Mütter- und Schwangerenforum

Erstklässler suspendiert

Gehe zu Seite:
bambina_1990
16683 Beiträge
21.03.2022 08:15
Ich will ja jetzt nichts unterstellen doch ich denke du erzählst nur die halbe Wahrheit. Das war bestimmt nicht das erste vorkommniss dieser Art Ansonsten würde die Schule deinen Sohn nicht gleich solange Suspendieren .
Die Aktion mit der Kette war extrem übergriffig und nicht ausversehen oder eine Kleinigkeit. Um nur ansatzweise irgendwas beurteilen zu können müsste man alles wissen unzwar wie es wirklich war .
Botticelli
9283 Beiträge
21.03.2022 08:18
Könnte es der Paragraph 35a sein? Ohne bekommt man keine Schulbegleitung.
Ich finde nicht, dass sich das alles so harmlos liest. Eine Lehrkraft ist für viele Kinder zuständig und dann hat man da einen der sich nicht einfügen kann, aus was für Gründen auch immer. Da braucht es einen zweiten Erwachsenen um gut auf das Kind eingehen zu können. Wir haben nun mal die Schulpflicht und einen Lehrplan. Es ist so ja schon alles stressig und viel für die Lehrer.
Seid ihr mit eurem Kind schon im spz in einer Diagnostik? Oder bei einem Kinderpsychologen? Ansprechpartner könnte auch der Kinderarzt sein.
serap1981
2740 Beiträge
21.03.2022 08:23
Ich habe irgendwie den Eindruck, dass ihr die Probleme eurer Kinder nicht sehen könnt.
Da ist ein kleiner Stöpsel von 7 Jahren, der die Lehrerin massiv angreift (an der Kette ziehen = würgen) und mit Gegenständen um sich wirft und zwar so massiv, dass er beim rauslaufen nicht aufgehalten werden kann (Eigenschutz vor Aufsichtspflicht)
Und dazwischen sicher tausende kleinere Dinge, die jetzt hier nicht stehen, weil eine i-Kraft kein nettes Gimmick ist, sondern nur genehmigt wird, wenn eine Beschulung sonst nicht möglich ist.

Welche Hilfen habt ihr euch bisher gesucht? Was ist mit Erziehungsberatung, Kinderpsychologe, SPZ und co?
Zirkonia85
1669 Beiträge
21.03.2022 08:28
Zitat von Luni:

Wenn er nur rausgerannt ist, finde ich eine Suspendierung von 3 Wochen völlig übertrieben. Da gibt es hier härtere Fälle.
In der Klasse meiner Tochter ist ein sehr auffälliges Mädchen. Sie hat aber auch eine Geschichte. Sie lebt in einer Wohngruppe, weil sie ihren Eltern weggenommen wurde. Und das kurz vor der Einschulung damals.
Sie ist sehr auffällig, prügelt sich mit den Jungs, schmeißt ihre Schuhe aus dem Fenster oder an die Decke. Wenn es zu wild ist, dann muss sie abgeholt werden.

Einmal fuhr ich nach Hause (wir wohnen nahe der Schule) sah ich die Polizei an der Schule stehen. Meine Tochter lief gerade nach Hause und sie erzählte mir, dass diese Mädchen eine neue Lehrkraft im Unterricht als hässlich und doof bezeichnet hatte. Sie musste dann aus dem Unterricht. Meine Tochter hat sie dann beim Heimweg im Pausenhof gesehen, mit einem Stock in der Hand. Um sie herum 4 Polizisten die ruhig auf sie einredeten.
Für diese Aktion bekam das Mädchen (9) 2 Tage Schulverbot. Danach war 1 Woche Faschingsferien.

Das Verhalten deines Sohnes war sicher nicht in Ordnung und dem muss nachgegangen werden. Aber eine so lange Suspendierung ist meines Erachtens Quatsch und hilft keinem weiter. Sie bringt deinen Sohn sofort in eine unmögliche Situation. Besser währe es Hilfe von der Schulpsychologin anzubieten. Ob eine I-Kraft nötig ist, kann diese zusammen mit dem Kinderarzt erörtern.

Es geht doch nicht um das rausrennen. Er hat die Lehrerin körperlich angegriffen. Das wäre eine komplette Suspendierung mehr als gerechtfertigt. Die arme Lehrerin hat bestimmt jetzt Angst und da wird noch mehr kommen.
Regentonne
243 Beiträge
21.03.2022 08:32
Kann ich ne Scheibe von abhaben? Bei uns sind regelmäßig Prügeleien und letzte Woche ging ein Kind mit geöffneter Schere auf ein anderes los. Nur bei uns passiert: nichts. Kein Rückruf, deine Disziplinierung, nein man mag den Vorfall bitte einfach vergessen.
21.03.2022 08:34
Ich finde auch das ist einfach ein Verhalten das einfach gar nicht geht das fast alle Kinder unter keinen Umständen irgendwie auch nur ansatzweise zeigen würden.

Sprich selbst wenn es das erste Mal war: das geht einfach gar nicht, dass ein Kind derart körperlich wird. Ein absolutes No-Go was einfach niemals, nie vorkommen darf.

Und wenn so etwas passiert, dann liegt schon einiges im Argen.

Ich als Lehrerin würde so einem Kind auch nie wieder ohne einen anderen Erwachsenen alleine ausgesetzt sein wollen.

Denn der Lehrer darf sich ja gar nicht verteidigen und z.b. die Hand wegschlagen dann wäre das Geschrei der Eltern schon wieder riesig.
Rommy-1983
1365 Beiträge
21.03.2022 08:40
Zitat von Christen:

Zitat von Rommy-1983:

Sind die Vorfälle wirklich so harmlos oder wird hier evtl etwas weg gelassen?
Dein Kind zeigt starke Überforderung zeichen, evtl ist es garnicht ratsam, so weiter zu machen?
soo harmlos finde ich es jetzt nicht. Wie harmlos fändest du es,wenn dein Kind beispielsweise einen Gegenstand abbekommt,der durch die Klasse geworfen wird oder mit einer Kette halb stranguliert wird (überspitzt ausgedrückt) da wäre der Aufschrei aber groß,zu Recht....


Das,, harmlos" bezog sich auf die Schilderung der TS, die ja die Rechtfertigung der Suspendierung nicht sieht. Natürlich ist es nicht harmlos. Und ich kann mir gut vorstellen, daß es noch anderes gab, was vorgefallen ist.
Mondkind
14752 Beiträge
21.03.2022 08:44
Zitat von kataleia:

Ich finde auch das ist einfach ein Verhalten das einfach gar nicht geht das fast alle Kinder unter keinen Umständen irgendwie auch nur ansatzweise zeigen würden.

Sprich selbst wenn es das erste Mal war: das geht einfach gar nicht, dass ein Kind derart körperlich wird. Ein absolutes No-Go was einfach niemals, nie vorkommen darf.

Und wenn so etwas passiert, dann liegt schon einiges im Argen.

Ich als Lehrerin würde so einem Kind auch nie wieder ohne einen anderen Erwachsenen alleine ausgesetzt sein wollen.

Denn der Lehrer darf sich ja gar nicht verteidigen und z.b. die Hand wegschlagen dann wäre das Geschrei der Eltern schon wieder riesig.


Mal davon abgesehen dass ALLE anderen Kinder der Klasse darunter leiden. Die Lehrerin ist ja mehr damit beschäftigt ein Kind, das außer Rand und Band ist, zu besänftigen, als sich um alle anderen Kinder zu kümmern. Die fallen hinten runter, sind vielleicht verstört, können keinen guten Unterricht machen usw. Das muss man auch alles bedenken.

Ich denke auch das hier sicher viele viele "Kleinigkeiten" vorher passiert sein müssen, die hier vielleicht nicht erzählt werden. Meine Alarmglocken klingen auch wenn erzählt wird "wegen dem großen Kind". Wenn das auch Auffälligkeiten gezeigt hat/zeigt, dann liegt hier was ganz anderes im Argen und nicht nur "Schulunlust" und dann ist gut wenn jetzt gehandelt wird. Ich mein, was muss passieren das sowas gerechtfertigt ist? Muss erst ein anderes Kind oder Lehrer richtig verletzt werden? Dann ist es meiner Meinung nach zu spät. Dann ruft wieder jeder warum vorher nichts geschehen ist.

Vielleicht ist eine Regelschule einfach nichts für das Kind. Nicht jedes Kind kommt damit klar. Das muss man ja auch nicht immer als "negativ" auslegen. Man kann es als Chance sehen. Ich kann's nicht beurteilen, weil ich eben glaube daß wir vieles nicht wissen. Aber wenn eine so lange Suspendierung auferlegt wurde, dann muss schon einiges passiert sein, das passiert nicht "einfach so".
Elsilein
15337 Beiträge
21.03.2022 08:53
Zitat von Enfelchen:

Ah ja, Erstklässer… also völlig überzogen alles-wenn es sich wirklich so nur zugetragen hat.

Aber ehrlich gesagt vermute ich auch, dass da mehr hintersteckt.
Auch das mit der I-Kraft finde ich seltsam. Man beantragt doch keine I-Kraft für ein evtl auffälliges Kind. Da muss doch schon was diagnostiziert sein?!

Es gibt auch sozial-emotionale Beeinträchtigungen, die einen I-Status rechtfertigen. Ich glaube aber kaum, dass diese Empfehlung "nur" anhand zweier Situationen ausgesprochen wird. Ebenso die Suspendierungen. Ich hab keine Ahnung, ob drei Wochen grundsätzlich erlaubt und üblich sind (das ist bundeslandabhängig; ich glaube, bei uns sind es höchstens 10 Tage), aber ich vermute, die erwähnten Übergriffe waren nur die Spitze des Eisbergs und da wird zuvor auch schon einiges schief gelaufen sein.

Es ist auch einfach nochmal ein Unterschied, ob ein Kind zu Hause herum randaliert, Sachen wirft, sich auf Eltern oder Geschwister stürzt oder ob es das im öffentlichen Raum in der Schule macht. Wenn ich mir vorstelle, das wäre bei uns so, dass unser Sohn sowas zu Hause macht, dann müsste da schon einiges im Argen liegen, da müsste es ihm richtig schlecht gehen. Aber dann noch in der Schule?
Oje oje, das geht weit über die "normale" Impulsivität eines Schulanfängers hinaus, wirklich. Und so leid es mir tut, aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass da ein ruhiger, angepasster Schüler sitzt, der "aus Versehen" 2x ausgerastet ist. Wie ist er denn normalerweise? Ist er zu Hause auch impulsiv und fremdaggressiv? Und wie war es (abgesehen von diesen zwei Vorfällen) in der Schule?

Ich habe übrigens mal eine geistig beeinträchtigte Frau betreut, die die Angewohnheit hatte, Personen an Ketten oder Schals zu ziehen/zu würgen und kann aus eigener Erfahrung sagen, dass das alles andere als ohne ist. Abgesehen von der tatsächlichen Verletzungsgefahr fühlt man sich extrem ausgeliefert, wenn jemand mit Kraft am Hals reißt. Es ist wirklich schwer bis unmöglich, sich aus eigener Kraft aus so einer Lage zu befreien und ich hatte tatsächlich auch Angst vor dieser Person. Ich hatte nach so einem Übergriff lange Probleme mit dem Rücken, speziell mit Nacken und Schultern, weil ich ruckartig nach vorne gerissen wurde. Ein anderes Mal hatte ich ungünstigerweise einen Wasserkocher mit 1,5l kochendem Wasser in der Hand, als ich von hinten am Schal gepackt und gen Erdboden gerissen wurde. Das hinterlässt auch psychisch Spuren, auch wenn die Arbeit mit fremdagggressiven Menschen vielleicht zum Berufsalltag gehört. Man kann sich in so einer Situation nicht wirklich wehren und ist auf die Gnade des Angreifers angewiesen, dass dieser freundlicherweise irgendwann loslässt. Ich weiß nicht, ob man sich das Gefühl vorstellen kann, wenn man es nicht selbst schon einmal erlebt hat.
Anonym 2 (208354)
0 Beiträge
21.03.2022 08:57
Zitat von Enfelchen:

Ah ja, Erstklässer… also völlig überzogen alles-wenn es sich wirklich so nur zugetragen hat.

Aber ehrlich gesagt vermute ich auch, dass da mehr hintersteckt.
Auch das mit der I-Kraft finde ich seltsam. Man beantragt doch keine I-Kraft für ein evtl auffälliges Kind. Da muss doch schon was diagnostiziert sein?!

Nein. Es geht auch wenn das Kind "sozial auffällig" ist und dies bescheinigt wird. Es braucht aber keine weitere Diagnose

Nur dauert der Antrag einige Wochen. Und bis eine I Kraft dann gefunden wird dauert es noch länger.
Dies ist also keine schnelle Lösung
Anonym 1 (208354)
0 Beiträge
21.03.2022 09:06
Es waren definitiv nur diese beiden Situationen!

Nach der ersten sagten sowohl Schulleitung als auch Lehrerin, das sie sowas gar nicht von unserem Kind kennen. Es wäre so, als wäre auf einmal ein Knoten geplatzt. Unser Kind wurde wohl schon öfter in der Schule und auf dem Nachhauseweg geärgert.

Die Lehrerin war sonst immer zufrieden mit unserem Kind. Beim ersten Elternsprechtag sagte sie, das unser Kind sehr ruhig ist, aber langsam auftaut. Bis zu dem ersten Vorfall war alles ok. Auch beim letzten Gespräch wurde unser Kind was die Aufgaben etc. angeht gelobt, vor allem in Mathe ist unser Kind schon sehr weit und macht wohl auch teilweise andere Aufgaben als die anderen Kinder.

Aber ich werde dann echt beim Gesundheitsamt, Schulamt usw. anrufen, denn hier Mutmaßungen und Unterstellungen bringen nichts. Ich habe einfach nur gefragt ob 3 Wochen gerechtfertigt sind oder nicht, das wars.

So und nun muss ich weiter arbeiten, denn noch habe ich eine Arbeit, aber wenn das so weiter geht, kann ich diese wohl bald kündigen.
Anonym 3 (208354)
0 Beiträge
21.03.2022 09:06
Was mich interessieren würde, liebe TS, wie reagierst DU denn als Mutter darauf, wenn Lehrkraft oder Schule, dich auf Probleme deines Kindes ansprechen? Gehst du selbst in die Verteidigung, weil du es ggf als Kritik an dir bzw deiner Erziehung wertest? Sowohl in der Schule, als auch im Kindergarten ist eine Erziehungskooperation das A und O. Soll heißen, wenn Erzieherinnen oder Lehrkräfte bei deinem Kind Auffälligkeiten feststellen und dich diesbezüglich informieren, ist es ratsam dem erstmal wertfrei nachzugehen- auch wenn du das Verhalten zu Hause nicht kennst von deinem Kind. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass Schule bzw Lehrkräfte wesentlich verständnisvoller sind, wenn man als Eltern deren Sorge ernst nimmt und sich kümmert den Problemen auf den Grund zu gehen.

Mein 1. Klässler zeigt in der Schule auch Auffälligkeiten. Er hat massive Probleme mit Konfliktsituationen und kommt da ganz schnell in eine riesen überforderung. Seine Lehrerin sprach mich bereits nach 3 Wochen an, weil er zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt nicht mit ihr geredet hat, ständig an seinem Platz herumgehampelt hat und sich sehr unwohl zu fühlen schien. Sie dachte er kann weder richtig sprechen, noch hätte er einen altersgemäß entwickelten Muskeltonus und stellte auch die Frage in den Raum, ob er zu viel Medienkonsum hat.
Ich hätte an dieser Stelle in die Verteidigung gehen können. Sagen, mein Kind hat so gut wie keinen medienkonsum und bei uns zu Hause kenne ich das Verhalten gar nicht. Bin ich aber nicht. Ich hab mir das alles angehört und bin mit meinem Kind zum Kinderarzt um die Sorgenpunkte der Lehrkraft abklären zu lassen. Ich habe ihr dann auch Videos gezeigt, wie mein Kind hier zu Hause spricht und turnt um einfach abzugleichen. Sie meinte dann auch, dass er in der Schule ein komplett anderes Kind ist als hier.

Bei ihm kam dann auch destruktives Verhalten dazu. Er hat ein Buch aus der Leseecke kaputt gemacht und häufig gegen seinen eigenen Ranzen getreten und geschrien dass er die Schule hasst. Mir war da klar, dass mein Kind in dieser schulsituation Hilfe braucht! Er wollte auch gar nicht mehr hin, hatte Bauchweh morgens. Ich habe mich dann an eine psychologische Beratungsstelle gewandt und auch die Lehrkraft ins Boot geholt. Sie durfte ebenfalls mit der Psychologin sprechen und bekam dort gute Tipps zum Umgang mit meinem Sohn und mittlerweile vertraut er ihr sehr und sie kann ihn gut erreichen, wenn er in die emotionale überforderung rutscht. Er macht jetzt seine Therapie und es geht zunehmend besser.

Worauf ich damit hinaus möchte. Ich bin mir sehr sicher, hätte ich die Sorge der Lehrerin ignoriert und abgetan hätte die Situation bei uns sich ähnlich entwickeln können, wie bei euch. Damit wäre niemandem geholfen. Vorallem nicht meinem Kind.
Anonym 1 (208354)
0 Beiträge
21.03.2022 09:07
Achso und falls jemand erraten hat wer ich bin, wäre es schön, ihr würdet dies für euch behalten.
Elsilein
15337 Beiträge
21.03.2022 09:10
Zitat von Anonym 2 (208354):

Zitat von Enfelchen:

Ah ja, Erstklässer… also völlig überzogen alles-wenn es sich wirklich so nur zugetragen hat.

Aber ehrlich gesagt vermute ich auch, dass da mehr hintersteckt.
Auch das mit der I-Kraft finde ich seltsam. Man beantragt doch keine I-Kraft für ein evtl auffälliges Kind. Da muss doch schon was diagnostiziert sein?!

Nein. Es geht auch wenn das Kind "sozial auffällig" ist und dies bescheinigt wird. Es braucht aber keine weitere Diagnose

Nur dauert der Antrag einige Wochen. Und bis eine I Kraft dann gefunden wird dauert es noch länger.
Dies ist also keine schnelle Lösung

Und ich vermute mal, dass die Schule auch "Zeit schinden" möchte mit diesen Suspendierungen. Es gab ja auch diese Zwischenlösungen mit den 2-3 Stunden Beschulung täglich, also auch da gab es ja schon Maßnahmen der Schule (die offenbar nicht gegriffen haben).
Natürlich ist es Mist für das Kind, wenn es jetzt so lange nicht in die Schule darf und natürlich verbessert das seine Situation nicht.
Allerdings geht da das Wohl der Mitmenschen auch erst einmal vor, der Junge scheint ja eine Gefahr für Lehrer und Mitschüler zu sein.
Also, vielleicht sind diese drei Wochen gar nicht (mehr) die "normale" Suspendierung, sondern sogar schon ein Schritt weiter, um Schüler und Lehrer keiner weiteren Gefahr auszusetzen.
Enfelchen
13117 Beiträge
21.03.2022 09:28
Ich muss aber auch mal etwas Partei ergreifen.

Also bei uns ist das schon „auffällig“, dass gerade die Jungs etwas über die Stränge schlagen.
Leider gibt es da sehr oft einfach Unterschiede zu den Mädels.
Mein Sohn zB ist das sozialste Kind, welches ich kenne. Er hilft jedem, würde am liebsten sein Spielzeug und Taschengeld verschenken und Gewalt ist Zuhause absolut kein Thema (außer evtl normale Streitigkeiten ab und zu mit der Schwester).

Und dennoch gab es massive Rangeleien in der ersten Klasse.

Bitte bitte vergesst nicht diese neuen Situationen der ersten Klasse für diese Kids.
Und Jungs sind sehr oft eben noch vermehrt nonverbal unterwegs.
Und 3 Wochen in der ersten Klasse Suspendierung geht gar nicht.
Wer holt den Stoff nach? Wann? wie? Und Homeschooling ist einfach mit Präsenzunterricht nicht gleichzusetzen.
Das frustriert doch noch mehr und hilft dem Kind bei seinen „Problemen“ auch nicht.

Wir haben deswegen eine Schulsoziarlarbeiterin, die in dem Fall versucht die Lösungen mit den Kindern zu erarbeiten bei zwischenmenschlichen Problemen.

Vielleicht sprichst du das mal an.
Wie gesagt, auch an unserer Schule ist es auffällig, dass aktuell die Gewaltbereitschaft gerade bei den Erstklässlern hoch ist.
Das sagen auch die Erzieher aus dem Hort nebenan und leider ist auch viel Corona geschuldet. Da sehen sie den Unterschied zu der Zeit vor Corona deutlich.
Aber auch Lehrer sollten vielleicht mal ein wenig Empathie den Kindern gegenüber anbringen.

Ich würde mich mal bei der Schullandesbehörde erkundigen. Ich frage mich wo der Lerneffekt bei 3 Wochen schulfrei bei nem Erstklässler sein soll?
Gehe zu Seite:
  • Dieses Thema wurde 36 mal gemerkt