Mütter- und Schwangerenforum

Abschaffung der Bundesjugendspiele

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26.06.2015 10:53
Von mir aus gerne abgeschafft.
Ich hatte hier grad ein totunglückliches Kind,weil es nur eine Teilnehmerurkunde bekommen hat.
Dieses leistungsorientierte Denken,ohne Rücksicht auf die Begabung und die Interessen ist furchtbar.Es herrscht sowie so viel Druck auf den Kindern,da muss es nicht noch sowas sein.
Marf
29924 Beiträge
26.06.2015 10:55
Zitat von Viala:

Zitat von silbermarie:

Zitat von Viala:

Zitat von silbermarie:

...

Dir ist aber schon klar, dass das nicht immer so abläuft... und dass das keine rein auf Sport bezogene Problematik ist, oder?


Nein, aber Sport ist dafür am anfälligsten, weil es dabei um die Präsentation von etwas geht, dem die meisten heranwachsenden jungen Leute eh schon zwiegespalten gegenüberstehen: Dem eigenen Körper.
Es geht dabei schlimmstenfalls um die Demütigung von Körper und Seele, aus der es keinen Ausweg gibt.

Findest du... es gibt genug menschen, die es anders sehen... die über den Sport vielleicht sogar die einzige Chance haben, nicht die volldeppen der klasse zu sein.
Sport kann im Gegenteil übrigens sogar helfen mit dem sich verändernden Körper in der Pubertät klarzukommen! Weil er hilft, den Körper kennen und kontrollieren zu lernen... gerade wenn man vielleicht zu denen gehört, bei denen die Hormone eher auf Müdigkeit verursachen oder "auf den verstand schlagen"

Will sagen: Sport ist nicht schlimmer oder besser als andere fächer... je nach Kind, Lehrer und Lehrplan haben sie alle ihre stärken, schwächen, Risiken und vorzüge...

Viele Kinder finden auch nur so überhaupt heraus das sie ein Talent haben für Mannschafstspiele,schwimmen,turnen ect. Und wenn nicht ist es auch ok.
Wenigstens hat man es probiert.
26.06.2015 11:02
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

ich schließe mich Anja an. Allerdings würde ich Benotungen im Sportunterricht, in Musik (wenn es denn um das Singen selbst geht) und in Kunst (wenn es um das Malen ansich geht) abschaffen.
Warum? Das sind Talente, sonst nichts. Nichts, was man lernen kann.

Und ich finde: Wenn ein sportliches Kind die Kletterstange hoch soll, steht es auf, klettert fix hoch, setzt sich wieder hin. Keine besondere Sache für es und eben damit keine herausragende Leistung.
Wenn aber das etwas fülligere oder ängstliche Kind die Kletterstange hoch soll, dann ist es für diese Kinder schon eine enorme Leistung, wenn sie aufstehen, an die Stange gehen, sich versuchen hochzuziehen und dann ev. auch 50 cm hoch kommen. Mehr schafft es einfach nicht, obwohl es den Willen hat, obwohl es sich anstrengt ohne Ende und obwohl es ihn körperlich einiges abverlangt. Aber da bekommt es trotzdem nur eine 4. Dabei hat dieses Kind MEHR geleistet, als sein sportlicher Mitschüler. Wird aber u.U. für die herausragende Leistung ausgelacht. Von der Motivation, das nächste Mal aufzustehen und es wieder zu probieren mal ganz abgesehen. ICH würde es dann nämlcih gleich lassen. Bekomm ich halt ne 6.. dafür aber keinen Spott.
Und so zieht sich durch den Sportunterricht und durch die Bundesjugendspiele eben auch. UNd ja, ich unterschreib die Petition. Find ich nämlich gut.


Kunst und Musik sind Unterrichtsfächer,die ich unsagbar schlecht zu benoten finde.Ein Referat über einen Künstler vielleicht grad noch, aber jeder Mensch sieht hinter Kunstwerken ja was anders.Vom Talent zu singen oder malen mal ganz abgesehen.
26.06.2015 11:40
Zitat von Marf:

Marie,ich lehn mich mal weit aus dem Fenster....du hast mal in einem anderen Thread geschrieben das du,trotz schlechtem Benehmen usw. eigentlich immer gute Noten bekommen hast von den Lehrern und sie dir viel durchgehen liesen aufgrund deiner guten Leistungen.....und nun hast in Sport diese 'Sonderbehandlung' nicht bekommen....weil da eine erbrachte Leistung komplett offen sichtbar,messbar ist.Und nicht durch eine gekonnte Interpretation o.so vom Lehrer mit einem zugedruckten Auge bewertet werden kann.
100m in 3 Minuten sind eben grottenschlecht....und wenn man wie ein nasser Sack an den Ringen baumelt kann der Lehrer noch so wohlwollend sein...nix isses mit einer 1.
Dazu noch ein paar dummer Sprüche und schon ist es ein doofes Fach.
Das aber der in theoretischen Fächer weniger Begabte sich im Unterricht genauso fühlen muss, während du dasitzt und machen kannst was du möchtest ,ist genauso unfair und führt dazu das dieser Schüler diese Fächer auch scheisse findet.
Es ist immer eine Betrachtung aus der andren Perspektive wert,denke ich.
Und Sport hat etwas mit Disziplin,mit Leistung,Ausdauer und Gemeinschaft zu tun....ich denke das diese Eigenschaften oft mehr wert sind als das Wissen um Formeln die man auch nur höchst selten im späteren Leben benötigt .
Deswegen finde ich Sport und auch die BJS gut und richtig.Sie fordern und die Leistung ist durch nichts zu vertuschen was das Ganze zu dem macht was es ist....ein Sportfest für Kinder,die dies alles noch lernen müssen.


Marf, ich hab in keinem Wort behauptet, dass ich diese Behandlung fair fand. Es war nicht fair den weniger begabten Kindern gegenüber, dass ich mir mehr herausnehmen durfte, aber das war nicht mein Verschulden, sondern das der Lehrer. Ich habe es nur weidlich ausgenutzt.
Trotzdem musste ich aber auch häufig Dinge tun, die ich als "Strafarbeit" empfunden habe... zum Beispiel extra Aufgaben machen, wenn ich *zu früh* fertig war.
Und das Gerede von "Leistung vertuschen" finde ich auch daneben. Auch in anderen Fächern kann man nicht vertuschen. Eine Gedichtinterpretation ist in ihrer Bewertung lange nicht so willkürlich, wie es scheint, auch da gibt es Parameter, an denen gemessen wird - und das ist weniger, ob dem Lehrer der Ausdruck gefällt, sondern ob theoretisches Wissen über die Epoche und den Autor angewandt wird, ob Stilmittel und deren Bedeutung erkannt werden und so weiter. Auch wenn viele Eltern immer denken, dass der Lehrer danach bewertet, ob es sich spannend lesen lässt

Sportlich gute Leistungen zu vollbringen ist keine "Leistung". Es ist einfach Glück, die körperlichen Voraussetzungen zu haben, die Aufgaben zu bewältigen. Die, die wirklich gut in Sport sind, sind nämlich selten die, die sich dafür großartig anstrengen müssen. Sie können es einfach. Genau, wie einer eben singen kann und der andere nicht (Benotung auf Gesang finde ich genau so unfair, obwohl ich da immer eine 1 hatte und kein Problem damit hatte, vor der Klasse zu singen).

... und bevor der Einwand kommt: Wenn man das jetzt aufs Intellektuelle übertragen will - also von wegen, ein Schüler mag eben auch nicht das Glück haben, die intellektuellen Voraussetzungen zu haben, um im Unterricht mitzukommen - dann ist er schlicht und ergreifend auf der falschen Schulform.
26.06.2015 11:54
*seufz* irgendwie hab ich das gefühl, du liest nicht alles... oder vergisst direkt wieder... die gegenantwort auf das eben geschriebene findest du ein paar seiten weiter vorn...

du beschreibst btw. noch immer ein reines lehrer-Problem... es geht auch gänzlich anders...
und DOCH... auch diese vermeintlich sachlichen fächer sind nicht vor Willkür gesichert... nicht solange s zb mündliche noten gibt... oder "spiele" wie das weiter vorn erwänte Mathe-Duell...
Marf
29924 Beiträge
26.06.2015 11:56
Zitat von silbermarie:

Zitat von Marf:

Marie,ich lehn mich mal weit aus dem Fenster....du hast mal in einem anderen Thread geschrieben das du,trotz schlechtem Benehmen usw. eigentlich immer gute Noten bekommen hast von den Lehrern und sie dir viel durchgehen liesen aufgrund deiner guten Leistungen.....und nun hast in Sport diese 'Sonderbehandlung' nicht bekommen....weil da eine erbrachte Leistung komplett offen sichtbar,messbar ist.Und nicht durch eine gekonnte Interpretation o.so vom Lehrer mit einem zugedruckten Auge bewertet werden kann.
100m in 3 Minuten sind eben grottenschlecht....und wenn man wie ein nasser Sack an den Ringen baumelt kann der Lehrer noch so wohlwollend sein...nix isses mit einer 1.
Dazu noch ein paar dummer Sprüche und schon ist es ein doofes Fach.
Das aber der in theoretischen Fächer weniger Begabte sich im Unterricht genauso fühlen muss, während du dasitzt und machen kannst was du möchtest ,ist genauso unfair und führt dazu das dieser Schüler diese Fächer auch scheisse findet.
Es ist immer eine Betrachtung aus der andren Perspektive wert,denke ich.
Und Sport hat etwas mit Disziplin,mit Leistung,Ausdauer und Gemeinschaft zu tun....ich denke das diese Eigenschaften oft mehr wert sind als das Wissen um Formeln die man auch nur höchst selten im späteren Leben benötigt .
Deswegen finde ich Sport und auch die BJS gut und richtig.Sie fordern und die Leistung ist durch nichts zu vertuschen was das Ganze zu dem macht was es ist....ein Sportfest für Kinder,die dies alles noch lernen müssen.


Marf, ich hab in keinem Wort behauptet, dass ich diese Behandlung fair fand. Es war nicht fair den weniger begabten Kindern gegenüber, dass ich mir mehr herausnehmen durfte, aber das war nicht mein Verschulden, sondern das der Lehrer. Ich habe es nur weidlich ausgenutzt.
Trotzdem musste ich aber auch häufig Dinge tun, die ich als "Strafarbeit" empfunden habe... zum Beispiel extra Aufgaben machen, wenn ich *zu früh* fertig war.
Und das Gerede von "Leistung vertuschen" finde ich auch daneben. Auch in anderen Fächern kann man nicht vertuschen. Eine Gedichtinterpretation ist in ihrer Bewertung lange nicht so willkürlich, wie es scheint, auch da gibt es Parameter, an denen gemessen wird - und das ist weniger, ob dem Lehrer der Ausdruck gefällt, sondern ob theoretisches Wissen über die Epoche und den Autor angewandt wird, ob Stilmittel und deren Bedeutung erkannt werden und so weiter. Auch wenn viele Eltern immer denken, dass der Lehrer danach bewertet, ob es sich spannend lesen lässt

Sportlich gute Leistungen zu vollbringen ist keine "Leistung". Es ist einfach Glück, die körperlichen Voraussetzungen zu haben, die Aufgaben zu bewältigen. Die, die wirklich gut in Sport sind, sind nämlich selten die, die sich dafür großartig anstrengen müssen. Sie können es einfach. Genau, wie einer eben singen kann und der andere nicht (Benotung auf Gesang finde ich genau so unfair, obwohl ich da immer eine 1 hatte und kein Problem damit hatte, vor der Klasse zu singen).

... und bevor der Einwand kommt: Wenn man das jetzt aufs Intellektuelle übertragen will - also von wegen, ein Schüler mag eben auch nicht das Glück haben, die intellektuellen Voraussetzungen zu haben, um im Unterricht mitzukommen - dann ist er schlicht und ergreifend auf der falschen Schulform.

Das alles kann man auch auf den Sport übertragen.
Da wird vom guten Sportschuler auch 'mehr' erwartet.Und Glück weil man sportlich begabt ist und Glück weil man im Kopf fitter ist,naja......egal wie man es dreht....wenn das Fach einem liegt läufts einfacher. In den anderen muss man sich eben anstrengen.
Ich bezweifle auch das jemand schikaniert wird weil er der Langsamste ist oder weil er ein Gedicht falsch auslegt. Da gehört doch mehr dazu.
Und dies als Argument nehmen um ein Schulfach abzuschaffen bzw. deinen Bestandteil daraus muss dann für alle Fächer gelten.
Beispiel:
Meine Tochter ist in Mathe sehr schlecht.Sie weiß das ,steht dazu.Klar 'leidet' sie wenn sie merkt das es nicht für eine bessere Note reicht,aber gibt sich dennoch Mühe. Sie versucht besser zu werden, lernt und macht....in den anderen Fächern ist sie gut....deswegen aber würde es mir nicht in den Sin kommen sie in Mathe krankschreiben zu lassen,nur weil sie da schlechter ist.
Sie zieht aus den anderen Fächern genug Selbstbewusstsein um sich weiter in Mathe zu behaupten.
Und deswegen gehören die Bundesjugendspiele genauso zum Unterricht wie Mathe,Bio usw. mit Noten und Beurteilungen die jedes Kind verdient durch Üben, Talent und ein wenig Glück.
Marf
29924 Beiträge
26.06.2015 12:02
Zitat von Viala:

*seufz* irgendwie hab ich das gefühl, du liest nicht alles... oder vergisst direkt wieder... die gegenantwort auf das eben geschriebene findest du ein paar seiten weiter vorn...

du beschreibst btw. noch immer ein reines lehrer-Problem... es geht auch gänzlich anders...
und DOCH... auch diese vermeintlich sachlichen fächer sind nicht vor Willkür gesichert... nicht solange s zb mündliche noten gibt... oder "spiele" wie das weiter vorn erwänte Mathe-Duell...

Solange die Benotung bei einem Lehrer,also Menschen liegt wird es immer Willkür, Bevorzugung und Benachteiligung geben. Unabhängig vom Fach.
Obsidian
15967 Beiträge
26.06.2015 12:07
Zitat von silbermarie:

Zitat von Marf:

Marie,ich lehn mich mal weit aus dem Fenster....du hast mal in einem anderen Thread geschrieben das du,trotz schlechtem Benehmen usw. eigentlich immer gute Noten bekommen hast von den Lehrern und sie dir viel durchgehen liesen aufgrund deiner guten Leistungen.....und nun hast in Sport diese 'Sonderbehandlung' nicht bekommen....weil da eine erbrachte Leistung komplett offen sichtbar,messbar ist.Und nicht durch eine gekonnte Interpretation o.so vom Lehrer mit einem zugedruckten Auge bewertet werden kann.
100m in 3 Minuten sind eben grottenschlecht....und wenn man wie ein nasser Sack an den Ringen baumelt kann der Lehrer noch so wohlwollend sein...nix isses mit einer 1.
Dazu noch ein paar dummer Sprüche und schon ist es ein doofes Fach.
Das aber der in theoretischen Fächer weniger Begabte sich im Unterricht genauso fühlen muss, während du dasitzt und machen kannst was du möchtest ,ist genauso unfair und führt dazu das dieser Schüler diese Fächer auch scheisse findet.
Es ist immer eine Betrachtung aus der andren Perspektive wert,denke ich.
Und Sport hat etwas mit Disziplin,mit Leistung,Ausdauer und Gemeinschaft zu tun....ich denke das diese Eigenschaften oft mehr wert sind als das Wissen um Formeln die man auch nur höchst selten im späteren Leben benötigt .
Deswegen finde ich Sport und auch die BJS gut und richtig.Sie fordern und die Leistung ist durch nichts zu vertuschen was das Ganze zu dem macht was es ist....ein Sportfest für Kinder,die dies alles noch lernen müssen.


Marf, ich hab in keinem Wort behauptet, dass ich diese Behandlung fair fand. Es war nicht fair den weniger begabten Kindern gegenüber, dass ich mir mehr herausnehmen durfte, aber das war nicht mein Verschulden, sondern das der Lehrer. Ich habe es nur weidlich ausgenutzt.
Trotzdem musste ich aber auch häufig Dinge tun, die ich als "Strafarbeit" empfunden habe... zum Beispiel extra Aufgaben machen, wenn ich *zu früh* fertig war.
Und das Gerede von "Leistung vertuschen" finde ich auch daneben. Auch in anderen Fächern kann man nicht vertuschen. Eine Gedichtinterpretation ist in ihrer Bewertung lange nicht so willkürlich, wie es scheint, auch da gibt es Parameter, an denen gemessen wird - und das ist weniger, ob dem Lehrer der Ausdruck gefällt, sondern ob theoretisches Wissen über die Epoche und den Autor angewandt wird, ob Stilmittel und deren Bedeutung erkannt werden und so weiter. Auch wenn viele Eltern immer denken, dass der Lehrer danach bewertet, ob es sich spannend lesen lässt

Sportlich gute Leistungen zu vollbringen ist keine "Leistung". Es ist einfach Glück, die körperlichen Voraussetzungen zu haben, die Aufgaben zu bewältigen. Die, die wirklich gut in Sport sind, sind nämlich selten die, die sich dafür großartig anstrengen müssen. Sie können es einfach. Genau, wie einer eben singen kann und der andere nicht (Benotung auf Gesang finde ich genau so unfair, obwohl ich da immer eine 1 hatte und kein Problem damit hatte, vor der Klasse zu singen).

... und bevor der Einwand kommt: Wenn man das jetzt aufs Intellektuelle übertragen will - also von wegen, ein Schüler mag eben auch nicht das Glück haben, die intellektuellen Voraussetzungen zu haben, um im Unterricht mitzukommen - dann ist er schlicht und ergreifend auf der falschen Schulform.


Ne, das stimmt so nicht. Ein grundsätzliches Talent hat man zwar oder nicht, aber um ein guter Läufer, Basketballspieler, Geiger oder Sänger zu sein, muss man hart und ausdauernd trainieren.
Obsidian
15967 Beiträge
26.06.2015 12:10
Ich finde es übrigens ungläubig erfreulich, dass hier anscheinend so viele Mütter unterwegs sind, deren Kinder in ihren Klassen nicht von Mobbing betroffen sind. Meine Schulzeit war ein grausamer Spießrutenlauf. Wäre ja schön, wenn Schulsystem und die Entwicklung der Gesellschaft sich da inzwischen verbessert hätten. Ich bleibe skeptisch. Werds ja in 6 Jahren sehen...
Seramonchen
37807 Beiträge
26.06.2015 12:10
Ich finde es nicht gut. Habe jetzt alles hier gelesen und der grundtenor der Beiträge gegen die bjs ist, dass die, die es nicht können, möglicherweise gemobbt werden. Was aber ist mit den Schülern, die in anderen Fächern nicht so gut sind und gerade aus Sport und solchen Wettbewerben Selbstbewusstsein und Motivation ziehen? Jeder Mensch hat Begabungen und jeder ist auch bis zu einem gewissen Grad in der Lage, Dinge zu erlernen - auch Sport. Ich konnte auch nicht von Anfang an gut Tennis spielen sondern hab es über hartes Training gelernt. Also muss man Sport ja auch lernen können.
26.06.2015 12:11
Zitat von DieW:

Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

ich schließe mich Anja an. Allerdings würde ich Benotungen im Sportunterricht, in Musik (wenn es denn um das Singen selbst geht) und in Kunst (wenn es um das Malen ansich geht) abschaffen.
Warum? Das sind Talente, sonst nichts. Nichts, was man lernen kann.

Und ich finde: Wenn ein sportliches Kind die Kletterstange hoch soll, steht es auf, klettert fix hoch, setzt sich wieder hin. Keine besondere Sache für es und eben damit keine herausragende Leistung.
Wenn aber das etwas fülligere oder ängstliche Kind die Kletterstange hoch soll, dann ist es für diese Kinder schon eine enorme Leistung, wenn sie aufstehen, an die Stange gehen, sich versuchen hochzuziehen und dann ev. auch 50 cm hoch kommen. Mehr schafft es einfach nicht, obwohl es den Willen hat, obwohl es sich anstrengt ohne Ende und obwohl es ihn körperlich einiges abverlangt. Aber da bekommt es trotzdem nur eine 4. Dabei hat dieses Kind MEHR geleistet, als sein sportlicher Mitschüler. Wird aber u.U. für die herausragende Leistung ausgelacht. Von der Motivation, das nächste Mal aufzustehen und es wieder zu probieren mal ganz abgesehen. ICH würde es dann nämlcih gleich lassen. Bekomm ich halt ne 6.. dafür aber keinen Spott.
Und so zieht sich durch den Sportunterricht und durch die Bundesjugendspiele eben auch. UNd ja, ich unterschreib die Petition. Find ich nämlich gut.


Kunst und Musik sind Unterrichtsfächer,die ich unsagbar schlecht zu benoten finde.Ein Referat über einen Künstler vielleicht grad noch, aber jeder Mensch sieht hinter Kunstwerken ja was anders.Vom Talent zu singen oder malen mal ganz abgesehen.


Naja, in Kunst lernen sie ja auch die Epochen, wann welcher Stil vorherrschte, wie er entstand, welche Künstler dazugehören usw. Das sind schon Dinge, die JEDES Kind lernen kann, daher finde ich da eine Bewertung auch gerecht. Dasselbe gilt in Musik für die Notenlehre, für die Künstler und ihre Werke usw. Aber wer nicht singen kann, der kann es eben nicht. Und wer nicht malen kann, dem nützt die Technik herzlich wenig. Ich möchte DEN Lehrer sehen, der erkennt, dass das Kind die Technik verstanden hat, aber die Umsetzung auf Grund fehlender motorischer Fähigkeiten eben nicht ausführen kann und trotzdem eine 1 gibt, eben weil er ja die Technik verstanden hat. Das gibt es einfach nicht. Von daher kann man da auch nichts lernen. Und Bewertungen sind für die Katz.
Seramonchen
37807 Beiträge
26.06.2015 12:12
Zitat von Obsidian:

Ich finde es übrigens ungläubig erfreulich, dass hier anscheinend so viele Mütter unterwegs sind, deren Kinder in ihren Klassen nicht von Mobbing betroffen sind. Meine Schulzeit war ein grausamer Spießrutenlauf. Wäre ja schön, wenn Schulsystem und die Entwicklung der Gesellschaft sich da inzwischen verbessert hätten. Ich bleibe skeptisch. Werds ja in 6 Jahren sehen...


Ich kann nur für meine Tochter sprechen. Sie ist jetzt 5. klasse und es wird viel Prävention betrieben. Es gab spezielle elternversammlungen und sie hat mir noch nie von Mobbing berichtet. Das heißt nicht, dass es das nicht mehr gibt aber zumindest an der Schule scheinen sie viel dafür zu tun, dass es nicht zum Mobbing kommt.
Seramonchen
37807 Beiträge
26.06.2015 12:14
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von DieW:

Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

ich schließe mich Anja an. Allerdings würde ich Benotungen im Sportunterricht, in Musik (wenn es denn um das Singen selbst geht) und in Kunst (wenn es um das Malen ansich geht) abschaffen.
Warum? Das sind Talente, sonst nichts. Nichts, was man lernen kann.

Und ich finde: Wenn ein sportliches Kind die Kletterstange hoch soll, steht es auf, klettert fix hoch, setzt sich wieder hin. Keine besondere Sache für es und eben damit keine herausragende Leistung.
Wenn aber das etwas fülligere oder ängstliche Kind die Kletterstange hoch soll, dann ist es für diese Kinder schon eine enorme Leistung, wenn sie aufstehen, an die Stange gehen, sich versuchen hochzuziehen und dann ev. auch 50 cm hoch kommen. Mehr schafft es einfach nicht, obwohl es den Willen hat, obwohl es sich anstrengt ohne Ende und obwohl es ihn körperlich einiges abverlangt. Aber da bekommt es trotzdem nur eine 4. Dabei hat dieses Kind MEHR geleistet, als sein sportlicher Mitschüler. Wird aber u.U. für die herausragende Leistung ausgelacht. Von der Motivation, das nächste Mal aufzustehen und es wieder zu probieren mal ganz abgesehen. ICH würde es dann nämlcih gleich lassen. Bekomm ich halt ne 6.. dafür aber keinen Spott.
Und so zieht sich durch den Sportunterricht und durch die Bundesjugendspiele eben auch. UNd ja, ich unterschreib die Petition. Find ich nämlich gut.


Kunst und Musik sind Unterrichtsfächer,die ich unsagbar schlecht zu benoten finde.Ein Referat über einen Künstler vielleicht grad noch, aber jeder Mensch sieht hinter Kunstwerken ja was anders.Vom Talent zu singen oder malen mal ganz abgesehen.


Naja, in Kunst lernen sie ja auch die Epochen, wann welcher Stil vorherrschte, wie er entstand, welche Künstler dazugehören usw. Das sind schon Dinge, die JEDES Kind lernen kann, daher finde ich da eine Bewertung auch gerecht. Dasselbe gilt in Musik für die Notenlehre, für die Künstler und ihre Werke usw. Aber wer nicht singen kann, der kann es eben nicht. Und wer nicht malen kann, dem nützt die Technik herzlich wenig. Ich möchte DEN Lehrer sehen, der erkennt, dass das Kind die Technik verstanden hat, aber die Umsetzung auf Grund fehlender motorischer Fähigkeiten eben nicht ausführen kann und trotzdem eine 1 gibt, eben weil er ja die Technik verstanden hat. Das gibt es einfach nicht. Von daher kann man da auch nichts lernen. Und Bewertungen sind für die Katz.


Doch das gibt es - gerade bei der großen gewesen. Sie haben eine Technik gelernt Figuren wie Micky Maus und Donald duck zu malen und es wurde die Umsetzung der Technik bewertet.
26.06.2015 12:15
Das Schulsystem ist doch eh nicht prall,oder?
Ich zumindest empfinde es so.
Grundwissen muss vermittelt werden-keine Frage.Aber ab einem gewissen Zeitpunkt sollte eher interessenorientierter unterrichtet werden.Wahlpflicht oder wie auch immer.
Vielleicht denke ich auch zu naiv,aber mir als Krankenschwester hat weder Sport,Musik noch Französisch viel geholfen.
26.06.2015 12:15
Habe es jetzt nicht gelesen... Aber ich selber fühlte mich auch immer extrem gedemütigt, kannst du nicht so schnell laufen weit werfen oder stellst dich blöde beim Springen an, es stehen alle daneben und lachen.

Ob es deswegen jetzt abgeschafft werden muss weiß ich nicht, aber schön ist es auch nicht
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