Mütter- und Schwangerenforum

....dann muss man sich auch keine Kinder machen!"

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18.02.2015 13:24
Zitat von TeufelinZiviil:

Find den Satz wirklich frech, leider weiss ich nicht mehr von wem das kam * Ich weiß auch ehrlich gesagt gar nicht, wie man emotional so abgebrüht sein kann, ein weinendes, verängstigtes Kind im Kindergarten zurückzulassen*

Ich finde ihn deshalb frech weil ich mein Kind damals in den Kindergarten bringen musste!!! Ich wollte meine Schule beenden und auch ne Ausbildung machen,ganz einfach. Und ja er hat auch geweint... und ja er hatte auch mal angst. Aber hey ... nach 5 -10 min war ruhe und er hat gespielt übrigens ist er auch ziemlich sensibel gewesen
Heute wenn ich ihn abholen will geht nix mehr... er will da nicht weg ^^ also würde ich nun nicht alles in ein Topf schmeißen! .


Hier, ich war's. Wer sonst
Marf
30128 Beiträge
18.02.2015 13:26
Serafinchen
4537 Beiträge
18.02.2015 13:27
Zitat von Pippa.tree:

Zitat von Serafinchen:

Zitat von Cookie88:

Zitat von zartbitter:

Achso, zum Thema spielen - doch, ich spüle tatsächlich gern mit'm Zwerg Nicht immer und sicher nicht den ganzen Tag, aber ja doch, es macht mir ehrlich Spass


Danke!
Lego spielen ist auch nicht die Erfüllung meiner Träume aber meinem Sohn macht es Spaß also mach ich mit.
Hier komm ich mir grad vor wie ein Alien bloß weil ich etwas tue um mein Kind glücklich zu machen.

Und liebe TS: Ja mein Kind macht mich glücklicher!


Ich sehe es nach dem Motto wer sein Kind nicht glücklich machen möchte und auch selbst durch sein Kind nicht glücklicher ist hätte das mit dem Kinder kriegen lieber sein lassen sollen...


Das ist doch extrem egoistisch. Nur wenn ich denke, dass ich durch Kinder glücklicher werde, darf ich welche bekommen?
Ich schenke Kindern das Leben, lasse sie gut aufwachsen.
Aber warum muss man denn selber seine Erfüllung in den Kindern finden?
Ich ziehe sie groß, dann ziehen sie aus und führen ihr Leben. Im optimalsten Fall ist die Beziehung weiterhin gut oder sehr gut, manchmal lebt man sogar als Nachbarn ( zwei Omas wohnen nebenan ).

Bitte den kompletten Satz lesen. Oder willst du deine Kinder auch nicht glücklich machen? Dann sehe ich es so, ja.

zuckerlie
15684 Beiträge
18.02.2015 13:27
Zitat von silbermarie:

Zitat von Pippa.tree:

Zitat von silbermarie:

Zitat von Marf:

...


Falsch ist daran, dass es immer Kinder gibt, die durchs Raster fallen und keine Lobby bekommen. Sensible Kinder werden oft nicht als sensibel akzeptiert, sondern als "verhätschelt" bezeichnet und "da muss er/sie sich dran gewöhnen"... Nee, muss er nicht!
Er muss nichts, was ihm Angst macht, besonders nicht im frühkindlichen Alter, wo er es noch gar nicht richtig einordnen kann.

Es ist aber nachweislich so, dass sich Kinder, wenn sie zu Hause Urvertrauen erlernen durften und ihnen genug Zeit gegeben wurde, sich selbständig ein Stück weit abzunabeln, später zu viel selbstsichereren Menschen entwickeln.
Wenn aber ein kleines Kind nur sieht, dass es nicht mal seinen Eltern vertrauen kann, weil sie es zu Dingen zwingen, die ihm Angst machen (Stichwort "Da muss er/sie durch, ob es ihm/ihr gefällt oder nicht"), dann ist das für dieses Kind erst mal nur Verrat und Vertrauensbruch.
Denn in dem Alter kapiert kein Kind Beweggründe wie "Ich muss meinen guten Arbeitsplatz erhalten". Es sieht nur: Mama bringt mich gegen meinen Willen weg und ob ich weine und schreie, ist ihr egal.
Sorry, aber so entwickelt man kein gesundes Selbstwertgefühl, sondern nur Angst und/oder Aggressionen gegen seine Umwelt.
Man lernt nicht, miteinander auszukommen, sondern gegeneinander zu kämpfen, und was man auch schnell lernt ist, dass die Stärkeren und Hübscheren immer gewinnen und für die anderen kein Arsch den Finger krumm macht. So dass man so richtig schön vom Kleinkindalter an lernt, auf der Verliererseite des Lebens zu stehen. Ganz toll.
Muss ich nicht haben. Mein Kind würde, so, wie er jetzt ist, in einer Krippe zerbrechen.


Es muss ja auch kein Kind in die Krippe, das ist ja garnicht meine Intention.
Warum auch?
Aber andersherum ist deine These schon recht gewagt. Fast jedes Kind aus meinem Bekanntenkreis hat zu Beginn der Krippe/KiGa geweint oder wollte nicht. Dann behaupte ich mal daraus schließen zu können, dass das bei vielen so ist und das früher auch schon so war. Dann müssten aber ziemlich viele Ostkinder arge Aggressionen und kein Vertrauen mehr haben....


Mit der Zeit stumpfen die Kinder ab und weinen nicht mehr.
Da gibt es auch Thesen, die einen Zusammenhang zwischen dieser frühkindlichen emotionalen Abstumpfung und der Neigung der Menschen aus den neuen Bundesländern zu politischen Extremen (links/rechts) sehen.
Übrigens ist für mich allein die Behauptung "Es hat uns nicht geschadet" schon das erste Anzeichen eines Schadens (genau, wie wenn das jemand zu Ohrfeigen sagt - denn so eine Aussage weist ja auf ein gestörtes Verhältnis zum Diskussionssubjekt hin)

Ein ähnliches System der frühkindlichen, physischen und emotionalen Trennung vom Elternhaus hat man zu NS-Zeiten angewandt, um abgestumpfte und damit leicht steuerbare Menschen heranzuzüchten. Mit nachweislichem Erfolg.
Und auch die DDR hat garantiert nicht aus liebevoll-pädagogischen Gründen die frühestmögliche, staatliche Betreuung ihrer Kinder angestrebt. Je früher man ein Kind aus seiner natürlichen Umgebung herausreißt, desto einfacher kann man in seinem Seelenleben herummanipulieren.
Jede Zeit hatte da ihre anderen Motive. Heute geht's vor allem um Anpassung und Wirtschaftlichkeit.


Marie, jetzt wirds arg. Ich bin ein DDR Krippen Kind, aber ich bin nicht emotinal gestört. Mein Mann (ebenfalls DDR Krippen Kind) und ich führen eine glückliche fast 18 Jahre andauernde Beziehung. Ich bin aber schon von jeher so, dass mir eine Trennung nichts ausmacht (Ich war auch in der ersten Klasse im Ferienlager für 2 ode 3 Wochen. Ich saß im Bus schon quatschend neben einem fremden Mädchen und habe mich um meine Eltern nicht mehr gekümmert). Mein Elternhaus war so gefestigt, dass ich dort meinen festen Hafen hatte und mich auch schon früh lösen konnte. Auch heute ist unser Familienleben und der Zusammenhalt sehr harmonisch - trotz irgendwelcher Studien. Ebenso sind meine Jungs. Bereits mit 8 Monaten sind sie im Elterncafe auf eigene Faust auf Entdeckungstour gegangen und haben sich zu anderen Kindern gesetzt und sich ohne zu gucken, wo ich bin von einem fremden Papa (der machte lustige Grimassen) unterhalten lassen. Das war eine Situation im ersten Jahr, der mir zeigte meine Kinder kommen bestimmt auch in der Krippe klar und siehe da, nach einer Woche waren sie mit schlafen und allem eingewöhnt und hatten dort viel, viel Spaß. Auch jetzt mit 3 Jahren, sind sie fröhliche Kinder, temperamentvoll, aber auch sehr sozial (schon immer haben sie sich gern um kleinere gekümmert und gehen auch mit fremden jüngeren Kindern total vorsichtig um <3 ). Da scheint doch einiges ganz gut gelaufen zu sein

Von daher finde ich , dass oben genanntes vielleicht für Dein Kind so laufen könnte. Bei uns ist es aber im speziellen Fall eben nicht so

Ich finde auch, dass kein Kind in die Krippe muss, das soll jeder selbst entscheiden.

Man muss auch bedenken, dass Krippen und Kindergärten heutzutage (meist, aber nicht immer) ja ganz anders geführt werden, als noch vor 20-30 Jahren
youngmom012
719 Beiträge
18.02.2015 13:38
Das mit dem woanders übernachten vertrete ich auch, ich finde das nicht nur für mich schön, sondern auch für familie und kind das diese Bindung besteht. Meine tochter geht 8 Stunden in die Kita, ich weiß das es ihr dort gut geht, ab heute darf sie bei der musikgruppe mit machen. Ich muss/will arbeiten und nicht nur mama sein.

Aber.. ich versteh das nicht ganz mit dem spielen.. ich liebe es auch nicht mit puppen zu spielen, bausteine aufzubauen, mandalas auszumalen usw. Aber es ist ja trotzdem wichtig das man sich als mama mit dem Kind zusammen setzt, ich baue türme mit ihr, plansche mit ihr, bin die erste auf der rutsche und dem klettergerüst ich glaube ich bin sogar schlimmer als sie . Damals fande ich es auch toll und noch besser mit meiner Mama zusammen.

Oder hab ich das jetzt falsch verstanden ?

Und solche kommentare solltest du ignorieren, wer ein Kind hat, weiß es besser.
Luni
31779 Beiträge
18.02.2015 13:45
Hab nicht alles durchgelesen, aber auch meine Kinder sind sehr regelmäßig bei der Oma. Ich finde das ist für alle eine Bereicherung. Meine Kinder lieben beide Omas über alles und haben dadurch noch mehr enge Bezugspersonen als nur Mama und Papa. Die Omas freuen sich, wenn sie die Kleinen sehen und für uns als Paar oder auch mir als Person tut es einfach gut, einfach mal ich zu sein und nicht nur Mama.
18.02.2015 13:57
Zitat von silbermarie:

Zitat von stella2004:

Zitat von silbermarie:

Zitat von Mamota:

Wow, Pippa. Schon das zweite Mal. Langsam mache ich mir Sorgen.

Ne, ich schließe mich Marf an. Einen Ganztagsplatz bekommt meist wer ihn braucht. Da die "Schlechte Mutter"-Keule rauszuholen ist nicht ganz objektiv, finde ich.

Überhaupt wird die oft viel zu vorschnell rausgeholt.

Und gegen etwas Fremdbetreuung habe ich auch überhaupt nichts. Warum auch? Schnappi freut sich immer riesig auf den Kindergarten und war letzte Woche unausstehlich, weil sie nicht gehen konnte, obwohl sie sogar jeden Tag etwas bei Oma war. Ihr fehlten einfach die anderen Kinder, die deutlich engagierter Kaufmannsladen und Busfahren spielen als die Mama, die sich zwar Mühe gegeben hat, die aber nach 40 Minuten Dauerbrummen mit Lenkradbewegungen einfach auch Augenzucken bekommt, sorry.

Selbst ohne Kindergarten finde ich es gut, wenn das Betreuungsteam vergrößert ist. Jeder Mensch ist in seinen Ressourcen begrenzt. Sowohl was die Kraft angeht, als auch von den Fähigkeiten. Beispiel:
Kreuzlahm wie ich bin, kann ich (auch vor dem Bandscheibenvorfall schon) nicht so gut mit Schnappi rumturnen und blödeln. Das kann Papa gut und Oma noch besser. Darum geht auch Oma mit ihr zum Turnen, zum Schwimmen und schlägt mit ihr Purzelbäume.
Opa ist der totale Handwerker. Bei ihm bekommt Schnappi schon mal die Bohrmaschine (mit Hilfe natürlich) in die Hand, wofür ich viel zu hysterisch wäre, oder bekommt gezeigt, welches Werkzeug man wofür verwendet.
Dafür kann ich ihr zeigen, wie man ein Tamburin richtig benutzt und singe stundenlang "Funkel funkel, kleiner Stern" mit ihr, wenn alle anderen bereits den Raum verlassen haben.
Und Papa malt geduldig rund 40 (gut erkennbare) Eulen auf ein Blatt Papier, bevor es ihm zu viel wird.
Warum also sollte ich Schnappi also auf mich als Hauptbezugsperson reduzieren? Mir blutet auch nicht das Herz dabei, auch wenn ich morgens schon mal traurig bin. Denn erstens weiß ich, dass sie jeden sozialen Kontakt enorm genießt und zweites bin immer noch ich es, deren Nähe sie nachts sucht, wenn sie aufwacht.


Oma, Opa, Papa... das ist ja alles Familie und das ist auch gut so. Familie = Sicherheit.
Erzieherinnen (vor allem, wenn noch wechselnd), nicht.
Solange alles gut läuft und das Kind sich wohlfühlt, braucht man sich darüber ja keine Gedanken machen.
Aber was hättest du getan, wenn dein Kind sich nicht wohlfühlt im Kindergarten und wenn die sozialen Kontakte sie eher genervt als ihr Freude gemacht hätten? Wenn sie morgens mit Angst in die Kita gegangen wäre?
Und das ist so ein Punkt, wo viele Eltern oft sagen: Egal, da musse durch, sonst lernt sie's nie.
Und das ist eigentlich das, was mich immer aufregt.

Bin ganz deiner Meinung......da stellen sich mir die nackenhaare auf, wenn ich sowas höre...und ich habe das oooooft gehört. Ich war auch so eine glucke, die ihr Kind erst mit fast vier in den Kindergarten gegebn hat. Ich habe s mit einer Spielegruppe ohne Mama probiert als sie 3 war....sie hat soooo geweint und sogar gespuckt, als ich versucht habe, zu gehen....jeder hat gesagt, dass sie das aber lernen muss, u d die beruhigt sich schon, wenn ich weg bin....war mir alles Wurscht, was da geredet wurde...ich habe mein Kind wieder rausgenommen. Kindergarten war anfangs auch schwierig, bin eben die erste Zeit mitgegangen....u d als sie vernünftig eingewöhnt war, war alles ok...heute liebt sie ihren kindi u d hat nicht einmal mehr gesagt, dass sie da nicht hin moechte....sie ist auch kn einem waldkindergarten....einen regelkindergarten mit der Lautstärke hätte sie auch total gestresst.

Eine Freundin von mir ist Erzieherin in einer Krippe, und meint, dass die allermeisten muetter ihre Kinder hinegeben, die es finanziell nicht bräuchten, ihnen es aber zu anstrengend u d nervig ist, sich daheim mit ihrem Kind zu beschäftigen....dafür habe ich ueberhaupt kein Verständnis u d da Frage ich mich schon, warum man dann Kinder bekommen hat.
Das Ernte ich auch nur böse blicke mit der einstellung, aber was stört es mich....


Find ich gut... Waldkindergarten ist auch etwas, was für meinen Zwerg mal sehr interessant sein könnte.
Er ist sehr sensibel, was Lärm, Menschenansammlungen und gestört werden angeht.
Er muss da auch durch nichts durch. Ich weiß auch ehrlich gesagt gar nicht, wie man emotional so abgebrüht sein kann, ein weinendes, verängstigtes Kind im Kindergarten zurückzulassen. Ich hab mal neben einem Kindergarten gewohnt. Das Gebrüll jeden Morgen ging mir echt durch Mark und Bein.

Kann ich mir gut vorstellen....kann das auch garnicht hören, und es ist mir unbegreiflich, wie man da als Mutter gehen kann...bin froh, dass es das im Wald nicht gibt...da weint beim bringen nie ein Kind, und wenn, dann wird mit den Mamas und Erzieherinnen so lange gewartet, bis sich das Kind dann fröhlich von Mama verabschiedet...klappt wunderbar.
Luisa ist auch sehr lärmempfindlich und sensibel...weiß garnicht, was wir gemacht hätten, wenn es keinen waldkindergarten hier gegeben hätte...vermutlich daheim gelassen
lilly22
2701 Beiträge
18.02.2015 14:40
Zitat von stella2004:

Zitat von silbermarie:

Zitat von stella2004:

Zitat von silbermarie:

...

Bin ganz deiner Meinung......da stellen sich mir die nackenhaare auf, wenn ich sowas höre...und ich habe das oooooft gehört. Ich war auch so eine glucke, die ihr Kind erst mit fast vier in den Kindergarten gegebn hat. Ich habe s mit einer Spielegruppe ohne Mama probiert als sie 3 war....sie hat soooo geweint und sogar gespuckt, als ich versucht habe, zu gehen....jeder hat gesagt, dass sie das aber lernen muss, u d die beruhigt sich schon, wenn ich weg bin....war mir alles Wurscht, was da geredet wurde...ich habe mein Kind wieder rausgenommen. Kindergarten war anfangs auch schwierig, bin eben die erste Zeit mitgegangen....u d als sie vernünftig eingewöhnt war, war alles ok...heute liebt sie ihren kindi u d hat nicht einmal mehr gesagt, dass sie da nicht hin moechte....sie ist auch kn einem waldkindergarten....einen regelkindergarten mit der Lautstärke hätte sie auch total gestresst.

Eine Freundin von mir ist Erzieherin in einer Krippe, und meint, dass die allermeisten muetter ihre Kinder hinegeben, die es finanziell nicht bräuchten, ihnen es aber zu anstrengend u d nervig ist, sich daheim mit ihrem Kind zu beschäftigen....dafür habe ich ueberhaupt kein Verständnis u d da Frage ich mich schon, warum man dann Kinder bekommen hat.
Das Ernte ich auch nur böse blicke mit der einstellung, aber was stört es mich....


Find ich gut... Waldkindergarten ist auch etwas, was für meinen Zwerg mal sehr interessant sein könnte.
Er ist sehr sensibel, was Lärm, Menschenansammlungen und gestört werden angeht.
Er muss da auch durch nichts durch. Ich weiß auch ehrlich gesagt gar nicht, wie man emotional so abgebrüht sein kann, ein weinendes, verängstigtes Kind im Kindergarten zurückzulassen. Ich hab mal neben einem Kindergarten gewohnt. Das Gebrüll jeden Morgen ging mir echt durch Mark und Bein.

Kann ich mir gut vorstellen....kann das auch garnicht hören, und es ist mir unbegreiflich, wie man da als Mutter gehen kann...bin froh, dass es das im Wald nicht gibt...da weint beim bringen nie ein Kind, und wenn, dann wird mit den Mamas und Erzieherinnen so lange gewartet, bis sich das Kind dann fröhlich von Mama verabschiedet...klappt wunderbar.
Luisa ist auch sehr lärmempfindlich und sensibel...weiß garnicht, was wir gemacht hätten, wenn es keinen waldkindergarten hier gegeben hätte...vermutlich daheim gelassen


bei uns war das ganz ähnlich.
der zwerghase ist mit 1,5 in den kiga gekommen. 13 kinder von 0,5-3 jahre, 4 erzieher&1 praktikanntin. traumvoraussetzungen!
keine drei wochen gings problemlos, da fing er an zu weinen und zu klammern. allerdings beruhigte er sich recht schnell wieder. ich habe ihn also nur zum kiga gebracht, wenn ich wirklich zur uni musste. es war jeden morgen ein kleiner kampf- keine geschreie, aber er wollte einfach nicht. es hat mr echt das herz gebrochen. oft durfte er zuhaus bleiben.

im folgejahr konnte er dann in den waldkiga wechseln und nun? mein kind liebt den kindergarten! er hat dort so viel freude, sicher sagt er schnomal dass er bei mir bleiben will aber gut- das ist ja auch mal normal. aber er mag seine erzieher und dass er dort auch mal in ruhe für sich spielen kann. er ust auch nicht sonein rabauke, sondern baut und konstruiert und experimentiert gern so für sich. letzte woche bei der karnevalsfeier hat sich die gruppe dann in einem großen raum getroffen, weil mit kostümen kann man schließlich nicht durch den wald. und was war? es war ihm viel zu viel. er war danach mächtig platt und wollte nur o-ton "einfach nach hause. nur nach hause etwas spielen, ja?".
es gubt solche und solche kinder. die eltern müssen in der lage sein selbst zu fühlen, was das kind braucht.
unser zwerg hat das erste mal mit 1 3/4 bei oma geschlafen und bis jetzt auch. nur vlt. 10 mal (wenns hoch kommt). ich hol ihn auch jederzeit ab, wenn er mich braucht. so bin ich eben.

und ja, mein kind macht mich glücklicher!
mit ihm ist einfach alles 10x so schön! aufstehen, kuscheln, wandern und was weiß ich. sicher genieße ich auch total die zeit die ich zwischendurch mal ganz für mich oder meinen partner habe, aber ich freue kich danach immer riesig auf meinen zwerg. wenn ich ihn einen ganzen tag nicht gesehen habe (weil ich zb von morgens bis abends an der uni war), fehlt er mir
Sensana
1025 Beiträge
18.02.2015 16:07
Zitat von silbermarie:

Mit der Zeit stumpfen die Kinder ab und weinen nicht mehr.
Da gibt es auch Thesen, die einen Zusammenhang zwischen dieser frühkindlichen emotionalen Abstumpfung und der Neigung der Menschen aus den neuen Bundesländern zu politischen Extremen (links/rechts) sehen.
Übrigens ist für mich allein die Behauptung "Es hat uns nicht geschadet" schon das erste Anzeichen eines Schadens (genau, wie wenn das jemand zu Ohrfeigen sagt - denn so eine Aussage weist ja auf ein gestörtes Verhältnis zum Diskussionssubjekt hin)

Ein ähnliches System der frühkindlichen, physischen und emotionalen Trennung vom Elternhaus hat man zu NS-Zeiten angewandt, um abgestumpfte und damit leicht steuerbare Menschen heranzuzüchten. Mit nachweislichem Erfolg.
Und auch die DDR hat garantiert nicht aus liebevoll-pädagogischen Gründen die frühestmögliche, staatliche Betreuung ihrer Kinder angestrebt. Je früher man ein Kind aus seiner natürlichen Umgebung herausreißt, desto einfacher kann man in seinem Seelenleben herummanipulieren.
Jede Zeit hatte da ihre anderen Motive. Heute geht's vor allem um Anpassung und Wirtschaftlichkeit.


Ich finde deine Theorien recht abenteuerlich. Aber vielleicht gebe ich dir mal ein anderes Beispiel. Ich komme aus den neuen Bundesländern und bin mit 8 Monaten in die Krippe gekommen. Nach Schule etc. bin ich für ein BA Studium in den Westen gezogen. Da es einen Technikanteil gab war die Frauenquote eher gering (nur 7 Mädels). Von diesen 7 Mädchen kam 5 aus den neuen Bundesländern und 2 aus der Stadt in der das Studium war. Keine ist aus den alten Bundesländern für dieses Studium umgezogen. Woran kann das nur liegen? Vielleicht weil die Kinder im Osten nicht von Hellikopter Eltern ihrer Eigenständigkeit beraubt wurden?

Ich liebe meine Mutter sehr und sie hat mir eine wunderschöne Kindheit bereitet. Aber ich brauche sie nicht um mein eigenes Leben zu meisten. Das verdanke ich dem System in der DDR
Serafinchen
4537 Beiträge
18.02.2015 16:13
Zitat von Luni:

Hab nicht alles durchgelesen, aber auch meine Kinder sind sehr regelmäßig bei der Oma. Ich finde das ist für alle eine Bereicherung. Meine Kinder lieben beide Omas über alles und haben dadurch noch mehr enge Bezugspersonen als nur Mama und Papa. Die Omas freuen sich, wenn sie die Kleinen sehen und für uns als Paar oder auch mir als Person tut es einfach gut, einfach mal ich zu sein und nicht nur Mama.

Ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen warum es vielen so schwer fällt beides miteinander zu vereinen. Also Frau und Mutter sein. Wie kann man das denn trennen?
Obsidian
15967 Beiträge
18.02.2015 16:19
Also die Vorstellung die manche hier von Krippen, von Eingewöhnung, von dem Umgang mit Kindern seitens der Eltern und der Erzieher haben, was Krippe oder Kindergarten betrifft finde ich geradezu abenteuerlich.
Es liest sich teilweise so als gäbe es Millionen von Eltern, die ihre Kinder vor der Kita Türe aus dem Auto treten und mit quietschenden Reifen davonbrausen....

Wo habt ihr das her? Ich kenne etwas vergleichbares nirgendwo in meinem Umfeld das sehr sehr viele Eltern und auch einige Erzieherinnen enthält, u.a. meine Schwiegermama.
18.02.2015 16:38
Zitat von Sensana:

Zitat von silbermarie:

Mit der Zeit stumpfen die Kinder ab und weinen nicht mehr.
Da gibt es auch Thesen, die einen Zusammenhang zwischen dieser frühkindlichen emotionalen Abstumpfung und der Neigung der Menschen aus den neuen Bundesländern zu politischen Extremen (links/rechts) sehen.
Übrigens ist für mich allein die Behauptung "Es hat uns nicht geschadet" schon das erste Anzeichen eines Schadens (genau, wie wenn das jemand zu Ohrfeigen sagt - denn so eine Aussage weist ja auf ein gestörtes Verhältnis zum Diskussionssubjekt hin)

Ein ähnliches System der frühkindlichen, physischen und emotionalen Trennung vom Elternhaus hat man zu NS-Zeiten angewandt, um abgestumpfte und damit leicht steuerbare Menschen heranzuzüchten. Mit nachweislichem Erfolg.
Und auch die DDR hat garantiert nicht aus liebevoll-pädagogischen Gründen die frühestmögliche, staatliche Betreuung ihrer Kinder angestrebt. Je früher man ein Kind aus seiner natürlichen Umgebung herausreißt, desto einfacher kann man in seinem Seelenleben herummanipulieren.
Jede Zeit hatte da ihre anderen Motive. Heute geht's vor allem um Anpassung und Wirtschaftlichkeit.


Ich finde deine Theorien recht abenteuerlich. Aber vielleicht gebe ich dir mal ein anderes Beispiel. Ich komme aus den neuen Bundesländern und bin mit 8 Monaten in die Krippe gekommen. Nach Schule etc. bin ich für ein BA Studium in den Westen gezogen. Da es einen Technikanteil gab war die Frauenquote eher gering (nur 7 Mädels). Von diesen 7 Mädchen kam 5 aus den neuen Bundesländern und 2 aus der Stadt in der das Studium war. Keine ist aus den alten Bundesländern für dieses Studium umgezogen. Woran kann das nur liegen? Vielleicht weil die Kinder im Osten nicht von Hellikopter Eltern ihrer Eigenständigkeit beraubt wurden?

Ich liebe meine Mutter sehr und sie hat mir eine wunderschöne Kindheit bereitet. Aber ich brauche sie nicht um mein eigenes Leben zu meisten. Das verdanke ich dem System in der DDR

Naja, auch wenn ich grundsätzlich pro Krippe bin, muss ich einräumen, dass diese "abenteuerlichen" Theorien nicht auf Maries Mist gewachsen sind, sondern auf solide bindungstheoretische Forschung. Das kann man so in etwa auch in Grundlagenwerken für Kindergartenpädagogik lesen.

Wie man das jedoch auslegt und wie extrem man das im Einzelfall sieht, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

So wie ein frühzeitiger Krippenbeginn nicht unbedingt emotionale Kälte einschließt, schließt auch eine häusliche Betreuung die Selbständigkeitserziehung nicht aus. Das sind ja nur die Extreme. Und in der NS-Zeit war die Kinderbetreuung auch nicht wirklich vergleichbar mit dem, was heute passiert. Zur "Soldatenaufzucht" braucht es schon noch etwas mehr Bemühungen von Seiten des Systems als einen Ganztagsplatz in der Krippe.

Ich bin übrigens ein Klischeewessi, aus dem heteronormativsten Familienmodell, das man sich vorstellen kann und habe bereits mehrfach den Wohnort drastisch gewechselt. In meinem Studienseminar waren nur Leute, die aus Bayern kamen, wobei die meisten auch für den Seminarplatz umgezogen sind. Die meisten von Franken ins Allgäu. Einzelfallbeispiele halt. Funktionieren zuverlässig in jede Richtung.
18.02.2015 16:48
Zitat von shelyra:

bei dieser ganzen ganztagesdiskussion sollte man das alter der kids auch nicht außer acht lassen!

ein kind von 4 oder 6 jahren versteht besser warum die eltern solang weg sind, kann sich eher auf eine andere bezugsperson einlassen. es versteht auch besser wenn mal ein erzieher ausfällt.

aber ein kind von 2 oder jünger hat dieses verständnis nicht! oft wird es nur von einer bezugsperson zur nächsten durchgereicht (erzieher arbeitet nur halbtags, erzieher sind krank, erzieher muss in einer anderen gruppe aushelfen usw). dann oft der wechsel von den ganz kleinen, zu den bis 3-jährigen und danach in die große gruppe... somit ist es schwer vertrauen aufzubauen - weder zuhause (mama muss ja arbeiten) noch in der kita.

einige kids haben damit weniger probleme, aber viele werden doch auffällig - entweder sofort oder später (ich denk es gibt da schon einen zusammenhang zw. früher fremdbetreuung und der mittlerweile so häufig vorkommenden bindungsproblematik bei erwachsenen)

Sorry aber diese Theorie habe ich noch nie gehört!!!
Nur weil ein Kind früher in den kiGa kommt mit 1 könnte es Bindungsprobleme haben???
Aber wenn eine Mutter nur auf ihrem Kind "gluckt" jahrelang und nie jemand anders es mal nehmen darf, sind das glücklichere Kinder?!

Meinem Kind tut die Tagesmutter sehr gut und sie ist viel offener als vorher. Sie ist total Fröhlich. Und ja sie weint morgens beim abgeben, wenn ich aber raus bin ist es vorbei und sie Frwut sich wenn ich wieder komme. Sie spielt mit 2 gleichaltrigen und wird liebevoll Betreut, warum soll das bitte verkehrt sein?!

Und ich bin auch eine "Rabenmutter" die nicht arbeiten gehen muss aber möchte!
18.02.2015 19:00
Zitat von SaSk:

Zitat von zuckerlie:

Nicht jedes Kitakind geht 12 h. Und gerade diese Fälle gehören doch oft zu Eltern, die es sich zumeist nicht aussuchen können.


Das denke ich auch. Da passt die Aussage "man den Löwenanteil von fremden übernehmen lassen WILL" wohl nicht so ganz!


Jup. Unsere ist meist an die 10,5 Stunden am Tag in der Kita wenn der Papa sie fährt. Wenn ich sie bringe meist 9,5 Stunden oder 8 Stunden.
Für uns auch nicht einfach,aber vom Job her leider nicht immer machbar anders.
zartbitter
46787 Beiträge
18.02.2015 19:40
Zitat von Sensana:

Zitat von silbermarie:

Mit der Zeit stumpfen die Kinder ab und weinen nicht mehr.
Da gibt es auch Thesen, die einen Zusammenhang zwischen dieser frühkindlichen emotionalen Abstumpfung und der Neigung der Menschen aus den neuen Bundesländern zu politischen Extremen (links/rechts) sehen.
Übrigens ist für mich allein die Behauptung "Es hat uns nicht geschadet" schon das erste Anzeichen eines Schadens (genau, wie wenn das jemand zu Ohrfeigen sagt - denn so eine Aussage weist ja auf ein gestörtes Verhältnis zum Diskussionssubjekt hin)

Ein ähnliches System der frühkindlichen, physischen und emotionalen Trennung vom Elternhaus hat man zu NS-Zeiten angewandt, um abgestumpfte und damit leicht steuerbare Menschen heranzuzüchten. Mit nachweislichem Erfolg.
Und auch die DDR hat garantiert nicht aus liebevoll-pädagogischen Gründen die frühestmögliche, staatliche Betreuung ihrer Kinder angestrebt. Je früher man ein Kind aus seiner natürlichen Umgebung herausreißt, desto einfacher kann man in seinem Seelenleben herummanipulieren.
Jede Zeit hatte da ihre anderen Motive. Heute geht's vor allem um Anpassung und Wirtschaftlichkeit.


Ich finde deine Theorien recht abenteuerlich. Aber vielleicht gebe ich dir mal ein anderes Beispiel. Ich komme aus den neuen Bundesländern und bin mit 8 Monaten in die Krippe gekommen. Nach Schule etc. bin ich für ein BA Studium in den Westen gezogen. Da es einen Technikanteil gab war die Frauenquote eher gering (nur 7 Mädels). Von diesen 7 Mädchen kam 5 aus den neuen Bundesländern und 2 aus der Stadt in der das Studium war. Keine ist aus den alten Bundesländern für dieses Studium umgezogen. Woran kann das nur liegen? Vielleicht weil die Kinder im Osten nicht von Hellikopter Eltern ihrer Eigenständigkeit beraubt wurden?

Ich liebe meine Mutter sehr und sie hat mir eine wunderschöne Kindheit bereitet. Aber ich brauche sie nicht um mein eigenes Leben zu meisten. Das verdanke ich dem System in der DDR

Meine Geschwister sind beide fürs Studium umgezogen - Westen, mit 3J. erst im Kiga gewesen
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