Mütter- und Schwangerenforum

Ich möchte über Abtreibung sprechen

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16.05.2015 13:42
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von Louanne:

Mein Beitrag ist vermutlich untergegangen, aber um mal auf die Kirche zu sprechen zu kommen, das ist nun wirklich die allerletzte Instanz von der ich Hilfe hätte erwarten können. Der heilige Paulus oder wer auch immer, hilft auch nicht, wenn man geschlagen und misshandelt wird und bei Frauen, sowie ich eine war, war die Kirchentür aber ganz flott zu, das glaub mir mal. Die Kirche hätte eher befürwortet, das Kind zu bekommen und weiterhin Qualen zu leiden, aber hauptsache man behielte das Kind.

Ich bin sehr streng religiös erzogen worden, was vermutlich auch mit der Grund war, dass ich mich nie gewährt habe. Kirche und ehrliche Hilfe und Anteilnahme, das passt für mich nicht zusammen, sorry


Dann hast du wohl nur negative Erfahrungen gemacht. Es kommt wohl auch immer auf die gemeinde an, aber ich habe noch nie, wirklich noch niemals erlebt, dass irgendeinem hilfesuchenden Menschen die Kirchentür vor der Nase zugeworfen wird. Niemals!


Die Kirchentür ist noch das geringste Problem gewesen, von ehemaligen Mitgliedern der Gemeinde bin ich entweder beschimpft worden auf der Strasse oder man war auf einmal Luft.

Für mich wäre als hilfesuchende Frau, die Kirche die letzte Instanz, die ich jemals wieder um etwas bitten würde.

Und mal ehrlich, das Thema Abtreibung ist egal in welcher Religion, ja auch noch immer ein Nogothema, egal wie sehr die Frauen leiden
Marf
30210 Beiträge
16.05.2015 13:43
Für mich ist es ein Mensch wenn der Dottersack weg ist bzw. es sich mit dem Kreislauf der Mutter verbunden hat.
Vorher ist es für mich so ein schwebendes Verfahren....alles oder nichts.Doof zu beschreiben.
Jedoch wäre der 'Herzschlag' sichtbar....,.ich weiß das sich dabei erst mal um einen Zellimpuls handelt ,aber der beweist das da etwas am Beginn seines Lebens ist,....dann käme mir eine Abtreibung nicht mehr in den Sinn.
Ich bin froh das es die Option Abbruch für uns Frauen gibt.Und diese in einer medizinischen,hygienischen Umgebung stattfinden kann.Ich denke auch das sich viele Frauen diesen Schritt nicht leicht machen.

16.05.2015 13:45
Zitat von Marf:

Für mich ist es ein Mensch wenn der Dottersack weg ist bzw. es sich mit dem Kreislauf der Mutter verbunden hat.
Vorher ist es für mich so ein schwebendes Verfahren....alles oder nichts.Doof zu beschreiben.
Jedoch wäre der 'Herzschlag' sichtbar....,.ich weiß das sich dabei erst mal um einen Zellimpuls handelt ,aber der beweist das da etwas am Beginn seines Lebens ist,....dann käme mir eine Abtreibung nicht mehr in den Sinn.
Ich bin froh das es die Option Abbruch für uns Frauen gibt.Und diese in einer medizinischen,hygienischen Umgebung stattfinden kann.Ich denke auch das sich viele Frauen diesen Schritt nicht leicht machen.


Eine Abtreibung kommt aber erst infrage, sobald der Herzschlag sichtbar ist! Vorher passiert da garnichts!
16.05.2015 13:46
Wenn Schnappi als Teenager schwanger wird, überlasse ich ihr die Entscheidung und unterstütze sie nach Möglichkeit in allem, was sie sich vornimmt.

Meine beste Freundin wurde auch mehr oder weniger von ihrer Oma großgezogen, weil ihre Mutter sie sehr jung bekommen hat und ihr Leben erst mal in geordnete Bahnen transportieren musste. Sie wohnten alle in einem Haus. Erst lag ihr Zimmer bei den Großeltern, später zog sie ein Stockwerk höher zu ihrer Mutter. In dem Fall hat das gut geklappt. Heute haben Mutter und Tochter ein gutes Verhältnis.
Marf
30210 Beiträge
16.05.2015 13:47
Zitat von Louanne:

Zitat von Marf:

Für mich ist es ein Mensch wenn der Dottersack weg ist bzw. es sich mit dem Kreislauf der Mutter verbunden hat.
Vorher ist es für mich so ein schwebendes Verfahren....alles oder nichts.Doof zu beschreiben.
Jedoch wäre der 'Herzschlag' sichtbar....,.ich weiß das sich dabei erst mal um einen Zellimpuls handelt ,aber der beweist das da etwas am Beginn seines Lebens ist,....dann käme mir eine Abtreibung nicht mehr in den Sinn.
Ich bin froh das es die Option Abbruch für uns Frauen gibt.Und diese in einer medizinischen,hygienischen Umgebung stattfinden kann.Ich denke auch das sich viele Frauen diesen Schritt nicht leicht machen.


Eine Abtreibung kommt aber erst infrage, sobald der Herzschlag sichtbar ist! Vorher passiert da garnichts!

Wenn ich die Pille danach nehme ist es vorher.
Elli73
672 Beiträge
16.05.2015 13:48
Natürlich ist Abtreibung kein Mord.
Mord ist ein rein juristischer Begriff. Geregelt in §211 StGB.
"Mörder ist, wer
aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,
heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder
um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,
einen Menschen tötet."


Das trifft weder auf den Förster, den Metzger oder den Arzt zu, der eine Abtreibung durchführt. Auch die Todesstrafe in den USA und andere Staaten ist per Definition kein Mord.

Die Frage ist, ob Abtreibung denn nun eine Tötung ist (dafür müsste man das, was abgetrieben wird als Leben definieren) und wenn ja, ob man diese als legitim betrachtet.

Ob ein kleiner Zellklumpen bereits Leben ist.
Tja, schwierige Frage. Für MICH beginnt das Leben mit der Zeugung. Daher kam für mich auch nie eine ICSI (Methode bei der künstlichen Befruchtung bei der die Eizellen im Reagenzglas befruchtet werden, dann wachsen sollen und häufig nur die am besten entwickelten transferiert werden) in Frage gekommen. Zumindest nicht, wenn nicht auch alle geschaffenen Embryos transferiert worden wären. Eine Auswahl zu treffen und zu sagen, den nehme ich und die anderen werden verworfen, könnte ICH moralisch und ethisch nicht vertreten.
Nach meinen moralischen Standards (die ich nur bei mir selber anlege) wäre daher natürlich eine Abtreibung nicht vertretbar. Egal aus welchen Gründen. Für anderen beginnt das Leben erst mit dem Herzschlag. Für wieder andere wiederum erst ab dem Zeitpunkt, wo das Kind außerhalb des Mutterleibs überlebensfähig ist und für den Nächsten erst mit der Geburt. Alle Parteien haben Argumente für ihren Standpunkt. Die eine Interpretation grundsätzlich über die andere zu stellen, fände ich falsch.

Nur wenn man einen Embryo vor der 12.SSW bereits als Leben definiert, kommt man in das Dilemma zu überlegen, ob dessen Tötung rechtfertigbar ist.
Niemand will ja bestreiten, dass eine Kuh lebt und trotzdem finden viele (die meisten) Menschen es legitim sie zu töten, weil sie halt gerne Rindersteaks futtern. Auch ein verurteilter Mörder hat ja eindeutig ein Leben und trotzdem ist die Todesstrafe juristisch und in den betreffenden Ländern vielfach auch gesellschaftlich legitimiert und damit "richtig" oder zumindest "nicht falsch". In Deutschland haben Abtreibungen nach Vergewaltigungen einen höhere, gesellschaftliche Akzeptanz als Abtreibungen aus anderen Beweggründen. Sind sie deshalb richtiger und weniger schlimm?

Zu sagen "wer alt genug ist für Sex, ist auch alt genug für Kinder" finde ich zu kurz gedacht. Das mag vielleicht auf das Pärchen Ende 20 zu treffen, welches irgendwie schon irgendwann Kinder wollte, aber nicht jetzt und dann kam der Alkohol und Gummis waren auch keine da und dann nahmen die Dinge ihren Lauf. Aber z.B. das Mädchen in Zaubis Beispiel. Die soll reif gewesen sein für ein Kind? Ihr Verhalten zeigt doch ganz klar, dass sie selbst noch ein Kind war. Und das so vermute ich mal ohne großartige familiäre Unterstützung. Und öffentliche Hilfen hin oder her: das ist nicht das Selbe. Gut möglich, dass es das Leben des Mädchen zerstört hätte, wenn sie das Baby bekommen hätte.
Ich bin definitiv der Meinung, dass ein gelebtes Leben genauso ein zerstörtes Leben sein kann wie ein abgetriebenes Leben. Und auch eine Abtreibung kann das Leben der Frau zerstören. Ich habe eine Bekannte, die 15 Jahre nach ihrer Abtreibung Selbstmord begangen hat. Ihr Abschiedsbrief zeigte ganz deutlich, wie sie sich all die Jahre unbemerkt gequält hat. Genauso kann es dich aber quälen dich für das eigentlich ungewollte Kind zu entscheiden.

Um das ganze Gedankenchaos in mir drin, irgendwie zu beenden: Ich würde immer versuchen eine Frau, die über Abtreibung nachdenkt, Möglichkeiten aufzuzeigen ihr Kind zu behalten. Ich würde ihr, wenn irgendwie möglich Unterstützung zusagen, Hilfe anbieten, aber auch ihre Entscheidung akzeptieren und mich nicht moralisch über sie zu erheben.
16.05.2015 13:51
Zitat von Marf:

Zitat von Louanne:

Zitat von Marf:

Für mich ist es ein Mensch wenn der Dottersack weg ist bzw. es sich mit dem Kreislauf der Mutter verbunden hat.
Vorher ist es für mich so ein schwebendes Verfahren....alles oder nichts.Doof zu beschreiben.
Jedoch wäre der 'Herzschlag' sichtbar....,.ich weiß das sich dabei erst mal um einen Zellimpuls handelt ,aber der beweist das da etwas am Beginn seines Lebens ist,....dann käme mir eine Abtreibung nicht mehr in den Sinn.
Ich bin froh das es die Option Abbruch für uns Frauen gibt.Und diese in einer medizinischen,hygienischen Umgebung stattfinden kann.Ich denke auch das sich viele Frauen diesen Schritt nicht leicht machen.


Eine Abtreibung kommt aber erst infrage, sobald der Herzschlag sichtbar ist! Vorher passiert da garnichts!

Wenn ich die Pille danach nehme ist es vorher.


Aber die Pille danach, verhindert doch nur den Eisprung, ansonsten passiert doch da garnichts. Das hat doch noch nichts mit beginnendem Leben zu tun! Man sieht doch noch nicht mal was auf dem Ultraschall.
16.05.2015 13:51
Zitat von Manveri:

Ich mache mich mal richtig unbeliebt und sage:

Wenn meine Tochter als Teenager ungewollt schwanger werden würde - ob nun zu doof, zu betrunken, Verhütungspanne oder sonst was - würde ich eine Abtreibung befürworten. Ich wünsche meinem Kind, dass sie das Leben führen kann, das sie sich vorstellt und nicht ihre ganzen Pläne und Träume streichen muss, wegen einem Moment der Dummheit.

Natürlich würde es ihre Entscheidung bleiben und ich würde sie zu nichts überreden und ihr so gut wie nur möglich helfen. Trotzdem wäre das nicht das Leben, das ich ihr wünschen würde.

das tue ich auch... nur dass ich die Meinung vertrete, dass das auch mit Kind machbar ist
Marf
30210 Beiträge
16.05.2015 13:59
Zitat von Louanne:

Zitat von Marf:

Zitat von Louanne:

Zitat von Marf:

Für mich ist es ein Mensch wenn der Dottersack weg ist bzw. es sich mit dem Kreislauf der Mutter verbunden hat.
Vorher ist es für mich so ein schwebendes Verfahren....alles oder nichts.Doof zu beschreiben.
Jedoch wäre der 'Herzschlag' sichtbar....,.ich weiß das sich dabei erst mal um einen Zellimpuls handelt ,aber der beweist das da etwas am Beginn seines Lebens ist,....dann käme mir eine Abtreibung nicht mehr in den Sinn.
Ich bin froh das es die Option Abbruch für uns Frauen gibt.Und diese in einer medizinischen,hygienischen Umgebung stattfinden kann.Ich denke auch das sich viele Frauen diesen Schritt nicht leicht machen.


Eine Abtreibung kommt aber erst infrage, sobald der Herzschlag sichtbar ist! Vorher passiert da garnichts!

Wenn ich die Pille danach nehme ist es vorher.


Aber die Pille danach, verhindert doch nur den Eisprung, ansonsten passiert doch da garnichts. Das hat doch noch nichts mit beginnendem Leben zu tun! Man sieht doch noch nicht mal was auf dem Ultraschall.

Ich hatte jetzt eine Abtreibungspille im Kopf,also die nicht eine wahrscheinliche,sondern eine bestehende unterbricht.Die gibt es ja auch.Und die bekommt man bei Nachweis einer Schwangerschaft.
....ich muss mal gucken wie die heisst.....
Marf
30210 Beiträge
16.05.2015 14:01
Mifegyne....habs gefunden.
16.05.2015 14:05
Zitat von Marf:

Mifegyne....habs gefunden.


Mifegyne habe ich auch genommen, allerdings musste da der Herzschlag bereits zu sehen sein, sonst hätte man sie nicht verschrieben bekommen.
16.05.2015 14:09
Und die kriegt man auch nicht einfach so in der Apotheke, die wird unter ärztlicher Aufsicht genommen, zumindest war es bei mir so, ich musste 2 davon schlucken und konnte dann nach Hause, am nächsten Tag bekam ich dann noch eine und musste 5 Stunden in der Praxis bleiben.

Allerdings ging da bei mir gehörig was schief, ich bekam nämlich bereits zuhause Abbruchwehen und es ging zuhause in der Toilette ab. Wirkt wohl bei jeder Frau unterschiedlich stark!
Marf
30210 Beiträge
16.05.2015 14:11
Zitat von Louanne:

Zitat von Marf:

Mifegyne....habs gefunden.


Mifegyne habe ich auch genommen, allerdings musste da der Herzschlag bereits zu sehen sein, sonst hätte man sie nicht verschrieben bekommen.

Bis zur 9.SSW ist die möglich. ....wobei das mit dem Herzschlag ja auch wieder ein Thema ist.Ist es einer oder noch keiner.....
Deswegen sage ich ja auch das es gut ist das die Frauen da inzw. eine freiere Handhabe haben.
16.05.2015 14:19
Zitat von Marf:

Zitat von Louanne:

Zitat von Marf:

Mifegyne....habs gefunden.


Mifegyne habe ich auch genommen, allerdings musste da der Herzschlag bereits zu sehen sein, sonst hätte man sie nicht verschrieben bekommen.

Bis zur 9.SSW ist die möglich. ....wobei das mit dem Herzschlag ja auch wieder ein Thema ist.Ist es einer oder noch keiner.....
Deswegen sage ich ja auch das es gut ist das die Frauen da inzw. eine freiere Handhabe haben.


Ich habe die damals in der 7. Woche bekommen und mein FA sagte, dass es die erst gibt, wenn der Herzschlag eindeutig zu sehen ist. Er meinte dass allein ein positiver SST nicht ausreicht, die Schwangerschaft muss auf dem Ultraschall nachgewiesen werden.

Und danach muss man erst mal zu einer Beratungsstelle, bei Pro Familia war ich damals und dann bekommt man erst einen Termin in einer Praxis, die auch Abbrüche vornehmen.

Alles in allem ein sehr langer Prozess, da ist nichts mit "Och, dann treib ich mal ab, morgen hätte ich Zeit", sowie viele immer denken!
KratzeKatze
6125 Beiträge
16.05.2015 14:20
Zitat von RonjaRaeubertochter:

Zitat von KratzeKatze:

ich habe eine ganz klar Meinung zum Thema Abtreibung.
ich selber würde nie im leben abtreiben. einzige Ausnahme wäre, das kind ist nachweislich behindert.

trotzdem kann ich verstehen, das sich Frauen unter gewissen umständen zu einem Abbruch entscheiden und verurteile das nicht.

was ich nie tolerieren werde, ist einen Abbruch als verhütungsmethode zu benutzen. auch das habe ich leider im Bekanntenkreis schon erlebt.


Ich teile deine Meinung grundsätzlich, allerdings wollte ich den markierten Text nochmal mit zur Debatte stellen. Diese Aussage ist für mich genauso pauschal wie z behaupten "Abtreibung ist Mord". Was verstehst du denn unter Behinderung? Im Grunde sehe ich es durchaus auch so, dass es unter bestimmten Umständen humaner ist, ein Leben erst garnicht richtig entstehen zu lassen, anstelle es unter Schmerz, Qual und mangelnder Teilhabe durch eine drastische Behinderung nur so existieren zu lassen, andererseits ist das ein durchaus schmaler Grad.

Bevor ich schwanger wurde war meine Meinung dazu irgendwie recht rigoros. Seitdem da ein kleines Wunder in meinem Bauch wächst, kann ich das nichtmehr. Ab dem Moment wo wir das Herzchen erstmals haben schlagen sehen (es war gerade Reiskorngroß!) habe ich angefangen eine Bindung aufzubauen. Klar wäre ich anfangs nicht in ein depressives Loch gestürzt, hätte es nicht funktioniert, aber ich hab gemerkt mit wieviel Anspannung ich jeden Toilettengang gemeistert habe. Ist da BLut am Toilettenpapier? Wird auch alles gut gehen?

Und als dann die Frage im Raum stand: Machen wir div. diagnostische Tests um Trisomien und Co auszuschließen, da haben wir für uns ganz klar gesagt: NEIN. Wir nehmen das Kind so wie es ist. Im schlimmsten Fall auch mit Behinderung.

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Ich bin weder absolut für, noch absolut gegen Abtreibung. Ich denke es mag Gründe geben, bei der eine Abtreibung die beste Lösung ist und ich würde deshalb nie verurteilen. Als Verhütungsmethode oder zum wiederholten Male, weil es gerade einfach ungünstig ist kann ich es aber weder akzeptieren, noch tollerieren. Das ruft bei mir eine deutliche Abneigung gegen die Frau hervor. Mord im rechtsgültigen Sinne ist es aber für mich nicht. Sagen wir, ich finde es moralisch und menschlich einfach verachtend und verwerflich und respektlos gegenüber all jenen, die sich so sehr ein Kind wünschen.


ich würde ein behindertes kind abtreiben, wenn es in seinen geistigen Fähigkeiten so sehr eingeschränkt ist, das es nie ein halbwegs eigenständiges leben führen kann.
bsp.: ein kind mit down sydrom würde ich nicht abtreiben. auch wenn es immer Hilfe im Alltag benötigen wird, so kann es mit entsprechender Förderung doch ein ein halbwegs eigenständiges leben führen.
mir ist durchaus bewußt, das es verschiedene trisomien mit unterschiedlichen Prognosen gibt. aber das im Detail aufzusplittern, führt dann doch zu weit.
ich denke der kern meiner aussage ist angekommen.

ich selber kann mit nicht vorstellen, ein kind groß zu ziehen, das bis an mein Lebensende eine intensivpflege benötigt.
das würde mich in meiner eigenen Vorstellung vom leben zu sehr einschränken. klingt hart, aber das ist eine rein sachliche Betrachtung von mir,
auch wenn ich Mutter bin, so möchte ich irgendwann auch wieder ein eigenes leben mit meinem mann führen.

klar kann man jetzt auch sagen, das ein bis dahin gesundes kind unter der Geburt erst eine Behinderung bekommen kann. oder es hat einen Unfall.
das kann ich ja dann auch nicht einfach weg geben. das liegt dann aber nicht mehr in meiner macht und betrachte ich als Schicksal, das mein mann und ich dann annehmen müssen.
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