Hausfrau oder was seid ihr
26.01.2018 11:27
Zitat von anjelna:nenne mir ein beispiel...
Zitat von Viala:
Zitat von anjelna:
Zitat von Seramonchen:
...
So gut wie gar keine. Aber man kann einfach bestimmte Dinge nicht machen und erleben, weil sie Geldkosten und somit bleiben einen bestimmte Dinge verschlossen die den Horizont und das Wissen erweitern. Traurge aber wahre Lebensrealität.
Gerade DAS braucht kein geld... oder zumindest nicht viel![]()
leider doch
bedenke dabei, dass reisen und co. nicht zwingend den horizont erweitert... und dass man das, was man an wissen dort erlernt, auch effektiver auf anderen wegen finden kann
26.01.2018 11:28
Ich bin beides. Arbeite in Teilzeit und mach den Haushalt und manage die Kinder. Ich kann aber nur arbeiten, weil mich mein so klasse unterstützt. „Nur“ zu Hause sein, kann ich nicht. Ich arbeite gern und dies ist gleichzeitig meine Abwechslung zum Alltag. Wir leben gut damit und ja, natürlich brauchen wir auch mein Gehalt.
26.01.2018 11:29
Ist sicher von Person zu Person unterschiedlich, aber nur weil ich physisch bei meinem Kind bin,muss das nicht gleichbedeutend sein, dass ich auch für mein Kind da bin, mich mit ihm beschäftige.
Wenn den ganzen Tag TV, PC und Handy in Betrieb sind, zählt das für mich gar nicht und da wäre das Kind sicher in ner Kita besser aufgehoben.
Wird hier sicher niemand "hier ich!" Schreien, aber ist ganz bestimmt oft der Fall.
-
Private Rente, zweifellos, hab ich zusätzlich auch.
-
Ich denke man kann sich in jedem Thema irgendwo fest fahren und es kommen immer neue Argumente.
Aber für mich ist Hausfrauendasein ein No-Go. Aber ich kenne auch nur mein Leben.
Wenn die Vollzeithausfrauen der Meinung sind, dass sie in einigen Jahren, wenn die Kinder gross sind, auch noch ne herausfordernde Aufgabe für sich finden ist ja alles gut.
Wenn den ganzen Tag TV, PC und Handy in Betrieb sind, zählt das für mich gar nicht und da wäre das Kind sicher in ner Kita besser aufgehoben.
Wird hier sicher niemand "hier ich!" Schreien, aber ist ganz bestimmt oft der Fall.
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Private Rente, zweifellos, hab ich zusätzlich auch.
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Ich denke man kann sich in jedem Thema irgendwo fest fahren und es kommen immer neue Argumente.
Aber für mich ist Hausfrauendasein ein No-Go. Aber ich kenne auch nur mein Leben.
Wenn die Vollzeithausfrauen der Meinung sind, dass sie in einigen Jahren, wenn die Kinder gross sind, auch noch ne herausfordernde Aufgabe für sich finden ist ja alles gut.
26.01.2018 11:31
Zitat von Viala:
Zitat von anjelna:nenne mir ein beispiel...
Zitat von Viala:
Zitat von anjelna:
...
Gerade DAS braucht kein geld... oder zumindest nicht viel![]()
leider doch
bedenke dabei, dass reisen und co. nicht zwingend den horizont erweitert... und dass man das, was man an wissen dort erlernt, auch effektiver auf anderen wegen finden kann![]()
Erleben erweitert immer den Horizont. Sprache, wie efektiver lernen. Kultur und Geschichte, wie efektiver erlernen als durch erleben? Kind will Klavier Unterricht nehmen, wovon kauft man das Klavier?
26.01.2018 11:33
Zitat von anjelna:
Zitat von Seramonchen:
Zitat von anjelna:
Zitat von Seramonchen:
...
So gut wie gar keine. Aber man kann einfach bestimmte Dinge nicht machen und erleben, weil sie Geldkosten und somit bleiben einen bestimmte Dinge verschlossen die den Horizont und das Wissen erweitern. Traurge aber wahre Lebensrealität.
Sehe ich anders und kann so allgemeingültig in meinen Augen nicht als Realität dargestellt werden![]()
Aha, Reisen und Sprachen erleben, Theater oder Opern besuche. Ozeaneum usw. usw. lernen durch erleben. es gibt nur wenig Ländern in dem der schulische Erfolg soviel von dem Wohlstand un der Bildung der Eltern abhängt wie in Deutschland. Davor kann man nicht ide Augen verschließen
Ich war bis heute in keiner Oper und bin nicht gerade dumm. Kindertheater ist kein muss in meinen Augen, aber wenn es für dich der horizonterweiterung dient: ist hier schon für wenige Euro zu bekommen. Kann ich aber auch zu Hause oder in der Natur selbst mit den Kindern nachstellen. Stichwort Kreativität. Reisen sind nicht unbedingt notwendig, um den Horizont zu erweitern. Wir reisen inzwischen viel, Fremdsprachen hat die große aber dann doch eher in der Schule erlernt als beim Sommerurlaub auf Mallorca oder in den USA
Bildung ist nämlich allen Kindern zugänglich, auch denen, deren Eltern nicht reich sind. Man muss sich da natürlich auch drum kümmern, aber dafür braucht man Zeit für die Kinder -> ein Teufelskreis
26.01.2018 11:34
Zitat von Ana_Tidaephobie:
Ist sicher von Person zu Person unterschiedlich, aber nur weil ich physisch bei meinem Kind bin,muss das nicht gleichbedeutend sein, dass ich auch für mein Kind da bin, mich mit ihm beschäftige.
Wenn den ganzen Tag TV, PC und Handy in Betrieb sind, zählt das für mich gar nicht und da wäre das Kind sicher in ner Kita besser aufgehoben.
Wird hier sicher niemand "hier ich!" Schreien, aber ist ganz bestimmt oft der Fall.
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Private Rente, zweifellos, hab ich zusätzlich auch.
-
Ich denke man kann sich in jedem Thema irgendwo fest fahren und es kommen immer neue Argumente.
Aber für mich ist Hausfrauendasein ein No-Go. Aber ich kenne auch nur mein Leben.
Wenn die Vollzeithausfrauen der Meinung sind, dass sie in einigen Jahren, wenn die Kinder gross sind, auch noch ne herausfordernde Aufgabe für sich finden ist ja alles gut.
Klar und genauso oft ist es auch ganz bestimmt nicht der Fall. Wer kann sich darüber schon ein Urteil erlauben, wenn er die Menschen nicht kennt?
26.01.2018 11:37
Anders gefragt, die Mütter, deren Männer gut genug verdienen, damit sie heim bleiben können.
Angenommen der Mann verdient nicht mehr so gut oder hätte von Anfang an nicht viel mehr verdient als der Durchschnitt.
Würdet ihr dann entgegen eurer Prinzipien arbeiten gehen?
Oder wie kommt man aus dieser Zwickmühle sonst raus.
Ist ja erstmal schon ein Privileg, wenn der Mann so gut verdient, dass alles davon gedeckt ist.
Angenommen der Mann verdient nicht mehr so gut oder hätte von Anfang an nicht viel mehr verdient als der Durchschnitt.
Würdet ihr dann entgegen eurer Prinzipien arbeiten gehen?
Oder wie kommt man aus dieser Zwickmühle sonst raus.
Ist ja erstmal schon ein Privileg, wenn der Mann so gut verdient, dass alles davon gedeckt ist.
26.01.2018 11:38
Zitat von Seramonchen:
Zitat von anjelna:
Zitat von Seramonchen:
Zitat von anjelna:
...
Sehe ich anders und kann so allgemeingültig in meinen Augen nicht als Realität dargestellt werden![]()
Aha, Reisen und Sprachen erleben, Theater oder Opern besuche. Ozeaneum usw. usw. lernen durch erleben. es gibt nur wenig Ländern in dem der schulische Erfolg soviel von dem Wohlstand un der Bildung der Eltern abhängt wie in Deutschland. Davor kann man nicht ide Augen verschließen
Ich war bis heute in keiner Oper und bin nicht gerade dumm. Kindertheater ist kein muss in meinen Augen, aber wenn es für dich der horizonterweiterung dient: ist hier schon für wenige Euro zu bekommen. Kann ich aber auch zu Hause oder in der Natur selbst mit den Kindern nachstellen. Stichwort Kreativität. Reisen sind nicht unbedingt notwendig, um den Horizont zu erweitern. Wir reisen inzwischen viel, Fremdsprachen hat die große aber dann doch eher in der Schule erlernt als beim Sommerurlaub auf Mallorca oder in den USABildung ist nämlich allen Kindern zugänglich, auch denen, deren Eltern nicht reich sind. Man muss sich da natürlich auch drum kümmern, aber dafür braucht man Zeit für die Kinder -> ein Teufelskreis
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Am besten lernt man Spachen indem man sich länger in einem Land aufhält zb Auslandssemster. mit Schulenglisch hat noch niemand fließend eine Sprache erlernt. Wer sagt denn das arbeitende Eltern sich nicht um Ihre Kinder kümmern? Aber es ist müsßig weil wir unterschieldiche Horizonte haben. Sie enden einfach an einem anderen Brennpunkt. das ist aber nicht weiter wild. Entscheidend ist das man sich wohlfühlt und das die eigenen Entscheidungen keine signifikanten Enschrenkungen für die Kinder bedeuten.
26.01.2018 11:43
Zitat von Ana_Tidaephobie:
Anders gefragt, die Mütter, deren Männer gut genug verdienen, damit sie heim bleiben können.
Angenommen der Mann verdient nicht mehr so gut oder hätte von Anfang an nicht viel mehr verdient als der Durchschnitt.
Würdet ihr dann entgegen eurer Prinzipien arbeiten gehen?
Oder wie kommt man aus dieser Zwickmühle sonst raus.
Ist ja erstmal schon ein Privileg, wenn der Mann so gut verdient, dass alles davon gedeckt ist.
Dann hätte ich einen anderen Lebensstandard und wäre dennoch zuhause. Zumindest bis das Kind bereit für die Betreuung ist. Und dann würde ich wohl teilweise arbeiten. Eventuell auch in der Zeit, in der der Papa betreuen kann. Aber nicht Vollzeit. Da mach ich lieber woanders Abstriche.
26.01.2018 11:44
Zitat von anjelna:man kann dinge gebraucht kaufen oder mieten? (vor allem: wir haben ein großes haus, 170m² und trotzdem könnte ich hier klein klavier aufstellen
Zitat von Viala:
Zitat von anjelna:nenne mir ein beispiel...
Zitat von Viala:
...
leider doch
bedenke dabei, dass reisen und co. nicht zwingend den horizont erweitert... und dass man das, was man an wissen dort erlernt, auch effektiver auf anderen wegen finden kann![]()
Erleben erweitert immer den Horizont. Sprache, wie efektiver lernen. Kultur und Geschichte, wie efektiver erlernen als durch erleben? Kind will Klavier Unterricht nehmen, wovon kauft man das Klavier?
selbst geschenkt nicht... als gäbe es ein keyboard)... es gibt möglichkeiten, sprachen zu lernen, die bezahlbar sind... (vor allem habe ich noch nie vor ort sprachen gelernt... ich hatte spanisch in der schule... habe aber aus spanien im urlaub nicht ein wort mehr heim gebracht
) ich bin nicht in der welt herumgereist, habe dennoch - finde ich - ein recht umfangreiches wissen und bin vor allem auch weltoffen und tolerant... es ist nciht so, dass man ohne persönliches erfahren vor ort einen beschränkten horizont hat
achja... theater und musicals hab ich einige auch durch... gezwungener maßen... war nett, würde mir aber auch nicht fehlen... ganz ehrlich... und oper zb reizt mich ncihtmal... in ein konzert von vivaldi und bach, ja... aber oper? neeeeee...
26.01.2018 11:46
Zitat von Viala:
Zitat von anjelna:man kann dinge gebraucht kaufen oder mieten? (vor allem: wir haben ein großes haus, 170m² und trotzdem könnte ich hier klein klavier aufstellen
Zitat von Viala:
Zitat von anjelna:nenne mir ein beispiel...
...
bedenke dabei, dass reisen und co. nicht zwingend den horizont erweitert... und dass man das, was man an wissen dort erlernt, auch effektiver auf anderen wegen finden kann![]()
Erleben erweitert immer den Horizont. Sprache, wie efektiver lernen. Kultur und Geschichte, wie efektiver erlernen als durch erleben? Kind will Klavier Unterricht nehmen, wovon kauft man das Klavier?
selbst geschenkt nicht... als gäbe es ein keyboard)... es gibt möglichkeiten, sprachen zu lernen, die bezahlbar sind... (vor allem habe ich noch nie vor ort sprachen gelernt... ich hatte spanisch in der schule... habe aber aus spanien im urlaub nicht ein wort mehr heim gebracht
)
ich bin nicht in der welt herumgereist, habe dennoch - finde ich - ein recht umfangreiches wissen und bin vor allem auch weltoffen und tolerant... es ist nciht so, dass man ohne persönliches erfahren vor ort einen beschränkten horizont hat![]()
achja... theater und musicals hab ich einige auch durch... gezwungener maßen... war nett, würde mir aber auch nicht fehlen... ganz ehrlich... und oper zb reizt mich ncihtmal... in ein konzert von vivaldi und bach, ja... aber oper? neeeeee...![]()
Ist nicht wirklich relevant aber darf ich aus Neugierde mal fragen was Du für eine Ausbildung hast?
26.01.2018 11:48
Also, ich erkläre auch gerne mein Hausfrauendasein.
Ich habe auf Lehramt studiert, hab danach aber noch eine Ausbildung als Buchhändlerin angehängt, weil ich da wesentlich mehr Freude bei empfunden habe. Falls dich noch interessiert Ana, ich war schon immer der kleine Nerd, der lieber die Nase in Geschichtsbücher gesteckt hat und die Eltern genötigt hat, am Wochenende Ausflüge zu sämtlichen historischen Stätten der Umgebung zu machen.
Warum bin ich aktuell Hausfrau? Ich halte 0,0% von Fremdbetreuung unter drei Jahre. Da gehören Kinder in einen festen und sicheren Personenkreis: die Familie, oder wie Nian das neulich so schön symbolisierte: ins eigene Dorf.
Ja, es gibt Mütter, die müssen nach einem Jahr wieder arbeiten, weil das Geld an allen Ecken und Enden fehlt, ich verurteile da niemanden.
Aber ich bin von Zuhause aus anders erzogen worden, ich habe diesen Luxus, den unsere Mama uns geboten hat, geliebt! Ich möchte das für meine Kinder auch, selbst wenn sie dann in den Kindergarten gehen.
Wie sieht es bei uns finanziell aus: sehr gut.
Ich bin nach wie vor ein Geschichtsfreak und auch sonst an Politik, Wissen und Co. interessiert. Kommt es zu kurz? Nö, warum? Selbst ohne Geld könnte ich meinen Wissenstand täglich erweitern.
Wie sieht unser Alltag aus? Sehr schön. Ich war seit meiner Kindheit nicht mehr so frei und glücklich in meinem Leben, wie aktuell. Ich hab zwei bezaubernde Kinder, deren Alltag ich jeden Tag gestalten darf und kann, wie wir uns das wünschen. Ich muss mich nach gar niemandem richten.
Wir schlafen bis mindestens 9 Uhr aus (die Kinder meist länger), wir frühstücken in Ruhe zusammen, richten uns und dann machen wir jeden Tag was uns passt. Spielplatz, jede Menge Ausflüge, Museen, wir besuchen lieb gewonnene andere Mütter, (hier sind übrigens fast alle bis zum 4. Lebensjahr des Kindes daheim und da hier auch fast keiner Einzelkinder hat, sind es gleich locker 6 Jahre und mehr Elternzeit) wir lesen Bücher und gehen gemeinsam schon den ersten Wissensthemen auf den Grund, weil er dafür immer mehr Interesse zeigt. Besser kann ihn kein Kindergarten fördern.
Aber ich bin dennoch der Meinung, dass der Kindergarten total schön ist und mein Kind dort viel Spaß haben wird, deswegen darf er auch püntklich zum dritten Geburtstag gehen. Dann hab ich morgens dennoch den Kleinen daheim.
Spielt mein Kind für sich und das tut er öfters am Tag, dann kann ich hier schrieben, lese aber meistens ein Buch (oft wieder zum Thema Geschichte).
Hausarbeit nimmt bei uns tatsächlich nicht mehr als eine Stunde täglich ein, weil man einfach immer dahinter her ist. Abends kommt nochmal aufräumen dazu und bei Bügelwäsche kann sie auch mal länger dauern. Meist an Regentagen, ich kann nämlich auch gerne gestapelte Wäsche im Nebenraum unterbringen, wenn der Tag zu schön dafür ist.
Was würde mir die Arbeit geben, was ich jetzt nicht habe? Nichts, ehrlich gesagt. Was denn? Ja, mein Beruf ist schön, ich hab eine tolle Chefin und ein super Team. Mit Bücher zu arbeiten ist die helle Freude. Aber nichts, absolut nichts kommt an die gemeinsame Zeit mit meinen Kindern ran. Also gewinne ich damit nichts.
Kurz gefasst: wir erlauben uns alles, wie vor den Kindern. Urlaube, Ausflüge, Wissenserweiterung.
Es ist alles nur noch schöner und noch besser geworden.
Finanziell mach ich mir gar keine Sorgen. Es klappt super, wir sparen sogar monatlich immer noch an. Auf meine Rente hoff ich tatsächlich nicht und selbst wenn ich einen kleinen Betrag bekomme, dann hab ich dennoch privat vorgesorgt (private Renteneinzahlung, Lebensversicherung, Sparkonten, Hauskauf etc.). Da hab ich somit gar keine Angst vor.
Selbst bei einer Scheidung wäre ich abgesichert. Aber daran denk ich gar nicht. Es läuft seit 8 Jahren perfekt und das wird es hoffentlich die nächsten Jahre auch noch.
Das ist keine Rechtfertigung, nur ein Einblick in unseren Alltag. Weder sitz ich hier verkümmert und ungeschminkt rum, noch ist mein Gehirn zu einer Rosine vertrocknet.
Ich habe auf Lehramt studiert, hab danach aber noch eine Ausbildung als Buchhändlerin angehängt, weil ich da wesentlich mehr Freude bei empfunden habe. Falls dich noch interessiert Ana, ich war schon immer der kleine Nerd, der lieber die Nase in Geschichtsbücher gesteckt hat und die Eltern genötigt hat, am Wochenende Ausflüge zu sämtlichen historischen Stätten der Umgebung zu machen.
Warum bin ich aktuell Hausfrau? Ich halte 0,0% von Fremdbetreuung unter drei Jahre. Da gehören Kinder in einen festen und sicheren Personenkreis: die Familie, oder wie Nian das neulich so schön symbolisierte: ins eigene Dorf.
Ja, es gibt Mütter, die müssen nach einem Jahr wieder arbeiten, weil das Geld an allen Ecken und Enden fehlt, ich verurteile da niemanden. Aber ich bin von Zuhause aus anders erzogen worden, ich habe diesen Luxus, den unsere Mama uns geboten hat, geliebt! Ich möchte das für meine Kinder auch, selbst wenn sie dann in den Kindergarten gehen.
Wie sieht es bei uns finanziell aus: sehr gut.
Ich bin nach wie vor ein Geschichtsfreak und auch sonst an Politik, Wissen und Co. interessiert. Kommt es zu kurz? Nö, warum? Selbst ohne Geld könnte ich meinen Wissenstand täglich erweitern. Wie sieht unser Alltag aus? Sehr schön. Ich war seit meiner Kindheit nicht mehr so frei und glücklich in meinem Leben, wie aktuell. Ich hab zwei bezaubernde Kinder, deren Alltag ich jeden Tag gestalten darf und kann, wie wir uns das wünschen. Ich muss mich nach gar niemandem richten.
Wir schlafen bis mindestens 9 Uhr aus (die Kinder meist länger), wir frühstücken in Ruhe zusammen, richten uns und dann machen wir jeden Tag was uns passt. Spielplatz, jede Menge Ausflüge, Museen, wir besuchen lieb gewonnene andere Mütter, (hier sind übrigens fast alle bis zum 4. Lebensjahr des Kindes daheim und da hier auch fast keiner Einzelkinder hat, sind es gleich locker 6 Jahre und mehr Elternzeit) wir lesen Bücher und gehen gemeinsam schon den ersten Wissensthemen auf den Grund, weil er dafür immer mehr Interesse zeigt. Besser kann ihn kein Kindergarten fördern.
Aber ich bin dennoch der Meinung, dass der Kindergarten total schön ist und mein Kind dort viel Spaß haben wird, deswegen darf er auch püntklich zum dritten Geburtstag gehen. Dann hab ich morgens dennoch den Kleinen daheim.
Spielt mein Kind für sich und das tut er öfters am Tag, dann kann ich hier schrieben, lese aber meistens ein Buch (oft wieder zum Thema Geschichte).
Hausarbeit nimmt bei uns tatsächlich nicht mehr als eine Stunde täglich ein, weil man einfach immer dahinter her ist. Abends kommt nochmal aufräumen dazu und bei Bügelwäsche kann sie auch mal länger dauern. Meist an Regentagen, ich kann nämlich auch gerne gestapelte Wäsche im Nebenraum unterbringen, wenn der Tag zu schön dafür ist.
Was würde mir die Arbeit geben, was ich jetzt nicht habe? Nichts, ehrlich gesagt. Was denn? Ja, mein Beruf ist schön, ich hab eine tolle Chefin und ein super Team. Mit Bücher zu arbeiten ist die helle Freude. Aber nichts, absolut nichts kommt an die gemeinsame Zeit mit meinen Kindern ran. Also gewinne ich damit nichts.
Kurz gefasst: wir erlauben uns alles, wie vor den Kindern. Urlaube, Ausflüge, Wissenserweiterung.
Es ist alles nur noch schöner und noch besser geworden. Finanziell mach ich mir gar keine Sorgen. Es klappt super, wir sparen sogar monatlich immer noch an. Auf meine Rente hoff ich tatsächlich nicht und selbst wenn ich einen kleinen Betrag bekomme, dann hab ich dennoch privat vorgesorgt (private Renteneinzahlung, Lebensversicherung, Sparkonten, Hauskauf etc.). Da hab ich somit gar keine Angst vor.
Selbst bei einer Scheidung wäre ich abgesichert. Aber daran denk ich gar nicht. Es läuft seit 8 Jahren perfekt und das wird es hoffentlich die nächsten Jahre auch noch.
Das ist keine Rechtfertigung, nur ein Einblick in unseren Alltag. Weder sitz ich hier verkümmert und ungeschminkt rum, noch ist mein Gehirn zu einer Rosine vertrocknet.
26.01.2018 11:48
Zitat von Ana_Tidaephobie:
Anders gefragt, die Mütter, deren Männer gut genug verdienen, damit sie heim bleiben können.
Angenommen der Mann verdient nicht mehr so gut oder hätte von Anfang an nicht viel mehr verdient als der Durchschnitt.
Würdet ihr dann entgegen eurer Prinzipien arbeiten gehen?
Oder wie kommt man aus dieser Zwickmühle sonst raus.
Ist ja erstmal schon ein Privileg, wenn der Mann so gut verdient, dass alles davon gedeckt ist.
Mein Mann ist Bäckermeister... in einer mittelständischen bäckerei in norddeutschland. Er ist definitiv kein großverdiener...
Wir sind von haus aber bescheiden und streben nach einfachen dingen. Der einzige Luxus, der für uns essentiell ist, ist ein freistehendes Haus. Und dank kluger entscheidungen fahren wir damit derzeit günstiger als wir mit einer Wohnung täten... sicher wäre ein schön renoviertes haus mit moderner technik toll... aber das ist für uns kein muss...
und klar, wenn mein mann seine arbeit verlieren würde und ncihts fände, würde ich arbeiten gehen und er bleibt ggfs. zuhause...
wäre uns stillen nicht so wichtig gewesen und mein job näher dran gewesen (ich saß allein 3h/tag nur in der bahn
), wäre er daheim gewesen und ich hätte ide brötchen verdient...
26.01.2018 11:49
Zitat von anjelna:Ich habe kauffrau für bürokommunikation gelernt, wieso?
Zitat von Viala:
Zitat von anjelna:man kann dinge gebraucht kaufen oder mieten? (vor allem: wir haben ein großes haus, 170m² und trotzdem könnte ich hier klein klavier aufstellen
Zitat von Viala:
...
Erleben erweitert immer den Horizont. Sprache, wie efektiver lernen. Kultur und Geschichte, wie efektiver erlernen als durch erleben? Kind will Klavier Unterricht nehmen, wovon kauft man das Klavier?
selbst geschenkt nicht... als gäbe es ein keyboard)... es gibt möglichkeiten, sprachen zu lernen, die bezahlbar sind... (vor allem habe ich noch nie vor ort sprachen gelernt... ich hatte spanisch in der schule... habe aber aus spanien im urlaub nicht ein wort mehr heim gebracht
)
ich bin nicht in der welt herumgereist, habe dennoch - finde ich - ein recht umfangreiches wissen und bin vor allem auch weltoffen und tolerant... es ist nciht so, dass man ohne persönliches erfahren vor ort einen beschränkten horizont hat![]()
achja... theater und musicals hab ich einige auch durch... gezwungener maßen... war nett, würde mir aber auch nicht fehlen... ganz ehrlich... und oper zb reizt mich ncihtmal... in ein konzert von vivaldi und bach, ja... aber oper? neeeeee...![]()
Ist nicht wirklich relevant aber darf ich aus Neugierde mal fragen was Du für eine Ausbildung hast?
26.01.2018 11:50
Zitat von Viala:
Zitat von anjelna:man kann dinge gebraucht kaufen oder mieten? (vor allem: wir haben ein großes haus, 170m² und trotzdem könnte ich hier klein klavier aufstellen
Zitat von Viala:
Zitat von anjelna:nenne mir ein beispiel...
...
bedenke dabei, dass reisen und co. nicht zwingend den horizont erweitert... und dass man das, was man an wissen dort erlernt, auch effektiver auf anderen wegen finden kann![]()
Erleben erweitert immer den Horizont. Sprache, wie efektiver lernen. Kultur und Geschichte, wie efektiver erlernen als durch erleben? Kind will Klavier Unterricht nehmen, wovon kauft man das Klavier?
selbst geschenkt nicht... als gäbe es ein keyboard)... es gibt möglichkeiten, sprachen zu lernen, die bezahlbar sind... (vor allem habe ich noch nie vor ort sprachen gelernt... ich hatte spanisch in der schule... habe aber aus spanien im urlaub nicht ein wort mehr heim gebracht
)
ich bin nicht in der welt herumgereist, habe dennoch - finde ich - ein recht umfangreiches wissen und bin vor allem auch weltoffen und tolerant... es ist nciht so, dass man ohne persönliches erfahren vor ort einen beschränkten horizont hat![]()
achja... theater und musicals hab ich einige auch durch... gezwungener maßen... war nett, würde mir aber auch nicht fehlen... ganz ehrlich... und oper zb reizt mich ncihtmal... in ein konzert von vivaldi und bach, ja... aber oper? neeeeee...![]()
Das große Kind hier hat reitunterricht genommen. Ich habe aber kein Pferd gekauft
Mal ehrlich, in der Klasse meiner Tochter ist ein Mädchen - sie hat acht Geschwister, dort werden keine großen Sprünge gemacht finanziell. Sie ist ein ganz bezauberndes Mädchen, Klassenbeste und spielt sogar ein Instrument. Als würde nur Geld den Weg zur Bildung öffnen. Wer das denkt - Ja mit dem mag ich auch gar nicht den gleichen Horizont haben.
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