"Terror" ihr Urteil (ARD)
18.10.2016 01:16
Mal ne Frage: würdet ihr euer Leben opfern, um das von 10 euch unbekannten Menschen zu retten?
18.10.2016 01:27
Zitat von Sonce:
Zitat von Skorpi:
Zitat von faerie:
Ich tue mich eben auch schwer mit der Tatsache, dass den Menschen im Flugzeug die, wenn auch geringe, Chance genommen wurde, die Situation vielleicht noch an sich zu reißen.
Kann ich verstehen, aber wie wahrscheinlich ist das? Da sehe ich die Chance echt zu null.
Das sind in meinen Augen Wunschvorstellungen, das warten auf ein Wunder. Zudem wusste der Angeklagte ja auch gar nicht, dass die Passagiere versuchten ins Cockpit zu gelangen.
Klar es bestand nur eine sehr unwahrscheinlich geringe Chance das die Passagiere oder auch nur einer von ihnen überlebt.
Doch wie wahrscheinlich wäre das Flugzeug denn ins Stadion geflogen? Wird man ja nie wissen... und vllt hätten die Menschen im Flugzeug sich eben auch selbst geopfert um dies zu verhindern.
Wie denn?
Das Flugzeug wäre schon mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ins Stadion geflogen. Sprach ja im Grunde auch alles dafür.
18.10.2016 01:30
Zitat von Skorpi:
Zitat von Sonce:
Zitat von Skorpi:
Zitat von faerie:
Ich tue mich eben auch schwer mit der Tatsache, dass den Menschen im Flugzeug die, wenn auch geringe, Chance genommen wurde, die Situation vielleicht noch an sich zu reißen.
Kann ich verstehen, aber wie wahrscheinlich ist das? Da sehe ich die Chance echt zu null.
Das sind in meinen Augen Wunschvorstellungen, das warten auf ein Wunder. Zudem wusste der Angeklagte ja auch gar nicht, dass die Passagiere versuchten ins Cockpit zu gelangen.
Klar es bestand nur eine sehr unwahrscheinlich geringe Chance das die Passagiere oder auch nur einer von ihnen überlebt.
Doch wie wahrscheinlich wäre das Flugzeug denn ins Stadion geflogen? Wird man ja nie wissen... und vllt hätten die Menschen im Flugzeug sich eben auch selbst geopfert um dies zu verhindern.
Wie denn?
Das Flugzeug wäre schon mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ins Stadion geflogen. Sprach ja im Grunde auch alles dafür.
Wenn sie es geschafft hätten ins Cockpit zu kommen.
18.10.2016 01:31
Zitat von Sonce:
Mal ne Frage: würdet ihr euer Leben opfern, um das von 10 euch unbekannten Menschen zu retten?
Vermutlich nicht. Aber wenn ich wüsste, ich müsste sowieso in ein paar Minuten sterben, Ja.
18.10.2016 01:38
Zitat von Sonce:
Mal ne Frage: würdet ihr euer Leben opfern, um das von 10 euch unbekannten Menschen zu retten?
Nein. Dafür lieb ich mein Leben zu sehr und meine Familie, meinen Sohn...
Auch würde ich meinen Sohn jederzeit einem Zug voller Passagiere vorziehen. [zu der Frage mit dem Kurzfilm]. Das ist purer Egoismus. Aber allein der Gedanke ihn zu verlieren und der Schmerz dabei, dass er durch meine Entscheidung aus dem Leben gerissen werden würde, räumt mir keine andere Möglichkeit ein.
In dem Moment wäre mir "egal" (ist das falsche Wort, es ist spät in der Nacht und ich hab grad keine andere Idee dafür), wieviele Menschen im Zug sitzen, das wichtigste Leben würde vor mir stehen. Und ihm hab ich versprochen, jederzeit mein Bestmöglichstes zu tun, dass ihm nichts schadet und er glücklich ist.
18.10.2016 01:39
Zitat von Skorpi:
Zitat von Sonce:
Mal ne Frage: würdet ihr euer Leben opfern, um das von 10 euch unbekannten Menschen zu retten?
Vermutlich nicht. Aber wenn ich wüsste, ich müsste sowieso in ein paar Minuten sterben, Ja.
Und wenn du bis zur letzten Sekunde eben nicht wüsstest, das du so oder so 100% sterben würdest? Oder wenns einfach nur darum geht das nur du oder die gruppe überleben können?
Ich würde mich wohl wahrscheinlich auch nicht opfern.
Aber bei der Frage "würdet ihr einen unbekannten umbringen um 10 andere unbekannte zu retten" ....is die Antwort eigentlich wieder einfacher
Die meisten würden es tun.
18.10.2016 01:42
Zitat von Alaska:
Zitat von Sonce:
Mal ne Frage: würdet ihr euer Leben opfern, um das von 10 euch unbekannten Menschen zu retten?
Nein. Dafür lieb ich mein Leben zu sehr und meine Familie, meinen Sohn...
Auch würde ich meinen Sohn jederzeit einem Zug voller Passagiere vorziehen. [zu der Frage mit dem Kurzfilm]. Das ist purer Egoismus. Aber allein der Gedanke ihn zu verlieren und der Schmerz dabei, dass er durch meine Entscheidung aus dem Leben gerissen werden würde, räumt mir keine andere Möglichkeit ein.
In dem Moment wäre mir "egal" (ist das falsche Wort, es ist spät in der Nacht und ich hab grad keine andere Idee dafür), wieviele Menschen im Zug sitzen, das wichtigste Leben würde vor mir stehen. Und ihm hab ich versprochen, jederzeit mein Bestmöglichstes zu tun, dass ihm nichts schadet und er glücklich ist.
Sehe ich genauso.
Im Film wurde der Angeklagte auch gefragt, ob er auf das Flugzeug geschossen hätte, säße dort seine Frau und sein Sohn drin. Diese Frage konnte er nicht beantworten und das finde ich auch total menschlich. Das wäre in meinen Augen auch wieder eine ganz andere Situation.
18.10.2016 01:45
Zitat von Alaska:
Zitat von Sonce:
Mal ne Frage: würdet ihr euer Leben opfern, um das von 10 euch unbekannten Menschen zu retten?
Nein. Dafür lieb ich mein Leben zu sehr und meine Familie, meinen Sohn...
Auch würde ich meinen Sohn jederzeit einem Zug voller Passagiere vorziehen. [zu der Frage mit dem Kurzfilm]. Das ist purer Egoismus. Aber allein der Gedanke ihn zu verlieren und der Schmerz dabei, dass er durch meine Entscheidung aus dem Leben gerissen werden würde, räumt mir keine andere Möglichkeit ein.
In dem Moment wäre mir "egal" (ist das falsche Wort, es ist spät in der Nacht und ich hab grad keine andere Idee dafür), wieviele Menschen im Zug sitzen, das wichtigste Leben würde vor mir stehen. Und ihm hab ich versprochen, jederzeit mein Bestmöglichstes zu tun, dass ihm nichts schadet und er glücklich ist.
Ich würde genauso handeln. ..... wenn es sich um mein Leben handelt oder um das meines Kindes.da würde ich kein Opfer bringen wollen. Mir egal, wie viele Menschenleben dadurch verloren gehen......
Aber wenn man die Entscheidung hat zwischen fremden, dann würden die meisten die Menschen opfern, die einen geringeren teil ausmachen.
Wobei ja eben auch dieser geringere teil etwas ausmacht (siehe unser Kind das wir retten würden).
In dem kurzfilm entscheidet sich der vater übrigens gegen seinen Sohn
18.10.2016 01:45
Ich glaub, ich schau mal, ob ich den Film in der Mediathek finde. Ich würd ihn zu gerne sehen.
Aber jetzt geh ich erstmal schlafen.
Ich hoffe, ich muss in keinem Traum solche Entscheidungen treffen... *brrr
Aber jetzt geh ich erstmal schlafen.
Ich hoffe, ich muss in keinem Traum solche Entscheidungen treffen... *brrr
18.10.2016 01:46
Zitat von Sonce:
Zitat von Skorpi:
Zitat von Sonce:
Mal ne Frage: würdet ihr euer Leben opfern, um das von 10 euch unbekannten Menschen zu retten?
Vermutlich nicht. Aber wenn ich wüsste, ich müsste sowieso in ein paar Minuten sterben, Ja.
Und wenn du bis zur letzten Sekunde eben nicht wüsstest, das du so oder so 100% sterben würdest? Oder wenns einfach nur darum geht das nur du oder die gruppe überleben können?
Ich würde mich wohl wahrscheinlich auch nicht opfern.
Aber bei der Frage "würdet ihr einen unbekannten umbringen um 10 andere unbekannte zu retten" ....is die Antwort eigentlich wieder einfacherDie meisten würden es tun.
Hast du den Film gesehen?
Ich glaube nicht, dass die meisten den einzelnen Menschen töten könnten, um 10 andere zu retten. Bzw. wäre das wieder von Mensch zu Mensch anders. Genauso eben wie die Situation mit dem Angeklagten. Auch wenn ich ihn für nicht schuldig halte, weiß ich nicht, ob ich genauso gehandelt hätte. Ich tendiere sogar eher dazu, dass ich eben auch nicht geschossen hätte. Aber schuldig ist der Angeklagte in meinen Augen absolut nicht.
Wenn ich nicht wüsste, ob ich sterben würde, würde ich mich nicht opfern, nein.
18.10.2016 01:48
Zitat von Skorpi:
Zitat von Alaska:
Zitat von Sonce:
Mal ne Frage: würdet ihr euer Leben opfern, um das von 10 euch unbekannten Menschen zu retten?
Nein. Dafür lieb ich mein Leben zu sehr und meine Familie, meinen Sohn...
Auch würde ich meinen Sohn jederzeit einem Zug voller Passagiere vorziehen. [zu der Frage mit dem Kurzfilm]. Das ist purer Egoismus. Aber allein der Gedanke ihn zu verlieren und der Schmerz dabei, dass er durch meine Entscheidung aus dem Leben gerissen werden würde, räumt mir keine andere Möglichkeit ein.
In dem Moment wäre mir "egal" (ist das falsche Wort, es ist spät in der Nacht und ich hab grad keine andere Idee dafür), wieviele Menschen im Zug sitzen, das wichtigste Leben würde vor mir stehen. Und ihm hab ich versprochen, jederzeit mein Bestmöglichstes zu tun, dass ihm nichts schadet und er glücklich ist.
Sehe ich genauso.
Im Film wurde der Angeklagte auch gefragt, ob er auf das Flugzeug geschossen hätte, säße dort seine Frau und sein Sohn drin. Diese Frage konnte er nicht beantworten und das finde ich auch total menschlich. Das wäre in meinen Augen auch wieder eine ganz andere Situation.
Hmm... ja aber wenn die Frau oder Sohn drin sitzen, spielen die 170.000 plötzlich keine rolle mehr?
Ich hätte ja sowieso nichts getan und dem ganzen seinen Lauf gelassen. Aber bin da auch bei euch:, wäre Familie im Flugzeug,- dann hätte ich erst recht nicht eingegriffen.
18.10.2016 01:51
Zitat von Sonce:
Zitat von Skorpi:
Zitat von Alaska:
Zitat von Sonce:
Mal ne Frage: würdet ihr euer Leben opfern, um das von 10 euch unbekannten Menschen zu retten?
Nein. Dafür lieb ich mein Leben zu sehr und meine Familie, meinen Sohn...
Auch würde ich meinen Sohn jederzeit einem Zug voller Passagiere vorziehen. [zu der Frage mit dem Kurzfilm]. Das ist purer Egoismus. Aber allein der Gedanke ihn zu verlieren und der Schmerz dabei, dass er durch meine Entscheidung aus dem Leben gerissen werden würde, räumt mir keine andere Möglichkeit ein.
In dem Moment wäre mir "egal" (ist das falsche Wort, es ist spät in der Nacht und ich hab grad keine andere Idee dafür), wieviele Menschen im Zug sitzen, das wichtigste Leben würde vor mir stehen. Und ihm hab ich versprochen, jederzeit mein Bestmöglichstes zu tun, dass ihm nichts schadet und er glücklich ist.
Sehe ich genauso.
Im Film wurde der Angeklagte auch gefragt, ob er auf das Flugzeug geschossen hätte, säße dort seine Frau und sein Sohn drin. Diese Frage konnte er nicht beantworten und das finde ich auch total menschlich. Das wäre in meinen Augen auch wieder eine ganz andere Situation.
Hmm... ja aber wenn die Frau oder Sohn drin sitzen, spielen die 170.000 plötzlich keine rolle mehr?![]()
Ich hätte ja sowieso nichts getan und dem ganzen seinen Lauf gelassen. Aber bin da auch bei euch:, wäre Familie im Flugzeug,- dann hätte ich erst recht nicht eingegriffen.
Wie gesagt, dass ist dann doch wieder eine ganz andere Situation. Ich finde echt nicht, dass man das alles so vergleichen kann.
18.10.2016 07:20
Ich finde es ziemlich schwierig.
Habe auf nicht schuldig gestimmt.
Ich denke, das die Leute wahrscheinlich eh gestorben wären, mit oder ohne Abschuss.
Spätestens wenn sie ins Stadion krachen.
Trotzdem bin ich froh, nie selbst so eine Entscheidung treffen zu müssen, das müssen täglich zich andere Menschen und ob die damit leben können sei dahin gestellt.
Habe auf nicht schuldig gestimmt.
Ich denke, das die Leute wahrscheinlich eh gestorben wären, mit oder ohne Abschuss.
Spätestens wenn sie ins Stadion krachen.
Trotzdem bin ich froh, nie selbst so eine Entscheidung treffen zu müssen, das müssen täglich zich andere Menschen und ob die damit leben können sei dahin gestellt.
18.10.2016 07:39
Zitat von Sonce:pauschal: Nö
Mal ne Frage: würdet ihr euer Leben opfern, um das von 10 euch unbekannten Menschen zu retten?
Sowas muss imho immer differenziert betrachtet werden
Dann evtl ja
18.10.2016 07:42
Zitat von StilleWasser:
Die wirklich Schuldigen sind die Bundesheerverantwortlichen die 28 Minuten lang zugeschaut haben wie das Flugzeug weiterrast anstatt alle Terrorziele/das Stadion räumen zu lassen. Genau DIESE Leute haben es zu verantworten das der Pilot erst in diese Lage gekommen ist entscheiden zu müssen.
Und er ist unschuldig, er hat das einzig richtige in dieser Situation gemacht denn in diesem Szenario wären die 70.000 plus die Passagiere im Flugzeug gestorben - also hat er bloß das Unabwenbare gemacht und 10.000ende Leben gerettet.
*
*
Aber ich find auch unsere Gesetzgebung da besser, da gibt es kein Verbot des Abschusses und der Pilot hätte in dieser Situation selber entschieden dürfen und das moralisch richtige tun dürfen.
HIer kann ich mich echt anschließen, noch dazu, wo ich nun die Zahlen kenne. 28 Minuten sind sicher knapp, aber man hätte das Stadion räumen können.
Wenn man den Soldaten geschossen hat verurteilt, dann mit geringer Strafe, aber eben auch die, die verantwortlich sind und nicht wenigstens versucht haben zu räumen.
Das ist so ähnlich, wie die Verurteilungen der Soldaten, die an der Mauer geschossen haben. Die hatten einen Schießbefehl. Meist Familie zu Hause. Sich in der NVA einem Befehl widersetzen, war genauso schlimm, denn das zog Konsequenzen für die ganze Familie nach sich. Trotzdem wurden sie teilweise verurteilt, aber die, die eben hinter dem Befehl steckten, blieben unangetastet. Sicher kein Vergleich von der Todeszahl her, aber am Ende dasselbe. Der eine handelt auf Befehl, der andere dagegen. Und beide Mal nur deswegen so, weil es unfähige Befehlshaber gab.
Die, die den eigentlichen Fehler begangen haben, nämlich abzuwarten und zuzuschauen, statt zu räumen, haben im Grunde das Todesurteil gesprochen. Und sie gehören scharf verurteilt, nicht der Soldat, der sich mit Sicherheit den Rest seines Lebens damit rumplagt, diese Entscheidung getroffen zu haben.
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