mich und wollte ihm alles geben. Alle Liebe, alles, alles, alles was er braucht.

Leider durfte mein Baby nicht bei mir bleiben. Er musste einige Tage auf die Intensivstation. Dort lag er in seinem Bettchen, verkabelt und einsam. Mein Mamaherz blutete. Ich hatte immer das Bild des kleinen Schatzes im Kopf, der warm und kuschelig auf meiner Brust lag und mit seinem kleinen Mündchen suchte.

Und verließ alle paar Stunden sein Bettchen um zu pumpen. Ich konnte nach der Geburt nicht sitzen, mit dem Stillen klappte es nicht. Aber mich hatten Mutterinstinkt, Mamahormone und der Ehrgeiz gepackt, meinem Sohn wenigstens Muttermilch reichen zu können - wenn er schon nicht nah bei mir sein konnte.

Nach einigen Tagen klappte es mit dem Pumpen.

Jendrik und ich durften nach Hause, dort pumpte ich weiter. Mit dem Stillen klappte es nicht, der Kleine wusste ja gar nicht, wie er das anstellen sollte. Meine BW wurden wund von seinen hilflosen Saugversuchen und ich wurde jedes Mal nervöser wenn es ums Anlegen ging.

Ich routierte. Ich pumpte 5,5 Monate lang alle 2-3 Stunden, die Milch reichte nach ca. 10 Wochen (?) gerade so aus um ihn zu versorgen.

Jendrik trank an der Flasche allerdings auch immer schlechter. Er schrie und wehrte sich, was ér an der Brust nicht tat - dort jedoch saugte er nicht effektiv. Ich befürchtete, dass meine Milch per Pumpe bald nicht mehr reichen würde.

Nach 5 Monaten suchte ich mir endlich andere Hilfe als meine Hebamme. (Meine Hebi ist toll - aber eben keine Stillberaterin!)

Die Stillberaterin fragte, wie lange er nachts schliefe. "So an die fünf bis sieben Stunden mindestens" sagte ich. "Na, dann lassen Sie ihn doch bei sich schlafen. Im Halbschlaf ist es meistens viel einfacher. Sie schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe. Er trinkt möglicherweise und Ihre Milchproduktion wird angeregt." Sie hatte Recht! Er würde nicht verdursten oder verhungern, sonst schlief er ja nachts auch einige Stunden am Stück!

Gesagt, getan. Am 24.05. abends legte ich mich mit freiem Oberkörper mit ihm ins Bett. In der Nacht kuschelten wir, er dockte im Halbschlaf an. Ungefähr alle halbe Stunde. Aber ohne weinen, ganz kuschelig und glücklich. Ich entspannte.

Am nächsten Tag war nix mehr zu machen. Seit dem 25.05. verweigert Jendrik komplett die Flasche und ist ein begeistertes Stillkind. Anfangs hatte ich wirklich Angst, dass die Brust ihm zu wenig sein würde. Aber seine Windeln waren immer gut nass, er war zufrieden und munter. Ja, anfangs war ich quasi 24 Stunden am Stillen. Und ja, ich musste erst lernen, welche Stillpositionen für uns die richtigen sind. Aber das muss jede Mama. Andere Muttis mit einem Neugeborenen, ich mit einem 5 Monate alten Mausbären.

Und meine BW? Sind nach wie vor schmerzempfindlich bei Kälte oder Berührungen durch BH oder was auch immer. Aber beim Stillen habe ich weder ein unangenehmes Gefühl noch Schmerzen.

*******

Meine Erfahrungen mit meiner Hebi und im Krankenhaus haben mich dazu gebracht, mich zu einer Ausbildung zur Stillberaterin zu entschließen. Im Krankenhaus haben die Schwestern und Hebammen kaum die Zeit. Die Nachsorgehebammen sind oft nicht entsprechend ausgebildet. Und von Hinz und Kunz hört man alles mögliche - wie ich im Nachhinein erfahren habe, ist das meiste davon Mist (nach der Uhr stillen, mit Stillhütchen stillen [ohne besonderen Grund], häufiges Verlangen nach Brust bedeutet Hunger und ist ein Grund, zuzufüttern, ...).

Vielen vielen vielen dank!!!!!!!!
Solche Erfahrungen sind genau das, was ich lesen will - die Gedanken, der Wandel... Ich schließe ja nichts aus, ich will mich nur nicht festlegen... Aber vorstellen kann ich's mir halt nicht...
Ich lese hier jedenfalls weiter mit
SarahBS1982
5541 Beiträge
22.10.2013 18:16
Zitat von zartbitter:

Zitat von SarahBS1982:

So, Zarti. Ich schreibe es jetzt doch hier.

Also.

Ich bin an den Hupen unendlich empfindlich. Angucken - nicht anfassen. (Mein Ex sagte immer, das sei Verschwendung. Habe 85 E, inzwischen F)
Wenn ich den BH an- oder ausziehe brauche ich einige Minuten um mich schmerzmäßig zu aklimatisieren. Ebenso bei Kälte .

Und mit den empfindlichen Dingern sollte ich irgendwann mal jemanden ernähren? einen SÄUGling? Nie!

Milchpumpen fand ich übrigens ebenfalls total gruselig! Horror! Foltermethode!

Und dann kam der Geburtsvorbereitungskurs und in einer Kursstunde ging es ums Stillen. Ich habe die ganze Zeit Phantomschmerzen gehabt. Wir haben mit Stillpuppen Positionen geübt und während die anderen werdenden Mamis die Puppen so hielten wie richtige Babies, hob ich meine Puppe am Bein hoch oder zerrte sie an den Haaren um mich herum. (Das erschrak mich schon selber! )

Ich hatte während der gesamten Schwangerschaft keine Vormilch. Ich hatte kein Spannen in den Brüsten, nix. Sie bereiteten sich überhaupt nicht auf's stillen vor, ich war der festen Überzeugung, sie würden es nicht wollen .

Und dann kam die Hiobsbotschaft Schwangerschaftsdiabetes. Und immer wurde mir gesagt: wenn Sie dann nach der Geburt bald anlegen, ist das das beste für Ihr Baby.

Ja, ja Und für mich?

Schließlich musste die Geburt eingeleitet werden. An einem Freitagmorgen bekam ich die erste Tablette. Bis Sonntagvormittag dauerte es dann noch, auch während dieser Zeit hatte ich keinerlei Idee, dass ich nach der Geburt stillen wollen würde. Den Hinweis, dass es im Krankenhaus zweimal in der Woche eine Stillberatung gäbe, nahm ich mit einem "ja, ja" zur Kenntnis. Was ging mich das an?

Nach 22 Stunden Wehen und einer Geburt mit Geburtsstillstand, Blutabnehmen aus dem Kopf des Kleinen noch im Bauch und schlechten Herztönen des Babys war es dann so weit. Jendrik kam zur Welt.

Er lag auf meinem Bauch und blinzelte mit großen Augen in die Welt, suchte meine Brust.

Und ich verliebte mich und wollte ihm alles geben. Alle Liebe, alles, alles, alles was er braucht.

Leider durfte mein Baby nicht bei mir bleiben. Er musste einige Tage auf die Intensivstation. Dort lag er in seinem Bettchen, verkabelt und einsam. Mein Mamaherz blutete. Ich hatte immer das Bild des kleinen Schatzes im Kopf, der warm und kuschelig auf meiner Brust lag und mit seinem kleinen Mündchen suchte.

Und verließ alle paar Stunden sein Bettchen um zu pumpen. Ich konnte nach der Geburt nicht sitzen, mit dem Stillen klappte es nicht. Aber mich hatten Mutterinstinkt, Mamahormone und der Ehrgeiz gepackt, meinem Sohn wenigstens Muttermilch reichen zu können - wenn er schon nicht nah bei mir sein konnte.

Nach einigen Tagen klappte es mit dem Pumpen.

Jendrik und ich durften nach Hause, dort pumpte ich weiter. Mit dem Stillen klappte es nicht, der Kleine wusste ja gar nicht, wie er das anstellen sollte. Meine BW wurden wund von seinen hilflosen Saugversuchen und ich wurde jedes Mal nervöser wenn es ums Anlegen ging.

Ich routierte. Ich pumpte 5,5 Monate lang alle 2-3 Stunden, die Milch reichte nach ca. 10 Wochen (?) gerade so aus um ihn zu versorgen.

Jendrik trank an der Flasche allerdings auch immer schlechter. Er schrie und wehrte sich, was ér an der Brust nicht tat - dort jedoch saugte er nicht effektiv. Ich befürchtete, dass meine Milch per Pumpe bald nicht mehr reichen würde.

Nach 5 Monaten suchte ich mir endlich andere Hilfe als meine Hebamme. (Meine Hebi ist toll - aber eben keine Stillberaterin!)

Die Stillberaterin fragte, wie lange er nachts schliefe. "So an die fünf bis sieben Stunden mindestens" sagte ich. "Na, dann lassen Sie ihn doch bei sich schlafen. Im Halbschlaf ist es meistens viel einfacher. Sie schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe. Er trinkt möglicherweise und Ihre Milchproduktion wird angeregt." Sie hatte Recht! Er würde nicht verdursten oder verhungern, sonst schlief er ja nachts auch einige Stunden am Stück!

Gesagt, getan. Am 24.05. abends legte ich mich mit freiem Oberkörper mit ihm ins Bett. In der Nacht kuschelten wir, er dockte im Halbschlaf an. Ungefähr alle halbe Stunde. Aber ohne weinen, ganz kuschelig und glücklich. Ich entspannte.

Am nächsten Tag war nix mehr zu machen. Seit dem 25.05. verweigert Jendrik komplett die Flasche und ist ein begeistertes Stillkind. Anfangs hatte ich wirklich Angst, dass die Brust ihm zu wenig sein würde. Aber seine Windeln waren immer gut nass, er war zufrieden und munter. Ja, anfangs war ich quasi 24 Stunden am Stillen. Und ja, ich musste erst lernen, welche Stillpositionen für uns die richtigen sind. Aber das muss jede Mama. Andere Muttis mit einem Neugeborenen, ich mit einem 5 Monate alten Mausbären.

Und meine BW? Sind nach wie vor schmerzempfindlich bei Kälte oder Berührungen durch BH oder was auch immer. Aber beim Stillen habe ich weder ein unangenehmes Gefühl noch Schmerzen.

*******

Meine Erfahrungen mit meiner Hebi und im Krankenhaus haben mich dazu gebracht, mich zu einer Ausbildung zur Stillberaterin zu entschließen. Im Krankenhaus haben die Schwestern und Hebammen kaum die Zeit. Die Nachsorgehebammen sind oft nicht entsprechend ausgebildet. Und von Hinz und Kunz hört man alles mögliche - wie ich im Nachhinein erfahren habe, ist das meiste davon Mist (nach der Uhr stillen, mit Stillhütchen stillen [ohne besonderen Grund], häufiges Verlangen nach Brust bedeutet Hunger und ist ein Grund, zuzufüttern, ...).

Vielen vielen vielen dank!!!!!!!!
Solche Erfahrungen sind genau das, was ich lesen will - die Gedanken, der Wandel... Ich schließe ja nichts aus, ich will mich nur nicht festlegen... Aber vorstellen kann ich's mir halt nicht...
Ich lese hier jedenfalls weiter mit


22.10.2013 19:09
Zitat von SarahBS1982:

So, Zarti. Ich schreibe es jetzt doch hier.

Also.

Ich bin an den Hupen unendlich empfindlich. Angucken - nicht anfassen. (Mein Ex sagte immer, das sei Verschwendung. Habe 85 E, inzwischen F)
Wenn ich den BH an- oder ausziehe brauche ich einige Minuten um mich schmerzmäßig zu aklimatisieren. Ebenso bei Kälte .

Und mit den empfindlichen Dingern sollte ich irgendwann mal jemanden ernähren? einen SÄUGling? Nie!

Milchpumpen fand ich übrigens ebenfalls total gruselig! Horror! Foltermethode!

Und dann kam der Geburtsvorbereitungskurs und in einer Kursstunde ging es ums Stillen. Ich habe die ganze Zeit Phantomschmerzen gehabt. Wir haben mit Stillpuppen Positionen geübt und während die anderen werdenden Mamis die Puppen so hielten wie richtige Babies, hob ich meine Puppe am Bein hoch oder zerrte sie an den Haaren um mich herum. (Das erschrak mich schon selber! )

Ich hatte während der gesamten Schwangerschaft keine Vormilch. Ich hatte kein Spannen in den Brüsten, nix. Sie bereiteten sich überhaupt nicht auf's stillen vor, ich war der festen Überzeugung, sie würden es nicht wollen .

Und dann kam die Hiobsbotschaft Schwangerschaftsdiabetes. Und immer wurde mir gesagt: wenn Sie dann nach der Geburt bald anlegen, ist das das beste für Ihr Baby.

Ja, ja Und für mich?

Schließlich musste die Geburt eingeleitet werden. An einem Freitagmorgen bekam ich die erste Tablette. Bis Sonntagvormittag dauerte es dann noch, auch während dieser Zeit hatte ich keinerlei Idee, dass ich nach der Geburt stillen wollen würde. Den Hinweis, dass es im Krankenhaus zweimal in der Woche eine Stillberatung gäbe, nahm ich mit einem "ja, ja" zur Kenntnis. Was ging mich das an?

Nach 22 Stunden Wehen und einer Geburt mit Geburtsstillstand, Blutabnehmen aus dem Kopf des Kleinen noch im Bauch und schlechten Herztönen des Babys war es dann so weit. Jendrik kam zur Welt.

Er lag auf meinem Bauch und blinzelte mit großen Augen in die Welt, suchte meine Brust.

Und ich verliebte mich und wollte ihm alles geben. Alle Liebe, alles, alles, alles was er braucht.

Leider durfte mein Baby nicht bei mir bleiben. Er musste einige Tage auf die Intensivstation. Dort lag er in seinem Bettchen, verkabelt und einsam. Mein Mamaherz blutete. Ich hatte immer das Bild des kleinen Schatzes im Kopf, der warm und kuschelig auf meiner Brust lag und mit seinem kleinen Mündchen suchte.

Und verließ alle paar Stunden sein Bettchen um zu pumpen. Ich konnte nach der Geburt nicht sitzen, mit dem Stillen klappte es nicht. Aber mich hatten Mutterinstinkt, Mamahormone und der Ehrgeiz gepackt, meinem Sohn wenigstens Muttermilch reichen zu können - wenn er schon nicht nah bei mir sein konnte.

Nach einigen Tagen klappte es mit dem Pumpen.

Jendrik und ich durften nach Hause, dort pumpte ich weiter. Mit dem Stillen klappte es nicht, der Kleine wusste ja gar nicht, wie er das anstellen sollte. Meine BW wurden wund von seinen hilflosen Saugversuchen und ich wurde jedes Mal nervöser wenn es ums Anlegen ging.

Ich routierte. Ich pumpte 5,5 Monate lang alle 2-3 Stunden, die Milch reichte nach ca. 10 Wochen (?) gerade so aus um ihn zu versorgen.

Jendrik trank an der Flasche allerdings auch immer schlechter. Er schrie und wehrte sich, was ér an der Brust nicht tat - dort jedoch saugte er nicht effektiv. Ich befürchtete, dass meine Milch per Pumpe bald nicht mehr reichen würde.

Nach 5 Monaten suchte ich mir endlich andere Hilfe als meine Hebamme. (Meine Hebi ist toll - aber eben keine Stillberaterin!)

Die Stillberaterin fragte, wie lange er nachts schliefe. "So an die fünf bis sieben Stunden mindestens" sagte ich. "Na, dann lassen Sie ihn doch bei sich schlafen. Im Halbschlaf ist es meistens viel einfacher. Sie schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe. Er trinkt möglicherweise und Ihre Milchproduktion wird angeregt." Sie hatte Recht! Er würde nicht verdursten oder verhungern, sonst schlief er ja nachts auch einige Stunden am Stück!

Gesagt, getan. Am 24.05. abends legte ich mich mit freiem Oberkörper mit ihm ins Bett. In der Nacht kuschelten wir, er dockte im Halbschlaf an. Ungefähr alle halbe Stunde. Aber ohne weinen, ganz kuschelig und glücklich. Ich entspannte.

Am nächsten Tag war nix mehr zu machen. Seit dem 25.05. verweigert Jendrik komplett die Flasche und ist ein begeistertes Stillkind. Anfangs hatte ich wirklich Angst, dass die Brust ihm zu wenig sein würde. Aber seine Windeln waren immer gut nass, er war zufrieden und munter. Ja, anfangs war ich quasi 24 Stunden am Stillen. Und ja, ich musste erst lernen, welche Stillpositionen für uns die richtigen sind. Aber das muss jede Mama. Andere Muttis mit einem Neugeborenen, ich mit einem 5 Monate alten Mausbären.

Und meine BW? Sind nach wie vor schmerzempfindlich bei Kälte oder Berührungen durch BH oder was auch immer. Aber beim Stillen habe ich weder ein unangenehmes Gefühl noch Schmerzen.

*******

Meine Erfahrungen mit meiner Hebi und im Krankenhaus haben mich dazu gebracht, mich zu einer Ausbildung zur Stillberaterin zu entschließen. Im Krankenhaus haben die Schwestern und Hebammen kaum die Zeit. Die Nachsorgehebammen sind oft nicht entsprechend ausgebildet. Und von Hinz und Kunz hört man alles mögliche - wie ich im Nachhinein erfahren habe, ist das meiste davon Mist (nach der Uhr stillen, mit Stillhütchen stillen [ohne besonderen Grund], häufiges Verlangen nach Brust bedeutet Hunger und ist ein Grund, zuzufüttern, ...).


Hammer! Klasse! Restlos begeistert! Was für eine Geschichte! Danke, dass wir daran teilhaben durften!!!
SpieloReloaded
14096 Beiträge
22.10.2013 19:17
@Sarah
Tolle Geschichte! Cool, dass es dann nach 5 Monaten mit dem Anlegen geklappt hat.

Erinnert mich aber gleichzeitig an eine eher unglückliche Geschichte.
SarahBS1982
5541 Beiträge
22.10.2013 20:05
Zitat von SpieloReloaded:

@Sarah
Tolle Geschichte! Cool, dass es dann nach 5 Monaten mit dem Anlegen geklappt hat.

Erinnert mich aber gleichzeitig an eine eher unglückliche Geschichte.


?

Erzählst Du sie uns?
SpieloReloaded
14096 Beiträge
22.10.2013 20:17
Zitat von SarahBS1982:

Zitat von SpieloReloaded:

@Sarah
Tolle Geschichte! Cool, dass es dann nach 5 Monaten mit dem Anlegen geklappt hat.

Erinnert mich aber gleichzeitig an eine eher unglückliche Geschichte.


?

Erzählst Du sie uns?

Ist keine eigene Geschichte und habe sie damals auch nur stumm (und mittelschwer entsetzt) mitverfolgt.

Die Mama hatte schon in der Schwangerschaft beschlossen, dass sie nicht stillen wird, weil sie ihre Brüste nicht hässlich werden lassen will, weil sie keine Lust drauf hat ständig das Kind bei sich zu haben, weil sich auch Andere drum kümmern sollten. Das alles für sich waren schon so Ammenmärchengründe, aber eben nicht auszureden.

Nun wurde das Kind geboren, bekam die Flasche und brach sie wieder aus. Viele Tage lang. Das Kind nahm weiter ab und irgendwann erbrach es Blut mit und es lief sogar Blut aus der Nase, Darm und Harnleiter. Diagnose: Starke Kuhmilcheiweißallergie. Die Geburt war keine 2 Wochen her, sie hätte mit einer großen Erfolgschance relaktieren können, wollte aber ihre Brüste und ihre Freiheit nicht aufgeben und hat dann lieber für viel Geld eine teure Spezialnahrung gefüttert.

Mich hat die Geschichte damals echt angegriffen und lange beschäftigt. Seitdem zuckt es mich immer ein wenig, wenn eine Schwangere sagt, sie will aus Gründen x oder y nicht stillen, es nichtmal probieren. Ich bin meist still und sage nichts dazu. Aber ich muss bei "Ich werde auf keinen Fall stillen." immer an diesen Fall denken. Ich wünsche keiner Nichtstillenden, dass ihr das Gleiche wiederfährt. Es kann nur eben passieren und ich hab das immer vor Augen, wenn ich eine Stillgegnerin vor mir habe.
lalelu81
3730 Beiträge
22.10.2013 20:21
Ja die liebe Sarah...ich wollte auch unbedingt stillen wegen des Zuckers...bei uns war es ja am Anfang auch schwierig und ich habe mir gerade in der Überforderung der ersten Wochen öfter gewünscht, dass einfach mal jemand Krümel die Flasche geben kann, damit ich mal Luft zum Atmen habe...jetzt merke ich dass es mir schwer fällt, dass er schon 2 mal am Tag Brei isst...vielleicht sollten wir für die Stillgeschichten nen extra Thread aufmachen?

NOchmal was anderes: Wenn man BLW macht, bietet man dann von Anfang an zu jeder Mahlzeit was an? Krümel will jedes Essen probieren und ich habe ja jetzt schon früher als ich wollte den Frühstücksbrei ergänzt...ich will auch sein Bäuchlein nicht überfordern...
-Brünni88
23365 Beiträge
22.10.2013 20:22
Zitat von SpieloReloaded:

Zitat von SarahBS1982:

Zitat von SpieloReloaded:

@Sarah
Tolle Geschichte! Cool, dass es dann nach 5 Monaten mit dem Anlegen geklappt hat.

Erinnert mich aber gleichzeitig an eine eher unglückliche Geschichte.


?

Erzählst Du sie uns?

Ist keine eigene Geschichte und habe sie damals auch nur stumm (und mittelschwer entsetzt) mitverfolgt.

Die Mama hatte schon in der Schwangerschaft beschlossen, dass sie nicht stillen wird, weil sie ihre Brüste nicht hässlich werden lassen will, weil sie keine Lust drauf hat ständig das Kind bei sich zu haben, weil sich auch Andere drum kümmern sollten. Das alles für sich waren schon so Ammenmärchengründe, aber eben nicht auszureden.

Nun wurde das Kind geboren, bekam die Flasche und brach sie wieder aus. Viele Tage lang. Das Kind nahm weiter ab und irgendwann erbrach es Blut mit und es lief sogar Blut aus der Nase, Darm und Harnleiter. Diagnose: Starke Kuhmilcheiweißallergie. Die Geburt war keine 2 Wochen her, sie hätte mit einer großen Erfolgschance relaktieren können, wollte aber ihre Brüste und ihre Freiheit nicht aufgeben und hat dann lieber für viel Geld eine teure Spezialnahrung gefüttert.

Mich hat die Geschichte damals echt angegriffen und lange beschäftigt. Seitdem zuckt es mich immer ein wenig, wenn eine Schwangere sagt, sie will aus Gründen x oder y nicht stillen, es nichtmal probieren. Ich bin meist still und sage nichts dazu. Aber ich muss bei "Ich werde auf keinen Fall stillen." immer an diesen Fall denken. Ich wünsche keiner Nichtstillenden, dass ihr das Gleiche wiederfährt. Es kann nur eben passieren und ich hab das immer vor Augen, wenn ich eine Stillgegnerin vor mir habe.

oh das klingt echt traurig. ich war bei jana ja auch sicher das ich nicht stillen will aber wenn das der fall gewesen wäre hätte ich mich sofort dazu überreden lassen. ich wollte damit aber auch weder meine brüste schonen, noch hab ich sie mwhe als 15 minten weggegeben bevor sie 8 monate alt war.

das ist jetzt so ne geschichte die mir echt bauchschmerzen macht und mein gewissen echt mit füßen tritt
SarahBS1982
5541 Beiträge
22.10.2013 20:31
Zitat von SpieloReloaded:

Zitat von SarahBS1982:

Zitat von SpieloReloaded:

@Sarah
Tolle Geschichte! Cool, dass es dann nach 5 Monaten mit dem Anlegen geklappt hat.

Erinnert mich aber gleichzeitig an eine eher unglückliche Geschichte.


?

Erzählst Du sie uns?

Ist keine eigene Geschichte und habe sie damals auch nur stumm (und mittelschwer entsetzt) mitverfolgt.

Die Mama hatte schon in der Schwangerschaft beschlossen, dass sie nicht stillen wird, weil sie ihre Brüste nicht hässlich werden lassen will, weil sie keine Lust drauf hat ständig das Kind bei sich zu haben, weil sich auch Andere drum kümmern sollten. Das alles für sich waren schon so Ammenmärchengründe, aber eben nicht auszureden.

Nun wurde das Kind geboren, bekam die Flasche und brach sie wieder aus. Viele Tage lang. Das Kind nahm weiter ab und irgendwann erbrach es Blut mit und es lief sogar Blut aus der Nase, Darm und Harnleiter. Diagnose: Starke Kuhmilcheiweißallergie. Die Geburt war keine 2 Wochen her, sie hätte mit einer großen Erfolgschance relaktieren können, wollte aber ihre Brüste und ihre Freiheit nicht aufgeben und hat dann lieber für viel Geld eine teure Spezialnahrung gefüttert.

Mich hat die Geschichte damals echt angegriffen und lange beschäftigt. Seitdem zuckt es mich immer ein wenig, wenn eine Schwangere sagt, sie will aus Gründen x oder y nicht stillen, es nichtmal probieren. Ich bin meist still und sage nichts dazu. Aber ich muss bei "Ich werde auf keinen Fall stillen." immer an diesen Fall denken. Ich wünsche keiner Nichtstillenden, dass ihr das Gleiche wiederfährt. Es kann nur eben passieren und ich hab das immer vor Augen, wenn ich eine Stillgegnerin vor mir habe.


Und wieder mal frage ich mich, warum die Aufklärung hinsichtlich des Stillens so schlecht ist. In Krankenhäusern, bei Hebammen, etc.

SarahBS1982
5541 Beiträge
22.10.2013 20:34
Zitat von lalelu81:

Ja die liebe Sarah...ich wollte auch unbedingt stillen wegen des Zuckers...bei uns war es ja am Anfang auch schwierig und ich habe mir gerade in der Überforderung der ersten Wochen öfter gewünscht, dass einfach mal jemand Krümel die Flasche geben kann, damit ich mal Luft zum Atmen habe...jetzt merke ich dass es mir schwer fällt, dass er schon 2 mal am Tag Brei isst...vielleicht sollten wir für die Stillgeschichten nen extra Thread aufmachen?

NOchmal was anderes: Wenn man BLW macht, bietet man dann von Anfang an zu jeder Mahlzeit was an? Krümel will jedes Essen probieren und ich habe ja jetzt schon früher als ich wollte den Frühstücksbrei ergänzt...ich will auch sein Bäuchlein nicht überfordern...


Eröffne doch einen Fred

Finde ich ne gute Sache!

Und zum BLW: die Mengen, die im Baby landen sind verschwindend gering. Da kannst Du ruhig immer ein bisschen was zum lutschen und probieren anbieten.

Mausn isst durch BLW nicht viel, aber so gut wie alles.
SpieloReloaded
14096 Beiträge
22.10.2013 20:45
Zitat von -Brünni88:

Zitat von SpieloReloaded:

Zitat von SarahBS1982:

Zitat von SpieloReloaded:

@Sarah
Tolle Geschichte! Cool, dass es dann nach 5 Monaten mit dem Anlegen geklappt hat.

Erinnert mich aber gleichzeitig an eine eher unglückliche Geschichte.


?

Erzählst Du sie uns?

Ist keine eigene Geschichte und habe sie damals auch nur stumm (und mittelschwer entsetzt) mitverfolgt.

Die Mama hatte schon in der Schwangerschaft beschlossen, dass sie nicht stillen wird, weil sie ihre Brüste nicht hässlich werden lassen will, weil sie keine Lust drauf hat ständig das Kind bei sich zu haben, weil sich auch Andere drum kümmern sollten. Das alles für sich waren schon so Ammenmärchengründe, aber eben nicht auszureden.

Nun wurde das Kind geboren, bekam die Flasche und brach sie wieder aus. Viele Tage lang. Das Kind nahm weiter ab und irgendwann erbrach es Blut mit und es lief sogar Blut aus der Nase, Darm und Harnleiter. Diagnose: Starke Kuhmilcheiweißallergie. Die Geburt war keine 2 Wochen her, sie hätte mit einer großen Erfolgschance relaktieren können, wollte aber ihre Brüste und ihre Freiheit nicht aufgeben und hat dann lieber für viel Geld eine teure Spezialnahrung gefüttert.

Mich hat die Geschichte damals echt angegriffen und lange beschäftigt. Seitdem zuckt es mich immer ein wenig, wenn eine Schwangere sagt, sie will aus Gründen x oder y nicht stillen, es nichtmal probieren. Ich bin meist still und sage nichts dazu. Aber ich muss bei "Ich werde auf keinen Fall stillen." immer an diesen Fall denken. Ich wünsche keiner Nichtstillenden, dass ihr das Gleiche wiederfährt. Es kann nur eben passieren und ich hab das immer vor Augen, wenn ich eine Stillgegnerin vor mir habe.

oh das klingt echt traurig. ich war bei jana ja auch sicher das ich nicht stillen will aber wenn das der fall gewesen wäre hätte ich mich sofort dazu überreden lassen. ich wollte damit aber auch weder meine brüste schonen, noch hab ich sie mwhe als 15 minten weggegeben bevor sie 8 monate alt war.

das ist jetzt so ne geschichte die mir echt bauchschmerzen macht und mein gewissen echt mit füßen tritt

Das versteh ich nicht. Wieso?
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