Mütter- und Schwangerenforum

Homeschooling - Diskussion

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zuckerlie
15684 Beiträge
24.08.2015 12:45
Zitat von silbermarie:

Ich hab' ja in der Schule vom Sozialen her vor allem eins gelernt:
Wissen macht unbeliebt.


War bei uns bspw. total anders und die klugen Leute waren am angesehensten.... Das finde ich ja echt kurios, was bei Euch da los war...

24.08.2015 12:45
Zitat von Tanzbär:

Zum eigentlichen Thema: Ich weiss nicht, ob Homeschooling wirklich gut ist. Prinzipiell wäre es z.B. für meinen Großen nicht schlecht, aber wer sollte ihn unterrichten? Der Papa geht arbeiten und ich bin als Lehrerin nicht zu gebrauchen, weil ich viel zu ungeduldig wäre.

Vielleicht könnte man so ein System wie an der Uni einführen... mit Vorlesungen, wo das Wissen vermittelt wird, und Übungen, bei denen das theoretische praktisch angewendet wird. Da könnte man dann selbst entscheiden, wann man zur Schule geht, was noch geübt wereen muss usw.

Während meiner Unizeit habe ich z.B. kaum Vorlesungen bewucht, weil ich quch eher alleine lerne. Wenn ich überhaupt hingegqngen bin, dann zu Übungen. Aber von all den angebotenen Veranstaltungen habe ich maximal 10 % besucht, aber für mich war es genau richtig
Das klingt gut... allerdings fürchte ich, dass da tatsächlich die Schulscchwänzer zunehmen würden bzw. dass es aufwändiger wäre, alle wie homeschooler zu kontrollieren, statt nur diejenigen, die sich tatsächlich als heimschüler anmelden
Marf
29927 Beiträge
24.08.2015 12:46
Zitat von Viala:

Zitat von Marf:

Zitat von Viala:

Zitat von Marf:

Via,aber weil du diese Probleme hattest müssen sie nicht auf deine Söhne zutreffen.

Ich finde es eh gefährlich immer von den eigenen Erfahrungen auszugehen.Man steckt dann in einer Sichtweise fest und sieht Positives nicht mehr.
Meine Schulzeit war auch voller Probleme und ich war froh als diese Zeit vorrüber war.Doch das nun zur Grundlage nehmen für die Schulzeit meiner Kinder wäre vermessen. Das Bildungssystem wandelt sich stetig.Ob nun gug o.schlecht ist eh Ansichtssache.Aber es liegen bei jedem Jahre dazwischen,auch hier im Thread sind viele Kjnder noch nichtmal im Kiga....also bis es da aktuell wird ist das heutige System schon wieder veraltet.
Aber gewisse Dinge als Schlecht vorrauszusetzen nur weil man es selber so erlebt hat ist falsch.

sag ich doch auch gar nicht

Ich möchte damit lediglich ein Beispiel liefern, dass einiges von dem, was die Mehrheit toll, super, wichtig ins Feld geführt wird contra Homeschooling, zwar vielleicht auf die Mehrheit passt, aber eben nicht auf alle
Ich setze damit auch nicht alles als schlecht hin... ich möchte nur zeigen:
Soziale kontakte sind wichtig? Ja... aber die gibt es nicht nur in der schule! Vielleicht sogar im Gegenteil.
Lernen in der Gruppe zu arbeiten ist wichtig? Ja, für die meisten garantiert... aber es gibt eifnach menschen, die dazu nicht in der lage sind... und das hat nix damit zu tun, dass man es nicht gelernt hätte...

Das sind Beispiele... einfach weil die Mehrheit eben doch von der Mehrheit ausgeht... durchaus verständlich, klar, macht auch sinn... nur sonderfälle fallen da eben gerne auch durchs raster... weil man sie nicht sieht. also möchte ich diese sonderfälle gerne sichtbar machen
(Wenn das nachhaltig dazu führt, dass die schulen sich ändern, ist das auch ok... selbst wenn ich es nicht brauche... aber warum sollten sich die schulen an sonderfälle anpassen? )

Aber tut es diesen Kindern wirklich gut vor allem geschützt zu werden?
Deswegen muss man sich trotzdem in einer Gruppe einfügen.Und diese Aspekte kann man Zuhause kaum erfüllen.Und sich nie aus der gewohnten Umgebung zu bewegen,auch um an Neuen mal zu scheitern,ist doch nicht gesund.
Zuhause Unterricht ist ok,doch nicht nur dort sollte er stattfinden.Vielleicht wäre da so etwas wie ein Blockverfahren gut....4 Monate Zuhause,4 Monate in einer Klasse.....ich spinn mal rum.....
Gerade die Homefamilien sind oft sehr isoliert lebend. Zumindest die 2 Familien die ich kenne.Das was Mamao schon sagte....da spielt oft die Lebensweise eine Rolle.

Es gibt auch andere Orte, an denen man lernen kann, in Gruppen llarzukommen... Sport, musik, etc und da sind es dann menschen mit dem gleichen Hobby... da ist eine Gemeinsamkeit da...
Es geht dabei übrigens immer noch nicht darum, kinder vor allem zu schützen... sondern die kinder, denen schule nicht gut täte, eine alternative zu bieten...
Ich weiger mich übrigens, davon auszugehen, dass es "die" homeschooling-familien gibt... das ist imho zu schwarz-weiß...
es funktioniert schließlich auch in anderen ländern

Klar gibt es die.
Aber man kann sich doch nicht immer die Gruppe aussuchen.Beziehungsweise ,man muss doch auch Reibung erfahren.Und wenn ich immer nur mit Menschen zusammen bin die dieselbe Denke,Hobbys und Ansichten habe ist das doch absolut einseitig und auch nicht besser wie die Schule.Dann lerne ich auch nichts anderes und bewege mich in eingefahrenen Bahnen.
Ich finde das es da eine Mischung geben muss.Mit beidem.Bildungspflicht für alle,mit einer klar,auf die Bedürfnisse zugeschnittene Schulpflicht.Das würde bedeuten das man neue Formen finden muss,aber ohne diese Abschottung und komplette Freiheit.
Marf
29927 Beiträge
24.08.2015 12:50
Zitat von silbermarie:

Ich hab' ja in der Schule vom Sozialen her vor allem eins gelernt:
Wissen macht unbeliebt.

Das glaub ich dir.
24.08.2015 12:51
Zitat von Marf:

Zitat von Viala:

Zitat von Marf:

Zitat von Viala:

...

Aber tut es diesen Kindern wirklich gut vor allem geschützt zu werden?
Deswegen muss man sich trotzdem in einer Gruppe einfügen.Und diese Aspekte kann man Zuhause kaum erfüllen.Und sich nie aus der gewohnten Umgebung zu bewegen,auch um an Neuen mal zu scheitern,ist doch nicht gesund.
Zuhause Unterricht ist ok,doch nicht nur dort sollte er stattfinden.Vielleicht wäre da so etwas wie ein Blockverfahren gut....4 Monate Zuhause,4 Monate in einer Klasse.....ich spinn mal rum.....
Gerade die Homefamilien sind oft sehr isoliert lebend. Zumindest die 2 Familien die ich kenne.Das was Mamao schon sagte....da spielt oft die Lebensweise eine Rolle.

Es gibt auch andere Orte, an denen man lernen kann, in Gruppen llarzukommen... Sport, musik, etc und da sind es dann menschen mit dem gleichen Hobby... da ist eine Gemeinsamkeit da...
Es geht dabei übrigens immer noch nicht darum, kinder vor allem zu schützen... sondern die kinder, denen schule nicht gut täte, eine alternative zu bieten...
Ich weiger mich übrigens, davon auszugehen, dass es "die" homeschooling-familien gibt... das ist imho zu schwarz-weiß...
es funktioniert schließlich auch in anderen ländern

Klar gibt es die.
Aber man kann sich doch nicht immer die Gruppe aussuchen.Beziehungsweise ,man muss doch auch Reibung erfahren.Und wenn ich immer nur mit Menschen zusammen bin die dieselbe Denke,Hobbys und Ansichten habe ist das doch absolut einseitig und auch nicht besser wie die Schule.Dann lerne ich auch nichts anderes und bewege mich in eingefahrenen Bahnen.
Ich finde das es da eine Mischung geben muss.Mit beidem.Bildungspflicht für alle,mit einer klar,auf die Bedürfnisse zugeschnittene Schulpflicht.Das würde bedeuten das man neue Formen finden muss,aber ohne diese Abschottung und komplette Freiheit.

Muss man?
Also ich bin ein fan davon, immer mal woanders reinzuschnuppern... zu probieren quasi... vielleicht gefällt mir ja, Fußball zu spielen? (tut es nicht ) vielleicht ist aber auch Rugby meins? debattiere ich gern?...
ausprobieren.. aber wenn es mir nicht gut tut (ich weiß ja nicht, wie es bei normalsensitiven ist... aber ich bekomme recht fix zu spüren, ob mir ein Umfeld gut tut oder nicht ), warum sollte ich dann dabei bleiben?
Ich bleibe ja auch nicht in einem Job, der mir z.B. eine Gastritis beschert sondern suche mir dann was neues. Und ich renne doch nicht der vermeintlichen Freundin nach, die mich immer hängen lässt... oder dem Partner, der mich geschlagen hat?
Warum sollte ich etwas, was mir spürbar nicht gut tut länger als nötig mitmachen? Das macht doch keinen sinn

Ich reiß mir jetzt gerade auch den A... auf, dass der Verlag meiner Mutter was wird... weil ich da mit Menschen arbeiten kann, die mehrheitlich gut für mich sind... und spare, damit ich nienienie wieder in ein Büro muss, in der die leute nicht gut zueinander sind...
24.08.2015 12:56
Zitat von zuckerlie:

Zitat von silbermarie:

Ich hab' ja in der Schule vom Sozialen her vor allem eins gelernt:
Wissen macht unbeliebt.


War bei uns bspw. total anders und die klugen Leute waren am angesehensten.... Das finde ich ja echt kurios, was bei Euch da los war...


Das war eigentlich überall so. Streber waren uncool.
Ich komm halt nicht aus Zuckerwattehausen
Marf
29927 Beiträge
24.08.2015 12:57
@Tanzbär,
ich sehe viele die sich sehr quälen für ihr Abi.Und danach gehen sie in Berufe die auch ohne diese Schufterrei zugänglich sind.
Da ist oft das Elternhaus ,das viel Druck macht.
Ich hab hier neben mir einen Gymnasiumkanidat sitzen.Wenn er so weitr macht wird es ihm leichtfallen.Ausser seine Faulheit artet aus.Dann soll er.....dann bin ich Stolz .Jedoch genauso bin icb stolz wenn er kein Abi macht.
Viele Berufe werden,bis dieses Abi aktuell wird,andere Anforderungen haben.Und es werden neue Berufszweige entstehen....die sicherlich auch per Quereinstieg ergreifbar sind.Solange die Kinder in ihrem Leben Zufriedenheit erfahren durch ihr Tun !
24.08.2015 12:58
Zitat von Marf:

Zitat von Viala:

Zitat von Marf:

Zitat von Viala:

...

Aber tut es diesen Kindern wirklich gut vor allem geschützt zu werden?
Deswegen muss man sich trotzdem in einer Gruppe einfügen.Und diese Aspekte kann man Zuhause kaum erfüllen.Und sich nie aus der gewohnten Umgebung zu bewegen,auch um an Neuen mal zu scheitern,ist doch nicht gesund.
Zuhause Unterricht ist ok,doch nicht nur dort sollte er stattfinden.Vielleicht wäre da so etwas wie ein Blockverfahren gut....4 Monate Zuhause,4 Monate in einer Klasse.....ich spinn mal rum.....
Gerade die Homefamilien sind oft sehr isoliert lebend. Zumindest die 2 Familien die ich kenne.Das was Mamao schon sagte....da spielt oft die Lebensweise eine Rolle.

Es gibt auch andere Orte, an denen man lernen kann, in Gruppen llarzukommen... Sport, musik, etc und da sind es dann menschen mit dem gleichen Hobby... da ist eine Gemeinsamkeit da...
Es geht dabei übrigens immer noch nicht darum, kinder vor allem zu schützen... sondern die kinder, denen schule nicht gut täte, eine alternative zu bieten...
Ich weiger mich übrigens, davon auszugehen, dass es "die" homeschooling-familien gibt... das ist imho zu schwarz-weiß...
es funktioniert schließlich auch in anderen ländern

Klar gibt es die.
Aber man kann sich doch nicht immer die Gruppe aussuchen.Beziehungsweise ,man muss doch auch Reibung erfahren.Und wenn ich immer nur mit Menschen zusammen bin die dieselbe Denke,Hobbys und Ansichten habe ist das doch absolut einseitig und auch nicht besser wie die Schule.Dann lerne ich auch nichts anderes und bewege mich in eingefahrenen Bahnen.
Ich finde das es da eine Mischung geben muss.Mit beidem.Bildungspflicht für alle,mit einer klar,auf die Bedürfnisse zugeschnittene Schulpflicht.Das würde bedeuten das man neue Formen finden muss,aber ohne diese Abschottung und komplette Freiheit.


Übst du Hobbies aus, die dir keinen Spaß machen?
Umgibst du dich absichtlich mit Leuten, die du nicht leiden kannst?

Bestimmt nicht. Als Erwachsener sagt man dann: "Sowas muss ich mir nicht antun" und sucht sich Tätigkeiten und Kontakte, die eher der eigenen Neigung entsprechen.

Aber Kinder sollen das nicht dürfen?
zuckerlie
15684 Beiträge
24.08.2015 12:59
Zitat von silbermarie:

Zitat von zuckerlie:

Zitat von silbermarie:

Ich hab' ja in der Schule vom Sozialen her vor allem eins gelernt:
Wissen macht unbeliebt.


War bei uns bspw. total anders und die klugen Leute waren am angesehensten.... Das finde ich ja echt kurios, was bei Euch da los war...


Das war eigentlich überall so. Streber waren uncool.
Ich komm halt nicht aus Zuckerwattehausen


Hm, ich finde das schade für Dich, aber bei uns wars halt so. Naja, von Zuckerwatte war hier keine Rede, sondern vom anderen Ende des Spektrums. Und ich weiß jetzt nicht wo Berlin Zuckerwattehausen ist. Bei uns an der Schule gabs trotzdem Gründe anzuecken, keine Sorge. Aber am Wissen lags nicht
Marf
29927 Beiträge
24.08.2015 13:02
Zitat von Viala:

Zitat von Marf:

Zitat von Viala:

Zitat von Marf:

...

Es gibt auch andere Orte, an denen man lernen kann, in Gruppen llarzukommen... Sport, musik, etc und da sind es dann menschen mit dem gleichen Hobby... da ist eine Gemeinsamkeit da...
Es geht dabei übrigens immer noch nicht darum, kinder vor allem zu schützen... sondern die kinder, denen schule nicht gut täte, eine alternative zu bieten...
Ich weiger mich übrigens, davon auszugehen, dass es "die" homeschooling-familien gibt... das ist imho zu schwarz-weiß...
es funktioniert schließlich auch in anderen ländern

Klar gibt es die.
Aber man kann sich doch nicht immer die Gruppe aussuchen.Beziehungsweise ,man muss doch auch Reibung erfahren.Und wenn ich immer nur mit Menschen zusammen bin die dieselbe Denke,Hobbys und Ansichten habe ist das doch absolut einseitig und auch nicht besser wie die Schule.Dann lerne ich auch nichts anderes und bewege mich in eingefahrenen Bahnen.
Ich finde das es da eine Mischung geben muss.Mit beidem.Bildungspflicht für alle,mit einer klar,auf die Bedürfnisse zugeschnittene Schulpflicht.Das würde bedeuten das man neue Formen finden muss,aber ohne diese Abschottung und komplette Freiheit.

Muss man?
Also ich bin ein fan davon, immer mal woanders reinzuschnuppern... zu probieren quasi... vielleicht gefällt mir ja, Fußball zu spielen? (tut es nicht ) vielleicht ist aber auch Rugby meins? debattiere ich gern?...
ausprobieren.. aber wenn es mir nicht gut tut (ich weiß ja nicht, wie es bei normalsensitiven ist... aber ich bekomme recht fix zu spüren, ob mir ein Umfeld gut tut oder nicht ), warum sollte ich dann dabei bleiben?
Ich bleibe ja auch nicht in einem Job, der mir z.B. eine Gastritis beschert sondern suche mir dann was neues. Und ich renne doch nicht der vermeintlichen Freundin nach, die mich immer hängen lässt... oder dem Partner, der mich geschlagen hat?
Warum sollte ich etwas, was mir spürbar nicht gut tut länger als nötig mitmachen? Das macht doch keinen sinn

Ich reiß mir jetzt gerade auch den A... auf, dass der Verlag meiner Mutter was wird... weil ich da mit Menschen arbeiten kann, die mehrheitlich gut für mich sind... und spare, damit ich nienienie wieder in ein Büro muss, in der die leute nicht gut zueinander sind...

Ja,muss man.Wie sonst könntest du sonst herausfinden was dir guttut?
Und ohne Input von Aussen,also wirklich aus allen Richtungen,kann ich keine Erfahrung sammeln. Dafür muss es mir aber zugänglich sein.Und bin ich 'nur' Zuhause ,oder die Eltern finden es eh unwürdig,geht das ja schlecht.
Ich sag jetzt nicht das HS'ler abgekapselt sind.Aber ich glaube das ihnen auch vieles entgeht.
Marf
29927 Beiträge
24.08.2015 13:03
Zitat von silbermarie:

Zitat von Marf:

Zitat von Viala:

Zitat von Marf:

...

Es gibt auch andere Orte, an denen man lernen kann, in Gruppen llarzukommen... Sport, musik, etc und da sind es dann menschen mit dem gleichen Hobby... da ist eine Gemeinsamkeit da...
Es geht dabei übrigens immer noch nicht darum, kinder vor allem zu schützen... sondern die kinder, denen schule nicht gut täte, eine alternative zu bieten...
Ich weiger mich übrigens, davon auszugehen, dass es "die" homeschooling-familien gibt... das ist imho zu schwarz-weiß...
es funktioniert schließlich auch in anderen ländern

Klar gibt es die.
Aber man kann sich doch nicht immer die Gruppe aussuchen.Beziehungsweise ,man muss doch auch Reibung erfahren.Und wenn ich immer nur mit Menschen zusammen bin die dieselbe Denke,Hobbys und Ansichten habe ist das doch absolut einseitig und auch nicht besser wie die Schule.Dann lerne ich auch nichts anderes und bewege mich in eingefahrenen Bahnen.
Ich finde das es da eine Mischung geben muss.Mit beidem.Bildungspflicht für alle,mit einer klar,auf die Bedürfnisse zugeschnittene Schulpflicht.Das würde bedeuten das man neue Formen finden muss,aber ohne diese Abschottung und komplette Freiheit.


Übst du Hobbies aus, die dir keinen Spaß machen?
Umgibst du dich absichtlich mit Leuten, die du nicht leiden kannst?

Bestimmt nicht. Als Erwachsener sagt man dann: "Sowas muss ich mir nicht antun" und sucht sich Tätigkeiten und Kontakte, die eher der eigenen Neigung entsprechen.

Aber Kinder sollen das nicht dürfen?

Sag ich nicht,lies nochmal nach.
24.08.2015 13:03
Wenn hier immermal wieder Leute Threads eröffnen mit dem Thema "Ich komme auf meiner Arbeit nicht klar, ich kriege Bauchweh, wenn ich hin muss, meine Kollegen sind fies, mein Chef überfordert mich, das Klima ist schlecht", dann lauten die Antworten eigentlich immer "Geh schnellstens da weg, kündige, such dir was Anderes, du machst dich sonst kaputt."

Wenn aber Kinder das gleiche in Bezug auf Schule empfinden, dann heißt es "Da müssen sie durch, sie brauchen Reibung, es geht nicht nur nach Wohlfühlfaktor"...

Was soll das?
24.08.2015 13:05
Zitat von zuckerlie:

Zitat von silbermarie:

Zitat von zuckerlie:

Zitat von silbermarie:

Ich hab' ja in der Schule vom Sozialen her vor allem eins gelernt:
Wissen macht unbeliebt.


War bei uns bspw. total anders und die klugen Leute waren am angesehensten.... Das finde ich ja echt kurios, was bei Euch da los war...


Das war eigentlich überall so. Streber waren uncool.
Ich komm halt nicht aus Zuckerwattehausen


Hm, ich finde das schade für Dich, aber bei uns wars halt so. Naja, von Zuckerwatte war hier keine Rede, sondern vom anderen Ende des Spektrums. Und ich weiß jetzt nicht wo Berlin Zuckerwattehausen ist. Bei uns an der Schule gabs trotzdem Gründe anzuecken, keine Sorge. Aber am Wissen lags nicht


Der Bayer in mir sagt gerade: Pffff, Preißn
24.08.2015 13:07
Zitat von Marf:

Zitat von Viala:

Zitat von Marf:

Zitat von Viala:

...

Klar gibt es die.
Aber man kann sich doch nicht immer die Gruppe aussuchen.Beziehungsweise ,man muss doch auch Reibung erfahren.Und wenn ich immer nur mit Menschen zusammen bin die dieselbe Denke,Hobbys und Ansichten habe ist das doch absolut einseitig und auch nicht besser wie die Schule.Dann lerne ich auch nichts anderes und bewege mich in eingefahrenen Bahnen.
Ich finde das es da eine Mischung geben muss.Mit beidem.Bildungspflicht für alle,mit einer klar,auf die Bedürfnisse zugeschnittene Schulpflicht.Das würde bedeuten das man neue Formen finden muss,aber ohne diese Abschottung und komplette Freiheit.

Muss man?
Also ich bin ein fan davon, immer mal woanders reinzuschnuppern... zu probieren quasi... vielleicht gefällt mir ja, Fußball zu spielen? (tut es nicht ) vielleicht ist aber auch Rugby meins? debattiere ich gern?...
ausprobieren.. aber wenn es mir nicht gut tut (ich weiß ja nicht, wie es bei normalsensitiven ist... aber ich bekomme recht fix zu spüren, ob mir ein Umfeld gut tut oder nicht ), warum sollte ich dann dabei bleiben?
Ich bleibe ja auch nicht in einem Job, der mir z.B. eine Gastritis beschert sondern suche mir dann was neues. Und ich renne doch nicht der vermeintlichen Freundin nach, die mich immer hängen lässt... oder dem Partner, der mich geschlagen hat?
Warum sollte ich etwas, was mir spürbar nicht gut tut länger als nötig mitmachen? Das macht doch keinen sinn

Ich reiß mir jetzt gerade auch den A... auf, dass der Verlag meiner Mutter was wird... weil ich da mit Menschen arbeiten kann, die mehrheitlich gut für mich sind... und spare, damit ich nienienie wieder in ein Büro muss, in der die leute nicht gut zueinander sind...

Ja,muss man.Wie sonst könntest du sonst herausfinden was dir guttut?
Und ohne Input von Aussen,also wirklich aus allen Richtungen,kann ich keine Erfahrung sammeln. Dafür muss es mir aber zugänglich sein.Und bin ich 'nur' Zuhause ,oder die Eltern finden es eh unwürdig,geht das ja schlecht.
Ich sag jetzt nicht das HS'ler abgekapselt sind.Aber ich glaube das ihnen auch vieles entgeht.
Ich schrieb ja, dass Probieren imho wichtig ist...
aber wenn ich schon merke, dass es mir nicht gut tut, warum dabei bleiben?
Meine Mutter sagte mir mal: "Irgendwann hast du eben nicht mehr gesungen, als du heim kamst" (oder so in etwa)... sie weiß bis heute nicht, welche Ausmaßen das alles damals hatte... aber da frage ich mich, ob es auf krampf dennoch weitergehen muss... obwohl das Kind sichtlich leidet?
saluki87w
3804 Beiträge
24.08.2015 13:08
Ich finde dieses individualisieren ehrlich gesagt furchtbar. Ich möchte im Gegenteil endlich mehr Einheitlichkeit im Bildungssystem.
Denn ich finde, es kann nicht sein, dass selbst ein Klassenwechsel innerhalb einer Schule kaum möglich ist, weil ich auf einem ganz anderen Stand bin als die neue Klasse und mir auch noch neue Bücher anschaffen muss...

Zum sozialen Aspekt....ich muss sagen, was man in der Schule erlebt hängt maßgeblich davon ab, in was für ein Klassenkollektiv man gerät.
Ich scheine auch in einer Zuckerwatteklasse gewesen zu sein....
Wir haben niemanden gemobbt. Die Streber waren am beliebtesten. Wir haben vernünftig mit unseren Lehrern diskutiert, wenn uns etwas nicht passte...

Sowas kann sich mein Freund hingegen gar nicht vorstellen...der bezeichnet mich oft genug als Schleimer, weil ich mich mit meinen Lehrern gut verstanden habe (wie alle aus meiner Klasse).

Im Gegensatz dazu erfuhr ich in meiner Ausbildung was unsoziales Klassenkollektiv bedeutet....dort wurde ich gemobbt...und hatte Stress pur. Und trotzdem musste ich da durch...

Die Frage ob Abi oder nicht....die hing für mich nicht mit einem möglichen Studium zusammen.
Ich hatte die Gymnasialempfehlung und bin halt aufs Gymmi gegangen....und habe mein Abi gemacht.
Studiert hab ich trotzdem nicht, warum auch wenn mir kein Studiengang gefällt?
Ich habe mich für einen Beruf entschieden, für den ich kein Abi gebraucht hätte...na und?
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