Mütter- und Schwangerenforum

....dann muss man sich auch keine Kinder machen!"

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zuckerlie
15684 Beiträge
18.02.2015 11:49
Zitat von silbermarie:

Mist, ich finde den Artikel nicht mehr... ich habe mal gelesen, dass ein sehr großer Anteil der Ganztagskinder von ALG-II-Empfängern sind. Wenn ich mich recht entsinne, bekommen die das sogar bezahlt

Ansonsten muss ich shelyra wieder recht geben - so ein Ganztagsplatz kostet doch einen dicken Batzen Geld, welchen Sinn hat es, nur für den Kita-Platz arbeiten zu gehen?
Man arbeitet, um die Leute zu bezahlen, die einem das Kind betreuen, damit man arbeiten gehen kann? (So ähnlich wie: Ich arbeite, um den Sprit zu bezahlen, mit dem ich dann zur Arbeit fahre...)


Meine gehen ja 6h und ich arbeite Vollzeit und trotzdem wir 670,-€ bezahlen, macht das im Gesamteinkommen für uns nur einen kleinen Teil, einfach weil ich einen gut bezahlten, familienfreundlichen Beruf habe. Ich hab darauf halt geachtet, bevor ich Kinder bekam. Kann ja sein, dass der Mann mal weg ist.
18.02.2015 11:51
Zitat von zuckerlie:

Zitat von silbermarie:

Mist, ich finde den Artikel nicht mehr... ich habe mal gelesen, dass ein sehr großer Anteil der Ganztagskinder von ALG-II-Empfängern sind. Wenn ich mich recht entsinne, bekommen die das sogar bezahlt

Ansonsten muss ich shelyra wieder recht geben - so ein Ganztagsplatz kostet doch einen dicken Batzen Geld, welchen Sinn hat es, nur für den Kita-Platz arbeiten zu gehen?
Man arbeitet, um die Leute zu bezahlen, die einem das Kind betreuen, damit man arbeiten gehen kann? (So ähnlich wie: Ich arbeite, um den Sprit zu bezahlen, mit dem ich dann zur Arbeit fahre...)


Meine gehen ja 6h und ich arbeite Vollzeit und trotzdem wir 670,-€ bezahlen, macht das im Gesamteinkommen für uns nur einen kleinen Teil, einfach weil ich einen gut bezahlten, familienfreundlichen Beruf habe. Ich hab darauf halt geachtet, bevor ich Kinder bekam. Kann ja sein, dass der Mann mal weg ist.


Wenn ich überlege, was ich in meinem früheren Beruf (Vollzeit, Physiotherapeutin) verdient habe... da wäre abzüglich 670 Euro nicht mehr viel übrig geblieben
zuckerlie
15684 Beiträge
18.02.2015 11:53
Zitat von silbermarie:

Zitat von zuckerlie:

Zitat von silbermarie:

Mist, ich finde den Artikel nicht mehr... ich habe mal gelesen, dass ein sehr großer Anteil der Ganztagskinder von ALG-II-Empfängern sind. Wenn ich mich recht entsinne, bekommen die das sogar bezahlt

Ansonsten muss ich shelyra wieder recht geben - so ein Ganztagsplatz kostet doch einen dicken Batzen Geld, welchen Sinn hat es, nur für den Kita-Platz arbeiten zu gehen?
Man arbeitet, um die Leute zu bezahlen, die einem das Kind betreuen, damit man arbeiten gehen kann? (So ähnlich wie: Ich arbeite, um den Sprit zu bezahlen, mit dem ich dann zur Arbeit fahre...)


Meine gehen ja 6h und ich arbeite Vollzeit und trotzdem wir 670,-€ bezahlen, macht das im Gesamteinkommen für uns nur einen kleinen Teil, einfach weil ich einen gut bezahlten, familienfreundlichen Beruf habe. Ich hab darauf halt geachtet, bevor ich Kinder bekam. Kann ja sein, dass der Mann mal weg ist.


Wenn ich überlege, was ich in meinem früheren Beruf (Vollzeit, Physiotherapeutin) verdient habe... da wäre abzüglich 670 Euro nicht mehr viel übrig geblieben


Hier wird gerechterweise einkommensabhängig berechnet.
Marf
29921 Beiträge
18.02.2015 11:54
Zitat von silbermarie:

Mist, ich finde den Artikel nicht mehr... ich habe mal gelesen, dass ein sehr großer Anteil der Ganztagskinder von ALG-II-Empfängern sind. Wenn ich mich recht entsinne, bekommen die das sogar bezahlt

Ansonsten muss ich shelyra wieder recht geben - so ein Ganztagsplatz kostet doch einen dicken Batzen Geld, welchen Sinn hat es, nur für den Kita-Platz arbeiten zu gehen?
Man arbeitet, um die Leute zu bezahlen, die einem das Kind betreuen, damit man arbeiten gehen kann? (So ähnlich wie: Ich arbeite, um den Sprit zu bezahlen, mit dem ich dann zur Arbeit fahre...)

Ja,damit ich meinen guten Arbeitspaltz nicht verliere und ihn noch habe wenn die Kinder älter sind.Denn da brauche ich ja auch Geld zum Leben.
Sicherlich ist immer ein kleiner Prozentsatz dabei der die Kinder so lange in den Hort gibt weil ihm die Karriere oder seine Freizeit wichtiger ist.
Aber das Gross der Leute nutzt es als gute und sichere Betreuung.
Andersrum könnte man ja auch behaupten das alle Frauen,die nur Hausfrau sind,dies tun weil ihre Männer reich sind,sie keine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben oder einfach nicht ihren Arsch hoch bekommen.
Genauso doof,also......
18.02.2015 12:00
Zitat von Marf:

Zitat von silbermarie:

Mist, ich finde den Artikel nicht mehr... ich habe mal gelesen, dass ein sehr großer Anteil der Ganztagskinder von ALG-II-Empfängern sind. Wenn ich mich recht entsinne, bekommen die das sogar bezahlt

Ansonsten muss ich shelyra wieder recht geben - so ein Ganztagsplatz kostet doch einen dicken Batzen Geld, welchen Sinn hat es, nur für den Kita-Platz arbeiten zu gehen?
Man arbeitet, um die Leute zu bezahlen, die einem das Kind betreuen, damit man arbeiten gehen kann? (So ähnlich wie: Ich arbeite, um den Sprit zu bezahlen, mit dem ich dann zur Arbeit fahre...)

Ja,damit ich meinen guten Arbeitspaltz nicht verliere und ihn noch habe wenn die Kinder älter sind.Denn da brauche ich ja auch Geld zum Leben.
Sicherlich ist immer ein kleiner Prozentsatz dabei der die Kinder so lange in den Hort gibt weil ihm die Karriere oder seine Freizeit wichtiger ist.
Aber das Gross der Leute nutzt es als gute und sichere Betreuung.
Andersrum könnte man ja auch behaupten das alle Frauen,die nur Hausfrau sind,dies tun weil ihre Männer reich sind,sie keine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben oder einfach nicht ihren Arsch hoch bekommen.
Genauso doof,also......


Es gibt ja noch so ein Mittelding zwischen "nur Hausfrau" (was ich mir für mich auch null vorstellen kann) und "mit einem Jahr ganztags in Fremdbetreuung geben".
Man sagt ja so leichthin, dass das den Kindern nicht schadet, aber ich glaube, die Verunsicherung und das mangelnde Selbstwertgefühl vieler Kinder und Jugendlicher rührt auch daher, dass sie viel zu früh viel zu lang von ihren primären Bezugspersonen getrennt werden und dadurch weder Vertrauen in ihren sicheren Hafen zu Hause, noch dadurch in sich selbst aufbauen können.
Ich sehe leider einfach viel zu viele kleine Kinder, die von einer Stelle zur anderen geschubst werden, weil sie im Weg sind.
18.02.2015 12:03
Wow, Pippa. Schon das zweite Mal. Langsam mache ich mir Sorgen.

Ne, ich schließe mich Marf an. Einen Ganztagsplatz bekommt meist wer ihn braucht. Da die "Schlechte Mutter"-Keule rauszuholen ist nicht ganz objektiv, finde ich.

Überhaupt wird die oft viel zu vorschnell rausgeholt.

Und gegen etwas Fremdbetreuung habe ich auch überhaupt nichts. Warum auch? Schnappi freut sich immer riesig auf den Kindergarten und war letzte Woche unausstehlich, weil sie nicht gehen konnte, obwohl sie sogar jeden Tag etwas bei Oma war. Ihr fehlten einfach die anderen Kinder, die deutlich engagierter Kaufmannsladen und Busfahren spielen als die Mama, die sich zwar Mühe gegeben hat, die aber nach 40 Minuten Dauerbrummen mit Lenkradbewegungen einfach auch Augenzucken bekommt, sorry.

Selbst ohne Kindergarten finde ich es gut, wenn das Betreuungsteam vergrößert ist. Jeder Mensch ist in seinen Ressourcen begrenzt. Sowohl was die Kraft angeht, als auch von den Fähigkeiten. Beispiel:
Kreuzlahm wie ich bin, kann ich (auch vor dem Bandscheibenvorfall schon) nicht so gut mit Schnappi rumturnen und blödeln. Das kann Papa gut und Oma noch besser. Darum geht auch Oma mit ihr zum Turnen, zum Schwimmen und schlägt mit ihr Purzelbäume.
Opa ist der totale Handwerker. Bei ihm bekommt Schnappi schon mal die Bohrmaschine (mit Hilfe natürlich) in die Hand, wofür ich viel zu hysterisch wäre, oder bekommt gezeigt, welches Werkzeug man wofür verwendet.
Dafür kann ich ihr zeigen, wie man ein Tamburin richtig benutzt und singe stundenlang "Funkel funkel, kleiner Stern" mit ihr, wenn alle anderen bereits den Raum verlassen haben.
Und Papa malt geduldig rund 40 (gut erkennbare) Eulen auf ein Blatt Papier, bevor es ihm zu viel wird.
Warum also sollte ich Schnappi also auf mich als Hauptbezugsperson reduzieren? Mir blutet auch nicht das Herz dabei, auch wenn ich morgens schon mal traurig bin. Denn erstens weiß ich, dass sie jeden sozialen Kontakt enorm genießt und zweites bin immer noch ich es, deren Nähe sie nachts sucht, wenn sie aufwacht.
Pippa.tree
293 Beiträge
18.02.2015 12:03
Beruhigend, dass auch andere das so sehen. In meinem Freundeskreis ist das ein zwiegespaltenes Thema.

Ich habe mal eine Studie gelesen, die besagt, dass Mütter am glücklichsten waren, wenn sie ihre Kinder um sich haben, aber nicht mit ihnen spielen müssen.
Das Spielen mit Kindern kam auf eine Ebene mit "Hausarbeit verrichten " (das habe ich auch gerade irgendwo gelesen, Zeitschrift?)

Da denke ich mir auch: Was nützt es einem , wenn man einen Großteil der Zeit mit den Kindern verbringt, aber kaum Spass daran hat?
Wie oft habe ich schon von Mamas gelesen, dass sie sich langweilen oder genervt sind oder überfordert. Gefühlt jeder Dritte User hier.

Ich bin selber auch ganztags unterwegs seit meine Töchter 4 und knapp 3 sind. Wenn ich morgens zur Uni fahre, bringe ich sie in die Kita. Auf dem Rückweg hole ich sie von meiner Mutter ab, da sie ab 15 Uhr bei ihr sind .
Abends essen wie zusammen und lesen und reden noch. Dann geht's ins Bett. Wochenende ist Familienzeit. Wobei die Mädels auch alle 2 WE beim Papa sind.
Ich bin total glücklich , die Kids sind happy. Kann mir kein schöneres Leben vorstellen. Mich nerven nur diese Moralapostel, die einem einreden wollen, dass man als Frau , sobald das Kind geschlüpft ist,automatisch nur noch durch Kinderaufzucht glücklich sein kann.

Ich liebe meine Kinder und möchte auch noch mehr haben.
Aber dabei frage ich mich nicht, ob mich das "glücklicher" machen würde. Ich denke daran, dass wir genug Geld und Platz haben, viel Verständnis, Geduld und Liebe und deshalb das Privileg haben, vielen Menschlein das Leben zu schenken.
Marf
29921 Beiträge
18.02.2015 12:09
@Marie,
ich glaube nicht das Kinder,die sich früh in eine Gruppe einfügen müssen,die sich mit 10 anderen um Spielzeug kloppen und sich um das 2.Knie der Kigatante zanken ein kleines Selbtsbewustsein entwickeln.
Da,glaube ich,liegt mehr im Argen.Und es kommt auch auf das Kindan,die Erziehung und wie die Eltern ihrem Kind diesen Kiga vermitteln.
Wenn ich ,leise schluchzend ,mein Kind dort abgeben ist klar das dieses klammert.....(ich übertreib jetzt bewusst)
18.02.2015 12:09
Zitat von Mamota:

Wow, Pippa. Schon das zweite Mal. Langsam mache ich mir Sorgen.

Ne, ich schließe mich Marf an. Einen Ganztagsplatz bekommt meist wer ihn braucht. Da die "Schlechte Mutter"-Keule rauszuholen ist nicht ganz objektiv, finde ich.

Überhaupt wird die oft viel zu vorschnell rausgeholt.

Und gegen etwas Fremdbetreuung habe ich auch überhaupt nichts. Warum auch? Schnappi freut sich immer riesig auf den Kindergarten und war letzte Woche unausstehlich, weil sie nicht gehen konnte, obwohl sie sogar jeden Tag etwas bei Oma war. Ihr fehlten einfach die anderen Kinder, die deutlich engagierter Kaufmannsladen und Busfahren spielen als die Mama, die sich zwar Mühe gegeben hat, die aber nach 40 Minuten Dauerbrummen mit Lenkradbewegungen einfach auch Augenzucken bekommt, sorry.

Selbst ohne Kindergarten finde ich es gut, wenn das Betreuungsteam vergrößert ist. Jeder Mensch ist in seinen Ressourcen begrenzt. Sowohl was die Kraft angeht, als auch von den Fähigkeiten. Beispiel:
Kreuzlahm wie ich bin, kann ich (auch vor dem Bandscheibenvorfall schon) nicht so gut mit Schnappi rumturnen und blödeln. Das kann Papa gut und Oma noch besser. Darum geht auch Oma mit ihr zum Turnen, zum Schwimmen und schlägt mit ihr Purzelbäume.
Opa ist der totale Handwerker. Bei ihm bekommt Schnappi schon mal die Bohrmaschine (mit Hilfe natürlich) in die Hand, wofür ich viel zu hysterisch wäre, oder bekommt gezeigt, welches Werkzeug man wofür verwendet.
Dafür kann ich ihr zeigen, wie man ein Tamburin richtig benutzt und singe stundenlang "Funkel funkel, kleiner Stern" mit ihr, wenn alle anderen bereits den Raum verlassen haben.
Und Papa malt geduldig rund 40 (gut erkennbare) Eulen auf ein Blatt Papier, bevor es ihm zu viel wird.
Warum also sollte ich Schnappi also auf mich als Hauptbezugsperson reduzieren? Mir blutet auch nicht das Herz dabei, auch wenn ich morgens schon mal traurig bin. Denn erstens weiß ich, dass sie jeden sozialen Kontakt enorm genießt und zweites bin immer noch ich es, deren Nähe sie nachts sucht, wenn sie aufwacht.


Oma, Opa, Papa... das ist ja alles Familie und das ist auch gut so. Familie = Sicherheit.
Erzieherinnen (vor allem, wenn noch wechselnd), nicht.
Solange alles gut läuft und das Kind sich wohlfühlt, braucht man sich darüber ja keine Gedanken machen.
Aber was hättest du getan, wenn dein Kind sich nicht wohlfühlt im Kindergarten und wenn die sozialen Kontakte sie eher genervt als ihr Freude gemacht hätten? Wenn sie morgens mit Angst in die Kita gegangen wäre?
Und das ist so ein Punkt, wo viele Eltern oft sagen: Egal, da musse durch, sonst lernt sie's nie.
Und das ist eigentlich das, was mich immer aufregt.
Pippa.tree
293 Beiträge
18.02.2015 12:10
Zitat von Mamota:

Wow, Pippa. Schon das zweite Mal. Langsam mache ich mir Sorgen.

Ne, ich schließe mich Marf an. Einen Ganztagsplatz bekommt meist wer ihn braucht. Da die "Schlechte Mutter"-Keule rauszuholen ist nicht ganz objektiv, finde ich.

Überhaupt wird die oft viel zu vorschnell rausgeholt.

Und gegen etwas Fremdbetreuung habe ich auch überhaupt nichts. Warum auch? Schnappi freut sich immer riesig auf den Kindergarten und war letzte Woche unausstehlich, weil sie nicht gehen konnte, obwohl sie sogar jeden Tag etwas bei Oma war. Ihr fehlten einfach die anderen Kinder, die deutlich engagierter Kaufmannsladen und Busfahren spielen als die Mama, die sich zwar Mühe gegeben hat, die aber nach 40 Minuten Dauerbrummen mit Lenkradbewegungen einfach auch Augenzucken bekommt, sorry.

Selbst ohne Kindergarten finde ich es gut, wenn das Betreuungsteam vergrößert ist. Jeder Mensch ist in seinen Ressourcen begrenzt. Sowohl was die Kraft angeht, als auch von den Fähigkeiten. Beispiel:
Kreuzlahm wie ich bin, kann ich (auch vor dem Bandscheibenvorfall schon) nicht so gut mit Schnappi rumturnen und blödeln. Das kann Papa gut und Oma noch besser. Darum geht auch Oma mit ihr zum Turnen, zum Schwimmen und schlägt mit ihr Purzelbäume.
Opa ist der totale Handwerker. Bei ihm bekommt Schnappi schon mal die Bohrmaschine (mit Hilfe natürlich) in die Hand, wofür ich viel zu hysterisch wäre, oder bekommt gezeigt, welches Werkzeug man wofür verwendet.
Dafür kann ich ihr zeigen, wie man ein Tamburin richtig benutzt und singe stundenlang "Funkel funkel, kleiner Stern" mit ihr, wenn alle anderen bereits den Raum verlassen haben.
Und Papa malt geduldig rund 40 (gut erkennbare) Eulen auf ein Blatt Papier, bevor es ihm zu viel wird.
Warum also sollte ich Schnappi also auf mich als Hauptbezugsperson reduzieren? Mir blutet auch nicht das Herz dabei, auch wenn ich morgens schon mal traurig bin. Denn erstens weiß ich, dass sie jeden sozialen Kontakt enorm genießt und zweites bin immer noch ich es, deren Nähe sie nachts sucht, wenn sie aufwacht.


Das hört sich ja toll an für deine Tochter!
Bei uns ist es ähnlich: Jeder macht mit den Mäusen, was er am besten kann.
Für das Singen, Tanzen und Rumblödeln bin ich verantwortlich.
Papa geht gerne schwimmen ins Hallenbad (Pfui!) , Oma malt gefühlt stundenlang mit den beiden. Die andere Oma muss immer backen (ich bekomme leicht aggressive Aussetzer, wenn ich mit den Mädels backen soll).
Und die Opas... Mmh. Die Wissen, wo die Süßigkeiten stehen
Mein Partner ist fürs rumtrollen, Flieger spielen und Huckepacktragen zuständig.

18.02.2015 12:11
Zitat von Marf:

@Marie,
ich glaube nicht das Kinder,die sich früh in eine Gruppe einfügen müssen,die sich mit 10 anderen um Spielzeug kloppen und sich um das 2.Knie der Kigatante zanken ein kleines Selbtsbewustsein entwickeln.
Da,glaube ich,liegt mehr im Argen.Und es kommt auch auf das Kindan,die Erziehung und wie die Eltern ihrem Kind diesen Kiga vermitteln.
Wenn ich ,leise schluchzend ,mein Kind dort abgeben ist klar das dieses klammert.....(ich übertreib jetzt bewusst)


Doch... nämlich wenn es immer die sind, die bei den Kämpfen verlieren, weil es keine Rabauken, sondern eher zartbesaitete Wesen sind. Nicht jedes Kind ist ein kleiner Rambo, der es schafft, sich überall seinen Platz zu erkämpfen.
Marf
29921 Beiträge
18.02.2015 12:12
Zitat von Mamota:

Wow, Pippa. Schon das zweite Mal. Langsam mache ich mir Sorgen.

Ne, ich schließe mich Marf an. Einen Ganztagsplatz bekommt meist wer ihn braucht. Da die "Schlechte Mutter"-Keule rauszuholen ist nicht ganz objektiv, finde ich.

Überhaupt wird die oft viel zu vorschnell rausgeholt.

Und gegen etwas Fremdbetreuung habe ich auch überhaupt nichts. Warum auch? Schnappi freut sich immer riesig auf den Kindergarten und war letzte Woche unausstehlich, weil sie nicht gehen konnte, obwohl sie sogar jeden Tag etwas bei Oma war. Ihr fehlten einfach die anderen Kinder, die deutlich engagierter Kaufmannsladen und Busfahren spielen als die Mama, die sich zwar Mühe gegeben hat, die aber nach 40 Minuten Dauerbrummen mit Lenkradbewegungen einfach auch Augenzucken bekommt, sorry.

Selbst ohne Kindergarten finde ich es gut, wenn das Betreuungsteam vergrößert ist. Jeder Mensch ist in seinen Ressourcen begrenzt. Sowohl was die Kraft angeht, als auch von den Fähigkeiten. Beispiel:
Kreuzlahm wie ich bin, kann ich (auch vor dem Bandscheibenvorfall schon) nicht so gut mit Schnappi rumturnen und blödeln. Das kann Papa gut und Oma noch besser. Darum geht auch Oma mit ihr zum Turnen, zum Schwimmen und schlägt mit ihr Purzelbäume.
Opa ist der totale Handwerker. Bei ihm bekommt Schnappi schon mal die Bohrmaschine (mit Hilfe natürlich) in die Hand, wofür ich viel zu hysterisch wäre, oder bekommt gezeigt, welches Werkzeug man wofür verwendet.
Dafür kann ich ihr zeigen, wie man ein Tamburin richtig benutzt und singe stundenlang "Funkel funkel, kleiner Stern" mit ihr, wenn alle anderen bereits den Raum verlassen haben.
Und Papa malt geduldig rund 40 (gut erkennbare) Eulen auf ein Blatt Papier, bevor es ihm zu viel wird.
Warum also sollte ich Schnappi also auf mich als Hauptbezugsperson reduzieren? Mir blutet auch nicht das Herz dabei, auch wenn ich morgens schon mal traurig bin. Denn erstens weiß ich, dass sie jeden sozialen Kontakt enorm genießt und zweites bin immer noch ich es, deren Nähe sie nachts sucht, wenn sie aufwacht.

....aaahhhh,ein whares Wort!
Ich hasse basteln.Und ich empfinde es als sehr anstrengend mit meinen Kindern diverse Spiele zu spielen....also wiso sollen sie dies nicht woanders tun?!
Es braucht ein ganzes Dorf um ein Kind zu erziehen.
Heisst,jeder Mensch hat bestimmte Fähigkeiten und Vorlieben die es einem Kind nahe bringen kann.
Kinder lernen nicht nur von den Eltern.Ich sehe das als Berreicherung und nicht als Krücke für meine Karriere.
zuckerlie
15684 Beiträge
18.02.2015 12:14
Unsere Erzieherinnen in der alten Kita bspw. lieben meine Jungs. Die ganz Gruppe vermisset sie arg, seid wir umgezogen sind. Letztens waren wir zu Besuch und es war schön zu sehen, wie sich alle gefreut haben und das zeigt doch, dass auch anfangs fremde Betreuer zu wichtigen
Personen werden können und ich habe kein Problem damit, dass meine Kinder Ihre Erzieherinnen gern haben - mich freut das und meinen Platz als Mama hat mir trotzdem noch keiner streitig gemacht
Marf
29921 Beiträge
18.02.2015 12:16
Zitat von silbermarie:

Zitat von Marf:

@Marie,
ich glaube nicht das Kinder,die sich früh in eine Gruppe einfügen müssen,die sich mit 10 anderen um Spielzeug kloppen und sich um das 2.Knie der Kigatante zanken ein kleines Selbtsbewustsein entwickeln.
Da,glaube ich,liegt mehr im Argen.Und es kommt auch auf das Kindan,die Erziehung und wie die Eltern ihrem Kind diesen Kiga vermitteln.
Wenn ich ,leise schluchzend ,mein Kind dort abgeben ist klar das dieses klammert.....(ich übertreib jetzt bewusst)


Doch... nämlich wenn es immer die sind, die bei den Kämpfen verlieren, weil es keine Rabauken, sondern eher zartbesaitete Wesen sind. Nicht jedes Kind ist ein kleiner Rambo, der es schafft, sich überall seinen Platz zu erkämpfen.

...das heißt also das diese Kinder nur Zuhause bei Muttern groß werden können?
In jeder Gruppe gibt es sensible und grobe.....und dort lernen sie miteinander auszukommen.Was ist daran falsch?
Spätestens in der Schule ist es eh vorbei mit der ganzen pädagogischen Weisheit.Denn da hat kaum ein Lehrer noch Zeit auf das Kind einzugehen,dort muß es (leider) funktionieren....und ich glaube das die meisten Kinder sich da leichter tun wenn sie das vorher im Kiga schon geübt haben.
18.02.2015 12:17
Zitat von silbermarie:

Zitat von Mamota:

Wow, Pippa. Schon das zweite Mal. Langsam mache ich mir Sorgen.

Ne, ich schließe mich Marf an. Einen Ganztagsplatz bekommt meist wer ihn braucht. Da die "Schlechte Mutter"-Keule rauszuholen ist nicht ganz objektiv, finde ich.

Überhaupt wird die oft viel zu vorschnell rausgeholt.

Und gegen etwas Fremdbetreuung habe ich auch überhaupt nichts. Warum auch? Schnappi freut sich immer riesig auf den Kindergarten und war letzte Woche unausstehlich, weil sie nicht gehen konnte, obwohl sie sogar jeden Tag etwas bei Oma war. Ihr fehlten einfach die anderen Kinder, die deutlich engagierter Kaufmannsladen und Busfahren spielen als die Mama, die sich zwar Mühe gegeben hat, die aber nach 40 Minuten Dauerbrummen mit Lenkradbewegungen einfach auch Augenzucken bekommt, sorry.

Selbst ohne Kindergarten finde ich es gut, wenn das Betreuungsteam vergrößert ist. Jeder Mensch ist in seinen Ressourcen begrenzt. Sowohl was die Kraft angeht, als auch von den Fähigkeiten. Beispiel:
Kreuzlahm wie ich bin, kann ich (auch vor dem Bandscheibenvorfall schon) nicht so gut mit Schnappi rumturnen und blödeln. Das kann Papa gut und Oma noch besser. Darum geht auch Oma mit ihr zum Turnen, zum Schwimmen und schlägt mit ihr Purzelbäume.
Opa ist der totale Handwerker. Bei ihm bekommt Schnappi schon mal die Bohrmaschine (mit Hilfe natürlich) in die Hand, wofür ich viel zu hysterisch wäre, oder bekommt gezeigt, welches Werkzeug man wofür verwendet.
Dafür kann ich ihr zeigen, wie man ein Tamburin richtig benutzt und singe stundenlang "Funkel funkel, kleiner Stern" mit ihr, wenn alle anderen bereits den Raum verlassen haben.
Und Papa malt geduldig rund 40 (gut erkennbare) Eulen auf ein Blatt Papier, bevor es ihm zu viel wird.
Warum also sollte ich Schnappi also auf mich als Hauptbezugsperson reduzieren? Mir blutet auch nicht das Herz dabei, auch wenn ich morgens schon mal traurig bin. Denn erstens weiß ich, dass sie jeden sozialen Kontakt enorm genießt und zweites bin immer noch ich es, deren Nähe sie nachts sucht, wenn sie aufwacht.


Oma, Opa, Papa... das ist ja alles Familie und das ist auch gut so. Familie = Sicherheit.
Erzieherinnen (vor allem, wenn noch wechselnd), nicht.
Solange alles gut läuft und das Kind sich wohlfühlt, braucht man sich darüber ja keine Gedanken machen.
Aber was hättest du getan, wenn dein Kind sich nicht wohlfühlt im Kindergarten und wenn die sozialen Kontakte sie eher genervt als ihr Freude gemacht hätten? Wenn sie morgens mit Angst in die Kita gegangen wäre?
Und das ist so ein Punkt, wo viele Eltern oft sagen: Egal, da musse durch, sonst lernt sie's nie.
Und das ist eigentlich das, was mich immer aufregt.

Dann hätten wir das beinahe unverschämte Glück gehabt, dass sie weiter bei Oma hätte bleiben können.

Was weniger vom Glück verwöhnte Leute dann machen, weiß ich nicht.
Ob ein Kind einfach "da durch muss" kann ich auch nicht pauschalisieren. Gerade bei so Kleinen finde ich das auch einen sehr harten Satz. Im Zweifelsfall bin ich immer ein Fan von sanfteren Methoden. Darum waren wir auch schon vorher in PeKip und Krabbelgruppe. Da werden die Kinder ja sanft rangeführt.

Aber wie gesagt, jeder Fall ist verschieden. Pauschal zu sagen, dass" das Kind da durch" muss finde ich genauso einseitig wie den Satz aus dem Threadtitel. Ich finde immer noch, Verallgemeinerung ist die Mutter der doofen Meinung.
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