Mütter- und Schwangerenforum

Glaubt ihr?

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08.02.2019 09:37
Zitat von Jaspina1:

Zitat von mia85:

Zitat von Jaspina1:

Zitat von Mamota:

Zu den Schulen kann ich etwas beitragen:
Hier in der Kleinstadt (Niedersächsische Pampa) gibt es eine katholische Schule. Diese nimmt - weil sie muss - Schüler jeder Konfession aus ihrem Schulbezirk nach entsprechendem Antrag auf. ABER sie schreiben Katholiken aus dem weiteren Umkreis gezielt an und werben bei ihnen für sich und ihr Konzept. Das dürfen sie so. Daher haben hier auch viele Leute den Eindruck einer Bevorzugung. Katholiken in unerfreulichen Schulbezirken nutzen dieses Angebot auch öfter. Ich hier auf'm Dorf wäre hingegen nie auf die Idee gekommen. Die Dorfschulen sind allesamt mindestens genauso gut, wenn nicht besser.
Nur so ganz ausgeschlossen und weit hergeholt ist das mit der Bevorzugung wohl nicht überall unbedingt.

---

Das für mich ideale Verhältnis zur Religion würde ich auch gern (wie Mia ) in einem Zitat umschreiben. Das habe ich mal gelesen und mir gleich kopiert, weiß aber nicht, wem ich diese passenden Worte zu verdanken habe :
"Religion ist wie ein Penis. Es ist in Ordnung einen zu haben. Es ist in Ordnung, stolz darauf zu sein. Aber bitte: Fuchteln Sie damit nicht in der Öffentlichkeit herum! Belästigen Sie damit keine Kinder! Schreiben Sie damit keine Gesetze! Benutzen Sie ihn nicht zum Denken!"

Für mich selber geht der Weg immer mehr hin zu einem humanistischen Weltbild, eher weg von der Religion. Wobei ich (noch) nicht bereit bin, die Religion aufzugeben. Sie tut viel Gutes für mich, hilft mir mich zu erden und mich mitunter auch mal wieder klein, schwach und geborgen fühlen zu können, wenn mir mal alles zu viel wird. Allerdings wird das kontinuierlich weniger, je gefestigter ich werde.
Ich finde aber, Wissen muss immer über Glauben stehen. Wenn ich Wissen mit dem Verweis auf Glauben negiere oder mich wegen des Glaubens weniger für das Wissen interessiere und weniger danach strebe, läuft etwas falsch.
Der Glaube an Schicksal und Vorbestimmung gruselt mich. Da steht viel versteckte Unmenschlichkeit dahinter. Das wurde aber schon ziemlich klar ausgeführt. Es ist aber auch leicht für mich, nicht an Schicksal zu glauben. Die Forschungsergebnisse aus Psychologie und Neurowissenschaft sind viel interessanter als diese obskure, wenig fassbare Macht, die oft hinter allem stecken soll. Die Erklärungen der Wissenschaft sind da so viel schlüssiger und nachvollziehbarer und ja, auch erstaunlicher als Seelenverwandtschaften, Schicksal und dergleichen. Für mich jedenfalls.

---

Fun Fact am Schluss: Ich wurde mit Lourdes-Wasser getauft, damit ich mein Leben lang gesund bleibe. Richtig schwer krank bin ich auch nicht. Andere haben da ganz andere Päckchen zu tragen. Aber ... naja ... umschreiben wir es so: Ich habe auch schon mal allergisch auf eine Allergiespritze reagiert. Gesund und ich, das schließt sich irgendwie beinahe aus.

Ich schließe mich an. Das ist das Gefährliche an Religion, wenn sie das Wissen wollen unterdrückt und sogar die Neugierigen als zu ungläubig darstellt. "Du musst vertrauen" ist da so ein wohlklingender Satz, der eigentlich bedeutet: Frag nicht nach, sonst wirst du noch kritisch und hinterfragst...
.

Das habe ich nie zu hören bekommen, weder von meinen Eltern, noch Pfarrern, noch ist es die Lehre der Kirche.
Klar hab ich irgendwo "gottvertrauen", aber das hat nichts mit "nicht hinterfragen zu tun", sondern ist eher so was wie ein urvertrauen, dass es jemand gut mit gemeint.

Sobald ich mit religiösen Menschen auf schwierige Fragen zu sprechen komme, ist die Antwort immer ein salbungsvolles: Die Wege des Herrn sind unergründlich... ?


Für mich klingt das eher nach Klischee. So werden Gläubige in Filmen oft dargestellt, im echten Leben hat man es ( in der Regel- Ausnahmen bestätigen diese) meist mit sehr bodenständigen Leuten zu tun, die dennoch glauben.
08.02.2019 10:30
Nochmal ganz kurz zu Glaube und Vernunft:
Nur, weil es Leute gibt, die ihren glauben dazu missbrauchen, nicht nachdenken zu müssen, heißt das nicht, dass glauben Vernunft bzw. Wissenwollen ausschliesst.
Im Gegenteil! Wenn man sich wirklich unvoreingenommen mit dem Thema beschäftigt, dann kommt man an den großen Denkern der Geschichte nicht vorbei,.
Von Augustinus über Thomas von aquin, bis zu Josef Ratzinger oder der jüngst verstorbene Robert spaemann u.v.a. kommen alle zum selben Schluss, dass man nur MIT VERNUNFT glauben kann.
Das ist übrigens auch die offizielle Lehre der Kirche.
08.02.2019 11:01
Zitat von mia85:

Nochmal ganz kurz zu Glaube und Vernunft:
Nur, weil es Leute gibt, die ihren glauben dazu missbrauchen, nicht nachdenken zu müssen, heißt das nicht, dass glauben Vernunft bzw. Wissenwollen ausschliesst.
Im Gegenteil! Wenn man sich wirklich unvoreingenommen mit dem Thema beschäftigt, dann kommt man an den großen Denkern der Geschichte nicht vorbei,.
Von Augustinus über Thomas von aquin, bis zu Josef Ratzinger oder der jüngst verstorbene Robert spaemann u.v.a. kommen alle zum selben Schluss, dass man nur MIT VERNUNFT glauben kann.
Das ist übrigens auch die offizielle Lehre der Kirche.

Natürlich gibt es interessante Denker im Umkreis von Glaubensfragen!
Aber mit Vernunft glauben? Also ehrlich, bei mir ist da keine Vernunft dabei, wenn man glaubt, dass die Schöpfungsgeschichte so stattgefunden hat, die Wunder, die Jungfrauengeburt usw.!
Wenn man sich aus der Bibel nur das rauspickt, was einem gefällt, dann mag das gehen...
08.02.2019 11:11
Zitat von Jaspina1:

Zitat von mia85:

Nochmal ganz kurz zu Glaube und Vernunft:
Nur, weil es Leute gibt, die ihren glauben dazu missbrauchen, nicht nachdenken zu müssen, heißt das nicht, dass glauben Vernunft bzw. Wissenwollen ausschliesst.
Im Gegenteil! Wenn man sich wirklich unvoreingenommen mit dem Thema beschäftigt, dann kommt man an den großen Denkern der Geschichte nicht vorbei,.
Von Augustinus über Thomas von aquin, bis zu Josef Ratzinger oder der jüngst verstorbene Robert spaemann u.v.a. kommen alle zum selben Schluss, dass man nur MIT VERNUNFT glauben kann.
Das ist übrigens auch die offizielle Lehre der Kirche.

Natürlich gibt es interessante Denker im Umkreis von Glaubensfragen!
Aber mit Vernunft glauben? Also ehrlich, bei mir ist da keine Vernunft dabei, wenn man glaubt, dass die Schöpfungsgeschichte so stattgefunden hat, die Wunder, die Jungfrauengeburt usw.!
Wenn man sich aus der Bibel nur das rauspickt, was einem gefällt, dann mag das gehen...

Hast du dich denn schon einmal näher damit beschäftigt, was oder warum die Kirche dieses oder jenes so oder so sieht?
Oder ist das auch gerade ein "Rauspicken" bestimmter Schlagworte ohne zu hinterfragen, ob das die Kirche tatsächlich so sagt.
Les doch mal den youcat, dann weisst du, was ich wirklich glaube und kannst auf Augenhöhe diskutieren.
Chrysopelea
17162 Beiträge
08.02.2019 11:23
Zitat von mia85:

Zitat von Jaspina1:

Zitat von mia85:

Nochmal ganz kurz zu Glaube und Vernunft:
Nur, weil es Leute gibt, die ihren glauben dazu missbrauchen, nicht nachdenken zu müssen, heißt das nicht, dass glauben Vernunft bzw. Wissenwollen ausschliesst.
Im Gegenteil! Wenn man sich wirklich unvoreingenommen mit dem Thema beschäftigt, dann kommt man an den großen Denkern der Geschichte nicht vorbei,.
Von Augustinus über Thomas von aquin, bis zu Josef Ratzinger oder der jüngst verstorbene Robert spaemann u.v.a. kommen alle zum selben Schluss, dass man nur MIT VERNUNFT glauben kann.
Das ist übrigens auch die offizielle Lehre der Kirche.

Natürlich gibt es interessante Denker im Umkreis von Glaubensfragen!
Aber mit Vernunft glauben? Also ehrlich, bei mir ist da keine Vernunft dabei, wenn man glaubt, dass die Schöpfungsgeschichte so stattgefunden hat, die Wunder, die Jungfrauengeburt usw.!
Wenn man sich aus der Bibel nur das rauspickt, was einem gefällt, dann mag das gehen...

Hast du dich denn schon einmal näher damit beschäftigt, was oder warum die Kirche dieses oder jenes so oder so sieht?
Oder ist das auch gerade ein "Rauspicken" bestimmter Schlagworte ohne zu hinterfragen, ob das die Kirche tatsächlich so sagt.
Les doch mal den youcat, dann weisst du, was ich wirklich glaube und kannst auf Augenhöhe diskutieren.


Das würde mich jetzt aber auch interessieren. Du musst nicht antworten, wenn du es nicht diskutieren möchtest... glaubst du an die jungfräuliche Empfängnis?
08.02.2019 11:43
Ich glaube leider nicht an Gott. Vllt würde mir das manchmal helfen?
Unsere Kinder sind auf Wunsch meines Mannes evangelisch getauft und gehen in einen evangelischen Kiga.
Ich finde den Kindern wird Religion da sehr nett näher gebracht und ich finde die 2 Pfarrer der Gemeinde machen auch die Gottesdienste sehr schön.
Ich finde es süss wie die Jungs von Gott reden und wünschte ich könnte etwas davon für mich übernehmen.
08.02.2019 11:46
Zitat von Polly46:

Zitat von mia85:

Zitat von Jaspina1:

Zitat von mia85:

Nochmal ganz kurz zu Glaube und Vernunft:
Nur, weil es Leute gibt, die ihren glauben dazu missbrauchen, nicht nachdenken zu müssen, heißt das nicht, dass glauben Vernunft bzw. Wissenwollen ausschliesst.
Im Gegenteil! Wenn man sich wirklich unvoreingenommen mit dem Thema beschäftigt, dann kommt man an den großen Denkern der Geschichte nicht vorbei,.
Von Augustinus über Thomas von aquin, bis zu Josef Ratzinger oder der jüngst verstorbene Robert spaemann u.v.a. kommen alle zum selben Schluss, dass man nur MIT VERNUNFT glauben kann.
Das ist übrigens auch die offizielle Lehre der Kirche.

Natürlich gibt es interessante Denker im Umkreis von Glaubensfragen!
Aber mit Vernunft glauben? Also ehrlich, bei mir ist da keine Vernunft dabei, wenn man glaubt, dass die Schöpfungsgeschichte so stattgefunden hat, die Wunder, die Jungfrauengeburt usw.!
Wenn man sich aus der Bibel nur das rauspickt, was einem gefällt, dann mag das gehen...

Hast du dich denn schon einmal näher damit beschäftigt, was oder warum die Kirche dieses oder jenes so oder so sieht?
Oder ist das auch gerade ein "Rauspicken" bestimmter Schlagworte ohne zu hinterfragen, ob das die Kirche tatsächlich so sagt.
Les doch mal den youcat, dann weisst du, was ich wirklich glaube und kannst auf Augenhöhe diskutieren.


Das würde mich jetzt aber auch interessieren. Du musst nicht antworten, wenn du es nicht diskutieren möchtest... glaubst du an die jungfräuliche Empfängnis?


Ich glaube, dass derjenige, der die Gesetze der Natur erfunden hat, auch Möglichkeiten hat, diese außer Kraft zu setzen.
Ich glaube ja auch an die Auferstehung der Toten, das ist mindestens genauso "unglaublich", aber daran wird dennoch seltener " gezweifelt" als an der jungfräulichkeit Marias.
Chrysopelea
17162 Beiträge
08.02.2019 11:52
Zitat von mia85:

Zitat von Polly46:

Zitat von mia85:

Zitat von Jaspina1:

...

Hast du dich denn schon einmal näher damit beschäftigt, was oder warum die Kirche dieses oder jenes so oder so sieht?
Oder ist das auch gerade ein "Rauspicken" bestimmter Schlagworte ohne zu hinterfragen, ob das die Kirche tatsächlich so sagt.
Les doch mal den youcat, dann weisst du, was ich wirklich glaube und kannst auf Augenhöhe diskutieren.


Das würde mich jetzt aber auch interessieren. Du musst nicht antworten, wenn du es nicht diskutieren möchtest... glaubst du an die jungfräuliche Empfängnis?


Ich glaube, dass derjenige, der die Gesetze der Natur erfunden hat, auch Möglichkeiten hat, diese außer Kraft zu setzen.
Ich glaube ja auch an die Auferstehung der Toten, das ist mindestens genauso "unglaublich", aber daran wird dennoch seltener " gezweifelt" als an der jungfräulichkeit Marias.


Ok, ich nehme das mal als ja... kleiner Fun Fact: Im Tier- und Pflanzenreich gibt es das durchaus. Es heißt Parthenogenese und dabei entwickelt sich eine eigentlich unbefruchtete Eizelle weiter. Bei Menschen gibt es das allerdings nicht. Und wenn es das gäbe, hätte Jesus ein Mädchen sein müssen...

Ich hoffe du nimmst mir den kleinen Exkurs nicht übel, du darfst natürlich gern glauben was du möchtest und was dir gut tut. Nichts liegt mir ferner, als irgendwen zu bekehren. Aber du bist in deinem Glauben vermutlich eh so gefestigt, dass dich da so schnell nix aus der Ruhe bringt.
08.02.2019 12:01
Zitat von mia85:

Zitat von Jaspina1:

Zitat von mia85:

Nochmal ganz kurz zu Glaube und Vernunft:
Nur, weil es Leute gibt, die ihren glauben dazu missbrauchen, nicht nachdenken zu müssen, heißt das nicht, dass glauben Vernunft bzw. Wissenwollen ausschliesst.
Im Gegenteil! Wenn man sich wirklich unvoreingenommen mit dem Thema beschäftigt, dann kommt man an den großen Denkern der Geschichte nicht vorbei,.
Von Augustinus über Thomas von aquin, bis zu Josef Ratzinger oder der jüngst verstorbene Robert spaemann u.v.a. kommen alle zum selben Schluss, dass man nur MIT VERNUNFT glauben kann.
Das ist übrigens auch die offizielle Lehre der Kirche.

Natürlich gibt es interessante Denker im Umkreis von Glaubensfragen!
Aber mit Vernunft glauben? Also ehrlich, bei mir ist da keine Vernunft dabei, wenn man glaubt, dass die Schöpfungsgeschichte so stattgefunden hat, die Wunder, die Jungfrauengeburt usw.!
Wenn man sich aus der Bibel nur das rauspickt, was einem gefällt, dann mag das gehen...

Hast du dich denn schon einmal näher damit beschäftigt, was oder warum die Kirche dieses oder jenes so oder so sieht?
Oder ist das auch gerade ein "Rauspicken" bestimmter Schlagworte ohne zu hinterfragen, ob das die Kirche tatsächlich so sagt.
Les doch mal den youcat, dann weisst du, was ich wirklich glaube und kannst auf Augenhöhe diskutieren.

Irgendwie nimmt das für mich schon eine gefährliche Richtung ein.
Du nimmst hier die Rolle der Wissenden, der Erleuchteten ein. "Auf Augenhöhe diskutieren". Weil du ein Buch gelesen hast, das dir ganz genau sagt, woran du glauben sollst. Und wir, die Ungläubigen, sind ohne dieses exklusive Wissen der Diskussion nicht würdig.
Warum erleuchtest du uns nicht mit deinem Wissen, anstatt uns auf unsere Unwissenheit zu begrenzen?
Warum erzählst du nicht, was deinen Glauben ausmacht, anstatt stur ein Glaubensbekenntnis nieder zu beten, das 80% der User spätestens im 7. Schuljahr mal im Religionsunterricht auswendig gelernt haben?

Ich sehe bei dir nur Verweise auf die Worte anderer. Aber ist Glaube nicht auch oder vor allem die eigene Denkarbeit? Die eigene Vorstellung, die eigene Auslegung des vorhandenen "Materials"? Warum erzählst du, du selbst , uns nicht mal mit deinen eigenen Worten von deinem Glauben, deinen Überzeugungen und deinen Gründen dafür?
Wie kam es dazu, dass du glaubst, was du glaubst? Was bringt dich zu dieser Überzeugung? Wo endet dein Glaube vielleicht, bzw. welchen Punkten der kirchlichen Auslegung kannst du nicht zustimmen? Was magst du und was stört dich an der Institution röm.kath. Kirche vielleicht?
Ich bin ganz Ohr und ernsthaft interessiert. Aber dein Buch brauche ich nicht für diese Diskussion, denn die Frage ist ja, was wir glauben und nicht, welche Bücher man gelesen haben sollte. Es sei denn, du würdest uneingeschränkt allem zustimmen, was in deinem youcat steht. Wäre für mich dann allerdings auch wieder komisch.
08.02.2019 12:26
Zitat von Polly46:

Zitat von mia85:

Zitat von Polly46:

Zitat von mia85:

...


Das würde mich jetzt aber auch interessieren. Du musst nicht antworten, wenn du es nicht diskutieren möchtest... glaubst du an die jungfräuliche Empfängnis?


Ich glaube, dass derjenige, der die Gesetze der Natur erfunden hat, auch Möglichkeiten hat, diese außer Kraft zu setzen.
Ich glaube ja auch an die Auferstehung der Toten, das ist mindestens genauso "unglaublich", aber daran wird dennoch seltener " gezweifelt" als an der jungfräulichkeit Marias.


Ok, ich nehme das mal als ja... kleiner Fun Fact: Im Tier- und Pflanzenreich gibt es das durchaus. Es heißt Parthenogenese und dabei entwickelt sich eine eigentlich unbefruchtete Eizelle weiter. Bei Menschen gibt es das allerdings nicht. Und wenn es das gäbe, hätte Jesus ein Mädchen sein müssen...

Ich hoffe du nimmst mir den kleinen Exkurs nicht übel, du darfst natürlich gern glauben was du möchtest und was dir gut tut. Nichts liegt mir ferner, als irgendwen zu bekehren. Aber du bist in deinem Glauben vermutlich eh so gefestigt, dass dich da so schnell nix aus der Ruhe bringt.


Das gibt es auch bei den Bienen. Aus unbefruchteten Eiern legt die königin Drohnen, also männliche Bienen, die befruchteten werden zu Arbeiterinnen.
08.02.2019 12:32
Zitat von Elsilein:

Zitat von mia85:

Zitat von Jaspina1:

Zitat von mia85:

Nochmal ganz kurz zu Glaube und Vernunft:
Nur, weil es Leute gibt, die ihren glauben dazu missbrauchen, nicht nachdenken zu müssen, heißt das nicht, dass glauben Vernunft bzw. Wissenwollen ausschliesst.
Im Gegenteil! Wenn man sich wirklich unvoreingenommen mit dem Thema beschäftigt, dann kommt man an den großen Denkern der Geschichte nicht vorbei,.
Von Augustinus über Thomas von aquin, bis zu Josef Ratzinger oder der jüngst verstorbene Robert spaemann u.v.a. kommen alle zum selben Schluss, dass man nur MIT VERNUNFT glauben kann.
Das ist übrigens auch die offizielle Lehre der Kirche.

Natürlich gibt es interessante Denker im Umkreis von Glaubensfragen!
Aber mit Vernunft glauben? Also ehrlich, bei mir ist da keine Vernunft dabei, wenn man glaubt, dass die Schöpfungsgeschichte so stattgefunden hat, die Wunder, die Jungfrauengeburt usw.!
Wenn man sich aus der Bibel nur das rauspickt, was einem gefällt, dann mag das gehen...

Hast du dich denn schon einmal näher damit beschäftigt, was oder warum die Kirche dieses oder jenes so oder so sieht?
Oder ist das auch gerade ein "Rauspicken" bestimmter Schlagworte ohne zu hinterfragen, ob das die Kirche tatsächlich so sagt.
Les doch mal den youcat, dann weisst du, was ich wirklich glaube und kannst auf Augenhöhe diskutieren.

Irgendwie nimmt das für mich schon eine gefährliche Richtung ein.
Du nimmst hier die Rolle der Wissenden, der Erleuchteten ein. "Auf Augenhöhe diskutieren". Weil du ein Buch gelesen hast, das dir ganz genau sagt, woran du glauben sollst. Und wir, die Ungläubigen, sind ohne dieses exklusive Wissen der Diskussion nicht würdig.
Warum erleuchtest du uns nicht mit deinem Wissen, anstatt uns auf unsere Unwissenheit zu begrenzen?
Warum erzählst du nicht, was deinen Glauben ausmacht, anstatt stur ein Glaubensbekenntnis nieder zu beten, das 80% der User spätestens im 7. Schuljahr mal im Religionsunterricht auswendig gelernt haben?

Ich sehe bei dir nur Verweise auf die Worte anderer. Aber ist Glaube nicht auch oder vor allem die eigene Denkarbeit? Die eigene Vorstellung, die eigene Auslegung des vorhandenen "Materials"? Warum erzählst du, du selbst , uns nicht mal mit deinen eigenen Worten von deinem Glauben, deinen Überzeugungen und deinen Gründen dafür?
Wie kam es dazu, dass du glaubst, was du glaubst? Was bringt dich zu dieser Überzeugung? Wo endet dein Glaube vielleicht, bzw. welchen Punkten der kirchlichen Auslegung kannst du nicht zustimmen? Was magst du und was stört dich an der Institution röm.kath. Kirche vielleicht?
Ich bin ganz Ohr und ernsthaft interessiert. Aber dein Buch brauche ich nicht für diese Diskussion, denn die Frage ist ja, was wir glauben und nicht, welche Bücher man gelesen haben sollte. Es sei denn, du würdest uneingeschränkt allem zustimmen, was in deinem youcat steht. Wäre für mich dann allerdings auch wieder komisch.


Danke für dein Interesse. Momentan bin ich es allerdings leid, immer zu erklären und zu erzählen, um dann eben festzustellen, dass beim anderen von einem ganz anderen Ansatz ausgegangen wird. Deshalb auch mein Verweis auf den youcat.
Wenn ich einer Partei beitreten will oder über ihre Positionen diskutieren möchte, dann sollte ich ha auch das parteiprogramm kennen, sonst weiß ich ja gar nicht wovon die eigentlich reden.

Aber vielleicht mache ich tatsächlich mal einen eigenen Thread über uns auf. Das gibt dann ganz automatisch ein Blick auch in unseren Glauben.
Chrysopelea
17162 Beiträge
08.02.2019 12:51
Zitat von mia85:

Zitat von Polly46:

Zitat von mia85:

Zitat von Polly46:

...


Ich glaube, dass derjenige, der die Gesetze der Natur erfunden hat, auch Möglichkeiten hat, diese außer Kraft zu setzen.
Ich glaube ja auch an die Auferstehung der Toten, das ist mindestens genauso "unglaublich", aber daran wird dennoch seltener " gezweifelt" als an der jungfräulichkeit Marias.


Ok, ich nehme das mal als ja... kleiner Fun Fact: Im Tier- und Pflanzenreich gibt es das durchaus. Es heißt Parthenogenese und dabei entwickelt sich eine eigentlich unbefruchtete Eizelle weiter. Bei Menschen gibt es das allerdings nicht. Und wenn es das gäbe, hätte Jesus ein Mädchen sein müssen...

Ich hoffe du nimmst mir den kleinen Exkurs nicht übel, du darfst natürlich gern glauben was du möchtest und was dir gut tut. Nichts liegt mir ferner, als irgendwen zu bekehren. Aber du bist in deinem Glauben vermutlich eh so gefestigt, dass dich da so schnell nix aus der Ruhe bringt.


Das gibt es auch bei den Bienen. Aus unbefruchteten Eiern legt die königin Drohnen, also männliche Bienen, die befruchteten werden zu Arbeiterinnen.


Ja es gibt Tiere bei denen so auch Männchen entstehen, indem ein X-Chromosom,, rausgeschmissen" wird oder die Männchen haben nur einen haploiden Chromosomensatz. Menschenmänner sind aber diploid und haben ein Y-Chromosom. Das kann man nicht einfach herbeizaubern.
08.02.2019 13:12
Zitat von Senami3:

Zitat von Obsidian:

Ich glaube an Evolution, Biologie, Chemie und Physik. Es gibt kein Schicksal und es gibt keine Götter und ich bin da auch keiner von diesen bewundernswert toleranten Menschen, die mit Gläubigen nicht über Ihre Religion diskutieren. Ich diskutiere da bis aufs Messer und bin auch nicht bereit, andere Meinungen kampflos zuzulassen.
Ich halte Schicksalsglaube und Religion für gefährlich.
Wenn ich an dieser Stelle mal Julian Huxley zitieren darf: " Gott ist eine vom Menschen erdachte Hypothese bei dem Versuch, mit dem Problem der Existenz fertig zu werden."

Religion ist Realitätsflucht.


Bleibt die Frage: wie fliehst du? Was machst du, wenn es dir mal scheiße geht und du niemanden zum reden hast? Selbstgespräche?


Also ich bin dann einfach traurig, versuche entweder selbst die Situation zu ändern oder hoffe, dass sich die Situation noch ändert. Was soll ich denn sonst machen? Beten, dass meine Probleme von einem Gott gelöst werden?
08.02.2019 13:42
Zitat von Jaspina1:

Zitat von mia85:

Nochmal ganz kurz zu Glaube und Vernunft:
Nur, weil es Leute gibt, die ihren glauben dazu missbrauchen, nicht nachdenken zu müssen, heißt das nicht, dass glauben Vernunft bzw. Wissenwollen ausschliesst.
Im Gegenteil! Wenn man sich wirklich unvoreingenommen mit dem Thema beschäftigt, dann kommt man an den großen Denkern der Geschichte nicht vorbei,.
Von Augustinus über Thomas von aquin, bis zu Josef Ratzinger oder der jüngst verstorbene Robert spaemann u.v.a. kommen alle zum selben Schluss, dass man nur MIT VERNUNFT glauben kann.
Das ist übrigens auch die offizielle Lehre der Kirche.

Natürlich gibt es interessante Denker im Umkreis von Glaubensfragen!
Aber mit Vernunft glauben? Also ehrlich, bei mir ist da keine Vernunft dabei, wenn man glaubt, dass die Schöpfungsgeschichte so stattgefunden hat, die Wunder, die Jungfrauengeburt usw.!
Wenn man sich aus der Bibel nur das rauspickt, was einem gefällt, dann mag das gehen...
ganz ehrlich, das tun doch die wenigsten
Schon unser Pastor im Konfirmanden Unterricht hat uns erklärt, dass man nie vergessen darf, in welcher Zeit die Bibel geschrieben wurde, dass erst sehr viel Mündlich übertragen wurde, etc. PP.

Auch wenn ich von Religion nix halte... Aber etwas drüber nachgedacht schließen sich Vernunft und Glaube wirklich nicht aus...
Genauso wie sich eben Schicksalsglaube und Eigeninitiative nicht gegenseitig ausschließen.
Denn wie so oft gibt es nicht DEN glauben, sondern viele, viele Abstufungen.
Und sry, dass ich das so sage, aber die Bibel wörtlich nehmen tun nur a) extrem Gläubige (mit der Betonung auf extrem) oder b) Leute die Gläubige irgendwie als nicht ganz richtig darstellen wollen
Alaska
19413 Beiträge
08.02.2019 13:46
Zitat von Viala:

Zitat von Jaspina1:

Zitat von mia85:

Nochmal ganz kurz zu Glaube und Vernunft:
Nur, weil es Leute gibt, die ihren glauben dazu missbrauchen, nicht nachdenken zu müssen, heißt das nicht, dass glauben Vernunft bzw. Wissenwollen ausschliesst.
Im Gegenteil! Wenn man sich wirklich unvoreingenommen mit dem Thema beschäftigt, dann kommt man an den großen Denkern der Geschichte nicht vorbei,.
Von Augustinus über Thomas von aquin, bis zu Josef Ratzinger oder der jüngst verstorbene Robert spaemann u.v.a. kommen alle zum selben Schluss, dass man nur MIT VERNUNFT glauben kann.
Das ist übrigens auch die offizielle Lehre der Kirche.

Natürlich gibt es interessante Denker im Umkreis von Glaubensfragen!
Aber mit Vernunft glauben? Also ehrlich, bei mir ist da keine Vernunft dabei, wenn man glaubt, dass die Schöpfungsgeschichte so stattgefunden hat, die Wunder, die Jungfrauengeburt usw.!
Wenn man sich aus der Bibel nur das rauspickt, was einem gefällt, dann mag das gehen...
ganz ehrlich, das tun doch die wenigsten
Schon unser Pastor im Konfirmanden Unterricht hat uns erklärt, dass man nie vergessen darf, in welcher Zeit die Bibel geschrieben wurde, dass erst sehr viel Mündlich übertragen wurde, etc. PP.

Auch wenn ich von Religion nix halte... Aber etwas drüber nachgedacht schließen sich Vernunft und Glaube wirklich nicht aus...
Genauso wie sich eben Schicksalsglaube und Eigeninitiative nicht gegenseitig ausschließen.
Denn wie so oft gibt es nicht DEN glauben, sondern viele, viele Abstufungen.
Und sry, dass ich das so sage, aber die Bibel wörtlich nehmen tun nur a) extrem Gläubige (mit der Betonung auf extrem) oder b) Leute die Gläubige irgendwie als nicht ganz richtig darstellen wollen


So isses. Ich kenne niemanden, außer die Zeugen Jehovas an meiner Türe, die die Bibel wortwörtlich glauben.

Allerdings ist sie auch kein Märchenbuch, wie viele das immer darstellen, sondern durchaus ein Geschichtsbuch, mit dem gerne geforscht wird. Viele "Geschichten" lassen sich belegen, solange man die Gespräche mit Gott außer Acht lässt. Das find ich z.b. total spannend.
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