Woher kommt diese Fixierung auf Mädchen?
08.04.2019 14:06
Zitat von Alaska:
Ich bin mir absolut sicher, dass jede Mutter ihr Kind bis ins Alter von 2/3 oder darüber hinaus nach ihren Vorstellungen anzieht. Völlig egal, ob das dann Kleidchen, Latzhose oder Lillys Wollwalkanzug ist. Die einen in "typischen" Farben (ein Junge bekäme von mir z.B. keinen rosa Strampler an), die anderen neutral oder kunterbunt.
Meine Jungs haben tatsächlich viel grau, blau in allen Variationen, weiß und Jeans. Ich mag den maritimen Stil an ihnen enorm. Auch Latzhosen hat Max noch sehr viel an.
Ein Mädchen wäre hier das typische Mädchen, bis sie sich ihre Sachen selber aussucht oder tatsächlich deutlich macht, dass sie keine Spängchen und Kleidchen anhaben möchte. Ich tippe aber darauf, dass die allermeisten Mädchen gerne "Mädchen" sind und hätte da auch null schlechtes Gewissen, warum auch?
Wer behauptet, eine Mutter, die ihre Kinder in Kleidchen packt und sie somit als Anziehpuppe benutzt, macht sich in meinen Augen etwas lächerlich.JEDER kauft Klamotten nach seinem Geschmack, solange sich das Kind nicht äußern kann oder will.
Finde ich auch. Es ist ja nicht schlimm, wenn man den Kindern etwas hübsches anziehen möchte. Das meint doch keine Mutter böse. Und wenn das Kind das nicht mehr will (manche sagen das auch mit 2 schon deutlich) dann werden die meisten wohl drauf eingehen. Ich würde das machen. Und wenn ich das rosane Rüschenkleidchen mit Disney Prinzessinnen Aufdruck kaufen muss, weil es unbedingt gewünscht wird, dann werde ich das tun. Meine Kinder sollen ihre Persönlichkeit und ihren Geschmack auch über die Kleidung ausleben dürfen.
Aber ich bin auch jemand, der auch die Frisur dem Kind überlässt, wenn es sich selbst äußern kann. Ich wollte immer lange Haare und musste einen Bob tragen, das finde ich fies.
08.04.2019 14:32
Zitat von Marf:
Ich finde diese Zuteilungen ,solange sie im Rahmen sind und Platz für individuelle Ideen,Entwickkungen bleiben,nicht schlimm.Es gibt Unterschiede,selbst in den Geschlechtsneutralen Kigas in Schweden wird das inzw. zugegeben.Und dort wird das ja fast bis zum Exzess praktiziert.
Wenn ich sie aber zur Grundlage nehme für meine Erziehung und auch Erwartungen ans Kind wirds heftig.Rosa,blau oder gelb kariert....das Kind sollte entscheiden dürfen ( je nach Alter natürlich) Und ich würde auch immer in der Einrichtung und Babyausstattung recht neutral bleiben,weil das alles nie die Wünsche des Kindes sein können ,dafür ist es zu klein.
So schlimm wie es sich anhört ist es aber nicht. Es wird einfach nur wert darauf gelegt, dass jeder das machen kann was er möchte unabhängig vom Geschlecht. Und eben dieses typische: "ein Junge macht dies und jenes aber nicht" oder "du bist doch ein Mädchen, da musst du doch" wird niemals nicht verwendet. Es wird die Persönlichkeit des Kindes gefördert, nicht die Geschlechtsidentität.
Und ja, wir haben sogar einen Pädagogen der mit lackierten Nägeln in den KiGa kommt. Da schaut keiner schief und das finde ich cool.
08.04.2019 14:36
Zitat von white.rose:
Hallo zusammen,
ich finde, dieses Thema ist echt mal eine Diskussion wert.
Wann immer es um das Thema "Wunschgeschlecht" geht, egal ob hier oder anderswo, fällt eine Sache besonders auf: In unseren Breitengraden scheint sich die überwältigende Mehrheit der Eltern - insbesondere der Mütter - Töchter zu wünschen.
Anderswo auf der Welt werden ja aus oft eher archaischen Gründen noch die "Stammhalter", sprich Jungen, bevorzugt, aber in unseren Industrienationen scheint das Motto zu gelten: Mädchen bevorzugt.
Warum ist das so?
Ist es der unbewusste Wunsch nach einer Projektionsfläche für eigene Wünsche, die man nicht verwirklichen konnte?
Nach einem Mini-Ich, nur besser, an dem nicht die gleichen Fehler gemacht wurden, wie an einem selbst?
Die romantische Vorstellung, mal mit diesem Mini-Ich in der Disco zu feiern und Mädchenkram zu machen?
Ist es die noch immer vorherrschende Annahme, dass Mädchen "die Erziehung besser annehmen" als Jungen?
Werden Mädchen in unserer auf Leistung und Disziplin getrimmten Gesellschaft bevorzugt, weil sie als stiller und lernbereiter gelten und sich vorgeblich besser unterordnen?
Oder ist es die Vorstellung, mit einer Tochter vermutlich mehr Gemeinsamkeiten zu haben, als mit einem Sohn?
Ein bescheuertes, aber erschreckend häufiges "Argument" ist übrigens, dass man Mädchen niedlicher anziehen kann und dass es schönere Namen gibt.![]()
Erzählt doch mal, was sind eure Gründe, warum ihr euch unbedingt eine Tochter wünscht/gewünscht habt?
Ich kann leider nur begründen, warum ich keine wollte.![]()
Ich habe eine Tochter und 3 Söhne... Ich bin ehrlich, ich hab bei Wilhelm extrem geheult, vor dem großen US, weil ich so Angst hatte, es wird ein Mädchen. Dieser ganze pink-rosa-pony-glitzerscheiß überfordert mich einfach... Ich kann mit Jungs einfach besser...
08.04.2019 14:41
Zitat von nyckelpiga:
Zitat von Marf:
Ich finde diese Zuteilungen ,solange sie im Rahmen sind und Platz für individuelle Ideen,Entwickkungen bleiben,nicht schlimm.Es gibt Unterschiede,selbst in den Geschlechtsneutralen Kigas in Schweden wird das inzw. zugegeben.Und dort wird das ja fast bis zum Exzess praktiziert.
Wenn ich sie aber zur Grundlage nehme für meine Erziehung und auch Erwartungen ans Kind wirds heftig.Rosa,blau oder gelb kariert....das Kind sollte entscheiden dürfen ( je nach Alter natürlich) Und ich würde auch immer in der Einrichtung und Babyausstattung recht neutral bleiben,weil das alles nie die Wünsche des Kindes sein können ,dafür ist es zu klein.
So schlimm wie es sich anhört ist es aber nicht. Es wird einfach nur wert darauf gelegt, dass jeder das machen kann was er möchte unabhängig vom Geschlecht. Und eben dieses typische: "ein Junge macht dies und jenes aber nicht" oder "du bist doch ein Mädchen, da musst du doch" wird niemals nicht verwendet. Es wird die Persönlichkeit des Kindes gefördert, nicht die Geschlechtsidentität.
Und ja, wir haben sogar einen Pädagogen der mit lackierten Nägeln in den KiGa kommt. Da schaut keiner schief und das finde ich cool.
Ich könnte mir vorstellen, dass Marf auch die Art Kigas im Hinterkopf hat, bei denen es kein "er" und kein "sie" mehr gibt, die Kinder nach außen nicht zeigen dürfen, ob sie eigentlich ein Junge oder ein Mädchen sind.
Und die Doku hatte mich wirklich schockiert, ich fand und finde den Trend extrem schlimm und überhaupt nicht mehr im Rahmen.
08.04.2019 14:42
Zitat von Alaska:finde ich auch total gruselig
Zitat von nyckelpiga:
Zitat von Marf:
Ich finde diese Zuteilungen ,solange sie im Rahmen sind und Platz für individuelle Ideen,Entwickkungen bleiben,nicht schlimm.Es gibt Unterschiede,selbst in den Geschlechtsneutralen Kigas in Schweden wird das inzw. zugegeben.Und dort wird das ja fast bis zum Exzess praktiziert.
Wenn ich sie aber zur Grundlage nehme für meine Erziehung und auch Erwartungen ans Kind wirds heftig.Rosa,blau oder gelb kariert....das Kind sollte entscheiden dürfen ( je nach Alter natürlich) Und ich würde auch immer in der Einrichtung und Babyausstattung recht neutral bleiben,weil das alles nie die Wünsche des Kindes sein können ,dafür ist es zu klein.
So schlimm wie es sich anhört ist es aber nicht. Es wird einfach nur wert darauf gelegt, dass jeder das machen kann was er möchte unabhängig vom Geschlecht. Und eben dieses typische: "ein Junge macht dies und jenes aber nicht" oder "du bist doch ein Mädchen, da musst du doch" wird niemals nicht verwendet. Es wird die Persönlichkeit des Kindes gefördert, nicht die Geschlechtsidentität.
Und ja, wir haben sogar einen Pädagogen der mit lackierten Nägeln in den KiGa kommt. Da schaut keiner schief und das finde ich cool.
Ich könnte mir vorstellen, dass Marf auch die Art Kigas im Hinterkopf hat, bei denen es kein "er" und kein "sie" mehr gibt, die Kinder nach außen nicht zeigen dürfen, ob sie eigentlich ein Junge oder ein Mädchen sind.
Und die Doku hatte mich wirklich schockiert, ich fand und finde den Trend extrem schlimm und überhaupt nicht mehr im Rahmen.
08.04.2019 14:58
Ich kann nur für mich sprechen. Ich habe eine sehr innige und gute Beziehung zu meiner mama
Und hab mir einfach gewünscht das gleiche an eine Tochter weitergeben zu können
Selbes gilt aber natürlich auch für meinen sohn
Und hab mir einfach gewünscht das gleiche an eine Tochter weitergeben zu können
Selbes gilt aber natürlich auch für meinen sohn
08.04.2019 15:29
Zitat von Alaska:
Zitat von nyckelpiga:
Zitat von Marf:
Ich finde diese Zuteilungen ,solange sie im Rahmen sind und Platz für individuelle Ideen,Entwickkungen bleiben,nicht schlimm.Es gibt Unterschiede,selbst in den Geschlechtsneutralen Kigas in Schweden wird das inzw. zugegeben.Und dort wird das ja fast bis zum Exzess praktiziert.
Wenn ich sie aber zur Grundlage nehme für meine Erziehung und auch Erwartungen ans Kind wirds heftig.Rosa,blau oder gelb kariert....das Kind sollte entscheiden dürfen ( je nach Alter natürlich) Und ich würde auch immer in der Einrichtung und Babyausstattung recht neutral bleiben,weil das alles nie die Wünsche des Kindes sein können ,dafür ist es zu klein.
So schlimm wie es sich anhört ist es aber nicht. Es wird einfach nur wert darauf gelegt, dass jeder das machen kann was er möchte unabhängig vom Geschlecht. Und eben dieses typische: "ein Junge macht dies und jenes aber nicht" oder "du bist doch ein Mädchen, da musst du doch" wird niemals nicht verwendet. Es wird die Persönlichkeit des Kindes gefördert, nicht die Geschlechtsidentität.
Und ja, wir haben sogar einen Pädagogen der mit lackierten Nägeln in den KiGa kommt. Da schaut keiner schief und das finde ich cool.
Ich könnte mir vorstellen, dass Marf auch die Art Kigas im Hinterkopf hat, bei denen es kein "er" und kein "sie" mehr gibt, die Kinder nach außen nicht zeigen dürfen, ob sie eigentlich ein Junge oder ein Mädchen sind.
Und die Doku hatte mich wirklich schockiert, ich fand und finde den Trend extrem schlimm und überhaupt nicht mehr im Rahmen.
Da gibt es eine Doku? Kannst du mir den Namen und evtl Link verraten? Wäre spannend zu sehen wie weit das extrem geht.
Es gelten ja die gleichen Regeln für alle hier, ist gesetzlich festgelegt. Die unterschiedlich strenge Auslegung zu sehen würde mich total interessieren.
08.04.2019 15:48
Zitat von Rommy-1983:
Meine erstgeborene Tochter hat sich vor 1 Jahr geoutet-uns ist jetzt mein Sohn.Kam nicht aus heiterem Himmel.
Von daher ist für uns das Geschlecht völlig egal,da es sowieso nur die äußere Hülle ist.
Und so gibt es wilde Mädchen und Jungs,die gern kochen und Fußball hassen.
Von solchen Klischees und Wunschvorstellungen sollte man sich einfach frei machen.
Das stimmt. Fabian spielt überhaupt nicht gerne Fußball.
Er liebt Radfahren, schwimmen, rennen usw. Aber sobald es zu körperlich wird, das mag er nicht. Er rauft und kämpft nicht. Dafür ist er ein kuschelkind.
Wobei das langsam weniger wird, was ha okay ist.
Gut Spielzeug ist er ein junge. Seine grosse Leidenschaft ist die Eisenbahn.
Früher die Holzeisenbahn jetzt ist es die Modell Eisenbahn.
Ich wollte immer gerne einen Jungen haben.
08.04.2019 16:02
Zitat von nyckelpiga:
Zitat von Alaska:
Zitat von nyckelpiga:
Zitat von Marf:
Ich finde diese Zuteilungen ,solange sie im Rahmen sind und Platz für individuelle Ideen,Entwickkungen bleiben,nicht schlimm.Es gibt Unterschiede,selbst in den Geschlechtsneutralen Kigas in Schweden wird das inzw. zugegeben.Und dort wird das ja fast bis zum Exzess praktiziert.
Wenn ich sie aber zur Grundlage nehme für meine Erziehung und auch Erwartungen ans Kind wirds heftig.Rosa,blau oder gelb kariert....das Kind sollte entscheiden dürfen ( je nach Alter natürlich) Und ich würde auch immer in der Einrichtung und Babyausstattung recht neutral bleiben,weil das alles nie die Wünsche des Kindes sein können ,dafür ist es zu klein.
So schlimm wie es sich anhört ist es aber nicht. Es wird einfach nur wert darauf gelegt, dass jeder das machen kann was er möchte unabhängig vom Geschlecht. Und eben dieses typische: "ein Junge macht dies und jenes aber nicht" oder "du bist doch ein Mädchen, da musst du doch" wird niemals nicht verwendet. Es wird die Persönlichkeit des Kindes gefördert, nicht die Geschlechtsidentität.
Und ja, wir haben sogar einen Pädagogen der mit lackierten Nägeln in den KiGa kommt. Da schaut keiner schief und das finde ich cool.
Ich könnte mir vorstellen, dass Marf auch die Art Kigas im Hinterkopf hat, bei denen es kein "er" und kein "sie" mehr gibt, die Kinder nach außen nicht zeigen dürfen, ob sie eigentlich ein Junge oder ein Mädchen sind.
Und die Doku hatte mich wirklich schockiert, ich fand und finde den Trend extrem schlimm und überhaupt nicht mehr im Rahmen.
Da gibt es eine Doku? Kannst du mir den Namen und evtl Link verraten? Wäre spannend zu sehen wie weit das extrem geht.
Es gelten ja die gleichen Regeln für alle hier, ist gesetzlich festgelegt. Die unterschiedlich strenge Auslegung zu sehen würde mich total interessieren.
Das war über den Egalia Kita.Ich glaube bei ZDF....aber sicher bin ich mir nicht.
Und Alaska hat recht,ich habe genau die im Kopf gehabt bei meinem Beitrag.Das untergräbt in meinen Augen jede Möglichkeit sich zuzuordnen - was ja jeder irgendwann macht.Da man in jede Richtung quasi dasselbe hat ....doof zu beschreiben was ich damit meine.
Auch diese Anrede,es war so glaub ich Han ,finde ich crazy.
Und wenn ein Erzieher mit Nagellack kommt oder,wie bei uns an der Schule, mit einem Nasenring ist mir das schnuppe solange sie ihren Job gut machen und mir zugestehen so nicht aussehen zu wollen/müssen, nur damit man als Individuum gesehen wird.
Diese Geschlechterzuordnung kann in beide Richtungen radikal sein.Und alles was zu fanatisch betrieben wird schreckt mich persönlich ab.
08.04.2019 16:39
Zitat von Schnecke510:
Zitat von Nini16:
Zitat von Schnecke510:
Zitat von Nini16:
...
Ach bitte. Du wurdest - davon gehe ich aus - in einer westlichen Gesellschaft sozialisiert. Du weißt schon genau, was männliche Interessen sind.
Das "moderne" Mädchen hat offenbar männliche Interessen. So wird es hier dargestellt, und nicht kritisch kommentiert. Daraus schließe ich, dass es als positive Entwicklung beurteilt wird.
Ich weis, was DU für männliche Interessen hältst. Mehr aber auch nicht.
Ja, es ist durchaus positiv, wenn ein Mädchen (bzw jedes Kind) genau die Interessen haben kann, die es gerne haben möchte.
Und was ist mit den Jungs? Wenn die weibliche Interessen haben, dann gelten sie als Weicheier. Finde ich nicht toll.![]()
Tatsächlich ist es so, dass noch recht wenige Mädchen "männlichen Interessen" nachgehen. Ich finde es cool, ja, denn es ist einfach schön, zu sehen, dass es immer normaler wird heutzutage. Genauso sehe ich es bei Jungs auch als cool an, wenn sie sich trauen, etwas in eine andere Richtung zu machen
08.04.2019 17:57
Ich glaube schon, dass es gewisse Unterschiede gibt, wenn man jeweils große Vergleichsgruppen anschaut. Die ganz große Mehrheit dieser Unterschiede ist allerdings gesellschaftlich bedingt. Nicht unbedingt absichtlich anerzogen, aber an Rollenvorbildern abgeschaut und in der Peer Group gefestigt.
Wenn ein Kind sich innerhalb der Stereotype bewegt, weil es das so mag, finde ich das völlig in Ordnung. Ich breche aber gern ab und an mal selber damit, um keine ehernen Gesetze im Kopf der Kinder zu verfestigen. Es ist mM schon wichtig, dass sich eine gewisse Offenheit, eine Durchlässigkeit und v.a. Akzeptanz etabliert.
Da bin ich wohl etwas wie Marf. Mit den Extremen habe ich es nicht so. Nur dass ich das, was da in den Modell-Kitas passiert, weniger relevant für unseren Alltag finde als die Extreme, die es in die andere Richtung gibt. Gerade, wenn man mal in die Läden schaut, insbesondere ins Spielzeugregal.
Auch in der Schule fällt mir halt auf, dass die Kinder oft auch gegen ihren inneren Kompass hin in diese althergebrachten Rollenmuster gestopft werden. Die Jungs immer noch deutlich mehr als die Mädchen. Das eine oder andere Kind geht dabei echt vor die Hunde. Gar nicht schön.
Das muss halt aufhören. Eine Gleichmacherei auf Teufel komm raus braucht keiner, nur halt ein besseres Verständnis dafür, dass es nicht zwei Möglichkeiten gibt, wie Menschen sein können, sondern viele und dass es nicht Hü oder Hott gibt, sondern jede Menge Hottehü. Wir nehmen das halt bloß immer schon gefiltert wahr, weil wir es so gewohnt sind. Aber auch das ist ok, solange wir Ausbrüche aus der Norm hinnehmen, annehmen und auch freudig begrüßen. Das Kind, das anders ist als die anderen wird sich ganz von selber doof fühlen, da darf man Andersartigkeit gern ein bisschen zelebrieren, um einen kleinen Ausgleich zu schaffen und dazu beizutragen, dass die Kinder weniger genau drauf schauen, wo jemand anders ist sondern eher da, wo jemand gleich oder gar interessant ist.
Ich liebe diese Momente, in denen die kulturellen Unterschiede aufeinandertreffen und die Kinder völlig ohne mein Zutun und fernab vom eigentlichen Thema (meist Erzählkreis oder Klassenrat) anfangen zu diskutieren, ob Papas mehr im Haushalt machen sollten, gar vegan leben dürfen und ob nur die Jungs dem Papa bei der Arbeit helfen dürfen. In diesen Momenten lehne ich mich dann entspannt zurück und beobachte den Siegeszug von Toleranz und Offenheit in dieser Mischgruppe verschiedenster Prägungen. Die Kinder merken nämlich eigentlich ziemlich gut, wenn irgendwas nicht ganz fair läuft daheim.
Wenn ein Kind sich innerhalb der Stereotype bewegt, weil es das so mag, finde ich das völlig in Ordnung. Ich breche aber gern ab und an mal selber damit, um keine ehernen Gesetze im Kopf der Kinder zu verfestigen. Es ist mM schon wichtig, dass sich eine gewisse Offenheit, eine Durchlässigkeit und v.a. Akzeptanz etabliert.
Da bin ich wohl etwas wie Marf. Mit den Extremen habe ich es nicht so. Nur dass ich das, was da in den Modell-Kitas passiert, weniger relevant für unseren Alltag finde als die Extreme, die es in die andere Richtung gibt. Gerade, wenn man mal in die Läden schaut, insbesondere ins Spielzeugregal.
Auch in der Schule fällt mir halt auf, dass die Kinder oft auch gegen ihren inneren Kompass hin in diese althergebrachten Rollenmuster gestopft werden. Die Jungs immer noch deutlich mehr als die Mädchen. Das eine oder andere Kind geht dabei echt vor die Hunde. Gar nicht schön.
Das muss halt aufhören. Eine Gleichmacherei auf Teufel komm raus braucht keiner, nur halt ein besseres Verständnis dafür, dass es nicht zwei Möglichkeiten gibt, wie Menschen sein können, sondern viele und dass es nicht Hü oder Hott gibt, sondern jede Menge Hottehü. Wir nehmen das halt bloß immer schon gefiltert wahr, weil wir es so gewohnt sind. Aber auch das ist ok, solange wir Ausbrüche aus der Norm hinnehmen, annehmen und auch freudig begrüßen. Das Kind, das anders ist als die anderen wird sich ganz von selber doof fühlen, da darf man Andersartigkeit gern ein bisschen zelebrieren, um einen kleinen Ausgleich zu schaffen und dazu beizutragen, dass die Kinder weniger genau drauf schauen, wo jemand anders ist sondern eher da, wo jemand gleich oder gar interessant ist. Ich liebe diese Momente, in denen die kulturellen Unterschiede aufeinandertreffen und die Kinder völlig ohne mein Zutun und fernab vom eigentlichen Thema (meist Erzählkreis oder Klassenrat) anfangen zu diskutieren, ob Papas mehr im Haushalt machen sollten, gar vegan leben dürfen und ob nur die Jungs dem Papa bei der Arbeit helfen dürfen. In diesen Momenten lehne ich mich dann entspannt zurück und beobachte den Siegeszug von Toleranz und Offenheit in dieser Mischgruppe verschiedenster Prägungen. Die Kinder merken nämlich eigentlich ziemlich gut, wenn irgendwas nicht ganz fair läuft daheim.
08.04.2019 17:57
Ich habe nicht nachgelesen
. Aber ich war nicht auf Mädchen fixiert, sondern wollte gerne beides - einfach, weil es ein Mega-Unterschied ist, und das ist echt spannend zu erleben. Klar gibt es auch Unterschiede zwischen zwei Mädchen oder zwei Jungen und nicht jeder ist gleich, aber ich war fasziniert davon, wie dann doch genderspezifische Unterschiede von alleine auftauchen und finde es einfach toll, zwei von beidem zu haben. 1 Junge, drei Mädchen wäre auch ok gewesen, andersrum auch, natürlich im Endeffekt auch, wenn alle das gleiche Geschlecht gehabt hätten. Logisch. Aber ich freue mich wirklich darüber, dass ich als Mutter beides erleben durfte. Ich hab von beiden Geschlechtern gelernt. Von den Jungs aber fast n Ticken mehr, weil ich ohne Brüder aufgewachsen bin.
. Aber ich war nicht auf Mädchen fixiert, sondern wollte gerne beides - einfach, weil es ein Mega-Unterschied ist, und das ist echt spannend zu erleben. Klar gibt es auch Unterschiede zwischen zwei Mädchen oder zwei Jungen und nicht jeder ist gleich, aber ich war fasziniert davon, wie dann doch genderspezifische Unterschiede von alleine auftauchen und finde es einfach toll, zwei von beidem zu haben. 1 Junge, drei Mädchen wäre auch ok gewesen, andersrum auch, natürlich im Endeffekt auch, wenn alle das gleiche Geschlecht gehabt hätten. Logisch. Aber ich freue mich wirklich darüber, dass ich als Mutter beides erleben durfte. Ich hab von beiden Geschlechtern gelernt. Von den Jungs aber fast n Ticken mehr, weil ich ohne Brüder aufgewachsen bin.
08.04.2019 18:11
ich habe mir damals kein bestimmtes geschlecht gewünscht
mein größter wunsch war ein kind
angedacht war auch nur ein kind ..... da mein ex schon 3 kinder hatte zu dem zeitpunkt
die große kam, ein mädchen und dann kam ungeplant die kleine recht schnell hinterher
so da habe ich nun 2 mädchen die sowas von unterschiedlich sind
die große ist sogar eher junge als alles andere
die kleine ist ein typisches mädchen
die beiden haben je ihren eigenen kleidungsstil
und das ist auch gut so
und jedes kind sollte sich selber entwickeln dürfen , so wie sie es möchten
mein größter wunsch war ein kind
angedacht war auch nur ein kind ..... da mein ex schon 3 kinder hatte zu dem zeitpunkt
die große kam, ein mädchen und dann kam ungeplant die kleine recht schnell hinterher
so da habe ich nun 2 mädchen die sowas von unterschiedlich sind
die große ist sogar eher junge als alles andere
die kleine ist ein typisches mädchen
die beiden haben je ihren eigenen kleidungsstil
und das ist auch gut so
und jedes kind sollte sich selber entwickeln dürfen , so wie sie es möchten
08.04.2019 19:09
Ich werde in letzter Zeit oft gefragt, ob ich mir n Mädchen oder Jungen wünsche.
Tatsächlich ist es mir absolut egal. Ich sehe in beiden Konstellationen Vorteile.
Allerdings hab ich n bisschen Respekt davor, ein Mädchen zu wickeln... Das ist bei nem Jungen in meiner Vorstellung einfacher
Bei meinem Sohn wusste ich einfach, schon beim positiven Test, dass es ein Junge wird... Ob es ein tief verankerter Wunsch, oder einfach Intuition war. .. Ich habe wirklich keine Ahnung.
Mein Mann tendiert schon zu einem Mädchen. Ich denke auch, weil er gerne die Unterschiede erleben würde... Aber er sieht natürlich auch, wie viel er mittlerweile mit seinem Sohn erleben kann... Was natürlich auch daran liegt, dass unser Sohn Autos genauso liebt wie sein Papa.
Das heißt ja nicht, dass ein zweiter Sohn genauso fanatisch mit Autos spielen wird.
Aber ich habe definitiv keinen starken Wunsch nach einem Mädchen und glaube auch nicht, dass ich etwas vermissen werde, wenn beim Outing ein zweiter Junge rauskommt.
Ich bin einfach gespannt, was es wird... Ich habe im Übrigen auch mehr Jungennamen auf meiner Favoritenliste, als Mädchennamen.
Tatsächlich ist es mir absolut egal. Ich sehe in beiden Konstellationen Vorteile.
Allerdings hab ich n bisschen Respekt davor, ein Mädchen zu wickeln... Das ist bei nem Jungen in meiner Vorstellung einfacher
Bei meinem Sohn wusste ich einfach, schon beim positiven Test, dass es ein Junge wird... Ob es ein tief verankerter Wunsch, oder einfach Intuition war. .. Ich habe wirklich keine Ahnung.
Mein Mann tendiert schon zu einem Mädchen. Ich denke auch, weil er gerne die Unterschiede erleben würde... Aber er sieht natürlich auch, wie viel er mittlerweile mit seinem Sohn erleben kann... Was natürlich auch daran liegt, dass unser Sohn Autos genauso liebt wie sein Papa.
Das heißt ja nicht, dass ein zweiter Sohn genauso fanatisch mit Autos spielen wird.
Aber ich habe definitiv keinen starken Wunsch nach einem Mädchen und glaube auch nicht, dass ich etwas vermissen werde, wenn beim Outing ein zweiter Junge rauskommt.
Ich bin einfach gespannt, was es wird... Ich habe im Übrigen auch mehr Jungennamen auf meiner Favoritenliste, als Mädchennamen.
08.04.2019 19:58
Zitat von MuffisMum:
Ich denke es liegt daran, dass die meisten Mädchen und Frauen im Erwachsenenalter noch eine starke Bindung zum Elternhaus haben. Das beobachte ich so in meinem Umfeld und erlebe es selbst auch so. Es ist doch viel häufiger so, dass Jungs oder dann später eben Männer, ihre "Ursprungsfamilie" verlassen. Dann wenn sie eine eigene Familie haben. Mädchen kommen eher wieder nach Hause.
Das ist mein Empfinden und ich denke das daher auch Mädchen oft gewünscht werden.
Echt?
Ich glaube es kommt eher auf den Charakter an oder? Mein erwachsener Bruder hat z.b. zu meinen Papa so eine innige Beziehung (wir Mädchen auch) die wohnen zusammen in einem Haus. Oder mein Mann liebt seine Eltern auch über alles und hat so ein inniges Verhältnis genauso wie ich zu meinen Eltern. Wir telefonieren oder schreiben täglich mit unseren Eltern.
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