Mütter- und Schwangerenforum

Glaubt ihr?

Gehe zu Seite:
08.02.2019 14:00
Zitat von Senami3:

Zitat von Obsidian:

Ich glaube an Evolution, Biologie, Chemie und Physik. Es gibt kein Schicksal und es gibt keine Götter und ich bin da auch keiner von diesen bewundernswert toleranten Menschen, die mit Gläubigen nicht über Ihre Religion diskutieren. Ich diskutiere da bis aufs Messer und bin auch nicht bereit, andere Meinungen kampflos zuzulassen.
Ich halte Schicksalsglaube und Religion für gefährlich.
Wenn ich an dieser Stelle mal Julian Huxley zitieren darf: " Gott ist eine vom Menschen erdachte Hypothese bei dem Versuch, mit dem Problem der Existenz fertig zu werden."

Religion ist Realitätsflucht.


Bleibt die Frage: wie fliehst du? Was machst du, wenn es dir mal scheiße geht und du niemanden zum reden hast? Selbstgespräche?

Ich finde ja, Schokolade hilft da ganz gut!

Und jetzt ernsthaft: Niemanden zum Reden gibt's nicht. Mal bei schlechter Laune, wenn ich mir selbst so leid tue, dass ich eigentlich gar nicht will , dass sich jemand zum Reden findet. Aber da bin ich dann auch irgendwie selber schuld, denke ich. Denn im echten Leben fallen mir spontan mindestens 15 Leute ein, zu denen ich meine Probleme eigentlich immer bringen kann.
Zelda86
2561 Beiträge
08.02.2019 14:14
Zitat von Elsilein:

Zitat von mia85:

Zitat von Jaspina1:

Zitat von mia85:

Nochmal ganz kurz zu Glaube und Vernunft:
Nur, weil es Leute gibt, die ihren glauben dazu missbrauchen, nicht nachdenken zu müssen, heißt das nicht, dass glauben Vernunft bzw. Wissenwollen ausschliesst.
Im Gegenteil! Wenn man sich wirklich unvoreingenommen mit dem Thema beschäftigt, dann kommt man an den großen Denkern der Geschichte nicht vorbei,.
Von Augustinus über Thomas von aquin, bis zu Josef Ratzinger oder der jüngst verstorbene Robert spaemann u.v.a. kommen alle zum selben Schluss, dass man nur MIT VERNUNFT glauben kann.
Das ist übrigens auch die offizielle Lehre der Kirche.

Natürlich gibt es interessante Denker im Umkreis von Glaubensfragen!
Aber mit Vernunft glauben? Also ehrlich, bei mir ist da keine Vernunft dabei, wenn man glaubt, dass die Schöpfungsgeschichte so stattgefunden hat, die Wunder, die Jungfrauengeburt usw.!
Wenn man sich aus der Bibel nur das rauspickt, was einem gefällt, dann mag das gehen...

Hast du dich denn schon einmal näher damit beschäftigt, was oder warum die Kirche dieses oder jenes so oder so sieht?
Oder ist das auch gerade ein "Rauspicken" bestimmter Schlagworte ohne zu hinterfragen, ob das die Kirche tatsächlich so sagt.
Les doch mal den youcat, dann weisst du, was ich wirklich glaube und kannst auf Augenhöhe diskutieren.

Irgendwie nimmt das für mich schon eine gefährliche Richtung ein.
Du nimmst hier die Rolle der Wissenden, der Erleuchteten ein. "Auf Augenhöhe diskutieren". Weil du ein Buch gelesen hast, das dir ganz genau sagt, woran du glauben sollst. Und wir, die Ungläubigen, sind ohne dieses exklusive Wissen der Diskussion nicht würdig.
Warum erleuchtest du uns nicht mit deinem Wissen, anstatt uns auf unsere Unwissenheit zu begrenzen?
Warum erzählst du nicht, was deinen Glauben ausmacht, anstatt stur ein Glaubensbekenntnis nieder zu beten, das 80% der User spätestens im 7. Schuljahr mal im Religionsunterricht auswendig gelernt haben?

Ich sehe bei dir nur Verweise auf die Worte anderer. Aber ist Glaube nicht auch oder vor allem die eigene Denkarbeit? Die eigene Vorstellung, die eigene Auslegung des vorhandenen "Materials"? Warum erzählst du, du selbst , uns nicht mal mit deinen eigenen Worten von deinem Glauben, deinen Überzeugungen und deinen Gründen dafür?
Wie kam es dazu, dass du glaubst, was du glaubst? Was bringt dich zu dieser Überzeugung? Wo endet dein Glaube vielleicht, bzw. welchen Punkten der kirchlichen Auslegung kannst du nicht zustimmen? Was magst du und was stört dich an der Institution röm.kath. Kirche vielleicht?
Ich bin ganz Ohr und ernsthaft interessiert. Aber dein Buch brauche ich nicht für diese Diskussion, denn die Frage ist ja, was wir glauben und nicht, welche Bücher man gelesen haben sollte. Es sei denn, du würdest uneingeschränkt allem zustimmen, was in deinem youcat steht. Wäre für mich dann allerdings auch wieder komisch.


Ich finde ja, man kann sehr gut über den christlichen Glauben diskutieren, auch wenn man die Bibel oder den Katechismus (nichts anderes ist Youcat) nicht gelesen hat. Die Grundpfeiler, die wichtigsten Themen und der "grobe" Inhalt sind doch bekannt.
Man kann auch über Epigenetik diskutieren, ohne unzählige wissenschaftliche Abhandlungen gelesen haben zu müssen.
Man kann auch über Kindererziehung diskutieren, ohne je einen Erziehungsratgeber gelesen zu haben. Man kann sogar über Erziehung diskutieren, ohne überhaupt ein Kind zu haben.
Wichtig ist, daß beide Seiten überhaupt ernsthaft diskutieren wollen. Und den Eindruck erweckt Mia85 (leider) nicht.
Obsidian
15967 Beiträge
08.02.2019 14:15
Zitat von Senami3:

Zitat von Obsidian:

Ich glaube an Evolution, Biologie, Chemie und Physik. Es gibt kein Schicksal und es gibt keine Götter und ich bin da auch keiner von diesen bewundernswert toleranten Menschen, die mit Gläubigen nicht über Ihre Religion diskutieren. Ich diskutiere da bis aufs Messer und bin auch nicht bereit, andere Meinungen kampflos zuzulassen.
Ich halte Schicksalsglaube und Religion für gefährlich.
Wenn ich an dieser Stelle mal Julian Huxley zitieren darf: " Gott ist eine vom Menschen erdachte Hypothese bei dem Versuch, mit dem Problem der Existenz fertig zu werden."

Religion ist Realitätsflucht.


Bleibt die Frage: wie fliehst du? Was machst du, wenn es dir mal scheiße geht und du niemanden zum reden hast? Selbstgespräche?


Sorry, ich bin die letzten Seiten nur immer rudimentär mitgekommen. Mein Großer hat Scharlach, mein Mann Nachtschicht und ich Hunger Wenn mich jemand was explizit gefragt hat und ich es nicht mimtgekriegt habe, bitte wiederholen.

Zu der Frage weiter oben: Wenn ich traurig bin, Probleme und Sorgen habe etc dann löse ich das emotional, rational und mental, entweder alleine oder mithilfe einer mir vertrauten Person.
Manches davon kann ich zeitnah lösen, manches muss ich über Jahre hinweg verarbeiten.

Aber fliehen - das tu ich eigentlich nicht Vielleicht maximal, wenn ich mir einen Film ansehe, in dem ich versinken kann. Aber sicher nicht dauerhaft, indem ich eine hypothetische Gottgestalt ersinne und ihr meine Sorgen weitergebe.
08.02.2019 14:34
Zitat von Zelda86:

Zitat von Elsilein:

Zitat von mia85:

Zitat von Jaspina1:

...

Hast du dich denn schon einmal näher damit beschäftigt, was oder warum die Kirche dieses oder jenes so oder so sieht?
Oder ist das auch gerade ein "Rauspicken" bestimmter Schlagworte ohne zu hinterfragen, ob das die Kirche tatsächlich so sagt.
Les doch mal den youcat, dann weisst du, was ich wirklich glaube und kannst auf Augenhöhe diskutieren.

Irgendwie nimmt das für mich schon eine gefährliche Richtung ein.
Du nimmst hier die Rolle der Wissenden, der Erleuchteten ein. "Auf Augenhöhe diskutieren". Weil du ein Buch gelesen hast, das dir ganz genau sagt, woran du glauben sollst. Und wir, die Ungläubigen, sind ohne dieses exklusive Wissen der Diskussion nicht würdig.
Warum erleuchtest du uns nicht mit deinem Wissen, anstatt uns auf unsere Unwissenheit zu begrenzen?
Warum erzählst du nicht, was deinen Glauben ausmacht, anstatt stur ein Glaubensbekenntnis nieder zu beten, das 80% der User spätestens im 7. Schuljahr mal im Religionsunterricht auswendig gelernt haben?

Ich sehe bei dir nur Verweise auf die Worte anderer. Aber ist Glaube nicht auch oder vor allem die eigene Denkarbeit? Die eigene Vorstellung, die eigene Auslegung des vorhandenen "Materials"? Warum erzählst du, du selbst , uns nicht mal mit deinen eigenen Worten von deinem Glauben, deinen Überzeugungen und deinen Gründen dafür?
Wie kam es dazu, dass du glaubst, was du glaubst? Was bringt dich zu dieser Überzeugung? Wo endet dein Glaube vielleicht, bzw. welchen Punkten der kirchlichen Auslegung kannst du nicht zustimmen? Was magst du und was stört dich an der Institution röm.kath. Kirche vielleicht?
Ich bin ganz Ohr und ernsthaft interessiert. Aber dein Buch brauche ich nicht für diese Diskussion, denn die Frage ist ja, was wir glauben und nicht, welche Bücher man gelesen haben sollte. Es sei denn, du würdest uneingeschränkt allem zustimmen, was in deinem youcat steht. Wäre für mich dann allerdings auch wieder komisch.


Ich finde ja, man kann sehr gut über den christlichen Glauben diskutieren, auch wenn man die Bibel oder den Katechismus (nichts anderes ist Youcat) nicht gelesen hat. Die Grundpfeiler, die wichtigsten Themen und der "grobe" Inhalt sind doch bekannt.
Man kann auch über Epigenetik diskutieren, ohne unzählige wissenschaftliche Abhandlungen gelesen haben zu müssen.
Man kann auch über Kindererziehung diskutieren, ohne je einen Erziehungsratgeber gelesen zu haben. Man kann sogar über Erziehung diskutieren, ohne überhaupt ein Kind zu haben.
Wichtig ist, daß beide Seiten überhaupt ernsthaft diskutieren wollen. Und den Eindruck erweckt Mia85 (leider) nicht.


Weißt du, ich bin jetzt über 10 Jahre in diesem Forum angemeldet und habe zu Beginn hier echt oft und heiß über Glaubensfragen diskutiert. Mir im übertragenen Sinn, die Finger wund geschrieben.
Das will ich nicht mehr, weil ich gemerkt habe, dass meist gar nicht ernsthaft gehört wird, was ich eigentlich meine bzw. Oft nur gefragt wird, um provozieren zu können.
Das kann nun natürlich anders sein, aber ich glaube einfach, dass es weder mir, noch euch etwas "bringt".

08.02.2019 15:12
Zitat von mia85:

Zitat von Zelda86:

Zitat von Elsilein:

Zitat von mia85:

...

Irgendwie nimmt das für mich schon eine gefährliche Richtung ein.
Du nimmst hier die Rolle der Wissenden, der Erleuchteten ein. "Auf Augenhöhe diskutieren". Weil du ein Buch gelesen hast, das dir ganz genau sagt, woran du glauben sollst. Und wir, die Ungläubigen, sind ohne dieses exklusive Wissen der Diskussion nicht würdig.
Warum erleuchtest du uns nicht mit deinem Wissen, anstatt uns auf unsere Unwissenheit zu begrenzen?
Warum erzählst du nicht, was deinen Glauben ausmacht, anstatt stur ein Glaubensbekenntnis nieder zu beten, das 80% der User spätestens im 7. Schuljahr mal im Religionsunterricht auswendig gelernt haben?

Ich sehe bei dir nur Verweise auf die Worte anderer. Aber ist Glaube nicht auch oder vor allem die eigene Denkarbeit? Die eigene Vorstellung, die eigene Auslegung des vorhandenen "Materials"? Warum erzählst du, du selbst , uns nicht mal mit deinen eigenen Worten von deinem Glauben, deinen Überzeugungen und deinen Gründen dafür?
Wie kam es dazu, dass du glaubst, was du glaubst? Was bringt dich zu dieser Überzeugung? Wo endet dein Glaube vielleicht, bzw. welchen Punkten der kirchlichen Auslegung kannst du nicht zustimmen? Was magst du und was stört dich an der Institution röm.kath. Kirche vielleicht?
Ich bin ganz Ohr und ernsthaft interessiert. Aber dein Buch brauche ich nicht für diese Diskussion, denn die Frage ist ja, was wir glauben und nicht, welche Bücher man gelesen haben sollte. Es sei denn, du würdest uneingeschränkt allem zustimmen, was in deinem youcat steht. Wäre für mich dann allerdings auch wieder komisch.


Ich finde ja, man kann sehr gut über den christlichen Glauben diskutieren, auch wenn man die Bibel oder den Katechismus (nichts anderes ist Youcat) nicht gelesen hat. Die Grundpfeiler, die wichtigsten Themen und der "grobe" Inhalt sind doch bekannt.
Man kann auch über Epigenetik diskutieren, ohne unzählige wissenschaftliche Abhandlungen gelesen haben zu müssen.
Man kann auch über Kindererziehung diskutieren, ohne je einen Erziehungsratgeber gelesen zu haben. Man kann sogar über Erziehung diskutieren, ohne überhaupt ein Kind zu haben.
Wichtig ist, daß beide Seiten überhaupt ernsthaft diskutieren wollen. Und den Eindruck erweckt Mia85 (leider) nicht.


Weißt du, ich bin jetzt über 10 Jahre in diesem Forum angemeldet und habe zu Beginn hier echt oft und heiß über Glaubensfragen diskutiert. Mir im übertragenen Sinn, die Finger wund geschrieben.
Das will ich nicht mehr, weil ich gemerkt habe, dass meist gar nicht ernsthaft gehört wird, was ich eigentlich meine bzw. Oft nur gefragt wird, um provozieren zu können.
Das kann nun natürlich anders sein, aber ich glaube einfach, dass es weder mir, noch euch etwas "bringt".
Falls es dich tröstet: ich verstehe dich.
So wie dir mit religiösen fragen geht es mir, wenn es um spirituelle dinge geht... irgendwann mag man einfach nicht mehr, wenn alle naselang dann nochmal absichtlich blöd nachgefragt wird und die antwort dann als Unsinn eh nicht angenommen wird
08.02.2019 17:10
Zitat von Viala:

Zitat von mia85:

Zitat von Zelda86:

Zitat von Elsilein:

...


Ich finde ja, man kann sehr gut über den christlichen Glauben diskutieren, auch wenn man die Bibel oder den Katechismus (nichts anderes ist Youcat) nicht gelesen hat. Die Grundpfeiler, die wichtigsten Themen und der "grobe" Inhalt sind doch bekannt.
Man kann auch über Epigenetik diskutieren, ohne unzählige wissenschaftliche Abhandlungen gelesen haben zu müssen.
Man kann auch über Kindererziehung diskutieren, ohne je einen Erziehungsratgeber gelesen zu haben. Man kann sogar über Erziehung diskutieren, ohne überhaupt ein Kind zu haben.
Wichtig ist, daß beide Seiten überhaupt ernsthaft diskutieren wollen. Und den Eindruck erweckt Mia85 (leider) nicht.


Weißt du, ich bin jetzt über 10 Jahre in diesem Forum angemeldet und habe zu Beginn hier echt oft und heiß über Glaubensfragen diskutiert. Mir im übertragenen Sinn, die Finger wund geschrieben.
Das will ich nicht mehr, weil ich gemerkt habe, dass meist gar nicht ernsthaft gehört wird, was ich eigentlich meine bzw. Oft nur gefragt wird, um provozieren zu können.
Das kann nun natürlich anders sein, aber ich glaube einfach, dass es weder mir, noch euch etwas "bringt".
Falls es dich tröstet: ich verstehe dich.
So wie dir mit religiösen fragen geht es mir, wenn es um spirituelle dinge geht... irgendwann mag man einfach nicht mehr, wenn alle naselang dann nochmal absichtlich blöd nachgefragt wird und die antwort dann als Unsinn eh nicht angenommen wird


Danke! Es ist schon aufbauend, wenn offensichtlich jemand weiß, was man meint.
Senami3
1553 Beiträge
08.02.2019 18:36
Zitat von Magnolia___:

Zitat von Senami3:

Zitat von Obsidian:

Ich glaube an Evolution, Biologie, Chemie und Physik. Es gibt kein Schicksal und es gibt keine Götter und ich bin da auch keiner von diesen bewundernswert toleranten Menschen, die mit Gläubigen nicht über Ihre Religion diskutieren. Ich diskutiere da bis aufs Messer und bin auch nicht bereit, andere Meinungen kampflos zuzulassen.
Ich halte Schicksalsglaube und Religion für gefährlich.
Wenn ich an dieser Stelle mal Julian Huxley zitieren darf: " Gott ist eine vom Menschen erdachte Hypothese bei dem Versuch, mit dem Problem der Existenz fertig zu werden."

Religion ist Realitätsflucht.


Bleibt die Frage: wie fliehst du? Was machst du, wenn es dir mal scheiße geht und du niemanden zum reden hast? Selbstgespräche?

Beten ist doch auch eine Art Selbstgespräch?


Eine Art vielleicht, aber da sehe ich den Unterschied, das im Selbstgespräch ich angesprochen bin, im beten eine "höhere Instanz" /Schicksal /Götter angesprochen wird.

Nehmen wir mal an du erleidest was für dich schlimmes - zum Beispiel dein Hund verstirbt.

Ich persönlich finde es dann insbesondere für Kinder tröstlicher diesen dann im Tierhimmel zu sehen, als zu erklären, dass er in der Erde langsam verrottet, Maden ihn auffuttern,.... Und der Glaube an einen Tierhimmel ist nunmal auch eine Form von Glaube.
Senami3
1553 Beiträge
08.02.2019 18:41
Zitat von FrauFee:

Zitat von Senami3:

Zitat von Obsidian:

Ich glaube an Evolution, Biologie, Chemie und Physik. Es gibt kein Schicksal und es gibt keine Götter und ich bin da auch keiner von diesen bewundernswert toleranten Menschen, die mit Gläubigen nicht über Ihre Religion diskutieren. Ich diskutiere da bis aufs Messer und bin auch nicht bereit, andere Meinungen kampflos zuzulassen.
Ich halte Schicksalsglaube und Religion für gefährlich.
Wenn ich an dieser Stelle mal Julian Huxley zitieren darf: " Gott ist eine vom Menschen erdachte Hypothese bei dem Versuch, mit dem Problem der Existenz fertig zu werden."

Religion ist Realitätsflucht.


Bleibt die Frage: wie fliehst du? Was machst du, wenn es dir mal scheiße geht und du niemanden zum reden hast? Selbstgespräche?


Also ich bin dann einfach traurig, versuche entweder selbst die Situation zu ändern oder hoffe, dass sich die Situation noch ändert. Was soll ich denn sonst machen? Beten, dass meine Probleme von einem Gott gelöst werden?


"hoffe, dass sich die Situation noch ändert" -> ist das nicht schon beten? Ich bin da natürlich auch traurig - insbesondere bei (erstmal) unabänderlichen Situationen. Tatsächlich bete ich dann abends, dass sich etwas ändert. Allerdings erwarte ich nicht, dass da ein Gott "schnippt" und mein Problem löst, sondern es ist eher das Gefühl von Hoffnung was beim beten entsteht, was mich in einer solchen Situation anspricht.
Senami3
1553 Beiträge
08.02.2019 18:45
Zitat von Elsilein:

Zitat von Senami3:

Zitat von Obsidian:

Ich glaube an Evolution, Biologie, Chemie und Physik. Es gibt kein Schicksal und es gibt keine Götter und ich bin da auch keiner von diesen bewundernswert toleranten Menschen, die mit Gläubigen nicht über Ihre Religion diskutieren. Ich diskutiere da bis aufs Messer und bin auch nicht bereit, andere Meinungen kampflos zuzulassen.
Ich halte Schicksalsglaube und Religion für gefährlich.
Wenn ich an dieser Stelle mal Julian Huxley zitieren darf: " Gott ist eine vom Menschen erdachte Hypothese bei dem Versuch, mit dem Problem der Existenz fertig zu werden."

Religion ist Realitätsflucht.


Bleibt die Frage: wie fliehst du? Was machst du, wenn es dir mal scheiße geht und du niemanden zum reden hast? Selbstgespräche?

Ich finde ja, Schokolade hilft da ganz gut!

Und jetzt ernsthaft: Niemanden zum Reden gibt's nicht. Mal bei schlechter Laune, wenn ich mir selbst so leid tue, dass ich eigentlich gar nicht will , dass sich jemand zum Reden findet. Aber da bin ich dann auch irgendwie selber schuld, denke ich. Denn im echten Leben fallen mir spontan mindestens 15 Leute ein, zu denen ich meine Probleme eigentlich immer bringen kann.


Schokolade - Die Ersatzreligion

Ehrlich: ich will andere gar nicht mit meinen Problemen belatschern - ich will da niemandem zur Last fallen.
08.02.2019 18:57
Zitat von Senami3:

Zitat von Elsilein:

Zitat von Senami3:

Zitat von Obsidian:

Ich glaube an Evolution, Biologie, Chemie und Physik. Es gibt kein Schicksal und es gibt keine Götter und ich bin da auch keiner von diesen bewundernswert toleranten Menschen, die mit Gläubigen nicht über Ihre Religion diskutieren. Ich diskutiere da bis aufs Messer und bin auch nicht bereit, andere Meinungen kampflos zuzulassen.
Ich halte Schicksalsglaube und Religion für gefährlich.
Wenn ich an dieser Stelle mal Julian Huxley zitieren darf: " Gott ist eine vom Menschen erdachte Hypothese bei dem Versuch, mit dem Problem der Existenz fertig zu werden."

Religion ist Realitätsflucht.


Bleibt die Frage: wie fliehst du? Was machst du, wenn es dir mal scheiße geht und du niemanden zum reden hast? Selbstgespräche?

Ich finde ja, Schokolade hilft da ganz gut!

Und jetzt ernsthaft: Niemanden zum Reden gibt's nicht. Mal bei schlechter Laune, wenn ich mir selbst so leid tue, dass ich eigentlich gar nicht will , dass sich jemand zum Reden findet. Aber da bin ich dann auch irgendwie selber schuld, denke ich. Denn im echten Leben fallen mir spontan mindestens 15 Leute ein, zu denen ich meine Probleme eigentlich immer bringen kann.


Schokolade - Die Ersatzreligion

Ehrlich: ich will andere gar nicht mit meinen Problemen belatschern - ich will da niemandem zur Last fallen.

Am liebsten will man ja gar keine Probleme haben
Ich weiß eigentlich, dass keiner meiner Freunde oder Familienmitglieder übermäßig belastet ist, wenn ich von meinen Alltagsproblemen (mangels "richtiger" Probleme, glücklicherweise!) berichte, um mich zu entlasten. Umgekehrt habe ich ja dann auch ein offenes Ohr für sie. Das ist dann schon in Ordnung so.
Ansonsten hab ich einen Kater. Der hört sich jeden Quatsch an für ein paar Leckerlis!
08.02.2019 20:53
Ich glaube an Gott und brauche dazu bis zu einem gewissen Grad auch die kirchliche Gemeinschaft (katholisch in meinem Fall, anglikanisch gefällt mir hier auch ganz gut weil relativ ähnlich).
Ich bin so aufgewachsen, nicht streng danach erzogen, aber in meiner gewissen Selbstverständlichkeit. Es gab Phasen des Zweifels, die haben sich aber nie lange gehalten. Gott kam halt immer irgendwie zurück in mein Leben, und selbst wenn es ihn am Ende vielleicht doch nicht gibt, hat mir das Gefühl seiner Gegenwart nicht geschadet, sondern für viele Situationen Kraft gegeben.
08.02.2019 21:01
Zitat von mia85:

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde , und an Jesus Christus, seinen Eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter pontius pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur rechten des Gottes, ,des allmächtigen Vaters, von dort wird er kommen, zu richten die lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die Heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben.

Ich hab jetzt einfach mal das glaubensbekenntnis hier reingeschrieben, denn das sagt tatsächlich das aus, was ich glaube und lebe.


08.02.2019 22:05
Zitat von Polly46:

Zitat von mia85:

Zitat von Jaspina1:

Zitat von mia85:

Nochmal ganz kurz zu Glaube und Vernunft:
Nur, weil es Leute gibt, die ihren glauben dazu missbrauchen, nicht nachdenken zu müssen, heißt das nicht, dass glauben Vernunft bzw. Wissenwollen ausschliesst.
Im Gegenteil! Wenn man sich wirklich unvoreingenommen mit dem Thema beschäftigt, dann kommt man an den großen Denkern der Geschichte nicht vorbei,.
Von Augustinus über Thomas von aquin, bis zu Josef Ratzinger oder der jüngst verstorbene Robert spaemann u.v.a. kommen alle zum selben Schluss, dass man nur MIT VERNUNFT glauben kann.
Das ist übrigens auch die offizielle Lehre der Kirche.

Natürlich gibt es interessante Denker im Umkreis von Glaubensfragen!
Aber mit Vernunft glauben? Also ehrlich, bei mir ist da keine Vernunft dabei, wenn man glaubt, dass die Schöpfungsgeschichte so stattgefunden hat, die Wunder, die Jungfrauengeburt usw.!
Wenn man sich aus der Bibel nur das rauspickt, was einem gefällt, dann mag das gehen...

Hast du dich denn schon einmal näher damit beschäftigt, was oder warum die Kirche dieses oder jenes so oder so sieht?
Oder ist das auch gerade ein "Rauspicken" bestimmter Schlagworte ohne zu hinterfragen, ob das die Kirche tatsächlich so sagt.
Les doch mal den youcat, dann weisst du, was ich wirklich glaube und kannst auf Augenhöhe diskutieren.


Das würde mich jetzt aber auch interessieren. Du musst nicht antworten, wenn du es nicht diskutieren möchtest... glaubst du an die jungfräuliche Empfängnis?


Hmmm, also der christliche Glaube basiert auf der Bibel, oder? Also sollte man als Christ schon an das glauben, was in der Bibel steht, oder? Oder gibt die Kirche vor, welche der Bibelstellen man aktuell glauben soll und welche nicht? Sorry, vielleicht stehe ich da gerade auf dem Schlauch.
Aber ich google mal nach youcat...
08.02.2019 22:19
Zitat von Viala:

Zitat von Jaspina1:

Zitat von mia85:

Nochmal ganz kurz zu Glaube und Vernunft:
Nur, weil es Leute gibt, die ihren glauben dazu missbrauchen, nicht nachdenken zu müssen, heißt das nicht, dass glauben Vernunft bzw. Wissenwollen ausschliesst.
Im Gegenteil! Wenn man sich wirklich unvoreingenommen mit dem Thema beschäftigt, dann kommt man an den großen Denkern der Geschichte nicht vorbei,.
Von Augustinus über Thomas von aquin, bis zu Josef Ratzinger oder der jüngst verstorbene Robert spaemann u.v.a. kommen alle zum selben Schluss, dass man nur MIT VERNUNFT glauben kann.
Das ist übrigens auch die offizielle Lehre der Kirche.

Natürlich gibt es interessante Denker im Umkreis von Glaubensfragen!
Aber mit Vernunft glauben? Also ehrlich, bei mir ist da keine Vernunft dabei, wenn man glaubt, dass die Schöpfungsgeschichte so stattgefunden hat, die Wunder, die Jungfrauengeburt usw.!
Wenn man sich aus der Bibel nur das rauspickt, was einem gefällt, dann mag das gehen...
ganz ehrlich, das tun doch die wenigsten
Schon unser Pastor im Konfirmanden Unterricht hat uns erklärt, dass man nie vergessen darf, in welcher Zeit die Bibel geschrieben wurde, dass erst sehr viel Mündlich übertragen wurde, etc. PP.

Auch wenn ich von Religion nix halte... Aber etwas drüber nachgedacht schließen sich Vernunft und Glaube wirklich nicht aus...
Genauso wie sich eben Schicksalsglaube und Eigeninitiative nicht gegenseitig ausschließen.
Denn wie so oft gibt es nicht DEN glauben, sondern viele, viele Abstufungen.
Und sry, dass ich das so sage, aber die Bibel wörtlich nehmen tun nur a) extrem Gläubige (mit der Betonung auf extrem) oder b) Leute die Gläubige irgendwie als nicht ganz richtig darstellen wollen


Vielleicht bin ich komisch, aber irgendwie zählt das "Ich hab das Gefühl da ist irgendein Gott und was Jesus so gesagt hat, finde ich auch ganz nett und die Bibel hat was von Geschichtsbuch" nicht so richtig ala christlicher Glaube. Ich meine ICH finde ja das meiste ganz nett, was Jesus so gesagt hat und sehe die Bibel als Bild dafür, wie die Menschen versucht haben mit ihren Problemen zurecht zu kommen - also als Geschichtsbuch gewissermaßen. Aber deswegen wäre ich ja nicht gläubig. Und würde ich noch zusätzlich an ein höheres Wesen glauben, dann wäre ich vielleicht gläubig aber auch nicht christlich gläubig... Denn irgendwie gehört da doch schon die Bibel als Grundlage dazu.
Ich persönlich kenne aber auch nur Leute, die richtig gläubig sind (freikirchlich) oder klar Atheisten sind.... Und natürlich die, die aus Tradition in die Kirche gehen oder ihre Kinder taufen lassen, aber die würden sich auch nie als gläubig bezeichnen...
Aber ich finde die Frage echt spannend....
08.02.2019 22:57
Zitat von Jaspina1:

Zitat von Viala:

Zitat von Jaspina1:

Zitat von mia85:

Nochmal ganz kurz zu Glaube und Vernunft:
Nur, weil es Leute gibt, die ihren glauben dazu missbrauchen, nicht nachdenken zu müssen, heißt das nicht, dass glauben Vernunft bzw. Wissenwollen ausschliesst.
Im Gegenteil! Wenn man sich wirklich unvoreingenommen mit dem Thema beschäftigt, dann kommt man an den großen Denkern der Geschichte nicht vorbei,.
Von Augustinus über Thomas von aquin, bis zu Josef Ratzinger oder der jüngst verstorbene Robert spaemann u.v.a. kommen alle zum selben Schluss, dass man nur MIT VERNUNFT glauben kann.
Das ist übrigens auch die offizielle Lehre der Kirche.

Natürlich gibt es interessante Denker im Umkreis von Glaubensfragen!
Aber mit Vernunft glauben? Also ehrlich, bei mir ist da keine Vernunft dabei, wenn man glaubt, dass die Schöpfungsgeschichte so stattgefunden hat, die Wunder, die Jungfrauengeburt usw.!
Wenn man sich aus der Bibel nur das rauspickt, was einem gefällt, dann mag das gehen...
ganz ehrlich, das tun doch die wenigsten
Schon unser Pastor im Konfirmanden Unterricht hat uns erklärt, dass man nie vergessen darf, in welcher Zeit die Bibel geschrieben wurde, dass erst sehr viel Mündlich übertragen wurde, etc. PP.

Auch wenn ich von Religion nix halte... Aber etwas drüber nachgedacht schließen sich Vernunft und Glaube wirklich nicht aus...
Genauso wie sich eben Schicksalsglaube und Eigeninitiative nicht gegenseitig ausschließen.
Denn wie so oft gibt es nicht DEN glauben, sondern viele, viele Abstufungen.
Und sry, dass ich das so sage, aber die Bibel wörtlich nehmen tun nur a) extrem Gläubige (mit der Betonung auf extrem) oder b) Leute die Gläubige irgendwie als nicht ganz richtig darstellen wollen


Vielleicht bin ich komisch, aber irgendwie zählt das "Ich hab das Gefühl da ist irgendein Gott und was Jesus so gesagt hat, finde ich auch ganz nett und die Bibel hat was von Geschichtsbuch" nicht so richtig ala christlicher Glaube. Ich meine ICH finde ja das meiste ganz nett, was Jesus so gesagt hat und sehe die Bibel als Bild dafür, wie die Menschen versucht haben mit ihren Problemen zurecht zu kommen - also als Geschichtsbuch gewissermaßen. Aber deswegen wäre ich ja nicht gläubig. Und würde ich noch zusätzlich an ein höheres Wesen glauben, dann wäre ich vielleicht gläubig aber auch nicht christlich gläubig... Denn irgendwie gehört da doch schon die Bibel als Grundlage dazu.
Ich persönlich kenne aber auch nur Leute, die richtig gläubig sind (freikirchlich) oder klar Atheisten sind.... Und natürlich die, die aus Tradition in die Kirche gehen oder ihre Kinder taufen lassen, aber die würden sich auch nie als gläubig bezeichnen...
Aber ich finde die Frage echt spannend....


Womit du auch völlig richtig liegst, denn der christliche Glaube, bzw. das christliche Glaubensbekenntnis hat klare Definitionen. Und wenn man mit denen nicht konform geht, ist man kein Christ, auch wenn man sich noch so sehr einer schimpft.
Der wesentliche Dreh- und Angelpunkt ist der Glaube daran, dass Jesus am Kreuz für die Sünden der Menschheit gestorben ist. Glaubt man das nicht, kann man Jesus noch so toll finden - Christ ist man dann nicht.
Gehe zu Seite:
  • Dieses Thema wurde 26 mal gemerkt