Schaffen wirs einmal ohne streit? thema abtreibung...
09.08.2012 01:45
Zitat von Biniu.Holly:
Zitat von freyaa:
Zitat von Biniu.Holly:
Zitat:
Nur das ein Kind weitaus größere Ausgaben verursacht als ein bissi Spielzeig oder ejn warmes Essen zu Mittag.![]()
Pro Kind sind das schonmal locker 150€ später, wenn nicht weitaus mehr noch, man denke nur an Schule etc.![]()
Wenn das deine Sorge sein sollte, mausi, dann frage ich mich, wieso du kinder hast....
Jeder Mensch weiß doch, bevor ein kind gezeugt wird, wie teuer das leben im allgemeinen ist....
Meine kinder sind mir weit aus mehr wert wie nur 150€ im monat, meine kinder sind unbezahlbar
![]()
Ist doch wahr mensch...![]()
Wenn ich nur ans geld denken würde, hätte ich mich ja gegen das kind entscheiden können, doch ich denke da mit dem herzen, und wenn ich dann halt ne 3fach mama bin, meine güte, ich lebe nicht für mich, sondern für meine mäuse, denn es gibt nichts wichtigeres im leben
eben - du kannst seinem Kind viel mehr (mit ) geben als nur Geld ...
Dankbarkeit,Respekt,liebe,Achtung vor den wundern des Lebens -
die Schönheit der kleinen Dinge die oft die schönsten sind und unbezahlbar ... ( sorry für Fehler schreib vom Handy aus )
09.08.2012 01:46
Zitat von Anja_MTK:
Zitat von SarahBS1982:
Zitat von Anja_MTK:
Zitat von SarahBS1982:
Ich weiß nicht, wie viele hier tatsächlich ihr leben mit einem Menschen mit Schwerbehinderung geteilt haben. Deswegen äußere ich mich hier mal als Betroffene.
Ich bin mit einer schwerbehinderten älteren Schwester aufgewachsen und kann sagen, dass das für die ganze Familie schwierig war. Ich wurde von meinen Eltern sehr geliebt, aber durch die nötigen Therapien meiner Schwester auch oft vernachlässigt. Ich liebe meine Schwester und möchte, dass sie in der Zukunft bei meinem Mann und mir wohnt. Objektiv betrachtet muss ich aber sagen, dass es für unsere Familie oft kritisch war.
Und noch heute ist es schwierig! Sie ist 32, ich fast 30. Da ist man als Eltern normalerweise schon "aus dem Schneider". Nicht so bei Kindern mit Behinderung.
Meine Mutter hat ihren geliebten Beruf aufgegeben und konnte auch nicht wieder einsteigen. Sie hat den Haushalt gemacht, sich um die Förderung und Therapien meiner Schwester gekümmert, musste noch 2x am Tag mit meiner Schwester zuhause Krankengym machen... und ich war ja auch noch da![]()
Mein Vater musste seine Selbständigkeit aufgeben um ein sicheres Einkommen zu gewährleisten. wir hatten zwar nie finanzielle Schwierigkeiten, aber als er selber dann schwer krank wurde war es gut, dass er dort in Teilzeit weiter arbeiten konnte statt sich Gedanken machen zu müssen, ob er seine eigene Firma weiterführen kann. Inzwischen hat er auch einen Ausweis mit 100%.
Ich musste als Kind oft zurückstecken, sowohl zeitlich als auch emotional. Finanziell nie. Und für die frühkindliche Entwicklung ist es auch nicht so förderlich, von Beginn an Rücksichtnahme lernen zu müssen, wie es auf Anhieb erstmal klingt.
Wie gesagt, ich liebe meine Schwester sehr! Aber ich habe vollstes Verständnis dafür, wenn jemand ehrlich sagt, dass er sich nicht zumuten/zutrauen möchte/würde, ein schwerbehindertes Menschlein großzuziehen!
Meine Schwester ist inzwischen übrigens depressiv und suizidgefährdet. Weil sie weiß, dass sie behindert ist und viele Dinge nie können wird, die andere ("normale") Menschen können. Und damit ist sie bei weitem nicht die einzige in ihrer Werkstatt!
Du hast ja schon mal an anderer Stelle von Dir geschrieben. Ich find es total wichtig, daß z.B. solche Beiträge geschrieben werden, weil sie helfen zu verstehen und hoffentlich dann auch etwas im Denken und verständnis von anderen zu verändern.
Wollte ich nur schreiben. Ist ja nicht immer einfach so viel von sich preiszugeben.
Hm, habe das Gefühl, solche Beiträge werden von einigen systematisch überlesen![]()
genau deshalb wollte ich noch kurz was schreiben, weil ich es selbst kenne, daß es sich komisch anfühlen kann, wenn man was privates mitteilt und dann das Gefühl hat, daß es überlesen wird ...
Ich kann nur von mir sprechen.
Meine Cousine ist so alt wie ich, sie kam kern gesund zur welt. Mit nem halben jahr bekam sie urplötzlich ein wasserkopf, was dazu führte, das sie geistig und körperlich behindert ist.
Es ist nicht einfach, wirklich nicht. Sie ist wie ein kleines kind, will alles haben, wenn ihr was nicht passt, geht sie auf 1jährige los, alles andere als leicht ist es. Dennoch, sie kann nichts dafür.
Und sollte sowas mit einem meiner kinder passieren, gott bewahre, ich würde alles für mein kind tun, nur nicht hergeben würde ich es. Denn die liebe, die man in dieser zeit schon aufgebaut hat, kann einem keiner ersetzten
09.08.2012 01:48
Zitat von freyaa:
Zitat von Biniu.Holly:
Zitat von freyaa:
Zitat von Biniu.Holly:
Zitat:
Nur das ein Kind weitaus größere Ausgaben verursacht als ein bissi Spielzeig oder ejn warmes Essen zu Mittag.![]()
Pro Kind sind das schonmal locker 150€ später, wenn nicht weitaus mehr noch, man denke nur an Schule etc.![]()
Wenn das deine Sorge sein sollte, mausi, dann frage ich mich, wieso du kinder hast....
Jeder Mensch weiß doch, bevor ein kind gezeugt wird, wie teuer das leben im allgemeinen ist....
Meine kinder sind mir weit aus mehr wert wie nur 150€ im monat, meine kinder sind unbezahlbar
![]()
Ist doch wahr mensch...![]()
Wenn ich nur ans geld denken würde, hätte ich mich ja gegen das kind entscheiden können, doch ich denke da mit dem herzen, und wenn ich dann halt ne 3fach mama bin, meine güte, ich lebe nicht für mich, sondern für meine mäuse, denn es gibt nichts wichtigeres im leben
eben - du kannst seinem Kind viel mehr (mit ) geben als nur Geld ...
Dankbarkeit,Respekt,liebe,Achtung vor den wundern des Lebens -
die Schönheit der kleinen Dinge die oft die schönsten sind und unbezahlbar ... ( sorry für Fehler schreib vom Handy aus )
Ich versteh menschen nicht, die nur aus geld gründen ein kind wegmachen lassen würden, es gibt so viele hilfen....
Ich geh ins bett, bevor ich gleich platze...
09.08.2012 01:50
Zitat von Biniu.Holly:
Zitat von freyaa:
Zitat von Biniu.Holly:
Zitat:
Nur das ein Kind weitaus größere Ausgaben verursacht als ein bissi Spielzeig oder ejn warmes Essen zu Mittag.![]()
Pro Kind sind das schonmal locker 150€ später, wenn nicht weitaus mehr noch, man denke nur an Schule etc.![]()
Wenn das deine Sorge sein sollte, mausi, dann frage ich mich, wieso du kinder hast....
Jeder Mensch weiß doch, bevor ein kind gezeugt wird, wie teuer das leben im allgemeinen ist....
Meine kinder sind mir weit aus mehr wert wie nur 150€ im monat, meine kinder sind unbezahlbar
![]()
Ist doch wahr mensch...![]()
Wenn ich nur ans geld denken würde, hätte ich mich ja gegen das kind entscheiden können, doch ich denke da mit dem herzen, und wenn ich dann halt ne 3fach mama bin, meine güte, ich lebe nicht für mich, sondern für meine mäuse, denn es gibt nichts wichtigeres im leben
Wie oft soll ich denn noch sagen das es nicht darum geht das ich mir keine Schuhe mehr kaufen kann um 300€ oder nicht jedes Jahr ein neues Handy, alle paar Jahre ein neues Auto...
Davon redet keiner, aber wenn ich, keine Ahnung, angenommen 2 Kinder gerade noch durchbringe, wo bitteschön soll ich dann das Geld für ein 3tes herkriegen?
Es ist nunmal leider so das alles immer teurer wird und man kann doch nicht davon ausgehen das man locker noch 1, 2, 3 Kinder mehr durchbringt weil sie ja eh nicht viel mehr brauchen als Essen und Liebe.
Wir habe auch 3, aber ein 4tes könnten wir uns definitiv nicht mehr leisten.
09.08.2012 01:52
Zitat von Biniu.Holly:
Zitat von Anja_MTK:
Zitat von SarahBS1982:
Zitat von Anja_MTK:
Zitat von SarahBS1982:
Ich weiß nicht, wie viele hier tatsächlich ihr leben mit einem Menschen mit Schwerbehinderung geteilt haben. Deswegen äußere ich mich hier mal als Betroffene.
Ich bin mit einer schwerbehinderten älteren Schwester aufgewachsen und kann sagen, dass das für die ganze Familie schwierig war. Ich wurde von meinen Eltern sehr geliebt, aber durch die nötigen Therapien meiner Schwester auch oft vernachlässigt. Ich liebe meine Schwester und möchte, dass sie in der Zukunft bei meinem Mann und mir wohnt. Objektiv betrachtet muss ich aber sagen, dass es für unsere Familie oft kritisch war.
Und noch heute ist es schwierig! Sie ist 32, ich fast 30. Da ist man als Eltern normalerweise schon "aus dem Schneider". Nicht so bei Kindern mit Behinderung.
Meine Mutter hat ihren geliebten Beruf aufgegeben und konnte auch nicht wieder einsteigen. Sie hat den Haushalt gemacht, sich um die Förderung und Therapien meiner Schwester gekümmert, musste noch 2x am Tag mit meiner Schwester zuhause Krankengym machen... und ich war ja auch noch da![]()
Mein Vater musste seine Selbständigkeit aufgeben um ein sicheres Einkommen zu gewährleisten. wir hatten zwar nie finanzielle Schwierigkeiten, aber als er selber dann schwer krank wurde war es gut, dass er dort in Teilzeit weiter arbeiten konnte statt sich Gedanken machen zu müssen, ob er seine eigene Firma weiterführen kann. Inzwischen hat er auch einen Ausweis mit 100%.
Ich musste als Kind oft zurückstecken, sowohl zeitlich als auch emotional. Finanziell nie. Und für die frühkindliche Entwicklung ist es auch nicht so förderlich, von Beginn an Rücksichtnahme lernen zu müssen, wie es auf Anhieb erstmal klingt.
Wie gesagt, ich liebe meine Schwester sehr! Aber ich habe vollstes Verständnis dafür, wenn jemand ehrlich sagt, dass er sich nicht zumuten/zutrauen möchte/würde, ein schwerbehindertes Menschlein großzuziehen!
Meine Schwester ist inzwischen übrigens depressiv und suizidgefährdet. Weil sie weiß, dass sie behindert ist und viele Dinge nie können wird, die andere ("normale") Menschen können. Und damit ist sie bei weitem nicht die einzige in ihrer Werkstatt!
Du hast ja schon mal an anderer Stelle von Dir geschrieben. Ich find es total wichtig, daß z.B. solche Beiträge geschrieben werden, weil sie helfen zu verstehen und hoffentlich dann auch etwas im Denken und verständnis von anderen zu verändern.
Wollte ich nur schreiben. Ist ja nicht immer einfach so viel von sich preiszugeben.
Hm, habe das Gefühl, solche Beiträge werden von einigen systematisch überlesen![]()
genau deshalb wollte ich noch kurz was schreiben, weil ich es selbst kenne, daß es sich komisch anfühlen kann, wenn man was privates mitteilt und dann das Gefühl hat, daß es überlesen wird ...
Ich kann nur von mir sprechen.
Meine Cousine ist so alt wie ich, sie kam kern gesund zur welt. Mit nem halben jahr bekam sie urplötzlich ein wasserkopf, was dazu führte, das sie geistig und körperlich behindert ist.
Es ist nicht einfach, wirklich nicht. Sie ist wie ein kleines kind, will alles haben, wenn ihr was nicht passt, geht sie auf 1jährige los, alles andere als leicht ist es. Dennoch, sie kann nichts dafür.
Und sollte sowas mit einem meiner kinder passieren, gott bewahre, ich würde alles für mein kind tun, nur nicht hergeben würde ich es. Denn die liebe, die man in dieser zeit schon aufgebaut hat, kann einem keiner ersetzten
Es geht ja um Abtreibung. Die Frage ist also: wäre die Einschränkung schon vor der Geburt bekannt gewesen - hätte man dann Abtreibung in Erwägung gezogen?
Ich würde übrigens mein Kind auch nicht hergeben, wenn es eine Behinderung hätte oder bekäme. Ich gebe auch meine Schwester nicht her - und wer ihr weh tut bekommt es mit mir zu tun! Das ist seit 29 Jahren so und wird auch immer so bleiben!!!!
Trotzdem finde ich es sehr reflektiert von Mausi zu sagen, dass sie sich das weder zutrauen noch zumuten wollen würde. Und ihrer Familie gewiss auch nicht.
09.08.2012 02:01
Zitat von SarahBS1982:
Zitat von Biniu.Holly:
Zitat von Anja_MTK:
Zitat von SarahBS1982:
Zitat von Anja_MTK:
Zitat von SarahBS1982:
Ich weiß nicht, wie viele hier tatsächlich ihr leben mit einem Menschen mit Schwerbehinderung geteilt haben. Deswegen äußere ich mich hier mal als Betroffene.
Ich bin mit einer schwerbehinderten älteren Schwester aufgewachsen und kann sagen, dass das für die ganze Familie schwierig war. Ich wurde von meinen Eltern sehr geliebt, aber durch die nötigen Therapien meiner Schwester auch oft vernachlässigt. Ich liebe meine Schwester und möchte, dass sie in der Zukunft bei meinem Mann und mir wohnt. Objektiv betrachtet muss ich aber sagen, dass es für unsere Familie oft kritisch war.
Und noch heute ist es schwierig! Sie ist 32, ich fast 30. Da ist man als Eltern normalerweise schon "aus dem Schneider". Nicht so bei Kindern mit Behinderung.
Meine Mutter hat ihren geliebten Beruf aufgegeben und konnte auch nicht wieder einsteigen. Sie hat den Haushalt gemacht, sich um die Förderung und Therapien meiner Schwester gekümmert, musste noch 2x am Tag mit meiner Schwester zuhause Krankengym machen... und ich war ja auch noch da![]()
Mein Vater musste seine Selbständigkeit aufgeben um ein sicheres Einkommen zu gewährleisten. wir hatten zwar nie finanzielle Schwierigkeiten, aber als er selber dann schwer krank wurde war es gut, dass er dort in Teilzeit weiter arbeiten konnte statt sich Gedanken machen zu müssen, ob er seine eigene Firma weiterführen kann. Inzwischen hat er auch einen Ausweis mit 100%.
Ich musste als Kind oft zurückstecken, sowohl zeitlich als auch emotional. Finanziell nie. Und für die frühkindliche Entwicklung ist es auch nicht so förderlich, von Beginn an Rücksichtnahme lernen zu müssen, wie es auf Anhieb erstmal klingt.
Wie gesagt, ich liebe meine Schwester sehr! Aber ich habe vollstes Verständnis dafür, wenn jemand ehrlich sagt, dass er sich nicht zumuten/zutrauen möchte/würde, ein schwerbehindertes Menschlein großzuziehen!
Meine Schwester ist inzwischen übrigens depressiv und suizidgefährdet. Weil sie weiß, dass sie behindert ist und viele Dinge nie können wird, die andere ("normale") Menschen können. Und damit ist sie bei weitem nicht die einzige in ihrer Werkstatt!
Du hast ja schon mal an anderer Stelle von Dir geschrieben. Ich find es total wichtig, daß z.B. solche Beiträge geschrieben werden, weil sie helfen zu verstehen und hoffentlich dann auch etwas im Denken und verständnis von anderen zu verändern.
Wollte ich nur schreiben. Ist ja nicht immer einfach so viel von sich preiszugeben.
Hm, habe das Gefühl, solche Beiträge werden von einigen systematisch überlesen![]()
genau deshalb wollte ich noch kurz was schreiben, weil ich es selbst kenne, daß es sich komisch anfühlen kann, wenn man was privates mitteilt und dann das Gefühl hat, daß es überlesen wird ...
Ich kann nur von mir sprechen.
Meine Cousine ist so alt wie ich, sie kam kern gesund zur welt. Mit nem halben jahr bekam sie urplötzlich ein wasserkopf, was dazu führte, das sie geistig und körperlich behindert ist.
Es ist nicht einfach, wirklich nicht. Sie ist wie ein kleines kind, will alles haben, wenn ihr was nicht passt, geht sie auf 1jährige los, alles andere als leicht ist es. Dennoch, sie kann nichts dafür.
Und sollte sowas mit einem meiner kinder passieren, gott bewahre, ich würde alles für mein kind tun, nur nicht hergeben würde ich es. Denn die liebe, die man in dieser zeit schon aufgebaut hat, kann einem keiner ersetzten
Es geht ja um Abtreibung. Die Frage ist also: wäre die Einschränkung schon vor der Geburt bekannt gewesen - hätte man dann Abtreibung in Erwägung gezogen?
Ich würde übrigens mein Kind auch nicht hergeben, wenn es eine Behinderung hätte oder bekäme. Ich gebe auch meine Schwester nicht her - und wer ihr weh tut bekommt es mit mir zu tun! Das ist seit 29 Jahren so und wird auch immer so bleiben!!!!
Trotzdem finde ich es sehr reflektiert von Mausi zu sagen, dass sie sich das weder zutrauen noch zumuten wollen würde. Und ihrer Familie gewiss auch nicht.
Vielleicht erkennt sie auch einfach die Situation... und hat eben auch Angst. ich meine wenn du dich also egal wer jetzt von uns zwischen unserem behinderten kind und unseren 2 gesunden kindern entscheiden müsste und angenommen DU MUSST dich wirklich entscheiden, dann entscheidet man sich doch auch für 2 leben, anstatt für eins? ich meine wenn ich in der siatuation bin mit mehrern kindern würde ich auch pflege in betracht ziehen, bis ich gelernt habe mit umzugehen... und einen weg gefunden habe das allen recht zu machen, dann wäre mein kind wieder bei mir. aber wüsste ich es zur feindiagnostik, ja in der 21. woche wenn ich mein kind schon merke.. und es schon erkennen kann ich würde mich dagegen entscheiden... ja würde ich... aber dasistja nicht so das ih sage ich treib ab und es ist mir gal.. ich würde leiden... und ich würde daran kaputt gehen, mein keks gehen zulassen... aber ich weiss zumindest im nüchteren zustand das es besser ist..
09.08.2012 02:03
Zitat von Biniu.Holly:
Zitat von Anja_MTK:
Zitat von SarahBS1982:
Zitat von Anja_MTK:
Zitat von SarahBS1982:
Ich weiß nicht, wie viele hier tatsächlich ihr leben mit einem Menschen mit Schwerbehinderung geteilt haben. Deswegen äußere ich mich hier mal als Betroffene.
Ich bin mit einer schwerbehinderten älteren Schwester aufgewachsen und kann sagen, dass das für die ganze Familie schwierig war. Ich wurde von meinen Eltern sehr geliebt, aber durch die nötigen Therapien meiner Schwester auch oft vernachlässigt. Ich liebe meine Schwester und möchte, dass sie in der Zukunft bei meinem Mann und mir wohnt. Objektiv betrachtet muss ich aber sagen, dass es für unsere Familie oft kritisch war.
Und noch heute ist es schwierig! Sie ist 32, ich fast 30. Da ist man als Eltern normalerweise schon "aus dem Schneider". Nicht so bei Kindern mit Behinderung.
Meine Mutter hat ihren geliebten Beruf aufgegeben und konnte auch nicht wieder einsteigen. Sie hat den Haushalt gemacht, sich um die Förderung und Therapien meiner Schwester gekümmert, musste noch 2x am Tag mit meiner Schwester zuhause Krankengym machen... und ich war ja auch noch da![]()
Mein Vater musste seine Selbständigkeit aufgeben um ein sicheres Einkommen zu gewährleisten. wir hatten zwar nie finanzielle Schwierigkeiten, aber als er selber dann schwer krank wurde war es gut, dass er dort in Teilzeit weiter arbeiten konnte statt sich Gedanken machen zu müssen, ob er seine eigene Firma weiterführen kann. Inzwischen hat er auch einen Ausweis mit 100%.
Ich musste als Kind oft zurückstecken, sowohl zeitlich als auch emotional. Finanziell nie. Und für die frühkindliche Entwicklung ist es auch nicht so förderlich, von Beginn an Rücksichtnahme lernen zu müssen, wie es auf Anhieb erstmal klingt.
Wie gesagt, ich liebe meine Schwester sehr! Aber ich habe vollstes Verständnis dafür, wenn jemand ehrlich sagt, dass er sich nicht zumuten/zutrauen möchte/würde, ein schwerbehindertes Menschlein großzuziehen!
Meine Schwester ist inzwischen übrigens depressiv und suizidgefährdet. Weil sie weiß, dass sie behindert ist und viele Dinge nie können wird, die andere ("normale") Menschen können. Und damit ist sie bei weitem nicht die einzige in ihrer Werkstatt!
Du hast ja schon mal an anderer Stelle von Dir geschrieben. Ich find es total wichtig, daß z.B. solche Beiträge geschrieben werden, weil sie helfen zu verstehen und hoffentlich dann auch etwas im Denken und verständnis von anderen zu verändern.
Wollte ich nur schreiben. Ist ja nicht immer einfach so viel von sich preiszugeben.
Hm, habe das Gefühl, solche Beiträge werden von einigen systematisch überlesen![]()
genau deshalb wollte ich noch kurz was schreiben, weil ich es selbst kenne, daß es sich komisch anfühlen kann, wenn man was privates mitteilt und dann das Gefühl hat, daß es überlesen wird ...
Ich kann nur von mir sprechen.
Meine Cousine ist so alt wie ich, sie kam kern gesund zur welt. Mit nem halben jahr bekam sie urplötzlich ein wasserkopf, was dazu führte, das sie geistig und körperlich behindert ist.
Es ist nicht einfach, wirklich nicht. Sie ist wie ein kleines kind, will alles haben, wenn ihr was nicht passt, geht sie auf 1jährige los, alles andere als leicht ist es. Dennoch, sie kann nichts dafür.
Und sollte sowas mit einem meiner kinder passieren, gott bewahre, ich würde alles für mein kind tun, nur nicht hergeben würde ich es. Denn die liebe, die man in dieser zeit schon aufgebaut hat, kann einem keiner ersetzten
So und wenn Du noch dazu geschrieben hättest, daß Dir dann der Hinter mächtig auf Glatteis geht, weil Du z.B. nicht weißt, wie Du Deinen anderen Kindern noch gerecht werden sollst, dann hätte ich nicht so Bauchschmerzen beim Lesen.
Ich habe immer Bauchschmerzen, wenn es darum geht, daß nur von Aufopferung gesprochen wird. Gehen wir mal vom Normalfall aus, so liebt jede Mutter ihr Kind und würdet ihren recht oder linken Arm oder auch beide geben. Aber das ist eben nur eine Seite der Medaille. Und wenn wir über die andere nicht sprechen, nicht über Ängste sprechen, über Befürchtungen, dann ... dann taugt es in meinen Augen nichts. Dann übersehen wir die anderen, lassen sie allein in ihrer Situation. Was sind wir dann für Menschen, wenn wir dann die Luft entsetzt anhalten, wenn in solchen Situationen Zweifel geäußert werden, warum kann man nicht damit leben, daß so was eben zwei Seiten hat ... Wieso muß immer betont werden, daß man natürlich alles aufgibt und kein Leben mehr haben möchte und nur noch für die Kinder und so weiter ... In so Situationen ist das doch nur die halbe Wahrheit.
So lange ich eine Situation nicht selbst kenne und zwar aus der Warte derjenigen, über die ich mir gerade eine Meinung bilde, versuche ich mir keine zu bilden. (nicht immer einfach, aber ich gebe mir Mühe). Ich weiß nicht, wie das ist, wenn man auf einmal in den Situation stecke, ich kann darüber nachdenken, was es für Folgen haben kann, aber ich mußte es (bisher) nie selbst erfahren. Wieso erlaube ich mir dann über eine Frau zu urteilen, die sagt, sie schafft es nicht oder die Angst hat oder am Ende ihrer Kräft oder ersetze alle "oder" durch "und" ...
09.08.2012 08:47
Zitat von Dieda:
Schreckliches Thema - schöner Thread.
soe siehts aus und auf einen Nenner wird man eh nie kommen...
09.08.2012 08:50
Zitat von bvbana:
Zitat von Dieda:
Schreckliches Thema - schöner Thread.
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soe siehts aus und auf einen Nenner wird man eh nie kommen...
Das muss man in dem Fall auch nicht.
Die Gesetze sind wie sie sind und eine Abtreibung, aus welchen Gründen auch immer sie geschehen sollte, ist sicherlich nie eine leichte Entscheidung und hinterlässt Spuren.
09.08.2012 08:52
Zitat von Elisa:
Zitat von bvbana:
Zitat von Dieda:
Schreckliches Thema - schöner Thread.
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soe siehts aus und auf einen Nenner wird man eh nie kommen...
Das muss man in dem Fall auch nicht.
Die Gesetze sind wie sie sind und eine Abtreibung, aus welchen Gründen auch immer sie geschehen sollte, ist sicherlich nie eine leichte Entscheidung und hinterlässt Spuren.
Sehe ich auch so. Jeder muss es für sich entscheiden, ob er es mit sich und seinem Gewissen vereinbaren kann. ich finde es auf jeden Fall gut, dass man überhaupt die Entscheidungsfreiheit hat in den ersten drei Monaten.
09.08.2012 09:05
Zitat von SpieloReloaded:
Zitat von Kireinahanna:
Zitat von Naddel84:
Zitat von SpieloReloaded:kann ich nachvollziehen,aber auch nur das von dir!!
Jede Frau hat sicher ihre mehr oder weniger nachvollziehbaren Gründe für einen Schwangerschaftsabbruch.
Bei uns wäre es der, dass ich eine weitere Geburt wahrscheinlich nicht überstehen würde. Das Kind würde überleben, aber mein Mann wäre dann mit drei Kindern allein. Für viele (in meinen Augen dumme) Menschen mag ein Schwangerschaftsabbruch Mord sein - in meinem Fall wäre es Selbstmord, wenn ich mich für die Schwangerschaft entscheiden würde. Wer mich dennoch verurteilen würde, zeigt mir eindeutig, dass er nicht ganz richtig im Kopf sein kann.
Das kann ich auch nachvollziehen.....
Aber das mein ich ja. Manche Frauen wären vielleicht auch nicht in der Lage es zu bewältigen ein Kind auszutragen. Und es geht ja nichtmal ums behalten oder adoptieren, sondern einfach um die Schwangerschaft an sich. Manche Frauen würden das nunmal einfach körperlich oder seelisch nicht packen. Wer entscheidet denn das, ob eine Frau da durch muss oder nicht?
Ich habe es auch schon erlebt, dass jemand meinte, dass eine wahre Mutter IMMER das Kind bekommen müsse und niemals abtreiben dürfe. Egal, ob die Mutter oder das Kind unter der Geburt sterben würde.
Aber was ist man denn für eine Mutter, wenn man sein Kind erst ein zentrales Nervensystem voll entwickeln und damit volle Schmerzen entwickeln lässt, um es nach der Geburt dann sterben zu lassen, weil es gar nicht überlebensfähig ist?
Oder im vollen Bewusstsein, dass das Kind niemals seine leibliche Mutter kennenlernt in den Geburtstod zu rennen, nur weil ja ein Schwangerschaftsabbruch so "böse" ist?
Wer entscheidet denn letztlich wirklich, ob ein Schwangerschaftsabbruch vertretbar ist? Letztlich doch nur die Mutter selber. Die muss damit klarkommen, diesen Schritt gegangen zu sein. Ich denke täglich drüber nach, was wäre wenn es bei uns soweit ist. Die Entscheidung steht ja schon fest, aber trotzdem muss ich mich damit auseinandersetzen, damit ich hinterher nicht so leide. Denn auch wenn klar ist, was ich tun werde, wird es sicher kein leichter Weg werden. Die wenigsten Frauen machen das aus Spaß, das darf man nicht vergessen.
genau DAS mein ich!
09.08.2012 09:09
Schwieriges Thema.
Da ich nie in der Situation gewesen bin kann ich auch keine wirkliche Meinung dazu sagen.
Wobei ich mir nicht vorstellen kann mein eigenes Kind abzutreiben. egal was mit dem kind ist.
Da ich nie in der Situation gewesen bin kann ich auch keine wirkliche Meinung dazu sagen.
Wobei ich mir nicht vorstellen kann mein eigenes Kind abzutreiben. egal was mit dem kind ist.
09.08.2012 09:11
Zitat von Lucretia:
Kein freies Zimmer mehr im Haus..*lach*
Dann zieht man halt um...ist das so schwer ?
Wenn man mit der Familienplanung abgeschlossen hat, dann lässt man sich sterilisieren, dann passiert auch nix...mann, mann...
Naja, das Thema polarisiert.. und Jede hat eine andere Einstellung dazu.
Für mich wären Gründe :
*Missbrauch
*Kind hat eine schwere Behinderung
*Vater des Kindes ist absolut dagegen
(sicher sieht diesen Grund auch Jede anders, allerdings war es für mich mit ein Grund, warum ich mich für's Kind entschied. Wäre mein Freund extrem dagegen gewesen und hätte z.B gesagt, ich werde mich nicht ums Kind kümmern, sehe mich nicht als Vater etc.. hätte ich auch 2-Mal überlegt, ob ich's bekomme, weil ich finde, dass das Kind einen guten Vater haben sollte bzw Einer der dazu steht!)
* wenn man Ü40 ist bzw. ein kritisches Alter erreicht hat !
( Umso älter die Mutter, je höher das Risiko einer Behinderung. Ich selber werde deshalb bis 30 die Planung abschliessen, wenn ich nochmal in paar Jahren Eins bekomme.)
siehst du, so unterschiedlich sind die menschen... "freund/mann dagegen" und Ü40 wären für mich ABSOLUT keine gründe, die eine abtreibung rechtfertigen...
mit dem "kein zimmer/platz im haus" sollte ich evtl genauer erklären:
- wir haben vor in 2-3 jahren zu bauen, bis dahin wird entschieden, ob wir 1 oder 2 kinder wollen (mehr kommt sowieso nicht in frage) und so wird das haus gebaut... in das haus kommt auch die firma von meinem freund mit rein, lagerhalle etc. - nein, umziehen ist dann eben nicht drin.
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