Mütter- und Schwangerenforum

mitbestimmung der kinder - wie weit geht die?

Gehe zu Seite:
cooky
12597 Beiträge
02.10.2017 18:33
Irgendwie glaub ich, wird das mit dem Auto immer noch nicht richtig verstanden

Im Rahmen der Möglichkeiten wurden wir damals auch in die Entscheidung einbezogen als Kinder bzw. Jugendliche. Und das war immer vollkommen problemlos bei drei Kindern
02.10.2017 18:33
Zitat von zuppilini:

Zitat von shelyra:

Zitat von zuppilini:

Zitat von shelyra:

...


Vielleicht sollte ich mal klarstellen, dass ich nicht davon rede, das Kind ENTSCHEIDEN zu lassen. Ich rede davon, es in die Entscheidung miteinzubeziehen, wenn es denn daran ein Interesse hat.

naja, aber ein kind/teenie was noch nie selber auto gefahren ist weiß doch gar nicht welche auswirkungen zb die lenkung hat, oder die ps-zahl, wie sich das auto fährt (ob es sich leicht kuppeln lässt, wie die gänge rein gehen, wie gut man als fahrer sieht) usw
daher sollte man doch immer eine probefahrt machen um zu sehen wie man mit dem auto klar kommt. in der reinen theorie funktioniert das eben nicht.

es hat vielleicht eine ungefähre vorstellung von der ps-zahl, aber mehr doch nicht! und findet dinge wichtig, die zum reinen autofahren aber gar keine auswirkung haben und eher schnickschnack sind.

wie soll ich es da also miteinbeziehen? außer fragen welche farbe man will?
Ok, wir sid da grundlegend verschieden. Mir geht es bei Autos nur um SchnickSChnack, alles was du aufgezählt hast ist mir völlig egal. Ich bin schon viele viele Autos gefahren und komme mit keinem besser klar als mit dem anderen, außer es ist was kaputt. Probefahrten mache ich nur, um abseits vom Eigentümer zu checken ob was kaputt ist.

Farbe ist doch aber zum Beispiel ein Punkt wo man sich nicht unbedingt über andere Meinungen hinwegsetzen muss.
Ich sag ja jetzt zum gefühlt 10000006 Mal, dass sich ein MITspracherecht nur in einem gewissen Rahmen abspielt. Ich rede nicht von "ich will einen Kombi mit Automatik und Kind will einen Porsche mit 7-Gang-Schaltgetriebe" - Ergebnis, wir kaufen den Porsche.


LOl. ich auch. Und nur aus diesem Grund. Ich fahre da nie mit rum, sondern gezielt zu einem Freund, der ihn anhebt und guckt.

Und ich setze mich auch in jedes Auto und fahre los. Mir ist vollkommen egal, wie es sich fährt. Man gewöhnt sich ja an alles. Sicher muss es sein, das ist das einzige Kriterium.
Seramonchen
37809 Beiträge
02.10.2017 18:35
Ich sehe jetzt auch das Problem nicht, das Kind bei Farbe des Autos mitbestimmen zu lassen. Haben wir auch gemacht.
02.10.2017 18:40
Zitat von Skorpi:

Zitat von Cappotella:

Wir Erwachsenen stecken die Rahmenbedingungen ab und innerhalb derer dürfen sie entscheiden.
So handhaben wir das bei den meisten Dingen. Bei manchen Dingen haben sie allerdings keine Entscheidungsgewalt. Hausaufgabe zB wird IMMER nach dem Mittagessen gemacht, denn sonst gibt es bis zum Abend nur Dramen. Außerdem verstehe ich keinen Spaß, wenn es um Kraftausdrücke und dergleichen geht. Da entscheide ich, dass die hier nicht ausgesprochen werden. Auch wenn sie sich dazu entscheiden, mutwillig Dinge zu zerstören, schreite ich ein.

Ansonsten gebe ich den Mäusen immer, wenn möglich, das Gefühl, dass SIE entscheiden können. "Möchtest du diese Schuhe oder doch lieber die anderen anziehen? Wenn du matschen möchtest, brauchst du eine Matschhose, wenn du aber lieber Fahrrad fährst, nimm den Helm - was magst du jetzt machen? Magst du auf dem oder dem Bauernhof Urlaub machen?"

Aber Dinge, bei denen die Weitsicht der Mäuse fehlt, entscheiden dann doch vorrangig wir.


Hier werden Hausaufgaben auch immer nach dem Mittag gemacht. Alles andere fände ich auch nicht mehr schön, irgendwann ist dann ja auch mal genug mit Schule am Tag, dass muss dann nicht noch abends sein, wenn die Konzentration schon halb im Bett liegt.

Ansonsten frage ich aber nicht, was für Schuhe sie anziehen wollen. Ich reiche ihnen das, was ich für sinnvoll halte. Meistens wird es so akzeptiert und wenn nicht, melden sie sich kurz zu Wort und Schuhe werden eben gegen andere eingetauscht. Zu viele Fragen überfordern glaub ich eher nur.

Ich habe hier so ne männliche Diva, die regelmäßig aus der Haut fährt, wenn man einfach ein Paar Schuhe hinhält. Bei ihm muss ich genau 2 Paare hochhalten, die er prinzipiell ablehnt und mault und beim dritten Paar verdreht er dann die Augen und nimmt sie mürrisch. Deswegen mein Beispiel dazu.
02.10.2017 18:47
Zitat von cooky:

Irgendwie glaub ich, wird das mit dem Auto immer noch nicht richtig verstanden

Im Rahmen der Möglichkeiten wurden wir damals auch in die Entscheidung einbezogen als Kinder bzw. Jugendliche. Und das war immer vollkommen problemlos bei drei Kindern
Danke . Ich dachte schon, dass ich chinesisch schreibe
shelyra
69259 Beiträge
02.10.2017 18:53
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von shelyra:

Zitat von Seramonchen:

Zitat von shelyra:

...


Ich stelle mir ja nach wie vor die Frage, ob der Punkt, dass es nicht bei allen Kindern klappt, daran liegt, dass es nicht von Anfang an gemacht wurde. Das ist völlig wertfrei gemeint. Ich denke da echt oft drüber nach

wir haben es bei tim versucht (er geht ja jetzt erst knapp 9 wochen zur schule). aber er spielt dann, lässt sich ablenken, trödelt rum, sagt er hätte gar nix auf usw

daher nein - ich denke es ist zu einem guten stück veranlagung und nur ganz ganz wenig erziehung


Ja, weil ihr es seit 9 Wochen erst ihm überlasst. Hätte man ihm die Entscheidung, Dinge zu erledigen, die erledigt werden müssen, von Anfang an selbst überlassen, wäre es sicher anders. Glaube ich zumindest.

würdest du wirklich 9 wochen lang jeden tag einen eintrag ins mitteilungsheft und sogar strafarbeiten - die lehrerin verteilt dies wenn zu oft vergessen wird - riskieren? gefolgt von elterngesprächen ohne ende?

und er kennt ja, das selber entscheiden. das darf er in den meisten bereichen seitdem er kleinkind ist. das ist also für ihn nix neues.
da klappt es auch, aber im schulbereich eben nicht
shelyra
69259 Beiträge
02.10.2017 18:56
Zitat von Seramonchen:

Zitat von shelyra:

Zitat von Seramonchen:

Zitat von shelyra:

...


Ich stelle mir ja nach wie vor die Frage, ob der Punkt, dass es nicht bei allen Kindern klappt, daran liegt, dass es nicht von Anfang an gemacht wurde. Das ist völlig wertfrei gemeint. Ich denke da echt oft drüber nach

wir haben es bei tim versucht (er geht ja jetzt erst knapp 9 wochen zur schule). aber er spielt dann, lässt sich ablenken, trödelt rum, sagt er hätte gar nix auf usw

daher nein - ich denke es ist zu einem guten stück veranlagung und nur ganz ganz wenig erziehung


Das ist jetzt für mich kein Argument. Ich rede davon, dem Kind von Beginn an Entscheidungen zu überlassen und nicht mal eben mit Einstieg in die Schule.

Meine zwei könnten unterschiedlicher nicht sein und dennoch regulieren sie sich sehr gut selbst. Ich habe alles gleich gemacht bei Ihnen. Daher würde ich halt schon vermuten, dass es ein großes Stück auch mit Erziehung zu tun hat.

aber er konnte ja von beginn an eigene entscheidungen treffen. das war für ihn nix neues.

er durfte von klein an selber entscheiden was er anzieht, was er isst, wann und ob er süßes will (da klappt zb die selbstregulierung), usw

aber im schulbereich klappt es eben nicht!
Schnecke510
7207 Beiträge
02.10.2017 18:58
Zitat von shelyra:

Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von shelyra:

Zitat von Seramonchen:

...

wir haben es bei tim versucht (er geht ja jetzt erst knapp 9 wochen zur schule). aber er spielt dann, lässt sich ablenken, trödelt rum, sagt er hätte gar nix auf usw

daher nein - ich denke es ist zu einem guten stück veranlagung und nur ganz ganz wenig erziehung


Ja, weil ihr es seit 9 Wochen erst ihm überlasst. Hätte man ihm die Entscheidung, Dinge zu erledigen, die erledigt werden müssen, von Anfang an selbst überlassen, wäre es sicher anders. Glaube ich zumindest.

würdest du wirklich 9 wochen lang jeden tag einen eintrag ins mitteilungsheft und sogar strafarbeiten - die lehrerin verteilt dies wenn zu oft vergessen wird - riskieren? gefolgt von elterngesprächen ohne ende?

und er kennt ja, das selber entscheiden. das darf er in den meisten bereichen seitdem er kleinkind ist. das ist also für ihn nix neues.
da klappt es auch, aber im schulbereich eben nicht

Ich bin da ganz bei Shelyra.

Und generell: Kinder brauchen Regeln. Das reduziert die Weltkomplexität (soziologisch gesprochen). Ein Kind wird nicht als Manager geboren, das muss man ihm mitgeben. Erst Regeln, dann immer mehr loslassen. Aber nicht von Anfang an alles selbst überlassen, das kann ja nur schiefgehen.
02.10.2017 19:00
Zitat von Marf:

Zitat von zuppilini:

Zitat von Skorpi:

Zitat von zuppilini:

Ich frag meine anderthalbjährige auch nicht welches Auto sie besser findet. Eine 16-Jährige würde ich da aber - innerhalb eines Rahmens - jedemfalls mit einbeziehen. Vielleicht muss sie die Karre ja auch mal fahren.


Auch mit 16 empfinde ich das nicht als wichtig. Selbst wenn sie das Auto mal fahren sollten, aber irgendwann werden sie dann ja auch ein eigenes haben. Mein Auto ist ja mein Auto.

Ich rede da eher vom Familienauto

Ich glaube das hier genau dies damit gemeint ist.
Wir haben 3 Autos.Und bei allen entscheiden wir Eltern.
Wenn das Kind nun meint,dieses Auto sei blöd weil ja innen nicht die gewünschte Sitzfarbe vorherscht....es würde nichts daran ändern wenn ich es möchte.
Natürlich, was sonst Wir zb haben gar nicht das Geld für 3 Autos *-*
Mein Mann hat einen Firmenwagen, ergo bleibt nur die Debatte ums Familienauto
und da ich das fahre entscheide auch ich was es für eins wird (mein Mann darf
Vorschläge machen, aber die Wahl treffe letztlich ich )
02.10.2017 19:01
Zitat von Seramonchen:

Ich sehe jetzt auch das Problem nicht, das Kind bei Farbe des Autos mitbestimmen zu lassen. Haben wir auch gemacht.
Wenn man nen höheren Preisrahmen hat mag das gehen, hatten wir
zb nicht, folglich geh ich danach was fürn Auto ich mir leisten kann und wenn
mein Kind da meint Silber ist nicht seine Farbe - ja sry Pech, muss es in dem
Fall dann leider mit leben, deswegen such ich doch nicht noch ewig weiter.
Schaf
12471 Beiträge
02.10.2017 19:02
Thema Hausaufgaben sind wir gerade noch völlig in der Findngsphase. Er ist völlig frei wann er sie macht - weil es gut funktioniert! Ich frage also nach der Mitte um 14 Uhr "Jetzt oder heute Abend?" Er schaut zum Fenster raus - Sonnenschein, also heute Abend. Um 17:30 hole ich ihn rein, er geht hoch und macht fix seine Hausaufgaben.
Ich kann ihm also die Freiheit geben weil es funktioniert. Wenn es mal nicht mehr funktioniert müssen wir weiter sehen.

Ich habe ihn gefragt ob er die Hausaufgaben lieber in der Mitte machen will mit seinen Kumpels zusammen - nein will er nicht.

Mittwochs fahre ich um 12 Uhr direkt am KiGa vorbei. Ich frage K2 in der Früh also ob ich ihn vor dem Mittagessen abholen soll oder erst nachmittags.
Wenn ich ihn mittags abhole habe ich den Nachteil, dass ich Mittag essen kochen muss, dafür muss ich nicht nochmal zum KiGa. Alternativ hole ich ihn um 14 Uhr ab, wenn ich auch den Großen von der Schule abhole.

Warum soll ich ihn nun also nicht entscheiden lassen?

Ich gebe meinen Kindern dann Freiheiten, wenn es mir egal ist. Zu Hause bleiben ist bspw. keine Option, weil ihm dann um halb 11 langweilig ist und ich den kleinen Geschwistern nicht gerecht werde.
02.10.2017 19:03
Zitat von zuppilini:

Zitat von cooky:

Irgendwie glaub ich, wird das mit dem Auto immer noch nicht richtig verstanden

Im Rahmen der Möglichkeiten wurden wir damals auch in die Entscheidung einbezogen als Kinder bzw. Jugendliche. Und das war immer vollkommen problemlos bei drei Kindern
Danke . Ich dachte schon, dass ich chinesisch schreibe
das hat nix mit chinesisch zu tun

oder schreib ich chinesisch wenn ich sage das WIR in DEM Punkt nicht mit
entscheiden lassen. andere Meinung und so?
Seramonchen
37809 Beiträge
02.10.2017 19:03
Zitat von Engelchen1711:

Zitat von Seramonchen:

Ich sehe jetzt auch das Problem nicht, das Kind bei Farbe des Autos mitbestimmen zu lassen. Haben wir auch gemacht.
Wenn man nen höheren Preisrahmen hat mag das gehen, hatten wir
zb nicht, folglich geh ich danach was fürn Auto ich mir leisten kann und wenn
mein Kind da meint Silber ist nicht seine Farbe - ja sry Pech, muss es in dem
Fall dann leider mit leben, deswegen such ich doch nicht noch ewig weiter.


Ich meine eher, wenn die Auswahl vorhanden ist. Also zwei Autos, bei denen alles gleich ist, bis auf die Farbe. Da kann es ruhig mit entscheiden
Seramonchen
37809 Beiträge
02.10.2017 19:04
Zitat von shelyra:

Zitat von Seramonchen:

Zitat von shelyra:

Zitat von Seramonchen:

...

wir haben es bei tim versucht (er geht ja jetzt erst knapp 9 wochen zur schule). aber er spielt dann, lässt sich ablenken, trödelt rum, sagt er hätte gar nix auf usw

daher nein - ich denke es ist zu einem guten stück veranlagung und nur ganz ganz wenig erziehung


Das ist jetzt für mich kein Argument. Ich rede davon, dem Kind von Beginn an Entscheidungen zu überlassen und nicht mal eben mit Einstieg in die Schule.

Meine zwei könnten unterschiedlicher nicht sein und dennoch regulieren sie sich sehr gut selbst. Ich habe alles gleich gemacht bei Ihnen. Daher würde ich halt schon vermuten, dass es ein großes Stück auch mit Erziehung zu tun hat.

aber er konnte ja von beginn an eigene entscheidungen treffen. das war für ihn nix neues.

er durfte von klein an selber entscheiden was er anzieht, was er isst, wann und ob er süßes will (da klappt zb die selbstregulierung), usw

aber im schulbereich klappt es eben nicht!


Ok das kam so nicht rüber
Seramonchen
37809 Beiträge
02.10.2017 19:05
Zitat von Schnecke510:

Zitat von shelyra:

Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von shelyra:

...


Ja, weil ihr es seit 9 Wochen erst ihm überlasst. Hätte man ihm die Entscheidung, Dinge zu erledigen, die erledigt werden müssen, von Anfang an selbst überlassen, wäre es sicher anders. Glaube ich zumindest.

würdest du wirklich 9 wochen lang jeden tag einen eintrag ins mitteilungsheft und sogar strafarbeiten - die lehrerin verteilt dies wenn zu oft vergessen wird - riskieren? gefolgt von elterngesprächen ohne ende?

und er kennt ja, das selber entscheiden. das darf er in den meisten bereichen seitdem er kleinkind ist. das ist also für ihn nix neues.
da klappt es auch, aber im schulbereich eben nicht

Ich bin da ganz bei Shelyra.

Und generell: Kinder brauchen Regeln. Das reduziert die Weltkomplexität (soziologisch gesprochen). Ein Kind wird nicht als Manager geboren, das muss man ihm mitgeben. Erst Regeln, dann immer mehr loslassen. Aber nicht von Anfang an alles selbst überlassen, das kann ja nur schiefgehen.


Das sagt wer?

Meine Kinder müssen keine Manager werden, sie sollen glücklich sein
Gehe zu Seite:
  • Dieses Thema wurde 11 mal gemerkt